Interview mit Paul Gehring – Imker aus Liebe zur Natur

Wir vom Zentrum für Marketing Management waren schon seit längerem auf der Suche nach einem passenden Give-Away. Es gibt im Geschäftsalltag oft Situationen, in denen man sich für eine gute Zusammenarbeit bedanken möchte, da wollten wir etwas passendes zur Hand haben. Es sollte ein Schweizer Produkt sein, etwas sinnvolles und nachhaltiges – etwas das lange Freude macht. Wir wollten ein Geschenk, hinter dem wir voll und ganz stehen können. Ein Geschenk das unsere Handschrift trägt. Durch Zufall haben wir erfahren, dass der Vater unserer Mitarbeiterin Bettina Gehring Bienenvölker hat. So kamen wir zu unserem Give Away. Im Interview mit Paul Gehring erfahren Sie nun mehr zum Thema Bienen und seinem Hobby – die Imkerei.

Herr und Frau Gehring im Imker-Gewand.

Sie haben sich ein spannendes Hobby ausgesucht. Was fasziniert Sie besonders an dem Imkerberuf?
Der Imkerberuf fasziniert mich, weil er mir die Natur näher bringt.

Wie viele Bienenvölker haben Sie?
Ich betreue momentan 44 Wirtschaftsvölker und 5 Reserve-Völker

Wie entsteht Honig?
Die Bienen tragen den gesüssten Nektar von den Blüten in ihren Bienenstock, wo das überschüssige Wasser aus dem Volk ventiliert wird.

Von wie vielen Bienen wurden Sie schon gestochen?
Eine Zahl kann ich keine nennen, aber es sind viele.

Weshalb sterben Bienen, wenn sie einen Menschen gestochen haben?
Der Bienenstachel ist mit einem Widerhaken versehen, welcher in der Haut der Biene verankert ist. Wenn die Biene sticht, wird ihr der Hinterleib aus dem Körper gerissen.

Wie viele Bienen zählt ein Volk?
Das hängt von der Jahreszeit ab. Im Winter etwa 10‘000, in den Sommermonaten Mai bis Juni ca. 60‘000 Stück.

Wie ist ein Bienenvolk organisiert?
Die Königin steht dem Bienenvolk vor. Die Bienen durchlaufen während ihrer im Schnitt 42-tägigen Lebensdauer etliche Phasen wie Brutpflege, Heizen, Reinigung, Polizei etc., bis sie schliesslich zum Sammeln von Nektar eingesetzt werden.

Weshalb gelten Bienen als fleissig?
Die Bienen gelten als fleissig, weil sie für 1 kg Honig 3 kg Nektar sammeln müssen. Für diese Arbeit legen sie eine Strecke von ca. 300‘000 km zurück.

Weshalb schwärmen Bienen?
Unter ‚Schwärmen‘ versteht man die natürliche Vermehrung der Bienenvölker. Die alte Königin verlässt den Bienenstock und eine frisch geschlüpfte Königin übernimmt das Zepter.

Sie haben vor allem Waldhonig und Blütenhonig? Wie entstehen diese verschiedenen Honigarten?
Waldhonig entsteht durch ein Sekret der Blattläuse, welches die Bienen einsammeln. Blütenhonig durch das Einsammeln von Nektar.

Wie entsteht Bienenwachs?
Die Biene besitzt eine Wachsdrüse, womit sie Wachs produzieren kann.

Welche Bedeutung hat die «dunkle Biene» für unser Ökosystem und die Gesellschaft?
In der früheren Zeit kannte man nur die dunkle Biene, die eigentliche Landrasse. Sie war verantwortlich für die Bestäubung unseres Ökosystems.

Weshalb ist die «dunkle Biene» gefährdet?
Die dunkle Biene gilt als aggressiver und wird zunehmend durch die sanftere Carnica (oder Kärntner Biene) verdrängt. Gleichzeitig stellt auch die Varroamilbe eine ernsthafte Gefahr für die Bienen dar. Die Varroamilbe ist hauptverantwortlich für das Bienensterben der letzten Jahre.

Sind Ihre Bienenvölker auch vom Bienensterben betroffen?
Ja leider, so wie alle Bienenvölker weltweit.

Was wird in der Schweiz gegen das Bienensterben getan?
In der Versuchsanstalt in Liebefeld wird geforscht. Die Imker müssen die Varroa mit Ameisensäure, Tymol oder Oxalsäure bekämpfen.

Wie kann jeder einzelne dazu beitragen die Bienen in der Schweiz zu erhalten?
Jeder einzelne von uns kann durch Pflanzen von Hecken, Sträuchern und Bäumen zur Erhaltung der Bienen beitragen.

Wir bedanken uns bei Paul Gehring für das interessante Interview und erfreuen uns an seinem erstklassigen Blütenhonig.

Paul Gehring
Tiefenweg 178
8455 Rüdlingen

Paul Gehring ist Siegelimker –  das heisst der Honig aus seiner Bienenzucht ist Schweizer Qualitätshonig.

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