Institut für Marketing Management auf der EASM (European Association for Sport Management) Conference 2017

Zwischen dem 5. und 8. September 2017 fand in Bern die 25. EASM (European Association for Sport Management) Conference statt. Die Konferenz, die im diesen Jahr in der Schweiz zu Gast war, von der Universität Bern organisiert wurde und „Challenges and Developments of Sport Organisations“ zum Thema hatte, war ein grosser Erfolg – auch für das Institut für Marketing Management.

Eine spannende Konferenz im Sportbereich mit Beiträgen vom IMM

Marcel Hüttermann präsentierte einen Auszug aus seiner Dissertation: “Fan Engagement Value In Team Sport: Service-Dominant Logic Informed Dimensions“. Die Erkenntnisse einer qualitativen Befragung mit Managern aus Profisportvereinen aus ganz Europa aus fünf verschiedenen publikumsstarken Sportarten (Fussball, Eishockey, Basketball, Handball und Volleyball), wurden mit den Fachleuten rege diskutiert und fanden grossen Anklang.

Neben dem eigenen Vortrag, konnten viele spannende Vorträge gehört und diskutiert, Kontakte gepflegt sowie neue geknüpft und die ZHAW auf dem Feld des Sport Marketing erneut gut positioniert werden. Schwerpunktthemen waren dieses Jahr das immer häufiger diskutierte Thema der Fan-Aggressionen, das Feld Governence im Sport und der Bereich Fanmanagement.

Spannende Vorträge und aktuelle Themen waren zu hören

Die ca. 400 Teilnehmer wurden durch eine perfekt organisierte Konferenz geleitet und genossen Berner Gastfreundschaft während der gesamten Konferenztage. Die Sportmanagement-Forscher aus der ganzen Welt werden sich sicher gerne an das Gala-Dinner auf dem Gurten, die Social-Networking-Veranstaltung in der Postfinance-Arena und an die gute Atmosphäre an der EASM 2017 erinnern.

Der Konferenzbeitrag von Marcel Hüttermann kann hier eingesehen werden.

Folgen Sie Marcel Hüttermann auf Twitter für aktuelle Beiträge aus der Welt des Sportmanagements: https://twitter.com/SpoMa_CH

Wenn man auf die Strafbank fliegt: Der Marketing-Coup von Helvetic Airways

Helvetic Airways ist am letzten Spengler Cup in Davos ein besonderer Marketing-Coup gelungen. Für einmal flogen die Eishockeyspieler auf eine ganz spezielle Strafbank und landeten auf original Flugzeugsitzen einer Fokker 100. Tobias Pogorevc, CFO und Pressesprecher von Helvetic Airways, wie kam es zu dieser besonderen Idee?

Helvetic Airways ist schon lange der Flugpartner vom HC Davos. Vertreter vom HCD haben uns gefragt, ob wir uns auch werbemässig beim Spengler Cup engagieren wollen. Nach einer Besichtigung der Werbemöglichkeiten vor Ort, haben wir uns für die Strafbank entschieden. Unsere Marketingverantwortliche, Frau Tabea Steffen (Industriedesignerin und Master of Product Management ZHAW) kam dann mit der Idee auf uns zu, die Strafbank mit Flugzeugsitzen auszustatten und im Hintergrund „Helvetic Emotionen“ zu wecken. Wir fanden die Idee etwas riskant, liessen ihr aber freien Lauf. Zusammen mit unseren Flugzeugmechanikern hat sie aus den Ersatzteilen die Strafbank konzipiert und montiert.

©Gian Ehrenzeller/Helvetic Airways

Wie war das Feedback auf diese einmalige Strafbank?

Bereits nach dem ersten Spiel kamen Gratulations-emails rein. Zuerst von Bekannten, die vor Ort waren und dann auch von anderen Zuschauern. Die Präsenz am TV war einmalig, zumal die Schiedsrichter die Regeln sehr streng ausgelegt haben. Danach haben die Online-Medien darüber berichtet (watson.ch , sponsors.de , travelnews.ch) und am Schluss kam die Story auch im Blickonline und SonntagsBlick. Auch in diversen in- und ausländischen Hockey-Blogs war die Strafbank ein Thema.

©Gian Ehrenzeller/Helvetic Airways

Wie wichtig ist das Engagement beim HC Davos und beim Spengler Cup für die Helvetic Airways?

Ein wichtiges Standbein für Helvetic Airways sind Specialcharterflüge. Diese führen wir für renommierteste Sportclubs und Unternehmen durch. So konnten wir auch die Spengler Cup Mannschaft Mountfield befördern. Als offizieller Flugpartner des Spengler Cup können wir dieses Engagement / Spezialität auch ausserhalb der Schweiz bekannt machen.

Das Airline Business ist hart umkämpft, welchen Stellenwert messen Sie der Kommunikation und dem Marketing bei?

Fliegen ist im Gegensatz zu früher keine Exklusivität mehr, sondern ein alltägliches Mittel zum Zweck: Ein günstiges Transportmittel für längere Distanzen. Helvetic Airways bewirbt aber nie den Preis, sondern die Qualität und das Schweizerische! Das ist schwieriger und fordert unsere Marketingabteilung täglich.

Wie werden Sie diesen Marketing-Coup weiter nutzen? Ohne Ihnen zu fest in die Karten schauen zu wollen, dürfen wir uns auf weitere ungewöhnliche Marketingideen von Helvetic Airways freuen?

Helvetic Airways versucht immer kreativ zu sein. Wir machen weniger Massenwerbung, sondern versuchen durch Originalität aufzufallen. Sie können sich auf weitere (wenn auch nicht so publikumswirksame) kreative Ideen freuen.

© Melanie Duchene / Helvetic Airways

Aus Ihrer persönlichen Erfahrung, welchen Rat würden Sie angehenden Marketingfachleuten geben?

Marketing und Kommunikation helfen den Unternehmenserfolg zu gewährleisten. Schüren Sie Emotionen aber versprechen sie nie zu viel! Die besten Aktionen nützen nichts, wenn die Dienstleistung oder das Produkt das Versprochene nicht halten! Einen enttäuschten Kunden kann man fast nicht mehr zurückgewinnen!

 

Über Tobias Pogorevc

Tobias Pogorevc begann nach dem Ökonomiestudium an der Universität St. Gallen seine berufliche Karriere bei einer Big Four Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. Danach war er bei verschiedenen Unternehmen in den Bereichen Controlling, Tax und Corporate Finance tätig. Seit Herbst 2007 ist er CFO der Schweizer Fluggesellschaft Helvetic Airways und der zur gleichen Gruppe gehörenden Flugschule Horizon Swiss Flight Academy. Bei beiden Unternehmen verantwortet er neben den Finanzen auch die Bereiche Kommerz und Kommunikation.

www.helvetic.com

IMM auf der EASM (European Association for Sport Management) Conference 2016

Zwischen dem 7. und 10. September 2016 fand in Warschau die 24. EASM (European Association for Sport Management) Conference statt. Die Konferenz, die von der Vistula-Universität organisiert wurde und dieses Jahr „Memories and identities in sport management in Europe“ zum Thema hatte, war ein grosser Erfolg – auch für die ZHAW und das Insitut für Marketing Management.

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Patrick Bissig und Marcel Hüttermann präsentierten das Paper „Brand Analysis in Sports using Repertory Grid Technique: Grasshoppers Club Zürich as a Case Study„, welches aus einer Masterarbeit und einem Forschungsprojekt mit dem Schweizer Rekordmeister zustande gekommen ist. Die Erkenntnisse wurden rege diskutiert und fanden grossen Anklang.

Daneben konnten viele spannende Vorträge gehört und diskutiert, Kontakte gepflegt sowie neue geknüpft und die ZHAW auf dem Feld des Sport Marketing erneut gut positioniert werden. Schwerpunktthemen waren dieses Jahr die Service-Dominant-Logic im Sport, dem immer heiss diskutierten Feld Governence im Sport und dem Beziehungsmanagement mit den Fans zu.

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Die ca. 400 Teilnehmer wurden durch eine gut organisierte Konferenz geleitet und genossen polnische Gastfreundschaft während der gesamten Konferenztage. Die Stadt Warschau faszinierte die Teilnehmenden, das Gala-Dinner im PGE Stadion (dem Polnischen Nationalstadion), die Social-Networking-Veranstaltungen u.a. im Polnischen Olympiazentrum, zusammen mit der gesamten Atmosphäre auf der EASM, war etwas, woran sich alle Teilnehmer gerne zurück erinnern werden.

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Carolina – die Sports- und Schneekanone des IMM

Was die Championsleague für den Fussball, die Formel 1 für den Autorennsport oder Harvard für die Bildung ist Crossfit Leutschenbach für den Fitnesssport. Carolina betreibt diese schweisstreibende Sportart seit diesem Jahr regelmässig. Wow!

Seit neustem ist sie auch Mieterin einer Luxuswohnung in Arosa. Das verträumte Dorf im schönen Bündnerland ist für unsere Mitarbeiterin eine zweite Heimat geworden. Dies nicht zuletzt aufgrund ihrer Leidenschaft fürs Snowboardfahren.

Auch in akademischer Hinsicht schafft Carolina die Brücke zum Sport. Sie ist frischgebackene Absolventin des CAS Sport Marketings. Gratulation!

Wir wünschen im nächsten Winter viel Schnee und noch mehr Schweiss sowie Spass im Sport!

 

Erfolgreiche erste Durchführung des CAS Sport Marketing

Das Institut für Marketing Management durfte am Wochenende sämtlichen Teilnehmern des Pionierjahrgangs des CAS Sport Marketing die Diplome verleihen. Damit endet ein spannender und abwechslungsreicher CAS Lehrgang. Nächster Start: Anfang März 2016.

Mit dem Start der Tour de Suisse am Samstag in Risch-Rotkreuz endete gleichzeitig der Weiterbildungskurs CAS Sport Marketing. Im Rahmen des grössten Sportevents der Schweiz übergaben die Studienleiter Dr. Frank Hannich und Marcel Hüttermann den Teilnehmenden ihre Diplome.

Der Besuch der Tour de Suisse war eines von mehreren Highlights im CAS Sport Marketing 2015. Oliver Senn (Kommerzieller Direktor der Tour de Suisse) eröffnete den Tag mit einem Input-Referat bevor Dani Oeschger (Leiter Marketing und Events, SRF Business Unit Sport) einen Einblick in Productionarea des SRF gewährte. Die Zielankünfte durften die Teilnehmenden anschliessend im VIP-Bereich verfolgen.

Dani Oeschger (SRF) mit den Teilnehmenden in der Productionarea

Dani Oeschger (SRF) mit den Teilnehmenden in der Productionarea

Zieleinfahrt Fabian Cancellara

Zieleinfahrt Fabian Cancellara

In den vergangenen vier Monaten konnte das Institut für Marketing Management den Teilnehmenden eine gute Mischung zwischen Sport Marketing Theorie und Praxis bieten. So wurden Themenbereiche wie Stakeholder Management, Kommunikation, Sponsoring oder Eventmarketing (um nur einige wenige zu nennen) den Teilnehmenden von anerkannten Experten anhand praktischer Beispiele aus dem Sport vermittelt.

Dadurch kamen die Teilnehmenden bspw. in den Genuss, einen Blick hinter die Kulissen des SRFs zu werfen, um u.a. zu verstehen welche Sportarten für Medien aus welchen Gründen interessant sind oder wie Übertragungsrechte verhandelt werden. Des Weiteren durften Sie hautnah miterleben, wie es ist, den Sportblock in den SRF1-Nachrichten live zu sprechen.

Teilnehmer des CAS Sport Marketing zu Besuch beim SRF

Teilnehmer des CAS Sport Marketing zu Besuch beim SRF

Ebenfalls sehr aufschlussreich war der zweitägige Trip nach München. Neben dem  Besuch der FC Bayern München Erlebniswelt, einer Stadionführung und des Bundesligaspiels FC Bayern München vs. Eintracht Frankfurt konnte den Teilnehmenden bei einem spannenden Input-Referat von Oliver Kraus (Group Market Management, Allianz SE) die Idee des Allianz-Konzernes an einem Stadion-Namingright vermittelt werden. Am Freitagabend stand Willi O. Hoffmann (Ehem. Bayern-Präsident) den Kursteilteilnehmern im Franziskaner Brauhaus Rede und Antwort. Die Geschichte hinter der Bayern-Einstellung «Mia-san-Mia» und weiteren interessanten Einblicken einer fast 70-Jährigen FC Bayern Geschichte des ehemaligen Präsidenten waren für alle beteiligten äusserst wertvoll.

Was sagen die Absolventen des CAS Sport Marketing?

«Der CAS Sport Marketing war für mich eine fachliche wie persönliche Bereicherung. Sehr interessante und kompetente Dozenten mit grosser Vielfalt, die viel neues Wissen vermitteln und viel Inspirationen mitgeben für die Zukunft. Es war eine super Klasse und last but not least hat sich dank dem Kurs auch eine neue berufliche Möglichkeit ergeben!»

Benjamin Kuster, Sales Manager Sportbooking.ch, Spherix AG

«Durch die vermittelten praxisbezogenen Fallbeispiele bin ich in der Lage die Erfahrungen, die ich als aktiver Sportler gemacht habe, neu mit dem bezogenen Fachwissen optimal zu kombinieren. Ich bin stolz darauf in der Pionierklasse des CAS Sport Marketing dabei gewesen zu sein. Sportler die über Ihre Karriere hinaus im Sportbusiness aktiv sein möchten kann ich den CAS Sport Marketing nur empfehlen.»

Ronnie Rüeger, Projektleiter Sponsoring ZKB und ehemaliger NLA-Goalie

Das Institut für Marketing Management bedankt sich bei allen Teilnehmenden, Experten und jedem der diesen Kurs mitgestaltet hat. Der nächste CAS in Sport Marketing wird Anfang März 2016 beginnen – wir freuen uns bereits heute!

Falls Sie Interesse an einer Teilnahme am CAS Sport Marketing haben, wenden Sie sich an Marcel Hütterman unter marcel.huettermann@zhaw.ch oder telefonisch unter 058 934 76 98.

 

Gelder aus der Sportvermarktung – eine Stellungnahme von Sportmarketing Experte Marcel Hüttermann

Die FIFA ist aktuell in aller Munde. Marcel Hüttermann (Sportmarketing-Experte am Institut für Marketing Management) hat in der Tagesschau vom 27. Mai 2015 und im Tagesanzeiger wie folgt Stellung zu dieser Thematik bezogen.

Gelder aus der Sportvermarktung – Tagesschau – TV – Play SRF – Schweizer Radio und Fernsehen

Marcel Hüttermann

5 Gründe, warum Blatter die Sponsoren nicht zu fürchten braucht

Wir sind gespannt, wie sich die Medienberichterstattung rund um die Sportvermarktung weiterentwickelt.

 

Sportvereine – Sportlicher Erfolg als einziges Mittel zur Steigerung der Fanzufriedenheit?

«Also wenn diä eso spielet, isches ja keis Wunder, dass niemer meh gaht gu luege!», ist eine viel gehörte Aussage. Doch kommt es nur auf den sportlichen Erfolg an? Wenn ja, wie kann dann ein Verein wie der FC St. Pauli einen Zuschauerschnitt von 96% verzeichnen, obwohl der Klub in der 2. Liga gegen den Abstieg spielt?

Generell gilt zu sagen: Je grösser die Dienstleistungsqualität ist, desto zufriedener ist der Kunde bzw. der Fan. Dies besagt unter anderem die «Service-Profit Chain», welche den positiven Zusammenhang dieser Faktoren zeigt und als Kreislauf verstanden werden kann. Durch die Verbesserung der Dienstleistungsqualität wird die Kundenzufriedenheit und –loyalität erhöht, was wiederum den Gewinn und Wachstum des Unternehmens vergrössert. Dies beeinflusst die Mitarbeiterzufriedenheit und –loyalität, wodurch die Dienstleistungsqualität steigt. Der FC St. Pauli hat eindrücklich bewiesen, wie wirtschaftlich effektiv eine stringente Marketingstrategie bei sportlicher Unstetigkeit sein kann. Der Verein stieg im Zeitraum von 1995 bis 2004 von der
1. Bundesliga bis in die Regionalliga ab, wobei sich in der gleichen Periode die Merchandising-Umsätze des Vereins nahezu vervierfacht haben.

St. Pauli

Bildquelle: www.zeit.de

Ohne Frage ist der sportliche Erfolg auch ein Teil der Dienstleistung eines Sportvereins an den Fan, denn auch die sportliche Leistung der Mannschaft ist ein Qualitätssiegel. Aber das sportliche Ergebnis ist nicht die einzig relevante Komponente. Viele andere Bereiche zählen zu den Dienstleistungen eines Klubs dazu, nämlich all diejenigen Bereiche, bei welchen die Clubs in direktem Kontakt mit den Fans stehen. Also in den Bereichen Ticketing, Merchandising, Stadion, Vereinsmanagement und Gastronomie. Das Institut für Marketing Management hat in der Raiffeisen Super League die Zufriedenheit der Fans mit ihrem Lieblingsklub anhand der genannten Bereiche untersucht – 20 Minuten hat darüber berichtet .

Das IMM untersuchte bspw. wie zufrieden die Fans mit der Anfahrt zum Stadion, der Qualität der Speisen und Getränken im Stadion oder mit Ihrem Ticketkauf sind, um nur einige wenige Beispiele zu nennen. Auffallend ist, dass nicht alleine der sportliche Erfolg das Ausschlaggebende für die Zufriedenheit der Fans ist. Lediglich der FC Basel und FC Sion schnitten bei der Umfrage exakt gleich ab, wie die Klubs in der Tabelle der Raiffeisen Super League stehen. Einige in der Liga sportlich erfolgreiche Vereine fanden sich im Ranking weiter hinten. Vor allem die Zürcher Vereine schnitten weit hinter ihrer sportlichen Platzierung ab. Der Grasshoppers Club Zürich ist nun allerdings bestrebt, Investitionen zu tätigen, um den Fans eine höhere Qualität in der Dienstleistung zu bieten und so die Kundenzufriedenheit zu steigern. Zusammen mit dem IMM suchen die Verantwortlichen Wege, um das Problem zu lösen und die Fans zufrieden zu stellen. Andere Vereine konnten hingegen mit einem positiven Ergebnis überzeugen, welches den sportlichen Erfolg übertrifft. Der FC St. Gallen und FC Thun legten zwei Plätze zu und liessen den finanziell starken BSC Young Boys, welcher insgesamt einen Platz verlor, hinter sich. Auch der FC Vaduz und FC Aarau, die Vereine mit den kleinsten Budgets der Liga, und der FC Luzern stehen im Ranking zwei Plätze besser da als in der Raiffeisen Super League Tabelle.
Auffallend ist das Verhältnis zwischen Kundenzufriedenheit und Budget. Die Vereine mit den fünf kleinsten Budgets standen im Ranking der Fanzufriedenheit besser da als in der Liga. Zugleich konnten nur zwei der fünf finanziell stärksten Vereine die gleiche Position einnehmen, wobei kein Klub mit grossem Budget Plätze gutmachen konnte.

Im Sportmarketing gibt es viele Möglichkeiten um die Kundenzufriedenheit zu steigern. Im Ausland findet man einige emotionale Massnahmen, welche die Fans begeistern. Ein bekanntes Beispiel hierfür ist in der National Football League (NFL) zu finden. Die Inszenierung des grossen Saisonfinals ist einzigartig und den Fans wird nebst dem sportlichen Ereignis ein grosses Spektakel geboten. Dies zeigt sich unter anderem bei der Halbzeitshow des Super Bowls inklusive einzigartiger Performance eines internationalen Musikstars. Auch in der NBA spielen Emotionen eine grosse Rolle: Beispielsweise werden Fansmit der aus Hollywood-Filmen berühmten «Kiss Cam» in Szene gesetzt, was immer wieder für tolle Stimmung im Stadion sorgt. Ein anderes, etwas weniger spektakuläres Beispiel findet sich in der Bundesliga beim FC Bayern: Dieser bietet den Fans eine sogenannte «Erlebniswelt» an, in welcher Sie den Klub näher kennen lernen können.

Bei Fragen zum Themengebiet Sport Marketing können Sie sich gerne an Marcel Hüttermann, Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Programm Manager des CAS Sport Marketing, unter marcel.huettermann@zhaw.ch wenden.

 

Fanzufriedenheit in der Raiffeisen Super League

Wie zufrieden sind Fussball-Fans mit ihren Lieblingsclubs? Wir haben 3000 Schweizer Fussballfans in Unterstützung mit der Gratiszeitung 20 Minuten befragt, wie zufrieden Sie unter anderem mit dem Management ihres Klubs, mit ihrem Stadion und ihrer Mannschaft sind.

Ob der FC Basel auch im Fan-Ranking an der Spitze ist und wieso GC Fans so gar nicht in Festlaune sind, erfahren Sie im 20 Minuten Artikel von heute. Lesen Sie den Online Artikel. 

Fanumfrage_SchweizerFussballClubs_20Minuten_28_Januar_2015_ZH_20150128_v1

Möchten Sie mehr über CRM im Sport erfahren und  wissen, wie sie die Beziehungen zu Ihren Fans oder Kunden verbessern können? Der Lehrgang CAS Sport Marketing vermittelt Ihnen die nötigen Fachkenntnisse. Für weitere Infos kontaktieren Sie: Marcel Hüttermann, Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Programm Manager des CAS Sport Marketing unter marcel.huettermann@zhaw.ch.

 

 

 

Bewerten Sie jetzt Ihren Fussballclub

Wie zufrieden sind die Fussballfans mit der Arbeit Ihres jeweiligen Vereins? Mit dieser Frage beschäftigt sich das Institut für Marketing Management (IMM) an der ZHAW. Machen Sie jetzt mit bei der grössten Fanzufriedenheitsstudie im Schweizer Sport.

Sind Sie mit der Organisation des Kartenverkaufs zufrieden? Schmeckt Ihnen die Stadionwurst? Finden Sie schnell einen Parkplatz? Oder ist die Qualität der Fanartikel nicht zufriedenstellend? Ab jetzt erhalten die Fans die Chance Ihren Verein in verschiedenen Kategorien zu bewerten. Sagen Sie uns Ihre Meinung! Die Umfrage dauert ca. 5 Minuten und die Ergebnisse werden wir Ihnen Anfang Februar präsentieren.

Welches sind für Sie die wichtigsten Faktoren, denen sich die Vereine annehmen müssen? Nehmen Sie an der grössten Zufriedenheitsstudie im Schweizer Sport teil und stimmen Sie über Ihren Verein ab: http://ww3.unipark.de/uc/fanzufriedenheit/

CRM im Sport – Vom Einzelticket zum Saisonabo

Der Sport nimmt in unserer Gesellschaft einen immer grösseren Stellenwert ein. Egal ob wir ihn aktiv ausüben oder ihn aus der Zuschauerperspektive erleben. Vor allem der zweite Aspekt lässt sich von Verantwortlichen so ausgestalten, dass der Gelegenheitsfan zum treuen Fan wird – und zwar durch Customer Relationship Management (CRM).

Sportvereine und Eventveranstalter in der Schweiz müssen sich die Frage stellen, welchen Mehrwert sie ihren Kunden ausserhalb des reinen Sportereignisses bieten können. Warum? Beispiel Fussball: Die Zuschauerzahlen im Schweizer Sport sind rückläufig. So füllen die Vereine der Raiffeisen Super League (RSL) ihre Stadien zu lediglich 38 Prozent. Fussballfans richten Ihren Blick eher auf die englische Premier League oder die deutsche Bundesliga als auf die RSL. Wie gelingt es also den Sportorganisationen (Vereine und Verbände) die Zuschauer wieder in die Stadien zu bringen?

Die Antwort lautet: CRM (Kundenbeziehungsmanagement).

Kundenbeziehungsmanagement bedeutet die konsequente Ausrichtung eines Unternehmens auf seine Kunden mittels entsprechender Instrumente und Methoden. Dabei steht bei sämtlichen Prozessen der Kunde, also der Fan, im Vordergrund. Das Ziel ist es, Fans langfristig an den Verein zu binden und – wenn sie nicht mehr ins Stadion gehen oder keine Merchandisingprodukte mehr nachfragen – sie wieder zurückzugewinnen. Dadurch wird sich langfristig ein wirtschaftlicher Erfolg ergeben.

Dank CRM-Systemen sind Kundendaten idealerweise jederzeit verfügbar. So können Entscheidungen mit Kundenrelevanz auf der Basis von aktuellen Daten getroffen werden. Entscheidungsträger müssen sich nicht mehr allein auf ihr Bauchgefühl verlassen. CRM ist aber mehr als ein IT-System. Kundenbeziehungsmanagement hilft die Kundenbedürfnisse besser zu verstehen, indem zum Beispiel ein Zufriedenheitsmanagement oder eine effektives Feedbackmanagement im Unternehmen eingeführt wird. So können Fehler auf Seite des Unternehmens im Kundenkontakt leicht aufgedeckt und durch vergleichsweise wenig Aufwand behoben werden. Es gibt zahlreiche Stellhebel, wie Sie CRM effektiv und effizient einsetzen können.

Ein Beispiel für eine erfolgreiche CRM Strategie und Fokus auf Kundenbedürfnisse liefert der Fussballverein Borussia Dortmund (BVB). Der BVB lanciert 2015 freies WiFi im Stadion. So fliessen Emotionen vom Stadion direkt in die sozialen Netzwerke und die Stadionbesucher können einfach Informationen zum Verkehrsfluss, Zwischenstände aus anderen Stadien oder Fakten zum Spiel abrufen. Ein anderes Beispiel ist Benfica Lissabon, welcher eine der zahlreichen Stadion-Logen zu einem Hostel umfunktioniert hat. Fans können nicht nur während den Spieltagen im Stadion verweilen, sondern sogar darin schlafen. Der VfL Wolfsburg gestaltete sogar eine seiner Tribünen so um, dass ein Spielplatz auf dieser installiert werden konnte. Familien müssen nun nicht mehr auf Live-Fussball verzichten oder zwingend einen Babysitter suchen.

„Ein ausverkauftes Stadion wie hier der Celtic-Park in Glasgow ist für viele Schweizer Sportvereine ein Traum. Doch das muss nicht so bleiben…“

„Ein ausverkauftes Stadion wie hier der Celtic-Park in Glasgow ist für viele Schweizer Sportvereine ein Traum. Doch das muss nicht so bleiben…“ (Bildquelle: Photo by Mark Runnacles EuroFootball/Getty Images)

Wie das Beispiel Stadion-WiFi veranschaulicht, ist die zunehmende Technologisierung ein wichtiger Aspekt zur Befriedigung von Kundenbedürfnissen. Die Entwicklungen gehen mittlerweile soweit, dass es möglich ist, seine Bratwurst oder sein Bier direkt an den Sitzplatz zu bestellen. Das Papierticket wird mehr und mehr durch eine digitale Variante auf dem Smartphone ersetzt und das bargeldlose Bezahlen wird auch im Sport möglich.

Durch solche Massnahmen lassen sich Sympathisanten zu Fans und Käufer eines Einzeltickets zu Saisonabonnementen machen. Es gibt jedoch noch viele weitere Optionen und dies nicht nur im Bereich Fussball, sondern auch für andere Sportarten und für Unternehmen, die als Sponsoren auftreten oder in Zukunft auftreten möchten.

Sie fragen sich welche? Oder Sie wollen die Beziehungen zu Ihren Fans oder Kunden verbessern? Abhilfe schafft dabei der CAS Sport Marketing und das IMM durch die Fachstelle Strategic CRM. Kontaktieren Sie für mehr Infos: Marcel Hüttermann, Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Programm Manager des CAS Sport Marketing unter:  marcel.huettermann@zhaw.ch oder per Telefon 058 934 76 98.