Ist Ihr Unternehmen dem „digitalen Konsumenten“ gewachsen?

Die fortschreitende digitale und mobile Transformation schlägt sich unwillkürlich im Verhalten der Konsumenten und ihrer steigenden Ansprüche an Unternehmen nieder. Es reicht heute längst nicht mehr, die Werbeausgaben für Online-Instrumente zu erhöhen, um Schritt zu halten. Vielmehr ist ein Verständnis des digitalen Wandels im Unternehmen selbst erforderlich, um neue Wertschöpfungsmöglichkeiten zusammen mit dem „digitalen Konsumenten“ zu erschliessen und langfristig am Markt bestehen zu können.

Der Artikel ist ursprünglich auf www.mk-fokus.ch erschienen.

Online-Informationen spielen heute bei extensiven Kaufentscheidungen eine wichtige Rolle. Bei der Informationssuche zur Vorbereitung des Kaufentscheides greifen Herr und Frau Schweizer nicht nur auf die offiziellen Informationen von Unternehmen zu Produkten und Dienstleistungen zu, sondern setzen vor allem auf die Empfehlungen und Bewertungen von anderen Konsumenten. Marktforschungsunternehmen wie Nielsen oder Ipsos haben längst bewiesen, dass bei ebensolchen risikobehafteten Kaufentscheidungen die Meinung von Freunden oder Online-Bewertungen eine viel höhere Glaubwürdigkeit aufweisen als Informationen aus der Werbung oder von einer Verkaufsperson im Ladengeschäft.

Kundenbewertungen am Point of Sale

Mit der steigenden Verbreitung von Smartphones gelangen diese Online-Rezensionen und Nutzer-Bewertungen je länger je mehr auch an den physischen Point of Sale. In der Schweiz geht man heute – je nach Studie – von einer Smartphone-Verbreitung zwischen der Hälfte bis drei Viertel der Gesamtbevölkerung aus. Ladenbetreiber sehen sich also vermehrt mit der Tatsache konfrontiert, dass auch bei einfacheren bzw. eher alltäglicheren Kaufentscheidungen den Empfehlungen der Community gefolgt wird und nicht mehr nur die am Verkaufspunkt zur Verfügung stehenden Informationen zu Rate gezogen werden.

Smart Devices und der Medienkonsum

Die Allgegenwärtigkeit von Smart Devices (Smartphones, Tablets) verändert nicht nur die Kau-fentscheidung, sondern ganz allgemein den Medienkonsum. Betrachtet man die Werbeausgaben von Unternehmen und vergleicht sie mit der Mediennutzung von Herrn und Frau Schweizer, scheint die veränderte Realität immer noch nicht im Media-Mix vieler Unternehmen angekommen zu sein. Inzwischen zeigt eine Erhebung von Fitkau & Maass, dass im Wohnzimmer zwei Drittel der Deutschen mehr auf das Smartphone in der Hand schauen als auf den Fernseher. In der Schweiz dürfte diese „Wachablösung im Wohnzimmer“ ebenfalls erfolgt sein.

Always-on-Mentalität fordert Unternehmen

Die Allgegenwärtigkeit von Smart Devices führt auch zu einer veränderten Anspruchshaltung der Konsumenten an Unternehmen. Nicht nur müssen die heutigen Medieninhalte unabhängig der Zugangstechnologie funktionieren, sondern sollen auch orts- und zeitsouverän konsumiert werden können. Dies gilt auch für Unternehmen mit ihren Produkten und Dienstleistungen. Insbesondere sehen sich vermehrt Firmen der Tatsache gegenüber, dass auch die Ansprüche an Service und Support stetig steigen. War es vor nicht allzu langer Zeit üblich, nur während der Bürozeiten die Hilfestellung eines Supportmitarbeiters zu erhalten, erwarten heute viele Kunden direkten und ra-schen Zugang zu Know-how auf Unternehmensseite – und zwar rund um die Uhr.

Im Service-Fall online überzeugen

Die Problemlösung im Service-Fall muss dabei nicht zwingend nur vom Unternehmen selbst kommen. Je nach Grösse und Aktivitätsgrad der eigenen Kundenbasis eignen sich Online-Support-Communities ausgezeichnet, um auch in Randzeiten oder in Situation mit hohen Service-aufkommen die Anliegen der Konsumenten zu klären. So bieten beispielweise die Swisscom oder Helsana entsprechende Online-Plattformen an, auf denen sich Konsumenten gegenseitig helfen. Organisationen, die es verstehen, dem Kunden im Servicefall einen niederschwelligen Zugang zur Problemlösung zu bieten, sind im Vorteil: Es gibt bekanntlich kaum einen besseren Zeitpunkt, dem Kunden zu zeigen, dass er dem Unternehmen wichtig ist. Weiterlesen

«2013 was all about social»

Gemäss socialbakers war das Jahr 2013 „all about social“. Auch 2014 wird die Interaktion zwischen Unternehmen bzw. Mitarbeitenden und Kunden weiter an Bedeutung gewinnen. Unserer Meinung nach werden im nächsten Jahr Themen wie Content Marketing, die Verknüpfung digitaler Initiativen mit Unternehmenszielen und deren Messbarkeit sowie die Skalierung von Social Media in Unternehmen zur Erreichung von digitaler Service-Exzellenz weiter an Bedeutung gewinnen.

Sind Sie und Ihr Unternehmen für 2014 gerüstet? Gerne geben wir Ihnen das digitale Rüstzeug im CAS Digital Marketing mit.

Sammlung Bachelorarbeiten 2013

Im Sommer 2013 schlossen erneut viele Studierende den Bachelor in Betriebsökonomie, Wirtschaftsinformatik, International Management und Wirtschaftsrecht erfolgreich ab. Eine der letzten grossen Herausforderungen im Studium stellt die Bachelorarbeit dar. Der Fachbereich Marketing wurde von einigen Studierenden bearbeitet und in der Sammlung der besten Bachelorarbeiten 2013 festgehalten. Sie finden spannende Erkenntnisse über folgende Themen im Bereich Marketing und Kommunikation:

  • Zurück zum physischen POS S. 17
  • Die Wirkung des Knappheitssignals Limited Edition auf die Produktwahrnehmung, Zahlungsbereitschaft und Kundenloyalität von Konsumenten S. 18
  • Kommunikation zw. der Gemeindeverwaltung Bubikon und den Bürgern und Institutionen S. 21
  • Erarbeitung eines Konzeptes für das Studierendenmarketing der Alumni ZHAW SML S. 22
  • Der Griff nach den Sternen. Eine qualitative Marktbedarfsanalyse eines 5-Sterne-Hotels für die Stadt St. Gallen und dessen Chancen und Gefahren S. 25
  • Evolutionspsychologie: Einsatz in der internationalen Werbung am Beispiel der Gesichtssymmetrie S. 26
  • Social Media in der Baumarktbranche in der Schweiz S. 32
  • Markenpolitische und Kommunikationspolitische Überlegungen am Beispiel einer psychiatrischen Klinik S. 41
  • Die Werte nationaler Kulturen und ihre Berücksichtigung in der Werbung. Ein Vergleich zwischen westlichen und chinesischen Werbeanzeigen S. 56
  • Ansprechende Gestaltung von Vorsorgeprospekten für junge Konsumenten S. 58
  • Handlungsempfehlungen für das zukünftige physische Beratungsgespräch im Retail-Banking aufgrund spezifischer Veränderungen im Kundenverhalten S. 59
  • Kommunikationskonzept Raiffeisenbank-Trainees S. 62
  • Marketing im Sportfachhandel. Steigerung der Kundenfrequenz bei einem kleinen bis mittelgrossen traditionellen Sporteinzelhändler S. 70
  • Corporate Citizenship. Erfolgreiche Umsetzung und Kommunikation S. 76
  • Der Einfluss der Sortimentsgrösse und Kategorisierung von Laptop-Computern auf Online-Plattformen und das Kaufverhalten der Kunden S. 77
  • Die Wiederanlage von Todesfall-Leistungen S. 78
  • Mitarbeiterbindung. Entwicklung einer Konzeption für eine Mitarbeiterbefragung S. 79
  • Mittagstischlandschaft Schule Winterthur. Eine Marktanalyse im Hinblick auf die Gründung eines Cateringunternehmens S. 80
  • Kommunikation zwischen der öffentlichen Verwaltung, Institutionen und Bürgern S. 81
  • Generation Silver Surfer. Eine empirische Untersuchung der Ansprüche an Apps, Smartphones und Mobilfunkanbieter S. 82
  • Bedienfreundlichkeit neuer Technologien und Emotionen am Beispiel einer Video-on-Demand-Applikation S. 84
  • Marketingplanung für Messegesellschaften S. 85
  • Unternehmenskommunikation 2.0: Social Media in der Finanzbranche S. 86

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2014 Science-to-Business Marketing Conference: Call for Papers

Winterthur wird im nächsten Jahr Austragungsort einer renommierten wissenschaftlichen Konferenz. An der dreitägigen Veranstaltung diskutieren Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft zu den Themen Science-to Business Marketing, Innovation, Business Model Generation und Design Thinking. Das Institut für Marketing Management (IMM) ist Co-Organisator der Konferenz. Wir sind gespannt auf die Beiträge. Details im Call for Papers (in der Konferenzsprache Englisch). Hier ein Auszug:

The Zurich University of Applied Sciences (ZHAW), in cooperation with Science-to-Business Marketing Research Centre, is delighted to host the 13th Science-to-Business Marketing Conference  in Winterthur (Zurich), Switzerland. The three day conference, from June 2 to June 4, 2014, brings together thought-leaders and experts from research institutions and industry on the topics of innovation, science-to-business marketing, business model generation and design thinking. It is expected that over 200 academics and practitioners from Europe as well as guests from Africa, Australia, North and Central America will come together to discuss the topic of Cross-organizational Value Creation.

With the concept of traditional organizational borders being put to the test and the growing need for a high level of cooperation among industry, universities and governmental agencies, the conference aims to provide new insights and concepts on the subject ‘Cross-organizational Value Creation’.

The conference will provide a platform for the exchange of knowledge and ideas on new collaborative interaction. We now call for abstracts on the sub-themes of the conference:

  • Science-to-Business Marketing
  • Design Thinking
  • Business Models
  • ICT-enabled Innovation
  • Cross-organizational Value Creation
  • Start-ups and Spin-offs

All papers will be double-blind reviewed by a scientific or practitioners committee and will be published as conference proceedings (with ISBN). The deadline for submission of abstracts is January 17, 2014. For more information on the conference, the call for abstracts or the submission templates, please visit the s2b-Website.

The conference will include several practice-oriented workshops and a PhD workshop, as well as interesting social activities, the highlight of which is a trip to the top of Mount Saentis, where you will get to enjoy a spellbinding view of six countries from a height of 2500 metres.

We look forward to welcoming you to Switzerland in June 2014.

SpitalGeist : Verbesserung der Patientenbetreuung mit Smartphones (Dalle Molle Preis 2013)

Ausgangslage

Eine zentrale Herausforderung im Gesundheitswesen ist der Mangel an qualifiziertem Pflegepersonal. Verschärft wird die Situation durch die demografische Entwicklung, den zunehmenden Kostendruck und den Umstand, dass zahlreiche Pflegefachleute bald pensioniert werden. Die Relevanz dieser Themen spiegelt sich in der Warnung der WHO bzgl. Pflegemangel wieder. Die WHO ruft explizit zu Effizienz und Effektivitätssteigerung bei Pflegeprozessen auf. Das vorliegende Projekt soll einen Beitrag hierzu leisten.

Problembeschreibung

Auf der Nachtwache sind die für Patientenbetreuung und -pflege zuständigen Personalbestände reduziert. Ertönt bei der Behandlung ein Alarm, ist meist unklar, um welchen es sich handelt: Möglich ist ein diagnostischer Alarm (ausgelöst durch Unterschreiten von Schwellwerten eines Monitors, der die Vitalwerte von Patientinnen und Patienten überwacht) oder ein Notruf-Alarm. Um sich zu vergewissern, muss die Pflegeperson die Behandlung abbrechen, das Zimmer verlassen und auf dem Gang nachsehen, wo im Falle eines diagnostischen Alarms eine Lampe aufleuchtet. Stellt die Pflegeperson ein Aufleuchten dieser Lampe fest, muss sie dennoch rätseln, wer effektiv betroffen ist und als wie dringend der Alarm einzustufen ist. Anschliessend muss die Pflegeperson entscheiden, ob sie die laufende Behandlung fortsetzt oder zugunsten des Alarms unterbricht.

Lösungsansatz

Die Informationsbasis dieser Entscheidung kann optimiert werden, indem die Pflegeperson bei einem Alarm die Vitalwerte und Patienteninformation übermittelt bekommt. Die Vitalwerte sollen vom Monitor drahtlos auf das mobile Endgerät der Pflegeperson übertragen werden. Die Lösung ist für bestehende Monitore nachrüstbar und sollte daher rasch in vielen Spitälern Anwendung finden können.

 

 

 

 

 

 

 

Fazit

Mit dieser mobilen Lösung werden Arbeitsabläufe und -bedingungen optimiert, was die kognitive und psychische Belastung im Pflegeberuf reduziert und zugleich die Pflegequalität steigert. Weiter kann ein Beitrag zur Kostensenkung im Gesundheitswesen geleistet werden. Durch die mobile IT-Lösung werden Informationsasymmetrien beim Pflegepersonal abgebaut und die Prozessqualität erhöht.

Am 11.Oktober 2013 verlieh die Stiftung Dalle Molle den diesjährigen Dalle Molle Preis in Martigny (VS) während der Pressekonferenz am idiap. Dr. Roger Seiler vom Institut für Marketing Management gewann diesen Preis mit einem Projekt zur Verbesserung der Patientenbetreuung durch mobiles Patienten-Monitoring und durfte ein Preisgeld in Höhe von CHF 10‘000.- für die weitere Forschung entgegennehmen.

Die Stiftung  Dalle Molle prämiert Projekte, welche sich mit neuen Technologien auseinandersetzen, um den Zugriff auf Informationen zu vereinfachen und von hoher wissenschaftlicher Qualität sind. Wir möchten an dieser Stelle der Stiftung Dalle Molle unseren herzlichsten Dank aussprechen!