Multisensorische Markenführung als Differenzierungspotenzial

Der zunehmende Informationsüberfluss sowie die stetig steigende Zahl von Kommunikationskanälen zwingt Unternehmen, neue Wege zu beschreiten, damit sie sich von ihren Konkurrenten differenzieren können. Obwohl immer mehr Unternehmen das Potenzial der Multisensorik bewusst wird, handelt es sich in den meisten Fällen noch um zusammenhangslose Konzepte. In der Master-Arbeit von Miriam Benz wurden die einzelnen Gestaltungselemente der multisensorischen Markenführung analysiert. Diese Elemente integriert und kohärent aufeinander abzustimmen und an jedem Berührungspunkt zwischen Marke und Kunde einzusetzen, ist das Ziel jedes Unternehmens. Dabei sollte jedes eingesetzte Element auf die Marke hinweisen und dem Kunden ein neues Mass an Vertrautheit verleihen.

Die Elemente, welche über das Auge, die Ohren, die Nase, die Haut sowie über den Mund aufgenommen werden, konnten durch die detaillierte Untersuchung der einzelnen Dimensionen der Sinneswahrnehmung eruiert werden. Da deren Bedeutung je nach Branche unterschiedlich ausfällt, wurde die Automobilbranche und im Besonderen die Marke MINI näher untersucht. Anhand der Expertengespräche wurden die angewendeten Gestaltungselemente der Marke MINI bestimmt. Es hat sich herausgestellt, dass MINI multisensorische Elemente in der Produkt- als auch der Kommunikationsgestaltung aufweist, wobei der Fokus klar auf der visuellen Ansprache liegt. Im Bereich der Kommunikation setzt das MINI Brand Management überwiegend visuelle und akustische Elemente ein. Das klar definierte Brand Design, welches sich durch die rechtwinkligen Formen und den bunten Akzentfarben auf schwarzem Grund beschreiben lässt, wird dabei an jedem Kontaktpunkt, wie Flyer, Werbung, Messen oder Vertriebe, strikt umgesetzt. Daneben werden akustische Elemente, wie die Musik in Vertrieben und Kooperationen mit Künstlern, in die Kommunikation miteinbezogen. Im Bereich der Markenführung wurden mithilfe von Duftelementen bereits Konzepte oder Tests, sowohl in der Produkt- als auch der Kommunikationsgestaltung, durchgeführt. Zu einer standardisierten Umsetzung eines Markenduftes ist es bis heute jedoch noch nicht gekommen. Der Geschmackssinn ist in der Kommunikationsgestaltung einer Automobilbranche als weniger wichtig zu betrachten. Doch vor allem während des Verkaufsgesprächs und an Events bieten sich Einsatzmöglichkeiten. In der Produktgestaltung dominiert das charakteristische Design der MINI-Modelle mit runden Formen. Auch die restlichen Sinne werden durch das Motorengeräusch, die Klänge der Geräte sowie die Beschaffenheit und den Geruch der verwendeten Materialien angesprochen. Weiterlesen

Schwärmen vom Schwarm…

Crowdsourcing

Quelle:Cooltown Studios

Die Abteilung General Management (AGM) hat das Innovationspotenzial von Crowdsourcing erkannt und führt deshalb mit Zweifel Pomy-Chips AG als Praxispartner ein Pilot-Projekt auf der Innovationsplattform Atizo durch, um Erfahrungen im Umgang mit der „Schwarmauslagerung“ zu sammeln.

Machen Sie mit, denn es gibt nicht nur Erfahrung zu gewinnen sondern auch Prämien für die besten Ideen!

Crowdsourcing, zu Deutsch die Schwarmauslagerung, ist eine Wortkombination aus „Crowd & Outsourcing“, also das Auslagern von Arbeiten an einen Schwarm. Im Kern geht es darum, Stakeholder einer Unternehmung in Lösungsfindungs- und Innovationsprozesse einzubinden. Crowdsourcing kann in kleinerem Umfang projektbezogen angewendet werden, wobei eine einmalige Fragestellung durch eine Community beantwortet wird. Umfassender ist Crowdsourcing, wenn es langfristig installiert wird, als Kultur der offenen Innovation und Ideenfindung.

Bleibt für den Moment zu sagen: Crowdsourcing ist ein spannendes und relativ neues Gebiet. Wer mehr darüber erfahren möchte ist herzlich eingeladen, sich bei Salome Müller oder Michaela Simeon, Zentrum für Marketing Management, zu erkundigen. Die AGM hält Sie auf dem Laufenden!

Kommunikation trägt entscheidend zum Erfolg bei

Marketingkommunikation gibt es als systematische und schrittweise integrierte Disziplin seit den 50er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Was damals eine nicht so wichtige Nebenfunktion war, hat sich in gut 60 Jahren zum zentralen Element einer guten und erfolgreichen Marketingstrategie gewandelt.

Den Artikel finden Sie im aktuellen Wirtschaftsmagazin oder auf Issuu.

Nachhaltigkeit braucht Veränderungsprozesse

Um nachhaltige Entwicklung erfolgreich umzusetzen braucht es ein Zusammenspiel verschiedener Kompetenzen und Stakeholder-Perspektiven wie auch politisches Verhandlungsgeschick und Ergebnisorientierung aller Akteure. «Das CLI (Collective Leadership Institut) hat es sich zur Aufgabe gemacht, ein breiteres Verständnis für das Prinzip Dialog aufzubauen und das Potential von kollektiver Führung für Nachhaltigkeit nach aussen zu transportieren.» (CLI Gründerin Petra Künkel, 2011).

Zum Thema nachhaltige Entwicklung sind bereits verschiedene Modelle, Forschungsansätze, Strategien und Definitionen vorhanden. Diese kommen aus verschiedenen Disziplinen und setzten sowohl auf Produktebene wie auch der Unternehmensebene an – angefangen bei der Definition nachhaltiger Entwicklung (Brundtland Report), über Konzepte wie Corporate Citizenship, Corporate Social Responsibility und der Integration von Nachhaltigkeit in die Balanced Scorecard bis hin zu Ecodesign. Weiterlesen

Kundenkartenmanagement im Detailhandel – Bedürfnisse und Anforderungen von Konsumenten

Annalisa Meyer

Im Rahmen des Booklets „Best of 10 years CRM – Auszüge aus den besten Master-Arbeiten in Customer Relationship Management“ wurden die Management Summaries von Master-Arbeiten veröffentlicht, welche in vorbildlicher Art und Weise einen Beitrag zum Transfer akademischer Erkenntnisse und «Best Practice»-relevanter praktischer Erfahrungen in den unternehmerischen Alltag darstellen.

Diese Master-Arbeit wurde von Annalisa Meyer (Betriebsleiterin bei der Amariso GmbH) in der Durchführung MAS CRM 3 verfasst:


Die steigende Anzahl an Kundenkarten, welche in der Schweiz im Umlauf sind, bestätigen, dass Kundenkarten im Detailhandel zur Kundenbindung sehr gut geeignet sind. Beim Vergleich der unterschiedlichen Kundenkartenprogramme hinsichtlich derer Angebote haben sich Miles&More und Payback als beste Beispiele ausgezeichnet. Aus Sicht der Theorie sind ökonomische sowie emotionale Aspekte in einem Kundenkartenprogramm zu berücksichtigen. Das Kundenkartenmanagement ist als eine wichtige Marketingkommunikationsmassnahme zu betrachten und muss dem Marketing angeschlossen sein. Das Kundenkartensystem ermöglicht ein datenbankgesteuertes Dialogmarketing und unterstützt die optimale Planung und Steuerung des operativen Kundenbindungsmanagements. Der Erfolg eines Kundenkartenprogramms hängt einerseits davon ab, ob die Kunden generell mit den Leistungen des Unternehmens und dessen Produkten zufrieden sind. Andererseits ist es wichtig, dass das Kundenkartenprogramm die Bedürfnisse der Konsumenten abdeckt.

Die Ergebnisse aus der Umfrage haben gezeigt, dass die Konsumenten grundsätzlich nur wenige Anforderungen an eine Kundenkarte haben: Dazu gehören Sofortrabatte und ein Bonusprogramm.

Dass die Konsumenten im Geschäft bevorzugt behandelt werden möchten, wird durch die Umfrage nicht bestätigt. Entgegen der Vermutung, die modernen Kommunikationskanäle könnten bei der jungen Generation auf Interesse stossen, werden zusätzliche Informationen über Produkte oder Dienstleistungen von allen Konsumenten vor allem auf dem Postweg gewünscht.

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Systematische Bewirtschaftung eines Kundenportfolios – dargestellt am Beispiel des Private Banking

Roman Epprecht

Im Rahmen des Booklets „Best of 10 years CRM – Auszüge aus den besten Master-Arbeiten in Customer Relationship Management“ wurden die Management Summaries von Master-Arbeiten veröffentlicht, welche in vorbildlicher Art und Weise einen Beitrag zum Transfer akademischer Erkenntnisse und «Best Practice»-relevanter praktischer Erfahrungen in den unternehmerischen Alltag darstellen.

Diese Master-Arbeit wurde von Roman Epprecht (Retention Manager bei der upc cablecom GmbH) in der Durchführung MAS CRM 2 verfasst:


Das schweizerische Private Banking steht vielfältigen Herausforderungen gegenüber. Neben zunehmender Marktregulierung, Druck auf das Bankkundengeheimnis und Kurseinbrüchen sind die Wachstumsmöglichkeiten in der Schweiz beschränkt. Die neuen grossen Vermögen entstehen vor allem in Asien und Lateinamerika. Zudem hat sich das Kundenverhalten in den letzten Jahren grundlegend verändert. Die Kunden beurteilen Bankleistungen heute viel kritischer als früher und sind gegenüber dem Bankinstitut weniger loyal. Vor diesem Hintergrund ist es wichtig, dass die Bank ihre Kunden und deren Bedürfnisse gut kennt und sich konsequent nach diesen ausrichtet.

Ziel der Diplomarbeit ist, ein praxisorientiertes Lösungskonzept zur effektiven und systematischen Bewirtschaftung von Private-Banking-Kundenportfolios zu erarbeiten. Grundlage hierzu bilden die Erkenntnisse aus dem Studium relevanter Fachliteratur sowie aktueller wissenschaftlicher Publikationen und Studien. Die empirischen Analysen verfolgen das Ziel, die theoretischen Aussagen quantitativ zu verifizieren. Dazu wurde eine repräsentative Stichprobe von Private-Banking-Kundendaten analysiert und mit Aussagen der qualitativen Marktforschung ergänzt.

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