Social Media wird zum Alltag

Die Nutzung von Social Media wird zum Alltag  in Schweizer Unternehmen. Diese und weitere Erkenntnisse wurden in der Bernet ZHAW Studie 2013 veröffentlicht. Autoren der Studie sind Dr. Guido Keel vom Institut für Angewandte Medienwissenschaften (IAM) der ZHAW und Marcel Bernet von Bernet_PR.

Gemäss der Bernet ZHAW Studie haben zwei Drittel der Schweizer Unternehmen Social Media im Einsatz. Es verwundert nicht, dass vor allem die grossen Firmen in der Social Media Welt unterwegs sind. 89 Prozent der Grossunternehmen sind gemäss der Studie auf einer Plattform vertreten. Unternehmen, welche noch nicht auf Social Media Plattformen vertreten sind, geben als Grund den hohen Aufwand und das erwartete Desinteresse an. Diese Aussage wird auch durch den Swiss Social Media Report 2012 von unserem Institut unterstützt. Dort wurden als Haupt-Argumente für die Social Media-Absenz die fehlende Relevanz und das damit verbundene Desinteresse genannt.

Über eine Strategie verfügen noch immer erst 55 Prozent der Unternehmen. Auch diese Kennzahl deckt sich mit dem Swiss Social Media Report 2012, bei dem knapp 59 Prozent der aktiven Social Media Unternehmen eine Strategie besitzen oder am Erarbeiten sind. In der Bernet ZHAW Studie 2013 geben die befragten Unternehmen an, dass sie mit Social Media in erster Linie den Dialog stärken, Produktinformationen weitergeben und das Image pflegen.

Dies ist nur ein kleiner Auszug der neuen Bernet ZHAW Studie.  Die ganze Studie finden sie hier.

«Kümmern Sie sich um Ihr Digital Business»

Eine Umfrage von McKinsey, bei der 1‘469 C-Level-Führungskräfte zu ihrer Einstellung und ihren Erwartungen in Bezug auf Digital Business befragt wurden, zeigt: Digitale Technologien verändern das Geschäftsmodell der Zukunft. Die Publikation bringt aber auch zu Tage, dass zuerst die notwendigen Fähigkeiten in den Unternehmen aufgebaut werden müssen, um die neuen Herausforderungen erfolgreich zu meistern.

Die Studie von McKinsey identifiziert die drei folgenden Schlüsseltrends im digitalen Business: “big data and analytics”, ”digital marketing and social-media tools”, und “new delivery platforms such as cloud computing and mobility”.

Gemäss den Autoren werden diese drei Trends einen bedeutenden Teil zum zukünftigen Geschäftserfolg beitragen. Von den befragten Unternehmen behauptet ein Drittel, dass Geschäftsaktivitäten im digitalen Bereich den Geschäftsgang über die nächsten drei Jahre um zehn Prozent steigern werden. Deshalb werden die beiden Trends „big data and analytics“ und „digital marketing and social tools“ auch von mehr als der Hälfte der Befragten als mindestens Top Ten-Unternehmenspriorität eingestuft. Auch wurde von fast 30 Prozent der befragten Unternehmen bekannt gegeben, dass sie auf Basis dieser Trends entweder einen neuen Geschäftszweig aufbauen oder einen neuen Profit Pool anzapfen wollen.

Weniger Übereinstimmung scheint es bezüglich der Budgetaufteilung und Investitionen zu geben. Fast 40 Prozent der CEOs erwarten Investitionen von drei Prozent des Gesamtbudgets, um sich für die genannten zukünftigen Herausforderungen des Digital Business zu rüsten. Hingegen erwarten nur 20 Prozent der CFOs und zwölf Prozent der CIOs eine gleich hohe Investitionsrate.

Viele der teilnehmenden Unternehmen meinen, dass durch einen optimalen Einsatz von Daten- und Analysetools Customer Insights generiert werden können und sollten. Tatsächlich nutzen jedoch nur wenige Unternehmen (20 Prozent) dieses Potential. Auch digitale Marketing-Techniken werden zu einem grossen Teil lediglich selektiv eingesetzt, wie dies folgende Abbildung darlegt.

Quelle: Studie McKinsey

Der Swiss Social Media Report kommt zu einem ähnlichen Schluss: Obwohl Social Media im Marketing in aller Munde ist, haben interaktive Medien im Marketing-Mix von Schweizer Unternehmen noch eine sehr geringe Bedeutung. Lediglich 17.6 Prozent der im Swiss Social Media Report befragten Unternehmen geben an, Social Media-Tools und -Plattformen im Marketing einzusetzen. Immerhin erklären 15.9 Prozent der Studienteilnehmer, zwar nicht aktiv auf Social Media vertreten zu sein, aber diese zu überwachen und nach Nennungen der eigenen Firma, der Produkte oder der Mitarbeitenden zu suchen.

Die zwei meist genannten Hürden in der Umsetzung von Digital-Business-Initiativen sind unflexible Unternehmensstrukturen und mangelhafte IT-Systeme, so die Analyse der McKinsey-Studie. Für einen erfolgreichen Einsatz von digitalen Geschäftsinitiativen sei ein Ausbruch aus den bisherigen Geschäfts-Paradigmen notwendig. Es sollen neue, flexiblere und funktionsübergreifende Organisationsstrukturen (Integration Marketing, IT, Product Development) eingeführt werden. Beides zeigt, dass gerade eine aktive Integration des CIO und der IT einen signifikanten Einfluss auf den Erfolg von digitalen Geschäftsaktivitäten haben.

Aus der Schweizer Marketing-Perspektive sind vor allem die mangelnde Relevanz von Social Media in der Kundenkommunikation, aber auch das fehlende Know-how im Einsatz und der Nutzung von interaktiven Kommunikationsplattformen die zentralen Hinderungsgründe in der Integration von Social Media im Marketing.

Social What? Für die grosse Mehrheit der Schweizer Unternehmen sind Social Media immer noch ein Buch mit sieben Siegeln

Die aktuelle Studie „Swiss Social Media Report“ des Zentrums für Marketing Management der ZHAW School of Management and Law zeigt, dass Social Media im Schweizer Unternehmensalltag noch nicht angekommen sind. Für beachtliche zwei Drittel der Unternehmen spielen Social Media in der Kundenbeziehung noch keine Rolle. Diejenigen der Firmen, welche Social Media Marketing aktiv betreiben, tun dies grösstenteils auf Facebook. Diese ernüchternden Resultate kontrastieren mit dem Online-Verhalten der Schweizer Konsumentinnen und Konsumenten, für die Social Media heute Realität sind. Weiterlesen

Erste Erkenntnisse aus dem Swiss Social Media Report 2011

Einsatz von Social Media: Branchenvergleich

Einsatz von Social Media: Branchenvergleich

Für den Swiss Social Media Report 2011, welcher im März veröffentlich wird, wurden 453 vorwiegend mittlere und grössere Unternehmen in der deutsch- und französischssprachigen Schweiz befragt. Im Blog geben wir einen ersten Einblick in die Resultate; heute zum Einsatz von Social Media-Kanälen.

Setzt ihr Unternehmen Social Media ein? Die eingegangenen Antworte zeigen: „nur“ 33.4% der befragten Unternehmen gaben an, Social Media-Kanäle zu nutzen. Etwas mehr als die Hälfte dieser Unternehmen (17.6%) setzen diese interaktiven Medien aktiv ein, während die restlichen 15.8% lediglich überwachen, was über ihre Marke, ihre Produkte/Dienstleistungen und Mitarbeitenden geschrieben wird. Für den Grossteil der befragten Unternehmen (66.6%) hat das Social Web – jedenfalls aus ihrer Perspektive – noch keine Business-Relevanz.

Ein Branchen-Vergleich führt zu einem differenzierteren Bild: Es sind vor allem der Handel und die Dienstleistungs-Branche, welche im Social Web aktiv sind. „Industrie und Herstellung“ sind hingegen kaum auf den verschiedenen Plattformen vertreten. Das Ergebnis überrascht kaum, charakterisiert sich diese Branche doch durch eine geringe Anzahl Kunden und eine grosse Individualisierung.

Um als Unternehmen in Social Media Fuss zu fassen, ist die Sensibilisierung der Mitarbeitenden für die veränderten Gegebenheiten der Kommunikation entscheidend. Dieses Ziel verfolgt das Intensiv-Seminar „Social Media Marketing: Starter“, welches am 9. März 2012 an der ZHAW School of Management and Law durchgeführt wird.  Zurzeit sind noch Plätze frei. Weitere Informationen zum Seminar finden Sie hier.

Weitere spannende Erkenntnisse zu Social Media in Schweizer Unternehmen finden Sie im März in unserem Swiss Social Media Report 2011.