Content Marketing macht Spital zum Pionier

Von Carmen Hunkeler

Vor gut zwei Jahren hat sich das Kantonsspital Baden für eine neue Kommunikationsstrategie entschieden. Dabei war es sehr erfolgreich: Eine Jury nominierte das Spital als einziger Vertreter im Gesundheitswesen für den prestigeträchtigen Content Marketing Award.

Mit der Einführung der freien Spitalwahl und Fallpauschalen 2012 sind Leistungen und Qualität von Spitälern transparent und vergleichbar geworden. Dadurch stehen Spitäler heute verstärkt im Wettbewerb miteinander. Ein Spital kann meist aber nur wenige seiner Angebote als Produkte vermarkten. «Deshalb fokussiert sich Spitalmarketing sehr stark auf das Reputationsmanagement», erklärt Stefan Wey, Stv. Leiter Marketing und Kommunikation des Kantonsspitals Baden (KSB). Unter diesen Voraussetzungen hat sich das Marketing des KSB vor zwei Jahren strategisch neu ausgerichtet (Einblicke finden sich hier: www.vimeo.com/323474028).

Crossmediales Storytelling statt Fachsprache

Das Kantonsspital fokussiert sich auf seinen Kanälen auf breitgefächerte medizinische und gesundheitspolitische Inhalte. Content Marketing steht dabei im Zentrum. Damit will das Spital Nähe zur Bevölkerung schaffen. So es ist vor allem sie, die etwa im neu gelaunchten KSB-Magazin über ihre Erfahrungen erzählt. Ärztelatein wie in manch anderen Gesundheitsmagazinen sucht man darin vergeblich. Auf den ersten Blick mag ein Printmagazin in Zeiten von digital first vielleicht erstaunen. Stefan Wey begründet dies so: «Printmagazine sind nach wie vor wichtige Türöffner. Wir versuchen, den Medienbruch möglichst effizient zu überwinden.» So finden die Geschichten aus dem Magazin etwa auf dem Blog des Spitals eine Fortsetzung. Die Blogposts enthalten meist eine Call-to-Action. Nebst dem Blog hat das Kantonsspital Baden in den letzten zwei Jahren weitere digitale Auftritte aus- und aufgebaut. Heute unterhält es eine App, Microsites zu den Themen Bauch und Neubau sowie Accounts auf LinkedIn, Facebook, YouTube oder Instagram.

Im KSB-Magazin finden sich Gesichter an Stelle von kalten Statistiken. © Kantonsspital Baden

Innovativ in der Gesundheitsbranche

Erste systematische Auswertungen zeigen, dass sich die Reichweite der Massnahmen kontinuierlich vergrössert. Viel positives Feedback erhält das Spital auch aus der Bevölkerung und der Gesundheitsbranche. Zudem wirken die Massnahmen nach innen: «Wir unterstützen und fördern damit den angestrebten Wandel in der Unternehmenskultur», so Stefan Wey. Mit seiner neuen Strategie nahm das Kantonsspital am Best of Content Marketing Award in Hamburg teil. Im Mai nominierte dessen Jury es für die europaweit grösste Content Marketing Auszeichnung. Als einziger Vertreter aus der Gesundheitsbranche. «Dies verdeutlicht den (Marketing-)Zustand der Branche und manifestiert unsere Innovationskraft», so Stefan Wey. Das Kantonsspital Baden hat im Marketing also gut vorgelegt. Nun darf man gespannt sein, womit andere Spitäler zu überzeugen wissen.

Über Carmen Hunkeler

Nach ihrem Germanistikstudium an der Université de Fribourg baute Carmen Hunkeler die Abteilung Sprachdienste eines weltweit stationierten Technologieführers auf. Darauf arbeitete sie als Editorin in einem internationalen Unternehmen in der Medizinaltechnik. Es folgten einige Monate als Autorin ihres eigenen Buchprojekts. Seit 2013 ist Carmen Hunkeler u.a. als Redaktorin, wissenschaftliche Redaktorin und Chefredaktorin im Bereich Gesundheit und gesellschaftliche Trends tätig. Ihre Freizeit verbringt sie gerne in der Natur, beim Sport, mit Familie und guten Freunden. Momentan absolviert sie den CAS Marketing- & Corporate Communications an der ZHAW.

Drohnen erobern die Sportwelt – smarte Sponsoren fliegen mit

Von Reto Schaltenbrand

Die Drohne gehört zu einem der beliebtesten Geschenke unter dem Weihnachtsbaum. Sie liefert spektakuläre Bilder aus der Luft und hat die Bildsprache von Film und Fernsehen revolutioniert. Letzten Monat trafen sich die besten Drohnenpiloten der Swiss Drone League in Basel. 2019 fanden sechs Indoor- und Outdoor-Rennen statt, welche sowohl vor Ort als auch online von einer immer grösser werdenden Community verfolgt werden.

Drohnen erobern die Lüfte

In der Schweiz gehören Drohnen bereits zum Alltag. Es werden jedes Jahr um die 22‘000 Stück verkauft und mehr als 100‘000 schwirren bereits am Himmel herum. Das Marktpotential ist riesig, weil immer mehr Einsatzmöglichkeiten dazukommen. Experten schätzen, dass 2020 das weltweite Drohnenmarktvolumen bei 37 Milliarden US-Dollar liegen wird. Das Drohnenfliegen ist zu einem sehr beliebten Hobby geworden. Die Multicopter lassen sich einfach fliegen, der Pilot muss lediglich einige Regeln beachten. Die Drohnen bewegen sich im öffentlichen Luftraum und es gelten die Vorschriften für unbemannte Fluggeräte. Wer zusätzlich Foto- oder Filmaufnahmen macht, ist verpflichtet den Datenschutz und die Persönlichkeitsrechte anderer Personen zu wahren. Diese Rahmenbedingungen sind einzuhalten, denn nur so kann die Akzeptanz bei der breiten Bevölkerung gewährleistet werden.

Entwicklung der unbemannten Flugobjekte

Drohnen oder unbemannte Flugkörper wurden vom Militär schon im 19. Jahrhundert entwickelt und eingesetzt. Dabei handelt es sich sowohl um autonom fliegende Flugobjekte als auch um ferngesteuerte Flugzeuge. Heutzutage sind Drohnen hochentwickelte Robotersysteme und werden in zahlreichen Branchen erfolgreich eingesetzt (Militär, Landwirtschaft, Vermessungstechnik, Forschung, Polizei, Film und Fernsehen, …). Bei den „Hobby-Drohnen“ oder RC-Drohnen (Radio Controlled = funkferngesteuert) gibt es hauptsächlich folgende Bauformen: Quadcopter, Hexacopter und Octocopter. Je mehr Rotoren eine Drohne hat umso stabiler fliegt sie in der Luft. Die grossen Drohnen werden bei Film und Fernsehen eingesetzt und produzieren einfach und kostengünstig spektakuläre Bilder aus der Vogelperspektive. Bei den Drohnenrennen kommen ausschliesslich die Quadcopter zum Einsatz. An ihnen werden Kameras angebracht, und das bewegte Bild wird während des Fluges auf einen Monitor oder eine Videobrille gesendet. Auf diese Weise erlebt der Pilot den Flug, als würde er selber im Cockpit sitzen.

Beispiel einer Renndrohne © Swiss Drone League
Piloten im Einsatz © Swiss Drone League

E-Sports auch bei Sponsoren im Trend

Gemäss der Studie „Sponsor Visions Schweiz 2017 / 18“ von der ZHAW School of Management and Law investieren Firmen in der Schweiz über die Hälfte ihrer Sponsoringgelder in den Sport. 96% der Unternehmen integrieren die sozialen Medien in ihre Sponsoringstrategie. Somit halten die zunehmende Digitalisierung und das veränderte Medienverhalten auch Einzug im Sponsoring. Neben den bekannten Marketingzielen wie Bekanntheitssteigerung und Imagepflege nutzen die Unternehmen die Live-Events, um den spannenden Content zielgruppenrelevant zu verbreiten. In der Schweiz sind weiterhin Fussball und Eishockey die klaren Nummer 1 und 2. Aber im Trend liegt E-Sports, worin die Sponsoren das grösste Wachstumspotential in naher Zukunft sehen.

Drohnenrennen „Made in Switzerland“

Drohnenrennen ist eine sehr junge Sportart, bei der die Piloten auf einer gesicherten Strecke gegeneinander antreten, um mit ihrer Drohne einen bestimmten Hindernisparcours so schnell wie möglich zu absolvieren. Die ersten Drohnenrennen weltweit fanden 2016 unter dem Namen „Drone Champions League“ statt und wurde von einem Liechtensteiner ins Leben gerufen. Drohnenrennen, eine Kombination aus E-Sports und Rennsport, bietet eine Sponsoring-Plattform mit grosser Reichweite in der Schweiz. Die Wettkämpfe finden jeweils an Messen, Veranstaltungen oder spannenden Location statt. Die zwei- bis dreitägigen Rennen werden jeweils professionell von Experten kommentiert und auf verschiedenen Internetplattformen live gestreamt. Die Finalläufe der Rennen werden zudem im TV („Teleclub Zoom“) übertragen und via Medienpartner „Blick“ der breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Im 2018 zählte man bei den ersten drei Rennen rund 85‘000 Zuschauer vor Ort und 110‘000 Livestream-Viewer an den Bildschirmen. Zudem wurden rund 40 Presseberichte von den Medien in der ganzen Schweiz publiziert.
Beim Drohnenfliegen geht es um Tempo, Action und Präzision – Attribute, denen viele Unternehmen sehr nahe sein wollen. Drohnenrennen verbinden perfekt die digitale Welt mit der realen. Dabei werden den Sponsoren gleichzeitig drei Megatrends der Gegenwart – Virtual Reality, E-Sports und Drohnen – zugänglich gemacht. Drohnenrennen sind die Formel-E der Lüfte. Sie sind brandneu, bieten hoch innovativen Content und ein exklusives Erlebnis. Und für all diejenigen, denen die Formel-E zu leise ist, die Propeller der Renndrohnen erzeugen richtig Lärm!

Die Swiss Drone League ist die einzige Schweizer Rennserie mit total sechs Drohnenrennen pro Jahr im ganzen Land . Im Rahmen der AUTO/MOBIL Basel fand das fünfte Rennen im September 2019 statt und Joris Zahnd ((Mitgründer und Organisator der Swiss Drone League) gewährte einen Blick hinter die Kulissen:

Was für fünf Stichworte passen zur Swiss Drone League?

Formel-E der Lüfte, Innovation, E-Sports, Virtual Reality, Rennsport

Was ist der Unterschied zwischen Drone Racing und E-Sports?

Grundsätzlich gehört Drone Racing ebenfalls zu E-Sports, weil die Piloten nur via Bilder, welche sie über ihre FVP (First-Person-View) – Brille erhalten, die Drohnen mit der Fernsteuerung fliegen können. Der Zuschauer vor Ort kann diese Bilder ebenfalls auf den Monitoren verfolgen. Zusätzlich gibt es aber den physischen Rennsport, wo man die bis zu 160 km/h schnellen Drohnen dem Race-Track entlang live mitverfolgen kann.

Wo steht der Sport und welche Zielgruppen spricht er an?

Aktuell ist es eine der neuesten und innovativsten Sportarten weltweit und man steht noch ganz am Anfang. Viele der Piloten kommen aus dem Modellbau. Mit viel Übung ist es jedem möglich eine Drohne zu steuern. Der jüngste Pilot der Swiss Drone League ist 13 und der älteste 53 Jahre alt und wir haben auch Pilotinnen am Start.

Was bietet die Plattform ihren Sponsoren und Partnern?

Die Kameras auf den Drohnen, unzähligen Kameras auf dem Race-Track und der fast 100%-igen Flexibilität bei der Track-Gestaltung ermöglichen es, die Sponsoren ganz neu in Szene zu setzen. Die Unternehmen können effektiv ihre Produkte oder passend gestaltete Inflates als Gates/Hindernisse im Track integrieren und so nicht wie im klassischen Sponsoring einfach Banden belegen. Ausserdem liefern wir nebst den Live-Streams und TV-Übertragungen auf Teleclub Zoom auch «Best-of-Videos» für alle Sponsoren, welche sie auf ihren Social Media-Kanälen weiterverwenden können. Wir übernehmen zudem das ganze Handling vor Ort für die Sponsoren während der ganzen Saison.

Startbereich © Swiss Drone League
Race-Track © Swiss Drone League

Wo steht der Sport in fünf Jahren?

Von Anfang an war die Idee, diesen neuen Sport innert Rekordfrist auf die grosse Bühne zu bringen. Mit den Rennen an hochfrequentierten Locations, den Live-Übertragungen und den attraktiven Preisen im Wert von knapp CHF 20’000.- haben wir hierzu bereits grosse Schritte gemacht. Wenn nun noch weitere Partner einsteigen, sind dem Erfolg der Sportart keine Grenzen gesetzt – wir sind bereit dafür!

Mehr zum Thema Drohnen findet man unter folgenden Links:
Swiss Drone League

AUTO/MOBIL Basel

Dachverband des Schweizer Drohnengewerbes

FPV Racer Schweiz

Über den Autor

Reto Schaltenbrand absolviert an der ZHAW den CAS Marketing- & Corporate Communications. Er ist seit zehn Jahren in der Energieversorgungsbranche tätig. Bei Primeo Energie (vormals EBM) realisierte er in unterschiedlichen Bereichen wie Verkauf, Marketing und Kommunikation spannende Projekte. Vor knapp zwei Jahren wechselte er ins Corporate, wo er das Sponsoring und Marketing im B2B mit diversen Partnern und Agenturen plant und umsetzt.

Digitaler Nomade der Urzeit – ein Porträt

Von Sascha Klaiber

Otmar Heeb ist ein Freigeist. Ein digitaler Nomade der ersten Stunde, Betreiber einer «One-Man»-Werbeagentur und Skipper auf hoher See. Mit seinem beruflichen Weg und Wirken hinterfragt er gängige Denkmuster und folgt seiner eigenen Lebensphilosophie.

Ein digitaler Nomade – nach Wikipedia – ist ein Unternehmer oder auch Arbeitnehmer, der fast ausschliesslich digitale Technologien anwendet, um seine Arbeit zu verrichten und zugleich ein eher ortsunabhängiges Leben führt. Diese Lebensart hat Otmar Heeb schon vor über dreissig Jahren beseelt. Der 67-jährige gebürtige Rheintaler nutzte die neuen Technologien von Beginn an. Sie waren entscheidend, um seine Kreativität, seinen Freiheitsdrang und seine Naturverbundenheit für sich und andere gewinnbringend zu vereinen.

Die Hektik der Agenturwelt hinter sich gelassen

Nach dem HWV (Höhere Wirtschafts- und Verwaltungsschule) -Studium verdiente er seine beruflichen Sporen in der Werbebranche. Goldgräberstimmung, üppige Budgets und opulente Selbstinszenierungen der Agenturwelt hatten ihren Reiz. Und die Gehälter waren auch verlockend. Doch die geradezu zelebrierte Hektik der Branche lief ihm bald zuwider. Sie entsprach weder seinem Bedürfnis nach Ruhe und Gelassenheit noch seinen Überzeugungen aus fernöstlichen Lebenslehren, für die er sich schon früh interessierte. So löste er sich 1987 vom Angestelltendasein und gründete seine eigene Öko-Agentur – ein Novum in dieser Zeit. Unterstützt und beraten hat er damals vor allem die alternative Szene, Biowein-Anbauer und kulturelle Projekte. «Viel Arbeit für meist wenig Gewinn», erinnert er sich. Doch Heeb hat schon immer getan, was er wollte und blieb dran. Bis heute berät er die unterschiedlichsten Unternehmen und zeigt diesen auf, wie taoistisches Denken zu grösserer Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit führt. Sein Arbeitsort: vorzugsweise auf seinem Katamaran im Mittelmeer.

Auf dem Zürichsee fand das Nomadenleben seinen Ursprung © Otmar Heeb, pareto.cc

«Du spinnst» sieht er heute als Kompliment

Kopfschütteln über seine Aktivitäten hat Heeb schon einige Male in seinem Leben erlebt. Damals beispielsweise, als er alles auf Eis legte und mit seiner Familie für mehrere Monate nach Neuseeland verreiste. Oder als sich der Vater von zwei Söhnen während des Homöopathie-Studiums seiner Frau als Hausmann betätigte. Oder eben, als er am Zürichsee das Segeln für sich entdeckte und dank der aufkommenden digitalen Helfer fortan regelmässig sein Büro auf dem Wasser einrichtete. «Du spinnst» wertet er heute als Kompliment.
Er braucht den Raum und die Natur, um seine Gedanken fliessen zu lassen. «Die Menschen können nicht mehr frei denken», glaubt er. Wohl auch deshalb teilt er seine Segeltörns, die nun seit Jahren auf den Weltmeeren stattfinden, gerne mit interessierten Mitreisenden. Freies Segeln ist dann die Devise. Will heissen: nicht stundenlang den Wetterbericht studieren, sondern an den Horizont schauen und dann entscheiden. «Damit nichts passiert, muss man seinen sechsten Sinn zulassen und spüren, was machbar ist», meint er überzeugt.

Arbeiten und leben auf dem Katamaran – aktuell in Marokko © Otmar Heeb, pareto.cc

Digitales Nomadentum rockt – auch übers Pensionsalter hinaus

Heute hat Otmar Heeb das ordentliche Pensionsalter schon eine Weile hinter sich gelassen. Doch mehr denn je geniesst er die Freiheit, das Reisen auf dem Wasser mit dem beruflichen Wirken zu verbinden. Dank Laptop und Mobiltelefon den kreativen Austausch mit Kunden und Netzwerkpartnern zu pflegen, hält ihn jung und macht Freude. «Am liebsten würde ich den Rest meines Lebens auf dem Meer verbringen», meint er. Glücklicherweise teilt seine Frau die Passion fürs Leben auf dem Schiff – zumindest im Sommerhalbjahr. Aber für Familie, Enkelin und persönliche Treffen mit Kunden zieht es auch Seebär Heeb immer mal wieder zum Landgang ins heimische Zürcher Oberland. Als Digitaler Nomade irgendwie stimmig – alles andere wäre ja fast schon wieder sesshaft.

Über den Autor

Sascha Klaiber studierte Betriebswirtschaft/Finance an der UZH. Nach verschiedenen beruflichen Stationen im Bankenwesen wagte er im Jahr 2015 den Wechsel in die Baubranche und leitete bis vor kurzem das Marketing eines Bau- und Umweltunternehmens. In dieser Funktion lernte er Otmar Heeb kennen und schätzt ihn als Sparringpartner, Freund und Inspirator. Derzeit bildet sich Sascha Klaiber im Rahmen einer beruflichen Auszeit im CAS Marketing & Corporate Communications weiter.

Debriefing: Nach dem Projekt ist vor dem Projekt

Von Céline Wieland

Projekte im Bereich Marketing und Kommunikation sind meist schneller abgeschlossen als konzipiert und geplant. Die Vorbereitungen für einen Anlass oder eine Kampagne dauern häufig mehrere Monate, während das Projekt bald nach seiner Durchführung ad acta gelegt wird. Dabei gehen wichtige Prozessschritte im Projektmanagement unter. So etwa das Debriefing, dessen Wichtigkeit und Nutzen oft unterschätzt wird.

Wer häufig mit Agenturen zusammenarbeitet, weiss, dass ein klares und umfassendes Briefing die Grundlage für effiziente und zielgerichtete Arbeiten bildet. Auch in Projekten ohne externe Fachkräfte werden anlässlich Startsitzungen die Ausgangslage geschildert, Wünsche und Bedürfnisse geklärt sowie Ziele definiert. Auf diesen Erkenntnissen basieren alle Arbeiten zur Projektumsetzung. Die Nachbesprechung, das sogenannte Debriefing, erlaubt nach Projektabschluss einen Rückblick auf das Projekt, bei dem ein Fazit gezogen und Optimierungsmassnahmen für künftige Projekte festgehalten werden.

Auch Debriefings bedürfen einer Vorarbeit

Damit Debriefings erfolgreich sind, müssen sie von Beginn an in die Projektplanung eingebunden werden. Das bedeutet einerseits, dass das Debriefing Teil eines jeden Projektterminplanes ist und möglichst zeitnah nach dem Abschluss des Projektes – solange die Erinnerungen noch frisch sind – angesetzt wird. Andererseits müssen vor Projektstart beim Briefing klare Ziele definiert sein, damit überhaupt über Erfolg und Misserfolg diskutiert werden kann. Nicht zuletzt ist es wichtig, beim Debriefing alle ins Projekt involvierten Personen zu berücksichtigen, also interne wie externe, hierarchisch über- wie untergestellte. Damit diese angeregt werden, über das Projekt zu reflektieren, empfiehlt sich, vor dem Treffen einen Fragebogen zum Projektverlauf zu versenden. Zusätzlich wird jedem Projektmitglied zur Vorbereitung auf die Nachbesprechung eine Traktandenliste zugestellt.

Rückblick und Ausblick

Im Debriefing stehen drei Fragen im Zentrum:

  1. Was ist passiert? (Damit ist sowohl Negatives als auch Positives gemeint)
  2. Warum ist es passiert?
  3. Würden wir beim nächsten Mal wieder gleich handeln?

Zu Beginn der Nachbesprechung werden die Fakten zusammengetragen: Die wichtigsten Etappen des Projekts werden in Erinnerung gerufen und positive sowie negative Ereignisse innerhalb des Projekts angesprochen. Im zweiten Schritt werden die Ursachen für diese Erfolge und Fehler identifiziert. Daraus lassen sich im dritten Schritt gemeinsam Learnings und Optimierungsmassnahmen ableiten. Diese Erkenntnisse sind besonders in Hinblick auf künftige Projekte wichtig, denn so werden Wiederholungsfehler vermieden und gesammelte Erfahrungen besser genutzt. Am besten werden die im Team erarbeiteten Schlüsse in einem Protokoll festgehalten, das nach der Besprechung an alle Teilnehmenden versendet wird.

In Debriefings steht das gemeinsame Erarbeiten von Learnings im Zentrum © Pixabay

Subjektivität gestattet

Im Gegensatz zu klassischen, faktenbasierten Analysen haben (Bauch-)Gefühle und subjektive Einschätzungen im Debriefing durchaus ihren Platz. Jede Person soll sich frei äussern können. Die Schaffung einer konstruktiven, positiven Atmosphäre ist hierfür wichtig, nur so kann die Ergebnis- und Prozessqualität gemeinsam und transparent bewertet werden.

Debriefings schweissen zusammen

Neben den projektspezifischen Vorteilen haben Debriefings aber einen weiteren, nicht zu vernachlässigenden Nutzen: Das Projektteam als solches wird gestärkt. Das Debriefing erlaubt eine offene Kommunikation innerhalb des Teams und schafft Bewusstsein dafür, dass es jede einzelne Person zum Gelingen des Projektes braucht – sei ihr Anteil auch noch so klein. Damit wird der Teamgedanke gefördert, was die Motivation und dadurch die Einsatzbereitschaft eines jeden Teammitglieds zusätzlich stärkt.

Debriefings stärken den Teamgeist © Pixabay

Dranbleiben lohnt sich

Trotz der zahlreichen Vorzüge, die sich aus Debriefings ziehen lassen, werden Nachbesprechungen oft vergessen oder so lange verschoben, bis der Nutzen irgendwann nicht mehr ersichtlich ist. Oder aber es herrscht die Meinung, dass das Projekt so erfolgreich war, dass es kein Debriefing braucht. Gerade in einer längerfristigen Zusammenarbeit und bei wiederkehrenden Projekten ist es jedoch wichtig, regelmässig Bilanz zu ziehen, Ungesagtes auf den Tisch zu bringen und Verbesserungsmassnahmen zu eruieren. Denn: Kaum ist ein Projekt abgeschlossen, steht bereits das nächste vor der Tür!

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Mussmann, Moritz: Debriefing – aus Fehlern lernen

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Über die Autorin

Céline Wieland arbeitet als Projektleiterin und Assistentin der Geschäftsleitung bei der Scarton Stingelin AG, einer Agentur für Design und Kommunikation mit Sitz in Liebefeld Bern und Zürich. In ihrer Funktion erlebt sie täglich die Wichtigkeit von klaren Briefings und gemeinsamen Debriefings. Neben ihrer beruflichen Tätigkeit ist sie Kommunikations- und Finanzverantwortliche des Sportclubs Tchouk’Bulle und absolviert an der ZHAW den CAS Marketing- und Corporate Communications.

Storytelling im Content Marketing: Wie Gstaad eine Kartoffel inszeniert

Von Claudia von Siebenthal

Abländschen – ein verträumtes Örtchen auf 1‘200 Metern Höhe, gerade einmal 30 Einwohner reich. Idyllisch liegen ein paar Häuschen verstreut am Fusse der Gastlosen. Wenn sich Gäste dorthin verirren, finden sie wunderbare Aussichten und grenzenlose Ruhe. Die mondäne Destination Gstaad ist über die Landesgrenze hinweg bekannt. Von Abländschen, das zur selben Gemeinde zählt, hörte man bis anhin kaum etwas. Wie das verschlafene Bergdorf diesen Herbst dank einer simplen Kartoffelgeschichte plötzlich im Mittelpunkt stand, erfahren Sie im folgenden Blogbeitrag.

„Ich möchte Sie daran erinnern, dass die besten Geschichten die verborgenen Dinge ans Tageslicht bringen, über die wir im Allgemeinen nicht reden“, sagte der amerikanische Autor und Marketing-Experte Seth Godin einmal. Das passt gut: Kartoffeln, auch wenn sie zum Beispiel mit dem Nationalgericht Rösti recht häufig auf dem Schweizer Speiseplan stehen, gehören nicht wirklich zu den wichtigsten Gesprächsthemen unserer Zeit. Was hat das nun mit Abländschen und dem Storytelling der Destination Gstaad zu tun?

Wie eine „bescheidene“ Kartoffel prominent wurde

Seit diesem Sommer gibt es eine Gstaader Gourmet-Kartoffel. Wobei sie genau genommen aus Abländschen stammt. Zwei Gstaader Macher haben mit einem aussergewöhnlichen Projekt auf das kleine Bergdorf aufmerksam gemacht. Hanspeter Reust und Thomas Frei, die Väter des Gourmetfestivals Saveurs Gstaad, initiierten in Abländschen die Gourmet-Kartoffel. Damit wollen sie nicht nur die Abwanderung in Abländschen stoppen, sondern auch die Agrarwirtschaft ankurbeln und auf regionale Produkte setzen. Im vergangenen Juni pflanzten sie zusammen mit einem einheimischen Landwirt auf acht Aren rund 400 Kilogramm Kartoffeln.

Die Destination Gstaad lud im Anschluss zum Spatenstich auf dem Kartoffelfeld ein. Der Erntestartschuss erfolgte an einem nasskühlen Montagmorgen anfangs September und wurde so richtig in Szene gesetzt. Als Erntehelfer kamen Sterneköche wie Martin Dalsass aus dem Engadin, 19-Punktekoch André Jäger, Franz Faeh vom Gstaad Palace und Robert Speth, Koch des Jahres 2005. Auf dem Kartoffelacker am steilen Hang wurde gelacht und gescherzt, Kartoffeln bestaunt und gesammelt. Anschliessend degustierte die illustre Runde die Kartoffeln zubereitet als „Gschwellti“ zusammen mit einer am offenen Feuer grillierten Bratwurst. Diese wurde von einer lokalen Metzgerei aus Gstaad passend zu den „Härdöpfeln“ kreiert. Die Rezeptur stammt vom Starkoch André Jäger. „Eine spezielle Wurst zu dieser speziellen Kartoffel – von der Region für die Region“, erklärt Reust das Geschäftsmodell.

Kartoffelernte mit Sterneköchen ©Destination Gstaad

Wie lautet das Rezept?

Die Geschichte charakterisiert nebenbei genau das, was die Destination als Botschaft vermitteln will. Die Region ist trotz der medialen Strahlkraft und einer Vielzahl prominenter und wohlhabender Gäste authentisch geblieben. Hier können Gäste ein absolutes Naturerlebnis geniessen. Nicht umsonst heisst der Werbeslogan „Id Rueh vor Natur“. Abländschen steht genau für das, was das Saanenland so besonders macht: einzigartige Natur, liebliche Berglandschaften und weit ab von der Hektik unseres Alltags. Diese Botschaft soll nun gerade die stressgeplagten Städter erreichen. Wie das gelingt? Eine emotionale Geschichte, selbst wenn es nur um eine Kartoffel geht, reicht schon aus. Das Rezept für ein erfolgreiches Storytelling im Content Marketing könnte also lauten: Man nehme rund 400 Kilogramm Kartoffeln, eine Prise Prominenz in Form von Sterneköchen, dann packt man noch eine passende Bratwurst dazu und lanciert einen kleinen Event.

Die Macht einer Kartoffelgeschichte

Die Kartoffelgeschichte wurde in den destinationseigenen Social Media-Kanälen wie Facebook, Instagram und LinkedIn gepostet. Weiter wurde auf der Website eine News geschaltet, ein Beitrag im Newsletter sowie eine Medienmitteilung an den nationalen Gastro- und Lifestyle-Verteiler gesandt.

Auszug aus der Instagram Story ©Destination Gstaad

Die Tageszeitung „20 Minuten“ titelte „Bei Gstaad wachsen die nobelsten Kartoffeln“, die htr Hotel Revue, der Jungfrau Anzeiger und der Berner Oberländer berichteten. Das Radio SRF 1 nahm die Gstaader mit der berühmten Kartoffel aus dem abgelegenen Seitental der Luxusdestination etwas auf die Schippe. Für den GaultMillau-Channel war die „Härdöpfelgeschichte“ ein wahrer Gaumenschmaus. Über 230‘000 Leser konnten damit erreicht werden. Auf den GaultMillau Social Media-Plattformen wurde eine organische Reichweite von über 130‘000 Usern gemessen.

Aus Sicht des Content Marketings lohnte sich das Storytelling über eine „bescheidene“ Kartoffel vollumfänglich. Die Botschaft wurde aufgenommen, die Kartoffel emotionalisiert und damit als herausragendes Mittel genutzt, um Aufmerksamkeit und Reichweite zu erzielen. Die Kraft des Erzählens kann manchmal mit einfachen Mitteln wirken, wobei ganz so einfach war es auch wieder nicht. Der Landwirt aus Abländschen hatte nämlich von Kartoffelanbau zunächst keine Ahnung, denn eigentlich betreibt er eine Milchwirtschaft mit 20 Kühen. Mit dem richtigen Rezept und gemeinsamen Anpacken lässt sich Aussergewöhnliches realisieren.

Über die Autorin

Claudia von Siebenthal ist bei der Destination Gstaad als Head of Marketing Communication tätig und Mitglied der Geschäftsleitung. Sie ist für die Kommunikation und Vermarktung der Tourismusdestination, Bergbahnen, Hotels und des Gewerbes zuständig. Ihre Freizeit verbringt sie am liebsten in der Natur und in den Bergen. Momentan absolviert sie den CAS Marketing- und Corporate Communications an der ZHAW.

Den Gemeinden geht das Personal aus – und was sie dagegen unternehmen

Von Melanie Hilpertshauser

Eine Anstellung in einer Gemeinde oder Stadt ist nicht mehr attraktiv. Es ist schwierig geworden, Fachkräfte zu finden, die über die nötigen Voraussetzungen verfügen, wie sie moderne Verwaltungen heute brauchen. Der Verein Zürcher Gemeindeschreiber und Verwaltungsfachleute (VZGV) kennt die Situation und will den Gemeinden und Städten unter die Arme greifen – mit einer Imagekampagne. Allerdings nicht pfannenfertig: Den ersten Schritt müssen Gemeinde und Städte selber tun.

Der Arbeitsmarkt in der Schweiz hat sich in den letzten Jahren enorm gewandelt. Nicht zuletzt aufgrund des technologischen Wandels, der digitalen Transformation und weiteren gesellschaftlichen Entwicklungen bewegt sich der Trend weg vom Arbeitsplatzmarkt hin zum Arbeitnehmermarkt. In der Folge buhlen Firmen um die besten Mitarbeitenden. Eine Firma muss sich vermarkten und gut präsentieren, um das Interesse von möglichen Arbeitnehmern zu wecken und sie von sich als Arbeitgeberin zu überzeugen.

Der Arbeitsmarkt wandelt sich und es gilt das Interesse der Arbeitnehmer zu wecken

Gemeinden und Städte vor Herausforderungen

Der Wandel des Arbeitsmarktes macht auch vor Gemeinde- und Stadtverwaltungen nicht Halt, wie Thomas-Peter Binder, Präsident des Vereins Zürcher Gemeindeschreiber und Verwaltungsfachleute (VZGV), bestätigt. Bis in 15 Jahren fehlen auf Verwaltungen rund 50 Prozent des Personals, sofern Nachfolgeregelungen in Folge von Pensionierungen nicht fristgerecht umgesetzt werden. «Es ist alarmierend. In einer Gemeinde- oder Stadtverwaltung zu arbeiten, ist für viele nicht mehr interessant», sagt Thomas-Peter Binder. «Das negative Image der Gemeinden und Städte, auch aufgrund der Berichterstattung in den Medien, wirkt sich auf Verwaltungen als Arbeitgeberinnen aus. Mit negativen Schlagzeilen in Verbindung gebracht zu werden und exponiert zu sein, das möchte kein Arbeitnehmer. Und leider sind die Gemeinden und Städte oft selbst dafür verantwortlich» bedauert Thomas-Peter Binder.

Entwicklungen und Trends wurden ignoriert

Nicht zuletzt aufgrund der Daseins-Pflicht schien es lange Zeit keine Verwaltung zu interessieren, wie sich die Gesellschaft entwickelt und die Technologie voranschreitet. Als unverrückbare Institution hielten sie an ihren jahrelang gewohnten Abläufen fest. Dass sie sich wie jede andere Unternehmung auch weiterentwickeln müssen, um für Kunden und Personal attraktiv zu bleiben, blieb auf der Strecke. Mit gewichtigen Folgen. Das soll sich jetzt aber ändern.

Eine Kampagne soll retten

Der VZGV und somit Interessenvertreter der Verwaltungen sieht sich als Verein verpflichtet, Verwaltungen im Kanton Zürich zu unterstützen, um sie als Arbeitgeberin wieder attraktiv zu machen. Deshalb bildete der Verein eine Arbeitsgruppe. Ziel ist, Gemeinden und Städte in der öffentlichen Wahrnehmung wieder positiv zu positionieren, als moderne Betriebe mit interessanter Arbeit und fortschrittlichen Arbeitsbedingungen. «Dieser Prozess wird zuerst im Kern beginnen müssen, also bei den Gemeinden und Städten selbst», sagt Thomas-Peter Binder. «Erst wenn sich alle bewusst sind, weshalb für die Öffentlichkeit eine Verwaltung so zentral ist und wohin sie sich in den kommenden Jahren entwickeln wird, kann dies nach aussen getragen werden.»

Die zentrale Funktion der Verwaltung muss nach aussen getragen werden © VZGV

Die Arbeitsgruppe ist sich deshalb sicher: «Die Kampagne muss zuerst intern funktionieren, damit sie später auch aussen wirkt.» Konkret braucht jede Verwaltung die eigene Mission und Vision, um sie dann nach aussen zu tragen. Ohne durchdachte Kommunikationsstrategie kaum zu schaffen. «Wenn es Gemeinden und Städten dann aber gelingt, positiv in den Medien aufzutreten und dynamisch präsent zu sein, dann hat das einen nachhaltigen Einfluss auf die Aussenwahrnehmung und somit auch auf die Attraktivität als Arbeitgeberin», so Thomas-Peter Binder weiter. Ob es der Kampagne gelingt, dieses Ziel den Gemeinden und Städten zu vermitteln und ob sich der Personalmangel dadurch minimiert, das weiss man wohl erst, wenn sie 2020 startet. Es wäre auf jeden Fall ein erster aktiver Schritt. Und diesen haben Gemeinden und Städte bitter nötig.

Über die Autorin

Melanie Hilpertshauser arbeitet als Redaktionsleiterin bei der Federas Beratung AG. In ihrer Funktion berät sie den Verein Zürcher Gemeindeschreiber und Verwaltungsfachleute (VZGV) kommunikativ und sitzt in der Spurgruppe der Imagekampagne des VZGV. Neben ihrer beruflichen Tätigkeit absolviert sie aktuell den CAS Marketing- und Corporate Communications an der ZHAW.

An den Wyländer Genusstagen wirken (noch) traditionelle Kommunikationskanäle

Von Lukas Landolt

Am 31. August und 1. September 2019 zeigten an den Wyländer Genusstagen in Rudolfingen ZH lokale Produzenten ihre selber hergestellten Produkte und boten diese zur Degustation, Verköstigung und zum Verkauf an. Von der breit angelegten Werbekampagne im Vorfeld der Veranstaltung wurden vor allem traditionelle Kommunikationskanäle wahrgenommen.

Ein gutes Dutzend regionaler Produzenten feiner Köstlichkeiten lud die Bevölkerung zu einem Anlass der besonderen Art ein. Die Besucher sollen dabei Spezialitäten des Zürcher Weinlandes kennenlernen und solche degustieren sowie einkaufen können. Das Konzept der Wyländer Genusstage sieht vor, dass die Aussteller Probier-Portionen zu einem Preis von maximal Fr. 5.- anbieten. Entsprechend sind die Portionen relativ klein. Ziel ist es, dass die Besucher an vielen verschiedenen Ständen diverse Häppchen probieren können und infolgedessen verschiedene Produkte kennenlernen. Dadurch soll die Bekanntheit der Aussteller und deren Angebot gesteigert werden. Ein attraktives Kinderprogramm mit einem Holzwerkplatz, einer Hüpfburg sowie mit Kinderschminken rundete das Angebot ab.

Eingesetzter Kommunikationsmix

Die Organisatoren machten sich im Vorfeld insbesondere darüber Gedanken, in welche Kommunikationsmedien wie viele finanzielle Mittel gesteckt werden sollen. Um auf den Anlass im Zürcher Weinland aufmerksam zu machen wurden traditionelle Kommunikationsmedien wie auch neue Kanäle genutzt: Flyer wurden gedruckt und in Volg- und LANDI-Läden der Region aufgelegt, in die Haushalte des Weinlandes gestreut sowie mittels persönlichen Mailings den Kunden der Aussteller versandt. Des Weiteren wurden Werbeplanen an gut frequentierten Strassen positioniert und in der Lokalzeitung zwei Inserate geschaltet. Hinzu kamen Anzeigen in den Publikationen der politischen Gemeinden Trüllikon, Benken und Marthalen. Für den Anlass wurde eine eigene Homepage www.wylaender-genusstage.ch aufgesetzt und auf Facebook sowie Instagram wurden die Genusstage weiteren Kreisen bekannt gemacht. Auf Facebook wurde ein kleiner Betrag zur spezifischen Werbung eingesetzt. Zudem wurde der Anlass auf verschiedenen Tourismusseiten aufgeschaltet. Die Aussteller wurden motiviert, möglichst viel Mund-zu-Mund-Propaganda zu machen. «Wir haben uns bewusst für eine ausgedehnte cross-mediale Kommunikation entschieden, um damit möglichst effektiv das breite Zielpublikum zu erreichen.» sagt Beat Eigenmann, Kommunikationsverantwortlicher des organisierenden Komitees.

Zahlreiche Besucherinnen und Besucher folgten der Einladung und machten den Anlass zum Erfolg. Von vielen Teilnehmenden wurden dem OK positive Rückmeldungen gemacht. Dabei wurden insbesondere die mit viel Herzblut hergestellten Produkte, die liebevoll hergerichteten Verkaufsstände sowie das attraktive Kinderprogramm genannt. Auch der Lokaljournalist der Andelfinger Zeitung fand in seinem Bericht lobende Worte zu den Wyländer Genusstagen.

Erstaunliches Resultat über die Wahrnehmung der Bekanntmachung

Lukas Landolt war OK-Verantwortlicher und hat während dem Anlass bei den Besucherinnen und Besuchern eine Umfrage durchgeführt mit dem Ziel herauszufinden, über welchen Weg die Anwesenden auf die Wyländer Genusstage aufmerksam geworden sind.

Auswertung der Befragung der Besucher der Wyländer Genusstage 2019 © Lukas Landolt

Aus der Umfrage geht hervor, dass die zwei weitaus kostenintensivsten Werbemittel ganz unterschiedliche Resultate hervorbringen: Wo die Resonanz bei den Flyern relativ hoch war, zeigte sich, dass die Inserate in der Lokalzeitung praktisch unerwähnt blieben. Die Auftritte auf der eigenen Homepage, Facebook und Instagram wurden zwar erwähnt, jedoch eher als Randerscheinung, und dies trotz dem starken Trend in Richtung soziale Medien. In diesem Zusammenhang kann die Frage aufgeworfen werden, ob in der ländlichen Region im Norden des Kantons Zürich die neuen Medien erst im Anzug sind oder zu wenig unternommen wurde, um an die gewünschte Zielgruppe zu gelangen.

Eine Wiederholung des Anlasses in ähnlichem Umfang ist wahrscheinlich. Über welche Medien im kommenden Jahr auf den Anlass hingewiesen werden soll wird das Organisationskomitee noch beschäftigen, zumal in der Kommunikation weiterhin ein starker Wandel wahrzunehmen ist.

Über den Autor

Lukas Landolt absolviert an der ZHAW den CAS Marketing- & Corporate Communications. Er ist in der LANDI Weinland in der Geschäftsleitung und zuständig für alle LANDI-Läden sowie die TopShop Tankstellenshops des Betriebes. Zudem ist er Geschäftsführer der LANDI Neftenbach AG.

Hitziger Abschluss des CAS Marketing- & Corporate Communications

Die schnellen Veränderungen im Marketing und in der Kommunikation verlangen nach Spezialisten, die auf strategischer Ebene schnell reagieren können. Der CAS Marketing- & Corporate Communications hilft den Absolventen ihren persönlichen Rucksack mit wichtigem Wissen zu füllen. Dieses Semester war der Abschluss für die Klasse besonders herausfordernd.

Im CAS MCC lernen die Teilnehmenden wie sie in jeder Situation optimal kommunizieren können. Nach einem langen und intensiven Semester, mussten sie dies am Abschlusstag auch gleich unter Beweis stellen. Die heissen Temperaturen machten die Abschlusspräsentationen nicht einfacher. Dennoch galt es das Gelernte anzuwenden, „cool“ zu bleiben und sich nichts anmerken zu lassen. Das Medientraining hat seine Wirkung gezeigt, denn alle präsentierten souverän ihre Konzepte und konnten spannende Strategien vorstellen.

Kombination ist hier die Devise

Mit dem erfolgreichen Abschluss des CAS MCC ging für die Klasse ein anstrengendes Semester zu Ende. Seit Februar füllten sie ihre Wissensspeicher auf und durften diverse Themen aus den Bereichen Marketing & Kommunikation erlernen. Neben der strategischen Unternehmenskommunikation, kam auch der digitale Aspekt sowie Multimedia nicht zu kurz. Aufgezeigt wurde auch die erfolgreiche Zusammenarbeit mit externen Dienstleistern, das Vorgehen in Krisensituationen und natürlich auch die rechtlich korrekten Handlungsweisen. Diverse Dozenten mit breiter Praxiserfahrung durften ihr Wissen an die Klasse weitergeben. „Dieser CAS ist schon lange sehr erfolgreich, weil er die beiden wichtigen Bereiche Marketing & Kommunikation nicht trennt, sondern kombiniert – genauso, wie das auch im echten Berufsleben der Fall ist„, sagt Studiengangleiterin Dr. Adrienne Suvada vom Institut für Marketing Management.

Erfolgreicher Abschluss des CAS MCC © J. Bächler

Umsetzung in der Praxis

Nach den erfolgten Präsentationen, war die Erleichterung bei allen spürbar. Die grosse Mehrheit darf sich nun auf die wohlverdienten Sommerferien freuen. Einige sind aber schon voller Tatendrang und setzen das Gelernte bereits in der Praxis um. „Es hat grossen Spass gemacht diese Klasse und ihre Lernfortschritte zu begleiten. Wir werden sicher noch viel von den Teilnehmenden hören und freuen uns, wenn sie in der Kommunikation erfolgreiche Projekte verwirklichen„, meint Dr. Adrienne Suvada. Weitere aus der Runde spielen schon mit dem Gedanken den nächsten CAS zu absolvieren, schliesslich hat man nie ausgelernt. Das Weiterbildungsportfolio des Instituts bietet hier ja mehr als genug Angebote und so ist es gut möglich, dass man einige bekannte Gesichter wiedersieht.

Weitere Informationen zum CAS: https://www.zhaw.ch/de/sml/weiterbildung/detail/kurs/cas-marketing-corporate-communications/

Autonom, aktuell, attraktiv: Projekt „Linie 12“

Von Yannick Büzberger

Ein selbstfahrender Bus in Neuhausen am Rheinfall hat in kurzer Zeit viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Aus der ganzen Welt kamen schon viele Interessenten zu Besuch, um die autonome Mobilität hautnah mitzuerleben – so auch weltbekannte Nachrichtensender. Die vielen Besuche sind für die Initianten des Projekts „Linie 12“ von sehr grossem Wert.

Die Mobilität der Zukunft

Die Schweizer Gemeinde Neuhausen am Rheinfall im Kanton Schaffhausen ist für Touristen aufgrund des spektakulären Wasserfalls ein bekanntes Ausflugsziel. Seit jüngster Zeit ist der Ort aber auch bekannt als Schauplatz für autonome Mobilität – ein Thema, welches derzeit heiss gehandelt wird. Am 27. März 2018 wurde dort zum ersten Mal weltweit ein autonomes Fahrzeug in ein ÖV-Leitsystem integriert. Der 11-plätzige selbstfahrende Kleinbus ist täglich gemäss Fahrplan auf der Linie 12 der Verkehrsbetriebe Schaffhausen unterwegs. Fahrgäste können hier eine kostenlose Fahrt in die Zukunft der Mobilität geniessen. Momentan fährt der elektrisch angetriebene Bus in einer Tempo-30-Zone im Zentrum von Neuhausen und bedient auf seiner Route drei Haltestellen. An Bord ist stets eine Begleitperson, die in Notfällen mit einem Xbox-Controller eingreifen kann. Das lenkradlose Fahrzeug des Herstellers Navya ist mit zahlreichen Sensoren ausgestattet. Diese sorgen dafür, dass das Elektrofahrzeug die Strecke erkennt und die vorgesehene Spur entlangfährt. Über die Sensoren werden auch Hindernisse wie Autos oder Fussgänger automatisch erkannt. Der fahrerlose Bus reagiert dementsprechend, zum Beispiel, indem er abbremst oder anhält.

Mit dem selbstfahrenden Bus der Linie 12 die Mobilität der Zukunft miterleben © Trapeze

Die Initianten der Linie 12

Ins Leben gerufen wurde die Linie 12 durch die Technologieunternehmen Trapeze und AMoTech, die Verkehrsbetriebe Schaffhausen und den Kanton Schaffhausen. Die beiden erstgenannten sind B2B-Firmen mit Sitz in Neuhausen am Rheinfall. Trapeze bietet Systemlösungen für Verkehrsbetriebe an, die Tochterfirma AMoTech unterstützt Städte und Verkehrsbetriebe dabei, Projekte im Bereich autonomer Mobilität umzusetzen. Im Projekt „Linie 12“ übernehmen sie den technischen Part und sorgen dafür, dass alles rund läuft.

Ein kleiner Elektrobus als Medienstar

Das Projekt weckt bei den Medien grosses Interesse. Neben vielen Schweizer Medien verfolgen auch internationale Medien das Projekt „Linie 12“. Für die Sendung „Supercharged“ zum Thema Motorsport und Elektrofahrzeuge reiste ein Reporter-Team von CNN anlässlich eines Formel-E-Rennens im Juni 2018 nach Zürich. Da der Kleinbus elektrisch angetrieben ist, durfte ein Beitrag über dieses Projekt in dieser Sendung nicht fehlen. Das Fernsehteam nutzte die Gelegenheit und besuchte vor dem Rennspektakel Neuhausen, um bei einer Fahrt mit dem selbstfahrenden Bus die Mobilität der Zukunft zu erkunden. Die CNN-Moderatorin Nicki Shields führte dabei ein Interview mit Peter Schneck, CEO der Firma Trapeze. Auch weitere bekannte internationale Sender wie BBC aus Grossbritannien und RAI UNO aus Italien reisten für ihre Fernsehberichte nach Neuhausen am Rheinfall. Der autonome Kleinbus hat sich als Protagonist des Projekts „Linie 12“ in kürzester Zeit zu einem Medienstar entwickelt, was für die Projektbeteiligten von sehr grossem Wert ist.

Hier klicken, um den CNN-Beitrag anzusehen

Das Projekt stösst auf grosses Medieninteresse – CNN zu Besuch in Neuhausem © Trapeze

Ein Besuchermagnet als ideale Plattform für kleinere B2B-Firmen

Das Interesse an einer Fahrt mit dem selbstfahrenden Fahrzeug ist nicht nur bei den Medien gross: Seit dem Start der Linie 12 wurden schon über 25‘000 Fahrgäste befördert, das wären rund 2‘000 Fahrgäste täglich. Neben vielen Touristen und der lokalen Bevölkerung, waren auch Fahrgäste mit Rang und Namen darunter, beispielsweise Politiker wie der Ministerpräsident aus dem deutschen Bundesland Baden-Württemberg, Winfried Kretschmann. Parlamentarier aus der Schweiz und aus Österreich liessen sich eine Fahrt mit dem autonomen Fahrzeug ebenfalls nicht nehmen. Durch die von Beginn an grosse Aufmerksamkeit geniesst das innovative Projekt eine hohe Reichweite. Für die vier Gründer des Projekts ist es eine ideale Plattform, um sich auch einzeln mit ihren jeweiligen Stärken zu profilieren. Ein grosser Pluspunkt vor allem für kleinere B2B-Firmen wie Trapeze und AMoTech, deren Namen der breiten Öffentlichkeit nicht bekannt sind.

Die Projektpartner sind sich einig: Mit der autonomen Mobilität wurde ein brandaktuelles Thema zur richtigen Zeit und am richtigen Ort erfolgreich umgesetzt.

Der kleine Elektrobus hat sich in kürzester Zeit zu einem Besuchermagnet entwickelt) © Yannick Büzberger

Über den Autor

Yannick Büzberger hat in Zürich Publizistik und Kommunikationswissenschaften studiert. Danach zog es ihn direkt in die Arbeitswelt zu seinem jetzigen Arbeitgeber Trapeze, wo er als Marketing Specialist tätig ist. In seiner Funktion ist er unter anderem für die kommunikative Begleitung des Projekts „Linie 12“ zuständig. Nebenbei absolviert er an der ZHAW den CAS Marketing & Corporate Communications, um mit einem vertieften Einblick in die Materie neues Wissen in der Arbeitswelt anzuwenden.

Die Digitalisierung wird das Gesundheitswesen radikal verändern

Von Alessandro Stasolla

Das elektronische Patientendossier (EPD) kommt. Bis April 2020 müssen die Schweizer Kliniken dieses einführen. Es wird noch einiges an Kommunikations- und Marketinganstrengungen brauchen, um Bedenken der Patienten zu zerstreuen. Doch das EPD wird die Digitalisierung im Gesundheitsbereich massiv vorantreiben.

Das EPD erlaubt sowohl Patientinnen und Patienten wie Gesundheitsfachpersonen schnellen und einfachen Zugriff zu den gesammelten privaten Gesundheitsdaten. Bisher wurden und werden solche Informationen dort, wo man sich behandeln liess, festgehalten. Oft noch auf Papier, etwa vom Arzt von Hand gekritzelt. Bei Spitalaufenthalten werden dort Dossiers angelegt. Physiotherapeuten haben Unterlagen. Bei der Apotheke liegen Dokumente. All diese Informationen sind zwar schon heute oft in Computern erfasst, aber es gibt keinen Überblick über alle gesundheitsrelevanten Informationen.

Vorteile des elektronischen Patientendossiers

Die Zusammenfassung aller Informationen und Dokumente im Zusammenhang mit der Gesundheit in einem digitalen Dossier ermöglicht einen unkomplizierten Informationsfluss beispielweise zwischen dem Hausarzt – sofern dieser sich dem System anschliesst, vorgeschrieben ist das für ihn (noch) nicht – und dem Spital oder zwischen anderen Fachpersonen im Gesundheitsbereich und den Patienten. Letztere sollen auch immer die volle Kontrolle über die Zugriffsrechte haben; ohne Einverständnis dürfen die Daten nur in Notfällen eingesehen werden.

Eine Sammlung persönlicher Dokumente mit Informationen rund um die Gesundheit © Getty Images

Bedenken von Patienten

Informationen über die Gesundheit sind sehr persönlich. Es ist verständlich, dass man solche sensiblen Daten nicht breiten Kreisen zugänglich machen will. Patientinnen und Patienten fürchten sich nicht in erster Linie von Hackern, sondern dass die Krankenkasse oder gar Arbeitgeber Zugang zu den gespeicherten Daten erhalten könnten, wie die Konsumentensendung «Espresso» von Radio SRF kürzlich berichtete. Das ist jedoch ausgeschlossen. «Der Zugriff ist nur für Personen erlaubt, die als Behandelnde mit den Patienten direkt in Kontakt sind», betonte Adrian Schmid, der Projektleiter bei eHealth Schweiz, der Kompetenz- und Koordinationsstelle von Bund und Kantonen, in der Radiosendung. Beim Datenschutzbeauftragten des Bundes heisst es, das EPD müsse freiwillig sein, und die Patienten müssten selbst entscheiden können, was in diesem Dossier festgehalten wird und wer das sehen darf.

Der Patient oder die Patientin entscheidet, wer Zugriffsrecht auf die Daten hat © eHealth Suisse

Keine einheitliche Lösung

Etwas unübersichtlich ist die Situation bezüglich des EPD, weil es nicht eine einheitliche Lösung dafür gibt. Insgesamt dürfte es etwa zehn verschiedene Anbieter geben, darunter private wie staatliche Unternehmen. Gross in dieses Geschäft eingestiegen ist die Swisscom, die sich rühmt, für die Betriebsgesellschaft Axsana AG «die Infrastruktur für 13 Kantone mit mehr als der Hälfte der Bevölkerung und damit für den grössten Teil der Schweizer» sicherzustellen. Die Post ist unter anderen mit dem Pionierkanton Genf, der das EPD schon 2013 eingeführt hat, und dem Tessin im Geschäft. Es werden nun kantonale und teils interkantonale Gemeinschaften bzw. sogenannte Stammgemeinschaften gebildet. Diese müssen strikte rechtliche Vorgaben erfüllen und sich offizielle zertifizieren lassen.

Digitalisierungsschub im Gesundheitswesen

Das elektronische Patientendossier werde die Betreuung der Patienten markant verbessern, ist Antoine Hubert, Delegierter des Verwaltungsrates der Privatklinikgruppe Swiss Medical Network überzeugt. Die Digitalisierung bringe dem Gesundheitsbereich einen Effizienzschub, sagte er schon 2017 gegenüber dem «ceo Magazin» von PwC. «Die Digitalisierung wird die Beziehung Patient–Pflegepersonal–Leistungserbringer verändern», sagte er 2018 im Magazin «Privatkliniken Schweiz». «Neue Akteure wie Apple, Google, Amazon oder Migros werden innovative Gesundheitsdienste zu wettbewerbsfähigen Preisen anbieten. Die Diagnosen werden automatisiert und der Arztberuf wird sich radikal verändern

Informationsvideo von eHealth Suisse:

Über den Autor

Alessandro Stasolla ist Leiter Marketing & Kommunikation bei der Privatklinik Bethanien in Zürich. Diese gehört zu Swiss Medical Network, der zweitgrössten Privatklinikgruppe der Schweiz, bei der er zuvor Manager Marketing & Kommunikation Deutschschweiz war. Aktuell besucht er seinen dritten CAS an der ZHAW, den Lehrgang Marketing- & Corporate Communications, und wird im 2020 den MAS Marketing Management abschliessen.