Warum im Wartezimmer von Arztpraxen auch Marketing und Kommunikation zu finden sind

Jeder kennt es, der Gang zum Arzt ist nicht gerade beliebt, aber manchmal nötig. Bei der Wahl einer Arztpraxis spielt der digitale Auftritt eine immer grössere Rolle, denn viele Patienten informieren sich gerne vorab über die Website. Ärzte sind aber tendenziell keine Marketing- und Kommunikationsfachleute. In diesen Fällen hilft meinpraxisauftritt.ch, ein Unternehmen das Beratung und praktische Erfahrung genau in diesem Bereich anbieten kann. Die Inhaberin, Irene Dörig, ist nicht nur versiert im Gesundheitsbereich, sondern auch Absolventin unseres CAS Digital Marketing und damit bestens für diese Aufgabe gerüstet.

Professioneller Auftritt für Arztpraxen © meinpraxisauftritt.ch

Frau Dörig, warum brauchen Arztpraxen Marketing und Kommunikation?

In den letzten Jahren haben sich die Gewohnheiten von Patientinnen gewandelt. Heute informiert man sich meist auch im Internet – sei es auf der Suche nach einem neuen Hausarzt, einem Kinderarzt, einer fachlichen Zweitmeinung oder nach der Überweisung an eine Spezialistin.

Da spielt eine visuell und inhaltlich ansprechende Website eine zentrale Rolle. Doch ein professioneller Praxisauftritt geht über den Webauftritt hinaus. Für immer mehr Ärzte wird zum Thema, wie sie sich positionieren und wie sie mit ihren Patienten, den zuweisenden Arztkollegen und der Öffentlichkeit kommunizieren.

Spitäler und Kliniken haben ihre Marketing- und Kommunikationsabteilungen längst aufgebaut und ihren Auftritt nach innen und aussen professionalisiert. Die gleichen Ansprüche erfassen heute zunehmend auch Praxen und medizinische Zentren.

Was macht ein gutes Praxismarketing aus?

Gutes Praxismarketing ist, wenn sämtliche Berührungspunkte mit dem Patienten, den zuweisenden Ärzten und der Öffentlichkeit bewusst und professionell gestaltet sind.

Angefangen vom „Gefunden werden“ im Internet, über eine aussagekräftige Website, freundliche Praxisassistenz, einfache Terminvereinbarung, professionelle Praxisdrucksachen bis hin zur bewussten Gestaltung der Zusammenarbeit mit zuweisenden Arztkollegen oder aktive Medienarbeit. Kurz, eine Praxis oder ein medizinisches Zentrum soll von A – Z als professionell und positiv wahrgenommen werden.  

Nicht zuletzt ist gutes Praxismarketing auch ein Marketing, das die rechtlichen Vorgaben bezüglich Werbung für Ärzte berücksichtigt. Denn diese setzen den Möglichkeiten gewisse Grenzen. Ich habe dem Thema auf unserer Website extra einen Blogbeitrag gewidmet: http://bit.ly/2rzk2Ev

Moderne Drucksachen der Praxis „Neurologie am Löwenplatz“ in Luzern © meinpraxisauftritt.ch

Was können die Stolpersteine in einem online Auftritt einer Arztpraxis sein?

Der erste Stolperstein heutzutage ist sicher, überhaupt keine Website zu haben. Denn so „existiert“ eine Praxis gegenüber vielen, besonders auch jüngeren Zielgruppen, gar nicht. Eine Chance auf einen positiven (ersten) Eindruck oder um überhaupt berücksichtigt zu werden, wird so vergeben.

Der zweite Stolperstein wäre, eine veraltete Website zu haben in Bezug auf Inhalte, Design oder Technologie (z.B. kein Responsive Design für gute Lesbarkeit auf mobilen Geräten). Das kann beim Besucher einen negativen Eindruck der Praxis hinterlassen.

Ein guter Online-Auftritt ist heute für Praxen und medizinische Zentren zunehmend eine Selbstverständlichkeit. Es muss nicht immer eine umfassende Website sein. Für viele Praxen ist eine kleine, aber feine Website mit den wichtigsten Informationen, wie z.B. eine Wegbeschreibung oder Informationen zum Leistungsangebot, bereits ausreichend.

Beispiel einer Website für die „Gefässpraxis am Löwenplatz“ © meinpraxisauftritt.ch

Was bietet meinpraxisauftritt.ch konkret und ist das Angebot individuell abstimmbar?

meinpraxisauftritt.ch steht für Marketing & Kommunikation für Medizin und Praxis. Wir begleiten Ärztinnen und Ärzte mit eigener Praxis, Praxisgruppen und medizinische Fach- und Kompetenzzentren, wenn es um ihren Auftritt, ihre Kommunikation und ihr Marketing geht. Von der Praxiseröffnung über alle Phasen einer Praxistätigkeit bis zur Praxisübergabe.

Das Angebot ist modular aufgebaut und reicht von Logos und Design für Praxisdrucksachen und Praxisgestaltung, kleinen und grossen Websites, Medienarbeit und PR, Positionierung, Zuweisermarketing bis zu gezielter Patientenkommunikation oder Suchmaschinenoptimierung.

So können wir – angepasst auf die Ausgangslage – ein massgeschneidertes Paket zusammenstellen und aus einer Hand anbieten. Und das basiert auf langjähriger Erfahrung im Gesundheitswesen, sowohl von mir selber, als ehemalige Leiterin Marketing und Kommunikation eines Schweizer Spitals wie auch von unserem Designpartner MINZ, Agentur für visuelle Kommunikation.

Wie weiss man, was Patienten an Informationen brauchen oder wünschen?

Um das zu wissen, kann man einfach von sich selber ausgehen und sich fragen, welchen Informationsbedarf man selber hat bei der Suche nach einem neuen Hausarzt, einer Gynäkologin oder nach der Überweisung an einen Spezialisten.

Oft sind das ganz einfache Informationen wie die Öffnungszeiten der Praxis, eine Wegbeschreibung, Parkplatzmöglichkeiten oder ob überhaupt noch Patienten angenommen werden. Weiter sind das Informationen zum Leistungsangebot und den fachlichen Qualifikationen der Ärztin oder des Arztes. Interessant für viele sind auch Bilder der Praxis und der Mitarbeitenden.

Abgestimmtes Corporate Design bis zur Praxisgestaltung, Praxis „Neurologie am Löwenplatz“ in Luzern © meinpraxisauftritt.ch

Gerade der Gesundheitsbereich hat auch mit sehr viel Bürokratie zu kämpfen. Da bleibt wahrscheinlich wenig Zeit für eine intensive Pflege der Marketingkanäle. Was raten Sie hier?

Oft ist eine intensive Pflege der Marketingaktivitäten für eine Praxis gar nicht nötig. Aber der Initialaufwand für einen starken Auftritt und eine gute Website lohnt sich. Wir konzipieren Websites bereits mit dem Wissen, dass Ärzte im Alltag wenig Zeit haben.

Es gibt z.B. keinen „News-Bereich“ oder keinen „Blog“, obschon das beliebte Tools auf Websites sind. Aber Ärzte wollen sich meist nicht darum kümmern müssen. Und das funktioniert. Wenn jeweils die Stellvertretung während der nächsten Ferien bekanntgegeben oder ein aktuelles Mitarbeiter-Bild bei einem Personalwechsel online geschaltet wird, ist das schon ausreichend.

Bei einer grösseren Praxis oder einem medizinischen Zentrum ändert sich unsere Empfehlung. Wenn z.B. regelmässig Vorträge und Fortbildungen angeboten werden, dann ergibt es Sinn, in deren Bewerbung zu investieren. Auch wenn einer Praxis Zuweisungen erhält, lohnt es sich, sich im Alltag Zeit für die Pflege dieser wichtigen Beziehungen mit den zuweisenden Ärzten zu nehmen.

Wie sehen Sie den Einsatz von Social Media für eine Arztpraxis?

Im Vergleich zu anderen Unternehmen haben die Social Media als Kommunikationskanal für eine Praxis oder ein medizinisches Zentrum klar eine untergeordnete Rolle.

Zum einen ist es schwieriger, Fans oder Follower für eine Arztpraxis zu gewinnen und zum anderen stehen Aufwand und Nutzen meist in einem Missverhältnis. Deshalb raten wir kleineren Praxen im Allgemeinen von eigenen Social Media Auftritten ab. Für grössere Zentren oder Spitäler ist dieser Kanal sicher wichtiger.

Wir empfehlen, viel eher in den Aufbau und die Pflege eines guten Netzwerks von zuweisenden Ärzten zu investieren. Oder mal eine Google Adwords-Kampagne in Erwägung zu ziehen, wenn eine Praxis vorübergehend intensiver beworben werden soll.

Beispiel der Praxis Raumkraft – Eine Website ist für die meisten Arztpraxen ausreichend © meinpraxisauftritt.ch

Wie gross ist aus Ihrer Sicht das Potential für Ihr Angebot?

Potential und Interesse sind gross. Das habe ich in Gesprächen mit Ärztinnen und Ärzten immer wieder festgestellt. Kaum ein Arzt eröffnet heute eine Praxis ohne professionellen Auftritt mit Logo, Design, ansprechender Website und begleitenden Kommunikationsmassnahmen. Und zwar unabhängig der Fachrichtung.

Was für andere kleine und mittlere Unternehmen (KMUs) seit vielen Jahren selbstverständlich ist, wird es zunehmend auch für Mediziner – auch für solche mit bestehender Praxis. Immer mehr findet die Orientierung auch an den Spitälern und Kliniken statt, die in den letzten Jahren ihre Kommunikation und ihr Marketing professionalisiert und ausgebaut haben.

Zum Schluss, als Absolventin unseres CAS Digital Marketing haben Sie sicherlich einiges an Wissen mitgenommen. Gibt es Dinge, die Sie konkret umsetzen konnten und würden Sie eine Weiterbildung an unserem Institut auch anderen empfehlen?

Ich konnte sehr viel Gelerntes aus dem CAS Digital Marketing direkt umsetzen. So habe ich im Rahmen des Leistungsnachweises die digitale Marketingstrategie für meinpraxisauftritt.ch geschrieben. Aus einer gereiften Idee ist damit ein konkretes Projekt geworden. Nach Abschluss des CAS galt es, dieses „pfannenfertige“ Konzept „nur“ noch umzusetzen. Vier Monate – und viel Arbeit – später war es dann soweit!

Für mich hatte das CAS Digital Marketing eine ideale Dauer, war sehr gut strukturiert und hat meine Erwartungen mehr als erfüllt. Dass aus dieser Weiterbildung auch noch ein konkretes neues Angebot für meine eigene Firma resultieren würde, konnte ich nicht absehen …

Den CAS habe ich bereits zwei Personen konkret empfohlen. Von einer weiss ich, dass sie sich inzwischen für den nächsten Lehrgang angemeldet hat.

Irene Dörig Inhaberin von meinpraxisauftritt.ch © meinpraxisauftritt.ch

Website: https://www.meinpraxisauftritt.ch/

Referenzen: https://www.meinpraxisauftritt.ch/referenzen

Andreas Lucco zum Wandel im Handel

Die Übernahme von Ricardo durch die Schweizer Mediengruppe Tamedia zeigt auf: Der Detailhandel muss umdenken. Schweizer Konsumenten kaufen immer häufiger im Internet ein und Unternehmen sind meist gut beraten, einen Online Shop zu betreiben. In der 10vor10 Sendung vom Dienstag, 10. Februar 2015, nahm Andreas Lucco, Leiter der Fachstelle Integrated Communication zu den Herausforderungen und möglichen Konsequenzen für Schweizer Unternehmen Stellung.

Zusätzlich diskutiert Andreas Lucco als Experte für digitale Medien zusammen mit Cyrill Hauser, PR-Spezialist bei Jung von Matt/Limmat, und Moderator Tobias Müller heute Abend um 21:00 Uhr in der „Einstein“-Spezialsendung über Youtube und wie die Online Plattform unser Leben verändert hat.

Möchten auch Sie Ihr Wissen im Bereich Digital Marketing vertiefen? Dann melden Sie sich für den CAS Digital Marketing an. Für mehr Information steht Ihnen Andreas Lucco unter andreas.lucco@zhaw.ch gerne zur Verfügung.

Blogs rund um das Thema Digital Marketing

Das Thema Digital Marketing spielt am Institut für Marketing Management eine wichtige Rolle. Da sich die digitale Welt immens schnell weiter entwickelt, sind auch für uns Blogs zum Thema eine wertvolle Informationsquelle.

Quelle: keriganmarketing.com

Quelle: keriganmarketing.com

In der Folge finden Sie eine kleine Auswahl an Blogs, die spannende Entwicklungen und Neuigkeiten rund um das Thema Digital Marketing diskutieren:

Über welchen Blog informieren Sie sich? Falls Sie sich zum Thema Digital Marketing weiterbilden möchten, finden Sie hier alle Informationen zu unserem Lehrgang CAS Digital Marketing.

Eindrücke von Weiterbildungsstudierenden filmisch portraitiert

Adrian Wüthrich war für uns an der Front und hat Eindrücke von Studierenden und ihrem Weiterbildungsalltag eingefangen. Kurz und knapp erklärt er, wie er das Thema Weiterbildung am Institut für Marketing Management kreativ und erfrischend anders in einem Kurzfilm umgesetzt hat:

«Weiterbildung heisst weiter kommen, an herausfordernden Aufgaben wachsen und  nicht zuletzt auch über seine eigenen Grenzen hinauswachsen. Bei jeder Weiterbildung am Institut für Marketing Management (IMM) wird man stark gefordert. Im Nachhinein erinnert man sich immer an die schönen Momente, die spannenden Unterrichtsstunden und an die Kollegialität unter den Mitstudierenden. Das auf der Mission – die Weiterbildung erfolgreich abzuschliessen – viele Emotionen im Spiel sind, wird jedoch oft vergessen. Mit der dramatischen Musik soll dieses Thema etwas aufgegriffen werden. Wir vom IMM haben bewusst versucht einen etwas anderen Zugang zur Weiterbildung aufzuzeigen. Sowohl Studierende, die ihren ersten Schultag hinter sich haben, wie auch solche, die mitten drin sind erzählen offen und ehrlich.»

Von der Vision zur Wirklichkeit – hier können Sie das Video direkt anschauen:

Warum ein Corporate Blog?

Gastbeitrag von Daphne Zimmermann, Absolventin des CAS Marketing- und Corporate Communications. Sie hat sich in ihrer Projektarbeit mit Corporate Blogs auseinandergesetzt.

Eines muss jedem Kommunikationsverantwortlichen bewusst sein: In den sozialen Medien wird heute faktisch über jedes Unternehmen gesprochen. Sei es über Bewertungsplattformen, auf XING oder LinkedIn oder auf Facebook, Google+ und Co. Ein Unternehmensblog bietet eine Möglichkeit, den Dialog nach den eigenen Regeln zu gestalten ohne dabei in Abhängigkeit von Plattformen zu geraten. Er bildet die Schnittstelle zwischen der eher statischen Webpage und den dialogorientierten sozialen Medien. Weiterlesen

«You need a strategy if you want to derive benefits from your social media activities»

Kamales Lardi, Dozentin in Zertifikatsstudiengang CAS Digital Marketing und Mitherausgeberin des Buches Social Media Strategy erläutert im folgenden Video unter anderem, weshalb sich Social Media-Aktivitäten an Unternehmenszielen orientieren müssen, um einen möglichst hohen Nutzen aus dem Engagement im Social Web zu ziehen.

Möchten auch Sie Ihr Unternehmen fit für die digitale Zukunft machen? Unser nächster CAS Digital Marketing startet am 6. März 2015. Informieren zum Studiengang erhalten Sie online oder an einem unserer nächsten Informations-Apéros.

ZHAW diplomiert 19 Expertinnen und Experten für Digital-Marketing

Am 28. August 2014 wurden an der ZHAW School of Management and Law 19 Digital-Marketing-Expertinnen und -Experten diplomiert. Sie haben den Zertifikatsstudiengang CAS Digital Marketing erfolgreich absolviert.

Während rund vier Monaten lernten die 19 Absolventinnen und Absolventen des CAS Digital Marketing der ZHAW School of Management and Law (SML) nicht nur, wie Unternehmen die Digitalisierung im Marketing für sich nutzen können, sondern befassten sich auch mit der Erstellung und erfolgreichen Implementierung einer digitalen Marketing-Strategie. Erfahrene Praktikerinnen und Praktiker sowie Dozierende der SML thematisierten die organisatorischen und rechtlichen Stolpersteine der digitalen Transformation. Die Absolventinnen und Absolventen sind gut vorbereitet, um in ihrem Berufsalltag das Potenzial der Digitalisierung im Marketing zu erschliessen.

Frisch diplomierte Digital-Marketing-Experten

Folgenden Personen haben den Lehrgang erfolgreich abgeschlossen: Christoph Ballmer (Binningen), Christian Bärlocher (Würenlos), Pascal Brönnimann (Köniz), Fiorella Brülisauer (Niederteufen), Dimitri Burkhard (Greifensee), Fernando Gort (Zürich), Christina Pollowy (Winterthur), Roman Probst (Winterthur), Thomas Rom (Au ZH), Claudia Schär (Winterthur), Nicole Schawalder (Zürich); Sabrina Schmid (Gottlieben), Tatjana Schmidt (Kreuzlingen), Martin Schmitt (Feldmeilen), Julian Stylianou (Winterthur), Carmen Teichmann (Zürich), Gabriel Thomann (Gebenstorf), Caroline Webb (Kaiserstuhl), Patrik Zimmermann (St. Gallen).

Klassenfoto CAS Digital Marketing 2014.01

Die frisch diplomierten Digital-Marketing-Experten der ZHAW

Reges Interesse hält an

Auch für den nächsten Studiengang, der am 6. März 2015 startet, verzeichnet Studienleiter Sandro Graf reges Interesse: «Da die Digitalisierung inzwischen in allen Branchen angekommen ist, erwarten wir wiederum eine bunt durchmischte Klasse. Bei der Zulassungsprüfung ist es mir ein Anliegen, eine gute Klassenzusammensetzung zu erzielen, da Studierende nicht nur von den Dozierenden lernen, sondern auch voneinander.»

«Digital Marketing ist für uns unverzichtbar»

Roman Probst, Absolvent des CAS Digital Marketing

Roman Probst, Absolvent des CAS Digital Marketing

Ein gut orchestrierter Einsatz von digitalen Marketing-Instrumenten ist heute für viele KMU längst keine Kür mehr, sondern vielmehr Pflicht, um sich im Wettbewerb um die Gunst der Kunden zu behaupten. Roman Probst, Geschäftsführer der TRANSLATION-PROBST AG und Absolvent des CAS Digital Marketing, erzählt, wie sein Unternehmen die interaktiven Instrumente für die Kundengewinnung und -bindung einsetzt. Weiterlesen

«Sie lernen digitale Marketing-Instrumente so einzusetzen, dass sie auf übergeordnete Marketing-Ziele einzahlen»

Sandro Graf und Armin Ledergerber, beide verantwortlich für den CAS Digital Marketing an der ZHAW, erläutern im folgenden Video die Besonderheiten des Studiengangs. Dabei streichen sie insbesondere die hohe strategische Orientierung der vermittelten Inhalte und die holistische Betrachtung von Digital Marketing („klassisch“ digitales Marketing und Social Media) hervor. Zudem zeichnet sich der Studiengang dadurch aus, dass auch innerbetrieblichen Aspekten wie Digital Governance, Change Management und Empowerment der Mitarbeitenden eine hohe Bedeutung zugemessen wird. Denn nur wenn das Unternehmen und die Mitarbeitenden selbst verstehen, was der digitale Wandel für das Unternehmen bedeutet, lässt sich das Potenzial der Interaktivität in der Kundenbeziehung erschliessen.

Zudem beantworten Sandro Graf und Armin Ledergerber im Video Fragen zur internationalen Anerkennung des Abschlusses, zu den Teilnehmenden im CAS Digital Marketing und zu den Perspektiven nach Abschluss des Studiengangs.

Gerne stehen Ihnen Sandro Graf und Armin Ledergerber auch für ein persönliches Beratungsgespräch zur Verfügung. Nehmen Sie mit uns Kontakt auf, wir beraten Sie gerne!

«Im Social Web inszenieren wir das Alltägliche»

Elina Fleischmann

Elina Fleischmann,
Absolventin des CAS Digital Marketing

Die Zürcher Verkehrsbetriebe (VBZ) sind schon seit geraumer Zeit auch auf den Netzen im Social Web präsent. Digitale Kommunikations-Instrumente sind inzwischen in der Unternehmens- und Marktkommunikation fest etabliert. Elina Fleischmann, Projektleiterin Unternehmenskommunikation und Absolventin des CAS Digital Marketing erklärt, weshalb es sich für die VBZ lohnt, auch im Internet unterwegs zu sein.

Wie wichtig sind heute digitale Instrumente in der Unternehmens- und Marktkommunikation für die Verkehrsbetriebe Zürich?

Die digitalen Instrumente sind sehr wichtig für unsere Kommunikationsabteilungen. Warum? Ziemlich einfach: Weil sie einen Dialog zulassen und wir so mit unseren Kunden direkt und auf eine neue Art und Weise kommunizieren können. Dies schafft einerseits Nähe zum Unternehmen. Wir können Botschaften platzieren, die für die Medienarbeit nicht geeignet sind. Wir können spielerischer kommunizieren. Wir können die Inputs der Fans aufnehmen und verarbeiten. Wir können die Nutzer nach ihrer Meinung fragen. Ja, wir können da auch etwas ausprobieren, was auf unserer herkömmlichen Webseite nicht möglich ist. Und dies alles unmittelbar, in kurzer Zeit und auf übersichtlichen Kanälen.

Welche Ziele verfolgen die VBZ mit der Kommunikation im Web?

Mit unseren Aktivitäten im Web wollen wir folgende Ziele erreichen:

  • Geschichten erzählen: Wir denken in Geschichten, die einen Bezug zum Leben der Menschen in der Stadt und zur Kerngeschichte der VBZ haben.
  • Content-Strategie: Wir besetzten eigene Themen, kuratieren externe Geschichten und nehmen die Inspiration für Geschichten aus der Community auf.
  • Online sein: Wir entwickeln die Kommunikation konsequent aus dem digitalen Zentrum, treten mutig in den Dialog und führen diesen weiter.
  • Fokussieren: Wir setzten unsere Ressourcen sinnvoll ein – weniger ist mehr – und sind da präsent, wo unsere Anspruchsgruppen sind.
  • Befähigen: Wir befähigen die Mitarbeitenden und unsere Kunden zur Teilnahme an der digitalen Kommunikation der VBZ, bieten ihnen die entsprechenden Möglichkeiten und setzen sie als Botschafter ein.

Wie sieht der digitale Medien-Mix bei den VBZ aus?

Im Moment arbeiten wir an einem Online-Magazin, mehr möchte ich dazu nicht sagen. Es wird aber sicherlich das digitale Herzstück der Kommunikation. Im Moment betreiben wir eine Unternehmensseite auf Facebook, unterhalten einen Youtube-Kanal und möchten sehr bald auf unserem bereits bestehenden Twitterkanal kommunizieren. Im Jahr 2011 wurde das Tram Züri-West eröffnet. Und um den Leuten zu zeigen, welche Möglichkeiten es neben den neuen Tramgleisen in Zürich-West zu entdecken gibt, haben wir die Bloggerplattform westnetz.ch gestartet. Diese Form der Markteinführung hat gut funktioniert.

Wie haben die VBZ die Mitarbeitenden für die Themen „Digital“ und „Social“ sensibilisiert? Inwiefern werden sie in den Dialog miteinbezogen?

Die Mitarbeitenden werden laufend über unsere Online-Aktivitäten informiert. Dies passiert meist mittels Vorträgen oder internen Schulungen. Im letzten Jahr haben wir drei Mittagsveranstaltungen angeboten, wo die Mitarbeitenden die Basics der Social Media kennen lernen konnten.

Im Moment sind wir mit unserer „Digitalen Kommunikationsstrategie“ auf Tour. Das heisst, wir besuchen die Sitzungen der verschiedenen Unternehmensbereiche und erzählen ihnen mehr zur digitalen Kommunikationsstrategie im Unternehmen VBZ. Denn ganz wichtig ist uns, dass die Unternehmensbereiche mit einbezogen werden. Denn nur so können wir authentische Geschichten aus allen Bereichen (Technik, Betrieb, Infrastruktur) auch erzählen und publizieren.

Wie hast du in deiner Funktion als Projektleiterin Unternehmenskommunikation von der Teilnahme am CAS Digital Marketing profitiert?

Ja auf jeden Fall. Dank des CAS Digital Marketing kann ich die einzelnen Vor- und Nachteile der verschiedenen Kanäle einschätzen und je nach Projekt/Thema die richtigen Instrumente einsetzen. Im Moment sind wir daran, das von mir an der Abschlussarbeit bearbeitete Thema „Ein Unternehmensblog für die VBZ“ umzusetzen.

Wem empfiehlst du die Teilnahme am CAS Digital Marketing?

Leuten, die praktisch auch mit den Online-Medien arbeiten, am besten strategisch und operativ. Es ist immer am besten, wenn das Gelernte gleich angewandt werden kann.

Vielen Dank für den Einblick in deinen Berufsalltag, Elina.