Abschlussveranstaltung CAS Pricing and Go-to-Market

Von Linard Barth

Der CAS Pricing and Go-to-Market setzt sich aus den beiden Modulen Pricing und Go-to-Market zusammen. Im ersten Modul Pricing werden Strategien und Methoden hinsichtlich Preisfindung und Durchsetzung am Markt vermittelt und im zweiten Modul Go-to-Market erlernen die Teilnehmer, wie man neue Produkte und Dienstleistungen erfolgreich im Markt einführt. Dieser CAS ist Teil des MAS Product Management sowie des MAS Marketing Management.

Auch dieses Semester konnte eine weitere Klasse diesen spannenden CAS erfolgreich absolvieren. Die Abschlussveranstaltung des zweiten Moduls fand im Parkhotel Winterthur statt. In angenehmer Atmosphäre konnten die Teilnehmer am Vormittag ihre Präsentationen und die Argumentationsrhetorik mit Unterstützung von Frau Dr. Ilona Diesner noch einmal optimieren und am Nachmittag der Studiengangleitung präsentieren. Die 14 Teilnehmenden hatten die Aufgabe ein Market-Launch Konzept für ein Produkt oder eine Dienstleistung für ihren Arbeitgeber zu entwickeln. Am Ende bekamen die Teilnehmenden sogleich das Feedback zu ihren Präsentationen und die Note für die Gruppenpräsentation. So konnten die Teilnehmenden in der Folge ganz entspannt den wohlverdienten Apéro geniessen und das Gelernte noch einmal diskutieren und Revue passieren lassen. Herzlichen Glückwunsch auch vom Institut für Marketing Management und hoch die Gläser zum bestandenen CAS!

Glückliche Gesichter am Abschlusstag

Haben Sie Fragen zum CAS Pricing and Go-To-Market? Dann wenden Sie sich bitte an Linard Barth via Mail linard.barth@zhaw.ch oder via Telefon 058 934 68 67. Zahlreiche Information zu diesem Studiengang finden Sie auch online.

Black is beautiful – Wie LUSH den Spagat zwischen Ethik und Ästhetik meistert

Von Stephanie Heusler

Bei dir sieht’s ja aus wie im LUSH-Shop“. Ein nicht selten gehörter Satz echter LUSH-Fans (auch LUSHies genannt). Der Suchtfaktor ist tatsächlich hoch. Assoziationen mit der Marke LUSH betreffen jedoch meist das starke Duftgemisch, das beim Passieren von LUSH-Shops wahrnehmbar wird und das grosse Sortiment an Badebomben. Die Badebomben machen allerdings nur einen kleinen Bruchteil der grossen Produktepalette des britischen Kosmetikherstellers aus. Der auffällig starke Geruch hingegen ist Teil der Marketingstrategie der Firma. Gegründet wurde LUSH 1995 von Mark Constantine, in Poole Grossbritannien. Mittlerweile besteht das Sortiment aus einer vollständigen Pflege- und Kosmetiklinie für jedes Bedürfnis. In der Schweiz eröffnete LUSH 2002 den ersten Shop in Bern und beschäftigt mittlerweile 135 überzeugte Angestellte in insgesamt 18 Geschäften. Die persönliche Überzeugung des Personals und ihre Freude an den Produkten ist sichtbar und spürbar. Mit viel Authentizität und Motivation verführt es seine Kunden in die bunte Welt von LUSH. Schnell wird klar, das Personal gehört selbst zur treuen Kundschaft. LUSH verzichtet auf gängige Werbemittel, die die Masse ansprechen. Vielmehr setzt das Unternehmen auf Mund-zu-Mund-Propaganda durch ihre Kundschaft. Diese tragen aus freien Stücken und eigener Überzeugung die Werte von LUSH in ihr näheres Umfeld und die Welt. Mitarbeiter und Kunden werden so zu freiwilligen Markenbotschaftern.

Das Produktesortiment von LUSH umfasst alle Bereiche der Schönheitspflege © Stephanie Heusler

Die Philosophie wird eingehalten: „Fresh handmade cosmetics“

Gemäss der Firmen-Philosophie stellt LUSH alle Produkte von Hand her. Dafür verwendet LUSH mehrheitlich natürliche Zutaten, die aus fairem Handel und nachhaltiger Produktion stammen. Wesentlich ist dabei der absolute Verzicht auf Tierversuche auf allen Ebenen. Das Einkaufsteam von LUSH bereist die Welt, auf der Suche nach Produzenten, die ebendiese Anforderungen erfüllen und kauft direkt bei ihnen ein. Diese intensiven Handelsbeziehungen ermöglichen es LUSH, die Qualität und Herkunft der verwendeten Inhaltsstoffe sicherzustellen. Auf diese Weise gelingt es LUSH zudem Kinderarbeit auszuschliessen, faire Löhne, nachhaltige Anbaumethoden und gute Arbeitsbedingungen zu gewährleisten sowie die eigenen Richtlinien gegen Tierversuche durchzusetzen.

Ganz im Stil einer Grossküche werden in der LUSH-Fabrik die Endprodukte von Hand gefertigt und bei Bedarf verpackt und abgefüllt. Als Verpackung dienen LUSH die charakteristischen schwarzen Töpfe (black pots) aus rezykliertem Kunststoff (PP, Polypropylen) sowie Flaschen und Behälter aus PET (Polyethylenterephthalat). Sticker auf den Verpackungen geben den Kunden Aufschluss darüber, wer ihr Produkt wann hergestellt hat und wie lange es haltbar ist. Diese persönliche Note schafft Vertrauen in das Produkt und die Marke LUSH. Damit nicht genug, bietet LUSH seiner Kundschaft an, die leeren black pots und Flaschen zu sammeln und zu retournieren. Im Umtausch gegen fünf gereinigte Behältnisse erhält der Kunde ein unverpacktes (auch „nacktes“) Produkt aus einer monatlich wechselnden Auswahl.

Im Umtausch gegen fünf leere Behältnisse gibt’s ein „nacktes“ Produkt © Stephanie Heusler

In Grossbritannien konnte LUSH diesen Kreislauf der Wiederverwertung vollständig schliessen. Die retournierten black pots dienen dort zu 100% der Herstellung neuer black pots. Da eine Rückführung in diesen Kreislauf aus der Schweiz unökologisch wäre, werden die schwarzen Töpfe hierzulande fachgerecht rezykliert. Vor diesem Hintergrund baut LUSH gezielt die Produktepalette von „nackten“ Produkten aus, um den Verpackungsmüll ihrer Kundschaft fortlaufend zu reduzieren. Fehlende Verpackungen sind auch der Grund für das intensiv blumige, fruchtige und warme Duftbouquet, das LUSH-Shops derart einzigartig macht. Das Einkaufserlebnis beschränkt sich bei LUSH somit nicht auf visuelle Werte, sondern spricht auch den Tast- und Geruchsinn der Kundschaft an.

Aktiv und konsequent gegen Tierversuche

Neben stetig wechselnden Charity-Projekten, ist der Kampf gegen Tierversuche eines der grössten Steckenpferde von LUSH. Einkäufe bei LUSH werden bei Bedarf in eine Papiertüte mit grossem Aufdruck „Fighting Animal Testing“ verpackt. Die Message ist unmissverständlich und wird dementsprechend konsequent umgesetzt. LUSH bezieht seine Rohstoffe ausschliesslich bei Produzenten und Unternehmen, die weder am gekauften Produkt, noch in irgendeiner anderen Weise mit Tierversuchen in Kontakt treten. Bereits die kleinste finanzielle Beziehung eines potentiellen Zulieferers zu einer anderen Firma, die Tierversuche durchführt, liesse einen Einkauf von LUSH scheitern.

Im Kampf gegen Tierversuche werden die Kunden zu Botschaftern © Stephanie Heusler

Diese Konsequenz macht LUSH einzigartig und übertrifft obendrein gängige Grundsätze, wie die des „cruelty free“-Labels. Um Tierversuche aktiv zu bekämpfen, hat LUSH 2012 den LUSH-Prize ins Leben gerufen. Jährlich vergibt LUSH mit der Unterstützung der Kampagnengesellschaft Ethical Consumer insgesamt £250.000 Fördergelder an internationale WissenschaftlerInnen und Projekte der Öffentlichkeitsarbeit. Mit einer aktuellen Kampagne macht LUSH Schweiz erneut auf das Thema Tierversuche und den LUSH-Prize aufmerksam. Die Kampagne ermöglicht LUSH-Kunden selbst aktiv zu werden. Sie können Fotos mit dem Bilderrahmen auf ihrer Social Media Wall posten oder mit dem Kauf der Seife „Fight Animal Testing“ direkt die Organisation Tier im Recht unterstützen.

https://www.lush.ch/Startseite.aspx

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Über die Autorin

Stephanie Heusler ist Juristin aus Basel und absolviert berufsbegleitend den CAS Marketing- & Corporate Communications an der ZHAW in Winterthur. Ihre Interessen in Innovation und Weiterbildung und -entwicklung haben sowohl beruflichen als auch persönlichen Bezug. Seit einigen Jahren ist sie selbst überzeugte LUSH-Kundin und freiwillige Markenbotschafterin. Sie vertritt die Ansicht, dass qualitative und wirksame (Pflege-) Produkte nicht auf Tierversuche angewiesen ist. Der Tier- und Umweltschutz und dessen stetiger Fortschritt stellen für sie einen wichtigen Grundpfeiler für eine ethisch korrekte und nachhaltige Lebensweise dar.

Ein Hauch Grossstadt-Fl(h)air in Schaffhausen

Von Gabriella Jetter

Schaffhausen ist mit rund 35’000 Einwohnern in Dieter Wiesmann’s Lied richtig beschrieben, nämlich als „bloss e chliini Stadt“. Der Hauptort des gleichnamigen Kantons belegt im Schweizerischen Ranking bezüglich Lifestyle und place to be wohl keinen Podestplatz. Die Munotstadt braucht keinen Glamour. Oder doch?

Digitalisierung in denkmalgeschützter Umgebung: eine perfekte Symbiose

Was hat digitale Transformation, personalisierter Service und Nachhaltigkeit in einem Friseurladen zu suchen? Haare wachsen immer. Dieser natürliche Prozess zwingt uns folglich regelmässig, den Gang zum Friseur anzutreten. Die Kundenakquise ist demnach nicht zwingend als prioritär zu betrachten. Für die Schaffhauser soll es in erster Linie einfach und preiswert sein. Praktisch, dass das wenige Kilometer entfernte Deutschland mit günstigen Preisen lockt. Trotz dieser Voraussetzungen eröffnete vor rund vier Jahren ein Hairsalon, in dem mehr als nur Schneiden, Waschen und Föhnen angeboten wird. Im knapp 300jährigen „Haus zur Ziegelburg“ befindet sich das Casa Organica Terranova Hairsalon, Spa & Café. Ein Coiffeurstudio mit einem eigenen Marketingkonzept. Für grössere Orte wie Winterthur oder Zürich nichts Spektakuläres. Für Schaffhausen, das eher für die 300 Erker als für innovative Geschäftsmodelle bekannt ist, einzigartig.

Das Coiffeurstudio in Schaffhausen © TERRANOVA – AVEDA Lifestyle Coiffeur & Spa

Passend zur heutigen Zeit ist der Termin mit wenigen Klicks online gebucht. Vor Ort kommt anfänglich die Vermutung auf, einen Concept Store zu betreten. Nebst den klassischen Friseurutensilien befinden sich eine grosse Auswahl an Haarprodukten aus nachhaltiger Produktion in Tuben und Tiegeln, die aus 100% recycelten Materialien bestehen. Überall riecht es dezent nach Aveda Düften. Es ist ein Irrglaube anzunehmen, hier ginge es ausschliesslich um Haarpflege. Das Hairlebnis in der Casa Terranova wird mit den zusätzlich zur Verfügung stehenden Masseuren, Visagisten, Coloristen und Kosmetikerinnen zum Event aufgewertet. Das Anbieten zahlreicher Services unter einem Dach spart Zeit. Das schätzen nicht nur Geschäftsleute.

Weit mehr als nur ein Coiffeur, hier werden zahlreiche Services angeboten © TERRANOVA – AVEDA Lifestyle Coiffeur & Spa

Auch für das leibliche Wohlbefinden ist gesorgt. Das integrierte Organic Café im Eingangsbereich bietet diverse selbstgemachte Biodrinks, Smoothies, sowie Tee- und Kaffeespezialitäten an. Die Zutaten sind aus ökologischem Anbau, denn das Einbinden der Natur ist nicht nur bei den Haarprodukten von zentraler Bedeutung. Generell ist die transparente Wertschöpfungskette wichtig. Die Konfektionierung auserwählter Produkte findet in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung statt. Regelmässige Workshops, wie das Mischen des eigenen Naturparfüms, oder Charity Events runden die Aktivitäten dieses Hairsalons ab. Die Anmeldung zu solchen Veranstaltungen erfolgt zeitgemäss über Social Media Kanäle.

Beim Umsetzen dieser Idee war zweifelsohne nicht nur die Handwerkskunst des Haareschneides zentral. Hier ist inmitten von denkmalgeschützten Gebäuden eine moderne Wohlfühloase entstanden. Immer wieder ergänzt der Geschäftsinhaber Giancarlo Terranova, das vielfältige Angebot mit neuen Ideen. Seit kurzem ist ein Chauffeurdienst verfügbar. Die Sorge, einen nahegelegenen Parkplatz zu finden, hat ein Ende. Und die Frage, ob wohl noch ein zweiter Prosecco drin liegt, erübrigt sich ebenfalls.

Der Zeit voraus; ein Visionär erzählt

In einem Interview mit Giancarlo Terranova verrät er, dass der Gedanke an ein solches Konzept bereits vor 20 Jahren vorhanden war. Es entsprach jedoch nicht der damaligen Denkhaltung. Es war zu früh. Weiter spricht der Geschäftsinhaber von Differenzierung und USP. In seinem Store vereint er, was ihm persönlich auch wichtig ist. Nachhaltigkeit, eine erholsame Atmosphäre und eine Vielfalt an diversen Serviceangeboten unter einem Dach. Für die Vermarktung greift er zusätzlich auch zu digitalen Lösungen und trifft somit den Zeitgeist.

https://www.casaterranova.ch/, https://www.aveda-terranova.shop/

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Über die Autorin

Gabriella Jetter ist als Department Manager Communication & Training bei der IWC Schaffhausen oft in den Grossstädten dieser Welt anzutreffen. Ihre Geburtsstadt Schaffhausen trägt sie jedoch immer im Herzen. Sie liebt innovative Ideen und bewundert Leute, die diese Ideen nicht nur zum Leben erwecken, sondern auch umsetzen. Sie absolviert zurzeit den CAS Marketing- und Corporate Communications an der ZHAW.

Relationale Kundenbeziehung, Identität und Experimentability als Key-Differenzierungsmerkmale im modernen Marketing

Von Dr. Kurt Ackermann

Im Kontext der Digitalisierung besteht für Unternehmen zunehmend die Gefahr, dass sowohl sie selbst, wie auch ihre Produkte und Services, mehr und mehr imitierbar werden und sich Anbieter entsprechend zunehmend weniger voneinander unterscheiden. Dies ist umso bedenklicher, als dass die knappste Ressource des 21. Jahrhunderts für Unternehmen im Kontext digitaler Informationsüberflutung nicht etwa Öl oder Daten sein dürfte, sondern die Aufmerksamkeit ihrer Zielgruppen.

Wie können Unternehmen also im digitalen Zeitalter Aufmerksamkeit erzeugen, wenn sie sich immer weniger über das eigentliche Leistungsangebot differenzieren können? Und wie kann die Verhaltensökonomie in diesem Kontext dabei helfen, Kunden langfristig zu binden? Diese Fragen thematisierte Gerhard Fehr, CEO von FehrAdvice & Partners AG, mit den Teilnehmenden des diesjährigen CAS Behavioral Insights for Marketing.

Viele Unternehmen setzen nach wie vor auf eine transaktionale Kundenbeziehung, so Gerhard Fehr. Diese zeichnet sich insbesondere dadurch aus, dass eine Differenzierung vor allem über den Preis angestrebt wird und dass Kunden als reine Transaktionspartner angesehen werden – Leistung gegen Geld. Das Problem an transaktionalen Kundenbeziehungen ist allerdings, dass natürlich auch diese selbst wiederum imitierbar sind. Finden Konsumenten einen Anbieter mit einem ähnlichen oder gar identischen Angebot zu einem günstigeren Preis, sind sie so schnell wieder weg wie sie gekommen sind.

Um sich nachhaltig zu differenzieren, müssen Unternehmen eine relationale Kundenbeziehung schaffen, in welcher sie in Vorleistung gehen und ihre Kunden als Kooperationspartner verstehen, welche diese Vorleistung auf freiwilliger Basis erwidern. Im Gegensatz zu einer transaktionalen Beziehung ist eine relationale Beziehung kaum kopierbar und stellt deshalb ein starkes Differenzierungsmerkmal für Marken dar. Um aber eine relationale Beziehung mit den Kunden aufbauen zu können, muss zunächst das menschliche Verhalten verstanden und berücksichtigt werden.

Erfolgreiche Marken beziehen die Prinzipien des menschlichen Verhaltens in ihr Beziehungsangebot mit ein und berücksichtigen entsprechend die kognitiven, emotionalen, sozialen und situativen Faktoren, welche eine Beziehung prägen. Um eine relationale Beziehung und damit eine starke Kundenidentität aufzubauen, müssen Marken sowohl intuitiv und einfach, wie auch freiwillig, inspirierend, inkludierend und identitätsstiftend sein.

Es reicht allerdings nicht, sich beim Aufbau einer starken Kundenidentität rein auf bestehendes Wissen über Kundenpräferenzen zu verlassen. Ein relationales Beziehungsangebot sollte situative Faktoren berücksichtigen und den individuellen Kontext miteinbeziehen. Dabei spielen auch die Erwartungen & Beliefs der Kunden eine grosse Rolle, welche vorab verifiziert werden müssen. Das heisst, es muss zunächst situationsspezifische Evidenz durch systematisches Experimentieren generiert werden. Gerhard Fehr sieht genau in dieser Experimentierfreudigkeit einen enorm starken Differenzierungsfaktor: «Die grossen Player und «Digital Onlys» haben bereits erkannt, dass Experimente ein zentraler Bestandteil zukunftsfähiger Unternehmen sind und setzen diese systematisch ein, um neue Brands und Business Modelle zu testen».

Entsprechend ist im Marketing ein verhaltenswissenschaftlicher Approach, welcher die Erkenntnisse der Verhaltensökonomie und der Psychologie über das menschliche Verhalten berücksichtigt, ein massgeblicher Erfolgsfaktor. Unternehmen, welche eine relationale Beziehung mit ihren Kunden und damit eine starke Kundenidentität aufbauen sowie evidenzbasierte Entscheidungen auf der Grundlage von Experimentability treffen, werden sich auch im digitalen Zeitalter langfristig differenzieren können.

Gelungener Start des CAS Marketing- & Corporate Communications

Von Dr. Adrienne Suvada

An der ZHAW gibt es diverse Themen, zu denen man sich weiterbilden kann. Wer gerne Kommunikation und Marketing kombiniert, der ist beim CAS Marketing- & Corporate Communications gut aufgehoben. Auch dieses Semester ist die beliebte Weiterbildung mit spannenden Teilnehmenden gestartet.

Verbindung von Theorie und Praxis

Nach der obligatorischen administrativen Einführung ging es auch schon los mit den Themen Marketing und Kommunikation. Da die Teilnehmenden aus den unterschiedlichsten Bereichen kommen, ist es wichtig eine gemeinsame Wissensgrundlage zu schaffen, auf der die späteren Unterrichtseinheiten aufbauen können. Der erste Tag ist immer sehr informativ, aber gleichzeitig auch anstrengend, gerade, wenn man die Schulbank lange Zeit nicht mehr drücken musste. Dieses Jahr kam deshalb ein spezieller Überraschungsgast aus der Praxis. Theorie ist wichtig, die Verbindung zur Praxis ist in der Weiterbildung aber essentiell. Nur so ist es möglich das Wissen auf seinen eigenen Unternehmensalltag zu transferieren.

Beliebte Weiterbildung mit Praxisbezug

Süsses Marketing im CAS

Mit Eugenie Nicoud von der Confiserie Bachmann war ein spannender Einblick in die Welt des süssen Marketings einer Confiserie möglich. Obwohl die Confiserie Bachmann ein Familienbetrieb mit langer Tradition ist, ist der Geschäftsleitung die Bedeutung der digitalen Marketingkommunikation wichtig.

Eugenie Nicoud ermöglichte einen Blick hinter die Kulissen und präsentierte erfolgreiche Kampagnen der Confiserie Bachmann

Die Confiserie verfolgt die Trends und lanciert entsprechende Produkte. Aktuell steht die Ostersaison an und auch dieses Jahr gibt es die berühmten Trendhäsli der Confiserie Bachmann. Mittlerweile geniessen diese Hasen einen Kultstatus und sind über die Zentralschweizer Grenzen hinaus bekannt. Auch der vegane Trend hält Einzug, denn es gibt dieses Jahr einen veganen Osterhasen zu erwerben. Eugenie Nicoud hat den Teilnehmenden eindrücklich berichtet, wie die Confiserie auf den sozialen Medien unterwegs ist und welche Strategie sie verfolgen – und das alles bei limitiertem Budget. Dieser Einblick war eine Bereicherung für den Starttag der Weiterbildung. Spannend geht es natürlich auch weiter, denn der Kurs hat ja auch erst begonnen…

Einer der Trend Hasen der Confiserie Bachmann © Confiserie Bachmann

Informationen zum CAS: https://weiterbildung.zhaw.ch/de/school-of-management-and-law/programm/cas-marketing-corporate-communications.html

Marketing und Kommunikation für kleinere Institutionen

Marketing und Kommunikation sind zwei Bereiche, die nicht nur für Unternehmen von Relevanz sind, sondern zunehmend auch kleinere Institutionen betreffen. Non-Profit-Organisationen, städtische Institutionen, Kirchliche Einrichtungen und viele weitere müssen ihre Aktivitäten in diesen Bereichen verstärken. Oft sind die Mitarbeitenden an einer Schnittstellenfunktion und benötigen verschiedene Kompetenzen. Diese Anforderungen deckt der CAS Marketing & Kommunikation in NPO ab. Wir haben bei den beiden Studiengangleiterinnen nachgefragt, warum es diesen CAS braucht und wo die Unterschiede zu anderen Angeboten in diesem Bereich sind.

Sie haben diesen neuen Lehrgang konzipiert. Warum sollte jemand diesen CAS absolvieren?

Dr. Adrienne Suvada: Die Idee zu diesem CAS ist aus einem klaren Bedürfnis hervorgegangen. Wir haben festgestellt, dass es immer mehr kleinere Institutionen gibt, die ihre Marketing- und Kommunikationsaktivitäten professionalisieren müssen. Diese Institutionen sind aber in Lehrgängen für KMUs oder für Grossunternehmen einfach nicht am richtigen Platz. Sie brauchen ein massgeschneidertes Angebot mit Beispielen, die sie auch wirklich im täglichen Leben umsetzen können. In vielen Organisationen ist das Budget beschränkt, um Marketing- und Kommunikationsprofis einzustellen. Sie müssen deshalb ihre guten Mitarbeitenden mit zusätzlichen Kompetenzen ausrüsten. Mit diesem Lehrgang ist das sehr gut möglich, weil wir auf die Besonderheiten Rücksicht nehmen und ihnen möglichst breite Einblicke geben.

Dr. Larissa M. Sundermann: Wichtig ist zu erwähnen, dass sich der Lehrgang nicht explizit nur an Non-Profit-Organisationen richtet. Es können durchaus auch Mitarbeitende aus anderen Institutionen teilnehmen. Zum Beispiel gibt es in den Städten und Gemeinden diverse Einrichtungen, die ebenfalls kommunizieren müssen und ihr Marketing verstärken sollten, allerdings nicht mit den gängigen Mitteln wie Grossunternehmen. Auch Kirchenmitarbeitende sind angesprochen, denn sie brauchen eine professionelle Kommunikation und ein spezifisches Marketing.

Die beiden Studiengangleiterinnen Dr. Adrienne Suvada (links) und Dr. Larissa M. Sundermann (rechts)

Die Weiterbildung floriert in der Schweiz. Gerade im Bereich Fundraising gibt es schon diverse Angebote…

Dr. Larissa M. Sundermann: Das stimmt, aber es geht eben nicht um das Fundraising, sondern um die Verbindung von Marketing und Kommunikation für diese kleineren Institutionen, die sich in einem speziellen Umfeld bewegen. Normalerweise fokussieren sich die Lehrgänge auf einen Bereich. Wir kombinieren beides, erwähnen natürlich aber auch das Fundraising. Dazu kommen weitere spannende Lektionen zu Themen wie Campaigning und Influencing, wie auch zur Krisenkommunikation und zu rechtlichen Aspekten. Alles in allem eine sehr bunte Mischung, mit allem, was es in einer Schnittstellenfunktion benötigt.

Kann ich als Non-Profit Organisation nicht auch einen CAS zu «kommerziellem Marketing» besuchen?

Dr. Larissa M. Sundermann: Generell gibt es natürlich Gemeinsamkeiten zwischen «kommerziellem» und «Non-Profit» Marketing. Jedoch sollten die Unterschiede nicht ausser Acht gelassen werden. So ist kommerzielles Marketing nur auf eine Zielgruppe, den Kunden» ausgereichtet und soll in ihm den Wunsch wecken ein Bedürfnis zu befriedigen. Das Ziel ist Gewinnmaximierung. Das Non-Profit Marketing hingegen richtet sich an verschiedene Anspruchsgruppen. Dies sind natürlich die Leistungsempfänger, aber auch Angehörige, Spender, Freiwillige, Mitarbeitende etc. Es werden nicht-gewinnorientierte Ziele verfolgt, wie z.B. das Sensibilisieren der Öffentlichkeit oder das Auslösen einer Verhaltensänderung, aber auch ein Imageaufbau oder Spendenaufruf. Wir empfehlen daher den Besuch eines spezifischen CAS für Non-Profit Organisationen.

Wer unterrichtet im CAS Marketing & Kommunikation in NPO?

Dr. Adrienne Suvada: Unsere Dozierenden stammen zum einen aus internen Reihen, zum anderen sind es ausgewiesene Fachleute aus der Praxis, die alle einen Bezug zu diesem Bereich aufweisen. Sie sind in der Lage den Unterricht auf die wirklichen Bedürfnisse auszurichten. Durch den hohen Praxisbezug ist auch ein spannender Unterricht garantiert. Es ist auch möglich einzelne Fälle und Problemstellungen aus der eigenen Institution einzubauen. Wir konnten hervorragende Dozierende verpflichten, die auch Erfahrung im Unterrichten aufweisen.

Ein hoher Praxisbezug ist in diesem Lehrgang garantiert

Was sind die Vorteile für mich als Absolvent?

Dr. Larissa M. Sundermann: Ein grosser Vorteil ist die Kombination von Marketing- und Kommunikationsmitteln in einem Lehrgang. So braucht man nur einen Lehrgang zu absolvieren und kann dennoch aus beiden Bereichen die wichtigsten Dinge mitnehmen. Der Praxisbezug ermöglicht die direkte Umsetzung im Berufsalltag. Es erhöht die Selbständigkeit und kann mitunter zu einer Kostenreduktion beitragen, da man nicht für jede Kleinigkeit externe Dienstleister anrufen muss. Selbstverständlich ist der Abschluss anerkannt und es ist auch möglich einen Master of Advanced Studies zu absolvieren. Mit diesem CAS ist man gut gerüstet für die Zukunft und kann der eigenen Institutionen einen grossen Mehrwert bieten. Man profitiert aber auch selber und kann seinen „Wissensrucksack“ auffüllen.

Wann und wo kann man sich anmelden?

Dr. Adrienne Suvada: Anmelden kann man sich direkt online. Es wird empfohlen sich frühzeitig anzumelden, da die Plätze in der Weiterbildung schnell ausgebucht sind. Selbstverständlich bieten wir auch eine persönliche Beratung an. Ausserdem gibt es spezielle Info-Anlässe in Winterthur und in Zürich. Auch dort beraten wir Interessenten sehr gerne und können bei Fragen weiterhelfen.

Der Lehrgang wird übrigens in Zürich im Toni-Areal durchgeführt, jeweils Freitag am Nachmittag und Samstag den ganzen Tag. So ist es möglich die Weiterbildung auch berufsbegleitend zu absolvieren.

Zum Schluss, was ist Ihre persönliche Motivation hinter diesem Lehrgang?

Dr. Adrienne Suvada: Ich habe unter anderem selber im Non-Profit-Bereich gearbeitet und weiss, welche Herausforderungen dort zu meistern sind. Der Sektor liegt mir nach wie vor sehr am Herzen. Die Mitarbeitenden sind jeweils mit viel Herzblut dabei. Es ist sehr schön, dass wir mit diesem Lehrgang einen guten Beitrag für die persönliche Entwicklung dieser Mitarbeitenden leisten können. Ich freue mich auf jeden Fall schon sehr darauf die Teilnehmenden diesen Herbst, zusammen mit meiner Kollegin, zu begrüssen.

Dr. Larissa M. Sundermann: Marketing und Kommunikation sind wichtige Mittel, um eine Organisation im Markt gut zu positionieren. Bereits während meiner Promotion, aber auch ganz konkret bei der kleinen Non-Profit-Organisation, die ich immer wieder unterstütze, fiel mir auf, dass das fehlende Know-how nur durch Engagement wieder wettgemacht wird. Dies möchte ich ändern. Der CAS bietet die Verbindung von Marketing- und Kommunikationswissen an. Zusammen mit dem vorhandenen Engagement eine vielversprechende Mischung, um Organisationen gut aufzustellen. Ich freue mich auf jeden einzelnen Teilnehmer und auch auf ihre Erfahrungen. So können wir den CAS noch gezielter an den Bedürfnissen der Organisationen ausrichten.

www.zhaw.ch/imm/casmknpo

 

Neuer CAS Marketing & Kommunikation speziell für NPO

Marketing und Kommunikation wird auch für kleinere Non-Profit-Organisationen immer wichtiger. Der neue CAS Marketing und Kommunikation in NPO der ZHAW verbindet diese zwei Welten und bietet den Teilnehmenden genau das, was sie benötigen. Der CAS richtet sich an Allrounder, die (noch) keine Kommunikations- oder Marketingexperten sind.

Das Marketing und die Kommunikation von Non-Profit-Organisationen lässt sich nicht einfach von privatwirtschaftlichen Organisationen übernehmen. Es unterscheidet sich in vielerlei Hinsicht und weist seine eigenen Besonderheiten auf. Der Erfolg einer Non-Profit-Organisation drückt sich vor allem an der Beziehung zu den verschiedenen Anspruchsgruppen aus. Um langfristig im Wettbewerb um Spendengelder, aber auch um Freiwillige zu bestehen und ihren Auftrag erfüllen zu können, rückt das Marketing von Non-Profit-Organisationen immer weiter in den Vordergrund. Hierzu braucht es eine Weiterbildung, die sich an Allrounder richtet, die kein Marketing- oder Kommunikationsstudium haben. Die ZHAW schliesst mit diesem neuen Angebot eine Lücke und bietet eine optimale Mischung an Theorie und Praxis.

Neuer CAS Marketing & Kommunikation in NPO

Die Zukunft in der Tasche

Der CAS gliedert sich in zwei Module. Modul 1 befasst sich mit den theoretischen Grundlagen wie dem strategischen und operativen Marketing, aber auch dem Campaigning, Influencing und dem Digitalen Marketing. Modul 2 wendet das Gelernte in praktischen Lektionen gezielt an. Vom Umgang mit Bildern, über Medientraining und Krisenkommunikation bis hin zu den rechtlichen Rahmenbedingungen ist hier alles dabei. „Eine bunte Mischung, die aber essenziell für die Teilnehmenden ist. So haben sie die wichtigsten Kompetenzen in kompakter Form„, meinen die Studiengangleiterinnen Dr. Adrienne Suvada und Dr. Larissa M. Sundermann. Wie von der ZHAW gewohnt, sind auch bei diesem CAS erfahrene Dozenten an Bord, die ihre praktischen Erfahrungen aus dem Non-Profit-Bereich einbringen.

Verbindung von zwei Departementen

Konzipiert und realisiert wurde dieser CAS von zwei ZHAW Instituten aus zwei Departementen, einerseits vom Institut für Sozialmanagement (ZHAW Soziale Arbeit) und andererseits vom Institut für Marketing Management (ZHAW School of Management and Law). Somit wird die Fachkompetenz beider Institute zu einem einzigartigen Produkt gebündelt. Der Start des CAS ist am 26. Oktober 2018 und der Durchführungsort ist das Toni-Areal in Zürich.

Kontakt

ZHAW School of Management and Law, Institut für Marketing Management, Dr. Adrienne Suvada, Telefon +41 58 934 45 59, E-Mail: adrienne.suvada@zhaw.ch

ZHAW Soziale Arbeit, Institut für Sozialmanagement, Dr. Larissa M. Sundermann, Telefon +41 58 934 85 12, E-Mail: larissa.sundermann@zhaw.ch

https://weiterbildung.zhaw.ch/de/school-of-management-and-law/programm/cas-marketing-kommunikation-in-npo.html

Health Care Marketing und ein Krimi im Product Management

Am Institut für Marketing Management arbeiten diverse Experten aus den verschiedenen Bereichen des Marketings. Jeder bringt viel Praxiserfahrung mit, die sowohl in der Lehre, als auch in den Forschungsprojekten sehr wertvoll ist. Dr. Jens Haarmann ist einer der Mitarbeitenden am IMM und ist in der Fachstelle Strategic Customer Relationship Management angegliedert. Er gibt uns einen kleinen Einblick in seine Arbeit.

Herr Dr. Haarmann, was hat Sie an die ZHAW geführt?

Indirekt war es meine Business Development Tätigkeit in China, zu der ich häufiger Gastreferate an der ZHAW gehalten habe. Bei der Gelegenheit habe ich mitbekommen, was hier neben der Lehre alles an Praxisprojekten durchgeführt wird. Das war für mich der Auslöser für einen Wechsel an die ZHAW.

Dr. Jens Haarmann arbeitet am Institut für Marketing Management in der Fachstelle Strategic Customer Relationship Management

Was gefällt Ihnen an Ihrer Tätigkeit am besten?

Sie ist sehr abwechslungsreich: Vorlesungen, Studentenprojekte mit Start-ups, Inhouse-Weiterbildungen in Unternehmen, KTI Forschungsprojekte, um nur einige zu nennen. Gerade bei Lehre und Weiterbildung reizt mich die stete Herausforderung fundiertes Fachwissen und Managementerfahrung kurzweilig und anwendungsorientiert zu vermitteln.

An welchen Themen arbeiten Sie derzeit?

An Vorlesungen und Übungen zu Marketinggrundlagen sowie Unternehmensprojekten vor allem im CRM-, B2B- und Health Care-Bereich. Als persönliches Highlight widme ich mich aber auch der Lancierung eines neuen CAS Weiterbildungskurses in Health Care Marketing im nächsten Frühjahr, den wir zusammen mit unserem Partnerinstitut WIG organisieren.

Gibt es so etwas nicht schon?

In dieser Form in der Schweiz noch nicht. Health Care Kurse an anderen Hochschulen zielen i.d.R. auf das Pharma-Marketing oder die reine Spitalkommunikation ab. Wir legen den Branchenfokus hingegen besonders auf die Medizintechnik und breiter aufgestelltes Klinik-Marketing. Der inhaltliche Fokus liegt zum einen auf den strukturellen, ethischen und regulatorischen Branchenbesonderheiten, z.B. Werberecht, Zulassungsverfahren und Leistungsvergütung.  Zum anderen werden branchenspezifische Marketingtools vorgestellt und anhand von Fallstudien und Industrie- und Spitalbesuchen vertieft.

Welche Zielgruppe profitiert am meisten von diesem CAS?

Er richtet sich an alle, die bereits im Health Care-Umfeld tätig sind und branchenspezifische Marketinggrundlagen systematisch erlernen wollen. Typische Teilnehmerprofile sind Vertriebs- und F&E-Mitarbeiter aus Medizintechnikunternehmen, die z.B. in das Produktmanagement wechseln; zudem auch Kommunikations- und Patientenakquisitionsverantwortliche aus Kliniken und Praxen, die neben Kommunikations-instrumenten auch bspw. ihr CRM- und Zuweiser-Management weiter professionalisieren wollen.

Was können die Teilnehmer konkret davon erwarten?

Theorie- und praxisbewährtes Fachwissen, welches direkt im beruflichen Alltag eingesetzt werden kann: So werden die Kursteilnehmer z.B. unter Anleitung einen kompakten Marketingplan für ein neues Produkt oder neue Dienstleistung entwickeln, mit Tipps zu typischen Knackpunkten. Zudem werden die Zulässigkeit von Testimonials und Product Claims mit einem Health Care-spezialisierten Juristen diskutiert. Und schliesslich haben wir noch mehrere Workshops zu Wahlthemen, z.B. zu Service Exzellenz oder optimaler Marketing-Sales Kooperationen.

Der CAS Health Care Marketing – viel Fachwissen branchenspezifisch verpackt

Können Sie bei der Gestaltung von eigener Berufserfahrung profitieren?

Mir hilft natürlich 15 Jahre im Gesundheitswesen gearbeitet zu haben und die Tätigkeiten unserer Kursteilnehmer häufig aus eigener Erfahrung zu kennen. Ich habe bei Johnson & Johnson und Phonak im Vertrieb gearbeitet, im Product Management sowie als Business Unit Leiter. Dazu gehörten auch Marketing- und Vertriebsschulungen zu organisieren, oder Launch- und Akquisitions-Strategien zu entwickeln… Themen, wie wir sie im CAS bearbeiten. Schliesslich ist mir auch die Patientenperspektive nicht fremd, da wir bei Zurich Health unseren internationalen Patienten geholfen haben u.a. die führenden Tumor- und Orthopädiespezialisten zu finden.

Welche Kooperationsformen gibt es übrigens für Health Care Unternehmen, die mit dem Institut für Marketing Management zusammenarbeiten möchten?

Das kann z.B. eine Masterarbeit sein oder auch Integrierte Praxisprojekte, bei denen 3-5 Masterstudenten eine digitale Marketingstrategie für ein MedTech-KMU entwickeln und von einem unserer Dozenten eng betreut werden. Ausserdem können auch neue Business- oder Service-Modelle von uns neutral validiert werden. Schliesslich haben wir auch Kunden aus dem Industriebereich, für die wir ihre Produktmanager in kundenspezifischen Inhouse-Schulungen professionell weiterbilden.

Zum Schluss, was gefällt Ihnen selbst am Marketing?

Service- oder Product Marketing bleibt für mich einer der interessantesten Berufe, den ich mir vorstellen kann. Es ist wie ein Krimi: Welche genauen Kundenprofile kaufen eigentlich unsere und die Wettbewerberprodukte? Welche Benefits und welches Pricing müsste man entwickeln, um einen durchschlagenden Erfolg zu erzielen? Wie kann man dies testen, bevor man Hundertausende oder Millionen Franken investiert hat? Sehr relevant, sehr komplex… und sicher nie langweilig. 

www.zhaw.ch/imm

CAS Weiterbildungskurs in Health Care Marketing

Emotionen und Kompetenz beim CAS Markenemotionalisierung

Julia Kern und Christof Grütter haben im Frühjahr 2017 gemeinsam den CAS Markenemotionalisierung besucht. Julia Kern ist Projektleiterin Eventmarketing bei der SRG SSR – Business Unit Sport und Christof Grütter ist Teamleiter Marketing der BMW Niederlassung Zürich-Dielsdorf. Warum sie sich für den Kurs entschieden und welche Erfahrungen sie gemacht haben, darüber haben wir mit ihnen gesprochen.

Warum habt Ihr euch für den CAS Markenemotionalisierung entschieden?

Julia Kern: Das Thema ist perfekt für mich, da in unserer Situation (No Billag-Initiative) die Emotionalisierung unserer Marke eine sehr wichtige Rolle spielt! Zudem habe ich mich schon immer für Sportmarketing-Themen interessiert. Die Mischung mit anderen Events – neben dem Sport – kam meinen persönlichen Interessen entgegen.

Christof Grütter: Ich habe mich für diesen CAS entschieden, da ich der Überzeugung bin, dass ein Produkt, welches mit Emotionen aufgeladen wird, beim Kunden eine nachhaltigere Bindung hinterlässt. Mein Ziel war es, in diesem Bereich konkrete Kompetenzen aufzubauen.

Welches langfristige Ziel möchtet Ihr mit dem Studium erreichen?

Christof Grütter: Langfristig möchte ich meine Marketingentscheidungen faktenbasiert und nicht nur auf Erfahrung basiert fällen. Daher hilft mir die mit diesem Studium aufgebaute Kompetenz, Entscheide basierend auf Fachwissen und Erfahrung fundiert zu fällen.

Julia Kern: Durch den Besuch der verschiedenen CAS habe ich einen Einblick in diverse Themen bekommen, welche mir helfen sollen, neue Ideen im praktischen Joballtag mit einbringen zu können. Zudem soll der MAS Marketing Management mich natürlich langfristig auch auf der Jobstufe höher bringen. (Anm.d.R. Julia Kern schreibt soeben an ihrer Masterarbeit im MAS und hat bereits vier CAS besucht).

Julia Kern: „Neue Ideen im praktischen Joballtag“

Was hat Euch am CAS Markenemotionalisierung besonders gut gefallen?

Julia Kern: Es waren über sämtliche CAS sehr interessante Dozenten in den Lehrgängen, welche mehrheitlich einen tiefen Einblick in deren Wissen geben konnten und einem somit brauchbare Tipps für die Praxis mit auf den Weg geben konnten.

Christof Grütter: Insbesondere haben mir die wertvollen Kontakte geholfen. Die Vielseitigkeit der unterschiedlichen Dozenten und Themenbereiche (Psychologie, Sponsoring, Sportaspekte) habe ich als sehr bereichernd empfunden.

Christof Grütter: „Wertvolle Kontakte

Konntet Ihr die Inhalte des CAS auch bereits im Job anwenden?

Christof Grütter: Das erworbene Fachwissen hat mir besonders in der Ausgestaltung der aktuellen Herbstausstellung der BMW Niederlassung Zürich-Dielsdorf geholfen. Es ist uns gelungen ein emotionales Konzept zu erstellen, welches unsere Kunden als stimmig wahrgenommen haben. Aus unserer Sicht ist es uns gelungen den Kunden unsere Leidenschaft für die Marken und die verkauften Produkte erlebbar zu machen.

Julia Kern: Yes, immer wieder! Ich bin jetzt nicht die Person, die Modelle direkt wieder anwendet – obwohl das jetzt kommen wird, da ich immer mehr Konzepte erarbeiten muss 🙂 Aber ich habe viele kleine Details, Ideen und Gedankenzüge mitnehmen können, die mir in gewissen Situationen immer wieder einfallen und weiterhelfen.

Wem würdet Ihr den CAS Markenemotionalisierung empfehlen?

Christof Grütter: Ich würde diesen CAS allen Marketingverantwortlichen empfehlen, deren Produkte starke Aktivitäten im Bereich Event bedingen oder für den Kunden mit starken Emotionen verbunden sind. In meinem konkreten Fall: die Marken BMW und MINI und die damit verbundene Emotionalität.

Julia Kern: Dem schliesse ich mich vollumfänglich an!

 

Haben Sie Fragen zum CAS Markenemotionalisierung? Dann können Sie sich an Marcel Hüttermann via mail huet@zhaw.ch oder via Telefon 058 934 76 98 wenden. Des Weiteren finden Sie zahlreiche Informationen zum Kurs auch online.

 

„Viele Leute aus verschiedenen Branchen“: Inspiration und Wissensanreicherung im MAS-Programm

Die CAS-Lehrgänge (Certificate of Advanced Studies) am Institut für Marketing Management sind sehr beliebt. Oft machen die Teilnehmenden mehrere CAS und irgendwann drängt sich die Frage nach einem anerkannten Masterabschluss auf. Im Rahmen des MAS (Master of Advanced Studies) in Marketing Management kann man aus 14 CAS sein individuelles Programm zusammenstellen und damit einen individuellen Studienschwerpunkt setzen. Sarah Edelmann hat diesen MAS absolviert und erzählt, weshalb sie sich für diese Ausbildung entschieden hat.

Sarah, warum hast Du dich für einen MAS entschieden?

Mich hat die Flexibilität überzeugt. Da ich mich nicht für 2.5 Jahre binden wollte, fand ich die Möglichkeit den Lehrgang innerhalb von fünf Jahren mit allfälligen Pausen zu absolvieren sehr überzeugend. Zudem passte es für mich, dass ich die Vertiefungsrichtungen selber wählen konnte. Die ZHAW war auch sehr zuvorkommend, als mich CAS ausserhalb des IMM interessiert hatten, um diese innerhalb des MAS zu absolvieren.

Wie kam die Wahl auf die ZHAW, was war ausschlaggebend?

Wie oben erwähnt, die Flexibilität, der Standort Winterthur und natürlich der gute internationale Ruf.

Welches langfristige Ziel möchtest Du mit dem Studium erreichen?

Da ich bereits um die zehn Jahre im Marketing arbeite, war es für mich wichtig, einen anerkannten Ausweis zu haben. Wo mich dies hinführt, ist zurzeit noch unklar.

Sar

Sarah Edelmann hat den MAS Marketing Management erfolgreich absolviert

Was hat Dir am MAS Marketing Management besonders gut gefallen?

Ich fand besonders inspirierend so viele Leute kennen zu lernen, aus so vielen Branchen. In der täglichen Arbeit hat man normalerweise immer mit den gleichen Branchen zu tun. Hier habe ich sehr viele Leute von verschiedenen Tätigkeiten kennen gelernt und dieser Austausch war für mich sehr wertvoll und inspirierend. Zudem hat mir der grosse Praxisbezug sehr gut gefallen.

Ein MAS bringt einen grossen Aufwand mit sich, wie hast du Arbeit und MAS unter einen Hut gebracht?

Das weiss ich ehrlich gesagt auch nicht, wie ich das geschafft habe! J Ich hatte sehr zuvorkommende Arbeitgeber, die mich unterstützt hatten. Trotzdem musste ich sogar während der Schule arbeiten, was natürlich nicht sehr ideal war. Auch mein Stellenwechsel innerhalb der Ausbildung war sehr anspruchsvoll. Ich hatte zudem ein sehr verständnisvolles Umfeld und habe mich in meiner Freizeit auf meine Ausbildung konzentriert, dafür habe ich jetzt wieder mehr Zeit für mich, meine Hobbies und das Umfeld.

Konntest Du die Inhalte des MAS-Programms auch bereits im Job anwenden?

Auf jeden Fall. Aus jedem CAS konnte ich verschiedene Themen mitnehmen einbringen. Es war ein stetiges Anreichern von Wissen, was ich immer wieder in der täglichen Arbeit einsetzen kann.

Wie waren die Dozierenden?

Wie bereits gesagt, war für mich immer der Praxisbezug zentral, was die meisten geschafft haben. Aber auch hier, wie in jeder Ausbildung, gibt es sehr gute und etwas weniger gute Dozenten.

Wem würdest du einen MAS empfehlen?

Für alle, die sich im Marketing weiterentwickeln möchten, Spass an Wissensanreicherung haben, Bereitschaft besitzen, im Job und vor allem in der Freizeit kürzer zu treten und sich auf neue Ideen, Konzeptionen und wissenschaftliche Themen einlassen wollen.

Haben wir bei Ihnen das Interesse an einem MAS geweckt? Am nächsten Info-Apéro des Instituts für Marketing Management können Sie sich direkt mit dem Studienleiter austauschen.

https://www.zhaw.ch/de/sml/institute-zentren/imm/weiterbildung/online-anmeldung-info-apero/

MAS Marketing Management:  www.zhaw.ch/imm/masmama

Alle Weiterbildungen:  www.zhaw.ch/imm/weiterbildung