Giachen im Unterland an der ZHAW

Jann-Andrea

Seit Mai ist Jann-Andrea bei uns als Praktikant tätig. In diesem Beitrag stellt er sich vor und beschreibt seine Erfahrungen am Zentrum für Marketing Management. Wir hoffen noch weitere Beiträge von ihm zu lesen und sind gespannt auf einen Rückblick am Ende seines Praktikums im Dezember.

Meine Geschichte am Zentrum für Marketing Management (ZMM) hatte vor gut einem halben Jahr ihren Anfang. Zu meiner Zeit in der Mittelschule und insbesondere während einer sehr langen und kalten RS reifte mein Wunsch heran, im Bereich des Marketings Fuss zu fassen. Als ich über einen Familienfreund vom Zentrum für Marketing Management der ZHAW hörte, bewarb ich mich dort kurzerhand als Praktikant für ein halbes Jahr. Mir war von Anfang an bewusst, dass dies ein halbes Jahr Pendeln bedeutete: Vom Churer Rheintal ins Unterland und am Abend wieder zurück.

Das Ziel war es, trotz des fehlenden Studiums möglichst viele Eindrücke und Erfahrungen zu erhalten, die mir später bei der Wahl meines Studiums helfen würden. Auch fühle ich mich aufgrund persönlicher Interessen bei psychologischen Fragestellungen, sowie bei kreativem Arbeiten sehr wohl. Der Bezug von Psychologie zur Wirtschaft war mir bisher jedoch neu.

Voller Stolz, dass ich als Bündner problemlos und vor allem pünktlich in Winterthur am Zentrum angekommen bin, betrat ich das Besprechungszimmer, wo mein Bewerbungsgespräch mit Susanne Weissert und Frank Hannich stattfinden sollte. Zugegebenermassen war mir etwas mulmig dabei, da ich bisher keine Erfahrungen mit solchen Gesprächen sammeln konnte, zumal ich in Vergangenheit ganz unkompliziert, aber nicht minder leidenschaftlich, während Schulferien in den Malanser Weinbergen tätig war. Dieses Gefühl wurde durch die Kenntnis der Wichtigkeit und Internationalität des Zentrums nicht gerade geschmälert. Umso erfreulicher war es für mich aber, als ich nach einer knappen halben Stunde den positiven Bescheid bekam und ich mit Fachliteratur eingedeckt wurde um mich etwas ins Thema einzulesen.

Jetzt arbeite ich schon seit über drei Monaten im ZMM und blicke auf eine sehr bereichernde Zeit zurück. Das Team hat mich herzlich in ihren Reihen aufgenommen, mir wurden  spannende Aufgaben zugeteilt und ich merke, dass meine Arbeit stets geschätzt wurde. Auch wenn es anfangs nicht leicht war, in den Tagesrhythmus, in die für mich neue Arbeitswelt und geografische Umgebung hineinzufinden, so ist dies mittlerweile zur Gewohnheit geworden.

Ich freue mich auf die noch vor mir liegenden Monate und hoffe auf weitere interessante Stunden hier am Zentrum für Marketing Management.

«Kümmern Sie sich um Ihr Digital Business»

Eine Umfrage von McKinsey, bei der 1‘469 C-Level-Führungskräfte zu ihrer Einstellung und ihren Erwartungen in Bezug auf Digital Business befragt wurden, zeigt: Digitale Technologien verändern das Geschäftsmodell der Zukunft. Die Publikation bringt aber auch zu Tage, dass zuerst die notwendigen Fähigkeiten in den Unternehmen aufgebaut werden müssen, um die neuen Herausforderungen erfolgreich zu meistern.

Die Studie von McKinsey identifiziert die drei folgenden Schlüsseltrends im digitalen Business: “big data and analytics”, ”digital marketing and social-media tools”, und “new delivery platforms such as cloud computing and mobility”.

Gemäss den Autoren werden diese drei Trends einen bedeutenden Teil zum zukünftigen Geschäftserfolg beitragen. Von den befragten Unternehmen behauptet ein Drittel, dass Geschäftsaktivitäten im digitalen Bereich den Geschäftsgang über die nächsten drei Jahre um zehn Prozent steigern werden. Deshalb werden die beiden Trends „big data and analytics“ und „digital marketing and social tools“ auch von mehr als der Hälfte der Befragten als mindestens Top Ten-Unternehmenspriorität eingestuft. Auch wurde von fast 30 Prozent der befragten Unternehmen bekannt gegeben, dass sie auf Basis dieser Trends entweder einen neuen Geschäftszweig aufbauen oder einen neuen Profit Pool anzapfen wollen.

Weniger Übereinstimmung scheint es bezüglich der Budgetaufteilung und Investitionen zu geben. Fast 40 Prozent der CEOs erwarten Investitionen von drei Prozent des Gesamtbudgets, um sich für die genannten zukünftigen Herausforderungen des Digital Business zu rüsten. Hingegen erwarten nur 20 Prozent der CFOs und zwölf Prozent der CIOs eine gleich hohe Investitionsrate.

Viele der teilnehmenden Unternehmen meinen, dass durch einen optimalen Einsatz von Daten- und Analysetools Customer Insights generiert werden können und sollten. Tatsächlich nutzen jedoch nur wenige Unternehmen (20 Prozent) dieses Potential. Auch digitale Marketing-Techniken werden zu einem grossen Teil lediglich selektiv eingesetzt, wie dies folgende Abbildung darlegt.

Quelle: Studie McKinsey

Der Swiss Social Media Report kommt zu einem ähnlichen Schluss: Obwohl Social Media im Marketing in aller Munde ist, haben interaktive Medien im Marketing-Mix von Schweizer Unternehmen noch eine sehr geringe Bedeutung. Lediglich 17.6 Prozent der im Swiss Social Media Report befragten Unternehmen geben an, Social Media-Tools und -Plattformen im Marketing einzusetzen. Immerhin erklären 15.9 Prozent der Studienteilnehmer, zwar nicht aktiv auf Social Media vertreten zu sein, aber diese zu überwachen und nach Nennungen der eigenen Firma, der Produkte oder der Mitarbeitenden zu suchen.

Die zwei meist genannten Hürden in der Umsetzung von Digital-Business-Initiativen sind unflexible Unternehmensstrukturen und mangelhafte IT-Systeme, so die Analyse der McKinsey-Studie. Für einen erfolgreichen Einsatz von digitalen Geschäftsinitiativen sei ein Ausbruch aus den bisherigen Geschäfts-Paradigmen notwendig. Es sollen neue, flexiblere und funktionsübergreifende Organisationsstrukturen (Integration Marketing, IT, Product Development) eingeführt werden. Beides zeigt, dass gerade eine aktive Integration des CIO und der IT einen signifikanten Einfluss auf den Erfolg von digitalen Geschäftsaktivitäten haben.

Aus der Schweizer Marketing-Perspektive sind vor allem die mangelnde Relevanz von Social Media in der Kundenkommunikation, aber auch das fehlende Know-how im Einsatz und der Nutzung von interaktiven Kommunikationsplattformen die zentralen Hinderungsgründe in der Integration von Social Media im Marketing.

Lionel Tiger am Swiss New Marketing Forum, 12. September 2012

Lionel Tiger (Quelle: amazon.com)

Am 12. September findet das Swiss New Marketing Forum in Winterthur statt. Top-Referenten beleuchten aktuelle Erkenntnisse rund um die Themen Brand Aesthetics, Neuroökonomie und das Gruppenverhalten in sozialen Medien. Hier stellen wir Ihnen Lionel Tiger vor, der Key-Note Referent ist Anthropologieprofessor an der Rutgers University in New Jersey.

Social Grooming

Social Grooming nennt Lionel Tiger unser Verhalten auf den Social Media Kanälen im Vergleich mit dem Verhalten der Affen vor Millionen Jahren. Anhand von Social Grooming erklärt er, warum wir das Bedürfnis verspüren uns auf den sozialen Netzwerken mitzuteilen und über die Aktivitäten andere Menschen zu informieren. Tiger glaubt, dass die neuen Technologien nicht helfen uns von unserer Natur loszulösen, sondern dass sie genau das Gegenteil bewirken: Die Reprimatisierung.

Professor Lionel Tiger schloss an der McGill University 1959 mit dem Master of Arts ab. Die Promotion zum Ph.D. erfolgte 1962 an der London School of Economics. Seit 1972 lehrt der emeritierte Anthropologieprofessor an der Rutgers University im US-amerikanischen New Jersey.

Als Autor hat er verschiedene Publikationen wie „The Pursuit of Pleasure“, „Men in Groups“ und „God’s Brain“ und „Reprimatisierung-Warum wir in Neuen Medien wie Affen kommunizieren“ veröffentlicht.

Neben Lionel Tiger werden noch vier weitere renommierte Expertinnen und Experten in Impuls-Referaten halten.

Weitere Informationen und Anmeldung unter: www.swiss-new-marketing-forum.ch

Zuckerbrot, Peitsche und Leadership – Wie gelingt Kooperation in sozialen Gruppen?

Prof. Dr. Matthias Sutter

Matthias Sutter, der Professor für Experimentelle Wirtschaftsforschung, referiert am  Swiss New Marketing Forum in Winterthur. Mit dem Referat „Zuckerbrot, Peitsche und Leadership – Wie gelingt Kooperation in sozialen Gruppen?“ ist viel Spannung zu erwarten. Neben  Prof. Dr. Matthias Sutter werden weitere Top Referenten einen Einblick in die Themen Social Business, Brand Aesthetics,  und das Gruppenverhalten in sozialen Medien geben. Hier stellen wir Matthias Sutter kurz vor und geben Ihnen einen Einblick in sein Referat vom 12. September 2012 in Winterthur.

Prof. Dr. Matthias Sutter promovierte und habilitierte in Volkswirtschaftslehre an der Universität Innsbruck, war 2003-2005 Professor am Max-Planck-Institut für Ökonomik in Jena und 2005-2006 an der Universität Köln. Seit 2006 ist er Professor für Experimentelle Wirtschaftsforschung an der Universität Innsbruck und seit 2007 Teilzeitprofessor an der Universität Göteborg. Er forscht vor allem zu Gruppenentscheidungen und wie sich ökonomisches Entscheidungsverhalten im Jugendalter verändert.

Wie gelingt Kooperation in sozialen Gruppen?

Der Mensch lebt seit jeher in sozialen Netzwerken und Gruppen. Im Gegensatz zur Tierwelt zeichnet sich der Mensch dadurch aus, dass Kooperation selbst dann in größeren Gruppen funktionieren kann, wenn keine Verwandtschaftsbeziehungen vorliegen. Woran liegt das? Wie kann Kooperation gelingen und was bedeutet das für die erfolgreiche Führung von Gruppen (in Unternehmen)? Das Referat erarbeitet mit Ihnen anhand von wissenschaftlichen Erkenntnissen Antworten auf diese Fragen.

Zusätzlich werden in fünf Workshops die Themenbereiche Customer Experience Management, Branding & Kommunikation, Konsumentenverhalten, Social Business und Sustainability Marketing diskutiert. Nutzen Sie die Möglichkeit sich hier mit Experten aus Wissenschaft und Praxis auszutauschen.

Weitere Informationen und Anmeldung unter: www.swiss-new-marketing-forum.ch

Bedeutungszunahme von Design und Ästhetik im Marketing der Zukunft

Thomas Ramseier

Thomas Ramseier referiert am diesjährigen Swiss New Marketing Forum vom 12. September zum Thema: Bedeutungszunahme von Design und Ästhetik im Marketing der Zukunft. Weitere Top Referenten stellen aktuelle Erkenntnisse rund um den «Kunden 2.0» und die beziehungsorientierte Unternehmensführung vor.  In diesem Beitrag stellen wir Thomas Ramseier und sein spannendes Tätigkeitsgebiet  vor.

Thomas Ramseier ist Geschäftsführer und Inhaber der Branding Agentur Brandpulse, welche sich auf die Entwicklung neuer Marken und die Vitalisierung bestehender Marken spezialisiert. Nach seiner Ausbildung zum Kommunikationsfachmann in der Schweiz und in den USA war Thomas Ramseier bei Interbrand Zintzmeyer & Lux in New York als Markenberater tätig. Von 1995 bis 2003 arbeitete er bei der Wirz Gruppe in verschiedenen Unternehmen und Funktionen, zuletzt als Mitglied der Geschäftsleitung der Wirz Werbung AG und Partner der Wirz Partner Holding AG.

Design und Ästhetik – früher hauptsächlich von Luxus-Marken eingesetzt – gewinnen im modernen Marketing an Bedeutung. Seit einigen Jahren legen auch Marken des Massenmarktes grossen Wert auf die Inszenierung. Und das mit grossem Erfolg. Handelt es sich dabei nur um einen kurzfristigen Trend oder wird das Management ästhetischer Aspekte zum Standard werden? In Thomas Ramseiers Referat werden die Gründe für die aktuellen Entwicklungen sowie deren Einflüsse auf die Markenführung der Zukunft aufgezeigt.

Neben Thomas Ramseier werden weitere renommierte Expertinnen und Experten in Impuls-Referaten die Aspekte der neuen Marketingentwicklungen aufzeigen. Zusätzlich finden thematische Workshops statt, wo Sie die Möglichkeit haben sich mit Fachspezialisten aus Wissenschaft und Praxis auszutauschen.

Melden Sie sich heute noch an und sichern Sie sich einen Platz am Swiss New Marketing Forum!

Social. In Plain Business.

Thomas A. Bryner

Das Thema Social Business wird am diesjährigen Swiss New Marketing Forum am 12. September von Thomas A. Bryner genauer beleuchtet. Neben ihm werden weitere  Top Referentinnen und Referenten über die Bereiche Brand Aesthetics, Neuroökonomie und das Gruppenverhalten in sozialen Medien diskutieren. In diesem Beitrag stellen wir Thomas A. Bryner kurz vor und geben ein Vorgeschmack auf sein Referat.

Thomas A. Bryner ist Mitglied im weltweiten „Social Business Tiger Team“ der IBM. Er berät Kunden und Partner bei der Strategieentwicklung, Umsetzung und Adaption von Social Business und Enterprise 2.0. Neue Technologien wie Social Media, Social Collbaoration, Cloud Computing und Mobile bilden dabei seine Schwerpunktthemen.

Social Business – Wirkungspotenzial

Social Media ist für viele ein Begriff und wird von vielen mehr oder weniger weit gehend angewendet. Was aber ist ein Social Business und was braucht es dazu? Welche Wirkungspotenziale können sich entfalten und wie lassen sich Social Management Systeme und Unternehmensgewinn kausal verknüpfen? Diese Fragestellungen sind aber für viele noch gedankliches Neuland; jedoch dass eine Diskussion dringend Not tut ist erkannt. In diesem Referat werden gerade diese Themen beleuchtet.

Am Swiss New Marketing Forum finden zusätzlich fünf thematische Workshops statt. Die Themen Customer Experience Management, Branding & Kommunikation, Konsumentenverhalten, Social Business und Sustainability Marketing, werden hier im Austausch mit Fachspezialisten diskutiert.

Weitere Informationen und Anmeldung unter: www.swiss-new-marketing-forum.ch

Dozenten-Zuwachs im ZMM: Dr. Rainer Fuchs

Dr. Rainer Fuchs

Wir freuen uns, Dr. Rainer Fuchs im Zentrum für Marketing Management zu begrüssen. Auch er hat Anfang August gestartet und stellt sich mit ein paar Sätzen selbst vor:

Mit dem Physik-Diplom der Uni Konstanz in der Tasche bin ich 1999 als Doktorand an die ETH Zürich gekommen, um dort im Rahmen meiner Dissertation eine künstliche Leber für den Einsatz an Patienten, die auf eine Transplantation warten zu konzipieren und zu bauen. Parallel zur Diss habe ich den Master in Industrial Management (NDS Betriebswissenschaften) und später den Berufseinstieg als Entwicklungsingenieur in der F&E eines schweizerischen Medizinaltechnik-Unternehmens gemacht. In der Folge hatte ich verschiedene Positionen im Produktmanagement bei Mettler-Toledo inne und habe ausserdem zwei Jahre Erfahrung als Berater im Prozess- und Strategieconsulting gesammelt. Während dieser Zeit war ich in meiner Freizeit auch als Dozent für Physik an der Fachhochschule Konstanz tätig. Die letzten Jahre habe ich beim Laborausrüster Tecan gearbeitet, unter anderem als Leiter Produktmanagement B2C, Leiter der SBU Clinical Diagnostics und Leiter Innovation Management.

Ich freue mich sehr darauf, mich als Dozent am ZMM wieder in der Lehre und Weiterbildung engagieren zu können und darüber hinaus meine Erfahrungen auch in die Projekte einfliessen lassen zu dürfen!

Herzlich Willkommen im Team!

Das ZMM wächst weiter und wir freuen uns seit dem 1. August Corinne Scherrer und David Wallmer bei uns im Team begrüssen zu dürfen. Corinne und David stellen sich kurz selbst vor und wir hoffen noch viele weitere spannende Einträge von ihnen zu lesen!

Corinne Scherrer und David Wallmer

Corinne Scherrer:

Nach meinem Bachelorabschluss an der Universität Freiburg in Biomedizinischen Wissenschaften mit dem Nebenfach Betriebswirtschaftslehre habe ich ein einjähriges Praktikum im Marketingbereich einer internationalen Kosmetikfirma absolviert. Um meine Marketingkenntnisse  zu vertiefen, habe ich mich anschliessend entschlossen, den konsekutiven Master in Marketing an der ZHAW zu beginnen und starte nun im September in das dritte Semester.

Ich freue mich als wissenschaftliche  Assistentin im ZMM an abwechslungsreichen Projekten mitzuwirken und das im Studium gelernte Wissen aktiv anzuwenden. In meiner Freizeit reise und koche ich sehr gerne und gehe verschiedenen Sportarten nach.

David Wallmer:

Während meinem Bachelorstudium in Betriebsökonomie an der ZHAW School of Management and Law, welches ich im Juni dieses Jahres beenden konnte, war ich unter anderem als Junior Program Manager in der Weiterbildung tätig und konnte dabei wertvolle Erfahrungen sammeln, die ich nun am Zentrum für Marketingmanagement (ZMM) einsetzen möchte. Die Anstellung am ZMM verbinde ich mit dem Masterstudium mit Major Marketing an der ZHAW und freue mich auf den Transfer zwischen dem Studium und meiner beruflichen Tätigkeit.

In meiner Freizeit fische ich leidenschaftlich gerne und kombiniere dies mit einem guten Buch oder leiser Musik. In Zeiten, in denen die Fische nicht beissen, treibe ich zum Ausgleich Sport in der Natur oder schwitze auf den Eisfeldern in der Region.

Ökologisch nachhaltige Produkte im CRM-Fokus

Inka Keuper

Im Rahmen des Booklets „Best of 10 years CRM – Auszüge aus den besten Master-Arbeiten in Customer Relationship Management“ wurden die Management Summaries von Master-Arbeiten veröffentlicht, welche in vorbildlicher Art und Weise einen Beitrag zum Transfer akademischer Erkenntnisse und «Best Practice»-relevanter praktischer Erfahrungen in den unternehmerischen Alltag darstellen.

Diese Master-Arbeit wurde von Inka Keuper (Head of IT Project Management Global Core Banking (ECM & Accounting) bei der Credit Suisse AG) in der Durchführung MAS CRM 5 verfasst:


Übersicht und Zielsetzung

Immer stärker werdende Konkurrenz und immer enger besetzte Märkte zwingen Unternehmen, neue Wege zu beschreiten und sich im Markt neu zu positionieren. CRM im Ganzen beschäftigt sich mit dem Problem der Unternehmen, Kunden, Märkte und Produkte. Der Fokus dieser Arbeit liegt auf dem Thema der ökologisch nachhaltigen Produkte, im Speziellen der Fonds des Finanzdienstleisters Credit Suisse. Es wird aufgezeigt, welche Beziehungen zwischen CRM und nachhaltigen Finanzprodukten bestehen und wie diese Beziehungen anhand des ZHAW CRM-Frameworks optimiert werden können.

Im ersten, theoretischen Teil wird die Bedeutung der ökologischen Nachhaltigkeit, des gesellschaftlichen Wertewandels, neuer Formen des Lebensstils wie derjenige der LOHAS (Lifestyle of Health and Sustainability) sowie die Art und Weise, wie Unternehmen dadurch beeinflusst werden bzw. was sie dazu beitragen, beleuchtet.

Im zweiten, empirischen Teil wird die CS genauer untersucht. Was macht sie zum Thema ökologischer Nachhaltigkeit generell, was bietet sie an nachhaltigen Fondsprodukten an, wie werden diese selektiert und angeboten? Ausserdem wird die Kundenseite und deren Bedürfnis beziehungsweise Wissen bezüglich ökologisch nachhaltiger Produkte analysiert. Daraus resultierend werden Erkenntnisse erarbeitet, mittels ZHAW CRM-Framework eingestuft und daraus ableitend konkrete Handlungsempfehlungen für die Credit Suisse erstellt.

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CRM im Investitionsgüterumfeld – Festlegung und Integration neuer Prozesse zur Einführung von CRM im Geschäftsbereich Grain Milling

Mike Häfeli

Im Rahmen des Booklets „Best of 10 years CRM – Auszüge aus den besten Master-Arbeiten in Customer Relationship Management“ wurden die Management Summaries von Master-Arbeiten der letzten 10 Jahre veröffentlicht.

Diese Master-Arbeit wurde von Mike Häfeli (Vice President bei Buhler Inc.), in der Durchführung MAS CRM 6 verfasst:

Wird CRM als ganzheitliche und unternehmensweite Strategie des Kundenbeziehungsmanagements verstanden und wird es konsequent umgesetzt, steht dem Erfolg nichts im Wege. Oben beschriebene Strategie ist aber heute, weder im Konzern noch im Geschäftsbereich Grain Milling, eindeutig zu erkennen.

Diese Arbeit beleuchtet die heutigen, zum Teil bekannten Schwächen. Sie beschreibt konkret eine Möglichkeit zur Implementierung einer unbedingt notwendigen CRMOrganisation innerhalb des Konzerns. Eine klare Zuweisung von Verantwortung und eine Koordination aller Tätigkeiten, durch eine zentrale Stelle auf Konzernebene, erscheint unumgänglich.

Im Rahmen dieser Arbeit und basierend auf dem Bühler Sales Cycle ist ein für den Geschäftsbereich Grain Milling gültiges Opportunity Assessment erstellt worden. Dieses erste Risk Gate erlaubt eine in Abhängigkeit von Schlüsselwerten dynamische Darstellung der relevanten Fragestellungen. Oberstes Gebot des Opportunity Assessment ist, mit wenigen, aber konkreten Fragen die Grundlage für eine «Go»- oder «No go»-Entscheidung zur weiteren Bearbeitung einer neuen Opportunity zu geben.

Die deutlich fehlende Festlegung und Zuweisung von Verantwortlichkeiten im Bereich der Stammdatenpflege zeigt eine weitere Schwachstelle. Insbesondere in Anbetracht einer internationalen Organisation, mit vielen Niederlassungen und Standorten, ist ein zentrales Datenpflegekonzept unumgänglich. Die Umsetzung eines solchen Konzepts ist in Verbindung mit einer CRM-Organisation zu betrachten.

Das letzte Kapitel befasst sich mit einer Handlungsempfehlung zur Segmentierung der Kunden beziehungsweise zur Darstellung des Kundenwerts. Ein Portfolio-Modell und eine ABC-Analyse sollen in Zukunft erlauben, die wirklich rentablen Kunden des Geschäftsbereiches Grain Milling hervorzuheben. Ziel einer Kundenwertdarstellung bei Grain Milling ist es, die Kräfte und Aktionen differenziert auf die einzelnen Kundensegmente zu richten und diese zielgerecht anzusprechen.

©Wiedergabe von Beiträgen nur mit schriftlicher Einwilligung des Herausgebers sowie Quellenhinweis: „Best of 10 years CRM – Auszug aus den besten Master-Arbeiten in Customer Relationship Management“ der ZHAW School of Management and Law, Zentrum für Marketing Management.

Die von den Autorinnen und Autoren geäusserten Meinungen können von jenen des Herausgebers abweichen.

Das PDF des Booklets „Best of 10 years CRM“ kann hier kostenlos bestellt werden.