Am 10. Juni 2020 fand das Treffen der an Statistik interessierten Personen der ZHAW statt. Aufgrund der speziellen Situation wurde das Treffen nur virtuell über MS Teams im ZHAW Statistik-Club durchgeführt. Insgesamt haben sich 18 Personen aus fünf Departementen und der zentralen Verwaltung über laufende und geplante F&E Aktivitäten im Zuge der Corona-Pandemie sowie über die departements-interne Koordination statistischer Anliegen in F&E und der Lehre ausgetauscht.

Andreas Fürholz (Ressort F&E/DL / Koordinator ZHAW Services Forschungsdaten) begrüsste die Teilnehmenden und stellte anschliessend das sich im Aufbau befindende Serviceangebot für das Management von Forschungsdaten an der ZHAW vor. Fürholz wies darauf hin, dass die geplanten Services nicht Top-down, sondern in enger Kooperation mit den Forschenden etabliert werden sollen, mit dem Ziel, die Transparenz und Replizierbarkeit von Forschungsresultaten an der ZHAW zu verbessern.

Im Anschluss präsentierte Thomas Roth (Finanzen & Services, Chief Architect ICT) das F&S-Serviceangebot mit Fokus auf Software und Clouddienste für die Datenanalyse, welche den Mitarbeitenden und Studierenden an der ZHAW über das Self-Service-Portal zur Verfügung stehen. Roth demonstrierte an einem Beispiel wie einfach Software, auch für BYOD-Geräte, über den ZHAW Softwarekatalog bezogen werden kann. Dieses Angebot richtet sich auch an Studierende, die nun die Möglichkeit haben, während eines begrenzten Zeitraums spezialisierte Softwaretools auf dem eigenen Gerät einzusetzen. Im zweiten Teil seiner Präsentation zeigte Roth, welche Möglichkeiten die vorhandene Power BI 2.0 Architecture bietet, um mit wenig Aufwand dynamische Reports und Datenvisualisierungen zu generieren.

Marc Höglinger (WIG, School of Management and Law) präsentierte erste Analysen aus dem COVID-19 Social Monitor, ein Projekt mit dem das WIG zusammen mit der Universität Zürich diverse Gesundheitsindikatoren seit Beginn des Lockdown regelmässig in einem für die Schweiz repräsentativen Online-Panel erhebt. Ziel ist es, die Auswirkungen der Pandemie auf das Wohlbefinden und den Gesundheitszustand der Bevölkerung systematisch zu erfassen. Der Projektbeschrieb sowie laufend aktualisierte Analysen sind auf der Projekthomepage zu finden.

Tim Tausendfreund (IKJF, Soziale Arbeit) stellte das Projekt „Familiäre Ressourcen in der Krise? Wie Familien während der Corona-Zeit die Kinder- und Jugendhilfe erleben“ vor, welches er zusammen mit David Lätsch leitet. Im Projekt wird untersucht, wie es während der Pandemie-Massnahmen Eltern und Kindern ergangen ist, die ausgewählte Formen der Kinder- und Jugendhilfe in Anspruch nahmen. Die Studie verbindet qualitative und quantitative Elemente in einem Mixed-Method-Design, mit dem Daten von rund 1’200 Familien erhoben werden . Mit einer Präsentation der Schlussergebnisse ist Mitte 2021 zu rechnen.

Julia Quehenberger  (ebenfalls IKJF, Soziale Arbeit) stellte ihr Projekt (Projekthomepage) vor, welches die Auswirkungen der digitalen Transformation auf das Wohlbefinden von ZHAW-Mitarbeitenden und ihrer Kinder und ihre Alltagsgestaltung während der Coronakrise untersucht.

Ivo Kaelin (IAS, Life Sciences und Facility Management), Leiter der Statistikberatung an der ZHAW in Wädenswil, präsentierte in einem kurzen Überblick die vom IAS angebotenen Statistikmodule in Studiengängen am Departement N und fasste die von der Statistikberatung in Wädenswil angebotenen Services sowie die Nachfrageentwicklung zusammen. Kaelin informierte am Schluss, dass ab Sommer 2020 Matthias Nyfeler (IAS, Life Sciences und Facility Management) die Leitung der Statistikberatung in Wädenswil übernehmen wird.

Rainer Gabriel (IVGT, Soziale Arbeit) informierte die Teilnehmenden, dass seit Juni 2020 mit Samuel Wehrli ein Data Scientist ins Boot geholt wurde, um in Zusammenarbeit mit den Fachleuten der sozialen Arbeit entsprechende neue Themen zu entwickeln. Bereits laufen spannende Diskussionen für DIZH-Eingaben am Departement S. Gabriel kann sich sehr gut vorstellen, die Zusammenarbeit mit der Statistikberatung und den Statistikerinnen und Statistiker an der ZHAW noch stärker auszubauen.

Der MS Teams Kanal ZHAW Statistik-Club bleibt weiterhin als niederschwellige Austauschplattform für ZHAW Mitarbeitende mit Anliegen rund um die Statistik bestehen.

Die Folien der Beiträge können hier heruntergeladen werden.

Auch nächstes Jahr ist im Juni ein Treffen über Erfahrungen mit statistischen Themen in Lehre und Forschung geplant. Personen, welche sich ebenfalls an diesem Austausch beteiligen möchten und nicht bereits für das diesjährige Treffen angefragt wurden, können sich gerne bei Christoph Hofer melden.

Die fundierte Anwendung von statistischen Methoden ist in der Forschung Voraussetzung für qualitativ hochwertige Arbeiten. Die ZHAW bietet deshalb allen Forschenden der ZHAW eine niederschwellige Möglichkeit, sich in statischen Fragen beraten zu lassen (die ersten beiden Beratungsstunden sind gratis). Weitere Details finden sich unter:
Statistische Beratung in Winterthur
Statistische Beratung in Wädenswil

Christoph Hofer, Institut für Datenanalyse und Prozessdesign