Schatztruhe «Behavioral Economics» – Warum noch viel ungenutztes Potential brachliegt

Von Dr. Kurt Ackermann

Fünfzehn Jahre nach der Vergabe des Wirtschafts-Nobelpreises an Daniel Kahneman ging die prestigeträchtige Auszeichnung dieses Jahr wiederholt an eine Koryphäe auf dem Gebiet der Verhaltensökonomie: Richard Thaler. Doch trotz dieser ruhmreichen Würdigungen und der Publikation von zahlreichen Bestsellern (Thinking fast and slow, Nudge, Misbehaving, Predictably irrational, etc.), welche die Erkenntnisse der Verhaltensökonomie einem breiten Publikum eröffnen, scheint die Anwendung von Behavioral Economics in der Marketingpraxis noch immer nicht zum Mainstream geworden zu sein.

Zwar erfreuen sich einige Begriffe und Phänomene, wie etwa Verlustaversion, Framing oder Priming, durchaus einer gewissen Bekanntheit. Das gesamte Potential aus der Schatztruhe von Erkenntnissen, welche sich aus der Verknüpfung von Psychologie und Wirtschaftswissenschaften ergeben und sich aus verhaltensorientierten Experimenten ableiten lassen, scheint aber in der Praxis bislang noch bemerkenswert selten genutzt zu werden.

Was heisst das für die Praxis?

Ein möglicher Grund dafür könnte darin liegen, dass Möglichkeiten für die konkrete Anwendung von Inhalten der verhaltensökonomischen Forschung für Praktiker ohne entsprechendes Vorwissen zum Teil nicht ganz einfach zu erkennen sind. So ist die Verlustaversion als Phänomen möglicherweise bekannt, doch es fehlt am Umsetzungs- und Transferwissen, wie dieses psychologische Phänomen nun konkret in der Praxis aufgegriffen und entsprechende Massnahmen konzipiert werden können. Das heisst, die Werkzeuge aus dem reichen Fundus der verhaltensökonomischen Toolbox sind vielen möglicherweise bekannt und stehen natürlich allen zur Verfügung, doch das Wissen darüber, wie man diese Werkzeuge zielgerichtet einsetzen kann, scheint oft noch zu fehlen.

Das Wissen über Behavioral Economics auch praxisgerecht umsetzen

Hier können Schulungen Abhilfe schaffen, welche die psychologischen und verhaltensökonomischen Phänomene, Heuristiken und Biases nicht nur beschreiben und erläutern, sondern anhand praktischer Beispiele konkrete Anwendungsfelder aufzeigen und damit den Teilnehmenden neben Sachwissen, auch ein Transfer- und Umsetzungswissen vermitteln. Nur so kann die Schatztruhe Behavioral Economics für Praktiker gänzlich geöffnet und das Potential der verhaltensökonomischen Erkenntnisse ausgeschöpft werden.

CAS zum Thema

Falls alle, die dieses Potential für sich erschliessen möchten, für die dürfte der CAS Behavioral Insights for Marketing interessant sein, welcher im Frühjahr 2018 durchgeführt wird. Informieren Sie sich unverbindlich bei einem Info-Apéro oder melden Sie sich direkt an! Die Schatztruhe Behavioral Economics steht auch Ihnen offen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.