Neuigkeiten aus der Fachstelle Behavioral Marketing: Neue Leitung durch Dr. Steffen Müller

Die Fachstelle Behavioral Marketing des Instituts für Marketing Management vereinte bisher insbesondere zwei Kompetenzschwerpunkte: Forschung in den Bereichen Konsumentscheidungen, Behavioral Economics und Nudging, sowie im Bereich bewährter und innovativer Marktforschung. Dabei ergänzen sich die beiden Schwerpunkte insofern, dass neue Forschungsfrage15n und Projekte, Anstoss für die Verwendung neuer Methoden geben. Ein Forschungsprojekt der Fachstelle, gefördert von der Mercator Stiftung Schweiz, beschäftigt sich mit der Promotion nachhaltiger Ernährung in der Systemgastronomie und setzt hier unter anderem auf die Anwendung von Nudging (mehr Informationen dazu hier oder folgen Sie unserer Fachstelle auf Twitter @zhawNudgeUnit).

Nun sollen die Schwerpunkte in Zukunft vermehrt auch in der Dienstleistung und Weiterbildung zum Einsatz kommen. Inhaltlich ist die Fachstelle breit ausgelegt, fokussiert jedoch basierend auf den Kompetenzen und Erfahrungen des Teams auf die Themenfelder Behavioral Marketing (Nudging und Interventionen zur Verhaltensänderung, Datenteilbereitschaft, Ernährungsverhalten, nachhaltiger Konsum, Gesundheitsmarketing) und Marktforschung (Evaluation von Marketing-Massnahmen, Konzept- und Akzeptanztests, Value Pricing und Preissegmentierung, Kundenfeedbacksysteme, Conjoint Analysis). Unter anderem werden in Zukunft die folgenden neuen Dienstleistungen und Weiterbildungen angeboten:

  • Workshops und Beratung zum Thema Behavioral Economics mit Hilfe unseres Nudging Tools: Gemäss Erkenntnissen aus Behavioral Economics und Konsumentenpsychologie der letzten Jahrzehnte entscheiden und handeln Kunden in der Regel nicht rational, sondern zeigen irrationale, aber vorhersehbare Muster. Zentrales Ziel dieser Workshops ist es Möglichkeiten zu erfassen und aufzuzeigen, wie diese Erkenntnisse gezielt in Unternehmen (z.B. im Marketing) genutzt werden können.
  • Workshops und Beratung zum Thema Marktforschung: Basierend auf der breiten Methodenkenntnis der Fachstelle und der Kontakte mit Marktforschungsinstituten, wie DemoSCOPE AG und Best Practice Communities (z.B. Net Promoter Score) werden spezifische Workshops zu verschiedenen Marktforschungsthemen (z.B. Kundenfeedbacksysteme, Preisbereitschaft) oder –methoden (z.B. multivariate Analysemethoden, Conjoint Analysis) angeboten.
  • Nebst den bewährten Weiterbildungsprodukten des IMM bietet die Fachstelle neu ab Frühjahr 2017 den CAS BIM (Behavioral Insights for Marketing) an. Ein Teil der Inhalte des CAS wurden dabei bereits im kleinen Rahmen von zwei Kurzkursen in Zusammenarbeit mit FehrAdvice umgesetzt.

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Das neue Team der Fachstelle Behavioral Marketing wird geleitet von Dr. Steffen Müller (Kontakt: steffen.mueller@zhaw.ch, +41 (0) 58 934 79 24). Das Team von vorne links im Uhrzeigersinn: Rafael Domeisen (wiss. Assistent und Experte für Finanzen und Aviatik), Verena Berger (wiss. Mitarbeiterin und Nachhaltigkeits- und Ernährungsexpertin), Carolina Kubli (wiss. Assistentin und Expertin für Marktforschungsanwendungen und Outdoorsportmarkt), Dr. Steffen Müller (Dozent und Leiter der Fachstelle, Experte für Kundenfeedbacksysteme und Pricing), Dr. Angela Bearth (wiss. Mitarbeiterin und Expertin für Gesundheitsmarketing, Risikowahrnehmung und Verhaltensänderung) und Dr. Linda Miesler (Dozentin und Expertin für Konsumentenverhalten, Behavioral Economics und Nudging).

ZHAW erweitert Bildungsangebot mit SAS Visual Analytics

Die ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften baut ihr praxisnahes Ausbildungsprogramm mit dem Einsatz von SAS Visual Analytics aus. Damit reagiert die Hochschule auf die stark steigende Bedeutung von Big Data für die Wirtschaft. Visual Analytics gehört zu den fortschrittlichsten Softwarelösungen für Datenanalyse und -visualisierung. SAS, einer der weltgrössten Softwarehersteller, stellt die Anwendung im Rahmen seines umfangreichen Engagements für den akademischen Bereich kostenlos zur Verfügung.

«Analytik wird im Berufsalltag immer wichtiger – über alle Branchen und Hierarchiestufen hinweg. Entscheidend ist die Fähigkeit, die richtigen und relevanten Fakten aus den Datenbergen herauszuschälen», erklärt Dr. Roger Seiler, Studiengangleiter  CAS Big Data im Marketing an der ZHAW. «Mit SAS Visual Analytics lassen sich unbekannte Muster und Treiber schnell und faktenbasiert aufspüren und damit bessere Entscheidungen treffen sowie ungenutzte Potenziale erschliessen.»

Die ZHAW ist eine der ersten Hochschulen, die diesen Trend auch praxisnah im Unterricht ein- und umsetzt. «Dabei gilt es nicht, Features und Functions zu büffeln, sondern sich über Use Cases Wissen aus der Praxis anzueignen», sagt Hannes Schüle, Projektleiter Business Intelligence an der ZHAW. Als browserbasierte Anwendung ermöglicht Visual Analytics den Studierenden, Explorationen und Auswertungen komplett unabhängig von Ort und Zeit zu erstellen. Die Lösung läuft in der Cloud und muss somit auch nicht von der ZHAW gewartet werden. «Unsere Studierenden sind von SAS Visual Analytics begeistert. Der Praxisbezug, die Verwendung von realen Daten und die Flexibilität der Teradata University Plattform erhöhen die Spannung des Unterrichts und damit auch die Motivation der Studierenden. Sie erhalten so Rüstzeug für zukunftsträchtige Stellen mit aussichtsreichen Karriereperspektiven», so Dr. Roger Seiler.

Der Einsatz von SAS Visual Analytics ist integraler Bestandteil von verschiedenen Ausbildungsprogrammen, zum Beispiel CAS Big Data im Marketing, CAS Digital Marketing sowie MAS CRM. Die ZHAW setzt auch in anderen Bereichen auf SAS – so im Bereich Wirtschaftsinformatik sowie im Bachelorunterricht. Die Cloud-Plattform ist weiter für E- und Blended Learning geeignet, was Studierenden noch grössere Flexibilität bezüglich der Vereinbarkeit von Studium und Beruf gibt.

Über SAS

SAS ist weltweit Marktführer im Bereich Analytics und mit 3,16 Milliarden US-Dollar Umsatz einer der grössten Softwarehersteller. Kunden an 80.000 Standorten setzen innovative Analytics-, Business-Intelligence- und Datenmanagement-Software und -Services von SAS ein, um schneller bessere Geschäftsentscheidungen zu treffen. Seit 1976 verschafft SAS Kunden rund um den Globus THE POWER TO KNOW.

Mit SAS entwickeln Unternehmen Strategien und setzen diese um, messen den eigenen Erfolg, gestalten ihre Kunden- und Lieferantenbeziehungen profitabel, steuern in Echtzeit die gesamte Organisation und erfüllen regulatorische Vorgaben.

Firmensitz der US-amerikanischen Muttergesellschaft ist Cary, North Carolina. SAS Schweiz hat Niederlassungen in Zürich und Genf. Weitere Informationen unter www.sas.com/ch.

bruhn+partner@ZHAW – garantiert „integriert“

Der Lehrstuhl für Marketing von Manfred Bruhn – Zögling des Deutschen Urvaters des Marketing Heribert Meffert – war Brutstädte zahlreicher Dozenten, die heute insbesondere die Lehre der Integrierten Kommunikation aber auch Markenpolitik  und Dienstleistungsmarketing an Universitäten, Fachhochschulen vermitteln und in der Praxis anwenden. Aber nicht nur: mit der  Beratungsboutique bruhn+partner gastiert demnächst ein Unternehmen an der ZHAW, das sich u.a. konsequent auf die Exzellenz  in der Markenführung konzentriert.  Und dies mit Erfolg.

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Dr. Mareike Ahlers, Beraterin, Trainerin, Dozentin und geschäftsführende Gesellschafterin von bruhn + partner

„Noch einen Kaffee?“ – die Nespresso Maschine grummelt leise vor sich hin und spendet bald einen wohligen Duft im Raum. Wir befinden uns in der Innenstadt Basels auf der Lyss am Heuberg in den Räumlichkeiten von bruhn+partner. Mareike Ahlers, geschäftsführende Gesellschafterin von bruhn+partner hat in Basel promoviert und war vor der Gründung des Unternehmens im Brand Management von Hugo Boss für die Umsetzung verantwortlich. Hier in Basler Office sei sie eher selten, fährt sie fort, nachdem sie uns beiden Kaffee aufgetischt hat: „Meistens sind wir beim Kunden, also vor Ort. Die Nähe zu unseren Auftraggebern ist uns wichtig.“ Nur so gewinne man auch einen echten Eindruck über die Menschen und das Unternehmen und das sei  für das Management, also die Analyse und Steuerung von Identitäten essentiell. „Eine gute Marke ist wie eine Persönlichkeit und verfügt über eine Geschichte, eine Herkunft und über Werte.“

bruhn+partner wurde ursprünglich als Spin-off der Universität Basel gegründet. Die Teams in Basel und Stuttgart bauen auf ein breites Forschungsnetzwerk und verbinden neueste wissenschaftliche Erkenntnisse mit einem breiten Methodenspektrum und einem Track-Record aus innovativen Lösungen. Seit 2001 hat Mereike Ahlers gemeinsam mit Falko Eichen und Unternehmenspartner Karsten Hadwich sowie Manfred Bruhn als Gründer, Gesellschafter und Präsident des Verwaltungsrates bereits über 80 Kundenprojekte in den Bereichen Social Media und Kommunikation erfolgreich abgewickelt – Markenpolitik zählt hierbei zur Königsdisziplin.

bruhn+partner haben eine Methode entwickelt, die insbesondere für global organisierte Unternehmen mit häufig mehrstufig organisierten Vertriebsstrukturen das Management der Markenarchitektur vereinfacht. Im Rahmen eines Praktiker Vortrages bei den Bachelor Studierenden wird Mareike Ahlers das Produkt anhand eines Praxis Cases vorstellen. „Ich bin gespannt, wie die Studierenden reagieren werden!“ meint Ahlers mit einem leichten Augenzwinkern. Das sind wir auch. Für weitere Informationen zum Vortrag kontaktieren Sie mich bitte via Email.

Warum Wissensvermittlung zur Verhaltensänderung, gerade im Bereich Gesundheit, nicht hinreichend ist.

Wir wissen doch eigentlich, dass Rauchen eine der Hauptursachen für Krebs ist (nicht etwa der Verzehr von Wurst). Trotzdem raucht rund ein Viertel der Schweizer Bevölkerung. Wir wissen, dass der Tisch wackelig ist und trotzdem stellen wir die kurze Leiter darauf, um in einem hohen Raum eine Lampe zu montieren. Wir würden gerne abnehmen oder wären gerne fit, trotzdem ist es auf der Couch mit einer Tüte Chips und einem Bier viel gemütlicher.

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Wir wissen zwar was gefährlich oder ungesund ist und setzen uns hohe Gesundheitsziele, trotzdem verhalten wir uns häufig nicht entsprechend.

Psychologen und Verhaltenswissenschaftler offerieren zahlreiche Erklärungen für dieses Phänomen, welches Knowledge- bzw. Intention-Behaviour-Gap genannt wird. Einer der zentralen Gründe ist unsere begrenzte mentale Verarbeitungskapazität. Diese wird von den zahlreichen Entscheidungen und Aufgaben im Alltag beansprucht, was sich in einer reduzierten Impulskontrolle niederschlägt und in der vermehrten Nutzung von einfachen, möglicherweise falschen Daumenregeln (so genannte Biases und Heuristiken). Unsere Impulskontrolle ist insbesondere dann gefordert, wenn wir unseren automatisierten Gewohnheiten nachgehen oder wenn wir ein grosses Verlangen nach etwas haben. Als Beispiel für eine falsche Daumenregel kann der „Optimism Bias“ genannt werden. Das ist die Tendenz, unsere eigene Gefährdung durch eine bestimmte Verhaltensweise zu unterschätzen. Dies führt beispielsweise dazu, dass Risikoinformationen (z.B. auf Zigarettenpackungen) nicht beachtet werden, denn „Lungenkrebs kriegen nur die anderen“ (siehe auch den neuen Präventionsspot „die Anderen“ des Bundesamts für Gesundheit).

Wie der Spot zeigt, ist das Bewusstsein dafür, dass reine Wissensvermittlung nicht ausreicht, um Menschen vor riskantem Verhalten zu schützen oder gesunde Verhaltensweisen zu ermutigen, auch im Social Marketing schon eine Weile angekommen. Die fortschreitende Digitalisierung bietet nun völlig neue Wege der Gesundheitsförderung, die bisher jedoch noch nicht ausreichend genutzt werden (können). Eine grosse Thematik diesbezüglich ist die Situationsgebundenheit zahlreicher ungesunder Verhaltensweisen – beispielsweise das Verlangen nach einer Zigarette nachdem man ein Bier getrunken hat oder die Lust auf Chips nachdem man im Sport war. Deshalb sollten Anregungen zur Verhaltensänderung seinen Empfänger genau dann erreichen, wenn das gewohnte Verhaltensmuster wieder abzulaufen droht. Mit einer integrierten technischen Herangehensweise wäre dies auch möglich. So könnten die GPS-Daten beispielsweise mit den Kalenderdaten abgeglichen werden. Dann könnte an den Nutzer eine Nachricht gesendet werden, wenn er zu früh im Zug zu einem Termin sitzt mit der Nachricht: „Mit Ihrer aktuellen Verbindung haben Sie 20 Minuten Puffer zu Ihrem nächsten Termin. Steigen Sie doch eine Haltestelle früher aus und nutzen Sie diese Zeit für einen Spaziergang“.

In einem ersten Schritt gilt es nun Nutzerforschung zu betreiben und die entsprechenden „Use Cases“ für eine solche Applikation zu evaluieren. Dieser Herausforderung will sich die Fachstelle Behavioral Marketing zusammen mit dem Service Lab im Frühjahr 2016 annehmen. Interessierte Unternehmen können sich gerne bei Corinne Scherrer melden unter corinnne.scherrer@zhaw.ch oder unter +41 58 934 60 24.

Rieter Preis 2015 geht an Marco Kohler mit seiner Bachelorarbeit zum Thema „Der E-Commerce in der Mietwagenbranche im Wandel“

Der Preis der Johann Jakob Rieter-Stiftung ging dieses Jahr an den General Management Studenten Marco Kohler. Seine Bachelorarbeit beschäftigt sich mit den Herausforderungen mit der sich die Autovermietung Hertz durch die zahlreich aufkommenden Vergleichsportalen der Branche konfrontiert sieht. Betreut wurde die Arbeit von Frau Corinne Scherrer und von Herrn Dr. Frank Hannich. Lesen Sie untenstehend die Zusammenfassung der prämierten Arbeit.

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Marco Kohler

Der Anteil an Online-Transaktionen und damit die Wichtigkeit des E-Commerce in der Mietwagenbranche nimmt stetig zu. Dabei nutzt bereits heute ein Grossteil der User die Vergleichsmöglichkeiten von Online-Buchungsportalen. Die Vergleichsportale intensivieren den Preisfokus und gestalten die Margen der Mietwagenanbieter volatiler. Das Aufkommen dieses Buchungsverhaltens mindert das Loyalitätsverhalten und steigert die Abhängigkeit von Buchungsportalen. Diese Entwicklung stellt die Investitionen in Loyalitätsprogramme bei Hertz in Frage.

Die Bachelor-Thesis untersucht, ob es für Hertz sinnvoll ist, mittels Loyalitätsaktivitäten auf das Aufkommen von Vergleichsportalen zu reagieren. Weiter steht die Arbeit unter der Zielsetzung, sämtliche Touchpoints entlang des Buchungsprozesses zu definieren und dabei Segmente zu identifizieren, welche gegenüber Hertz loyale Grundzüge aufweisen.

Die Erkenntnisse der Analyse dienen als Basis für die künftigen Kommunikations-massnahmen. Anhand einer umfassenden Sekundärforschung wurde die Customer Journey für den klassischen Buchungsprozess über die Hertz-Website erstellt. Dabei wurde die Customer Journey in die Phasen des Purchase-Funnels sowie dem Google – Zero Moment of Truth unterteilt. Anhand einer quantitativen Online-Befragung wurden die Vergleichsportale in die klassische Hertz Customer Journey eingeordnet. Die erhobene Stichprobe wurde auf systematische Unterschiede zwischen bereits bestehenden Loyalitätsprogramm-Mitgliedern und Nicht-Mitgliedern geprüft. Mittels Chi2-Tests wurde weiter nach systematisch unterschiedlichen Segmenten geforscht.

Aufgrund der Zuteilung der individuellen Marketingaktivitäten in die Customer Journey, wurde jede Phase mit einer Potenzialanalyse sowie den entsprechenden Marketingausgaben belegt. Diese Vorgehensweise ermöglicht eine effizientere Verteilung der finanziellen Ressourcen im Sinne des Kauftrichters. Die Erkenntnisse aus der empirischen Umfrage bestätigen, dass Loyalitätsprogramm-Mitglieder bereits auf Suchmaschinen sowie durch die gesamte Customer Journey loyale Grundzüge gegenüber Hertz aufweisen. Des Weiteren konnten Zusammenhänge zwischen den Alterssegmenten und den Fahrzeugkategorien nachgewiesen werden.

Die Erkenntnisse aus der Customer Journey-Analyse sowie der empirischen Umfrage bestätigen, dass Investitionen in Loyalitätsprogramme ein effektives Instrument zur langfristigen Kundenbindung darstellen. Um künftig auch preissensitive Kunden von einer Abwanderung abzuhalten, ergaben sich spezifische Handlungsempfehlungen für die Integration des Loyalitätsprogrammes in vorgelagerte Phasen. Aufgrund der Umfrageergebnisse konnten zudem Handlungsempfehlungen formuliert werden, hinsichtlich der Fahrzeuge, welche künftig auf Online-Vergleichsportalen angeboten werden sollten. Abschliessend liefern die Erkenntnisse der Arbeit eine Antwort auf den Hertz internen Trade-Off zwischen den Investitionen für Loyalitätsprogramme sowie den Angeboten auf Vergleichsportalen.

Partner Unternehmen – Herold Fahrzeugvermietung AG (Hertz)
Die bekannteste Autovermietung, Hertz, betreibt weltweit ein Netzwerk von mehr als 11‘500 Standorten in 150 Ländern mit rund 30‘000 Mitarbeitern.

Sind Sie auf der richtigen Welle? Über die Anfänge einer Beziehung zwischen dem IMM und Radio24

radio24Kommunikation ist der Austausch von Informationen zwischen Sender und Empfänger. Denken Sie hierbei auch als aller erstes an «Radio»? Und wenn wir schon dabei sind: An welche Radiostation genau? «Das isch Züri! – so cool. Es Stadtradio halt. Authentisch.»

 

Die Studierenden des Bachelor Lehrgangs für Betriebsökonomie an der ZHAW School of Managememt and Law sind begeistert als Barbara Novak (Marketingleiterin bei Radio 24), ihre neue Marketing-Kampagne vor dem interessierten studentischen Plenum präsentiert. Und Frau Novak macht es gut: Sie schafft Erlebnisse und gute Stimmung im Saal – und sie weckt auch das Interesse der jungen Studierenden und anwesenden Gäste. Wie macht ein Radiosender Werbung? Wie funktioniert das Geschäftsmodell? Wie misst man Hörerzahlen?

Im Rahmen der Vorlesung Branchenspezifisches Marketing integriert Dr. Andreas Lucco, Leiter der Fachstelle Integrated Communication und Digitales Marketing, aktiv Praxisunternehmen in seinen Unterricht und lässt sie in einer kurzen Sequenz ihren Marketingmix präsentieren. Wie kommuniziert eine Versicherung oder eine Online Jobbörse mit ihren Kunden, wie tut dies ein Detailhändler? Oder ein Übersetzungsbüro?

Die Wellenlänge muss stimmen – wussten sie übrigens, dass Radiowellen elektromagnetische Wellen sind und dass sie zwischen 10 Zentimeter und 100 Kilometer lang sein können? Zwischen der ZHAW und Radio24 hat es jedenfalls gefunkt und nach dem erfolgreichen Auftakt im Rahmen des Vortrages über Radio24 von Frau Novak in der Vorlesung, arbeitet die Fachstelle für Integrated Communication derzeit gemeinsam mit dem Radio Bachelor- und Masterarbeitsthemen aus, die auf das Herbstsemester hin an ambitionierte Studierende vergeben werden.

Die Zusammenarbeit mit Praxispartnern ist ein natürliches Grundprinzip am Institut für Marketing Management (IMM) der ZHAW School of Management and Law und wird aktiv gelebt. Insbesondere in der Lehre und Weiterbildung sind Kooperationen und ein reger Austausch mit Unternehmen aus der Region Zürich wesentliche und bereichernde Elemente des Unterrichts. Für Studierende bietet sich die Möglichkeit, Berührungspunkte zu potenziellen Praxispartnern aufzubauen und Einblicke in den Alltag von Marketingtreibenden zu gewinnen. Unternehmen profitieren ebenso aus der Kooperation mit Studierenden. Thematisch ausgerichtete Bachelor- und Masterarbeiten vertiefen häufig relevante Fragestellungen aus der Praxis und führen manchmal auch dazu, dass Praxispartner studentische Beratungsprojekte in Auftrag geben oder zum Schluss gar Studenten ein Jobangebot unterbreiten. «Ja, das isch Züri!»

Erfolgreiche erste Durchführung des CAS Sport Marketing

Das Institut für Marketing Management durfte am Wochenende sämtlichen Teilnehmern des Pionierjahrgangs des CAS Sport Marketing die Diplome verleihen. Damit endet ein spannender und abwechslungsreicher CAS Lehrgang. Nächster Start: Anfang März 2016.

Mit dem Start der Tour de Suisse am Samstag in Risch-Rotkreuz endete gleichzeitig der Weiterbildungskurs CAS Sport Marketing. Im Rahmen des grössten Sportevents der Schweiz übergaben die Studienleiter Dr. Frank Hannich und Marcel Hüttermann den Teilnehmenden ihre Diplome.

Der Besuch der Tour de Suisse war eines von mehreren Highlights im CAS Sport Marketing 2015. Oliver Senn (Kommerzieller Direktor der Tour de Suisse) eröffnete den Tag mit einem Input-Referat bevor Dani Oeschger (Leiter Marketing und Events, SRF Business Unit Sport) einen Einblick in Productionarea des SRF gewährte. Die Zielankünfte durften die Teilnehmenden anschliessend im VIP-Bereich verfolgen.

Dani Oeschger (SRF) mit den Teilnehmenden in der Productionarea

Dani Oeschger (SRF) mit den Teilnehmenden in der Productionarea

Zieleinfahrt Fabian Cancellara

Zieleinfahrt Fabian Cancellara

In den vergangenen vier Monaten konnte das Institut für Marketing Management den Teilnehmenden eine gute Mischung zwischen Sport Marketing Theorie und Praxis bieten. So wurden Themenbereiche wie Stakeholder Management, Kommunikation, Sponsoring oder Eventmarketing (um nur einige wenige zu nennen) den Teilnehmenden von anerkannten Experten anhand praktischer Beispiele aus dem Sport vermittelt.

Dadurch kamen die Teilnehmenden bspw. in den Genuss, einen Blick hinter die Kulissen des SRFs zu werfen, um u.a. zu verstehen welche Sportarten für Medien aus welchen Gründen interessant sind oder wie Übertragungsrechte verhandelt werden. Des Weiteren durften Sie hautnah miterleben, wie es ist, den Sportblock in den SRF1-Nachrichten live zu sprechen.

Teilnehmer des CAS Sport Marketing zu Besuch beim SRF

Teilnehmer des CAS Sport Marketing zu Besuch beim SRF

Ebenfalls sehr aufschlussreich war der zweitägige Trip nach München. Neben dem  Besuch der FC Bayern München Erlebniswelt, einer Stadionführung und des Bundesligaspiels FC Bayern München vs. Eintracht Frankfurt konnte den Teilnehmenden bei einem spannenden Input-Referat von Oliver Kraus (Group Market Management, Allianz SE) die Idee des Allianz-Konzernes an einem Stadion-Namingright vermittelt werden. Am Freitagabend stand Willi O. Hoffmann (Ehem. Bayern-Präsident) den Kursteilteilnehmern im Franziskaner Brauhaus Rede und Antwort. Die Geschichte hinter der Bayern-Einstellung «Mia-san-Mia» und weiteren interessanten Einblicken einer fast 70-Jährigen FC Bayern Geschichte des ehemaligen Präsidenten waren für alle beteiligten äusserst wertvoll.

Was sagen die Absolventen des CAS Sport Marketing?

«Der CAS Sport Marketing war für mich eine fachliche wie persönliche Bereicherung. Sehr interessante und kompetente Dozenten mit grosser Vielfalt, die viel neues Wissen vermitteln und viel Inspirationen mitgeben für die Zukunft. Es war eine super Klasse und last but not least hat sich dank dem Kurs auch eine neue berufliche Möglichkeit ergeben!»

Benjamin Kuster, Sales Manager Sportbooking.ch, Spherix AG

«Durch die vermittelten praxisbezogenen Fallbeispiele bin ich in der Lage die Erfahrungen, die ich als aktiver Sportler gemacht habe, neu mit dem bezogenen Fachwissen optimal zu kombinieren. Ich bin stolz darauf in der Pionierklasse des CAS Sport Marketing dabei gewesen zu sein. Sportler die über Ihre Karriere hinaus im Sportbusiness aktiv sein möchten kann ich den CAS Sport Marketing nur empfehlen.»

Ronnie Rüeger, Projektleiter Sponsoring ZKB und ehemaliger NLA-Goalie

Das Institut für Marketing Management bedankt sich bei allen Teilnehmenden, Experten und jedem der diesen Kurs mitgestaltet hat. Der nächste CAS in Sport Marketing wird Anfang März 2016 beginnen – wir freuen uns bereits heute!

Falls Sie Interesse an einer Teilnahme am CAS Sport Marketing haben, wenden Sie sich an Marcel Hütterman unter marcel.huettermann@zhaw.ch oder telefonisch unter 058 934 76 98.

 

«Schon als kleines Kind wollte ich immer Forscherin werden…»

Amelie Körner…In meiner Vorstellung damals natürlich mit Lupe und Tropenhut im Dschungel. Nach meinem Masterabschluss an der Uni Zürich in Psychologie zog es mich dann tatsächlich in die Forschung und zwar in die Marktforschung, wo ich dann zwar keine exotischen Pflanzen und geheimnisvollen Mayastätten, sondern den Mensch «erforschte». Im Insight Institute, einem in Zürich ansässigen qualitativen Marktforschungsinstitut, konnte ich mir viel Wissen in der qualitativen Marktforschung und der Interviewführung aneignen. Nach zwei Jahren wurde dann aber meine Neugier auf andere Bereiche der Forschung so gross, dass ich beschloss, mich neuen Herausforderungen zu stellen, wodurch ich mein glückliches Plätzchen hier im Service Lab am Institut für Marketing Management der ZHAW gefunden habe.

In meiner Freizeit findet man mich als Innerschwyzerin sowohl im Sommer wie im Winter häufig auf irgendwelchen Bergen oder auch gerne in Seen, das dann aber doch nur im Sommer. Auch ansonsten bin ich in meiner Freizeit gerne sportlich unterwegs, sei es beim Joggen im Wald oder Pilates auf der Matte. Danach wird dann natürlich auch immer gerne lecker gekocht.

An der ZHAW freue ich mich nun darauf, viel Neues zu lernen, in der Lehre tätig zu sein und natürlich auf die vielen netten Arbeitskollegen und Kolleginnen die man so auf dem Gang und in den Büros antrifft.

Beste Bachelor- und Masterarbeiten 2014

Die ZHAW School of Management and Law stellt in ihrer Publikation „Beste Bachelor- und Masterarbeiten 2014. Die Management Summarys“ neu neben den besten Bachelorarbeiten auch die besten Abschlussarbeiteten des konsekutiven Masterstudiums vor. Aus den 722 Absolventinnen und Absolventen des Bachelorstudiums werden Arbeiten mit der Note 6 vorgestellt. Von den 99 konsekutiven Masterstudienabgängern wurden Arbeiten mit einer 5,5 oder 6 berücksichtigt. Studierende haben auch dieses Jahr spannende Themen aus dem Fachbereich Marketing aufgearbeitet und liefern dazu in den folgenden Arbeiten neue, aufschlussreiche Erkenntnisse:

Bachelorarbeiten

Masterarbeiten

 

 

 

5 Fragen an Dr. Linda Miesler zum neuen Kurs «Behavioral Economics for Marketers»

Dr. Linda Miesler

Dr. Linda Miesler

Warum sollte man als Marketingverantwortlicher diesen Kurs unbedingt besuchen?
Unternehmen gehen häufig bei der Umsetzung ihrer Marketingstrategie von einem rein rational entscheidenden Kunden aus. Wir nehmen beispielsweise an, dass der Kunde alle Zeit der Welt, unbegrenzte mentale Ressourcen, ein riesiges persönliches Interesse, etc. hat, um sich intensiv mit Informationen zu Produkten und Services auseinanderzusetzen. Aber wenn wir uns einmal selbst in die Situation des Kunden versetzen, wird schnell klar, dass wir bei unseren Entscheidungen häufig nicht rational sondern beispielsweise impulsiv, emotional oder auch gleichgültig handeln. Oft lassen sich Kunden auch stark durch irrelevante Informationen oder durch situative Einflüsse beeinflussen. All diese (vermeintlich) irrationalen Verhaltensmuster müssen von Marketingverantwortlichen berücksichtigt werden, um beim Kunden mit den entsprechenden Marketingmassnahmen den gewünschten Erfolg zu erzielen.

Was erwartet die Teilnehmer bei Kursteilnahme?
Die Erkenntnisse aus Behavioral Economics und Konsumentenpsychologie erlauben neue Sichtweisen auf den Kunden. Wir vermitteln in diesem Kurs die Grundlagen aus diesen Forschungsgebieten und zeigen die Bedeutung für das Marketing auf. Durch eine abwechslungsreiche Kursgestaltung, in der theoretische Inputs mit Beispielen in Form von Praxiscases, kleinen Übungen oder Gruppenaufgaben kombiniert werden, sollen die Teilnehmer ein Gefühl dafür bekommen, wie sie auf Basis dieser Erkenntnisse die Gestaltung von Marketingmassnahmen optimieren können und wie sie Kundenentscheidungen besser vorhersehen können.

Wo können die Inhalte im Unternehmen vor allem eingesetzt werden?
Neben dem besseren Kundenverständnis zeigen wir den Teilnehmenden, wo die Grenzen der bestehenden Marktforschungs-Tools zur Messung des Konsumentenverhaltens liegen und geben Inputs zu neuen Methoden, die sie im Unternehmensalltag anwenden können. Mit einem Rucksack vollgepackt mit neuen Kenntnissen ist zu erwarten, dass die Teilnehmenden aber auch selbst komplett neue Spielräume für ihre Produkte oder Strategien erkennen, die in der Praxis sehr erfolgreich sein können.

Kann ich auch teilnehmen, wenn ich nicht im Marketing-Bereich tätig bin?
Sicher. Der Kurs richtet sich zwar grundsätzlich an Personen mit Endkundenfokus aus Marketing, Kommunikation und Marktforschung. Beziehungsweise auf alle, die sich auf diese Funktionen vorbereiten möchten. Jedoch auch Personen, die lediglich daran interessiert sind, Behavioral Economics nicht nur theoretisch kennenzulernen, sondern mehr über das mögliche Zusammenspiel vieler faszinierender einzelner Effekte und dem Einsatz von Marketinginstrumenten erfahren möchten, sind herzlich willkommen.

Wo kann ich mich anmelden und wann findet der Kurs statt?
Anmelden kann man sich direkt bei der Kursleitung Verena Berger per E-Mail. Die Durchführung richtet sich nach der Anzahl der Anmeldungen. Damit kleine Gruppenarbeiten durchgeführt werden können und die Teilnehmenden während der drei Kurstage vom gegenseitigen Austausch profitieren, ist eine Teilnehmeranzahl von mindestens 10 Interessierten sinnvoll.