Smart Cities in der Schweiz – Ein Use Case-getriebener Ansatz

Von Dr. Manuel Holler

Neben den urbanen Metropolregionen in Asien und den Vereinigten Staaten stehen auch die Städte in der Schweiz vor der Herausforderung, eine Steigerung der Lebensqualität bei gleichzeitiger Ressourcenreduktion zu erreichen. Smart City-Konzepte, insbesondere die intelligente Vernetzung von Infrastruktur, stellen hierfür einen wichtigen Lösungsansatz dar. Das Unternehmen «Hivemind» entwickelt hierzu eine Commercial-IoT-Plattform. Die Plattform ist dabei als Enabler anzusehen, so dass Unternehmen und Städte das Paradigma einer digital vernetzen physischen Welt realisieren können.

Konzept einer Smart City © Hivemind

Wenn es an die konkrete Umsetzung solcher Smart City-Konzepte geht, können grundsätzlich zwei Strategien unterschieden werden: Während einige Städte den Ansatz verfolgen, die technischen Grundlagen der Vernetzung sicherzustellen, zielen andere darauf ab, die Smart City mit konkreten, wertschöpfenden Anwendungsfällen zu initiieren. Besonders vor dem Hintergrund der notwendigen, schrittweisen Evolution hin zu ganzheitlich vernetzten Städten bietet sich besonders letzterer Ansatz an.

Gebündelt in der Initiative «Start Smart City» konnten so zusammen mit Partnern aus den Bereichen Sicherheit, Umwelt, Infrastruktur, Mobilität bereits erste Use Cases identifiziert und realisiert werden. Abbildung 2 zeigt den exemplarischen Smart City Use Case «Abfallentsorgung». Im Gegensatz zu einer traditionellen, periodischen Entleerung, sorgen die «Smart Connected Garbage Bins» für optimierte Abläufe.

Smart City Use Case „Abfallentsorgung“ © Start Smart City

Dennoch gilt es, die spezifischen Herausforderungen und Bedürfnisse der Schweizer Städte noch besser zu verstehen. Zusammen mit dem Product Management Center der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) ist es Ziel, in einem Innosuisse-geförderten Projekt weitere Anwendungsfälle für Smart Cities in der Schweiz zu identifizieren und zu charakterisieren.

Der Gründer

Gründer Vikram-Bhatnagar © Hivemind

Vikram Bhatnagar (vik@hivemind.ch) ist Gründer und Geschäftsführer von «Hivemind» und «Start Smart City». Das Unternehmen «Hivemind» entwickelt eine Commercial-IoT-Plattform. Die Initiative «Start Smart City» setzt sich für die intelligente Vernetzung der Schweizer Städte ein.

Neue Geschäftsmodelle als Enabler neuer Geschäftsmodelle: Das Beispiel Airbnb und Airhosted

Von Manuel Holler

Mit dem Erscheinen von Airbnb auf der Bildfläche des Übernachtungsgewerbes ging ein Ruck durch die Branche. Der Marktplatz für die Vermittlung von privaten Wohnungen veränderte zum einen das klassische Hotelgeschäft, zum anderen aber auch das Reiseverhalten einer ganzen Generation in tiefgreifender Art und Weise. Wie sich Airbnb in seinem mittlerweile zehnjährigen Bestehen nicht nur als erfolgreiches Geschäftsmodell etabliert hat, sondern auch als Enabler neuer Geschäftsmodelle fungiert, zeigt das Beispiel des Start-Ups Airhosted aus Zürich.

Sorgenfreies Airbnb Hosting © Airhosted

Airhosted betreibt seit einem Jahr erfolgreich einen Airbnb-Management Service in Zürich und hat hierbei auch die erste Home Sharing-Versicherung in Kooperation mit der Allianz Suisse lanciert. Bei Airhosted werden alle Dienstleistungen übernommen, welche bei Airbnb anfallen: Von der korrekten Vermarktung und Bilderstellung der Wohnung, Preisoptimierung, Gästekommunikation, Schlüsselübergabe bis hin zur Reinigung der Wohnung nach dem Gästeaufenthalt.

Hauptsächlich kümmert sich Airhosted dabei um private Kunden, welche eine ungenutzte Wohnung haben und mittels Kurzzeitvermietung zusätzliches Einkommen erzielen wollen. Dank dem Service können jene schnell und unkompliziert ihre Wohnung vermitteln und die eigenen Mietausgaben decken. Aus Geschäftsmodellsicht findet dabei ein Revenue Sharing-Konzept Anwendung. Je nach Umfang der erbrachten Dienstleistungen tritt der Wohnungsanbieter einen Anteil seines erwirtschafteten Umsatzes an Airhosted ab.

Airbnb-Management Services von © Airhosted

Auch für die Zukunft plant Airhosted, weiter auf dem Ökosystem von Airbnb aufzubauen. In einem nächsten Schritt soll in einer Portfolioerweiterung das Potential hinsichtlich des wachsenden Wohnungsleerstandes der Schweiz erschlossen werden. Zusammen mit dem Product Management Center der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) ist es Ziel, in einem Innosuisse-geförderten Projekt einen schlanken Prozess zu definieren, mit dem Wohnungsleerstand identifiziert und genutzt werden kann.

Ansprechpartner

Simon Ruckstuhl                                    Lukas Wartmann

Simon Ruckstuhl (simon@airhosted.ch) und Lukas Wartmann (lukas@airhosted.ch) sind Co-Founder der Airhosted GmbH. Airhosted ist ein professioneller Airbnb-Management Service aus Zürich und die erste Anlaufstelle für Kurzzeitvermietungen.

Geschäftsmodellmuster für die digitale Welt: Die Wahlmöglichkeiten sind unendlich, die Auswahl ist der Knackpunkt!

Von Dr. Matthias Ehrat

Überall dort, wo wir unbegrenzte Wahlmöglichkeiten haben, entwickeln wir über die Zeit eigene Beurteilungsmuster, welche uns die Auswahl erleichtern. Wir profitieren von früheren Erfahrungen und einem bewährten Instrumentarium für unsere Entscheidungsfindung. In der sich gegenwärtig entwickelnden digitalen Welt fehlen uns diese robusten Entscheidungsmuster und die Wahl muss aufgrund eigener Überlegungen erfolgen. Eine geeignete Hilfestellung dazu sind bewährte Geschäftsmodellmuster, welche sich in die digitale Welt transferieren lassen.

Geschäftsmodellmuster müssen in die digitale Welt transformiert werden ©Pixabay

Auf dem Papier ist es einfach: Geschäftsmodellmuster beschreiben die Funktionsweise von Geschäftsmodellen und stellen die Konfiguration, Struktur und den Aufbau der Modellbausteine dar. Damit entstehen Gestaltungshilfen, welche allgemein gültig und unabhängig von Anwendungsfeldern sind. Viele erfolgreiche Geschäftsmodelle sind entsprechend aus der Rekombination von existierenden Konzepten entstanden. Heute hat sich bereits eine breite Palette neuer Geschäftsmodellmuster mit einem direkten Bezug auf die digitale Transformation ausgebildet.

Bekannt ist die Arbeit von Fleisch, Weinberger und Wortmann. Dort werden sechs Bausteine für Geschäftsmodellmuster und zwei eigenständige Geschäftsmodellmuster für das Internet der Dinge vorgeschlagen. Die sechs Bausteine bilden die Basis für digitale Dienste von physischen Produkten oder zusammenfassend dem Geschäftsmodellmuster Digitally Charged Products. Das zweite Geschäftsmodellmuster Sensor as a Service umfasst die Ansätze, dass die Daten eines Sensors gesammelt, aufbereitet und gegen Entgelt anderen Systemen bereitgestellt werden.

Diese Geschäftsmodellmuster sollen bei der Entwicklung konkreter Geschäftsmodelle inspirieren. Diese Muster sind direkt an die Produkte gekoppelt. Das Geschäftsmodellmuster Digital Lock-in beispielsweise kennen wir alle von Produkten, welche die Verwendung von Originalkomponenten voraussetzen.

Dabei ist zu beachten, dass die beschriebenen Muster nicht als eigenständige digitale Dienste zu verstehen sind. Im Vordergrund stehen weiterhin die physischen Leistungen der vernetzten Produkte und Sensoren. Durch die Erweiterung der Produkte um digitale Dienste entsteht vorerst meist nur eine schrittweise Entwicklung und der Erlös ist direkt an den Absatz der physischen Produkte gekoppelt.

Hier wird es spannend, wenn eigenständige digitale Dienste realisiert werden, welche nicht unmittelbar produktgebunden sind. Nicht produktgebundene Dienste entstehen meist dort, wo zielgerichtet leitende, planende und organisierende Aufgaben durch den digitalen Dienst realisiert werden.

Die Herstellerin von Anlagen für die Metallverarbeitung SMS group hat beispielsweise eine Lösung für die Planung von Aufträgen realisiert, welche mit künstlicher Intelligenz und maschinellem Lernen für schnellstmögliche automatische Reaktionen auf sich verändernde Produktionsparameter in den digitalen, vernetzten Fertigungsumgebungen sorgt. Damit übernimmt SMS group die Rolle des digitalen Fertigungsplaners ihrer Anlagen beim Kunden.

Oder Belimo, welche Stellantriebe und Begrenzungsventile für die Klimatisierung von Gebäuden herstellt. Diese Stellantriebe und Begrenzungsventile sind seit mehreren Jahren so ausgerüstet, dass sie eigenständige digitale Funktionalität besitzen und digital vernetzt werden können. Belimo hat erkannt, dass dadurch die Möglichkeit entsteht, die Klimatisierung ganzer Gebäudekomplexe, einzelner Gebäudebereiche oder sogar einzelner Arbeitsplätze individuell und energieeffizient zu steuern und laufend, beispielsweise bei An- und Abwesenheiten, zu optimieren.

Sowohl im Beispiel von SMS group, als auch im Beispiel von Belimo wird das einzelne physische Produkt damit zum Türöffner für eine Plattform. Diese Plattform kann später ohne weiteres auch mit anderen Datenquellen und anderen digitalen Produkten ergänzt werden.

Die spannende Aufgabe des Produktmanagers besteht jetzt darin, dass diese neue Perspektive auf eine umfassende Lösung für die leitenden, planenden und organisierenden Kundenaufgaben eine umfassende Auseinandersetzung mit diesen Aufgaben erfordern. Stand früher beispielsweise die Lebensdauer eines Stellantriebs für die Heizungswasserverteilung im Vordergrund, so steht nun die Verbesserung der Energieeffizienz ganzer Gebäudekomplexe im Fokus. Diese radikale Veränderung des Kundennutzens und des Leistungsversprechens liefert echte Mehrwerte. Sie erfordert gleichzeitig eine Auseinandersetzung mit Aufgabenfeldern und Einsatzgebieten. Im Product Management Center setzen wir uns zum Ziel, Strukturen und Klärungsansätze zur Beantwortung dieser Fragen zu entwickeln.

Breitfuss Gert et al. (2017): Analyse von Geschäftsmodellinnovationen durch die digitale Transformation mit Industrie 4.0 (Band 3 der Studie Produktion der Zukunft), bmvit, Wien, 2017

Fleisch Elgar et al.: Geschäftsmodelle im Internet der Dinge – Bosch IoT Lab White Paper, St. Gallen, 2014

Neue Daten braucht das Land – Willingness-to-share im B2B

Von Helen Vogt

Digitale Technologien sind der Auslöser für neue Geschäftsmodelle der produzierenden Unternehmen und ermöglichen neues Wachstum, vor allem im After-Sales und Service Bereich. Immer mehr Industrieunternehmen suchen nach Wegen, um nach dem Verkauf der Neuanlagen, welche oft mit einem substantiellen Rabatt erkauft wurden, wiederkehrende Einnahmen, oftmals mit höheren Margen, zu erwirtschaften. Digitale Services und Geschäftsmodelle ermöglichen Unternehmen zudem, die Kundenbeziehung nach dem Verkauf der Anlagen und Produkte aufrecht zu erhalten und werden daher zu den wichtigsten marktseitigen Unterscheidungsmerkmalen der Industrie 4.0 gezählt.

Daten werden zwar erfasst – aber nicht geteilt ©Pixabay

Produktbezogene Nutzungsdaten als Voraussetzung für neue, digitale Geschäftsmodelle

Die Grundlagen für digitale Geschäftsmodelle für Anlagen- und Systembauer bilden die Nutzungsdaten der Maschinen im Feld, welche durch Verknüpfung mit anderen Datenarten wie Umwelt-, Rohmaterial- und Logistikdaten sowie Markt- und Absatzinformationen neue Erkenntnisse erschaffen und u.a. die Entwicklung von Serviceangeboten ermöglichen. Der gezielte Umgang mit Echtzeitdaten stellt für die Herstellerfirmen einen wesentlichen Wettbewerbsvorteil dar. Unternehmen sind darauf angewiesen, diese Daten zu erheben, erhalten diese aber von den Kunden oftmals nicht, obwohl bereits heute in vielen Produkten und Anlagen Echtzeitdaten aufgezeichnet werden. Private wie auch industrielle Kunden sind aus verschiedenen Gründen immer weniger bereit, die erhobenen Daten mit den Anlagenherstellern zu teilen. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass Unternehmen verstehen, wie sie den Kunden den Mehrwert des Datenaustausches klar machen können.

Ermittlung der Datenteilbereitschaft: aktuelle Forschungsprojekte am Institut für Marketing Management

Im B2C-Bereich haben erste empirische Studien einige Treiber zur Steigerung der Datenteilbereitschaft identifiziert. Am Institut für Marketing Management (IMM) wird aktuell in verschiedenen Forschungsprojekten untersucht, unter welchen Umständen Kunden bereit sind, nicht nur ihre persönlichen Daten, sondern auch produktbezogene Nutzungsdaten teilweise oder ganz mit Herstellern zu teilen. Hierzu werden beeinflussbare resp. nicht-beinflussbare Treiber sowie unterstützende Faktoren der Datenteilbereitschaft im Kontext von unterschiedlichen digitalen Geschäftsmodellen ermittelt. Wenn Sie mehr über diese Projekte erfahren möchten, freuen wir uns über Ihre Kontaktaufnahme.

Kontakt

ZHAW School of Management and Law, Institut für Marketing Management, Product Management Center, Dr. Helen Vogt.                                                                       Telefon +41 58 934 66 99, E-Mail: vogh@zhaw.ch

Wie das Internet der Dinge Lösungsansätze für gesellschaftliche Herausforderungen in der Altenpflege bietet

Von Manuel Holler

Digitale Technologien werden häufig mit einer Effizienzsteigerung im industriellen Kontext oder der Erhöhung von Komfort im Konsumentenbereich assoziiert. Wie das Internet der Dinge auch Lösungsansätze für gesellschaftliche Herausforderungen in der Altenpflege bietet, zeigt das Zürcher Start-Up CARU.

Die CARU AG entwickelt eine Plug & Play Kommunikations- und Informationslösung, die alle beteiligten Stakeholder (Patient, Angehörige und Pflegepersonal) im Pflegeprozess effizient vernetzt. Das Ziel ist es, Sicherheit, Selbstbestimmung und soziale Integration zu schaffen.

CARU Smart Sensor © CARU

Mit dem intelligenten IoT-System kann beispielsweise über einen Schlüsselworterkenner eine Telefonverbindung zu Pflegepersonal oder Angehörigen aufgebaut werden. Ausserdem wird über Sensorfusion der integrierten Raumparametersensoren und maschinellem Lernen das Verhaltensmuster des Patienten erlernt. Beide Funktionen können eine dramatische Effizienzsteigerung und damit eine Kostenreduktion in der Pflege ermöglichen. Diese ist aufgrund der aktuellen Situation in der Pflege (speziell in der Altenpflege) äusserst wünschenswert.

Die Technologieplattform, für die bereits ein Patent international angemeldet ist, kann zukünftig für eine Vielzahl von Funktionen genutzt werden. Zum Beispiel besteht das Potential, Anzeichen von Krankheiten aufgrund des Verhaltensmusters zu erkennen, die Ankunftszeit des ambulanten Pflegepersonals anzukündigen und die soziale Einbindung der Patienten durch alternative Kommunikationskanäle zu stärken.

Bereits verfügbare Funktionen des CARU Smart Sensor © CARU

In einem Pilotversuch in verschiedenen Pflegeinstitutionen waren die Rückmeldungen von Patienten, Angehörigen und Pflegepersonal sowohl zur Nützlichkeit wie auch zur Bedienbarkeit von CARU sehr positiv. Um die Innovation weiterzuentwickeln, werden zusammen mit dem Product Management Center der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) in einem Innosuisse-geförderten Projekt die Use Cases vertiefter untersucht und so applikationsspezifische Product Requirements erarbeitet.

Ab Ende November 2018 ist der CARU Smart Sensor für institutionelle Kunden erhältlich. Die Markteinführung für Privatpersonen mit einem steten Ausbau der Funktionalitäten ist geplant.

Die Gründer

Susanne Dröscher und Thomas Helbling © CARU

Susanne Dröscher (Co-CEO, Business Development) arbeitete beim Sensorhersteller greenTEG und leitete dort das Business Development eines der zwei Geschäftsfelder. Sie hat Materialwissenschaften studiert und eine Doktorarbeit an der ETH Zürich abgeschlossen.

Thomas Helbling (Co-CEO, Technologie) war am Aufbau des Sensorherstellers greenTEG beteiligt. Er war dort für die Produktentwicklung verantwortlich. Er hat Elektrotechnik studiert und eine Doktorarbeit an der ETH Zürich abgeschlossen.

Kontakt

hallo@caruhome.com I +41 44 512 13 75

https://www.caruhome.com/

Das Digitalisierungsradar: Die Digitale Transformation im Produktlebenszyklus erfolgreich bewältigen

Es ist unbestritten, dass die Digitalisierung für die Unternehmen der Schweizer Maschinen-, Elektro- und Metall-Industrie (MEM) bedeutsame Chancen mit sich bringt. Das Spektrum reicht dabei von der Implementierung von einfachen Effizienzsteigerungen bis hin zur Realisierung von innovativen Geschäftsmodellen. Dennoch steht die produzierende Industrie mit dem Lebenszyklusmanagement ihrer Produkte und Dienstleistungen (Product Lifecycle Management) bei der Bewältigung der digitalen Transformation weiterhin vor tiefgreifenden Herausforderungen.

Um den Status der MEM-Industrie zu charakterisieren und erfolgsrelevante Handlungsfelder und -ansätze zu evaluieren, hat das Product Management Center der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) rund 400 Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz befragt. In Zusammenarbeit mit Dolff, Pyschny & Piper, einer Unternehmensberatung im Bereich Product Lifecycle Management, wurde daraus das Digitalisierungsradar entwickelt: Ein praktisch umsetzbares Reifegradmodell, um die Transformation im Lebenszyklusmanagement industrieller Produkte systematisch in Angriff zu nehmen.

Das Digitalisierungsradar: Struktur und Anwendung

Im Detail kann ein Reifegradmodell als ein Satz an Reifegradstufen angesehen werden, die schrittweise durchlaufen werden müssen. Die unterste Stufe repräsentiert so den niedrigsten, die oberste Stufe den höchsten Reifegrad. Üblicherweise sind derartige Referenzmodelle mehrdimensional. Durch diese Aufteilung auf Einzelaspekte können zum einen schnelle Erfolge bereits mit wenig Aufwand erreicht werden, zum anderen kann der Gesamtreifegrad durch die Erhöhung aller Dimensionen gesteigert werden.

Während in der Literatur viele generische und theoriebasierte Ansätze existieren, wurde bei der Entwicklung des vorliegenden Modells besonderer Wert auf Detailtiefe sowie Anwendbarkeit in der industriellen Praxis gelegt. In enger Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Wissenschaft wurde so das Digitalisierungsradar entwickelt und an verschiedenen Business Cases evaluiert.

Abbildung 1: Struktur des Digitalisierungsradars

Abbildung 1 gibt eine Übersicht über die Struktur des Digitalisierungsradars. Zentraler Gedanke ist die Einteilung des Produktlebenszyklus entlang der Wertschöpfungskette in neun konfigurierende Elemente: (1) Requirements, (2) Product Innovation, (3) Product Development, (4) Product Supply, (5) Things Management, (6) Things Visualization, (7) Change Management, (8) Platforms und (9) Collaboration. Gemäss dem Verständnis von Product Lifecycle Management als ganzheitlicher, sozio-technischer Ansatz wird jedes dieser konfigurierenden Elemente in den vier Dimensionen (1) Prozesse, (2) Organisation, (3) Methoden und Tools sowie (4) Key Performance Indicators abgebildet. Dabei erlaubt deren Analyse eine Reifegradbeurteilung in drei aufsteigenden Reifegrad-Levels: (1) Basic, (2) Advanced und (3) Professional.

Abbildung 2: Anwendung des Digitalisierungsradars

Um nun den digitalen Reifegrad eines Unternehmens zu erhöhen, also vom Ist-Zustand über bestimmte Pfade zum Soll-Zustand zu gelangen, wird folgende Vorgehensweise angewendet: In einem ersten Schritt wird mittels eines Fragebogens der Status Quo für jedes konfigurierende Element erhoben. Ein typisches Ergebnis dieser Stufe sind stark unterschiedliche Reifegrade, sowohl zwischen diesen Elementen als auch innerhalb deren Teilbereiche. In einem zweiten Schritt werden im Sinne einer Homogenisierung alle «unreifen» Dimensionen auf den Reifegrad der konstituierenden Dimension nachgezogen. Die Festlegung einer konstituierenden Dimension berücksichtigt dabei die komplexen Abhängigkeiten zwischen den Dimensionen. So müssen zum Beispiel vor einer Weiterentwicklung der Methoden und Tools zunächst die Prozesse auf ein entsprechendes Niveau gebracht werden. Hierzu werden handhabbare Arbeitspakete systematisch in eine Roadmap aufgetragen und umgesetzt. In einem dritten Schritt werden final alle Dimensionen professionalisiert. Hierbei kommt erneut das Konzept des Roadmapping zum Einsatz. Diese Anwendung des Digitalisierungsradars zeigt Abbildung 2 in konzeptioneller Form.

Ausblick: Der Digital Value Proposition Navigator

In der Praxis zeigte der Einsatz des Digitalisierungsradars bei Industrieunternehmen dessen einfache Anwendbarkeit und Nützlichkeit bei der digitalen Transformation des Product Lifecycle Management. Aus wissenschaftlicher Sicht hat sich bestätigt, dass der digitale Reifegrad in weiten Teilen der produzierenden Industrie immer noch sehr gering ist. Weiterhin konnte in diesem Zusammenhang festgestellt werden, dass Unternehmen das detaillierte Wertversprechen eines hohen digitalen Reifegrades häufig unklar ist.

In einem Anschlussprojekt zwischen dem Product Management Center der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) und Dolff, Pyschny & Piper soll daher nicht nur näher erforscht werden, wie man die Produktlebenszyklus-Prozesse digitalisieren kann, sondern auch welche spezifische Wertversprechen sie bieten: Der Digital Value Proposition Navigator.

Ansprechpartner:

Prof. Dr. Rainer Fuchs (rainer.fuchs@zhaw.ch) ist Professor mit Fokus Produktmanagement am Institut für Marketing Management (IMM) der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW).

Thomas Pyschny (thomas.pyschny@dpp-plm.com) ist Gründer und Geschäftsführer von Dolff, Pyschny & Piper, einer Unternehmensberatung im Bereich Product Lifecycle Management.

Kein ausreichender Bedarf für robotergestützte Küchenhilfe

Im Alter nehmen die motorischen Einschränkungen zu. Dies wird mitunter auch beim Kochen sichtbar. Töpfe sind zu schwer, um sie zu heben oder die Stauräume sind zu hoch oder zu tief platziert, um die Utensilien herauszunehmen oder zu verstauen. Wenn hier Einschränkungen vorhanden sind, dann kann das Vernachlässigen des Kochens eine Folge sein und ein Stück selbständiges Leben im Alter geht verloren. Eine robotergestützte Hilfe könnte hier ein wirksames Mittel sein. In Form eines Küchenassistenzarms würde die Selbständigkeit der motorisch eingeschränkten Personen verbessert.

Machbarkeit vor Prototyp

Die ZHAW School of Engineering hat die technische Machbarkeit eines solchen Projekts geprüft und ist zu einem positiven Schluss gekommen. Die Frage bei solchen Forschungsideen ist aber, ob sie auch vom Markt und von der Zielgruppe angenommen werden. Genau das hat das interdisziplinäre Projekt der ZHAW (Institut für Marketing Management und School of Health Professions), der FH St. Gallen  und der Pro Senectute Zürich versucht zu untersuchen. Ein sinnvoller Zwischenschritt, denn so wird die Markttauglichkeit getestet und die Anforderungen der Betroffenen ermittelt, bevor man einen teuren Prototyp entwickelt. Dank der Unterstützung der Walder Stiftung war es überhaupt möglich, diesen Test durchzuführen und es hat sich gelohnt, denn es traten überraschende Ergebnisse zu Tage.

Die visualisierte Idee des Küchenassistenzarms

Kochen mit Hilfsmitteln

Das Kochen an sich ist ein wichtiger Bestandteil, wird aber mit dem Alter auch redimensioniert, d.h. es wird im Alter weniger gekocht und das aufwendige Kochen wird deutlich weniger. Die Küche wird, nach Möglichkeit, an die veränderten physischen Bedürfnisse angepasst. Einerseits kann Bestehendes verändert werden, andererseits gibt es neue Geräte, wie z.B. eine Greifzange oder eine elektrische Brotschneidemaschine. Die Auswertung von Gruppeninterviews machte deutlich, dass die physische Belastbarkeit im Alter abnimmt, der Bedarf nach technischer Unterstützung also durchaus vorhanden ist. Eine technische Assistenz müsste allerdings umfassend bei allen Tätigkeiten in der Küche Unterstützung leisten.

Wenig Akzeptanz bei den Anwendern, viel Geld gespart

Das interdisziplinäre Projekt hat gezeigt, dass die grundsätzliche Idee eines robotergestützten Armes in der Küche durchaus ihre Berechtigung hat. Gleichzeitig ist herausgekommen, dass die angesprochenen Zielgruppen aber keinen konkreten Nutzen in dieser Form sehen. Die Einsatzmöglichkeiten seien doch eher gering und damit auch die wirtschaftliche Machbarkeit des Küchenassistenzarms. Für einmal also ein negatives Ergebnis, das aber durchaus einen positiven Effekt hat. Durch die vorgängigen Abklärungen konnte verhindert werden, dass hohe öffentliche und private Mittel in die technische Umsetzung eines Produktes fliessen, dessen Akzeptanz bei den Anwendern und der wirtschaftliche Erfolg fraglich sind.

 

Fragen an Prof. Dr. Frank Hannich, Stv. Leiter Institut für Marketing Management:

Prof. Dr. Frank Hannich von der ZHAW

Wie kam man auf die Idee einen Küchenassistenzarm zu entwickeln und zu vermarkten?

Die alternde Gesellschaft ist eine der grössten Herausforderungen der Schweiz. Alle Projektbeteiligten arbeiten auch über dieses Projekt hinaus daran, Verbesserungen für die Betroffenen zu erreichen und damit auch für die Schweizer Volkswirtschaft. Die konkrete Projektidee ist aus der technischen Machbarkeit entstanden. Die innovativen Ingenieure fragen sich heute aber auch sofort, wie kann man die Kundensicht in die Entwicklung einbeziehen und ist eine Entwicklung auch wirtschaftlich sinnvoll?

Normalerweise wird gleich ein Prototyp entwickelt. Hier war der Ablauf anders. Was waren die Gründe dafür und was waren die Vorteile?

Etwas zu entwickeln, das niemand braucht und das keinen Erfolg hat, ist frustrierend, weil sinnlos und auch unglaublich teuer. Als ersten Schritt einen Prototyp zu bauen hätte ungefähr das zwanzigfache dieses Projektes gekostet und dann wäre man im nächsten Schritt auf das gleiche Ergebnis gekommen.

Warum ist die Akzeptanz bei den Anwendern eher gering?

Die Veränderungsbereitschaft sinkt tendenziell mit zunehmendem Alter und man versucht sich generell mit den einfachsten möglichen Mitteln zu helfen, während der Küchenassistenzarm eine grosse und auch relativ teure Veränderung wäre. Hinzu kommt, dass die Herausforderungen in der Küche z.B. durch sinkende Körperkraft oder motorische Einschränkungen gleichzeitig mit vielen anderen Einschränkungen einhergehen, welche der Küchenassistenzarm nicht löst. Dies sind wichtige Einflüsse aber wir haben im Detail noch zahlreiche weitere Erkenntnisse gewonnen.

Was sind die Lehren, die man aus diesem Projekt gezogen hat?

Wir haben wertvolle Erkenntnisse über die Betroffenen und auch über die Marktmechanismen gewonnen, die für die weitere Forschung sehr wertvoll sind. Generell benötigen wir noch bessere Erkenntnisse über die Lebensphasen im Detail und sollten eher nach ganzheitlichen Lösungen suchen. Neben den Betroffenen sollten auch Angehörige und Dienstleister unbedingt in die Forschung einbezogen werden.

Wie war die Zusammenarbeit mit der Walder Stiftung und wie wichtig ist eine solche Unterstützung?

Die Walder Stiftung hatte im Gegensatz zur staatlichen Forschungsförderung, den Mut und den Weitblick in der Forschung bei den Betroffenen und nicht bei der Technik anzusetzen. Wir sind sehr dankbar für die Förderung und für die unkomplizierte Zusammenarbeit.

IMM goes Big Data – Willingness to share

Was muss Kunden geboten werden, damit sie bereit sind, ihre persönlichen Daten mit Unternehmen zu teilen? Mit dieser Fragestellung beschäftigt sich zurzeit ein interdisziplinäres Team am Institut für Marketing Management. Unternehmen sind eingeladen, an diesem Forschungsprojekt teilzunehmen und so direkt zu erfahren, wie die „Datenteilbereitschaft“ bei ihre Kunden aussieht.

Big Data
Bildquelle

Big Data ist mehr als nur ein Modewort. Der Begriff beschreibt eine durch technische Veränderungen möglich gewordene Datenart, welche sich mitunter durch ihr grosses Volumen, ihr ständiges Wachstum und ihren hohen prädiktiven Wert auszeichnet. Big Data eröffnet die Möglichkeit, Prozesse bei und Verhalten von Kunden besser zu verstehen und vorauszusagen als jemals zuvor. Gerade durch die explorativen und prädiktiven Möglichkeiten, die Big Data bietet, ist dieser Begriff aus einer Vielzahl von Branchen und Disziplinen (z.B. Gesundheits- und Finanzwesen, Marketing) nicht mehr wegzudenken. Gleichzeitig wird die Thematik „Big Data“, nicht zuletzt wegen unlängst an die Öffentlichkeit gelangten geheimdienstlichen Überwachsungsskandalen vor allem von jenen kritisch beäugt, um deren Daten es sich handelt.

Gerade deshalb sind Unternehmen je länger je mehr gut beraten, sich mit der Bereitschaft ihrer Kunden, Daten mit dem Unternehmen zu teilen auseinanderzusetzen. Nur wenn sich Unternehmen und Kunden einig darüber sind, wie mit diesen Daten umgegangen werden soll, lässt sich das Potenzial von Big Data ausschöpfen.

Big Data am Institut für Marketing Management
Big Data stellt nicht zuletzt deswegen die wohl grösste Chance und zugleich Herausforderung für das „21st Century Marketing“ dar. Das Institut für Marketing Management hat unlängst die Zeichen der Zeit erkannt und ist auf den Big-Data-Zug aufgesprungen. Eine multidisziplinäre „Big Data Task Force“, bestehend aus Psychologen, Betriebsökonomen, Datenanalyse- und Social-Media-Experten, hat eine neuartige Projektidee entwickelt, durch welche – basierend auf einem behavioralen Kosten-Nutzen Modell – die „Willingness to share“ der Kunden in Bezug auf verschieden geartete Daten maximiert werden soll. Die Erkenntnisse helfen Unternehmen unmittelbar, die Marketingaktivitäten noch kundenindividueller auszugestalten.

Big Data aus der Kundenperspektive erforschen
Das Ziel des geplanten Projektvorhabens „Big Data ? Big Privacy“ ist es, verhaltensbasierte „Stellhebel“ auf Kundenseite zu identifizieren, die in Abhängigkeit verschiedener Variablen (z.B. Branche, Verwendungszweck der Daten) die subjektive Risikowahrnehmung des Kunden durch kompensatorische Massnahmen („Stellhebel“) minimiert und ihn dadurch dazu motivieren, Daten freizugeben. Oder vereinfacht ausgedrückt: Welchen Mehrwert müssen Unternehmen den Kunden bieten, damit diese ihre Daten zur Verfügung stellen?

Praxispartner für Forschungsprojekt gesucht
Um diese Stellhebel auf Konsumenten- und Unternehmensseite zu identifizieren, plant das Institut für Marketing Management an der ZHAW ein Forschungsprojekt in Kooperation mit Partnern aus der Wirtschaft. Als Praxispartner sind vor allem Unternehmen angesprochen,

  • für die (aussagekräftige) Kundendaten einen Wettbewerbsvorteil darstellen,
  • welche die Bereitschaft ihrer eigenen Kunden, persönliche Daten freizugeben, erforschen wollen, und
  • um dank dem Wissen über ihren Kunden überzeugende personalisierte Produkte und Dienstleistungen anbieten möchten.

Sind Sie interessiert, diese wissenschaftlichen Erkenntnisse unmittelbar in Ihr Unternehmen einfliessen zu lassen, um die Potenziale von Big Data zu erschliessen?

Wenn Sie als Vertreter eines Schweizer Unternehmens mehr über das Projekt erfahren oder sich dazu mit uns austasuchen wollen, nehmen Sie gerne mit uns Kontakt auf, wir erläutern Ihnen das Projekt-Setting.

Kontaktperson: Dr. Linda Miesler, ZHAW School of Management and Law, Institut für Marketing Management

Briefpost – Mehr Wert oder Mehr Altpapier? Ein Science-to-Business Approach

briefkastenkleber.ch

Von der Science zum Business

Das Projekt wurde vollständig partnerschaftlich aufgesetzt .Von der Fragestellung über die Mittelallokation bis hin zur zeitlichen Planung und allfälligen Veröffentlichungen wurde alles gemeinsam entschieden. Die Science hatte so unmittelbaren Business-Bezug und dadurch die Resultate unmittelbaren praktischen Wert. Jeder Partner investierte den gleichen Betrag ins Forschungsprojekt, sodass es möglich wurde gemeinsam ein aufwändiges Briefpost-Panel aufzusetzen, welches im Alleingang nur schwierig hätte realisiert werden können.

Das Briefpost-Panel

Rund 100 Personen beurteilten während 3 Monaten alle Poststücke, die sie erhielten und sandten die beurteilte Post an das Institut für Marketing Management (IMM) zurück. Um den Aufwand für die Teilnehmer so gering wie möglich zu halten, wurden Post-It‘s mit offenen und geschlossenen Fragen bedruckt, welche direkt zur Beurteilung auf das Poststück geklebt werden konnten. Insgesamt wurden fast 20‘000 Poststücke nach 23 Kriterien erfasst. Das Panel bot die Möglichkeit, die Post verschiedener Versender, Branchen, Produktionsarten etc. zu vergleichen und so eine bessere Einordnung zu erhalten als beispielsweise bei einem Labor-Pre-Test. Dadurch, dass die Teilnehmer sämtliche Post beurteilten, konnten Mailings im realen Kontext getestet werden, ohne dabei Aufmerksamkeits-Verzerrungen zu erzeugen. Vor allem durch die Beurteilung von Mailings, welche nicht eine unmittelbare Response zum Ziel hatten, konnten wertvolle Einblicke gewonnen werden.

Briefpost (in Umschlägen), welche zugesandt und erfasst wurde.

 Board Meetings für den informellen Austausch

Parallel zum Forschungsprojekt fanden monatliche Board-Meetings statt. Diese boten die Möglichkeit, aktuelle und generelle Probleme der Praxispartner zu diskutieren und Erfahrungen beim Versand von Briefpost auszutauschen. Insbesondere der Umstand, dass die Partner aus unterschiedlichen Branchen kommen und keine Konkurrenten sind, ermöglichten ein offenes Gesprächsklima. So wurden beispielsweise erhebliche Unterschiede beim Vorgehen und der Effizienz der Direct Mail Organisation aufgedeckt. Ebenfalls wurden Resultate von früheren Tests und Forschungsaktivitäten der jeweiligen Partner ausgetauscht, sodass die Boardmeetings neben der Diskussion der eigentlichen Forschungsfragen einen echten Mehrwert boten.

Das Projekt befindet sich nun in der Auswertungsphase. An einigen Resultaten werden wir Sie gerne bald teilhaben lassen. Für Fragen und bei Interesse wenden Sie sich bitte an Dr. Frank Hannich oder Salome Müller.

Die ZHAW forscht nicht nur anwendungsorientiert, sondern auch im Auftrag des guten Geschmackes

Schokolade (80%), Sauvignon blanc, 2011 (limited Edition), Sauvignon blanc, 2010 (Halbinsel Au, Zürichsee), Schaumwein brut, 2008 (traditionelle Flaschengärung), Merlot, 2010 (Mendrisiotto, Tessin), Apfelsaft (in Planung) (v.l.n.r.)

Das interdisziplinäre Gemeinschaftsprojekt des Instituts für Lebensmittel- und Getränkeinnovation (ILGI) am Departement Life Science und Facility Management in Wädenswil und des Zentrums für Marketing Management der School of Management and Law trägt Früchte. Nach dem Erfolg der 2009er Weine Sauvignons blanc und Merlot folgen weitere ZHAW Produkte.

Die ZHAW hat ein eigenes Weingut – Das Weingut der ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften ist im Departement Life Sciences und Facility Management in Wädenswil angesiedelt. Die Trauben der Rebflächen auf der Halbinsel Au am Zürichsee und aus der Region Mendrisiotto (Tessin) dienen der Herstellung von Versuchsweinen, die im Rahmen angewandter Forschungsprojekte produziert und mittels neusten Verfahren analysiert werden (u.a. vielfältige Extraktions- und Herstellungstechnologien). Gemäss dem Motto «Der Wein, der Wissen schafft – aus ZHAW Forschung» stellt das Projektteam nun zum zweiten Mal zwei qualitativ und sensorisch hochwertige Weine zur Verfügung: den ZHAW Sauvignon Blanc (2010) und den ZHAW Merlot (2010).
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