Ein praktischer Start in die Weiterbildung

Gerade zu Beginn des Jahres, setzen viele ihren Vorsatz, eine Weiterbildung zu absolvieren, in die Tat um. So konnte auch der CAS Marketing- & Corporate Communications mit einer gut gefüllten Klasse starten. Für Unternehmen sind Marketing und Kommunikation immer noch wichtige Themen, in denen es die Kompetenzen zu schärfen gilt. Am Starttag gab es gleich einen praktischen Vorgeschmack in Form eines Überraschungsgastes.

Bunter Mix als Basis für den Austausch

Obwohl der CAS Marketing- & Corporate Communications einer der ältesten CAS des Instituts für Marketing Management der ZHAW ist, so scheint die Beliebtheit ungebrochen. Nach wie vor tun sich viele Unternehmen schwer damit, eine gute Kommunikation zu etablieren. Oft arbeitet man noch mit einer künstlichen Trennung zwischen Marketing und Kommunikation, ohne klare Konzepte für die Zukunft. Genau hier kann eine Weiterbildung unterstützend wirken, indem sie nicht nur den Horizont erweitert, sondern auch den Austausch fördert. „Es ist immer wieder spannend zu sehen, wie bunt gemischt die Klasse zusammengesetzt ist. So erhält man als Teilnehmer ganz neue Einblicke„, meint Studiengangleiterin Dr. Adrienne Suvada.

Überraschungsgast aus der Praxis

Die ZHAW steht für den gelebten Praxisbezug. Dies wird auch in der Weiterbildung deutlich. Nicht nur, dass die Dozentenschaft mit grosser Praxiserfahrung punktet, sondern auch, dass der Unterricht lebensnah gestaltet wird. Am Starttag des CAS Marketing- & Corporate Communications gab es denn auch einen Überraschungsgast. Er kam in Form von Beat Ruch, Leiter Marketing & Kommunikation der Bank Thalwil. In einer äusserst erfrischenden Weise, vermochte er das Bankenmarketing und die damit verbundenen Herausforderungen der Klasse zu vermitteln. Besonders wertvoll waren die praktischen Tipps und Erfahrungen, die er offen teilte. Der Vortrag kam gut an, denn die Fragen wollten am Schluss gar nicht mehr aufhören. Ein solch ehrlicher Austausch ist besonders wertvoll für die Beteiligten. Sie kommen so in den Genuss von Spezialisten, die sie vielleicht in ihrem Alltag nicht antreffen.

Natürlich gehört zum CAS auch die theoretische Fundierung dazu. Aber auch hier zählt die Verbindung zur Praxis. Gerade in der Kommunikation reichen theoretische Modelle oft nicht aus, man muss wissen, wie man diese dann in der Praxis sinnvoll umsetzt. Dies alles kommt auf die Klasse in den nächsten Monaten noch zu. Am Schluss werden sie das Gelernte in einem praktischen Konzept umsetzen und präsentieren. Es bleibt also spannend im CAS Marketing- & Corporate Communications!

Weitere Informationen zum CAS: https://www.zhaw.ch/de/sml/weiterbildung/detail/kurs/cas-marketing-corporate-communications/

Weitere Informationen zur Bank Thalwil: https://www.bankthalwil.ch/de/

Neuer CAS Digital Marketing in NPO: Warum für NPOs die digitale Transformation besonders herausfordernd ist

Im Oktober 2020 startet der neue CAS Digital Marketing in NPO an der ZHAW. Von theoretischen Schlüsselkonzepten wie der digitalen Transformation und Community Management, bis hin zu praktischen Anwendungen wie Digital Fundraising und Mobile Marketing, deckt der CAS die Themen ab, die NPOs benötigen. Dr. Adrienne Suvada, Studiengangleiterin dieses CAS, erklärt im Interview, warum es den CAS braucht und was ihn einzigartig macht.

Der CAS in drei Sätzen zusammengefasst?

  • Der CAS ist ein extra für NPOs konzipierter CAS, bei dem alle Beteiligten grosse NPO Erfahrung mitbringen.
  • Es wird nicht nur das digitale Marketing thematisiert, sondern auch der Prozess der digitalen Transformation für NPOs
  • Er hat einen sehr hohen Praxisbezug, bei dem die konkrete Realität der NPOs berücksichtigt wird.

Digitale Transformation ist ein zentrales Stichwort. Was genau meinen Sie damit?

Etwas überspitzt formuliert, herrscht bei vielen digitalen Transformationsprozessen die folgende Denkweise vor: was auf normalem Weg nicht funktioniert, das macht man einfach digital und dann läuft es schon. Dabei wird vergessen, dass es, wie bei allen Veränderungen, eine Strategie benötigt. NPOs und andere soziale Einrichtungen, wie zum Beispiel Kirchen, Gemeinden und Stiftungen, verfügen oft über geringere Budgets. Deshalb ist diese Transformation für sie ein viel schwierigerer Prozess. Das Fundraising zum Beispiel, läuft seit Jahrzehnten nach bewährten Mustern ab. Das Mailing einfach durch eine online Spendenmöglichkeit zu ersetzen, ist nicht immer die beste Lösung. Es braucht einen klaren Prozess und eine klare Strategie für die digitale Transformation. Dieser CAS trägt dazu bei, dass NPOs und auch andere soziale Einrichtungen ihr Marketing sinnvoll mit digitalen Lösungen ergänzen können.

Der neue CAS Digital Marketing in NPO – das digitale Marketing speziell für NPOs

NPOs und andere soziale Einrichtungen sind bei dieser Transformation also speziell gefordert. Welche sind denn für NPOs die drei aktuell grössten Herausforderungen?

Die grössten Herausforderungen sehe ich erstens im digitalen Fundraising und das Wegbrechen der „alten“ Spendergeneration. Zweitens das grosse Aufkommen zahlreicher Charity Kampagnen. Und drittens ein stark vergrösserter Konkurrenzkampf.

Deshalb braucht es für NPOs einen speziellen CAS? Reicht ein «normaler» CAS im Digital Marketing nicht aus?

Nein, ein „normaler“ CAS reicht nicht. NPOs haben ganz andere Strukturen. Natürlich decken sich gewisse Bereiche mit der Corporate-Welt. Man darf aber nicht vergessen, dass gerade bei NPOs die Werte und das adäquate Handeln im Vordergrund stehen. Ausserdem arbeitet man mit Spendengeldern. Man muss deshalb umso vorsichtiger sein und sich für jede Ausgabe rechtfertigen. Aus meiner Sicht nützt es NPOs nichts, wenn sie sich an Kampagnen mit einem Millionenbudget orientieren. Sie brauchen Inhalte, die ihre realen Probleme abdecken. Und genau hier setzt der CAS an.

Für Dr. Adrienne Suvada benötigen die NPOs spezifische Inhalte, die sie im Alltag umsetzen können.

Der Inhalt dieses CAS deckt alle wichtigen Themenbereiche des Digital Marketings für NPOs und andere soziale Einrichtungen ab. Packt man vielleicht zu viel in den CAS rein?

Man will natürlich immer so viel wie möglich abdecken. Wir haben versucht, einen guten Querschnitt über die aktuellsten Themenbereiche zu geben und sozusagen den Rucksack mit den nötigsten Hilfsmitteln zu füllen. Man erhält eine gute Grundlage und ist auch für zukünftige Herausforderungen der sich immer verändernden Marktbedingungen, besser gewappnet. Plus: Durch die Themenvielfalt sind Spezialisten aus verschiedenen Bereichen gleich vor Ort, was garantiert für einen spannenden Austausch sorgt.

Die Verbindung von Theorie und Praxisbezug ist sehr wichtig. Wie wird diese Verbindung im CAS sichergestellt?

Die Praxiserfahrungen sind entscheidend, um bei uns dozieren können. Über die Erfahrungen aus dem realen Leben kann die Brücke zur Theorie einfacher geschlagen werden. Es ist das Ziel, Inhalte zu vermitteln, die man auch zügig bei sich in der Organisation umsetzen kann. Ein wichtiges Element ist die Konzeptarbeit, die am Ende des CAS erstellt wird. So kann das Gelernte gefestigt werden.

Zum Schluss noch: Wie kann ich nun als Mitarbeiter einer NPO oder anderen sozialen Einrichtung einschätzen, ob sich für mich der CAS lohnt?

Der CAS lohnt sich vor allem für Personen, die in den NPOs und in sozialen Einrichtungen im Marketing sowie in der Kommunikation die Digitalisierung umsetzen müssen und neue, innovative Lösungen präsentieren sollen. Eine gewisse Berufserfahrung ist daher gut, denn es ist keine Aus-, sondern eine Weiterbildung. Es sind alle angesprochen, die den klassischen Marketingmix für NPOs kennen, aber sich für die Zukunft rüsten wollen. Gerade Personen mit Fach- oder Führungsverantwortung dienen als Vorbilder und Vorreiter im Digitalisierungsprozess. Sie müssen sich unbedingt auf den neuesten Stand bringen – auch, um den Anschluss an die jüngeren Zielgruppen nicht zu verlieren.

Weitere Informationen zum CAS Digital Marketing in NPO

https://www.zhaw.ch/de/sml/weiterbildung/detail/kurs/cas-digital-marketing-in-npo/

Info-Anlässe:

www.zhaw.ch/imm/info-apero

Erfolgreiche Landung im CAS Marketing- & Corporate Communications

Nach einer langen und intensiven Zeit, mit einem spannenden Start in die Welt der Marketingkommunikation, durften die Teilnehmenden des CAS Marketing- & Corporate Communications ihre Abschlussarbeiten präsentieren und zeigten damit, was sie alles gelernt haben.

Auf strategischer Ebene hat sich die Kommunikation mittlerweile auch in der Führungsetage ihre Wichtigkeit erarbeitet. Der CAS Marketing- & Corporate Communications (CAS MCC) kombiniert die wichtigsten Elemente von Corporate Communication und Marketing und zeigt verschiedene Techniken auf, die man in dieser Schnittstellenfunktion benötigt. Auch in diesem Semester startete wieder eine höchst spannende Klasse diesen CAS und trotz Doppelbelastung von Beruf und Weiterbildung, erarbeiteten sie sich verdient sehr gute Resultate.

Ein Kommunikationsflug über diverse Unternehmen

Die Transformation des Gelernten wurde an einem Kommunikations- oder Marketingkonzept aufgezeigt, welches die Teilnehmenden erarbeiteten und schlussendlich präsentierten. Von Yoga, zu Tourismus über Gastronomie bis zu Helikoptern, war alles dabei. Die Konzepte wurden mit viel Witz und mit viel Charme präsentiert und die Leidenschaft für die Kommunikation war bei allen spürbar. „Das schönste an diesem CAS ist, dass auch wir als Dozenten immer wieder neue Beispiele kennenlernen und man somit eine sehr spannende Kommunikationsreise absolvieren darf„, meint Dr. Adrienne Suvada, Studiengangleiterin des CAS MCC. Tatsächlich wurde auch dieses Mal wieder sichtbar, wie man auch mit kleinem Budget eine gute Marketingkommunikation betreiben kann. Das wichtigste Element, so banal es klingen mag, ist schlussendlich einfach die Leidenschaft für die Aktivität, die man betreibt.

Erfolgreicher Abschluss des CAS MCC © Andjela Bulatovic

Der Abschluss als Anfang

Eine solche Weiterbildung ist keine einfache Zeit. Die erwähnte Doppelbelastung ist nicht ohne, dennoch sind neben den fachlichen Kompetenzen, die man erhält, auch die persönlichen Momente in der Klasse bedeutend. Die unterschiedlichen beruflichen Hintergründe der Teilnehmenden sind eine Bereicherung und der gegenseitige Austausch hilft, auch mal auf ungewöhnliche Lösungen zu kommen. Der gelungene Abschluss soll aber kein Ende, sondern ein Anfang sein. Die Teilnehmenden haben nun das Rüstzeug ihre Kommunikation zu verändern und eigene Zeichen zu setzen.

Herzliche Gratulation an die Abschlussklasse!

Mehr Informationen zu diesem CAS: https://www.zhaw.ch/de/sml/weiterbildung/detail/kurs/cas-marketing-corporate-communications/

„Einer der spannendsten CAS für mein berufliches Umfeld“

Der Umgang mit Daten und die Analyse dieser Daten ist ein zentrales Element im Marketing. Gleichzeitig steigt aber auch die Komplexität. Der CAS Marketing Analytics betrachtet verschiedene Aspekte des „Data-Driven Marketings“ und verhilft so zu einem sinnvollen Einsatz von Marketing Analytics im Unternehmen. Wir haben mit Ilari Dammert, Head of Avalanche Safety bei der Mammut Sports Group AG, gesprochen, um zu erfahren, wie er diesen Kurs erlebt hat.

Weshalb hast Du Dich für den CAS Marketing Analytics an der ZHAW entschieden?

Im Rahmen des MAS Digitale Transformation war der CAS Marketing Analytics einer der spannendsten Wahl-CAS, welche die ZHAW für mein berufliches Umfeld als Produktmanager anbietet. Die im CAS Marketing Analytics vermittelten Inhalte bieten für meinen beruflichen Alltag einen sehr guten Praxisbezug und lassen sich in vielen Bereichen des täglichen Arbeitens integrieren oder haben mich in letzter Zeit inspiriert.

Haben sich Deine Erwartungen an den CAS Marketing Analytics erfüllt?

Meine Erwartung an den CAS Marketing Analytics sind mehr als erfüllt worden, speziell der spannende Wechsel zwischen Praxisbezug und theoretischen «Deep Dives» hat den Kurs für mich sehr kurzweilig gemacht.

Ilari Dammert hat besonders der Mix zwischen Theorie und Praxis gefallen

Was war ein besonders schönes / spezielles Erlebnis? Was hat Dir besonders gefallen?

Die gemeinsame Exkursion nach Nürnberg war sicher ein spezielles Erlebnis und hat mein persönliches Interesse für die CAS-Inhalte verstärkt. Und dank der Exkursion hat sich der Horizont für einzelne Themen exponentiell erweitert. Der letzte CAS-Tag mit den Abschlusspräsentationen der Studierenden war äusserst inspirierend. Und das vor allem dank der sehr hohen Qualität und Themenvielfalt. Man hat gemerkt, dass alle sehr motiviert waren, ihr Thema auf den Punkt zu bringen.

Wie haben Dir die Inhalte gefallen? Was zeichnet für dich den Nutzen des CAS Marketing Analytics aus, wenn Du an Dein Tagesgeschäft denkst?

Die Inhalte waren für mich ein guter Mix zwischen Praxisbezug bzw.  -anwendung und theoretischen «Deep Dives». Die gelernten Inhalte lassen sich oft leicht in die tägliche Arbeit integrieren, beispielsweise war die Einheit zu «Tableau» für mich eine Inspiration, um meine Zahlen und Fakten in einem intuitiven Dashboard aufzubereiten. Und dank der kennengelernten Inhalte ist mir der Einstieg in andere Tools wie Microsoft Power BI leichtgefallen.

Wem würdest Du diesen CAS empfehlen?

Dieser CAS empfiehlt sich für alle, die sich in ihrem beruflichen Alltag mit der Gewinnung von Consumer Insights und den damit verbundenen Zusammenhängen zum Verbraucherverhalten, Gewohnheiten, Motivationen und Bedürfnissen beschäftigen.

Content Marketing macht Spital zum Pionier

Von Carmen Hunkeler

Vor gut zwei Jahren hat sich das Kantonsspital Baden für eine neue Kommunikationsstrategie entschieden. Dabei war es sehr erfolgreich: Eine Jury nominierte das Spital als einziger Vertreter im Gesundheitswesen für den prestigeträchtigen Content Marketing Award.

Mit der Einführung der freien Spitalwahl und Fallpauschalen 2012 sind Leistungen und Qualität von Spitälern transparent und vergleichbar geworden. Dadurch stehen Spitäler heute verstärkt im Wettbewerb miteinander. Ein Spital kann meist aber nur wenige seiner Angebote als Produkte vermarkten. «Deshalb fokussiert sich Spitalmarketing sehr stark auf das Reputationsmanagement», erklärt Stefan Wey, Stv. Leiter Marketing und Kommunikation des Kantonsspitals Baden (KSB). Unter diesen Voraussetzungen hat sich das Marketing des KSB vor zwei Jahren strategisch neu ausgerichtet (Einblicke finden sich hier: www.vimeo.com/323474028).

Crossmediales Storytelling statt Fachsprache

Das Kantonsspital fokussiert sich auf seinen Kanälen auf breitgefächerte medizinische und gesundheitspolitische Inhalte. Content Marketing steht dabei im Zentrum. Damit will das Spital Nähe zur Bevölkerung schaffen. So es ist vor allem sie, die etwa im neu gelaunchten KSB-Magazin über ihre Erfahrungen erzählt. Ärztelatein wie in manch anderen Gesundheitsmagazinen sucht man darin vergeblich. Auf den ersten Blick mag ein Printmagazin in Zeiten von digital first vielleicht erstaunen. Stefan Wey begründet dies so: «Printmagazine sind nach wie vor wichtige Türöffner. Wir versuchen, den Medienbruch möglichst effizient zu überwinden.» So finden die Geschichten aus dem Magazin etwa auf dem Blog des Spitals eine Fortsetzung. Die Blogposts enthalten meist eine Call-to-Action. Nebst dem Blog hat das Kantonsspital Baden in den letzten zwei Jahren weitere digitale Auftritte aus- und aufgebaut. Heute unterhält es eine App, Microsites zu den Themen Bauch und Neubau sowie Accounts auf LinkedIn, Facebook, YouTube oder Instagram.

Im KSB-Magazin finden sich Gesichter an Stelle von kalten Statistiken. © Kantonsspital Baden

Innovativ in der Gesundheitsbranche

Erste systematische Auswertungen zeigen, dass sich die Reichweite der Massnahmen kontinuierlich vergrössert. Viel positives Feedback erhält das Spital auch aus der Bevölkerung und der Gesundheitsbranche. Zudem wirken die Massnahmen nach innen: «Wir unterstützen und fördern damit den angestrebten Wandel in der Unternehmenskultur», so Stefan Wey. Mit seiner neuen Strategie nahm das Kantonsspital am Best of Content Marketing Award in Hamburg teil. Im Mai nominierte dessen Jury es für die europaweit grösste Content Marketing Auszeichnung. Als einziger Vertreter aus der Gesundheitsbranche. «Dies verdeutlicht den (Marketing-)Zustand der Branche und manifestiert unsere Innovationskraft», so Stefan Wey. Das Kantonsspital Baden hat im Marketing also gut vorgelegt. Nun darf man gespannt sein, womit andere Spitäler zu überzeugen wissen.

Über Carmen Hunkeler

Nach ihrem Germanistikstudium an der Université de Fribourg baute Carmen Hunkeler die Abteilung Sprachdienste eines weltweit stationierten Technologieführers auf. Darauf arbeitete sie als Editorin in einem internationalen Unternehmen in der Medizinaltechnik. Es folgten einige Monate als Autorin ihres eigenen Buchprojekts. Seit 2013 ist Carmen Hunkeler u.a. als Redaktorin, wissenschaftliche Redaktorin und Chefredaktorin im Bereich Gesundheit und gesellschaftliche Trends tätig. Ihre Freizeit verbringt sie gerne in der Natur, beim Sport, mit Familie und guten Freunden. Momentan absolviert sie den CAS Marketing- & Corporate Communications an der ZHAW.

Drohnen erobern die Sportwelt – smarte Sponsoren fliegen mit

Von Reto Schaltenbrand

Die Drohne gehört zu einem der beliebtesten Geschenke unter dem Weihnachtsbaum. Sie liefert spektakuläre Bilder aus der Luft und hat die Bildsprache von Film und Fernsehen revolutioniert. Letzten Monat trafen sich die besten Drohnenpiloten der Swiss Drone League in Basel. 2019 fanden sechs Indoor- und Outdoor-Rennen statt, welche sowohl vor Ort als auch online von einer immer grösser werdenden Community verfolgt werden.

Drohnen erobern die Lüfte

In der Schweiz gehören Drohnen bereits zum Alltag. Es werden jedes Jahr um die 22‘000 Stück verkauft und mehr als 100‘000 schwirren bereits am Himmel herum. Das Marktpotential ist riesig, weil immer mehr Einsatzmöglichkeiten dazukommen. Experten schätzen, dass 2020 das weltweite Drohnenmarktvolumen bei 37 Milliarden US-Dollar liegen wird. Das Drohnenfliegen ist zu einem sehr beliebten Hobby geworden. Die Multicopter lassen sich einfach fliegen, der Pilot muss lediglich einige Regeln beachten. Die Drohnen bewegen sich im öffentlichen Luftraum und es gelten die Vorschriften für unbemannte Fluggeräte. Wer zusätzlich Foto- oder Filmaufnahmen macht, ist verpflichtet den Datenschutz und die Persönlichkeitsrechte anderer Personen zu wahren. Diese Rahmenbedingungen sind einzuhalten, denn nur so kann die Akzeptanz bei der breiten Bevölkerung gewährleistet werden.

Entwicklung der unbemannten Flugobjekte

Drohnen oder unbemannte Flugkörper wurden vom Militär schon im 19. Jahrhundert entwickelt und eingesetzt. Dabei handelt es sich sowohl um autonom fliegende Flugobjekte als auch um ferngesteuerte Flugzeuge. Heutzutage sind Drohnen hochentwickelte Robotersysteme und werden in zahlreichen Branchen erfolgreich eingesetzt (Militär, Landwirtschaft, Vermessungstechnik, Forschung, Polizei, Film und Fernsehen, …). Bei den „Hobby-Drohnen“ oder RC-Drohnen (Radio Controlled = funkferngesteuert) gibt es hauptsächlich folgende Bauformen: Quadcopter, Hexacopter und Octocopter. Je mehr Rotoren eine Drohne hat umso stabiler fliegt sie in der Luft. Die grossen Drohnen werden bei Film und Fernsehen eingesetzt und produzieren einfach und kostengünstig spektakuläre Bilder aus der Vogelperspektive. Bei den Drohnenrennen kommen ausschliesslich die Quadcopter zum Einsatz. An ihnen werden Kameras angebracht, und das bewegte Bild wird während des Fluges auf einen Monitor oder eine Videobrille gesendet. Auf diese Weise erlebt der Pilot den Flug, als würde er selber im Cockpit sitzen.

Beispiel einer Renndrohne © Swiss Drone League
Piloten im Einsatz © Swiss Drone League

E-Sports auch bei Sponsoren im Trend

Gemäss der Studie „Sponsor Visions Schweiz 2017 / 18“ von der ZHAW School of Management and Law investieren Firmen in der Schweiz über die Hälfte ihrer Sponsoringgelder in den Sport. 96% der Unternehmen integrieren die sozialen Medien in ihre Sponsoringstrategie. Somit halten die zunehmende Digitalisierung und das veränderte Medienverhalten auch Einzug im Sponsoring. Neben den bekannten Marketingzielen wie Bekanntheitssteigerung und Imagepflege nutzen die Unternehmen die Live-Events, um den spannenden Content zielgruppenrelevant zu verbreiten. In der Schweiz sind weiterhin Fussball und Eishockey die klaren Nummer 1 und 2. Aber im Trend liegt E-Sports, worin die Sponsoren das grösste Wachstumspotential in naher Zukunft sehen.

Drohnenrennen „Made in Switzerland“

Drohnenrennen ist eine sehr junge Sportart, bei der die Piloten auf einer gesicherten Strecke gegeneinander antreten, um mit ihrer Drohne einen bestimmten Hindernisparcours so schnell wie möglich zu absolvieren. Die ersten Drohnenrennen weltweit fanden 2016 unter dem Namen „Drone Champions League“ statt und wurde von einem Liechtensteiner ins Leben gerufen. Drohnenrennen, eine Kombination aus E-Sports und Rennsport, bietet eine Sponsoring-Plattform mit grosser Reichweite in der Schweiz. Die Wettkämpfe finden jeweils an Messen, Veranstaltungen oder spannenden Location statt. Die zwei- bis dreitägigen Rennen werden jeweils professionell von Experten kommentiert und auf verschiedenen Internetplattformen live gestreamt. Die Finalläufe der Rennen werden zudem im TV („Teleclub Zoom“) übertragen und via Medienpartner „Blick“ der breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Im 2018 zählte man bei den ersten drei Rennen rund 85‘000 Zuschauer vor Ort und 110‘000 Livestream-Viewer an den Bildschirmen. Zudem wurden rund 40 Presseberichte von den Medien in der ganzen Schweiz publiziert.
Beim Drohnenfliegen geht es um Tempo, Action und Präzision – Attribute, denen viele Unternehmen sehr nahe sein wollen. Drohnenrennen verbinden perfekt die digitale Welt mit der realen. Dabei werden den Sponsoren gleichzeitig drei Megatrends der Gegenwart – Virtual Reality, E-Sports und Drohnen – zugänglich gemacht. Drohnenrennen sind die Formel-E der Lüfte. Sie sind brandneu, bieten hoch innovativen Content und ein exklusives Erlebnis. Und für all diejenigen, denen die Formel-E zu leise ist, die Propeller der Renndrohnen erzeugen richtig Lärm!

Die Swiss Drone League ist die einzige Schweizer Rennserie mit total sechs Drohnenrennen pro Jahr im ganzen Land . Im Rahmen der AUTO/MOBIL Basel fand das fünfte Rennen im September 2019 statt und Joris Zahnd ((Mitgründer und Organisator der Swiss Drone League) gewährte einen Blick hinter die Kulissen:

Was für fünf Stichworte passen zur Swiss Drone League?

Formel-E der Lüfte, Innovation, E-Sports, Virtual Reality, Rennsport

Was ist der Unterschied zwischen Drone Racing und E-Sports?

Grundsätzlich gehört Drone Racing ebenfalls zu E-Sports, weil die Piloten nur via Bilder, welche sie über ihre FVP (First-Person-View) – Brille erhalten, die Drohnen mit der Fernsteuerung fliegen können. Der Zuschauer vor Ort kann diese Bilder ebenfalls auf den Monitoren verfolgen. Zusätzlich gibt es aber den physischen Rennsport, wo man die bis zu 160 km/h schnellen Drohnen dem Race-Track entlang live mitverfolgen kann.

Wo steht der Sport und welche Zielgruppen spricht er an?

Aktuell ist es eine der neuesten und innovativsten Sportarten weltweit und man steht noch ganz am Anfang. Viele der Piloten kommen aus dem Modellbau. Mit viel Übung ist es jedem möglich eine Drohne zu steuern. Der jüngste Pilot der Swiss Drone League ist 13 und der älteste 53 Jahre alt und wir haben auch Pilotinnen am Start.

Was bietet die Plattform ihren Sponsoren und Partnern?

Die Kameras auf den Drohnen, unzähligen Kameras auf dem Race-Track und der fast 100%-igen Flexibilität bei der Track-Gestaltung ermöglichen es, die Sponsoren ganz neu in Szene zu setzen. Die Unternehmen können effektiv ihre Produkte oder passend gestaltete Inflates als Gates/Hindernisse im Track integrieren und so nicht wie im klassischen Sponsoring einfach Banden belegen. Ausserdem liefern wir nebst den Live-Streams und TV-Übertragungen auf Teleclub Zoom auch «Best-of-Videos» für alle Sponsoren, welche sie auf ihren Social Media-Kanälen weiterverwenden können. Wir übernehmen zudem das ganze Handling vor Ort für die Sponsoren während der ganzen Saison.

Startbereich © Swiss Drone League
Race-Track © Swiss Drone League

Wo steht der Sport in fünf Jahren?

Von Anfang an war die Idee, diesen neuen Sport innert Rekordfrist auf die grosse Bühne zu bringen. Mit den Rennen an hochfrequentierten Locations, den Live-Übertragungen und den attraktiven Preisen im Wert von knapp CHF 20’000.- haben wir hierzu bereits grosse Schritte gemacht. Wenn nun noch weitere Partner einsteigen, sind dem Erfolg der Sportart keine Grenzen gesetzt – wir sind bereit dafür!

Mehr zum Thema Drohnen findet man unter folgenden Links:
Swiss Drone League

AUTO/MOBIL Basel

Dachverband des Schweizer Drohnengewerbes

FPV Racer Schweiz

Über den Autor

Reto Schaltenbrand absolviert an der ZHAW den CAS Marketing- & Corporate Communications. Er ist seit zehn Jahren in der Energieversorgungsbranche tätig. Bei Primeo Energie (vormals EBM) realisierte er in unterschiedlichen Bereichen wie Verkauf, Marketing und Kommunikation spannende Projekte. Vor knapp zwei Jahren wechselte er ins Corporate, wo er das Sponsoring und Marketing im B2B mit diversen Partnern und Agenturen plant und umsetzt.

Erfolgreiche erste Durchführung des CAS Marketing Analytics

Der Erfassung und Analyse von Daten ist ein zentrales Element im Marketing. Dabei führt die steigende Verfügbarkeit von Daten auf der einen Seite zu neuen Erkenntnissen über Kunden oder Wettbewerber, auf der anderen Seite erhöht sich durch neue Technologien die Komplexität. Diese Entwicklung stellt Marketingverantwortliche oft vor neue Herausforderungen. Der CAS Marketing Analytics unterstützt die Teilnehmenden, diese Herausforderungen erfolgreich zu meistern.

Marketing Analytics im Unternehmen analysieren und umsetzen

Im März 2019 starteten 14 Studierende in die erste Durchführung des CAS Marketing Analytics. Das übergreifende Ziel während vier Monaten war es, die Teilnehmenden dazu zu befähigen, die Einsatzpotenziale von Marketing Analytics in ihren Unternehmen zu analysieren und konkrete Massnahmen zur Umsetzung in ihren Unternehmen zu planen. Dabei teilte sich der CAS in zwei Teile: Im Modul 1 lag der Fokus auf die Verankerung von Marketing Analytics im Unternehmen. Das Modul 2 stellte konkrete Anwendungsfälle in den Vordergrund, wobei den Teilnehmenden verschiedene Analysemethoden – z.B. Conjoint Measurement (Verfahren, um Präferenzen verschiedener Kunden bezüglich einzelner Merkmale und Ausprägungen eines Produktes, zum Beispiel Farbe, Geschmack oder Preis zu ermitteln) , Segmentierung oder Text Analytics – sowie die Interpretation von Ergebnissen nähergebracht wurden.

Marketing Analytics gewinnt in Unternehmen an Bedeutung

Nürnberg als Highlight mit spannenden Einblicken

Ein Highlight des CAS Marketing Analytics war eine Exkursion nach Nürnberg. Am ersten Tag hatten die Teilnehmenden die Möglichkeit, Einblicke in Marketing Analytics bei Siemens zu erhalten, an der Universität Erlangen-Nürnberg das Design von Experimenten zu erlernen sowie mehr zu den Panels der GfK zu erfahren. Der zweite Tag ging nicht weniger spannend weiter: StraightONE startete mit einem Einblick in die Verknüpfung von Marketing Analytics und Behavioral Economics, gefolgt von einer Diskussion innovativer Methoden mit Facit Research Group. Die Teilnehmenden reisten nicht nur mit einem gut gefüllten Rucksack an Wissen zurück, sondern hatten auch die Möglichkeit, sich innerhalb der Gruppe besser kennenzulernen und wertvolle Kontakte zu knüpfen.

Während ihrer Abschlusspräsentationen stellten die Studierenden schliesslich ihre Fähigkeit, die Methoden und Tools auch anwenden zu können, unter Beweis. Dabei wurden unter anderem Ergebnisse aus Projekten, in denen Conjoint Measurement oder Tableau eingesetzt wurde, präsentiert. Es freut uns sehr, dass alle Teilnehmenden den CAS Marketing Analytics erfolgreich gemeistert haben, und wir gratulieren zu den hervorragenden Leistungen.

Die nächste Durchführung des CAS Marketing Analytics startet im März 2020: https://www.zhaw.ch/de/sml/weiterbildung/detail/kurs/cas-marketing-analytics/

Spürbare Resultate nach dem CAS Marketing & Kommunikation in NPO

Eine solide Basis in der Marketingkommunikation ist auch für Non-Profit Organisationen entscheidend. Der CAS Marketing & Kommunikation in NPO gibt die nötige Grundlage dazu. Susanne Stadler hat den CAS besucht und erzählt uns mehr über ihre Erfahrungen und wo ihr dieser Lehrgang weitergeholfen hat.

Susanne Du hast Dich für eine Weiterbildung interessiert, warum hast Du Dich für den CAS Marketing & Kommunikation in NPO entschieden?

Mein Arbeitsschwerpunkt in der Evang.-reformierten Kirchgemeinde Bülach liegt im Bereich Kommunikation, sowohl intern als auch extern. Mit ca. 10’000 Mitgliedern ist Bülach eine der grössten Kirchgemeinden im Kanton Zürich mit Strahlkraft in die Region und mit Vorbildfunktion für andere Kirchgemeinden. Der CAS Marketing & Kommunikation in NPO war für mich das passende Angebot, weil es einen grossen Unterschied macht, ob man mit bescheidenen Ressourcen aus Steuergeldern wirksame Kommunikation plant und umsetzt oder mit einem grosszügigen Kommunikationsbudget arbeiten kann, wie das in Wirtschaftsunternehmen der Fall ist. Mit den Mitteln, die zur Verfügung stehen, arbeiten wir professionell und sparsam.

Wie war dieser Kurs für Dich?

Für mich war es sehr bereichernd, mit Fachleuten aus ganz verschiedenen Non-Profit-Bereichen theoretische und praktische Aspekte von Kommunikation und Marketing zu erarbeiten. Das entstandene Netzwerk aus Teilnehmenden und Dozenten ist sehr wertvoll für mich. Im Verlauf der Weiterbildung konnte ich viel über andere NPOs lernen und Erfahrungen mit meinen Mitstreitern austauschen. Ausserdem hat es einfach Spass gemacht, mal wieder die Schulbank zu drücken und Neues lernen zu dürfen.

Susanne Stadler ist Absolventin des CAS Marketing & Kommunikation in NPO

Wie haben Dir die Inhalte gefallen? Kannst Du etwas davon für Dein Berufsleben auch tatsächlich nutzen?

Natürlich waren nicht alle Inhalte gleich relevant für meine tägliche Arbeit, aber auch die weniger relevanten Einheiten haben dazu beigetragen, den Blick für das «grosse Bild» zu schärfen. Meine persönlichen Highlights mit «Wow-Effekt» waren u.a. die Unterrichtseinheiten mit Vertreterinnen von Spinas Civil Voices, einer Kreativagentur für zivilgesellschaftliche Themen, und mit einem freischaffenden Fotografen. Besonders wertvoll für meine tägliche Arbeit ist ein vertieftes Wissen in den Bereichen Social Media und Fundraising aber auch die theoretischen Grundlagen zur Erarbeitung von Marketing- und Kommunikationskonzepten. Die Reichweite und Dynamik unseres Facebook-Auftritts haben sich spürbar verbessert, und die intensive Auseinandersetzung mit der Formulierung von Zielen, Strategien und Massnahmen haben bereits sehr bei der Erarbeitung und Formulierung unserer Amtsdauerziele geholfen.

Wie waren die Dozenten? Warst Du zufrieden mit den Lehrkräften?

Unsere Dozenten waren ausnahmslos Vollprofis mit viel Erfahrung aus der Praxis. An vielen Beispielen konnten wir hautnah Ursache und Wirkung aus der Nähe betrachten. Immer wieder schafften es die Dozenten, dass wir Teilnehmenden über uns hinauswachsen konnten, weil wir unsere eigene Organisation aus neuen Blickwinkeln betrachteten und uns intensiv mit Vision und Mission auseinandersetzen mussten.

Fühltest Du Dich während des Lehrgangs gut betreut?

Die Weiterbildung war sehr gut organisiert, die Erreichbarkeit der Studienleitung und auch der Dozenten jederzeit gewährleistet. Für die Beratung und Unterstützung während der Erarbeitung der Konzeptarbeit im zweiten Teil des CAS war ich sehr froh.

Würdest Du diesen Kurs anderen weiterempfehlen?

Den Kurs CAS Marketing & Kommunikation in NPO kann ich jedem Allrounder empfehlen, der besser verstehen möchte, wie eine NPO mit Erfolg nach aussen und innen sichtbar gemacht werden, wie sie positioniert werden kann und welche Kommunikationsinstrumente wie eingesetzt werden können.

CAS Marketing & Kommunikation in NPO: ttps://weiterbildung.zhaw.ch/de/school-of-management-and-law/programm/cas-marketing-kommunikation-in-npo.html

Hier sind alle Weiterbildungsmöglichkeiten im Bereich Marketing zu finden: https://www.zhaw.ch/de/sml/institute-zentren/imm/weiterbildung/

Hier sind alle Weiterbildungsmöglichkeiten im Bereich Sozialmanagement zu finden: https://www.zhaw.ch/de/sozialearbeit/weiterbildung/weiterbildung-nach-thema/weiterbildungen-am-institut-fuer-sozialmanagement/

Steigende Nachfrage nach Behavioral Insights

Von Dr. Kurt A. Ackermann

Die systematische Anwendung verhaltenswissenschaftlicher Erkenntnisse und Methoden in der unternehmerischen Praxis ist noch immer die Ausnahme statt die Regel. Das Potenzial, welches sich durch die hohe Praxisrelevanz von Verhaltensökonomie und Konsumentenpsychologie für Unternehmen bietet, wird aber zunehmend erkannt und das Interesse für diese Themen steigt kontinuierlich an. Davon zeugt auch die steigende Nachfrage nach entsprechenden Weiterbildungsangeboten.

Der noch junge CAS «Behavioral Insights for Marketing» (CAS BIM), welcher erst 2017 lanciert wurde, war denn auch dieses Jahr bereits zum ersten Mal komplett ausgebucht. Auch scheint das Angebot auf ein sehr breites, fach- und branchenübergreifendes Interesse zu stossen. Die diesjährigen 24 Absolventinnen und Absolventen kommen aus den unterschiedlichsten Branchen im B2C sowie B2B und sind in diversen Positionen tätig. Vom Head of Marketing & Sales über Advertising Specialists, Key Account Managers oder Business Developers bis hin zum Head of Compensation & Benefits oder Market Insights Manager waren Fachverantwortliche und Führungskräfte aus den unterschiedlichsten Bereichen vertreten. Das Branchenspektrum reichte dabei vom Retail über Versicherungen und Banken bis hin zu Anbietern in den Bereichen Energie, Bildungswesen, Transport, Technik oder Tourismus.

Verhaltensökonomie von A-Z

Die hohe Motivation und der Wissens- und Lerndurst der 24 Absolventinnen und Absolventen des CAS «Behavioral Insights 2019» mündete denn auch in einer hervorragenden Qualität der Abschlussarbeiten. Die Teilnehmenden hatten dabei eine Konzeptarbeit zu präsentieren, wie sie eine verhaltensökonomische Intervention von A-Z durchführen würden: Von der psychologischen Analyse der Ausgangslage aus Konsumentensicht über die Selektion der verhaltenswissenschaftlichen Techniken bis hin zur Ausarbeitung konkreter Nudges und dem experimentellen Design zur Wirksamkeitsmessung. Dabei erarbeiteten die Teilnehmenden verhaltensökonomische Massnahmen zur Stimulierung verschiedenster Zielverhalten und Steigerung entsprechender Outcomes, wie etwa eine höhere Conversion, geringere Churn-Rate, eine gelenkte Kanalwahl, oder nachhaltigeres Konsumverhalten.

Verhaltensökonomische Massnahmen zur Stimulierung der Zielverhalten © Pixabay

Direkter Praxisbezug

Die Absolventinnen und Absolventen haben gezeigt, dass die verhaltensökonomischen Erkenntnisse von Nobelpreisträgern mit dem nötigen, im CAS vermittelten Wissen, ohne Weiteres in die Praxis übersetzt werden und einen echten Mehrwert generieren können:«Im CAS BIM habe ich gute Tools und praxisnahe Beispiele erlernt, welche mir die Anwendung von psychologischen Faktoren im täglichen Marketing vereinfachen. Eine sehr wertvolle Weiterbildung!», meint Bianca Schmidt, Director Marketing & Communications bei TUI Suisse. Auch Michaela Simeon Produktmanagerin bei der Zürcher Kantonalbank, war begeistert: «Der CAS BIM gibt einen spannenden Einblick in die Verhaltenspsychologie und verbindet diese mit dem Thema Marketing. Man erkennt sich in vielen Situationen wieder und kann daher einen direkten Praxistransfer einfach umsetzen. Sehr empfehlenswert!» Wir gratulieren den 24 Absolventinnen und Absolventen des CAS BIM 2019 ganz herzlich zu Ihren tollen Leistungen und danken für das entgegengebrachte Vertrauen.

Nach dem CAS ist vor dem CAS

Die steigende Nachfrage nach Behavioral Insights in der unternehmerischen Praxis wird sich voraussichtlich fortführen. Zum ersten Mal liegen bereits über ein halbes Jahr im Voraus Voranmeldungen für die Durchführung des CAS BIM 2020 vor. «Wir spüren, dass das Thema immer präsenter wird und der direkte Nutzen von Nudging und verhaltensökonomischen Massnahmen im Allgemeinen vermehrt von Unternehmensvertretern erkannt wird. Entsprechend bin ich überzeugt, dass unser Angebot einer fundierten Wissensvermittlung in den Bereichen Verhaltensökonomie und Konsumentenpsychologie – nicht nur im Marketingkontext – heute wie in Zukunft stark nachgefragt sein wird», meint Studienleiter Dr. Kurt A. Ackermann.

Weitere Informationen zum CAS: https://www.zhaw.ch/de/sml/weiterbildung/detail/kurs/cas-behavioral-insights-for-marketing/

Hitziger Abschluss des CAS Marketing- & Corporate Communications

Die schnellen Veränderungen im Marketing und in der Kommunikation verlangen nach Spezialisten, die auf strategischer Ebene schnell reagieren können. Der CAS Marketing- & Corporate Communications hilft den Absolventen ihren persönlichen Rucksack mit wichtigem Wissen zu füllen. Dieses Semester war der Abschluss für die Klasse besonders herausfordernd.

Im CAS MCC lernen die Teilnehmenden wie sie in jeder Situation optimal kommunizieren können. Nach einem langen und intensiven Semester, mussten sie dies am Abschlusstag auch gleich unter Beweis stellen. Die heissen Temperaturen machten die Abschlusspräsentationen nicht einfacher. Dennoch galt es das Gelernte anzuwenden, „cool“ zu bleiben und sich nichts anmerken zu lassen. Das Medientraining hat seine Wirkung gezeigt, denn alle präsentierten souverän ihre Konzepte und konnten spannende Strategien vorstellen.

Kombination ist hier die Devise

Mit dem erfolgreichen Abschluss des CAS MCC ging für die Klasse ein anstrengendes Semester zu Ende. Seit Februar füllten sie ihre Wissensspeicher auf und durften diverse Themen aus den Bereichen Marketing & Kommunikation erlernen. Neben der strategischen Unternehmenskommunikation, kam auch der digitale Aspekt sowie Multimedia nicht zu kurz. Aufgezeigt wurde auch die erfolgreiche Zusammenarbeit mit externen Dienstleistern, das Vorgehen in Krisensituationen und natürlich auch die rechtlich korrekten Handlungsweisen. Diverse Dozenten mit breiter Praxiserfahrung durften ihr Wissen an die Klasse weitergeben. „Dieser CAS ist schon lange sehr erfolgreich, weil er die beiden wichtigen Bereiche Marketing & Kommunikation nicht trennt, sondern kombiniert – genauso, wie das auch im echten Berufsleben der Fall ist„, sagt Studiengangleiterin Dr. Adrienne Suvada vom Institut für Marketing Management.

Erfolgreicher Abschluss des CAS MCC © J. Bächler

Umsetzung in der Praxis

Nach den erfolgten Präsentationen, war die Erleichterung bei allen spürbar. Die grosse Mehrheit darf sich nun auf die wohlverdienten Sommerferien freuen. Einige sind aber schon voller Tatendrang und setzen das Gelernte bereits in der Praxis um. „Es hat grossen Spass gemacht diese Klasse und ihre Lernfortschritte zu begleiten. Wir werden sicher noch viel von den Teilnehmenden hören und freuen uns, wenn sie in der Kommunikation erfolgreiche Projekte verwirklichen„, meint Dr. Adrienne Suvada. Weitere aus der Runde spielen schon mit dem Gedanken den nächsten CAS zu absolvieren, schliesslich hat man nie ausgelernt. Das Weiterbildungsportfolio des Instituts bietet hier ja mehr als genug Angebote und so ist es gut möglich, dass man einige bekannte Gesichter wiedersieht.

Weitere Informationen zum CAS: https://www.zhaw.ch/de/sml/weiterbildung/detail/kurs/cas-marketing-corporate-communications/