Sponsoring im Grenzbereich von Leben und Tod

Von Silvia Brüllhardt

Sponsoring und Extremsport stehen seit jeher in keinem spannungsfreien Verhältnis. Die gewünschte mediale Aufmerksamkeit mit einem Extremsportler bzw. einer Extremsportlerin im Mittelpunkt kann unmittelbar zum PR Desaster mutieren. Wo ziehen Unternehmen die Grenze des „Extremmarketings“ und wie gehen sie mit der ethischen Frage nach dem Riskieren eines Menschenlebens für Werbezwecke um?

Als quasi Synonym für das Sponsoring von Extremsportlern und Extremsport-Veranstaltungen gilt Red Bull. Auch Unternehmen von Outdoor-Ausrüstern, über Hersteller von Sportlernahrung bis hin zu Banken und diversen weiteren Branchen vermarkten sich erfolgreich über den Imagetransfer ausgewählter Athleten.

Ein schmaler Grat zwischen Erfolg und Katastrophe

Neben den Sportlern bewegen sich auch die Sponsoren auf einem schmalen Grat und gehen damit sehr unterschiedlich um. Der Marketing-Gigant Red Bull stand infolge zahlreicher Todesfälle von Athleten in den vergangenen Jahren immer wieder im Zwielicht. 2009 starb beispielsweise der Base Jumper Ueli Gegenschatz während einem Werbeauftritt, bei einem missglückten Base Jump vom Sunrise Tower in Zürich. Vier Jahre später strahlte ARD die Reportage „Die dunkle Seite von Red Bull“ aus, in der sechs Todesfälle während Red Bull Marketingaktionen recherchiert wurden. Die allgemein zugeknüpfte Kommunikation und Ablehnung von Interviews zur Thematik machten das Unternehmen wohl gerade deshalb bei Journalisten zur beliebten Zielscheibe.

Extrembergsteiger Dani Arnold eröffnet neue Eiskletterroute in Kanada (British Columbia) © Mammut Archive

Dass das Sponsoring im Extrembereich heikel ist, stellte auch der amerikanische Hersteller von Sportlernahrung Clif Bar fest. Die Firma entschloss sich, 2014 fünf seiner damals 20 Top-Kletterer zu feuern. Warum? Weil die Athleten Sportarten mit Risiko im extremsten Bereich, wie Free Solo Klettern (ungesichertes Klettern im Alleingang), Base Jumping und Wingsuit Flying betrieben. Zu gewagt fürs Markenimage, entschied Clif Bar und löste damit eine Kontroverse, inklusive Social Media Shitstorm, in der Kletterszene aus. Besonders sauer stiess den Kletterfans auf, dass Clif Bar nach dem Rauswurf der Athleten, weiterhin deren beste Filmszenen für Marketingzwecke nutzte.

Im Clinch mit der Glaubwürdigkeit

Auch der Schweizer Bergsportausrüster Mammut sponsert Athleten in den Kernbereichen Alpinismus und Klettern. In den Mammut Sponsoring-Richtlinien heisst es: „Sicherheit: Analog unseren Produkten und unserer Markenpositionierung unterstützen wir nur professionell geführte Vorhaben.“ Das ist nachvollziehbar, wenn man bedenkt, dass Mammut neben Bekleidung auch Klettersicherungsgeräte oder Lawinenairbags verkauft. Eine gewisse Glaubwürdigkeit muss dadurch gewährleistet sein. Dennoch lässt sich auch Mammut im Sponsoring auf Kompromisse ein. Alpinismus geht je nach Gelände nun Mal nicht immer mit Sichern.

Mammut Pro Team Athleten, wie Daniel Arnold und Steph Davis, sind zuweilen auch Free Solo unterwegs oder stellen riskante Speed Rekorde in Fels und Eis auf. Die Grenze zieht Mammut klar, bei den Themen Wingsuit Flying und Base Jumping. Keinerlei Aktionen der ehemaligen Clif Bar Athletin Steph Davis in diese Richtung werden für Marketingzwecke verwendet. Auch auf Social Media wird penibel darauf geachtet, keine Inhalte zu diesen Themen zu teilen oder zu liken. Wohl aber in erster Linie weil Wingsuit Flying und Base Jumping ohnehin nicht in Mammuts Kernkonzept passt.

Extremsportlerin Steph Davis für eine Mammut Kampagne gesichert unterwegs in Utah. © Rainer Eder/Mammut Archive

Frei von Sponsoring-Zwängen oder Abhängigkeit von einer Industrie?

Bei den spektakulären Bildern, die sich gerade im Zeitalter des Multimedia Marketings auf diversen Kanälen optimal vermarkten lassen, stellen sich unterschwellig immer ethische Fragen: Ist es vertretbar, dass junge Sportler immer extremere Stunts oder Projekte für eine Marke und zu Gunsten des öffentlichen Voyeurismus realisieren? Fürchten älteren Athleten in gesponserten Teams mit moderateren Aktionen nicht mehr mithalten zu können? Wird dadurch der Druck bei Dreharbeiten, wie der Red Bull Aktion auf dem Sunrise Tower mit tödlichem Ausgang, noch grösser?

Mit dem Engagement von diversen Extremsportarten werden Marken immer polarisieren.Aus ethischer Sicht muss wohl jeder Mensch für sich selber entscheiden, welche Risiken er für wen und für welche Zwecke eingeht. Zumal die wenigsten Extremsportler sich eine goldene Nase verdienen. Selbst Spitzensportler der Extreme wie Ueli Steck, der eine Privatbank als Hauptsponsor hatte, finanzierte sich seine kostspieligen Expeditionen hauptsächlich mit bis zu 100 Referaten oder Seminaren pro Jahr. Zusätzlich entwickelte er mit Sponsoren wie Scarpa neue Outdoor-Produkte. Ueli Steck verunglückte 2017 bei den Vorbereitungen zur Überschreitung von Mount Everest und Lhotse tödlich. Der Ausnahmealpinist wollte die beiden Berge von über 8000 Metern Höhe ohne zusätzlichen Sauerstoff, in weniger als 48 Stunden überqueren.

Weiterführende Links

Extremsportlerin Steph Davis (Base Jumping, Wingsuit Flying und Free Solo Klettern): https://www.youtube.com/watch?v=07CsyCcBgAM

Der zurzeit weltweit bekannteste Free Solo Kletterer Alex Honnold: https://www.youtube.com/watch?v=96FUPTQeqYI

Schweizer Extrembergsteiger Daniel Arnoldhttps://www.youtube.com/watch?v=rsbp8o2DOlM

Über die Autorin

Silvia Brüllhardt ist begeisterte Bergsportlerin. Sie kam erstmals während ihrer PR Tätigkeit beim Bergsportausrüster Mammut Sports Group mit dem Sponsoring von Extremsportlern in Berührung. ihre Passion für die Berge lebt sie nach wie vor, ist aber seit rund zwei Jahren als Projektleiterin Marketing Feuer und Flamme für das KMU Rüegg Cheminée Schweiz AG. Die ZHAW Studentin (CAS Marketing und Corporate Communications) verfolgt die Aktionen der Profisportler nach wie vor mit grossem Interesse. Insbesondere die Mammut Pro Team Athleten, die sie früher bei deren Projekten PR-technisch begleitet hat.

I, Chatbot – wenn der beste Service-Mitarbeitende ein Roboter ist

Von Valeria Meier

Die Roboter sind auf dem Vormarsch – die chattenden Roboter. Immer mehr Unternehmen setzen Chatbots* für Marketingzwecke ein. Ein Halleluja auf den Service-Mitarbeitenden des Monats oder die dunkle Seite der Digitalisierung? Beispiele aus der Praxis zeigen Chancen und Risiken der künstlichen Intelligenz auf.

„Guten Tag, wie kann ich Ihnen helfen?“, poppt es automatisch unten rechts im Browserfenster auf. Dieses freundliche Hilfsangebot stammt nicht etwa von einem besonders eifrigen Service-Mitarbeitenden, sondern von einem Roboter – einem sogenannten Chatbot.

Für Unternehmen bieten Chatbots die Möglichkeit, Kosten zu reduzieren und den Kundendienst (Customer Service Experience) zu verbessern. Neben Techgiganten wie Apple, Facebook & Co haben auch Schweizer Unternehmen den Reiz der Automatisierung entdeckt: Die Airline Swiss stellte kürzlich ihren ersten Chatbot vor, der Kunden im Falle von Flugunregelmässigkeiten bei der Umbuchung assistiert.

Chatbots können Unternehmen die Kommunikation mit (potentiellen) Kunden spürbar erleichtern. © Pixabay

Pizza bestellen leicht gemacht

Für Aufsehen sorgte 2015 ein besonders kreativer Einsatz von Chatbots. Die Lieferkette Domino’s Pizza ermöglichte es seinen Kunden, eine Pizzabestellung durch ein simples Emoji auszulösen: WhatsApp oder Twitter öffnen, Pizza-Emoji eintippen, an Domino’s Pizza senden und schon wird das Festmahl ins Haus geliefert. Kundenservice 4.0, einfacher geht’s kaum.

Der Tausendsassa mit Engelsgeduld

Mit Chatbots ist die Kontaktaufnahme schnell und unkompliziert. Der Nutzer erhält Antworten in Echtzeit – nicht erst Stunden oder Tage später. Bei Onlineshops hilft die künstliche Intelligenz, das passende Produkt zu finden, nach dem Verkauf übernimmt der Bot gewissenhaft das After-Sales-Management und im Kundendienst beantwortet er mit Engelsgeduld dieselbe Frage auch zum x-ten Mal. Ein Hoch auf den Service-Mitarbeitenden des Monats!

Wer jetzt in Gedanken schon seine Service-Belegschaft auf die Strasse stellt: Vorsicht! Denn was die virtuellen Helferlinge beispielsweise im Beschwerdemanagement so nützlich macht, macht sie in anderen Bereichen umso unkontrollierbarer. Microsoft musste dies auf schmerzliche Weise erfahren.

Die dunkle Seite der Chatbots

Im Rahmen eines Experiments liess der Software-Riese 2016 einen Chatbot namens Tay auf die Twitter-Nutzer los. Der Bot sollte lernen, wie 14- bis 18-Jährige miteinander kommunizieren, indem er mit ihnen auf der Social-Media-Plattform interagierte. Microsoft hatte die Rechnung aber ohne die ausgefuchsten Twitter-Nutzer gemacht, die ihre Freude daran fanden, den Bot zu manipulieren. Zu allem Übel nahm sich das selbstlernende Programm auch noch Referenzpersonen mit fraglichen Werten zum Vorbild.

Das Projekt endete in einem kommunikativen Desaster: Tay entwickelte sich in nicht einmal 24 Stunden zum Rassisten par excellence. Der virtuelle Teenie schmiss mit hetzerischen Parolen nur so um sich und verfügte innert kürzester Zeit über den Wortschatz eines vom Tourette-Syndrom Geplagten. Microsoft stoppte daraufhin das Projekt und löschte haufenweise Tweets von Tay. Die Moral von der Geschicht‘: Selbstlernende Software ist nur begrenzt kontrollierbar und allzu leicht zu beeinflussen.

Wurde schon nach wenigen Stunden „ins Bett geschickt“: Microsoft’s Chatbot Tay veranschaulicht die Tücken der künstlichen Intelligenz. © Screenshot Twitter / @TayAndYou

Kurzfristiger Hype oder Trend mit Zukunft?

Der Einsatz von künstlicher Intelligenz im Kundenservice scheint also ein zweischneidiges Schwert zu sein. Der Chatbot reagiert augenblicklich, kommt bestens ohne Schlaf aus, fühlt sich auch bei Kundenbeschwerden nicht persönlich angegriffen und fordert bestimmt nie eine Lohnerhöhung. Leider lässt er sich nur allzu leicht beeinflussen und befördert sich so schnell ins kommunikative Abseits. Soviel sei sicher: Laden Sie Ihren Frust künftig ruhig beim digitalen Kundenservice ab. Der Chatbot wird es Ihnen verzeihen.

*Chatbots („Bots“): Computergenerierte Programme, die mithilfe von künstlicher Intelligenz Gespräche mit Nutzern führen. Typischerweise in einen Nachrichtendienst (z.B. WhatsApp) oder in die Spracherkennung (z.B. Siri) integriert, simulieren sie reale Ansprechpartner.

Über die Autorin

Valeria Meier begeistert sich für neue Wege im Marketing und in der Kommunikation. Sie schätzt die schnellen Reaktionszeiten von Chatbots, spricht am liebsten aber immer noch mit realen Menschen. Seit sechs Jahren arbeitet sie in der Unternehmenskommunikation des global tätigen Industriekonzerns Sulzer. Berufsbegleitend absolviert sie das CAS Marketing- und Corporate Communications an der ZHAW. Den Blogpost hat die Autorin übrigens selbst verfasst und nicht dem Roboter überlassen.

Augmented Reality – das Kommunikationsinstrument der Zukunft?

Von Petra Meier

Brandaktuell und vielversprechend: Augmented Reality (AR). Innovationsgrössen wie Google, Apple und Ikea widmen sich dem Thema, auf Messen präsentieren Industrieunternehmen ihre neusten Maschinen virtuell und Agenturen speziell für diese Thematik werden gegründet. Nicht zu vergessen der grosse Hype 2017 um das Spiel «Pokémon Go». Doch welchen Mehrwert bietet die neue Technik tatsächlich? Ist AR eine futuristische Blase oder fixer Bestandteil zukünftiger Marketing- und Kommunikationskonzepte? Wir fragen bei David Hugi, Leiter Marketing & Kommunikation im Raiffeisen Unternehmerzentrum AG (RUZ) nach.

David, im RUZ wird Augmented Reality seit Januar 2018 in der Kommunikation eingesetzt. Was ist dein Zwischenfazit?

Wir haben uns vom Hype anstecken lassen, sind immer noch sehr begeistert und entdecken immer wieder neue Möglichkeiten. Jedoch ist es aktuell bei uns noch eine Spielerei. Wie wir als klassisches Beratungsgeschäft mit Augmented Reality einen Mehrwert für unsere Kunden schaffen können, ist nach wie vor eine offene Frage. Doch solche Herausforderungen suchen wir. Bei uns ist es enorm wichtig, Trends aus der Marketing & Kommunikationswelt auszuprobieren, daraus zu lernen und dann unsere Erfahrungen in der Begleitung an unsere Kunden weiterzugeben.

Bildlegende: David Hugi, Leiter Marketing & Kommunikation Raiffeisen Unternehmerzentrum AG © RUZ

Tim Cook, CEO von Apple, sagte kürzlich zu Augmented Reality: «I don’t think there is any sector or industry that will be untouched by AR». Was hältst du davon?

Jede neue Technologie erlebt früher oder später einmal einen Höhepunkt. Es folgt das «Tal der Desillusionierung», weil die Erwartungen der Leute dann doch nicht 100% erfüllt werden. Dann dauert es einen Moment, bis der tatsächliche Nutzen neuer Technologien für Geschäftsmodelle erkannt wird. Das zeigt auch der berühmte Hype Cycle von Gartner. Aber ich gebe Tim Cook Recht, Augmented Reality hat enormes Potenzial. Besonders im Industriesektor.

Warum im Industriesektor?

Ich denke beispielsweise an die Hannover Messe 2018, den globalen Hotspot für Industrie 4.0. Da haben unzählige Firmen mit der AR-Technik grosse Maschinen auf weisse Flächen projiziert und so die Maschine für Besucher in Echtgrösse erlebbar machen können. Oder zusätzliche Objektinformationen wie Seriennummer, Wartungstermine etc. können eingeblendet werden. Über die direkte Verbindung zum Dokumenten Management-System ist auch die Darstellung von bspw. Reparaturanweisungen möglich.

Bildlegende: Veranstaltungsbroschüre im RUZ mit Augmented Reality © RUZ

Die Zielgruppe des RUZ sind Unternehmerinnen und Unternehmer. Wie schätzt du den Einsatz von AR im Marketing für KMU in der Schweiz ein?

Das ist sehr branchenabhängig. Grundsätzlich sehe ich klaren Mehrwert mit dem Einsatz im Messebereich. Oder im Tourismusbereich mit dem Prinzip von «Pokémon Go». Bei Handwerksbetrieben bin ich schon eher kritisch. Denn der Faktor Mensch kann wie bei allen Technologien nicht ersetzt werden. Vor Allem Emotionen und die haptischen Fähigkeiten des Menschen sind unersetzlich. Ich rate einem KMU aber einfach auszuprobieren. Und habe für alle Trends aus der Marketing – und Kommunikationswelt eine klare Meinung: erfolgreiches Marketing basiert nicht auf entweder oder. Sondern lebt davon, die verschiedenen Möglichkeiten der heutigen Zeit schlüssig miteinander zu kombinieren.

https://www.ruz.ch/ruz-schweiz.html

https://www.facebook.com/ruz2014

https://www.linkedin.com/company/raiffeisen-unternehmerzentrum-ruz/

Erläuterung zu den Begrifflichkeiten:

  • Augmented Reality (AR): Nutzer sieht die reale Welt und erhält über ein Gerät (Smartphone, Tablet, Headupdisplay, Holographiesystem) zusätzliche Informationen.
  • Virtual Reality (VR): Nutzer nimmt reale Welt nicht mehr wahr und kann die virtuelle Welt nur mit einer VR-Brille erleben.
  • Mixed Reality (MR): analog AR, aber Inhalte können zwischen realer und virtueller Welt interagieren

Über die Autorin

Petra Meier hat eine Leidenschaft für Bild & Video und ist fasziniert von deren Einsatz in der Kommunikation. Die junge Kommunikatorin arbeitet seit rund drei Jahren im Raiffeisen Unternehmerzentrum AG in Marketing & Kommunikation. Das RUZ ist die unternehmerische Initiative der Raiffeisen Gruppe und begleitet Unternehmerinnen und Unternehmer von der Gründung bis zur Nachfolge. Petra Meier trägt den Titel «Bachelor of Science ZFH in Kommunikation» und ist aktuelle Teilnehmerin vom CAS Marketing- & Corporate Communications an der ZHAW.

Das Marketing rennt am Zürich Marathon mit

Der Laufsport ist seit Jahren im Trend und weltweit finden Marathons statt. Hier treffen sich Spitzensportler wie Amateure und machen aus den Wettbewerben riesige Laufevents. Einer davon ist auch der Zürich Marathon. Dieses Jahr war es bereits die 16. Austragung und verzeichnete mit über 11’000 Startern einen Teilnahmerekord. Darunter war auch eine Gruppe des ZHAW Instituts für Marketing Management.

IMM am Teamrun vertreten

Der Zürich Marathon ist ein Erfolgsformat. Es gibt verschiedene Kategorien, einerseits den klassischen Marathon (42,195 km), der als Einzelwettkampf absolviert wird. Dazu gibt es den sogenannten Cityrun (10km in diversen Kategorien) und den beliebten Teamrun. Im Teamrun laufen vier Teammitglieder jeweils 9km, 11.7km, 4km und 17.5km. Bereits einen Monat vor dem Event war die Anzahl Anmeldungen für den Teamrun erreicht. Neben einem Promi-Team und diversen Firmenteams, war auch das IMM vertreten. Das Training fing für Dana, Linard, Rafael und Amélie schon früh an. Jede Woche trafen sie sich zum gemeinsamen Training und bereiteten sich so intensiv auf den Teamrun vor. Als gute Marketeers waren sie selbstverständlich auch sichtbar mit ZHAW School of Management and Law T-Shirts unterwegs. Das Resultat kann sich sehen lassen, die Zeit betrug 3:32:50 und Rang 127 von insgesamt 559 Firmenteams. „Der Teamrun war eine tolle Erfahrung. Ich würde es auf jeden Fall auch anderen empfehlen hier teilzunehmen„, meint Amélie.

Das IMM Team kann stolz auf das gute Abschneiden am Zürich Marathon sein

Das Marketing läuft mit

Der Zürich Marathon ist aber nicht nur aus Läufersicht interessant, sondern auch für Marketingprofis. Der Anlass wird natürlich entsprechend vermarktet. Bereits am Tag vor dem Event findet eine Messe in der Saalsporthalle statt. Dort präsentieren diverse Firmen die neuesten Produkte aus der Welt des Laufsports. Vermarktet wird der Zürich Marathon durch die Human Sports Management AG, die die Rechte von Bruno Lafranchi übernommen hat. Armin Meier, CEO und Inhaber der HSM will den Anlass weiterentwickeln und diesen möglichst attraktiv für die Läufer gestalten. Auch für den IMM Sportmarketingexperten Marcel Hüttermann ist es klar: „der Zürich Marathon ist aus Marketingsicht eine gute Plattform und eignet sich ideal für ein Sponsoring, denn die Visibilität ist hoch und die Zielgruppe ist vor Ort.“ Das IMM-Team gönnt sich nun eine Pause. Aber die nächste Austragung kommt bald, daher bleiben die Laufschuhe im Einsatz…

https://www.zuerichmarathon.ch/

www.humansports.ch

Süsse Schweiz im Europa-Park

Freizeitparks sind nach wie vor sehr beliebt. Einer, der schon lange in diesem Geschäft erfolgreich ist, ist der Europa-Park in Rust. Diverse Attraktionen lassen keine Langeweile aufkommen. Auf dem Gelände gibt es sogar Hotels. Emotionen pur für Gross und Klein. Für die Gäste gibt es nun auch ein bisschen Schweiz und zwar in der süssesten Form – der Schokolade. Die Chocoladefabriken Lindt & Sprüngli sind seit Beginn dieses Jahres im Europa-Park Rust vertreten. Ein Marketingcoup für beide Seiten.

Der Europa-Park ist eine Institution. Seit 1975 ist dieser Freizeitpark in Rust bei Freiburg (Deutschland) aktiv. Auf einer Fläche von 95 Hektaren bietet er 15 europäische Themenbereiche, über 100 Attraktionen und insgesamt 23 Stunden tägliches Showprogramm. Über 3’800 Mitarbeiter sorgen dafür, dass sich die Gäste wohlfühlen. 2017 kamen rund 22% der Besucher aus der Schweiz. Neu kommen alle Gäste in den Genuss von Schweizer Schokolade. Die neue Partnerschaft mit Lindt ist eine ideale Ergänzung des bestehenden Angebots.

Die Schweiz in ihrer süssen Form – der Lindt Shop im Europa-Park © Europa-Park

Ideales Branding für beide Marken

Auf einer Verkaufsfläche von insgesamt 250m2 bieten drei Lindt Shops im Schweizer, Russischen und Irischen Themenbereich Produkte für die Schokoladenfans an. Auch in den fünf Erlebnishotels, können sich die Übernachtungsgäste über die Lindt Schokolade freuen. Aus Marketingsicht eine ideale Partnerschaft. Beide Marken sind sehr gut positioniert und verkörpern Tradition und Qualität. Der Schweizer Themenbereich wird durch die Lindt Schokolade ideal ergänzt. Ausserdem passt das Engagement auch in die internationale Lindt Ausrichtung. In vielen Ländern gibt es bereits Lindt Shops, die immer auch die lokalen Geschmäcker berücksichtigen. Europa-Park Inhaber Roland Mack sagte bei der Vertragsunterzeichnung: „Sowohl Lindt als auch der Europa-Park sind traditionsreiche Marken, die ihre Kunden und Gäste täglich mit den qualitativ hochwertigsten Produkten verwöhnen und unterhalten“. Von Seiten Lindt & Sprüngli tönt es ähnlich. Ernst Tanner, exekutiver Verwaltungsratspräsident von Lindt & Sprüngli, betonte die Bedeutung dieser Kooperation: „Mit dem Europa-Park unter der Leitung der Familie Mack verbindet Lindt & Sprüngli, dass wir mit Qualitätsprodukten viel Freude bereiten und den Menschen in den Mittelpunkt stellen, aber auch die langfristige Tradition unserer Unternehmen und die Fokussierung auf das Kerngeschäft.

Eine grosse Auswahl für alle Schokoladenliebhaber © Europa-Park

Wichtige Verkörperung der Markenwerte

Für das Marketing kann dies als ein Beispiel gesehen werden, wie Kooperationen positiv für beide Seiten sein können und welche Rolle das Branding hier spielt. Die Markenwerte müssen weiterhin verkörpert werden. Das ist in diesem Umfeld für Lindt natürlich gegeben, denn gerade im Ausland steht die Schweizer Schokolade als ein typisches Symbol unseres Landes. Schokolade ist ausserdem ein sehr emotionales Produkt. Die Gestaltung der Lindt Shops unterstützen diese positiven Emotionen und regen zum Kauf an. Wer nun auf den Geschmack gekommen ist und sich das Ganze mit eigenen Augen anschauen möchte, der kann in der Sommersaison von 9-mind. 18 Uhr den Europa-Park besuchen.

http://www.lindt.ch/de/

https://www.europapark.de/de

Der Shop wiederspiegelt die Schweizer Markenwerte © Europa-Park

Virtual und Augmented Reality in der Vorlesung

Die ZHAW ist berühmt für ihre Praxisnähe. Die Studierenden kommen früh mit Unternehmen in Kontakt und lernen das Wissen zu transferieren. Wichtig für die Zukunft sind aber auch die neuen Technologien und Trends. Im Masterstudiengang Business Administration mit der Vertiefung Marketing konnten die Studierenden dies mit eigenen Augen erleben – hier hielt nämlich die Virtual und Augmented Reality Einzug.

Nach wie vor sind Produkte ein entscheidender Bestandteil des Marketings. Dafür gibt es im Masterstudium auch ein spezielles Fach mit dem Titel Product Service und Innovationsmanagement (PSIM). Neben dem klassischen Produktmanagement mit seinen Methoden und Werkzeugen, wird der Digitalisierung ein wichtiges Augenmerk geschenkt. Die Folgen der Digitalisierung sind auch im Produktmanagement spürbar und rufen Veränderungen hervor.

Eine grosse Rolle spielt natürlich die Innovationsphase, aber auch in der Produktion und in der Logistik sind digitale Hilfsmittel im Einsatz. Mehr digitale Möglichkeiten gibt es ausserdem in der Vermarktung und in der After Sales Phase. Hier stehen die Virtual und Augmented Reality Technologien ganz vorn.

Im Rahmen des Unterrichts haben Prof. Dr. Rainer Fuchs und Dr. Roger Seiler den Studierenden demonstriert, welche Potenziale diese Technologien für das Produktmanagement eröffnen und wo ihre Einsatzmöglichkeiten sind. Den Studierenden wurde dabei ein VR Cardboard, eine Virtual Reality Brille aus Pappe zum selber falten, zur Verfügung gestellt. Danach konnten sie mit ihren Smartphones verschiedene Applikationen ausprobieren. Schliesslich ist es durchaus möglich, dass sie nach ihrem Abschluss mit diesen Technologien arbeiten werden.

VR und AR in der Vorlesung

Für die Dozenten war diese Veranstaltung nur ein erster Schritt. Zukünftig soll der Unterricht noch fokussierter sein, z.B. soll darauf eingegangen werden, wie produktbezogene Daten im Laufe des Produktlebenszyklus gewonnen werden und wie man sie für Marketing resp. After Sales auswerten und nutzen kann.

Weiterer Trend im Anmarsch: Pegasus erobert den Markt

Nach Einhörnern und Meerjungfrauen, zeichnet sich noch ein weiterer Trend ab. Das Pferd als mythologische Figur bleibt. Weg mit dem Horn, her mit den Flügeln sozusagen. Ab jetzt haben wir es mit Pegasus zu tun. Dieser erobert nicht nur Kinderherzen, sondern ist auch bei Promis heiss begehrt. Produzenten in aller Welt rüsten sich für den Trend des Jahres.

Maskuline und feminine Elemente

Trends vorauszusagen gestaltet sich immer schwierig. Ob etwas wirklich ein Trend wird, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Die Anzeichen verdichten sich aber, dass das Einhorn nun vom Pegasus abgelöst wird. Erste Prominente wurden bereits mit einem aufblasbaren Pool Pegasus gesichtet. Designer werden das Pferd mit Flügeln ebenfalls in ihre Kollektionen integrieren. Diverse Produkte sind in Planung. Ein Unterschied zum Einhorn bleibt, denn es scheint, dass Pegasus auch von Männern angenommen wird. Endlich ein Trend für beide Geschlechter, denn auch die Farbe Rosa verschwindet. „Pegasus ist viel puristischer, nicht mehr so mädchenhaft. Daher dominieren die Farben Blau, Weiss, Schwarz und Grau„, erklärt Stellina Viventi, Mode-Influencerin aus Italien. Die 23-jährige hat als eine der ersten diesen Trend in den Modemetropolen entdeckt. „Das Einhorn eignete sich nur bedingt für die Haute Couture, mit dem Pegasus Motiv können die Designer sowohl maskuline, als auch feminine Elemente verbinden und in der Mode verarbeiten„, meint die Mode Bloggerin.

Beispiel eines Pegasus Motivs © Pixabay

Wiehernde Flügel

Selbstverständlich richtet sich nicht nur die Modeindustrie auf diesen neuen Trend aus. Längst haben asiatische Firmen die Pegasus-Produktion begonnen. Liang Ning (45) ist Marketingleiter der chinesischen Firma Long, die Konsumgüter herstellt und in die ganze Welt vertreibt: „Wir haben den Trend schon letzten Herbst kommen sehen und daher unsere Designabteilung beauftragt, neue Produkte zu entwickeln. Long war eine der ersten Firmen, die Pegasus Produkte produziert hat. Noch haben wir genügend an Lager, aber die Nachfrage steigt täglich.“ Long hat gemäss eigenen Angaben über 5’000 verschiedene Produkte mit Pegasus Motiven im Angebot. „Besonders stolz sind wir auf unsere Handyhüllen. Sie sind mit Pegasus Flügeln ausgestattet. Wenn man die Flügel berührt, dann wiehert Pegasus sogar„, meint Ning lächelnd, „Ebenso haben wir spezielle Pegasus Taschen im Angebot. Je nach Gemütslage der Trägerin, ändern die Pegasus Flügel ihre Farbe.“ Ning ist überzeugt, Pegasus wird das Einhorn um Längen übertrumpfen. Auch er sieht die Männer als wichtige Zielgruppe an: „Wir haben für Motorradfahrer extra Pegasus Motive angefertigt, die sie direkt auf ihre Maschinen kleben können. Dort ist Pegasus mit Feuer umgeben und wirkt sehr stark und männlich. Ähnliche Motive finden sich auch auf unseren Sporttaschen.

Ein Trend, der auch für Männer geeignet ist © Pixabay

Im asiatischen Raum ist Pegasus längst bei den Prominenten angekommen. Langsam schwappt der Trend nach Amerika und von dort wird er voraussichtlich in ein paar Monaten auch nach Europa kommen. Wann Schweizer Firmen auf den Trend aufspringen, ist noch nicht bekannt. Allzu lange dauern wird es wohl nicht…

Anmerkung: Dieser Artikel war ein Aprilscherz unsererseits. Aber vielleicht wird Pegasus ja wirklich ein Trend…

Meerjungfrauen als neuer Trend

Nach Einhörnern geht es nun zum nächsten Trend. Wenn man den Stimmen glauben mag, so erobern ab jetzt Meerjungfrauen die Herzen der Kundschaft. Wir haben bei einer Expertin nachgefragt, auf was es bei Meerjungfrauen ankommt. Katrin Gray ist nicht nur Meerjungfrau-Model, sondern stellt auch Meerjungfrauenflossen her. Sie ist mit ihrem Geschäft sehr erfolgreich und bietet ihre Produkte international an.

Frau Gray, wie kamen Sie bloss auf die Idee eine Meerjungfrau zu werden und dann noch entsprechende Meerjungfrauenflossen zu verkaufen?

Alles fing mit dem Kindheitstraum an, eine Meerjungfrau zu werden. Etwa 20 Jahre nachdem ich das erste Mal Arielle sah, habe ich mich dazu entschlossen meinen Traum wahr werden zu lassen. Ich befand mich gerade in der Ausbildung zur Tauchlehrerin und absolvierte dann Apnoekurse, um meine Luft länger anhalten zu können. Ich baute meine erste eigene Flosse, trainierte meine Unterwasser-Model-Fertigkeiten und somit war Mermaid Kat dann offiziell im Mai 2012 geboren.

Im August 2012 eröffnete ich in Thailand die erste Meerjungfrauenschule der Welt und begann andere im Meerjungfrauenschwimmen zu unterrichten. Leider stellte ich schnell fest, dass jegliches Meerjungfrauenequipment, welches zu erwerben war, qualitativ eher mangelhaft war. Somit entschied ich mich dazu meine eigenen Meerjungfrauenflossen zu entwickeln, die nicht nur realistisch aussehen, sondern vor allem auch effizient und sicher im Wasser zu nutzen sind. Im April 2013 eröffnete ich dann meinen Online-Shop, den Mermaid Kat Shop, in dem nun Flossen aus Stoff und Silikon verkauft werden.

Katrin Gray ist schon seit Jahren erfolgreich als Mermaid Kat unterwegs © Ian Gray / Mermaid Kat

Für Nichtmeerjungfrauen, auf was kommt es bei den Flossen an und wie werden sie hergestellt?

Das wichtigste an einer Meerjungfrauenflosse ist die eingebaute Monoflosse, diese sorgt dafür mit der Flosse vernünftig schwimmen zu können. Eine Monofin sollte immer zwei separate Fusstaschen haben, die nicht auf dem Flossenblatt sitzen, sondern quasi als Verlängerung des Flossenblattes dienen. Die Fusstaschen sollten etwas Luft zwischen sich haben, so dass sich die Knöchel beim Schwimmen nicht aneinander reiben und Schmerzen verursachen können. Jede Fußtasche sollte ein eigenes Fersenband besitzen, um einen guten Halt zu garantieren. Ich persönlich bevorzuge Fersenbänder, die grössenverstellbar sind. Das Flossenblatt sollte aus einem Material bestehen, das widerstandsfähig ist, im Wasser jedoch nachgibt und nicht brechen kann. Die Flossen für Kinder und Anfänger werden dann normalerweise mit einem Stoffbezug bezogen. Die Silikonflossen werden alle in Handarbeit angefertigt und genau auf die Wünsche und Masse unserer Kunden individuell angefertigt.

Wie schwierig ist es mit diesen Flossen zu schwimmen? Ist das gefährlich, oder kann das theoretisch jeder lernen?

Die Schwimmbewegung beim Mermaiding ist für viele Menschen ganz natürlich und wesentlich leichter zu erlernen als andere Schwimmstile. Mit ein wenig Übung sollte also eigentlich jeder in der Lage sein, sich mit einer Meerjungfrauenflosse im Wasser fortzubewegen.

Mermaiding ist lernbar © Marten von Rauschenberg / Mermaid Kat

Auf Ihrem online Shop gibt es diverse Produkte, unter anderem Bikinis, Meerjungfrauenkronen und sogar Brautflossen. Sind noch mehr Produkte in Planung, die das Sortiment ergänzen werden?

Wir entwickeln uns stetig weiter und sind ständig in der Planung für neue Produkte. Im April 2018, zu unserem fünften Geburtstag, werden wir unsere Prinzessinnen-Meerjungfrauenflossen-Kollektion herausbringen.

Bei Meerjungfrau denkt man automatisch an Frauen und Mädchen, Sie haben aber auch Flossen für den Meermann. Müssen Männer nun umschwenken und mit Flossen durch das Wasser gleiten, um die Frauen noch zu beeindrucken?

Beim Unterrichten unserer Meerjungfrauenkurse haben wir etwa 90% weibliche Teilnehmer und nur etwa 10% Jungen und Männer. Beim Flossenverkauf sehen wir jedoch, dass immer mehr Flossen für die männlichen Wasserwesen bestellt werden. Erstaunlicherweise stellen wir sogar recht viele Silikonflossen für Männer her, welche bei knapp 2000 Euro keine günstige Investition sind.

Wie vermarkten Sie sich selbst, aber auch den online Shop? Welche Marketinginstrumente nutzen Sie?

Wir sind in erster Linie auf Instagram unterwegs. Facebook war vor ein paar Jahren ein tolles Marketing-Tool, bringt mittlerweile jedoch kaum noch Business. Ansonsten haben wir Glück, da Zeitungen und TV-Formate regelmässig über uns berichten und unsere Websites bei Google relativ hoch stehen.

Wie sieht die Konkurrenzsituation aus? Haben Sie keine Angst, dass ein grosser Produzent den Markt mit billigeren Produkten überrollt?

Es gibt bereits Billiganbieter, die Flossen verkaufen. Sicherlich gibt es einige Leute, die darauf anspringen. Unsere Flossen sind jedoch ganz klar in ihrer Qualität unbesiegbar. Billigflossen können schnell kaputtgehen und brechen und somit muss der Kunde letztlich dann doppelt oder dreifach investieren, als hätte er von vornherein gleich in ein Equipment mit einer guten Qualität investiert. Des Weiteren steht beim Meerjungfrauenschwimmen natürlich auch die Sicherheit im Vordergrund. Immerhin befinden wir uns beim Mermaiding mit zusammengebundenen Beinen im Wasser. Eine Flosse die im Wasser einfach zerbricht, kann ein grosses Risiko darstellen, besonders für Kinder. Als Eltern sollte man sich da schon im Klaren darüber sein, warum ein solcher Preisunterschied zustande kommt und dann entscheiden, wie viel ihnen die Sicherheit ihrer Kinder wert ist.

Sicherheit gilt als oberstes Gebot, gerade bei Kindern © Ian Gray / Mermaid Kat

Gemäss Trendexperten wird 2018 das Jahr der Meerjungfrau. Wie schätzen Sie das ein und wie gehen Sie vor, damit Ihr Geschäft langfristig Bestand hat?

Wir sind seit 2013 stetig am Expandieren und unsere Prognosen sehen weiterhin sehr positiv aus. Im Mai 2018 wird mein erstes Buch zum Thema Mermaiding erscheinen, in dem ich viele Tipps für Anfänger und Fortgeschrittene Meerjungfrauen und Meermänner gebe. Auch meine Meerjungfrauenschule expandiert stetig, hat bereits Standpunkte in Niedersachen, Schleswig-Holstein und Brandenburg. In Kürze werden Zweigstellen in Bayern und NRW eröffnen. Wir sind also bereit, um mit dem Trend mitzuwachsen.

Zum Schluss, welchen Tipp würden Sie Neu-Meerjungfrauen geben?

Als Grundvoraussetzung sollte das Bronze-Schwimmabzeichen abgelegt worden sein. Beim Kauf einer Meerjungfrauenflosse lieber gleich von Anfang an in gutes und sicheres Equipment investieren und zu Beginn einen Meerjungfrauenkurs in einer professionellen Meerjungfrauenschule besuchen. Des Weiteren sollten Meerjungfrauenflossen niemals ohne einen erfahrenen Buddy bzw. unter direkter Aufsicht im Wasser benutzt werden.

https://www.mermaid-kat-shop.de

https://www.facebook.com/MermaidKatShop/

https://twitter.com/mermaid_kat

https://www.instagram.com/mermaidkatshop/

Faszinierende Meerjungfrau © Michael Aw / Mermaid Kat

Gelungener Start des CAS Marketing- & Corporate Communications

Von Dr. Adrienne Suvada

An der ZHAW gibt es diverse Themen, zu denen man sich weiterbilden kann. Wer gerne Kommunikation und Marketing kombiniert, der ist beim CAS Marketing- & Corporate Communications gut aufgehoben. Auch dieses Semester ist die beliebte Weiterbildung mit spannenden Teilnehmenden gestartet.

Verbindung von Theorie und Praxis

Nach der obligatorischen administrativen Einführung ging es auch schon los mit den Themen Marketing und Kommunikation. Da die Teilnehmenden aus den unterschiedlichsten Bereichen kommen, ist es wichtig eine gemeinsame Wissensgrundlage zu schaffen, auf der die späteren Unterrichtseinheiten aufbauen können. Der erste Tag ist immer sehr informativ, aber gleichzeitig auch anstrengend, gerade, wenn man die Schulbank lange Zeit nicht mehr drücken musste. Dieses Jahr kam deshalb ein spezieller Überraschungsgast aus der Praxis. Theorie ist wichtig, die Verbindung zur Praxis ist in der Weiterbildung aber essentiell. Nur so ist es möglich das Wissen auf seinen eigenen Unternehmensalltag zu transferieren.

Beliebte Weiterbildung mit Praxisbezug

Süsses Marketing im CAS

Mit Eugenie Nicoud von der Confiserie Bachmann war ein spannender Einblick in die Welt des süssen Marketings einer Confiserie möglich. Obwohl die Confiserie Bachmann ein Familienbetrieb mit langer Tradition ist, ist der Geschäftsleitung die Bedeutung der digitalen Marketingkommunikation wichtig.

Eugenie Nicoud ermöglichte einen Blick hinter die Kulissen und präsentierte erfolgreiche Kampagnen der Confiserie Bachmann

Die Confiserie verfolgt die Trends und lanciert entsprechende Produkte. Aktuell steht die Ostersaison an und auch dieses Jahr gibt es die berühmten Trendhäsli der Confiserie Bachmann. Mittlerweile geniessen diese Hasen einen Kultstatus und sind über die Zentralschweizer Grenzen hinaus bekannt. Auch der vegane Trend hält Einzug, denn es gibt dieses Jahr einen veganen Osterhasen zu erwerben. Eugenie Nicoud hat den Teilnehmenden eindrücklich berichtet, wie die Confiserie auf den sozialen Medien unterwegs ist und welche Strategie sie verfolgen – und das alles bei limitiertem Budget. Dieser Einblick war eine Bereicherung für den Starttag der Weiterbildung. Spannend geht es natürlich auch weiter, denn der Kurs hat ja auch erst begonnen…

Einer der Trend Hasen der Confiserie Bachmann © Confiserie Bachmann

Informationen zum CAS: https://weiterbildung.zhaw.ch/de/school-of-management-and-law/programm/cas-marketing-corporate-communications.html

Warum es macht Sinn gerade keinen Sinn ergibt

Anglizismen findet man täglich und es scheint, als ob die deutschen Begriffe nach und nach durch englische Wortkreationen ersetzt werden. Gerade im Marketing sind Werbebotschaften nicht immer von Sinn gekrönt. „Komm hinein und finde wieder heraus“ ist hier nur ein Beispiel von vielen. Der Journalist und Autor Andreas Hock beschäftigt sich seit langem mit der Deutschen Sprache und gibt Auskunft zur aktuellen Lage der deutschen Sprachwelt.

Herr Hock, aktuell fällt auf, dass die „es macht Sinn“ Welle auch schon Medien und sogar Lehrbücher erfasst hat. Wieso macht plötzlich für jeden alles Sinn und wieso benutzt man nicht einfach die korrekte Wendung mit es ergibt Sinn?

Die Redewendung „Sinn machen“ stammt eigentlich aus dem Englischen, denn dort heisst es „It makes Sense“, wenn etwas Sinn ergibt. Und wie bei so vielen ähnlichen Begrifflichkeiten ist durch jahrelangen, gedankenlosen Gebrauch der falschen Form die korrekte Fassung in Vergessenheit geraten. 

Der deutsche Journalist und Buchautor Andreas Hock kämpft für die Deutsche Sprache © Foto: News5 / Grundmann

Anglizismen sind ebenfalls sehr beliebt. Es gibt sogar neue Wortkreationen wie Showmaster, die im Englischen gar nicht vorkommen. Wie entstehen solche Begriffe? Will man damit mehr Kompetenz und Internationalität ausstrahlen?

Das stimmt, ein „Showmaster“ im Fernsehen ist im englischen Sprachraum schlicht ein „Host“, also der „Gastgeber“ einer Sendung. Der Begriff wurde in den sechziger Jahren von Rudi Carell erfunden. Was seine Beweggründe dafür waren, weiss ich natürlich nicht, aber natürlich darf man vermuten, dass die Bezeichnung einfach schicker klingen sollte als eben der deutsche „Gastgeber“ oder der aus dem Lateinischen stammende „Moderator“. Andere Beispiele für diese Scheinanglizismen sind „Smoking“ – dieses Wort heisst in den USA oder England tatsächlich einfach „rauchen“, während der entsprechende Anzug der „Tuxedo“ ist. Ein „Mixer“ ist in Wahrheit ein „Blender“. Und dass „Public Viewing“ gemeinhin „öffentliche Leichenschau“ bedeutet, hat sich mittlerweile ja herumgesprochen…

Sie haben diverse Bücher geschrieben, darunter eines mit dem Titel „Bin ich denn der Einzigste hier, wo Deutsch kann„. Der Titel spricht bereits für sich. Was waren Ihre Erkenntnisse?

Dass wir unsere schöne Sprache immer mehr vernachlässigen und ihr durch viele bewusste und auch unbewusste Veränderungen irreparablen Schaden zufügen. Wir ersetzen vorhandene Wörter ohne Not durch Anglizismen, so dass mittlerweile einige tausend deutsche Begriffe vom Aussterben bedroht sind. Wir lassen uns von der Werbung für dumm verkaufen, weil wir die oft sinnfreien Botschaften, die uns auf Englisch um die Ohren gehauen werden, gar nicht hinterfragen. Und wir verlernen, anständig miteinander zu kommunizieren, weil wir nunmehr mit so genannten Emojis versehene Kurznachrichten verschicken. Ich glaube aber nicht, dass ein paar aneinandergereihte, gelbe Gesichter einen Brief oder wenigstens einen Anruf ersetzen sollten.

Deutsche Begriffe sind vom Aussterben bedroht © Andreas Hock

Gerade im Marketing werden mehr und mehr Werbebotschaften, aber auch Firmennamen auf Englisch kreiert, selbst für Heimmärkte, die nie mit einem internationalen Publikum in Kontakt kommen. Welche Werbebotschaften sind ihre persönlichen Höhepunkte und wie erklären Sie sich dieses Phänomen der denglischen Werbung?

Viele Werbetreibende meinen, sie müssten möglichst international klingen. Oft ist das aber total an der Zielgruppe vorbeigetextet. Die Parfümeriekette Douglas hat vor einigen Jahren den Spruch „Come in and find out“ entwickelt, bis eine Kundenbefragung ergeben hat, dass die meisten Menschen verstanden haben, sie sollen zunächst in den Laden hineinkommen und dann gleich wieder hinausfinden. Jaguar warb mal mit „Life by gorgeous“, also etwa „Leben auf die prachtvolle Art“, aber die meisten potenziellen Käufer dachten an irgendeinen Georg und wunderten sich, was der wohl mit diesem Auto zu tun hatte. Und Air Berlin nannte sich „Fly Euro Shuttle“, was von vielen Passagieren so interpretiert wurde, dass sie beim Fliegen ordentlich durchgeschüttelt werden. Das zeigt, dass die Agenturen uns mit derlei Quatsch einfach eine Bedeutung vorgaukeln wollen, die in Wirklichkeit gar nicht vorhanden ist. 

Wie steht es generell um die deutsche Sprache? Müssen wir uns Sorgen machen, dass die Sprache der Dichter und Denker plötzlich so verunstaltet wird, dass wir sie nicht mehr wiedererkennen?

Ja, das müssen wir. Schon jetzt ergeben etliche Studien, dass der Wortschatz der meisten Menschen immer weiter sinkt. Der Konjunktiv stirbt aus, und grammatikalische Kenntnisse sind selbst auf Universitäten oftmals nur noch bruchstückhaft vorhanden – was wiederum kein Wunder ist, wenn eine ganze Generation mit E-Mails und SMS-Nachrichten aufgewachsen ist, in denen – aus welchem Grund auch immer – von Beginn an eine orthografische Anarchie vorherrschte, die man vermutlich nie mehr korrigieren kann. Mir wird angst und bange, wenn Eltern, die nie selbst ein Buch gelesen haben, ihrerseits Kinder sprachlich erziehen sollen.

Orthografische Anarchie, die deutliche Auswirkungen hat © Andreas Hock

In der deutschsprachigen Schweiz gibt es Helvetismen. Wir grillieren also und grillen nicht, ebenso gehen wir zum Nachtessen und nicht zum Abendessen. Zur Arbeit fahren wir mit dem Velo und nicht mit dem Fahrrad. Wie stehen Sie zu diesen schweizerischen Kreationen?

Die finde ich grossartig, denn zu jedem Dialekt gehören auch sprachliche Eigenheiten, die gehegt und gepflegt werden sollten, weil ja gerade sie diese Sprachvarianten so einzigartig machen. Bei uns in Deutschland sind die meisten Dialekte auf dem Rückmarsch, auch und gerade das Bairisch. Da geht ein grosses Stück kulturelle Vielfalt verloren, und was im besten Falle übrig bleibt, ist dann nur noch eine regionale Färbung des Hochdeutschen.

In der Schweiz gibt es vier Landessprachen, dennoch hat man das Gefühl, dass das Englische die Oberhand nimmt und die anderen Sprachen mehr und mehr verdrängt. Wie wichtig ist generell eine Sprachenvielfalt?

Eine Sprache muss sich immer weiterentwickeln, das ist auch richtig und wichtig so. Sonst würden wir uns immer noch so unterhalten wie zu Geheimrat Goethes Zeiten, und das Beispiel Friedrich des Grossen mit seiner Liebe zum Französischen zeigt, dass Einflüsse aus anderen Ländern das Deutsche durchaus auch zu bereichern vermochten. Immerhin hätten wir sonst kein Büro, keinen Onkel, keine Tante und auch kein Klo. Aber Vielfalt heisst eben nicht, vollkommen gedankenlos fremdsprachliche Begriffe zu übernehmen oder althergebrachte Kommunikationsformen zu vernachlässigen.

Die Lese- und Schreibkompetenz von Schülern, aber auch Studenten und Erwachsenen, scheint abzunehmen. Es wird immer schwieriger, fehlerfreie E-Mail Korrespondenz zu erhalten. Was kann man dagegen tun, gerade auch als Hochschule?

Die Bedeutung von Sprache immer wieder zu betonen und das Bewusstsein dafür zu schärfen. Es muss klar sein, dass der, der eine Mail mit ein paar Dutzend Fehlern verschickt, sich seinem Gegenüber als ziemlich oberflächlicher Geist entlarvt. Es sollte nicht länger toleriert werden, dass selbst in Studienarbeiten von angehenden Germanisten Rechtschreib- und Grammatikfehler als nicht so relevant angesehen werden.

Zum Abschluss dürfen Sie noch einen Satz Ihrer Wahl hinzufügen. Was wählen Sie?

Ein Zitat des früheren Vorstandsvorsitzenden des Fernsehsenders „Premiere“. Der sagte mal: „Diese ganzen Anglizismen sind doch alle Bullshit“. Dem ist nichts mehr hinzuzufügen…

http://www.andreas-hock.de/neues.html