Science to Business Workshop zu Plattform-Geschäftsmodellen

Wenn wir den Markt für Smartphones betrachten, realisieren wir schnell, dass Nokia und Blackberry nur noch Schatten ihres früheren Ruhms sind. Ihre Technologien und Funktionen halten denen von Apple und Android stand. Apple und Android triumphieren jedoch nicht wegen ihrer technologischen Features, sondern aufgrund der Fähigkeit leistungsfähige Plattformen bereit zu stellen. Es sind die Millionen von externen Software-Entwicklern, die im App Store ihre Dienstleistung bereitstellen, die das Ökosystem von Apple und Android befruchten und damit für strategische Vorteile sorgen (Bonchek & Choudary, 2013). Plattform-Geschäftsmodelle sind in den „Unicorn“-Unternehmen, wie Facebook, AirBnB und Uber groß geworden (Fortune, 2015). Heute kann man allerdings beobachten, dass ein signifikanter Teil der schnell wachsenden etablierten Unternehmen, wie Nike und Walmart eine Transformation in die Richtung von Plattform-Geschäftsmodellen durchlaufen.

platform-uber

NEUE SPIELREGELN
Letztlich definiert diese Transformation das Verständnis von Wettbewerb und Kooperation neu. Firmen, die heute versuchen ihren strategischen Vorteil, basierend auf der Stärke ihrer Mitarbeiter und interner Ressourcen zu generieren, stehen Armeen von vernetzten Kooperationspartnern gegenüber, die den Verbund nutzen, um Skaleneffekte zu erzielen.

SCIENCE TO BUSINESS
Der IMM bietet mit dem SCIENCE TO BUSINESS Workshop eine Plattform für den Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis. Wir werden aktuellste Forschungsergebnisse zur Wert Generierung in Business Netzwerken und Platform Geschäftsmodellen zeigen. Forschung die den Anforderungen des Zeitalters der Vernetzung gerecht werden kann.

Wir sehen Manager als unsere Sparringspartner. Ziel ist es, die Forschungsergebnisse mit praxisrelevanten Fragestellungen aus unterschiedlichen Branchen zu reflektieren und so zu stärken. Für Manager öffnet der Workshop neue Sichtweisen auf das eigene Geschäftsmodell und zukünftige Positionierungen. Dadurch ergibt sich eine Win-Win Situation für alle Beteiligten, mit spannenden Diskussionen in einem inspirierenden Umfeld, Raum für Humor und Spaß und großem Potenzial.

Der SCIENCE TO BUSINESS Workshop findet am 4. November 2016, von 14:00-17:00 Uhr im SERVICE LAB der ZHAW statt. Er richtet sich an Verantwortliche im Bereich Marketing, Strategie, CRM und Business Development. Sind Sie interessiert? Melden Sie sich direkt bei Julia Fehrer j.fehrer@auckland.ac.nz an. Die Teilnehmerzahl für diese Veranstaltung ist auf 20 Teilnehmer begrenzt.

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Julia Fehrer – Referentin am Workshop – Wissenschaftliche Mitarbeiterin Universität Bayreuth und Universität Auckland –

Programm:

14:00 Uhr BEGRÜSSUNG durch Frank Hannich, School of Management and Law, ZHAW
14:15 Uhr IMPULSVORTRAG PLATFORM REVOLUTION

Julia Fehrer, Universität Bayreuth

 

14:35 Uhr INTERACTIVE WORKSHOP BUSINESS MODELS DER ZUKUNFT

Moderation: Julia Fehrer

17:00 Uhr SUM UP FINDINGS
17:15 Uhr APERO HOME COMING DAY ALUMNI ZHAW

S2B14: Resultate aus dem Workshop der Universität Freiburg

An der Science-to-Business Marketing Konferenz in Winterthur fanden zahlreiche Workshops statt. Einige der Ergebnisse aus diesen Workshops teilen wir auf diesem Blog. Unten finden Sie einige Resultate aus dem Workshop “Science-to-Business Marketing starts in the researcher’s head. How to raise researchers’ awareness for business-opportunities?” der Universität Freiburg.

Bilder aus dem Workshop

 

Innovation ist der wichtigste Rohstoff der Schweiz – Kurzinterview mit Dr. Georges Haour

Die Schweiz gehört zu den innovativsten Ländern Europas. Im jährlichen EU-Ranking (Innovation Union Scoreboard 2014) rangiert die Schweiz einmal mehr auf Platz 1. Dieses Resultat ist zwar beeindruckend – aber für viele nicht sonderlich überraschend. Schliesslich ist Innovation der wichtigste Rohstoff der Schweiz. Starke Hochschulen sind für eine hohe Innovationsleistung zentral – genauso wie deren enge Zusammenarbeit mit Unternehmen. Dr. Georges Haour, Professor für Innovationsmanagement am IMD und Co-Autor von ‚From Science to Business‘, skizziert im folgenden die Hintergründe der Schweizer Innovationskraft.

Switzerland does the best job of transferring technology to the private sector. Figures show that, in license deals and number of start-ups, per unit of research money invested, Switzerland is doing exceptionally well. What is the reason to this best kept secret?

Fifteen years ago, the Swiss government decided to put in place technology transfer offices in the main Universities (all are public). In a typical Swiss way, this was done by staffing these offices with suitable people. The human factor is indeed particularly crucial, when it comes to innovation and the extremely complex function of bridging academic research and market success.

This was done in a non-bureaucratic way, with a sensible time horizon. These offices are staffed with only small teams. Quality, not quantity, is of the essence.

Besides the effective technology transfer from public research to the private sector, excellence in research and education, particularly at the graduate level, and sound entrepreneurial orientation constitute less well known characteristics of the Swiss scene that are its high ratio of Nobel prizes and of patents per inhabitant.

This portrays the picture of an innovative country ‘punching well above its weight’. However, what can still be improved?

Although Switzerland is excellent at technology transfer; it has to become much better at business growth.

One area of improvement is for the government to provide stronger incentives for more effective inter-institutional work. In this area, Swiss business schools must become more diligent in effectively boosting the emergence and growth of job-creating, new activities. Switzerland is excellent at technology transfer; it has to become much better at business growth.  A caricature of this situation is the fact it took Nestlé thirty five years to turn Battelle-Geneva’s invention (in the late 1960s) of Nespresso into a commercial success…

About the author
Dr Georges Haour is Professor at IMD. He also acts as an adviser to companies on effectively managing innovation. Born and raised in Lyon, France, he holds a PhD in Chemistry from the University of Toronto, Canada. Prior to IMD, for nine years, he managed a 35 staff business unit at Battelle, in Geneva, carrying out innovation projects funded by firms. He has 8 patents and 110 publications. His most recent books are: Resolving the Innovation Paradox (2004) and From Science to Business (2011), both with Palgrave, London.

A detailed article by Prof. Georges Haour has been published on http://www.innovationmanagement.se/.

Münster – Die Velohauptstadt Deutschlands

Die Leeze, wie das Velo in Münster auch genannt wird, ist das meistgenutzte Verkehrsmittel in der Stadt. Mit rund 500.000 Stück, was doppelt so viele Räder wie Einwohner sind, hat sich Münster den Titel als Velohauptstadt Deutschlands verdient. Das Bild und der Alltag von Münster wird auch durch die Studierenden der insgesamt neun Hochschulen geprägt.  Im Forschungs- sowie Transferbereich nimmt die Fachhochschule Münster eine Schlüsselstellung ein und bündelt als viertgrösste und forschungsstärkste Fachhochschule Deutschlands eine Vielzahl von Kompetenzen.

Prinzipalmarkt

Nebst Studenten auf Drahteseln hat die Norddeutsche Stadt aber auch eine Menge Kulturelles zu bieten: Schlösser, Burgen und eine lebendige Altstadt. Das Kuhviertel gehört mit seinen verwinkelten Gassen zu den traditionsreichsten Quartieren der Münster Innenstadt. Galerien, Kunsthandlungen, Antiquariate und das öffentliche Bücherregal geben dem Viertel ein besonderes Flair und bieten mit urigen Kneipen und Münsters ältester Brauerei diverse Gaumenfreuden. Mehr Informationen gibt’s auf der Website der Stadt Münster.

Kuhviertel

Anfang Juni findet die Science-to-Business Marketing Konferenz in Winterthur statt. Das Institut für Marketing Management (IMM) veranstaltet die Konferenz zusammen mit der Fachhochschule Münster.

Aaseeterrassen

Innovation ohne Grenzen: 13. Science-to-Business Marketing Konferenz vom 2. – 4. Juni 2014 in Winterthur

Während traditionelle Unternehmensgrenzen zunehmend verschwimmen, entstehen gleichzeitig völlig neue Möglichkeiten kooperativer Wertschöpfungsprozesse. Die Deutsche Bank Research schätzt, dass in zehn Jahren 15% der Wertschöpfung in Deutschland aus Unternehmensnetzwerken kommen wird. Vor drei Jahren waren es noch 2%. Moderne Kooperationsbeziehungen, an denen auch wissenschaftliche Institutionen beteiligt sind, stehen im Fokus der internationalen, englischsprachigen Konferenz.

Die Veranstaltung zeigt auf, wie Unternehmen von der Zusammenarbeit mit Hochschulen profitieren können um die eigene Innovationsfähigkeit zu verbessern. Für Unternehmen ist es eine hervorragende Gelegenheit, mögliche Kooperationsformen mit Hochschulen kennen zu lernen und zu erfahren, wie staatliche Fördergelder für eigene Forschungszwecke am besten akquiriert werden.

Die Konferenz bringt die zentralen Akteure im kollektiven Innovationsprozess von Wissenschaft und Praxis zusammen. Sie verleiht wichtige Impulse zu Themen wie ‚Collaborative Innovation‘, ‚Design Thinking‘ und ‚Business Models‘ und vermittelt praktische Tools im Hinblick auf die erfolgreiche Zusammenarbeit von Hochschule und Wirtschaft. Darüber hinaus bietet sie den Teilnehmenden eine gezielte Gelegenheit zum Networking.

Das Programm wartet auf mit hochkarätigen Speakers, interaktiven Workshops, Podiumsdiskussionen und einem unvergesslichen Konferenzdinner.

Auf issuu.com finden Sie die Einladung zu der Konferenz.

Zu den Keynote Speakers zählen:

  • Prof. Dr. Oliver Gassmann, Professor of Technology and Innovation Management, University of St. Gallen, Switzerland
  • Dr. Andy Polaine, Service and Experience Design Consultant, Writer, Educator
  • Dr. Matthias Kaiserswerth, Director of the IBM Research Laboratory, Zurich, Switzerland
  • Prof. Dr. Georges Haour, Professor of Technology and Innovation Management, IMD, Switzerland
  • Prof. Dr. Thomas Baaken, Director of the Science-to-Business Marketing Research Centre, Germany

Workshops werden u.a. zu den folgenden Themen angeboten:

  • Making transnational partnering innovation work
  • Potentials and challenges of multi-sided Public Private Partnerships
  • Collaborative research – Learning through participatory scenarios
  • The power of service design for business
  • Design thinking – Show, don’t tell
  • How ‘Service Dominant Logic’ enables companies to create new business
  • The UBC ecosystem – Understanding university-business cooperation

2014 Science-to-Business Marketing Conference: Call for Papers

Winterthur wird im nächsten Jahr Austragungsort einer renommierten wissenschaftlichen Konferenz. An der dreitägigen Veranstaltung diskutieren Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft zu den Themen Science-to Business Marketing, Innovation, Business Model Generation und Design Thinking. Das Institut für Marketing Management (IMM) ist Co-Organisator der Konferenz. Wir sind gespannt auf die Beiträge. Details im Call for Papers (in der Konferenzsprache Englisch). Hier ein Auszug:

The Zurich University of Applied Sciences (ZHAW), in cooperation with Science-to-Business Marketing Research Centre, is delighted to host the 13th Science-to-Business Marketing Conference  in Winterthur (Zurich), Switzerland. The three day conference, from June 2 to June 4, 2014, brings together thought-leaders and experts from research institutions and industry on the topics of innovation, science-to-business marketing, business model generation and design thinking. It is expected that over 200 academics and practitioners from Europe as well as guests from Africa, Australia, North and Central America will come together to discuss the topic of Cross-organizational Value Creation.

With the concept of traditional organizational borders being put to the test and the growing need for a high level of cooperation among industry, universities and governmental agencies, the conference aims to provide new insights and concepts on the subject ‘Cross-organizational Value Creation’.

The conference will provide a platform for the exchange of knowledge and ideas on new collaborative interaction. We now call for abstracts on the sub-themes of the conference:

  • Science-to-Business Marketing
  • Design Thinking
  • Business Models
  • ICT-enabled Innovation
  • Cross-organizational Value Creation
  • Start-ups and Spin-offs

All papers will be double-blind reviewed by a scientific or practitioners committee and will be published as conference proceedings (with ISBN). The deadline for submission of abstracts is January 17, 2014. For more information on the conference, the call for abstracts or the submission templates, please visit the s2b-Website.

The conference will include several practice-oriented workshops and a PhD workshop, as well as interesting social activities, the highlight of which is a trip to the top of Mount Saentis, where you will get to enjoy a spellbinding view of six countries from a height of 2500 metres.

We look forward to welcoming you to Switzerland in June 2014.

Die Science-to-Business Marketing Conference 2014 kommt nach Winterthur


Auf welchem Weg werden wissenschaftliche Erkenntnisse am besten kommerzialisiert? Was zeichnet erfolgreiche Hochschul-Unternehmenspartnerschaften aus? Unter welchen Bedingungen schaffen interdisziplinäre Forschungskooperationen für die Unternehmenspraxis einen Mehrwert?

Für Hochschulverantwortliche und Wissenschaftler, Führungspersonen aus der Wirtschaft, Unternehmerinnen und Unternehmer sowie Vertreter von Förderagenturen und Transferorganisationen ermöglicht die zweitägige, internationale Science-to-Business Marketing Conference eine Plattform für einen wertvollen Austausch.

Die wissenschaftliche Konferenz wird zusammen mit der Fachhochschule Münster (D) organisiert und findet am 3. und 4. Juni 2014 an der ZHAW School of Management and Law statt. Es werden rund 250 internationale Teilnehmende erwartet.

Für Unternehmen bietet die Konferenz eine hervorragende Gelegenheit, mögliche Kooperationsformen mit Fachhochschulen und Universitäten zu besprechen. Teilnehmenden aus dem Hochschulbereich dient der Anlass dazu, den Impact ihrer angewandten Forschung zu verstärken und mögliche Finanzierungspartner zu identifizieren.

Die Konferenz bringt damit die zentralen Akteure im kollektiven Innovationsprozess von Wissenschaft und Praxis zusammen. Sie verleiht wichtige Impulse und vermittelt praktische Tools im Hinblick auf die erfolgreiche Zusammenarbeit von Hochschule und Wirtschaft. Darüber hinaus bietet sie den Teilnehmenden eine gezielte Gelegenheit zum Networking.

Im Jahr 2003 wurde die Konferenz vom Science-to-Business Marketing Research Centre der Fachhochschule Münster (D) ins Leben gerufen und wird im nächsten Jahr zum 13. Mal stattfinden

Ansprechpartner ist Rolf Rellstab
Telefon: +41(0)58 934 66 34
E-Mail: rolf.rellstab@zhaw.ch

Unternehmensberatung zu Video on Demand Services

Am Institut für Marketing Management ist derzeit das Schlagwort «Science-to-Business in aller Munde. Ein Projekt, das diesem Ausdruck gerecht wird, ist die Zusammenarbeit mit einem Start-up-Unternehmen, welches vor ca. 9 Monaten von einem grossen Medienkonzern übernommen wurde.

Das Unternehmen hat sich darauf spezialisiert, Video on Demand für Smart TVs anzubieten. Das heisst, Internet empfangsfähige Fernsehgeräte können via App Filme auf Wunsch abspielen – wie man es von Smartphones kennt. Vor etwas mehr als einem Jahr hat sich das Projektteam überlegt, wie man den Service optimieren kann und was die zentralen Erfolgsfaktoren eines Services dieser Art sind.

Da das Thema sehr aktuell ist und in Zukunft immer mehr an Bedeutung gewinnen wird, ist es gelungen, die Kommission für Technik und Innovation (KTI) ebenfalls für das Projekt zu gewinnen.

Während der letzten 12 Monate wurden im Rahmen des Projektes viele neue Erkenntnisse rund um das Thema Konsumentenverhalten gewonnen. Die Projektergebnisse wurden vom Projektteam in London im Hauptkonzern präsentiert (und mit Begeisterung entgegengenommen).

Damit schliesst sich der Kreis des Science-to-Business wieder. Aus den empirischen Resultaten konnten neue Erkenntnisse gewonnen werden, die für die Praxis relevant sind. So gelang es dem Projektteam dieses Wissen wieder in die Wirtschaft zurückzuführen.

Natürlich blieb ein gutes kühles Bier in einem typischen Pup und ein Pitstop an der berühmten Oxfordstreet nicht aus. Wenn man schon Mal in England ist, ist es ein Muss kleine Trophäen der himmlischen Shoppingmeile nach Hause zu bringen.

Auskunft: Projektleitung Bettina Gehring

Briefpost – Mehr Wert oder Mehr Altpapier? Ein Science-to-Business Approach

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Von der Science zum Business

Das Projekt wurde vollständig partnerschaftlich aufgesetzt .Von der Fragestellung über die Mittelallokation bis hin zur zeitlichen Planung und allfälligen Veröffentlichungen wurde alles gemeinsam entschieden. Die Science hatte so unmittelbaren Business-Bezug und dadurch die Resultate unmittelbaren praktischen Wert. Jeder Partner investierte den gleichen Betrag ins Forschungsprojekt, sodass es möglich wurde gemeinsam ein aufwändiges Briefpost-Panel aufzusetzen, welches im Alleingang nur schwierig hätte realisiert werden können.

Das Briefpost-Panel

Rund 100 Personen beurteilten während 3 Monaten alle Poststücke, die sie erhielten und sandten die beurteilte Post an das Institut für Marketing Management (IMM) zurück. Um den Aufwand für die Teilnehmer so gering wie möglich zu halten, wurden Post-It‘s mit offenen und geschlossenen Fragen bedruckt, welche direkt zur Beurteilung auf das Poststück geklebt werden konnten. Insgesamt wurden fast 20‘000 Poststücke nach 23 Kriterien erfasst. Das Panel bot die Möglichkeit, die Post verschiedener Versender, Branchen, Produktionsarten etc. zu vergleichen und so eine bessere Einordnung zu erhalten als beispielsweise bei einem Labor-Pre-Test. Dadurch, dass die Teilnehmer sämtliche Post beurteilten, konnten Mailings im realen Kontext getestet werden, ohne dabei Aufmerksamkeits-Verzerrungen zu erzeugen. Vor allem durch die Beurteilung von Mailings, welche nicht eine unmittelbare Response zum Ziel hatten, konnten wertvolle Einblicke gewonnen werden.

Briefpost (in Umschlägen), welche zugesandt und erfasst wurde.

 Board Meetings für den informellen Austausch

Parallel zum Forschungsprojekt fanden monatliche Board-Meetings statt. Diese boten die Möglichkeit, aktuelle und generelle Probleme der Praxispartner zu diskutieren und Erfahrungen beim Versand von Briefpost auszutauschen. Insbesondere der Umstand, dass die Partner aus unterschiedlichen Branchen kommen und keine Konkurrenten sind, ermöglichten ein offenes Gesprächsklima. So wurden beispielsweise erhebliche Unterschiede beim Vorgehen und der Effizienz der Direct Mail Organisation aufgedeckt. Ebenfalls wurden Resultate von früheren Tests und Forschungsaktivitäten der jeweiligen Partner ausgetauscht, sodass die Boardmeetings neben der Diskussion der eigentlichen Forschungsfragen einen echten Mehrwert boten.

Das Projekt befindet sich nun in der Auswertungsphase. An einigen Resultaten werden wir Sie gerne bald teilhaben lassen. Für Fragen und bei Interesse wenden Sie sich bitte an Dr. Frank Hannich oder Salome Müller.

Science-to-Business: Neue Fachstelle am Institut für Marketing Management

Das Institut für Marketing Management (IMM) der ZHAW School of Management and Law erhält  mit der neu geschaffenen Fachstelle Science-to-Business eine Kompetenzstelle zur evidenzbasierten Markt- und Verhaltensforschung.

Das Ziel der Fachstelle ist es, mit unabhängiger und anwendungsorientierter Forschung die verschiedensten Facetten des menschlichen Verhaltens im Kontext von Konsum und gesellschaftspolitischen Fragestellungen zu untersuchen und zu dokumentieren.

Quelle: pursestringtheory.wordpress.com

 

Wissenschaft für die Praxis

Die Fachstelle will Forschung in die Praxis bringen (Science-to-Business) und arbeitet deswegen partnerschaftlich mit der Privatwirtschaft und der öffentlichen Hand zusammen, mit dem Ziel, Mehrwert für Unternehmen, Organisationen und Konsumenten zu schaffen.

In der Regel werden verschiedene Partner für eine Forschungsfrage gewonnen. Damit profitieren sieeinerseits individuell von den Erkenntnissen als Antwort auf Fragestellungen aus der eigenen Organisation, andererseits auch in aggregierter Form aus den Ergebnissen der wissenschaftlichen Analysen, die gemeinsam für alle Partner zugänglich sind.

Verhalten von Konsumenten kennen

Die Fachstelle beschäftigt sich interdisziplinär vorwiegend mit dem Verhalten von Konsumenten. Die Erkenntnisse aus Verhaltensökonomie und Konsumentenpsychologie der letzten Jahrzehnte erlauben neue Sichtweisen auf Kunden: Menschen handeln in der Regel nicht rational, sondern zeigen irrationale Verhaltensmuster. Diese irrationalen Verzerrungen lassen sich mit herkömmlichen Methoden ungenügend erfassen. Die Fachstelle hat verschiedene evidenzbasierte Verfahren entwickelt, die die klassischen Methoden der Marktforschung erweitern.

Drei themenspezifische Einheiten

Die Fachstelle gliedert sich in drei konstituierende Einheiten:

  • Das „Swiss Payment Research Center“ (Leitung Sandro Graf) beschäftigt sich als Kompetenzzentrum vor allem mit Fragen rund um die Wahl von Zahlungsmitteln und dem bargeldlosen Bezahlen
  • Das Kompetenzteam “Consumer Behaviour and Market Research” (Leitung Linda Miesler) beantwortet Fragen zum Verhalten von Konsumenten und betreibt Marktforschung
  • Das sich im Aufbau befindende Service Lab, das von der Fachstelle Science-to-Business wie auch von den anderen Fachstellen des IMM genutzt werden soll.

Zurzeit arbeitet die Fachstelle an verschiedenen Projekten aus der Finanzdienstleistungsbranche und der Energiewirtschaft.