«Kümmern Sie sich um Ihr Digital Business»

Eine Umfrage von McKinsey, bei der 1‘469 C-Level-Führungskräfte zu ihrer Einstellung und ihren Erwartungen in Bezug auf Digital Business befragt wurden, zeigt: Digitale Technologien verändern das Geschäftsmodell der Zukunft. Die Publikation bringt aber auch zu Tage, dass zuerst die notwendigen Fähigkeiten in den Unternehmen aufgebaut werden müssen, um die neuen Herausforderungen erfolgreich zu meistern.

Die Studie von McKinsey identifiziert die drei folgenden Schlüsseltrends im digitalen Business: “big data and analytics”, ”digital marketing and social-media tools”, und “new delivery platforms such as cloud computing and mobility”.

Gemäss den Autoren werden diese drei Trends einen bedeutenden Teil zum zukünftigen Geschäftserfolg beitragen. Von den befragten Unternehmen behauptet ein Drittel, dass Geschäftsaktivitäten im digitalen Bereich den Geschäftsgang über die nächsten drei Jahre um zehn Prozent steigern werden. Deshalb werden die beiden Trends „big data and analytics“ und „digital marketing and social tools“ auch von mehr als der Hälfte der Befragten als mindestens Top Ten-Unternehmenspriorität eingestuft. Auch wurde von fast 30 Prozent der befragten Unternehmen bekannt gegeben, dass sie auf Basis dieser Trends entweder einen neuen Geschäftszweig aufbauen oder einen neuen Profit Pool anzapfen wollen.

Weniger Übereinstimmung scheint es bezüglich der Budgetaufteilung und Investitionen zu geben. Fast 40 Prozent der CEOs erwarten Investitionen von drei Prozent des Gesamtbudgets, um sich für die genannten zukünftigen Herausforderungen des Digital Business zu rüsten. Hingegen erwarten nur 20 Prozent der CFOs und zwölf Prozent der CIOs eine gleich hohe Investitionsrate.

Viele der teilnehmenden Unternehmen meinen, dass durch einen optimalen Einsatz von Daten- und Analysetools Customer Insights generiert werden können und sollten. Tatsächlich nutzen jedoch nur wenige Unternehmen (20 Prozent) dieses Potential. Auch digitale Marketing-Techniken werden zu einem grossen Teil lediglich selektiv eingesetzt, wie dies folgende Abbildung darlegt.

Quelle: Studie McKinsey

Der Swiss Social Media Report kommt zu einem ähnlichen Schluss: Obwohl Social Media im Marketing in aller Munde ist, haben interaktive Medien im Marketing-Mix von Schweizer Unternehmen noch eine sehr geringe Bedeutung. Lediglich 17.6 Prozent der im Swiss Social Media Report befragten Unternehmen geben an, Social Media-Tools und -Plattformen im Marketing einzusetzen. Immerhin erklären 15.9 Prozent der Studienteilnehmer, zwar nicht aktiv auf Social Media vertreten zu sein, aber diese zu überwachen und nach Nennungen der eigenen Firma, der Produkte oder der Mitarbeitenden zu suchen.

Die zwei meist genannten Hürden in der Umsetzung von Digital-Business-Initiativen sind unflexible Unternehmensstrukturen und mangelhafte IT-Systeme, so die Analyse der McKinsey-Studie. Für einen erfolgreichen Einsatz von digitalen Geschäftsinitiativen sei ein Ausbruch aus den bisherigen Geschäfts-Paradigmen notwendig. Es sollen neue, flexiblere und funktionsübergreifende Organisationsstrukturen (Integration Marketing, IT, Product Development) eingeführt werden. Beides zeigt, dass gerade eine aktive Integration des CIO und der IT einen signifikanten Einfluss auf den Erfolg von digitalen Geschäftsaktivitäten haben.

Aus der Schweizer Marketing-Perspektive sind vor allem die mangelnde Relevanz von Social Media in der Kundenkommunikation, aber auch das fehlende Know-how im Einsatz und der Nutzung von interaktiven Kommunikationsplattformen die zentralen Hinderungsgründe in der Integration von Social Media im Marketing.

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