Mitte September 2020 wird die Europäische Kommission einen Green Deal Call ausschreiben. Mit rund einer Milliarde Euro sollen Forschungsprojekte unterstützt werden, die konkret umsetzbares Wissen in allen klimarelevanten Bereichen erarbeiten. Der Call bietet aufgrund seiner breiten Ausrichtung Forschenden der ZHAW aus den meisten Departementen interessante Möglichkeiten.

Den Klimawandel zu bekämpfen und Europa bis 2050 klimaneutral zu machen, ist eine der zentralen Zielsetzungen der Europäischen Kommission. Um hier umsetzungsorientiertes Wissen zu erarbeiten, schreibt die Kommission einen zusätzlichen „Green Deal Call“ im Rahmen von Horizon 2020 aus. Dieser Call ist mit knapp einer Milliarde Euro dotiert.

Von den Projekten wird erwartet, dass sie relativ schnell greifbare und sichtbare Ergebnisse liefern und konkrete Lösungen für die Hauptprioritäten des „Green Deals“ bieten können. Diese anwendungsorientierte Form der Forschung entspricht ganz den Stärken der Fachhochschulen.

Da der „Green Deal“ technische und soziale Innovationen aufeinander bezieht, sind im „Green Deal Call“ sozialwissenschaftliche Fragestellungen (z.B. nach Verhaltensänderungen oder nach dem Einbezug der Bürger in Entscheidungsprozesse) prominent vertreten. Der Call ist deshalb auch für Sozialwissenschaftlerinnen und Sozialwissenschaftler sehr interessant.

Der Green Deal Call umfasst 11 Bereiche

Die acht thematischen Bereiche widerspiegeln die zentralen Aspekte des „Green Deals“ der EU. Jeder Bereich enthält eines oder mehrere Topics, die konkrete Anforderungen an kollaborative Forschungsprojekte formulieren. Über die nachfolgend aufgelisteten Links kann eine «Draft-Version» dieser Topics eingesehen werden.

1. Increasing climate ambition: cross-sectoral challenges
2. Clean, affordable and secure energy
3. Industry for a clean and circular economy
4. Energy and resource-efficient buildings
5. Sustainable and smart mobility
6. Farm to Fork
7. Restoring biodiversity and ecosystem services
8. Zero-pollution, toxic-free environment

Hinzu kommen die folgenden drei Querschnittsbereiche, die insbesondere aus sozialwissenschaftlicher Perspektive interessant sind:

9. Strengthening our knowledge in support of the European Green Deal
10. Empowering citizens for transition towards a climate neutral, sustainable Europe
11. Accelerating the clean energy transition and access in partnership with Africa

Für den „Green Deal Call“ gilt folgender Zeitplan:

  • Mitte September 2020 wird der finale Call vorliegen und die Ausschreibung wird offiziell eröffnet werden.
  • Die EU R&I Days am 22.-24. September 2020 bieten die Möglichkeiten zur Partnersuche und Vernetzung.
  • Die Deadline für die Eingaben ist dann voraussichtlich Ende Januar 2021.

Für weitere Fragen zum „Green Deal Call“ steht Ihnen Patrik Ettinger (patrik.ettinger@zhaw.ch) zur Verfügung.