Das ZHAW Energy Research Board (ZERB) setzt sich für die Sichtbarkeit der Energieforschung an der ZHAW ein. Im Rahmen der 2. Ausschreibung finanziert es weitere drei Projekte, welche durch ihren Leuchtturmcharakter überzeugen konnten. Erfahren Sie nachfolgend mehr dazu, was sich hinter den Gewinner-Projekten «CEIS», «HIDES» und «KREA-KLIM» verbirgt. Der dritte Projekt-Call des ZERB wird dann anfangs 2021 erfolgen. Zu entsprechenden Überlegungen, welche Projekte dann reif für eine breitere Kommunikation sein werden, sind alle ZHAW-Energieforschenden eingeladen!

Establishing the Cantonal Clean Energy INDEX Switzerland (CEIS) as a standard instrument for policy makers

Erster Prototyp der CEIS-Benutzeroberfläche

Ziel des Projekts ist die Entwicklung und Bekanntmachung eines Arbeits- und Monitoring-Instruments für kantonale Daten in den für die Energiestrategie relevanten Sektoren Gebäude, Mobilität und Erneuerbarer Strom. Als massgebliches Mittel zur Überprüfung der kantonalen Umsetzung der Energiestrategie 2050 liefert CEIS jährliche Vergleichsdaten in Form einer Web-Anwendung des Instituts für Wirtschaftsinformatik, welche die vom Center for Energy and the Environment bereitgestellten Daten in einem zielgruppengerechten Design des Instituts für Angewandte Medienwissenschaft interaktiv verfügbar macht. Bereits Interesse bekundet haben u.a. das Bundesamt für Energie (BFE) und die Schweizerische Fachvereinigung für Energiewirtschaft. Weitere Adressaten in politischen Netzwerken werden auf Basis eines Kommunikationskonzepts bedarfsgerecht angesprochen.

Beteiligte Forschende: Regina Betz (Co-Projektleiterin), Nina Boogen, Mirjam Kosch, Bettina Schwarzen, David Grünert, Janick Michot (alle vom Center for Energy and the Environment der School of Management & Law), Stephan Rösli (Co-Projektleiter), Martin Schuler (beide Departement Angewandte Linguistik)

Hydrogen In Decentralized Energy Systems (HIDES)

Im Rahmen dieses Projekts der Institute für Energiesysteme und Fluid-Engineering (Projektleitung), Nachhaltige Entwicklung sowie Angewandte Medienwissenschaft wird der aktuelle Stand und das zukünftige Potenzial von Power-to-X-to-Power (PtXtP) Anwendungen in der Schweiz analysiert und kommuniziert. Im Fokus stehen dezentrale Energiesysteme mit Wasserstoff als Energievektor X. ZHAW-intern wird institutsübergreifend interagiert; externe Stakeholder werden aktiv involviert. Ziel ist es, die an der ZHAW vorhandene Expertise sowie die geleisteten Arbeiten zu Wasserstoff und PtXtP-Systemen gezielt zu promoten. Damit wird eine exzellente Ausgangsposition geschaffen für erfolgreiche Drittmittelanträge zum Megatrend H2 zur CO2-Reduktion.

Beteiligte Forschende: Mirko Bothien, Petr Korba (Co-Projektleitung), Frank Tillenkamp, Silvia Ulli-Beer (alle School of Engineering), Nicole Rosenberger Staub, Aleksandra Gnach (Angewandte Linguistik)

Immobilieneigentümer, -dienstleister und Forschende als Co-Kreateure klimafreundlicher Immobiliendienstleistungen (KREA-KLIM)

Bewirtschaftung und Modernisierung von Bestandsliegenschaften bieten ein erhebliches Potential zur Erhöhung der Energieeffizienz und zur Verringerung von CO2-Emissionen. Beschaffung und Angebot technischer Facility Services (z.B. Energiecontrolling, energetische Optimierung) sind hierfür ein wichtiger Ansatzpunkt. Allerdings behindern heute typische Beschaffungspraktiken der Immobilieneigentümer (z.B. kompetitive Ausschreibungen konventionell vordefinierter Leistungen mit Fokus auf den Angebotspreis) innovative, konsequent emissionsreduzierende Services. Umgekehrt liefern konventionelle Services häufig nur einen Teil der in Aussicht gestellten Kosten-, Energie- und Emissionseinsparungen. Eine direkte, lösungsorientierte Zusammenarbeit zwischen Immobilieneigentümern und Dienstleistern kann diesen Teufelskreis durchbrechen. Das Institut für Facility Management und das Institut für Innovation und Entrepreneurship haben im Rahmen von zahlreichen früheren Forschungsprojekten a) einen Leitfaden für klimafreundliche Immobilienportfolios, b) Vertragsbausteine für energieeffiziente Facility Services und c) eine Startup-Datenbank erarbeitet, dabei Kontakte zu Startups aufgebaut & passende Branchenevents organsiert.

Das vorliegende Projekt «KREA-KLIM» soll diese Tools / Events nun zusammenführen, bekannt machen, weiterentwickeln. Erstmals sollen Immobilieneigentümer, -dienstleister und -forscher bei einem grossen Co-Creation Anlass gemeinsam an Lösungen für die Energiewende im Gebäudebereich arbeiten und so massgeblich zur Umsetzung der Energiestrategie 2050 im Gebäudebereich beitragen.

Beteiligte Forschende: Marcel Janser (Co-Projektleiter), Markus Hubbuch (Institut für Facility Management), Christina Marchand (Co-Projektleiterin), Marilou Jobin (Institut für Innovation und Entrepreneurship)

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