„Viele Leute aus verschiedenen Branchen“: Inspiration und Wissensanreicherung im MAS-Programm

Die CAS-Lehrgänge (Certificate of Advanced Studies) am Institut für Marketing Management sind sehr beliebt. Oft machen die Teilnehmenden mehrere CAS und irgendwann drängt sich die Frage nach einem anerkannten Masterabschluss auf. Im Rahmen des MAS (Master of Advanced Studies) in Marketing Management kann man aus 14 CAS sein individuelles Programm zusammenstellen und damit einen individuellen Studienschwerpunkt setzen. Sarah Edelmann hat diesen MAS absolviert und erzählt, weshalb sie sich für diese Ausbildung entschieden hat.

Sarah, warum hast Du dich für einen MAS entschieden?

Mich hat die Flexibilität überzeugt. Da ich mich nicht für 2.5 Jahre binden wollte, fand ich die Möglichkeit den Lehrgang innerhalb von fünf Jahren mit allfälligen Pausen zu absolvieren sehr überzeugend. Zudem passte es für mich, dass ich die Vertiefungsrichtungen selber wählen konnte. Die ZHAW war auch sehr zuvorkommend, als mich CAS ausserhalb des IMM interessiert hatten, um diese innerhalb des MAS zu absolvieren.

Wie kam die Wahl auf die ZHAW, was war ausschlaggebend?

Wie oben erwähnt, die Flexibilität, der Standort Winterthur und natürlich der gute internationale Ruf.

Welches langfristige Ziel möchtest Du mit dem Studium erreichen?

Da ich bereits um die zehn Jahre im Marketing arbeite, war es für mich wichtig, einen anerkannten Ausweis zu haben. Wo mich dies hinführt, ist zurzeit noch unklar.

Sar

Sarah Edelmann hat den MAS Marketing Management erfolgreich absolviert

Was hat Dir am MAS Marketing Management besonders gut gefallen?

Ich fand besonders inspirierend so viele Leute kennen zu lernen, aus so vielen Branchen. In der täglichen Arbeit hat man normalerweise immer mit den gleichen Branchen zu tun. Hier habe ich sehr viele Leute von verschiedenen Tätigkeiten kennen gelernt und dieser Austausch war für mich sehr wertvoll und inspirierend. Zudem hat mir der grosse Praxisbezug sehr gut gefallen.

Ein MAS bringt einen grossen Aufwand mit sich, wie hast du Arbeit und MAS unter einen Hut gebracht?

Das weiss ich ehrlich gesagt auch nicht, wie ich das geschafft habe! J Ich hatte sehr zuvorkommende Arbeitgeber, die mich unterstützt hatten. Trotzdem musste ich sogar während der Schule arbeiten, was natürlich nicht sehr ideal war. Auch mein Stellenwechsel innerhalb der Ausbildung war sehr anspruchsvoll. Ich hatte zudem ein sehr verständnisvolles Umfeld und habe mich in meiner Freizeit auf meine Ausbildung konzentriert, dafür habe ich jetzt wieder mehr Zeit für mich, meine Hobbies und das Umfeld.

Konntest Du die Inhalte des MAS-Programms auch bereits im Job anwenden?

Auf jeden Fall. Aus jedem CAS konnte ich verschiedene Themen mitnehmen einbringen. Es war ein stetiges Anreichern von Wissen, was ich immer wieder in der täglichen Arbeit einsetzen kann.

Wie waren die Dozierenden?

Wie bereits gesagt, war für mich immer der Praxisbezug zentral, was die meisten geschafft haben. Aber auch hier, wie in jeder Ausbildung, gibt es sehr gute und etwas weniger gute Dozenten.

Wem würdest du einen MAS empfehlen?

Für alle, die sich im Marketing weiterentwickeln möchten, Spass an Wissensanreicherung haben, Bereitschaft besitzen, im Job und vor allem in der Freizeit kürzer zu treten und sich auf neue Ideen, Konzeptionen und wissenschaftliche Themen einlassen wollen.

Haben wir bei Ihnen das Interesse an einem MAS geweckt? Am nächsten Info-Apéro des Instituts für Marketing Management können Sie sich direkt mit dem Studienleiter austauschen.

https://www.zhaw.ch/de/sml/institute-zentren/imm/weiterbildung/online-anmeldung-info-apero/

MAS Marketing Management:  www.zhaw.ch/imm/masmama

Alle Weiterbildungen:  www.zhaw.ch/imm/weiterbildung

Chat-Bot für das Institut für Marketing Management

Von Dr. Michael Klaas

Glaubt man führenden Technologieanbietern wie Facebook, Google oder Microsoft wird sich unser Verhältnis zu Maschinen und Computersystem in Zukunft stark verändern. Die intelligente Automatisierung in der Kommunikation und in den Prozessabläufen, bildet die Grundlage für diesen Wandel. Speziell das Marketing und der Service rücken, neben den bekannten Potentialen im Bereich Industry 4.0, immer mehr in den Fokus.

Social Media und Bot Verknüpfung

So lassen sich z.B. über intelligente Automatisierungssysteme Kundenanfragen nicht nur an die richtige Stelle im Unternehmen weiterleiten, sondern mittlerweile auch schon ohne Zutun der Servicemitarbeiter beantworten. Dies alles in einem Sprachstil, den die Kunden nicht vom Schreib- oder Sprachstil eines «realen» Servicemitarbeiters unterscheiden können.

Auch werden diese Systeme immer stärker zur Vermarktung von Produkten und Serviceleistungen eingesetzt, indem ein Bot mit Social Media Plattformen wie Twitter oder Facebook verknüpft wird oder die Inhalte von Newslettern autonom und auf den einzelnen Interessenten zugeschnitten zusammenstellt oder gar formuliert.

Diese Systeme, Bots genannt, sind im Kern nichts Anderes als Computerprogramme, welche weitgehend selbständig Daten lesen, interpretieren und entsprechend der Interpretation Entscheidungen treffen können. Diese Bots sind nicht neu. So entwickelte Joseph Weizenbaum am MIT schon 1966 ELIZA, ein Bot der natürlichen Sprache als Kommunikationsbrücke zwischen Mensch und Computer nutzen sollte. Die steigende Verfügbarkeit von Daten und die steigende Leistungsfähigkeit von Computersystemen, ermöglichen es, solche Lösungen nun auch der breiten Masse zu Verfügung zu stellen und ihnen wird ein hohes Potential nachgesagt.

Dieser Chat-Bot ist neu für das Institut für Marketing Management im Einsatz

Einfache Anwendung von Chat-Bots

Speziell Chat-Bots erfreuen sich momentan einer grossen Popularität und werden vor allem im Kundenservice oder für spezifische Marketingaufgaben eingesetzt. Chat-Bots haben den grossen Vorteil, dass sie bestehende Strukturen nutzen können. Das heisst, die Anwender müssen keine weitere App installieren, sondern ein Bot kann über bestehende Plattformen wie Facebook Messenger, Telegramm, Twitter oder die eigene Website kommunizieren.

Dabei kann er auf unterschiedliche unternehmenseigene und unternehmensfremde Systeme zugreifen, um auf die Anfragen der Kommunikationspartner zu reagieren. So kann er auf der einen Seite z.B. Daten aus Facebook nutzen, um den Anwender korrekt anzusprechen, diese Informationen mit dem eigenen CRM System abgleichen und entsprechend der laufenden Kampagnen und der Historie mit dem Kunden, mit dem Anwender kommunizieren.

Je nach Komplexität des eingesetzten Bots ist dies mehr oder weniger intelligent. Heute agieren viele Bots nach dem Schema: Wenn Kunde «A» sagt, sage ich «B» oder «C». Aber es gibt auch selbst lernende Bots, die durch die Interaktion mit den Usern lernen und neue Kommunikationsmuster aufbauen können.

Einfache Anwendung des Chat-Bots, gleichzeitig muss er noch viel lernen

Marketing Automatisierung Trendthema in der Weiterbildung

Da dieses Thema für uns speziell in der Aus- und Weiterbildung immer relevanter wird und die Gewichtung des Themas in den letzten Monaten stark zugenommen hat, ist das Thema Marketing Automatisierung auch Teil vieler Lehrveranstaltungen, wie unser CAS Digital Marketing oder der CAS Marketing Analytics. Jedoch war uns eine Betrachtung nur über Cases anderer Unternehmen zu wenig. Um zu sehen, wie komplex es ist (oder wie einfach) einen eigenen Bot auf die Beine zu stellen, haben wir unseren IMM-Bot kreiert. Dieser liefert im Moment über den Facebook Messenger Informationen zum CAS Digital Marketing. Es ist zugegebenermassen noch recht dumm, aber er lernt ständig dazu und wir hoffen, dass er in Zukunft viele Anfragen von Interessenten an der Weiterbildung sofort zufriedenstellend beantworten kann. Wer Interesse hat, kann den Bot zum CAS Digital Marketing gerne ausprobieren (ein Facebook Account ist Voraussetzung): https://goo.gl/zDTTpN

Haben Sie Fragen zum Thema Bots?

Dr. Michael Klaas, 058 934 66 07, michael.klaas@zhaw.ch

Institut für Marketing Management auf der EASM (European Association for Sport Management) Conference 2017

Zwischen dem 5. und 8. September 2017 fand in Bern die 25. EASM (European Association for Sport Management) Conference statt. Die Konferenz, die im diesen Jahr in der Schweiz zu Gast war, von der Universität Bern organisiert wurde und „Challenges and Developments of Sport Organisations“ zum Thema hatte, war ein grosser Erfolg – auch für das Institut für Marketing Management.

Eine spannende Konferenz im Sportbereich mit Beiträgen vom IMM

Marcel Hüttermann präsentierte einen Auszug aus seiner Dissertation: “Fan Engagement Value In Team Sport: Service-Dominant Logic Informed Dimensions“. Die Erkenntnisse einer qualitativen Befragung mit Managern aus Profisportvereinen aus ganz Europa aus fünf verschiedenen publikumsstarken Sportarten (Fussball, Eishockey, Basketball, Handball und Volleyball), wurden mit den Fachleuten rege diskutiert und fanden grossen Anklang.

Neben dem eigenen Vortrag, konnten viele spannende Vorträge gehört und diskutiert, Kontakte gepflegt sowie neue geknüpft und die ZHAW auf dem Feld des Sport Marketing erneut gut positioniert werden. Schwerpunktthemen waren dieses Jahr das immer häufiger diskutierte Thema der Fan-Aggressionen, das Feld Governence im Sport und der Bereich Fanmanagement.

Spannende Vorträge und aktuelle Themen waren zu hören

Die ca. 400 Teilnehmer wurden durch eine perfekt organisierte Konferenz geleitet und genossen Berner Gastfreundschaft während der gesamten Konferenztage. Die Sportmanagement-Forscher aus der ganzen Welt werden sich sicher gerne an das Gala-Dinner auf dem Gurten, die Social-Networking-Veranstaltung in der Postfinance-Arena und an die gute Atmosphäre an der EASM 2017 erinnern.

Der Konferenzbeitrag von Marcel Hüttermann kann hier eingesehen werden.

Folgen Sie Marcel Hüttermann auf Twitter für aktuelle Beiträge aus der Welt des Sportmanagements: https://twitter.com/SpoMa_CH

Die Band Baba Shrimps auf dem Weg zum Erfolg

Das Musikbusiness kein einfaches Pflaster und Erfolg zu haben ist nicht jedem vergönnt. Gerade für Schweizer Künstler ist es sehr schwierig, durchstarten zu können. Baba Shrimps zeigt, dass sich harte und konsequente Arbeit auszahlt. Die drei Musiker Adrian Kübler, Moritz Vontobel und Luca Burkhalter überzeugt mit einer emotionalen Interpretation von zeitgenössischer Popmusik. Vor einigen Monaten haben die Jungs die neue Scheibe „Road to Rome“ in London aufgenommen. Adrian Kübler, der übrigens ZHAW Absolvent ist, berichtet uns, wie Baba Shrimps entstanden ist und wie sie das Marketing einsetzen.

Adrian Kübler, bevor wir beginnen, wie kamen Sie auf den Namen Baba Shrimps? Durchaus ungewöhnlich für eine Band, oder nicht?

Ja, der Name ist schon ein bisschen exotisch. Es handelt sich um eine Anlehnung an den Film „Forrest Gump“. Den Streifen kannten wir zum Zeitpunkt der Bandgründung in und auswendig und die Freundschaftsgeschichte zwischen Forrest und Baba ging uns ans Herz.

Wie ist die Idee zur Band entstanden? Haben Sie immer schon Musik gemacht?

Ich habe als Kind 10 Jahre klassische Geige gespielt. Die Begeisterung für die Musik kam aber erst in der Pubertät als ich anfing Gitarre zu spielen und selber Songs zu schreiben. Nochmals ein paar Jahre später habe ich dann – zusammen mit einem begnadeten Gitarristen, den ich in der Ausbildung zum Krankenpfleger kennen lernte – die Band gegründet.

Junge Künstler mit Leidenschaft © Baba Shrimps

Draussen sind bestimmt einige sehr begabte Sänger und Musiker. Können Sie erzählen, was bei Ihnen den Ausschlag gegeben hat, dass Sie einen Plattenvertrag erhalten haben?

Das war ganz klassisch. Wir haben Demotapes an die Plattenfirmen geschickt. Sony war sofort interessiert.

Songs sind immer sehr emotional. Wie kommen Sie zu neuen Texten und Melodien?

Ich nehme es sogar eher umgekehrt wahr: Texte und Melodien kommen zu mir, die kann man nicht suchen. Plötzlich fliegt einem etwas zu – eine Idee für ein Gitarrenriff, eine Textzeile oder eine Geschichte, die mir nahegeht. Meistens sind diese Momente irgendwie mit persönlichen emotionalen Erfahrungen verknüpft.

Wie wichtig ist für Baba Shrimps das Marketing und welche Marketinginstrumente nutzen Sie?

Marketing ist wichtig auch für eine Popband. Unser Plattenlabel ist grundsätzlich dafür zuständig. Sie schauen, dass unsere Musik in den virtuellen und realen Stores zum Verkauft bereitsteht und dass wir in den Medien stattfinden. Promo!!

Das wichtigste Marketing-Instrument, das wir selbst steuern sind die neuen Medien. Website und Social Media. Wichtig für die Selbstdarstellung. Es braucht viel Zeit.

Die neuen Medien sind für Musiker Fluch und Segen zugleich. Wie gehen Sie damit um? Schliesslich kann man die Musik auf diversen Plattformen gratis streamen. Aber der Künstler braucht ja irgendwann trotzdem auch Geld, um zu überleben…

Wir leben vor allem von den Gagen an Konzerten.

Baba Shrimps an der letzten Badenfahrt © Baba Shrimps

Wo sehen Sie in der Vermarktung von Baba Shrimps noch Herausforderungen?

Bereits viele Leute kennen unsere Songs von den Radios (aktuelles Album „Road to Rome“). Oft fällt es den Leuten aber schwer, unsere Musik einer Band oder einem Bild zuzuordnen. Die visuelle Marke ist noch nicht so ausgeprägt, würde man im Marketing-Fachjargon vielleicht sagen 😉

Was ist Ihr Traum? Wo möchten Sie gerne mal mit Baba Shrimps spielen?

Getreu dem Motto unseres neuen Albums „Road to Rome“ sind wir momentan unterwegs in die ewige Stadt. Dort möchten wir unsere Tour mit einem Konzert abschliessen. Das Sprichwort besagt ja, dass viele Wege nach Rom führen. Auf unserer Website www.babashrimps.ch kann man unseren ganz persönlichen Weg nach Rom live mitverfolgen.

Baba Shrimps gehen ihren Weg © Baba Shrimps

Was wäre Ihr Tipp für Nachwuchsmusiker?

Musik muss auch Spass machen, wenn niemand zusieht, dann kommen die Zuschauer irgendwann von selber.

 

http://www.babashrimps.ch/

https://www.facebook.com/babashrimps

https://www.instagram.com/babashrimps/

https://www.youtube.com/user/babaSHRIMPS

 

Modische Kleider für Plakate

Die Mode nimmt für viele einen grossen Stellenwert ein. Da gibt es nicht nur Stars als Trendsetter, sondern auch Instagram Influencer. Mode Events sind ebenfalls hoch im Kurs. Gerade für Einkaufshäuser können solche Anlässe helfen, die Kunden zu begeistern und in die Geschäfte zu holen. Genau dies macht auch das Sihlcity mit seinen Fashion Days. Die Agentur Karling zeichnete dieses Jahr für die Werbemittel verantwortlich. Es entstanden aufwendige 3D-Plakate. Was aussah wie ausgerissen, wurde zu einem Kleid geformt. Wie es zu dieser Idee gekommen ist, berichtet der Geschäftsführer von Karling, Rolf Helfenstein.

Herr Helfenstein, die Plakate sind im Marketing ein beliebtes Werbemittel. Wie kamen Sie auf die Idee diese 3D-Plakate zu gestalten, die wie ein Kleid aussahen?

Wir beginnen oft mit den Plakaten, weil sie in der verlangten Reduktion das schwierigste Medium sind. Bei Veranstaltungen muss man den Eventnamen, die Daten, Orte und Programmpunkte bereits zwingend erwähnen. Da braucht es dann nicht nochmals eine komplizierte Headline, sondern eine starke Bildidee. Diese kam für einmal von einem Texter. Für die Visualisierung und Realisierung waren dann vier weitere Mitarbeitende massgeblich beteiligt.

Kreative Plakate in 3D © Karling

Wie schwierig gestaltete sich die Umsetzung dieser Plakate?

Technisch sind solche Ideen fast immer realisierbar. Die Probleme sind meist die hohen Kosten pro Stelle, sowie die Sicherheit und möglicher Vandalismus. Hier ist zum Glück auch dank guten Partnern innert kurzer Zeit alles aufgegangen. Nichtsdestotrotz mussten wir in den ersten Tagen einzelne Plakatstellen bereits reparieren. Ein paar Jungs wollten wohl herausfinden, wie die abgebildete Dame unter dem Kleid aussieht.

Seitenansicht des Plakats © Karling

Wie hat Ihr Kunde Sihlcity auf diese Idee reagiert? Waren die Verantwortlichen gleich begeistert?

Wir brauchten mehrere Runden in der Konzeption. Als diese Idee dann aber auf dem Tisch lag, gewann sie schnell viele Freunde. Die Aussage war dann meist: „Super Idee – aber wie macht Ihr das? Und was machen wir dort, wo 3D nicht möglich ist?“

Die Plakate waren aber nicht das einzige Werbemittel. Wie sah die Fashion Days Kampagne gesamthaft aus?

Neben 3D- und normalen 2D-Plakaten haben wir Radiospots bei NRJ und Radio 24 geschalten sowie Banner und Anzeigen bei 20 Minuten. Um auch bei den Inseraten den Ausreisseffekt zu erhalten, haben wir im Hintergrund Ausschnitte einer früheren Ausgabe von 20 Minuten abgebildet. Am Point-of-Sale gibt es zusätzlich Innen- und Aussenscreens und Flyer. Und wir hatten natürlich Aktivitäten auf den Onlinekanälen von Sihlcity.

Ein Konzept, das sich für den gesamten Werbemix eignete © Karling

Es wird allgemein immer schwieriger aufzufallen. Wie kommt Karling auf neue Ideen und wie überzeugen Sie Ihre Kunden?

Wir arbeiten oft mit unseren riesigen Pinnwänden, wo wir früh viele Ideen intern der Diskussion stellen. Die wenigen Ideen, die nach einer Woche noch an der Wand hängen, sind dann meist bestechend. Und sie werden laufend besser, weil sie einem keine Ruhe lassen und man immer wieder mit ihnen konfrontiert wird.
Gegenüber den Kunden braucht es Ehrlichkeit und einen guten Plan. Wenn wir unsere internen Entscheidungen aufzeigen können, sind die später präsentierten Umsetzungen meist einfach annehmbar – oft schon fast „zwingend“.

Innenscreen im Sihlcity © Karling

Wenn Sie etwas in die Zukunft blicken. Wie sehen Sie die Entwicklung in der Werbung?

Die Werbung wird individueller und damit noch fragmentierter. Und es geht stärker in Richtung Permission Advertising. Die Konsumenten werden immer öfter dafür „entlöhnt“, dass sie sich Werbung anschauen. Leider ist dies nicht förderlich für die Werbequalität. Mir wäre es lieber, wenn die Medien gute Werbung mit besseren Tarifen belohnen würden und wenn wir weniger aber dafür teurere Werbeplätze hätten. Dann wäre Werbung für die Konsumenten wieder öfter ein Gewinn statt eine Belästigung.

Wenn Sie ein unbegrenztes Budget zur Verfügung hätten, welche Kampagne würden Sie gerne umsetzen?

Ich will gar kein unbegrenztes Budget, denn Werbung ist eine Investition, die sich für den Auftraggeber lohnen soll. Aber es freut mich immer, wenn die Zusammenarbeit mit dem Kunden unbegrenzt ist in Bezug auf die Dauer und die inhaltlichen Themen. Denn nur bei langfristigen Gesamtmandaten können wir gemeinsam die Marke weiterentwickeln und richtig positionieren. Taktische Aktivitäten sind wichtig – aber sie ersetzen nie eine Strategie.

http://www.karling.ch

https://sihlcity.ch/events/sihlcity-fashion-days

https://sihlcity.ch/

Traumboote und zielgruppenorientiertes Marketing

Boote sind neben Autos und Immobilien ein Statussymbol. Es muss aber nicht immer das Meer sein, auch auf Schweizer Gewässern kann man schöne Ausfahrten per Schiff machen. Es gibt diverse Bootstypen, die zur Verfügung stehen. In der Zentralschweiz gibt es die Caminada Werft in Horw, die sich schon seit 1966 mit Booten befasst. Der Geschäftsführer und Werftchef Crisha Müsken war bereit, die Luke zu öffnen und einen Einblick ins Innere der Caminada Werft zu gewähren.

Herr Müsken, auf den Schweizer Gewässern gibt es gerade in der Sommerzeit diverse Boote. Die Werften dahinter sind aber fast nur den Bootsfahrern bekannt. Können Sie uns erklären, was die Arbeit der Caminada Werft beinhaltet und welche Produkte resp. Dienstleistungen Sie anbieten?

Wir bieten Dienstleistungen rund um das Boot an: Dies sind zum Beispiel der An- und Verkauf von Gebrauchtbooten, die Beratung beim Bootskauf und Expertisen, der Bootshandel und Verkauf von Neubooten, Reparaturen aller Bootsmarken & Service. Daneben stellen wir noch Sonderanfertigungen her und bieten auch Transportlösungen, Einwasserungen der Boote sowie Winterlager an. Wir arbeiten schweizweit und in den Grenzgebieten.

Werftchef Müsken an der Arbeit © Caminada Werft

Welche Boote sind bei Ihren Kunden am meisten gefragt und wie erkennen Sie die Kundenbedürfnisse?

Im Moment liegt der Trend klar auf kleineren Booten, angefragt und verkauft werden am meisten Kabinenboote, Bowrider und Cruiser. Da wir mit dem Kunden täglich in Kontakt sind, sei es in Reparaturarbeiten, Service oder Erstkontakt im Verkauf, hören wir genau hin was gefragt ist und reagieren darauf.

Wir haben auch schon Boote selber gebaut und abgeändert, um den Bedürfnissen gerecht zu werden. Manchmal muss man Boote auch zeichnen und dann in Auftrag geben.

Gibt es auch extravagante Wünsche von Kunden, die Sie nicht erfüllen können, oder ist mit geeignetem Geldbeutel fast alles machbar, was rechtlich erlaubt ist?

Extravagante Wünsche gibt es immer und möglich ist fast alles. Wenn man aber dem geneigten Kunden das Ganze vorrechnet, wird dann schnell einmal überlegt ob man nicht darauf verzichten kann. 🙂

Wir haben aber schon viel gemacht, z.B. eine spezielle Bar, wo per Knopfdruck Bacardi oder Wodka herausläuft.

Wie präsentiert sich der Bootsmarkt in der Schweiz? Gibt es viele Konkurrenten?

Der Markt ist hart umkämpft, es gibt 190 Werften in der Schweiz bei einer kleinen Wasserfläche. Die Margen sinken bei Bootverkäufen klar, ähnlich wie im Automarkt.

Um den Markt zu verstehen, ein kleiner Vergleich: Eine kleine regionale Autogarage hat mehr Kundenpotenzial in der Region, als wir schweizweit. Wir müssen die Schiffe an den jeweiligen Standorten holen und wieder bringen.

Eine Werft zu betreiben ist sehr anlageintensiv, man braucht viel Platz und einen veritablen Fuhrpark.

Wie hoch ist der Konkurrenzdruck aus dem Ausland?

Deutschland und Österreich mischen mit. Der Druck ist da, diese Märkte funktionieren aber anders, bei uns zieht „Geiz ist Geil“ nicht, der Schweizer Kunde will Qualität und reagiert empfindlich auf schlechte Arbeit.

Leute. die sich Boote leisten können haben auch Geld für einen Anwalt, das sollte einem immer bewusst sein.

Die Caminada Werft ist auf dem Internet, aber auch auf diversen sozialen Netzwerken aktiv. Wie wichtig sind Ihnen diese Kanäle?

Wir nutzen die neuen Medien, aber die klassischen Werbekanäle sind klar stärker. Unsere Zielgruppen kaufen immer noch an Messen und über Inserate. Der Bootskunde ist so zwischen 35 und 75 Jahre alt.

Wie nutzen Sie das Marketing?

Zielgruppenorientiert und mit Werbekontrolle.

Gibt es eine bestimmte Zielgruppe, die Sie ansprechen wollen und planen Sie auch jüngere Zielgruppen für Boote zu begeistern?

Unsere Zielgruppe sind Leute, die dem Wassersport irgendwie nahestehen. Leute die schon Boote haben. Wir machen Sponsoring bei Wassersport Vereinen, Segelschulen, um den jungen Leuten den Zugang zum Wassersport zu ermöglichen.

Die Caminada Werft will die Begeisterung für die Boote wecken © Caminada Werft

Wo sehen Sie die Schwierigkeiten in Ihrer Arbeit?

Qualifiziertes Personal, das ist die Hauptherausforderung in unserem Gewerbe. Die Boote werden immer technischer, elektrischer, spezieller und der Kunde wird immer anspruchsvoller, da braucht es wirklich sehr gute Leute am Platz.

Zum Schluss, wenn Sie sich ein Boot ganz nach Ihren Wünschen fertigen dürften, wie würde dieses aussehen?

Ein Produkt muss bei mir folgende Merkmale haben: Fabelhaftes Design, spitzen Performance und kleiner Preis.

Diesen Wunsch habe ich mir privat erfüllt mit der: MS Rolling Home und im Kunststoffbereich mit dem Tullio Abbate 28 Sunshine. Den Tullio Abbate haben wir mitentwickelt!

Mehr über die Caminada Werft

http://www.caminadawerft.ch

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„Das Gelernte gleich im Job umsetzen“ – Praxisbezogene Weiterbildung als Pluspunkt

Lebenslanges Lernen ist nicht nur ein Buzzword, sondern für viele aktueller denn je. Die Weiterbildung ist für Erwachsene zu einem wichtigen Bestandteil geworden. Selbstverständlich bietet auch das Institut für Marketing Management diverse Weiterbildungsmöglichkeiten an. Ob CAS oder MAS, das Angebot ist vielfältig. Patricia Lendi hat den CAS Marketing- & Corporate Communications besucht und berichtet, wie sie diese Weiterbildung empfunden hat.

Frau Lendi, weshalb haben Sie sich überhaupt für eine Weiterbildung interessiert und warum fiel die Wahl auf den CAS Marketing- & Corporate Communications?

Weiterbildung ist zwingend für alle, die am Ball bleiben und auf dem Arbeitsmarkt bessere Chancen haben wollen. Mit meinem PR- und Marketing-Hintergrund wollte ich innert nützlicher Frist beiden Seelen in meiner Brust gerecht werden. Und ein CAS-Abschluss war mir wichtig. Gemäss meinen Recherchen ist die ZHAW SML zurzeit die einzige Hochschule, die diesen kombinierten Lehrgang anbietet.

Wie haben Sie diesen Kurs erlebt?

Es war eine tolle, lehrreiche und inspirierende Zeit. Einerseits war es streng – nebst meinem Vollzeitjob auf der Agentur – freitags und samstags die Schulbank zu drücken. Andererseits empfand ich es als willkommene Abwechslung zum Arbeitsalltag. Die interessanten Kursthemen und die gute Stimmung in der Klasse trugen wesentlich dazu bei.

Wie war die Klassenzusammenstellung? Konnten Sie Kontakte knüpfen, oder sogar neue Freunde finden?

Die Klasse war gut durchmischt in jeder Hinsicht. Wir sind innert kürzester Zeit zur eingefleischten Gruppe geworden und das über den Lehrgang hinaus. Noch heute sind wir im täglichen Kontakt via  unseren WhatsApp-Gruppenchat. Dort kommunizieren die Alumni beispielsweise auch Job-Ausschreibungen aus ihren Unternehmen, bevor sie auf Jobplattformen erscheinen.

Zudem sind einige von uns zusammen nach Rom gereist. Unsere Studiengangleiterin, Dr. Adrienne Suvada, hat für uns eine unvergessliche Abschlussreise organisiert.

Endlich das lang ersehnte Diplom – Eine glückliche Patricia Lendi an der Diplomfeier des CAS MCC

Wie haben Ihnen die Inhalte gefallen? Konnten Sie etwas für Ihr praktisches Berufsleben mitnehmen?

Die Inhalte waren sehr praxisbezogen und abwechslungsreich. Das ist wichtig, denn es macht einen Unterschied, ob ich in einem KMU oder internationalen Konzern tätig bin – und ob in der Unternehmenskommunikation oder im Marketing.

Das Gelernte gleich im Job umzusetzen, war ein enormer Mehrwert für mich. Sei es beispielsweise in Sachen Textkompetenz oder schlicht, weil mich das aktuelle Fachwissen in gewissen Fragestellungen zur noch kompetenteren Beraterin gemacht haben.

In einer Weiterbildung sind die Dozenten natürlich sehr wichtig. Wie haben Sie die Lehrkräfte empfunden?

Sie waren ausnahmslos sehr engagiert. Sie überzeugten nicht nur durch grosse Fachkompetenz, sondern auch durch ihre Berufserfahrung. Ihre Begeisterung für ihre Themen war deutlich spürbar. Unterschiede betreffend Didaktik und Präsentationstechnik gab es natürlich auch.

Fühlten Sie sich während des Lehrgangs gut betreut? Wurde Ihnen bei Unsicherheiten oder Fragen geholfen?

Die Kursbetreuung war sehr entgegenkommend und konstruktiv. Anfragen wurden immer umgehend beantwortet. Anliegen hat sie ernst genommen und ist immer  im Rahmen des Möglichen – darauf eingegangen. Diese Unterstützung habe ich sehr geschätzt.

Auch die Moodle Plattform der ZHAW hat mir sehr gut gefallen. Ein zeitgemässes und gut funktionierendes Online-Tool, mit dem wir jederzeit Zugriff auf alle Kursinformationen hatten.

Würden Sie diesen Kurs anderen weiterempfehlen?

Absolut! Ein nicht zu unterschätzender Vorteil ist schlussendlich auch das Netzwerk, das sich durch den Lehrgang massiv vergrössert. Nicht nur durch die Teilnehmenden, sondern auch mit den Dozenten. Damit habe ich wertvolle Ansprechpersonen gewonnen. Zudem kann es sich bei einer potentiellen Jobsuche als Pluspunkt erweisen.

Einige unserer Klasse und ich haben durch den Lehrgang Feuer gefangen, dass wir uns bereits fragen: „Which CAS next?“

 

CAS Marketing- & Corporate Communications:

https://weiterbildung.zhaw.ch/de/school-of-management-and-law/programm/cas-marketing-corporate-communications.html

Hier sind alle Weiterbildungsmöglichkeiten im Bereich Marketing zu finden:

https://www.zhaw.ch/de/sml/institute-zentren/imm/weiterbildung/

Virtueller Mitbewohner gegen Einbrecher

Verlässt man das Haus oder die Wohnung, bleibt ein unsicheres Gefühl zurück. Obwohl man in der Schweiz relativ sicher ist, kann ein Einbruch jeden treffen. Das Start-up mitipi hat nun eine sinnvolle Lösung kreiert, um dem entgegenzuwirken. Dank mitipi wird simuliert, als sei man zu Hause. Es gibt Licht, Schatteneffekte und Geräusche. Der virtuelle Mitbewohner sorgt so für Leben in den eigenen vier Wänden und ist eine wirksame Abschreckung gegen Einbrecher. Julian Stylianou, CEO von mitipi, erzählt mehr darüber.

Wie ist die Idee zu mitipi entstanden?

Wir haben früh durch eine Umfrage erfahren, dass Einbruch ein Thema ist, welches die Leute beschäftigt. Die Idee von mitipi ist eigentlich durch Gespräche mit Einbruchsopfern, mit Experten und durch eigene Recherchen entstanden. Das grösste Problem für die Opfer ist, dass Einbrecher in die Privatsphäre der Opfer mit Gewalt eindringen. Einbrecher wollen schnell und einfach an Wertgegenstände wie Schmuck und Bargeld kommen. Sie wollen die Konfrontation mit den Bewohnern vermeiden. So sind wir auf die Idee des virtuellen Mitbewohners gekommen, der das Zuhause schützt solange man selber nicht da ist.

Wie verlief die Entwicklung der mitipi Box?

Ein eigenes Gerät zu entwickeln war nie unser Ziel. Je intensiver wir uns mit der Materie beschäftigt haben, haben wir festgestellt, dass es im Markt für diese Anwendung keine passenden Geräte gibt. Es gibt beispielsweise viele Glühbirnenkonzepte. Das Problem ist einfach, wenn die Bewohner die Wohnung verlassen und den Lichtschalter drücken, der Strom weg ist und so auch keine Simulationen realisiert werden können. Hinzu kommt, dass jeder Gerätehersteller wieder eigene Softwareschnittstellen anbietet. Einige wollen auch gar nicht, dass Drittanbieter Applikationen schreiben. Aber das Wichtigste ist eigentlich, dass es noch gar keine Basis im Markt gibt. Die Wenigsten haben bereits vernetzte Lichter und Lautsprecher installiert. Deshalb haben wir festgestellt, dass es für unsere spezifische Anwendung ein eigenes Gerät braucht. Das hat vor allem mit der einfachen Anwendbarkeit zu tun. Wir wollen, dass die Technologie für niemanden ein Hindernis darstellt. Unser Versprechen ist, dass unser Gerät innert 5 Minuten installiert werden kann.

Wie funktioniert die mitipi Box?

Im Prinzip entwickeln wir eine Lampe mit integriertem Lautsprecher. Wir werden stromsparende LED Leuchten einsetzen und durch das Design des Geräts werden auch Schattenwürfe möglich sein. Somit können auch Bewegungen im Raum simuliert werden. Von aussen sieht es also aus, als würde sich jemand im Raum bewegen. Der Lautsprecher ist ein weiterer wichtiger Teil. Einbrecher können nur visuell und über Geräusche beurteilen ob jemand zuhause ist. Am Tag nützen lichter wenig und da kommt eben das akustische Element ins Spiel. Wenn sich ein Einbrecher dem Objekt nähert, so hört er plötzlich Gespräche, Kochgeräusche oder andere Aktivitäten. Das ist auch bei vielen Wohnungen ein Thema wo Einbrecher über die Wohnungstür einbrechen.

Das Gerät wird über das eigene Wifi mit dem Internet verbunden. Das ermöglicht ein regelmässiges Updaten der Inhalte sowie das aufschalten neuer Funktionalitäten.

Julian Stylianou präsentiert mit mitipi einen neuen Ansatz im Einbruchsschutz © mitipi

Haben Sie schon viele Bestellungen?

Wir haben bis heute 30 Vorbestellungen. Die haben wir bei Firmenanlässen unserer Partner buchen können. Es waren viele Leute dabei, die nichts mit dem Projekt zu tun hatten. Das hat uns schon sehr motiviert, weil das für uns eine Bestätigung war, dass unser Angebot Wert schafft und auch verständlich ist. Im Januar 2018 wollen wir eine Kickstarter Kampagne lancieren, dann werden wir sehen ob das Produkt so gut ankommt wie wir glauben.

In der Schweiz fühlen wir uns relativ sicher. Wie hoch ist die Gefahr eines Einbruchs und warum ist es sinnvoll schon im Vorfeld aktiv zu werden?

Basierend auf den aktuellsten Einbruchszahlen hat jeder Haushalt jährlich eine Wahrscheinlichkeit von rund 0.6% Opfer eines Einbruchs zu werden. Über die Lebenszeit hat man allerdings eine Wahrscheinlichkeit von knapp 50% Opfer eines Einbruchs zu werden. Das Problem ist eben, dass bereits ein Einbruch reicht, um die Lebensqualität nachhaltig zu beeinträchtigen. Ein Einbrucherlebnis löst eine enorme Stresssituation aus und kann nachhaltig psychologische Folgen haben. Jährlich sind in der Schweiz rund 47’000 Personen betroffen.

Wo sind die Grenzen von mitipi?

mitipi  ist ein effektives Präventionsmittel. mitipi wird einen Profi nicht abhalten können. Es geht mehr darum die Schwelle für einen Einbrecher zu erhöhen. Wieso in einer Wohnung einbrechen, wo der Einbrecher sich nicht sicher ist, ob da wirklich jemand zuhause ist? Da ist es viel einfacher eine Wohnung auszusuchen, wo sicher niemand zuhause ist. mitipi  hat ausserdem keine Sensoren die erkennen, ob jemand in der Wohnung ist. Das ist ein Nachteil, aber in Bezug auf die Privatsphäre, die wir schützen wollen, auch ein Vorteil.

Der virtuelle Mitbewohner simuliert Anwesenheit © mitipi

Kameras sind sehr beliebt, auch um das Gefühl einer gewissen Kontrolle zu haben. Ist geplant mitipi auch in einer Version mit Kamera auf den Markt zu bringen?

Das ist richtig. Es gibt bereits sehr viele Kamerasysteme am Markt. Das Problem dabei ist eben, dass die nur reaktiv funktionieren und der Einbrecher bereits in der Wohnung ist. Dann ist es zu spät.
Aktuell würde ich die Situation so beurteilen, dass wir möglicherweise mit Drittherstellern zusammenarbeiten. Unser Ziel ist sowieso, dass mitipi  mit Geräten von Drittherstellern kommunizieren kann und so auch zusätzliche Geräte ins System eingebunden werden können.

Wie wird mitipi in fünf Jahren aussehen?

Wir haben schon einiges diskutiert. Wichtig ist für uns erstmal einen erfolgreichen Markteintritt zu schaffen. Es gibt viele Möglichkeiten, die wir in Zukunft noch ausschöpfen könnten. Eine Möglichkeit wäre, nicht nur präventive, sondern auch noch reaktive Massnahmen anzubieten. Wir wissen beispielsweise, dass oft Nachbarn der Polizei entscheidende Hinweise geben. So könnte man Netzwerkmechanismen zum Schutz von Quartieren erarbeiten. Eine andere Möglichkeit wäre, unseren virtuellen Mitbewohner als virtuellen Assistenten weiterzuentwickeln. Damit man die Zeit zuhause geniessen kann, müssen verschiedene Voraussetzungen erfüllt sein. Das Zuhause muss sich sicher anfühlen. Das Zuhause muss unterhalten und sauber gehalten werden. Administrative Aufgaben müssen erledigt sein. Erst dann hat man den Freiraum zu tun, was man wirklich möchte.
Da unser virtueller Mitbewohner lernen kann, haben wir unzählige Weiterentwicklungsmöglichkeiten. Es gibt aber noch keine konkreten Pläne. Wir wollen uns nicht verzetteln. Wir gehen es Schritt für Schritt an.

http://mitipi.com/

https://www.facebook.com/Mitipi-1773226883002423/

https://www.youtube.com/channel/UCtspkxdCXhCaggGl3LmJv6w

Neuer Professor am Institut für Marketing Management

Das Institut für Marketing Management vereint unter sich ein Team, das alle relevanten Marketingbereiche abdecken kann. Die Dozenten sind durch hohe Fachkenntnis, aber auch durch viel Praxiserfahrung gekennzeichnet. Umso mehr freut es, wenn die Leistung der einzelnen Mitglieder honoriert wird. So geschehen bei Dr. Rainer Fuchs, dem der Titel eines Professors ZFH verliehen worden ist.

Prof. Dr. Fuchs, wie haben Sie auf die Nachricht reagiert, dass Sie nun Professor werden?

So eine Nachricht kommt nicht aus heiterem Himmel. Sie ist viel mehr das Ende eines Prozesses, in dem anhand von Publikationen, Forschungsergebnissen und Lehrevaluationen geprüft wird, ob man diesen Titel vom Fachhochschulrat verliehen bekommt. Dennoch ist man in dem Moment, in dem man die Nachricht von Schulleiter überbracht bekommt, natürlich erfreut und auch ein kleines bisschen stolz…

Wie wichtig ist dieser Titel für Sie persönlich, aber auch für das Institut für Marketing Management?

Die mit einem Professorentitel verbundene Reputation kann helfen, Türen zu öffnen. Sei es für Forschungskooperationen mit anderen namhaften Hochschulen, oder für interessante Projekte, in denen wir Unternehmen wissenschaftlich fundiert bei ihren praktischen Herausforderungen helfen. Für unser Institut spiegelt die Vergabe des Titels insbesondere das Wachstum der letzten Jahre wieder. Wir sind nicht nur personell grösser, sondern auch in den Themen viel breiter geworden.

Welche Fachbereiche decken Sie innerhalb des Instituts ab?

Meine Fachstelle, das Product Management Center, beschäftigt sich mit dem Management von Leistungen entlang des gesamten Produktlebenszyklus. Dieser beginnt mit der Identifikation eines Kundenbedürfnisses, erstreckt sich über die Entwicklungs-, Einführungs- und Nutzungsphase und endet mit dem Rückzug des Produktes aus dem Markt – und hoffentlich der Einführung des Nachfolgeproduktes. Im Zeitalter der Digitalisierung liegt hierbei der Schwerpunkt auf der Erzeugung und Nutzung produktbezogener Daten aus allen Phasen des Lebenszyklus – dem Digitalen Zwilling des Produktes.

Prof. Dr. Rainer Fuchs deckt wichtige Bereiche am Institut für Marketing Management ab

 

Die ZHAW ist bekannt für ihre praktische Ausrichtung. Hier gibt es nicht nur Akademiker, sondern auch Praktiker. Aus Ihrer Sicht, wie bedeutend ist diese Mischung?

Sie ist die Grundlage unseres Erfolges in Lehre, Forschung und Dienstleistung! Unsere Forschungs- und Projektpartner schätzen, dass wir nicht nur aktuellste Forschungsmethoden und Ergebnisse einbringen können, sondern gleichzeitig den Bezug zur praktischen Umsetzbarkeit herstellen können. Aus persönlicher Sicht kann ich sagen, dass diese Mischung für mich das Salz in der Suppe meiner Arbeit ist.

Das Institut für Marketing Management ist sehr breit aufgestellt und auch in der Weiterbildung aktiv. Kommen auch Erwachsene in den Genuss von Prof. Dr. Fuchs?

Ja, natürlich. Die Weiterbildung stellt für uns Dozenten die Champions League der Lehre dar: Hier wird man als Lehrender einerseits besonders gefordert, die praktische Übertragbarkeit wissenschaftlicher Erkenntnisse herauszustellen. Anderseits lerne ich auch jedes Wochenende wieder aufs Neue von unseren Kursteilnehmern, was ihre Herausforderungen sind und was sie benötigen, um mit ihnen klar zu kommen. Das lasse ich mir nicht entgehen!

Zum Schluss, was gefällt Ihnen besonders am Institut für Marketing Management und an der ZHAW?

Meine Kolleginnen und Kollegen. Ich glaube wir haben eine ganz gute Mischung an Experten verschiedensten Hintergrundes: Vollblut-Marketeers, Psychologen, Kommunikationswissenschaftler, Naturwissenschaftler und Ingenieure. Das ergänzt sich fachlich sehr gut, und letztendlich sind es die Menschen, die das Institut ausmachen.

 

Das ganze Team des Instituts für Marketing Management gratuliert Prof. Dr. Rainer Fuchs ganz herzlich und wünscht ihm weiterhin viel Erfolg!