Rieter Preis 2015 geht an Marco Kohler mit seiner Bachelorarbeit zum Thema „Der E-Commerce in der Mietwagenbranche im Wandel“

Der Preis der Johann Jakob Rieter-Stiftung ging dieses Jahr an den General Management Studenten Marco Kohler. Seine Bachelorarbeit beschäftigt sich mit den Herausforderungen mit der sich die Autovermietung Hertz durch die zahlreich aufkommenden Vergleichsportalen der Branche konfrontiert sieht. Betreut wurde die Arbeit von Frau Corinne Scherrer und von Herrn Dr. Frank Hannich. Lesen Sie untenstehend die Zusammenfassung der prämierten Arbeit.

Marco_Kohler_klein

Marco Kohler

Der Anteil an Online-Transaktionen und damit die Wichtigkeit des E-Commerce in der Mietwagenbranche nimmt stetig zu. Dabei nutzt bereits heute ein Grossteil der User die Vergleichsmöglichkeiten von Online-Buchungsportalen. Die Vergleichsportale intensivieren den Preisfokus und gestalten die Margen der Mietwagenanbieter volatiler. Das Aufkommen dieses Buchungsverhaltens mindert das Loyalitätsverhalten und steigert die Abhängigkeit von Buchungsportalen. Diese Entwicklung stellt die Investitionen in Loyalitätsprogramme bei Hertz in Frage.

Die Bachelor-Thesis untersucht, ob es für Hertz sinnvoll ist, mittels Loyalitätsaktivitäten auf das Aufkommen von Vergleichsportalen zu reagieren. Weiter steht die Arbeit unter der Zielsetzung, sämtliche Touchpoints entlang des Buchungsprozesses zu definieren und dabei Segmente zu identifizieren, welche gegenüber Hertz loyale Grundzüge aufweisen.

Die Erkenntnisse der Analyse dienen als Basis für die künftigen Kommunikations-massnahmen. Anhand einer umfassenden Sekundärforschung wurde die Customer Journey für den klassischen Buchungsprozess über die Hertz-Website erstellt. Dabei wurde die Customer Journey in die Phasen des Purchase-Funnels sowie dem Google – Zero Moment of Truth unterteilt. Anhand einer quantitativen Online-Befragung wurden die Vergleichsportale in die klassische Hertz Customer Journey eingeordnet. Die erhobene Stichprobe wurde auf systematische Unterschiede zwischen bereits bestehenden Loyalitätsprogramm-Mitgliedern und Nicht-Mitgliedern geprüft. Mittels Chi2-Tests wurde weiter nach systematisch unterschiedlichen Segmenten geforscht.

Aufgrund der Zuteilung der individuellen Marketingaktivitäten in die Customer Journey, wurde jede Phase mit einer Potenzialanalyse sowie den entsprechenden Marketingausgaben belegt. Diese Vorgehensweise ermöglicht eine effizientere Verteilung der finanziellen Ressourcen im Sinne des Kauftrichters. Die Erkenntnisse aus der empirischen Umfrage bestätigen, dass Loyalitätsprogramm-Mitglieder bereits auf Suchmaschinen sowie durch die gesamte Customer Journey loyale Grundzüge gegenüber Hertz aufweisen. Des Weiteren konnten Zusammenhänge zwischen den Alterssegmenten und den Fahrzeugkategorien nachgewiesen werden.

Die Erkenntnisse aus der Customer Journey-Analyse sowie der empirischen Umfrage bestätigen, dass Investitionen in Loyalitätsprogramme ein effektives Instrument zur langfristigen Kundenbindung darstellen. Um künftig auch preissensitive Kunden von einer Abwanderung abzuhalten, ergaben sich spezifische Handlungsempfehlungen für die Integration des Loyalitätsprogrammes in vorgelagerte Phasen. Aufgrund der Umfrageergebnisse konnten zudem Handlungsempfehlungen formuliert werden, hinsichtlich der Fahrzeuge, welche künftig auf Online-Vergleichsportalen angeboten werden sollten. Abschliessend liefern die Erkenntnisse der Arbeit eine Antwort auf den Hertz internen Trade-Off zwischen den Investitionen für Loyalitätsprogramme sowie den Angeboten auf Vergleichsportalen.

Partner Unternehmen – Herold Fahrzeugvermietung AG (Hertz)
Die bekannteste Autovermietung, Hertz, betreibt weltweit ein Netzwerk von mehr als 11‘500 Standorten in 150 Ländern mit rund 30‘000 Mitarbeitern.

Sind Sie auf der richtigen Welle? Über die Anfänge einer Beziehung zwischen dem IMM und Radio24

radio24Kommunikation ist der Austausch von Informationen zwischen Sender und Empfänger. Denken Sie hierbei auch als aller erstes an «Radio»? Und wenn wir schon dabei sind: An welche Radiostation genau? «Das isch Züri! – so cool. Es Stadtradio halt. Authentisch.»

 

Die Studierenden des Bachelor Lehrgangs für Betriebsökonomie an der ZHAW School of Managememt and Law sind begeistert als Barbara Novak (Marketingleiterin bei Radio 24), ihre neue Marketing-Kampagne vor dem interessierten studentischen Plenum präsentiert. Und Frau Novak macht es gut: Sie schafft Erlebnisse und gute Stimmung im Saal – und sie weckt auch das Interesse der jungen Studierenden und anwesenden Gäste. Wie macht ein Radiosender Werbung? Wie funktioniert das Geschäftsmodell? Wie misst man Hörerzahlen?

Im Rahmen der Vorlesung Branchenspezifisches Marketing integriert Dr. Andreas Lucco, Leiter der Fachstelle Integrated Communication und Digitales Marketing, aktiv Praxisunternehmen in seinen Unterricht und lässt sie in einer kurzen Sequenz ihren Marketingmix präsentieren. Wie kommuniziert eine Versicherung oder eine Online Jobbörse mit ihren Kunden, wie tut dies ein Detailhändler? Oder ein Übersetzungsbüro?

Die Wellenlänge muss stimmen – wussten sie übrigens, dass Radiowellen elektromagnetische Wellen sind und dass sie zwischen 10 Zentimeter und 100 Kilometer lang sein können? Zwischen der ZHAW und Radio24 hat es jedenfalls gefunkt und nach dem erfolgreichen Auftakt im Rahmen des Vortrages über Radio24 von Frau Novak in der Vorlesung, arbeitet die Fachstelle für Integrated Communication derzeit gemeinsam mit dem Radio Bachelor- und Masterarbeitsthemen aus, die auf das Herbstsemester hin an ambitionierte Studierende vergeben werden.

Die Zusammenarbeit mit Praxispartnern ist ein natürliches Grundprinzip am Institut für Marketing Management (IMM) der ZHAW School of Management and Law und wird aktiv gelebt. Insbesondere in der Lehre und Weiterbildung sind Kooperationen und ein reger Austausch mit Unternehmen aus der Region Zürich wesentliche und bereichernde Elemente des Unterrichts. Für Studierende bietet sich die Möglichkeit, Berührungspunkte zu potenziellen Praxispartnern aufzubauen und Einblicke in den Alltag von Marketingtreibenden zu gewinnen. Unternehmen profitieren ebenso aus der Kooperation mit Studierenden. Thematisch ausgerichtete Bachelor- und Masterarbeiten vertiefen häufig relevante Fragestellungen aus der Praxis und führen manchmal auch dazu, dass Praxispartner studentische Beratungsprojekte in Auftrag geben oder zum Schluss gar Studenten ein Jobangebot unterbreiten. «Ja, das isch Züri!»

Luxus-Degustation: Aeblis Schokoladentorte

Das IMM kam heute in den Genuss der wohl luxuriösesten Schokoladentorte der Schweiz. Die Aeblis Schokoladentorte (CHF 148.00) wird mit feinsten Zutaten nach einem Originalrezept von 1876 hergestellt. Das Institut für Marketing Management betreut eine Bachelor-Arbeit zum Thema Luxury Branding: Markenaufbau und -strategie des Start-Ups, deshalb durften wir die Torte probieren. Das kostbare Stück wurde persönlich geliefert und sofort von unserem Team verköstigt.

Fazit: die Aufmachung der Torte ist Aufsehen erregend und sehr elegant. Wir mochten den dicken Schokoladenüberzug, die Vanillefüllung und den zarten Knusper-Effekt der Torte! Wer sich also einmal etwas ganz spezielles gönnen oder seine Gäste mit einem edlen Dessert verwöhnen möchte, der liegt mir dieser Torte absolut richtig.

Zur Bestellung der Aeblis Schokoladentorte.

 

Bedienfreundlichkeit neuer Technologien und Emotionen am Beispiel einer „Video on Demand“-Applikation

Erkenntnisse der Bachelor-Arbeit von Bettina Wulf im Rahmen des Bachelorstudiengangs Betriebsökonomie (Vertiefung General Management) der ZHAW School of Management and Law. Die Arbeit zeigt auf, wie wichtig es für das Kundenverständnis ist, verschiedene Disziplinen miteinander zu vereinen. Bettina Wulf erhielt für ihre Bachelor-Arbeit den Rieter-Preis, betreut wurde sie von Dr. Linda Miesler.

Emotionen gewinnen branchenübergreifend immer stärker an Bedeutung. Die Betrachtung des aktuellen Forschungsstandes macht jedoch deutlich, dass gerade im Bereich der Bedienfreundlichkeit (Usability) neuer Technologien dahingehend eine Lücke besteht. Daher befasste sich die vorliegende Bachelorarbeit am Beispiel einer „Video on Demand“ – Applikation mit der Frage, welchen Einfluss die Bedienbarkeit neuer Technologien auf Emotionen beim Konsumenten haben können. Grundlage der Untersuchung bildeten Think-Aloud-Protokolle, die die verbalisierten Gedanken von realen Nutzern bei der Bedienung der Applikationen beinhalteten. Im Sinne einer qualitativ-interpretativen Analyse wurden in einem ersten Schritt die Audioaufnahmen transkribiert, in einem zweiten Schritt emotionale Äusserungen erfasst und kategorisiert sowie das Verhältnis positiver zu negativer Emotionen zu weiteren erhobenen Daten in Verbindung gesetzt. Schliesslich wurden anhand der Ergebnisse potentielle Kundensegmente mit mehrheitlich positiven oder negativen Emotionen gebildet.

Die bei der Nutzung der Applikation auftretenden Emotionen weisen zu drei Fünftel eine negative Valenz auf. Erwartungs-, Wohlergehens- und Attributionsemotionen sowie die Verbindungsemotionen zwischen den beiden letzteren treten besonders prominent auf. Positive Emotionen treten häufig mit der Zielerreichung auf. Basierend auf dieser Erkenntnis wurde ein mögliches Klassifikationsschema für Emotionen bei der Nutzung von neuen Technologien entwickelt. Kundengruppen mit eher positiven Emotionen bewegten sich in Bezug auf ihre technische Affinität und Kompetenz im Durchschnittsbereich.

Festgestellt wird, dass Emotionen im Usability-Testing einen wichtigen Beitrag leisten können, um Schwachstellen aufzudecken. In welcher Weise Emotionen die wahrgenommene Bedienfreundlichkeit beeinflussen, respektive ob Emotionen das tatsächliche Nutzungsverhalten besser voraussagen können als herkömmlichen Kundenangaben (z.B. Zufriedenheit), ist weiter zu untersuchen. Dabei ist ein interdisziplinärer Ansatz wünschenswert.

Das Institut für Marketing Management beschäftigt sich im Kompetenzbereich Behavioral Marketing interdisziplinär vorwiegend mit dem Verhalten von Kunden. Die Erkenntnisse aus Verhaltensökonomie und Konsumentenpsychologie der letzten Jahrzehnte erlauben neue Sichtweisen auf Marktteilnehmer: Menschen handeln in der Regel nicht rational, sondern zeigen irrationale Verhaltensmuster. Diese irrationalen Verzerrungen lassen sich mit herkömmlichen Methoden ungenügend erfassen. Die Fachstelle wendet verschiedene evidenzbasierte Verfahren wie beispielsweise Feldexperimente und Online-Experimente an. Diese erweitern die klassischen Methoden der Marktforschung und lassen präzisere Erkenntnisse sowie Prognosen zum Verhalten von Kunden zu.

Vergabe von Themen für Bachelorarbeiten und Projektarbeiten im Masterstudiengang

 

www.koellen.de

Die meisten Studentenarbeiten werden im November vergeben. Unternehmen und Organisationen, die eine Problemstellung bearbeitet haben möchten, sollten sich jetzt melden. Die Vergabe von Bachelor- und Projektarbeiten bieten Unternehmen eine attraktive Gelegenheit, eine betriebswirtschaftliche Fragestellung von motivierten Studierenden umfassend bearbeiten zu lassen. Studierende können dabei, ihr erworbenes Fachwissen, ihre Methoden- und Sozialkompetenz sowie selbständiges Arbeiten unter Beweis stellen. Um für den Studiengang eine Praxisorientierung zu gewährleisten sind laufend Unternehmen gesucht, die den Umgang mit Studierenden schätzen.

Dem Zentrum für Marketing Management ist eine hohe Praxisorientierung in der Lehre (Bachelor und Master) äusserst wichtig. Dazu bieten sich auch für Unternehmen immer wieder Gelegenheiten, Fragestellungen umfassend bearbeiten zu lassen und wertvolle Inputs für aktuelle oder geplante Projekte zu erhalten.

Die Themen vergangener Arbeiten mit Praxishintergrund sind sehr vielfältig, sowohl inhaltlich wie auch branchenbezogen (z.B. Marktforschungsprojekte, die Erstellung oder Überarbeitung von Marketingkonzepten, Vorschläge für innovative Kundenbindungsprogramme oder Social Media-Aktivitäten). Die Studierenden erarbeiten Entscheidungsgrundlagen oder Handlungsempfehlungen mit unterschiedlichem methodischem Zugang. Weiterlesen

Sind uns Fussballvereine einen Schritt voraus?

Nicht-professionelle Sportvereine sind stabile kleine Unternehmen, die vom Commitment der Mitglieder und der Identifikation derer mit der Marke leben. Nicht nur für Vereine, sondern auch für Unternehmen aus der Privatwirtschaft ist die Integration der Mitglieder (Kunden) in eine Community mit dem Erstreben, die Loyalität zu fördern ein wichtiges Ziel. Erkenntnisse aus meiner Bachelorarbeit über die Markenführung von nicht-professionellen Sportvereinen.

Dass starke Marken den Unternehmenserfolg nachhaltig positiv beeinflussen oder diesen sogar begründen ist weder neu noch wissenschaftlich unerforscht. Ebenfalls besteht kein Zweifel darüber, dass Sportklubs wie der FC Bayern München oder St. Pauli einen grossen Teil ihres (finanziellen) Erfolgs der Stärke ihrer Marke verdanken. So erstaunt es, dass die Bedeutung der Marke insbesondere im nicht-professionellen Sport bisher kaum bis gar nicht untersucht wurde – obwohl der Konkurrenzdruck zwischen den Vereinen auch im nicht-professionellen Sport im Zuge der erhöhten Mobilität steigt. Im Rahmen meiner Bachelorarbeit habe ich mich deshalb dem Thema Branding in nicht-professionellen Fussballklubs angenommen und anhand eines grösseren (nicht-professionellen) Zürcher Fussballvereins unter anderem untersucht, ob sich der identitätsorientierte Markenführungsansatz auf Sportvereine übertragen lässt. Weiterlesen

Customer Relationship Management with Corporate Alumni Networks – Potential New Business Opportunities through Alumni

Anja Baer

Erkenntnisse der Bachelor-Arbeit von Anja Baer im Rahmen des Bachelorstudiengangs International Management der ZHAW School of Management and Law:

The implementation of corporate alumni networks as a social network to manage former employees has a significant impact on the success of firms, especially in the professional service industry. The current global economic turbulences are constantly generating renewed interest in corporate alumni networks and will continue to emerge across other sectors.

For those who are not familiar with the most recent developments in corporate alumni networks, the word “alumni” can be deceptive. Its primary meaning was “graduated of a school, college, or university”, which may bring to mind the image of graying seniors gathering every five or ten years for the purpose of renewing old memories. This image of alumni has become fundamentally transformed as their associations in the academic as well as business world have evolved to cultivate relationships with prospective alumni while they are still active students or employees. Satisfied customers or former employees are a service’s best salespeople.

Weiterlesen

Sammlung Bachelor-Arbeiten 2011

Wie jedes Jahr schlossen diesen Sommer zahlreiche Studierende ihr Bachelor-Studium an der ZHAW School of Management and Law (SML) erfolgreich ab. Die Bachelor-Arbeit stellt den letzten Meilenstein dar, den die Studierenden vor dem Abschluss meistern müssen. Die besten Arbeiten der Studiengänge Betriebsökonomie und Wirtschaftrecht werden jeweils gesammelt und anhand des Management Summary kurz vorgestellt. Der Fachbereich Marketing ist auch in diesem Jahr gut vertreten.  Einige davon wurden bereits in diesem Blog vorgestellt. In der Sammlung Bachelor-Arbeiten 2011 finden Sie spannende Erkenntnisse über folgende Themen im Bereich Marketing:

  • Die Welt der Männerkosmetik– Ihr zukünftiges Potenzial
  • Handicap im Marketing– Eine Marktforschungsstudie zur Wirkung von Frauen
  • Entwicklung einer Road Map für ein Schweizer KMU in der Textilindustrie
  • Kundensegement Frau– Kauf- und Informationsverhalten von jungen Akademikerinnen in Vorsorge- und Versicherungsfragen
  • «Super Size Me»– Implizite Einstellungen zu kalorienreicher Ernährung
  • Konsumverhalten der Digital Natives: Eine empirische Untersuchung im Bereich Consumer Electronics
  • Involving the Involved. Creating Business Success with Corporate Online Communities

Die Sammlung der Bachelor-Arbeiten 2011 kann hier kostenlos bezogen werden.

Social Media-Krisen erfolgreich meistern

Erkenntnisse der Bachelor-Arbeit von Michaela Simeon im Rahmen des Bachelorstudiengangs Betriebsökonomie der ZHAW School of Management and Law:

Seit der Einführung des Web 2.0, welches die Nutzung der kollektiven Intelligenz anregt, möchten viele Unternehmen von den Kundendialogen profitieren. Wie vergangene Fälle gezeigt haben, können fehlende Handlungsrichtlinien für Social Media Plattformen innerhalb einer Firma zu schweren Krisen führen. Es ist deshalb unerlässlich Richtlinien aufzustellen, um auf unerwartete Krisen schnell reagieren zu können.

Mit der stetigen Weiterentwicklung des World Wide Web und der kontinuierlichen Verknüpfung mit dem Alltag, eröffnen sich den Benutzern regelmässig neue Möglichkeiten im Internet zu kommunizieren. Mit der Entstehung der Social Media Kanäle bekamen vor allem die Konsumenten eine bedeutende Stimme in der Online-Welt. Kritik und Lob werden in Sekundenschnelle verbreitet und Dialoge über Unternehmen finden ununterbrochen statt, wobei das Image stark beeinflusst werden kann. Viele Firmen sind dem Trend gefolgt und nehmen aktiv an den Diskussionen im Internet teil. Die Nutzung dieser neuen Kommunikationsinstrumente ist in den meisten Fällen sehr sinnvoll, darf aber keinesfalls unterschätzt werden. Die Welt von Social Media birgt sowohl Gefahren für die Anwender, als auch für die beteiligten Firmen. Ein negatives Gerücht kann beispielsweise innert Minuten verbreitet werden und einen enorm hohen Imageschaden hinterlassen. Aus diesem Grund ist es für eine Unternehmung zwingend, sich auf eine Krisensituation vorzubereiten und Handlungsrichtlinien aufzustellen.

Weiterlesen

Wer hat Angst vor Heidi Klum? Implizite Assoziationen zu Models in der Werbung

Erkenntnisse der Bachelor-Arbeit von Céline Forestier im Rahmen des Bachelorstudiengangs Betriebsökonomie der ZHAW School of Management and Law. Die Bachelor-Arbeit wurde mit dem Rieter-Preis ausgezeichnet.

Unternehmen bewerben ihre Produkte oftmals mit Models, die als Kommunikatoren die Rezipienten positiv beeinflussen und die Werbeeffektivität steigern sollen. Dabei werden grösstenteils hoch attraktive und extrem schlanke, weibliche Models eingesetzt. Die Attraktivität der Models ist als visueller Kontakt die erste und wichtigste Interaktion zwischen dem Kommunikator und dem Rezipient. Sie erhöht die Aufmerksamkeit und die Wahrscheinlichkeit, dass das Werbebild betrachtet und die Botschaft verinnerlicht wird.

Über die letzten Jahre wurde vermehrt Kritik laut, dass die Models unnatürlich dünn seien und so als Werbebotschafter und Vorbilder sowohl bei den Frauen, als auch bei den Männern eine verzerrte Wahrnehmung des weiblichen Körperbildes auslösen. Das Deutsche Super-Model Heidi Klum wurde mit ihrer Reality-Show „Germanys Next Topmodel“ vermehrt von den Kritikern und Kritikerinnen als Zielscheibe benutzt. Dove lancierte 2004 die Kampagne „Initiative für wahre Schönheit“. Sie bewarben ihre Produkte als erstes Unternehmen mit molligen und normal attraktiven Models. Die Kampagne fand grossen Anklang und die Strategie wurde bis heute beibehalten.

Weiterlesen