Das Design Thinking Mindset in einem Playbook beschrieben, erläutert und angewandt

Was tut ein American Football Team wenn ein Spielzug funktioniert? Spielzug wiederholen! Was, wenn es nicht funktioniert? Improvisieren! Das Scheitern vergangener Züge treibt das Wechselspiel von geplanten Spielzügen und Improvisation an. Ein ähnliches Muster verfolgt auch das Prinzip des Design Thinkings. Wie genau es funktioniert, beschreibt Dr. Michael Lewrick, Chief Innovation Officer bei Swisscom, in seinem Buch «The Design Thinking Playbook». Er gibt uns einen Einblick, was das Buch beinhaltet. Ausserdem erfahren wir, was uns an seinem Referat am Future of Marketing Event am 15. Oktober 2018 erwartet.

Worüber werden Sie am Future of Marketing Event referieren

Ich werde in meinen Vortrag den Fokus auf das Design von Business Ökosystemen legen. Es gibt verschiedene Arten von Business Ökosystemen. Im letzten Jahrzehnt waren diese von zentralen Plattformen geprägt. Aber was wäre, wenn alle Informationen, Daten, Eigentumsrechte, und Geldwerte in dezentralen Strukturen sicher, kostengünstig und nachvollziehbar übertragen werden könnten? Die Antwort könnte lauten, es entstehen neue Geschäftsmodelle und Marktopportunitäten. Bestehende Marktteilnehmer verlieren dadurch ihre Daseinsberechtigung. Insbesondere die zahlreichen Intermediäre, die über die Jahre lukrative Einnahmequellen aus ihren transaktionsbasierten Geschäftsmodellen generieren konnten. Wer in solchen dezentralen Systemen überleben möchte, muss sich jetzt verändern, denn aktuell werden die Wertströme in vielen Branchen neu definiert. So wird in Zukunft das Design von Business Ökosystemen zu einer der zentralen Fähigkeiten für Unternehmen.

Das Denken in Business Ökosystem hat die folgenden Merkmale:

  • auf den Nutzer fokussiert
  • lose gekoppelt und auf Co-Creation ausgelegt
  • bestehend aus vernetzten und dezentralen Systemelementen
  • abgestimmte und akzeptierte Wertesysteme der Akteure
  • branchenübergreifende Angebote
  • auf dem maximalen Nutzen für alle Teilnehmer und Akteure ausgelegt
  • durch neue Schlüssel-Technologien (z.B. Blockchain) befähigt
  • Schrittweiser Aufbau eines Minimal Viable Ecosystem (MVE)

Dr. Michael Lewrick ist Expert für das Design Thinking © Dr. Michael Lewrick

Was war Ihre Grundintension den Bestseller „Design Thinking Playbook“ zu schreiben?

Die Intention war nicht einen Bestseller zu schreiben, sondern in erster Linie die aktuelle Innovationsforschung und eine Reflexion aus der Praxis in eine ansprechende Form zu bringen. Durch viele Visualisierungen und eine verständliche Beschreibung, sollten so komplexe Sachverhalte einfach und verständlich beschrieben werden. Unseren Lesern gefällt dieses Format eines „Playbooks“ und deshalb wurde das Buch so erfolgreich. Aktuell wird es in 34 Sprachen übersetzt. Zudem haben wir im Design Thinking Playbook konsequent Design Thinking angewandt. Ausgehend von Personas, werden das Mindest, die Methoden und Werkzeuge beschrieben.

Die Metapher „Playbook“ ist hierbei eine Anlehnung an ein Playbook im American Football, welches vom Coach genutzt wird, um eine Reihe von möglichen Spielzügen, die das Team beim nächsten Mal ausführen sollte zu dokumentieren. Wenn das Team in der Offensive ist braucht es eine andere Vorgehensweise. Die Expertentipps und Hinweise im Design Thinking Playbook sind als inspirierende Vorgehensweise zu verstehen, für eine iterative Reise auf der Suche nach der nächsten Marktopportunität.

Beide Playbooks bestehen aus den beschriebenen Spielzügen, bzw. Vorgehenshinweisen. Diese bestehen in der Regel aus einer Mischung aus greifbaren Diagrammen, Visualisierungen und Wörtern. Im American Football werden so die Züge und Positionen der einzelnen Spieler festgelegt. Das Team versucht ca. alle zwei Minuten ein Spiel aus dem Spielbuch zu spielen. Wenn es klappt, super cool, und der Spielzug wird später noch einmal wiederholt. Wenn es nicht klappt, kehrt das Team in die Teambesprechung zurück und improvisiert. Das Team hat etwa 30 Sekunden Zeit, um zu improvisieren und ihr nächstes Spiel zu verbessern. Dieses Muster von einem geplanten Spielzug versus Improvisation, wird durch das Scheitern vergangener Züge getrieben. Ein ziemlich einzigartiges Verhalten: planen, scheitern, neu entwerfen, umsetzen – alle zwei Minuten.

Das Design Thinking Mindset forciert das gleiche iterative vorgehen: Beobachten, Verstehen, Standpunkt festlegen, Bauen und Testen.

Das Design Thinking Playbook als Inspiration für eine neue Ansatzweise © Dr. Michael Lewrick

Was denken Sie wird die grösste Innovation im Marketing sein?

Eine Veränderung im Marketing kommt durch die Künstliche Intelligenz. So kann durch Künstliche Intelligenz die Kundenbindung gesteigert werden. Mal die ganze Datenschutzdiskussion ausser Acht gelassen, möchten die Kunden individualisierte und relevante Inhalte zur richtigen Zeit auf ihrem bevorzugten Endgerät parat haben.  Die künstliche Intelligenz erlaubt es Unternehmen genau das zu tun. Sehr eindrücklich ist zum Beispiel. die „Empfehlungsmaschine“ von Netflix. Netflix nutzt eine hyperspezifische Kategorisierung, die die Titel genau auf die Personen abstimmt, die einen Inhalt sehen möchten. Zielgenaue Empfehlungen führen letztendlich zu einer höheren Zuschauerzahl. Diese produzieren wieder mehr Daten, die den Algorithmus verbessern. Durch das KI-gestützte Empfehlungssystem hat Netflix ca. 1 Milliarde US-Dollar an jährlichen Kosteneinsparungen, weil das Marketing schlussendlich zielgerichtet ist.

Wie wird sich das Design Thinking entwickeln?

Design Thinking braucht in der Digitalisierung eine Öffnung hin zu anderen Denkhaltungen. Systems Thinking wird zunehmend wichtig, um auch komplexe Lösungen zu bauen. Zudem nutze ich Design Thinking in der Kombination mit Big Data/Analytics. Dieses Vorgehen erlaubt es Erkenntnisse von Daten mit den Erkenntnissen von Beobachtungen zu kombinieren. Am Ende entstehen bessere Lösungen.

Wie wird das Design Thinking in Zukunft das Marketing revolutionieren?

Design Thinking wird das Marketing nicht revolutionieren. Es sind am Ende immer die Menschen, die eine Denkhaltung nutzen, um so bessere Lösungen zu gestalten. Es gibt einige Werkzeuge, die Helfen mehr über unseren Kunden zu erfahren. Wir beobachten den Nutzer, wir testen mit dem Kunden. Wir denken in Kundenerlebnisketten, wir kombinieren Big Data/Analytics und Design Thinking, um eine besser Experience zu erhalten.

Erleben Sie Dr. Michael Lewrick live am Future of Marketing Event in Winterthur: https://future-marketing.ch/

 

Smart Home und die Sprache unserer vier Wände

Von Corinna Pagani

Seit jeher ist es ein menschliches Bedürfnis den Gegenständen im eigenen Umfeld Namen und eine Persönlichkeit zu geben. So waren es im Mittelalter die Schwerter und heute die eigenen Wände. Während die mutigen Ritter keine Antwort oder Reaktion erhielten, verstehen und führen unsere Gegenstände heute Sprachbefehle aus.

Die Technologiefirmen dieses Planeten sind drauf und dran unseren Häusern ein Gehirn zu verpassen, welches intelligent auf spezifische Situationen reagiert. Diese Möglichkeit bietet ein grosses Potential unsere Heime energieeffizienter, sicherer und gemütlicher zu gestalten. Bereits heute gibt es renommierte Anbieter für Smart Home Lösungen. Dessen Funktionen steuern sich vorwiegend über Displays oder das Smartphone. So bietet der Schweizer Telekommunikationsprovider Swisscom diverse Gadgets für Musik, Licht und Überwachung an, welche sich sehr simpel in jedes Haus oder die eigene Wohnung integrieren lassen.

Auch die Eibrom AG ist ein kompetenter Smart Home Designer. Ihre Haupttätigkeit besteht darin, Eigenheime mit digitalen Funktionen auszustatten. Ihr Inhaber und Experte, Roland Keller, erklärt was unter Smart Home Lösungen zu verstehen ist und wie sich die Zukunft abbildet.

Herr Keller, beschreiben Sie in wenigen Sätzen das spannendste Projekt, welches Sie umgesetzt haben.

Wir sind mit unseren Smart Home Lösungen im Bereich der Privatwohnungen spezialisiert. So haben wir bereits viele Projekte für Einfamilienhäuser, Villen oder Wohnungen realisiert. Spannend ist es eigentlich immer. Wir suchen mit dem Bauherrn zusammen seine massgeschneiderte Smart Home Lösung und integrieren verschiedene Gewerke wie z.B. Licht, Storen, Heizung, Alarmanlage, Störmeldungen, Musik und Multimedia, Kameraüberwachung, Saunasteuerung usw.

Smart Home Lösungen werden immer beliebter © Eibrom AG und Easy-Master

Ist die Schweiz heute schon bereit für eine “Smart-Home-Revolution”? Wo steht die Schweiz im Vergleich zu anderen Ländern?

Der Standard im Schweizer Wohnungsbau ist sehr hoch. Viele Bauherren wissen bereits, dass sie ein Smart Home wollen. Das ist sicher im Vergleich zu unseren Nachbarländern Deutschland oder Österreich unterschiedlich. Bei uns ist die Akzeptanz zu Smart Home grösser.

Wie stellen Sie sich ein durchschnittliches Zuhause unserer Enkelkinder vor?

Bildschirme und Touchscreen sind im Haus allgegenwärtig. Das Smartphone wird seine Dominanz weiter ausbauen. Einkäufe, Zahlungen, mit Freunden kommunizieren und natürlich das Steuern seines Smart Home wird über das Smartphone abgewickelt und muss jederzeit und von jedem Ort aus möglich sein. Darum muss der Sicherheit vor fremdem Zugriff eine grosse Aufmerksamkeit geschenkt werden.

Das Smartphone als Steuerungszentrale © Pixabay

Das nächste Level

Der renommierte US-Marktforscher Gartner Inc. ordnet auf seiner weltbekannten Hype Cycle alle Jahre die aktuellen Technologietrends nach ihrem momentanen Stand ein. In der Publikation 2018 befindet sich “Connected Home” (Smart Home) in der Phase “Trough of Disillusionment”. Dies hat zur Bedeutung, dass der primäre Höhepunkt erreicht ist und die Lösungen sich nun auf dem Markt etablieren müssen. Jedoch ist die Technologie noch fehleranfällig und hat mit Kinderkrankheiten zu kämpfen. So kann bereits ein Zahnarztbesuch fatale folgen haben.

Alexa, bestell mir eine Pizza Margherita!”. So klingt es, wenn zu Hause das Gerät Amazon Echo Dot installiert ist. Mit Google Home hat der Internetriese ebenfalls ein Gerät lanciert, das komplexe Anfragen bearbeitet. Im Vergleich zum Mensch sind besagte Geräte in der Interaktion und Kommunikationsfähigkeit auf der Höhe eines Kleinkindes. Doch wie ein junger Mensch, werden die intelligenten Einrichtungen im eigenen Haus die Kunst der komplexen Kommunikation eines Tages beherrschen. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis Befehle wie „Zeige mir das Kino, in dem ich letzten Monat mit meiner Freundin einen Film gesehen habe, und nenne mir auch den Titel dieses Films“ richtig erkannt und entsprechend ausgeführt werden.

So stellt sich die Frage: Werden wir in Zukunft auf dem Sofa liegen und unserem zu Hause unsere Herzen ausschütten? – Gut möglich…

Über die Autorin

Corinna Pagani ist begeisterte Entdeckerin von neuen Technologien. Sie ist in Winterthur aufgewachsen und hat an der HTW Chur ihr Bachelorstudium in Tourismus absolviert. Zurzeit studiert sie berufsbegleitend an der ZHAW. Beruflich erarbeitet die Projektleiterin Marketing bei FO-Communication am liebsten Marketing- und Kommunikationskonzepte für verschiedene KMUs. Besonders liegt ihr dabei den richtigen Einsatz von digitalen Marketingmassnahmen am Herzen..

Marketeers aufgepasst: Die Zukunft des Marketings trifft sich in Winterthur

Am 15. Oktober 2018 feiert das Future of Marketing Event sein Debüt in Winterthur. Getreu dem Motto «Marketing trifft auf Wissenschaft» versammeln sich Wissenschaftler und Praktiker und diskutieren die neuesten Entwicklungen im Marketing.

Wohin geht das Marketing? Das ist die Frage, die alle Marketeers beschäftigt. Antworten darauf gibt es in spannender Form am Future of Marketing Event. Marketinginteressierte aus allen Branchen sind angesprochen. Austauschen können sich die Teilnehmenden mit Experten, Forschern und den anwesenden Unternehmen. Der Marketing Nachwuchs ist mit Masterstudierenden und Alumni ebenso vertreten.

Das Programm bietet viele Höhepunkte: Keynotes von Swisscom und L’Oréal und spannende Workshops mit Vertiefungsmöglichkeiten zu Themen wie Customer Experience, Content und Data Marketing sowie ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm. Dabei haben die Teilnehmenden im Rahmen des Side-Events «Digital Detox» die Möglichkeit, Business Yoga & Meditation auszuprobieren.

Der Anlass findet am 15. Oktober 2018 in Winterthur an der ZHAW School of Management and Law statt. Veranstalter ist das ZHAW Institut für Marketing Management. Moderiert wird der Anlass von Miriam Rickli. Mehr Informationen und die Anmeldemöglichkeiten, gibt es auf folgender Webseite: https://future-marketing.ch/

Kontakt

info@future-marketing.ch

+41 58 934 46 87

Schweizer Smartwatch für den Notfall

Die Digitalisierung erfasst bald alle Lebensbereiche. Diverse Gadgets sind zu haben, unter anderem auch so genannte Smartwatches, also Uhren mit digitalen Funktionen. Neben Apple, gibt es noch zahlreiche weitere Angebote. Eine Schweizer Firma hat nun ganz besondere Smartwatches im Angebot, denn mit diesen kann man im Notfall einfach per Knopfdruck Hilfe anfordern. Bruna Carvalho, Marketing Director bei Smartwatcher gibt Auskunft.

Frau Carvalho, wie funktionieren Ihre Uhren und was ist der Unterschied gegenüber anderen Smartwatches?

Unsere Uhren sind Notruf-Uhren und in einer Notsituation kann einfach per Knopfdruck Hilfe angefordert werden. Familienmitglieder, Freunde oder professionelle 24-Stunden-Notrufzentrale, die den Alarm erhalten, können den Standort des Uhrenträger auf einer Karte sehen (dank der fortschrittlichen Geo-Tracking-Technologie), auf die Uhr direkt anrufen (dank der eingebauten Swisscom SIM-Karte) und über das eingebaute Mikrofon und Lautsprecher mit dem Träger der Uhr sprechen. Die Uhr ist demnach jederzeit erreichbar, sofern dies vom Träger erwünscht ist sowie die Uhr an ist. Dieser entscheidet selbst, ob er jederzeit oder nur während eines aktiven Alarms, von jedem oder nur von registrierten Helfern erreichbar sein möchte.

Unsere Uhren sind einfach zu bedienen und besonders seniorenfreundlich. Auf einen Scroll- oder Touch-Bildschirm sowie komplizierte Einstellungen wurde bewusst verzichtet. Der Träger sieht einzig die Zeit auf dem Display. Dank dem sogenannten Uhr-Verwaltungsportal, kann die Uhr nach den persönlichen Bedürfnissen und individuellen Geschmack anpassen werden; die Vibrationsintensität, die wiederholten Benachrichtigungen an Helfer und weitere Optionen.

Smarte Notfalluhren aus der Schweiz © Smartwatcher

Wieso ist diese Notfallfunktion so wichtig und kann sie für alle Altersgruppen eingesetzt werden?

Die Wichtigkeit ist leicht zu erklären: Viele ältere Menschen leben alleine zu Hause oder gehen gerne spazieren. Die Notfall-Uhr verbessert die Lebensqualität von uns allen, denn egal wo, unsere Smartwatch erlaubt es dem Träger immer mit seinem Helfern verbunden zu sein und jederzeit Hilfe anzufordern.

Diese Lösung ist eine grosse Hilfe für Senioren und erlaubt ihnen länger alleine und selbständig zu wohnen. So können Senioren dort wohnen bleiben, wo sie sich wirklich wohlfühlen und die hohen Kosten für das Altersheim sparen. Zu guter Letzt erleichtert die Notruf-Uhr auch Familienangehörigen und anderen Personen, die in die Pflege involviert sind, das Leben.

Digitale Uhren benötigen meist auch bestimmte Smartphones. Wie sieht das bei Smartwatcher aus, funktionieren die Uhren nur mit einigen ausgewählten Geräten?

Zurzeit bietet Smartwatcher drei verschiedene Lösungen an; davon sind zwei eigenständige Geräte und eines ein Bluetooth. Die PEARL, unsere Bluetooth Uhr, ist eine analoge, feminine und elegante Uhr, die mit einem Smartphone verbunden sein muss, um den Notruf-Knopf zu aktivieren zu können. SENSE und CHRONO hingegen sind eigenständige Uhren und müssen nicht mit einem Smartphone verbunden sein, da sie mit einer eingebauten und aktivierten SIM-Karte ausgestattet sind. Nach dem Auslösen des Alarmes, kann dank dem integrierten Mikrofon und Lautsprecher in der Uhr, mit dem Helfer kommuniziert werden.

Diverse Varianten der Uhr sind verfügbar © Smartwatcher

Wie sind Sie überhaupt auf die Idee gekommen solche Uhren zu entwickeln und wie gross sehen Sie das Marktpotenzial?

Die Idee kam aus dem Wissen, dass in der heutigen Zeit noch immer viele Menschen Angst davor haben, im Notfall nicht zur rechten Zeit gefunden zu werden. Wenn Leute zu spät gefunden werden, kann dies ein schreckliches Desaster für alle Beteiligten sein; die Person selbst, die Familie und Freunde, Nachbarn, Behörden, welche nun mit dem schlechten Gewissen leben müssen.

Das Marktpotential ist riesig. Die Zahl der Personen im Alter von 60 Jahren und darüber hat sich seit 1950 verdreifacht, erreichte bereits 600 Millionen im Jahr 2000 und übertraf 700 Millionen im Jahr 2006. Gemäss Hochrechnungen soll die Zahl der Senioren und Altersschwachen bis 2050 auf 2.1 Milliarden ansteigen. Die heutigen Senioren sind oft sehr aktiv und wollen Geräte, die ihre Mobilität nicht einschränken und sie weniger alt fühlen lassen. Es geht in erster Linie darum, die Nutzer mit ihren Liebsten, Pflegepersonen und medizinischen Fachleuten zu verbinden. Nebst der Funktion im Notfall Alarm zu schlagen, gewähren diese Geräte auch Sicherheit und Schutz, wenn die Nutzer alleine leben oder reisen. Aktives Altern bedeutet den Lebensraum so zu gestalten, dass Senioren so lange wie möglich für ihr eigenes Leben verantwortlich bleiben können und wo möglich der Wirtschaft und Gesellschaft beitragen können.

Die Gesellschaft wird immer älter, aber die Selbstverantwortung will beibehalten werden © Smartwatcher

Welche Absatzkanäle haben Sie gewählt. Nutzen Sie physische Läden oder setzen Sie voll auf den online Verkauf?

Wir haben beide Kanäle gewählt: physische Läden, welche auf unserer Webseite beworben werden, so dass sich die Konsumenten die Uhren persönlich in einem in der Nähe befinden Geschäft anschauen können. Online Verkäufe laufen über unsere eigene Webseite sowie andere Vertreiber.

Welche Marketinginstrumente nutzen Sie und wie wichtig ist die Swissness bei Ihren Produkten?

Swissness ist sehr wichtig für uns, da es ein Synonym für Qualität, Zuverlässigkeit und Robustheit ist. Wir haben uns für ein hauseigenes Team von hochqualifizierten Ingenieuren entschieden, um unseren Kunden ein exzellentes Produkt zu garantieren.

Unsere sozialen Medien ermöglichen uns den Dialog mit unseren Nutzern und potenziellen Kunden, sowie das allgemeine Bewusstsein für Alterung und Sicherheit zu thematisieren.

Swissness als wichtiger Faktor © Smartwatcher

Planen Sie auch andere Länder anzugehen und sich international auszurichten?

Absolut, ja. Wir erstreben Europas führende Marke für tragbare Sicherheitslösungen zu werden. Unsere Kommunikation basiert auf dieser Annahme und aus diesem Grund haben wir eine mehrsprachige Website und Plattformen.

Haben Sie schon Feedback von Kunden? Kommen die Uhren gut an?

Unsere Kunden sind mit unseren Uhren sehr zufrieden. Wir nehmen uns jedes Feedback zu Herzen und arbeiten mit Sorgfalt und Konsistenz an neuen Funktionen, um den Bedürfnissen unserer Kunden gerecht zu werden.

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«Jedes Unternehmen kann das Potenzial der ‹Crowd› für sich nutzen»

Jan Biller

Jan Biller,
Dozent im CAS Digital Marketing

Immer mehr Unternehmen versuchen, Kunden in Support- und Produktentwicklungs-Communities einzubinden, um von ihrem Wissen zu profitieren. Jan Biller, Business Owner Social Media bei Swisscom, ist Dozent im neuen Zertifikatsstudiengang (CAS) Digital Marketing und erläutert kurz, welche Rolle Crowdsourcing und Gamification im Digital Marketing spielen, und was die Teilnehmenden im Unterricht von ihm lernen werden.

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