Rezept für erfolgreiches Corporate Blogging

Von Carina Sjöberg

Warum sollte ein Unternehmen einen Corporate Blog betreiben? Was macht einen guten Blogbeitrag aus? Hier gibt es Antworten auf diese Fragen und zusätzlich noch weitere Tipps und weiterführende Links für ein erfolgreiches Corporate Blogging.

Warum sind Corporate Blogs für ein Unternehmen wichtig?

Corporate Blogs gewinnen kontinuierlich an Bedeutung und bieten einem Unternehmen einzigartige Möglichkeiten. Einerseits kann es die Reichweite und die Sichtbarkeit in Suchmaschinen steigern, anderseits kann es die Reputation und das Image stärken. Blog-Marketing sollte daher zur Content-Strategie eines erfolgreichen Unternehmens gehören. Es ist eine direkter Kommunikationskanal zwischen ihm und Kunden, Partner, Mitarbeitenden sowie weiteren Zielgruppen.

Corporate Blogs sind ein direkter Kommunikationskanal für Unternehmen © Pixabay

Was muss im Vorfeld beachtet werden?

Ein veralteter Blog trägt bestimmt nicht zu einem guten Image bei. Er funktioniert nur, wenn er auch gepflegt wird. Wenn sich ein Unternehmen für diesen Kommunikationskanal entscheidet, sollte Zeit und Personal dafür eingerechnet werden. Er soll strategisch in die Unternehmenskommunikation eingebunden werden und folgende Fragen beantworten: welche Zielgruppe(n) soll(en) erreicht werden? Welche Inhalte braucht es, um sie anzusprechen? In welcher Sprache? Was ist die Botschaft? Wer setzt es im Unternehmen operativ um? Wie kann der Erfolg gemessen werden?

Welche Inhalte ergeben Sinn?

Es soll über Themen geschrieben werden, die für die Zielgruppe relevant sind. Es empfiehlt sich beispielsweise ein Brainstorming im Team zu organisieren, um interessante Themen für den Blog zu definieren. Die Liste 31 Artikel-Ideen für Firmenblogs kann als Anhaltspunkt verwendet werden. Unter anderem kann der Inhalt genutzt werden, um eine Anekdote zu erzählen, eine Umfrage zu machen, Neuheiten oder spezielle Angebote zu präsentieren oder auf eine Veranstaltung oder ein Jubiläum hinzuweisen.

Es gilt relevante Themen für die Zielgruppe zu finden © Pixabay

Was macht einen guten Blogbeitrag aus?

Einerseits soll es der Zielgruppe einen Mehrwert bieten, anderseits für das Unternehmen von Relevanz sein. Hochwertige und informative Beiträge sollten auf dieser Plattform zur Verfügung gestellt werden. Daher eignet sich das bewährte 80/20 Prinzip: 80% Mehrwert für Leser und 20% eigene Firma/Marke/Produkte/Services vermarkten. Des Weiteren bieten weiterführende Links zu Artikeln noch einen zusätzlichen Mehrwert für die Leser.

Es gibt aber noch weitere Punkte zu beachten:

Eine gute Struktur ist das Fundament

Diese besteht aus einer Einleitung, einem Hauptteil, einem Schlussteil sowie einem Ausklang oder einem Fazit. Die Einleitung bereitet den Leser darauf vor, was vom Artikel erwartet werden kann. Der Hauptteil behandelt das Thema und geht dabei in die Tiefe. Der Schlussteil soll zusammenfassend nochmals die Einleitung und den Hauptteil wiedergeben. Der Ausklang oder das Fazit kann eine Meinung oder ein Statement beinhalten. Für einen guten Überblick des Artikels sind Zwischenüberschriften empfehlenswert.

Ein knackiger Titel

Die Überschrift eines Blogbeitrags ist das erste, das gesehen wird. Daher soll sie die Aufmerksamkeit wecken und zum Lesen animieren. Eine Inspiration, um eine gute Headline zu entwickeln enthält die Liste von 100 guten Überschriften, die der Werbetexter Victor O. Schwab in „How to Write a Good Advertisement“ gesammelt hat .

Mindestens 300 Wörter und Qualität

Die Länge des Textes ist ein wichtiges Kriterium, das nicht vernachlässigt werden sollte. Eine Regel lautet, dass ein Artikel mindestens 300 Wörter haben muss, um von Google gelistet zu werden. Um als relevant deklariert zu werden, braucht es laut Statistiken mindestens 1’000 Wörter. Ein Augenmerk sollte auch auf die Rechtschreibung und das Layout gelegt werden. Weiterführende Quellen sollten verlinkt werden, so dass der Leser weitere Informationen gewinnen kann. Zudem kommen interne Verlinkungen bei Google gut an und helfen für eine gute SEO-Optimierung.

Es kann wie folgt zusammengefasst werden: professionelle Planung, kreatives Brainstorming, Content mit Mehrwert, übersichtliche Struktur, eine gute Headline und eine Prise Kreativität sind die Zutaten für ein erfolgreiches Corporate Blogging.

Weiterführende Informationen und Tipps zu Corporate Blogging sind unter folgenden Links zu finden:

10 Tipps für einen erfolgreichen Corporate Blog
12 Tipps für erfolgreiche Corporate Blogs
Corporate Blog: Warum (fast) jedes Unternehmen einen braucht
Themenplanung im Content Marketing
Top 30: Die erfolgreichsten Corporate-Blogs im deutschsprachigen Raum
Literatur zum Thema Corporate Blogs
Corporate Blogging: 7 Best Practices
10 Tips for Corporate Blogging 
Top 100 Corporate Blogs and Websites To Follow in 2019/
Top 24 Business Blogs to Follow in 2019
10 Best Business Blogs You Should Read In 2019

Über die Autorin

Carina Sjöberg absolviert an der ZHAW den CAS Marketing- & Corporate Communications. Sie arbeitet zurzeit für das Kinderhilfswerk Terre des hommes und wird ab November 2019 eine neue Herausforderung in einer Agentur im Bereich Live Communication angehen.

Ein ausgezeichneter Geschäftsbericht

Von Christa Brügger

Einer der zwölf besten Geschäftsberichte der Schweiz, unter den 100 besten weltweit, Gold für Exzellenz im Branchenvergleich: Der Siegfried Geschäftsbericht 2017 erhielt Bestnoten von Fachjurys in der Schweiz, Deutschland und den USA.

Als börsenkotiertes Unternehmen ist Siegfried verpflichtet, jedes Jahr einen Geschäftsbericht zu publizieren. Siegfried nutzt diese Chance und veröffentlicht seit vielen Jahren Berichte, die mehr als nur den gesetzlichen Pflichtteil erfüllen. So wird aus dem Geschäftsbericht ein wirkungsvolles Kommunikationsmittel für Investoren, Finanzjournalisten und die über 4’000 Aktionärinnen und Aktionäre. Der Bericht wird auch während des Jahres gerne als Imagepublikation eingesetzt und beispielsweise an Besucherinnen und Besucher oder in Bewerbungsgesprächen abgegeben.

Eine Zeitung als Geschäftsbericht © Agentur Hej GmbH, Zürich

Effizienz auch in der Berichterstattung

Der Bericht über das Geschäftsjahr 2017, der im März 2018 erschienen ist, wurde in mehrerlei Hinsicht erneuert. Erstmals publizierte Siegfried nebst dem gedruckten Bericht auch einen kompakten Online-Report. Anstelle einer gebundenen Broschüre konzipierte Siegfried den gedruckten Bericht neu im Zeitungsformat. Dies hat unter anderem den Vorteil, dass der Produktionsprozess sehr effizient abgewickelt werden kann. Inhaltlich wurde der Bericht auf eine höhere Stufe gehoben, indem insbesondere der Nachhaltigkeitsbericht erstmals nach den Anforderungen der Global Reporting Initiative (GRI)-Standards erstellt wurde. Einen solchen Standard einzuhalten ist in der heutigen Zeit von grosser Wichtigkeit, denn auch die Stakeholder von Siegfried, allen voran die Investoren und Analysten, legen grossen Wert auf die Nachhaltigkeitsleistung eines Unternehmens und deren Offenlegung.

Wie zu guten alten Zeiten und trotzdem innovativ © Agentur Hej GmbH, Zürich

Positive Resonanz internationaler Fachjurys

Diese Anstrengungen und mutigen Neuerungen fanden in der Fachwelt sowohl national als auch international Beachtung und bescherten Siegfried zahlreiche Auszeichnungen:

Siegfried als Mid-Cap Unternehmen ist stolz auf diese hervorragenden Resultate. Der bemerkenswerte Schritt auf eine höhere Stufe im Reporting wird wahrgenommen und motiviert, den erreichten Level zu halten und weiter zu verbessern.

auf dem Bild v.l.n.r.: Peter Gehler (CCO Siegfried), Janine Widler (Agentur Hej GmbH), Christa Brügger (Senior Communications Manager Siegfried), Michelle Hirt (Senior Administrative Assistant Communications Siegfried) © Andreas Jäggi, Jurymitglied GB-Rating

Über die Autorin

Christa Brügger hat Germanistik und Anglistik studiert (lic. phil. l) und arbeitet seit 2014 als Senior Communications Officer beim Pharmazulieferer Siegfried in Zofingen. Die Funktion beinhaltet nebst vielem anderen die Erstellung des jährlichen Geschäftsberichts. Aktuell besucht sie den CAS Corporate and Marketing Communications an der ZHAW. Sie liebt den kreativen Umgang mit Sprache und das Verfassen aller Arten von Texten.

Wie Unternehmen mit Kunst kommunizieren können

Von Lucia Angela Cavegn

Viele Menschen beschäftigen sich in ihrer Freizeit mit Kunst und Kultur. Man geht ins Theater, gönnt sich ein Konzert oder besucht ein Museum, um sich zu unterhalten und sich weiterzubilden, oder man erwirbt ein Kunstwerk, um damit Privaträume zu schmücken. Als das gewisse Etwas eignet sich Kunst zudem für die interne und externe Unternehmenskommunikation, wie folgende Beispiele aus Winterthur aufzeigen.

Berührungspunkte zwischen Kunst und Unternehmertum

Zwischen Kunst und Unternehmertum gibt es diverse Berührungspunkte mit Potenzial für gemeinsame, kurz- wie auch langfristige Projekte. Sowohl im Unternehmertum wie auch in der Kunst ist Innovation ein wichtiger Erfolgsfaktor, weshalb ein, in Zusammenarbeit mit einer Künstlerin oder einem Künstler entwickelter und durchgeführter Workshop, neue Impulse für kreatives Denken und Teambildung liefern kann. Die Winterthurer Künstlerin Lena Wenger bietet diese spezielle, auf Firmen ausgerichtete Dienstleitung unter dem Namen artforpeople an. Ebenfalls in diesem Bereich tätig ist der Holzbildhauer Erwin Schatzmann, dessen überaus inspirierendes Atelier «Morgenland» einem Gesamtkunstwerk gleichkommt.

Kunst beflügelt die Phantasie: Morgenland-Gesamtkunstwerk von Erwin Schatzmann © Lucia Angela Cavegn

Ein gelungenes Beispiel eines langfristigen Projekts ist das Raiffeisen Kunstforum, eine Ausstellungsplattform, welche die Bank der Künstlergruppe Winterthur seit sieben Jahren in ihrer Filiale am Bahnhofplatz zur Verfügung stellt. Neben gemeinsam organsierten Vernissagen finden im obergeschossigen Ausstellungsraum auch Kundenanlässe statt. Die halbjährlichen, von einer externen Kuratorin konzipierten Wechselausstellungen sind an den Werktagen nachmittags unter der Aufsicht des Bankpersonals öffentlich zugänglich.

Kunst öffnet Türen: Raiffeisenbank am Hauptbahnhof Winterthur © Lucia Angela Cavegn

Mit Kunst nonverbal und empathisch kommunizieren

Anders als der Name vermuten liesse, ist der Technopark Winterthur ebenfalls ein Ort, wo die bildende Kunst präsent ist. Unter dem Titel expolina TECHNOPARK bespielen Kunstschaffende aus dem Umfeld des Technoparks Winterthur jeweils während der Dauer von drei Monaten mit ihren Werken die Wände der Eurest Cafeteria und sorgen damit für Gesprächsstoff sowie ein ansprechendes Ambiente. Die im Aussenbereich platzierte Arbeit des Eisenplastiker-Duos ChrisPierre Labüsch bezieht sich nicht nur auf das Corporate Design des Standorts, sondern war – in Verbindung mit einem 3D-Kurzfilm – Teil einer Performance, die am Weihnachtsanlass 2017 aufgeführt wurde.

Ein geeignetes Medium, um mit Kunst nonverbal und zugleich empathisch zu kommunizieren, sind zudem künstlerische Bildstrecken, welche inhaltlich, wie auch visuell eine gedruckte Publikation, wie beispielsweise den Tagungsband des Swiss Green Economy Symposiums oder die Programmschrift des Musikkollegiums Winterthur bereichern, oder Bildbände wie «Wald & Wunder. Porträts von Wäldern, Wundern und Waldmenschen», ein Buch des Winterthurer Naturfotografen Heinz Staffelbach, das als Kundengeschenk vom VZ VermögensZentrum herausgegeben wurde. Den immaterielle Wert von Kunst nutzte das Unternehmen als Sympathiebonus.

Kunst setzt Akzente: Werk von Chris Pierre Labüsch, Aussenbereich Technopark Winterthur © Lucia Angela Cavegn

Mit Kunst unkonventionell in Erscheinung treten

Im Januar 2018 fand im Winterthurer Hotel Wartmann die erste Ausgabe der zweitätigen Kunstausstellung «Morgenstund hat Kunst im Mund» statt – ein Projekt, das die Schreibende in Zusammenarbeit mit der Szenografin Anita Bättig und dem Hotelinhaber Rolf Wartmann erarbeitete und durchführte. Rund dreissig Künstlerinnen und Künstler bezogen ein Hotelzimmer, um ihre die Masse eines Koffers nicht überschreitenden Kunstwerke feilzubieten und zu übernachten. Das Hotel offerierte die Übernachtung und das gemeinsame Frühstück, zu dem auch das kunstinteressierte Publikum eingeladen war. Im Gegenzug profitierte es von kostenloser PR in Form von Ausstellungshinweisen in den lokalen Medien und mannigfacher Erwähnung in den Social-Media-Postings der Teilnehmenden. Die Verleihung des «Goldenen Zahnbürstchen» an  Alex Zwalen für das originellste Zimmer bildete den krönenden Abschluss der rege besuchten und sehr positiv aufgenommen Veranstaltung. 

Kunst ermöglicht ungewöhnliche Begegnungen: Der Künstler Alex Zwalen malt im Hotelzimmer – Ausstellung «Morgenstund hat Kunst im Mund» im Hotel Wartemann Winterthur © Lucia Angela Cavegn

https://kunstweise.ch/event-reader/morgenstund-hat-kunst-im-mund-347.html

Facebookgruppe «Morgenstund hat Kunst im Mund»

Über die Autorin

Lucia Angela Cavegn (lic. phil. I) bestreitet ihren Lebensunterhalt als freischaffende Kunstpublizistin, Kunst- und Kulturvermittlerin, Ausstellungskuratorin und Gesprächsmoderatorin. Seit Juli 2014 ist sie Mitglied der Kunstkommission der Stadt Winterthur. Ihren Internetauftritt www.kunstweise.ch teilt sie sich mit der Winterthurer Künstlerin Christiane Ghilardi. Zurzeit absolviert sie das CAS-Studium Marketing- und Corporate Communications an der ZHAW und bereitet eine Ausstellung zum Thema «Selbstporträts» für das Museum Rosenegg in Kreuzlingen vor.