„We can get no statusfaction!“

Status ist gut. So einfach lautet die Botschaft aus unserer Studie bezüglich Wahrnehmung von Autos als Statussymbol. Das protzige Auto macht einen positiven Eindruck und wird mit „gut“ assoziiert. Der Mensch ist eben ein simples Tier: Ein Mann mit dickem Auto hat auch ein dickes Portemonnaie und kann für die Nachkommen sorgen (denkt sich die Frau). Und der Mann weiss, der Trick mit den sozialen Signalen – sprich Auto – funktioniert. Das simple Tier wird erst bei der Begründung raffiniert. Da wird dann eben wortreich und mit viel Emotion auf die „inneren Werte“ verwiesen.

Richtig spannend wird das zweite Ergebnis der Studie. Die Probanden rekrutierten wir aus dem Bankenumfeld und dem „sozialen Umfeld“. Dies unter der Annahme, dass bei Bankern und Bankerinnen das Spiel mit den Statussymbolen verbreitet ist und im „sozialen Umfeld“ eher nicht. Auf der bewussten Ebene ist dem auch so, aber sobald der Autopilot übernimmt (die unbewussten Assoziationen), zeigt sich dies eben nicht. Die Damen aus dem Sozialwesen weisen eine relativ starke, positive Assoziation zu Status und Prestige in Verbindung mit Autos auf. Die Herren aus dem Sozialwesen legen signifikant weniger Wert auf Status. Stereotypisierend könnte man also folgern: „Alle bewundern den Arzt mit Ferrari, die Krankenschwester bekommt ihn und der Krankenpfleger geht leer aus“.  Die Evolution hat uns zu sozialen Wesen gemacht und den Autopiloten mit dem Programm „Besitz ist gut“ kann man nicht einfach ausschalten.

Die knackige Schlussfolgerung: Status ist für (fast) alle gut.

Lesen Sie das ganze Paper mit dem Titel „Leiden wir an Statussymptomen? Implizite und Explizite Einstellungen zu Autos“ hier.

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