Innovation im Game Universum: Gamification trifft auf User-Generated Content

Beitrag von Anna Rozumowski

Gamification ist momentan in aller Munde. Es sind nicht nur Nerds, die sich an den Spielen erfreuen. Mittlerweile hat das Game-Fieber auch die Firmen erreicht. Mercedes-Benz war mit Urban Hunt schon früh dabei. Pokémon Go war ebenfalls ein grosser Erfolg. Gute Aussichten also für das Start-up Struckd, das Spieler und Spieleentwickler zusammenbringt. Diese Plattform verbindet Gamification mit User-Generated Content. Die Entwickler Flurin Jenal und Silvan Bauser waren mit dieser App sogar unter den Finalisten für den Venture Award für die beste Business Idee nominiert.

Herr Jenal, eine «einfache Spieleentwickler-App» klingt nach einem komplizierten Unterfangen, wie sind Sie auf diese Idee gekommen?

Ich habe selbst sehr früh mit Spieleentwicklung begonnen, danach 5 Jahre lang Game Design studiert und ging dann mit diesem Know-How und mit erhobener Brust raus in die Wirtschaft. Doch dann kam der Reality-Clash. Als Game-Entwickler ist es enorm schwer, sich über Wasser zu halten. Als ich ein echtes Business aus meiner Leidenschaft kreieren wollte, musste ich zuerst umdenken. Ich kam auf die Idee, dass es der Welt einen grösseren Mehrwert bringt, wenn ich ein neues, grossartiges Tool für Gamekreation erschaffe, anstatt das millionste Indiegame rauszubringen.

Neue Wege in der Spielentwicklung und Mehrwert für die Community © Struckd

Wie verlief der Prozess der Gründung Ihres Start-ups? Gibt es Tipps, welche Sie an künftige Gründer oder kreative Köpfe weitergeben können?

Bei mir persönlich ging es sehr schnell bergauf, nachdem ich das Verkaufen und das Business hinter den Gaming-Ideen lieben gelernt habe. Mit einem kreativen Hintergrund fiel mir das lange Planen schwer, aber im Moment, als ich realisierte, wie viel Kreativität der Aufbau eines innovativen Businessmodells benötigt, hat es Klick gemacht. Ich konnte fortan meine Stärke dort zum Einsatz bringen. Frühes, schnelles Testen und das Produkt schnell an den Markt anpassen zu können, ist essenziell.

Struckd ist ein ZHdK Alumni-Startup, wie wichtig sind euch solche Verbindungen? Inwieweit können Sie davon profitieren?

Der ZHdK verdanke ich viele Skills! Ohne diese Skills hätte ich nicht den wertvollen Gesamtüberblick über die Game-Entwicklung. Heute sind wir immer noch gut mit der ZHdK verbunden und tauschen uns mit den Studierenden aus oder holen sie bei Struckd ins Boot.

Die Köpfe hinter Struckd, links Flurin Jenal und rechts Silvan Bauser © Struckd

Das Geschäftsmodell von Struckd basiert auf Sponsored Content, wie konnten Sie bereits Interessenten gewinnen?

Unser erster Investor hat ein erstklassiges Netzwerk und Partner. Unsere heutigen Deals lassen sich auf eine Art und Weise immer noch auf dieses Netzwerk zurückführen. Mit den ersten Kundenreferenzen im Gepäck, konnten wir anschliessend auch leichter immer wieder selbst neue Kunden akquirieren.

«build – play and share» ist Ihr Leitsatz. Wie kommen Sie an Ihre Community? Wie hat sich die Community entwickelt?

Die Community besteht hauptsächlich aus kreativen Gamerkids und -teens. Viele spielen Minecraft oder Roblox und verbringen Zeit in YouTube. Wir kennen die Zielgruppe und dementsprechend auch die Marketingkanäle. Wir platzieren Struckd clever im Internet und somit wächst die Community organisch schon so sehr, dass wir keinerlei zusätzliche Marketingausgaben brauchen. Parallel entwickeln wir die Plattform zur coolsten Gamingplattform weiter, so dass die Kids ihren Freunden davon erzählen und von sich aus neue Spieler bringen. Momentan verbringen monatlich 20’000 Benutzer ihre Zeit auf der Plattform.

Organisches Wachstum bei der Gamingplattform © Struckd

Welche Marketinginstrumente verwenden Sie, um Ihre Plattform bei Firmen und Privatpersonen zu vermarkten?

Bei den Privatpersonen fokussieren wir auf den Aufbau der Community, damit Spieler Struckd weiterempfehlen, YouTube Videos darüber aufzeichnen und ihre Gamekreationen auf Facebook posten. Bei den Firmenkunden ist momentan noch sehr viel old-school Handakquise angesagt, wenn Struckd dann aber bald das Internet überschwemmt, werden die Firmen auch auf uns zukommen 😉

Der Weg zum Erfolg ist nicht einfach, aber das Start-up hat klare Ziele © Struckd

Wie sehen die Zukunftspläne von Struckd aus? Können Sie einen Trend erkennen?

In Zukunft wollen wir, dass Kids auf einfachste Weise den Traum ihres eigenen Games verwirklichen können und gleichzeitig Firmen den Dialog zu dieser jungen Zielgruppe über das Medium Games finden. Zwei sehr wichtige Features in unserer Pipeline wird noch der Multiplayermodus sein, sowie das Hochladen von eigenen 3D Modellen ins Struckd Universum. Des Weiteren sind wir natürlich immer offen für interessierte neue Teammitglieder!

Mehr über Struckd

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https://www.youtube.com/channel/UCc8UC-vZPPY9ypViAsBLzqQ

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Download App:

https://itunes.apple.com/ch/app/struckd-build-your-game/id1128710296?mt=8

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Schweizer Türen für Elfen und Feen

Märchenhaftes Marketing ist momentan im Trend. Der Einhorn-Hype hat gezeigt, dass die Menschen sich gerne in imaginäre Welten flüchten. Im Märchenland tummeln sich aber nicht nur Einhörner, sondern auch Elfen – und die brauchen Türen, denn wie sonst sollten sie in unsere Welt eintreten können? Stephen McEwen und Karin Brown lebten in Neuseeland, als Stephen die ersten Elfentüren herzustellen begann und offenbar gab es viel Bedarf im Elfenland nach diesen Türen. Mittlerweile sind die beiden in die Schweiz gezogen und stellen mit dem Label Imagination Doors die kleinen Elfentüren in Handarbeit her.

Frau Brown, auf unserem Blog haben wir schon viele Geschäftsideen vorgestellt, aber Ihre Produkte übertreffen alles. Wie kamen Sie auf die Idee Türen für Elfen herzustellen?

Mein Mann, Stephen McEwen, ist gelernter Zimmermann und ist ein sehr kreativer Mensch. Er war schon immer von Magie, Feen und der Märchenwelt insgesamt fasziniert. Er wohnte eine zeitlang auf der Insel Mann. Dort sind Feen und Elfen ein Teil der Kultur.

Eines Tages war er in seiner Werkstatt in Neuseeland und bastelte ein paar winzige Tische und Stühle die er dann in unserem Garten versteckte. Dann hat er sie unseren Kindern gezeigt. Die waren damals noch jung, ca. drei und zwei Jahre alt. Sie waren natürlich total begeistert von der Idee, dass vielleicht Feen und Elfen in unserem Garten wohnten.

Um diese Geschichte zu erweiterten hat Stephen eine kleine Türe hergestellt. Unsere Töchter waren entzückt. Ebenso unsere Freunde die auch ihre eigenen Türen wollten.

Das Ganze fing zu wachsen an, nachdem er heimlich Türen in unsere Nachbarschaft montiert hatte. Zum Beispiel am Strand, auf Spielplätzen und auch bei einer Kita. Das Phänomen sprach sich in unserer Community herum. Als wir eine Facebook Seite erstellten, entdeckte unsere Nachbarin, dass wir die Elfentüren herstellen. Sie hat durch ihren breiten Bekanntenkreis viele Leute auf uns aufmerksam gemacht. Wir fingen an die Türen zu verkaufen und das war der wirkliche Anfang von «Imagination Doors».

Steven McEwen, ein Iron Maiden Fan, der Türen für Feen und Elfen herstellt © Imagination Doors

Was als Idee begann, stiess auf viel Liebe seitens der Kundschaft. Was meinen Sie, weshalb kaufen die Menschen Elfentüren?

Kinder werden automatisch von den Türen angezogen. Ich glaube, dass das so ist weil die Türen eher auf Augenhöhe der Kinder sind. Die Türen sind normale Gegenstande, kommen aber in ganz aussergewöhnlichen Umgebungen vor. Eine winzige Tür in einem Baum sieht man sonst eben nur in Büchern. Vielleicht erinnern die Türen die Kinder an Märchen.

Die Türen sind auch starke Symbole: Sie repräsentieren einen Übergang. Wir haben Türen für Familien zum Andenken für Verstorbene gemacht. Diese wurden individuell verziert, damit der Verstorbene noch präsent bleibt.

Gleichzeitig sind sie geheimnisvoll. Sie sind wie Fragezeichen und alle die sie anschauen stellen sich ihre eigenen Fragen dazu und müssen auch ihre eigenen Antworten erschaffen. Und obwohl das jetzt keine bescheidene Antwort ist:  sie sind extrem gut gemacht und gebaut. Deshalb sind sie auch schön anzusehen.

Kinder sind automatisch fasziniert von diesen Türen © Imagination Doors

Wer ist Ihre Zielgruppe, nebst Kindern, werden sich doch auch Erwachsene unter den Liebhabern finden lassen, oder nicht?

Natürlich gibt es auch viele Erwachsene die sich in den Türen verlieben. Viele Erwachsene haben einen Durst nach Fantasie und dem Geheimnisvollen.

Wie werden die Türen hergestellt? Ist wirklich alles Swiss Made und Handarbeit?

Die Türen werden hier, in Steinhausen hergestellt. Stephen ist zwar (noch) kein Schweizer aber unsere Töchter und ich sind Schweizerinnen. Er kauft die Materialien hier von Schweizer Firmen (verschiedenes Holz, Leim, Farbe und Sachen wie Pinsel). Den Glitzer kaufen wir im Ausland da es einfach nicht möglich war, die Mengen und Farbenvielfalt in der Schweiz zu finden. (Wir haben es zwar versucht, aber leider erfolglos.) Die Türgriffe haben wir selbst entworfen, aber sie werden auch im Ausland gefertigt, da es sehr aufwendig ist, sie selbst herzustellen. Eine weitere Herausforderung war es, sämtliche Werkzeuge zu beschaffen. Stephen wollte unbedingt mit vertrauten Marken arbeiten und wir brauchten lange bis wir wirklich ausfindig gemacht haben, wo wir was kaufen könnten. Um für die Swissmade Marke zu qualifizieren muss man 75% Schweizer-Ressourcen benützen. Ich glaube das haben wir locker.

Kleine Türen, aber viel Handarbeit © Imagination Doors

Ist es möglich die Türen personalisieren zu lassen? Quasi eine Massarbeit nach eigenen Wünschen?

Ja, es ist möglich die Türen anzupassen. Das haben wir früher auch sehr viel gemacht. Wenn man auf unserem Instagram etwas sucht, findet man sehr viele Türvarianten. Die Option individuelle Türen zu bestellen, werden wir aber erst dann wieder anbieten, wenn wir uns gut eingerichtet und organisiert haben. Es wird auch entsprechend mehr kosten. Der Zeitaufwand ist viel höher, da wir dann sehr eng mit den Kunden zusammenarbeiten, um ihre Wünsche möglichst gut umzusetzen.

Bleiben Sie bei den Türen oder dürfen wir noch auf weitere Produkte gespannt sein? Eventuell auch ein Elfenbett oder eine Elfenkutsche?

Ehrlich gesagt weiss ich selber nie genau was Stephen für neue Ideen haben wird. Ganz zierliche Sachen sind viel schwieriger und benötigen auch andere Werkzeuge. Dafür sind wir noch nicht ausgerüstet. Auch fehlt uns der nötige Platz in der Werkstatt. Hoffentlich können wir in der Zukunft zusätzliche Sachen anbieten.

Was sicher kommen wird, sind Türen in verschiedene Grössen und mit unterschiedlichen Details. Davon gibt es jetzt schon welche, die in der Werkstatt rumschwirren. Was wir jetzt schon bald anbieten werden, sind kleine Glasflaschen mit „Süssigkeiten“ für die Elfen (auch handgemacht von uns). Damit können Kinder Elfen zu ihrem neuen Haus locken und auch verpflegen. Auch kleine Briefkästen sind angedacht.

Das waren die ersten Stühle und Tische, auf weitere Produkte darf man gespannt sein © Immagination Doors

Welche Marketinginstrumente nutzen Sie? Sie arbeiten ja vor allem online und sind auch auf Social Media aktiv…

Soziale Medien werden immer ein wichtiger Bestandteil unserer Marketingstrategie sein. Darum auch der Kickstarter. Es wird uns ermöglichen bessere Verpackung zu gestalten, was uns viel Zeit ersparen wird. Aber wir hoffen, dass er auch Aufmerksamkeit für unsere Produkte erzeugt.

In Neuseeland lief 80% des Verkaufs über Facebook Wir haben Türen an Kita’s verschenkt. Wir sind auch auf Weihnachts- und Handwerkermärkte gegangen und waren in Neuseeland ab und zu in den Zeitungen. Was wir auch gemacht haben, ist Cafés anzusprechen und fragen, ob sie eine Tür wollen, die ihrer Marke entspricht. Zum Beispiel in Wellington, gab es schlussendlich ca. 8 Cafés die eine Türe hatten. Wir hatten auch unsere „Wilde Türen“ die wir auf Spielplätzen und am Strand installiert haben.

Hier in der Schweiz werden wir alles ähnlich machen, aber sicher auch direkt Geschäfte ansprechen, die entsprechende Holzsachen, Kunst oder Spielsachen verkaufen, da wir glauben, dass Facebook hier viel weniger bewirken wird. Aber „wilde Türen“, Café-Türen und Kita-Türen werden wir sicher wieder einführen. Wir wollen aber auch weltweit Türen verschicken, deshalb recherchieren wir weitere Möglichkeiten zur Werbung. Wir werden sicher noch auf Facebook und besonders auch auf Instagram aktiv bleiben. Wir verlinken unsere Posts mit Twitter und Pinterest aber investieren dort weniger Zeit.

Personalisierte Türen für Cafés – schliesslich wollen auch Elfen und Feen Kaffee trinken © Imagination Doors

Aus Ihrer Sicht, warum faszinieren diese Märchenwelten die Menschen so sehr?

Wir haben auch von einer Logopädin gehört, die mit ihrer Türe das Schreiben fördert. Die Kinder schreiben an ihre Elfen und diese schreiben zurück. Eltern können gemeinsam mit ihren Kindern Geschichten erfinden und aufbauen. Manchmal erzählen sie uns diese. Auf unserer Facebook Seite sind unzählige Aussagen von Kunden, die voller Begeisterung die Türen und die Möglichkeiten sie zum Leben zu erwecken, erzählen. Vielleicht auch, weil sie uns an die eigene Kindheit erinnert. Ich glaube die Möglichkeit, dass es doch vielleicht Zauber in der Welt gibt, ist sehr verlockend.

Wie sehen Sie die Marktentwicklung, werden die Elfentüren ein Erfolg?

Wir würden gerne wachsen. Als erstes würden wir gerne eine grössere oder sogar zusätzliche Werkstatt mit mehr Werkzeugen haben (Man kann nie genug haben!). Irgendwann wäre es toll, wenn jemand anders die ganze Administration übernehmen könnte. Wenn wir eine zweite Person hätten, die bei der Herstellung mithilft, würde Stephen sich eher den Anfragen für die massgeschneiderten Türen und den neuen Ideen widmen.

Wir haben extreme viele Ideen. Zum Beispiel möchte ich gerne mal kleine Türen als Weihnachtsbaumschmuck herstellen. Wir haben auch mal mit winzigen Halskettenanhängern experimentiert und T-Shirts entworfen. Aber das alles braucht Zeit für die Planung.

The sky is the limit!

Mit dieser Tür hat alles angefangen und ein Ende ist noch lange nicht in Sicht, denn der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt © Imagination Doors

Mehr über Imagination Doors

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Haltungskorrigierende Kleidung: Wie Anodyne die Verspannungen von Bürogummis löst

Wir wissen es zwar alle, doch nicht jeder von uns bewegt sich genug. Gerade Büromenschen sitzen tendenziell zu lange in einer schlechten Körperhaltung vor dem Bildschirm und klagen dann über Rücken- und Nackenschmerzen. Abhilfe schafft hier der online Shop von Anodyne, denn dieser bietet spezielle Kleidungsstücke an, die die Haltung verbessern sollen und damit auch den Verspannungen entgegenwirken sollen. Wie Anodyne die Produkte vermarktet erklärt uns der Geschäftsführer, Fabian Hofmann.

Herr Hofmann, viele von uns verbringen den Grossteil des Tages im Büro und das sitzend. Schmerzen sind da vorprogrammiert. In Ihrem Shop gibt es, wie es scheint, die optimale Lösung. Man zieht sich einfach haltungskorrigierende Kleidung an. Wie funktionieren diese Kleider?

Das ist richtig, täglich verbringen Herr und Frau Schweizer bis über 10 Stunden sitzend. Dies kann für den Körper fatale Auswirkungen haben. Umso wichtiger ist es, schon früh auf eine gesunde Haltung zu achten. Dabei sollten unsere Produkte unterstützend sein. Durch eingenähte «Neurobänder» werden darunterliegende, unterstimulierte Muskeln aktiviert und gestärkt. Es handelt sich also um eine aktive Haltungskorrektur, bei welcher die Muskeln mitarbeiten müssen. Dies kann man nach ein paar Stunden auch deutlich spüren – meist in einer Form von leichtem Muskelkater im Rückenbereich.

Wirkungsbereich des haltungskorrigierenden T-Shirts © Anodyne

Gibt es Einschränkungen bei der Nutzung dieser Kleider, oder dürfen sie von allen getragen werden?

Da die Kleidung wirklich einen Einfluss auf den Körper hat, gibt es Situationen, bei welchen man vorsichtig sein soll. Dies kann zum Beispiel nach einer Rückenoperation sein. Wir empfehlen dann mit einem Experten Rücksprache zu halten.

Weiter empfehlen wir den Einsatz der Produkte an Minderjährigen nicht, da wir die genauen Einflüsse der Kleidung während der Wachstumsphase schlicht noch nicht genau kennen.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen, diese Kleidung in der Schweiz zu vertreiben? Haben Sie sich die Exklusivrechte gesichert?

Während eines Auslandaufenthaltes in Kalifornien bin ich per Zufall auf die Produkte gestossen und habe dort eine grosse Nachfrage dafür erlebt.

Mir war klar, dass auch viele Schweizer unter Haltungsproblemen leiden, und von dieser innovativen Kleidung profitieren könnten. Auch ich selbst bin so ein Kandidat, da ich meine Schultern vom Leistungssport her oft einfach hängen liess.

Schlussendlich hat mich das Produkt sehr überzeugt, ich sah einen Markt dafür und habe mir dann mit Anodyne die Exklusivrechte erworben.

Das Herren T-Shirt © Anodyne

Sie arbeiten vor allem über den online Shop. Welche Erfahrungen haben Sie mit diesem Absatzkanal gemacht und planen Sie ev. auch offline Ableger sprich Filialen?

Das ist richtig. Der online Shop ist unser primärer Absatzkanal. Dieser bringt uns den Grossteil aller Verkäufe. Jedoch sind wir offen, mit traditionellen Retailern wie Physiotherapien, Orthopäden oder Spitälern zusammen zu arbeiten.

Agieren die Kunden selbständig auf dem Shop oder benötigen sie eine Beratung, z.B. beim Auffinden der richtigen Grösse oder bei medizinischen Fragen?

Eine sehr wichtige Frage. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass Kunden nicht ganz selbständig auf dem Shop agieren. Deswegen haben wir ein kompetentes Beratungsteam, das für Fragen zu Grössen oder auch bei medizinischen Fragen zur Verfügung steht. Anfragen dafür kommen meist per Telefon, E-Mail oder auch über Facebook.

Die richtige Grösse ist entscheidend © Anodyne

Welche Schwierigkeiten/Herausforderungen gibt es in Ihrem online Shop?

Das gibt es natürlich. Als wir im Mai vor einem Jahr mit dem Vertrieb gestartet sind, hat niemand die Produkte gekannt. So mussten wir den Markt also zuerst darauf aufmerksam machen und das Vertrauen der Kunden gewinnen. Auch heute gibt es noch einige, die misstrauisch sind. Das verstehen wir natürlich voll und ganz. Da wir von den Produkten jedoch sehr überzeugt sind, bieten wir allen unseren Kunden 14 Tage Testzeit mit einer gratis Retournierung. So kann jeder die Effekte der Kleider am eigenen Körper wahrnehmen und weiss danach ganz genau, wie die Kleidung wirkt.

Weiter denken manche, dass unsere Produkte abgeschwächte Muskeln im Rücken nur noch schwächer machen. Dies ist bei Korsett- oder Kompressionslösungen auch oft der Fall, da diese passiv wirken. Unsere Produkte hingegen wirken aktiv und stärken die Muskulatur. Teilweise braucht es ziemlichen Marketing-Effort um diese Message korrekt an Kunden und Experten zu vermitteln, damit diese die Idee hinter den Produkten auch voll und ganz verstehen.

Es gilt die Kunden mit einer korrekten Message zu überzeugen © Anodyne

Wissen Sie wer Ihre Kunden sind und analysieren Sie das Kundenverhalten?

Richtig, dabei hilft uns Google Analytics und auch Facebook. Mit diesen Tools können wir unsere Kunden segmentieren und das Kaufverhalten analysieren.

Welche Marketinginstrumente nutzen Sie sonst noch zur Vermarktung der Produkte?

Neben der online Werbung auf Facebook und Google sind die klassischen PR Geschichten ein wichtiges Thema. Damit stellen wir sicher, dass potentielle Kunden immer wieder über unsere Produkte lesen können, und auch Infos finden, falls Sie sich für einen Kauf entscheiden sollen. Weiter arbeiten wir zum Beispiel auch mit Unternehmen zusammen. Diese promoten die Produkte intern – dafür erhalten Angestellte einen Rabatt auf eine Bestellung durch den online Shop. Also eine Win – Win Situation für Arbeitgeber, Arbeitnehmer, und auch für uns als Vertrieb.

Auch Arbeitgeber sind an gesunden Mitarbeitern interessiert © Anodyne

Welche Rolle nimmt Social Media bei Ihnen ein und setzen Sie auch auf Testimonials?

Die sozialen Medien sind in unserem online Geschäft das A & O. Nicht nur helfen sie bei unseren Zielgruppen präsent zu sein und den Brand aufzubauen, sondern sind auch für die Konversionsraten enorm wichtig.

Testimonials sehe ich bei unseren Produkten ebenfalls als sehr wichtig an. Da wir jetzt das erste Geschäftsjahr hinter uns haben, und erfolgreich eine Kundenbasis aufbauen konnten, möchten wir Erfahrungen im Zusammenhang mit haltungskorrigierender Kleidung auch vermehrt nutzen. Auf TrustPilot hat jeder Kunde die Möglichkeit seine Erfahrungen mit dem Produkt & Service zu teilen. Weiter haben wir zum Beispiel zehn Schweizer Profisportler, welche die Produkte nutzen, und mir freundlicherweise ihre Statements darüber zugesendet haben. Diese werden wir in der Zukunft sicherlich in den Sozial Medien nutzen.

Auch würde ich gerne eine «Haltungs-Community» aufbauen. Dies ganz nach dem Motto: Zusammen gegen Rückenschmerzen. So können also Kunden ihre Geschichten , ob und wie die Produkte ihnen geholfen haben, mit anderen teilen. Bei dieser Kampagne, kann ich mir auch sehr gut vorstellen Testimonials von Experten einzuschliessen.

Wie wird sich dieser Markt in den nächsten Jahren entwickeln und welche Ziele möchten Sie erreichen?

Das Thema Haltung wird hoffentlich immer wichtiger. Man hört jetzt schon Redewendungen wie «Sitzen ist das neue Rauchen». Herr und Frau Schweizer muss sich jedoch noch bewusster werden, wie wichtige eine gesunde Haltung überhaupt ist und welche Einflüsse diese hat.

Momentan gibt es in der Schweiz vielleicht eine Handvoll Anbieter für Haltungsprodukte. Es werden also sicherlich noch einige dazukommen. Dies ist grundsätzlich gut, da es hilft, die Wichtigkeit einer optimalen Haltung in den Vordergrund zu stellen und das Haltungsbewusstsein der Menschen zu steigern. Ich bin gespannt!

Die Produkte gibt es für Damen und Herren © Anodyne

Mehr über Anodyne

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Warum der Osterhase die Eier bringt und welche Rolle der Netto Marken-Discount dabei spielt

Warum bringt der Osterhase denn eigentlich die Ostereier? Das fragen sich wohl nicht nur Kinder. Dank dem Netto Marken-Discount haben wir nun die Antwort. In einem liebevollen Animationsfilm, wird die Geschichte des wahren Osterhasens erzählt. Wie es zu dem Video gekommen ist, erklärt Christina Stylianou, Leiterin Unternehmenskommunikation von Netto Marken-Discount.

Ostern ist in den Supermärkten schon seit einigen Wochen präsent. Neben schokoladigen Leckereien, verführen uns noch weitere österliche Produkte. Wie kam der Netto Marken-Discount auf die Idee die Oster-Überraschung per Animationsfilm zu kommunizieren?

Mit unserem aufwendig produzierten Videoclip „Die Oster-Überraschung“ will Netto Marken-Discount den Menschen genauso Lust auf Ostern machen, wie wir selbst schon haben. Das Projekt ist Mitte Dezember 2016 gestartet und wurde am 23.03.2017 fertiggestellt. Der Film ist seit 25.03.2017 online zu sehen.

Die Idee zur Geschichte hatte unser Kampagnenteam zusammen mit der Kreativagentur Jung von Matt/SAGA. Produziert wurde der liebevoll gestaltete Animationsfilm vom Regisseur Jimmy Kiddell von The Mill’s Studio in London. Für das Video wurde auf einer 300m² grossen Fläche für eine realistische Darstellung der gesamte Wald und die gesamte Ausstattung in liebevoller Detailarbeit in Tiergrösse nachgebaut – von den Tischen bis zu Miniaturlampen aus Pilzen. Neben dem aufwendig gestalteten Studio wurden alle Charaktere in einem speziellen Modeling Studio komplett digital erstellt, animiert und zum Leben erweckt.

Blick ins Osterhasen Studio © Netto Marken-Discount

Was waren, aus Marketingsicht, die Überlegungen hinter diesem Animationsfilm?

Natürlich ist das Video, das in einer fiktiven Märchenwelt spielt, auch mit einem kleinen Augenzwinkern zu betrachten. Hauptziel ist es, den Menschen mit diesem Spot Lust auf Ostern zu machen. Darüber hinaus sind wir von Netto Marken-Discount für Gleichbehandlung unabhängig von Herkunft, Religion, Geschlecht, Alter etc. und lehnen jegliche Form der Diskriminierung ab. Auch diese Botschaft möchten wir mit dem Clip transportieren. Generell zielen alle Kampagnen von Netto Marken-Discount darauf ab, den Bekanntheitsgrad der Marke zu steigern und emotional aufzuladen.

Wie sind die bisherigen Reaktionen auf den Film?

Angesichts der sehr positiven Resonanz auf das Oster-Video und der sehr hohen Zugriffszahlen scheinen wir mit unserem Oster-Viral ins Schwarze getroffen zu haben. Nach nur 30 Stunden wurde der Spot auf YouTube bereits über 1,4 Mio. Mal geklickt und stieg damit binnen kürzester Zeit auf Platz 1 der aktuellen YouTube-Trends. Auf Facebook erreichte das Video nach nur einem Tag bereits über 3,15 Mio. Views (Stand 26.03.2017 – 19:00 Uhr). 

 

https://netto-online.de

https://www.facebook.com/nettomarkendiscount

Eine Donald Ente zwischen Osterhasen: Die Confiserie Bachmann setzt auf „Chocolate First“ und „Make Easter Great Again“

Die Zentralschweizer kennen sie natürlich, die Confiserie Bachmann, aber mittlerweile ist sie auch in Zürich zu finden. Die Confiserie Bachmann ist spezialisiert und schweizweit führend in der Herstellung von Bäckerei-, Patisserie- und Confiseriespezialitäten. Diese Bäckerei-Confiserie ist ein Familienunternehmen in der vierten Generation, das dennoch fortschrittlich und innovativ agiert. Verarbeitet werden nur erstklassige Rohstoffe. Chemische Zusätze, Konservierungsstoffe und Fremdaromen sind hier nicht zu finden. Gerade zur Osterzeit gibt es einiges zu tun. Die Confiserie Bachmann setzt dabei auch auf personalisierbare Osterhasen – und das bequem per online Bestellung. Eugenie Nicoud, verantwortlich für Social Media und Marketing, gibt Einblick in die virtuelle Backstube.

Ostern steht vor der Tür und damit auch die Lust nach schokoladigen Produkten und somit auf den klassischen Osterhasen. Bei der Confiserie Bachmann gibt es im online Shop die Möglichkeit sein eigenes Häsli zu kreieren. Wie wichtig ist diese Personalisierbarkeit und wie sind die Rückmeldungen der Kunden?

Die Nachfrage nach personalisierbaren Osterhasen ist da, vor allem von unseren Geschäftskunden (B2B). Die Logohäsli, laufen besonders gut. Die Nachfrage nach den Trendhasen, beispielsweise Bunny-Minions, Selfie-Häsli, Hoppeli-Elsa die Eiskönigin, Einhorn-Bunny, Hoppeli-Fifty Shades of Easter oder das Bachelor-Häsli, „die letzte Rose geht an dich“ ist sehr hoch. Jedes Jahr bringen wir neue Trendhäsli auf den Markt. Dieses Jahr wurde sogar unter Mithilfe der Community, in einem grossen Wettbewerb, Ideen für einen neuen Trendhasen gesucht. Über 500 Ideen sind bei uns eingegangen. Gewonnen hat dieses Jahr das Poké-Bunny, inspiriert von der Pokémon Kultfigur Pikachu. Neu im Sortiment ist auch die Ente Donald, welche stark an den amerikanischen Präsidenten erinnert. Mit dem Spruch „CHOCOLATE FIRST“ und dem Slogan „Make Easter Great Again“ wird Trump und seine politischen Aktivitäten auf den Arm genommen. Diese Schokoladen-Ente trifft mit Sicherheit den einen oder anderen Nerv. Der Ansturm auf die Ente ist gross, daher ist bereits eine Nachproduktion geplant.

Die Ente Donald mit den Slogans „Chocolate First“ und „Make Easter Great Again“ © Confiserie Bachmann

Die Läden sind für die Confiserie Bachmann sicherlich die wichtigsten Absatzkanäle. Trotzdem wird in der digitalen Welt der online Verkauf immer wichtiger. Welche Erfahrungen haben Sie mit dem online Shop gemacht und wie kommen die Köstlichkeiten ohne Schäden zu den Kunden?

Im Zeitalter der Digitalisierung setzen wir natürlich sehr auf unseren Onlineshop, welcher stets am Wachsen ist. Die Nachfrage nach Onlineshopping ist sehr gross. Nahezu alle Produkte welche wir im Sortiment anbieten, können online bestellt werden. Dass nicht alle Produkte verschickt werden können, ist klar. Schnell verderbliche Produkte wie beispielsweise Cupcakes, verschicken wir beispielsweise nicht per Post. Viele Kunden bestellen online die Produkte und holen diese dann in unseren Fachgeschäften ab. Vor allem Torten, Pralinen und andere regionale Spezialitäten wie die Luzerner Chatzenstreckerli oder der Wasserturmstein, werden oft im Onlineshop bestellt und per Post verschickt. Bei uns können ganze Hochzeitstorten bestellt werden, was sicherlich in dieser Art einmalig in der Schweiz ist.

Bei den Verpackungen achten wir, neben der Nachhaltigkeit und dem Design, auch auf die bestmöglichste Verpackung, damit die Ware heil beim Kunden ankommt. Die Verpackungsgestaltung wird kontinuierlich geprüft und optimiert, so dass die ökologischen und ökonomischen Ressourcen bestmöglich eingesetzt werden.

Ostern mal anders © Confiserie Bachmann

Wie wichtig ist die Osterzeit für die Confiserie Bachmann? Probieren Sie auch neue Dinge aus, trotz der österlichen Klassiker? Wie wir gesehen haben, gibt es bei den Hasen ja bereits einige neue Gesichter, die man sonst nicht findet…

Die Osterzeit ist neben Weihnachten eine der wichtigsten Saisons für uns. Bereits im November starten wir mit der Osterplanung und ab dem 1. Januar geht es dann so richtig los. Das ganze Jahr hindurch bringen wir konstant neue Produkte auf den Markt und passen die Produktpalette stets auf Grund der Bedürfnisse und Trends der Konsumenten an. Da wir eine flache Organisationsstruktur haben, sind die Entscheidungswege sehr kurz. Produktanpassungen sowie Neu-Kreationen können wir sofort und ohne grosse administrative Planung umsetzen. Agilität ist uns besonders wichtig.

Kein traditioneller Osterhase, das Bachelor Häsli © Confiserie Bachmann

Die Gesellschaft wandelt sich, damit geht auch ein verändertes Essverhalten einher. Spüren Sie das auch in den Filialen? Gibt es auch spezielle Produkte für Allergiker (Laktoseunverträglichkeit, Glutenintoleranz etc.)?

Veganismus ist eine Ernährungsweise, die immer mehr an Bedeutung gewinnt und sich im Alltag am Etablieren ist. Deshalb liegt es uns sehr am Herzen, unserer Kundschaft auch äusserst feine vegane Produkte anzubieten. Diese Produkte sind nicht nur für Veganer geeignet, sondern auch bestens für Vegetarier und Fleischesser. Neben veganem Brot, gibt es bei uns auch diverse Quinoa Gerichte, Chia Pudding Desserts und sogar ein veganes Müesli. All jene, die sich bewusst gesund ernähren möchten oder einfach mal eine leckere Abwechslung brauchen, profitieren davon.

Hier ein Link zum Blogbeitrag „Vegane Produkte bei Bachmann“: http://www.confiserie.ch/bachmann/aktuelles/news/article/vegane-produkte-bei-der-confiserie-bachmann/

Beim Thema „glutenfreie Produkte“ stossen wir aber an unsere Grenzen. Um glutenfreie Produkte herzustellen, müssen wir in separaten Räumlichkeiten backen bzw. zubereiten. Dies wäre zu aufwändig und würde daher den Rahmen sprengen. Zudem ist die Nachfrage auch sehr gering.

Wie nutzt die Confiserie Bachmann das Marketing? Auf welche Kanäle setzen Sie?

Marketing ist natürlich essentiell und bei uns in allen Prozessen fest integriert. Unser Marketing fängt bei der Farbe rosa an und ist in sämtlichen Bereichen durchgehend spürbar. Jede einzelne Serviette, Verpackung, Einrichtung der Fachgeschäfte und alle Werbekampagnen sind miteinander abgestimmt. Wir machen praktisch alles bei uns intern und ziehen Werbeagenturen nur gezielt bei Bedarf zur Unterstützung hinzu. Neben der Präsenz in den klassischen offline Kanälen, sind wir auch ganz stark auf diversen online Plattformen vertreten. Im Bereich offline Werbung, wie beispielsweise PR Aktionen und Inserate, setzen wir sehr stark auf Regionalität. Im online Bereich sind wir breiter aufgestellt, da wir dadurch auch den Onlineshop fördern.

Das Logo der Confiserie Bachmann © Confiserie Bachmann

Sie nutzen Social Media und sind auf Facebook, Instagram und YouTube aktiv. Wie sind Ihre Erfahrungen damit und wie reagieren Sie auf Kritik seitens der Kunden, die ja auf Social Media nicht ungefährlich sein kann?

Noch nie war es so einfach und gleichzeitig so herausfordernd, mit einer Community zu interagieren. Für uns sind die Reaktionen in Form von Likes, Shares, Kommentaren und Privatnachrichten wichtige Messeinheiten, um überprüfen zu können, wie wir in der Community ankommen und was für Ansprüche diese an uns stellt. Dabei spielen nicht nur quantitative Faktoren wie beispielsweise die Anzahl der Likes eine Rolle, sondern auch qualitative Attribute wie die Tonalität von Kommentaren und Privatnachrichten. Auch in der Online-Welt möchten wir eine hohe Servicequalität anbieten. Darüber hinaus, haben wir sehr gute Erfahrungen mit Social Media gemacht und werden weiterhin auf diese setzen.

Konstruktive Kritik ist enorm wichtig, denn nur so können wir uns laufend verbessern. Klar gibt es auch Kommentare und Nachrichten die ganz und gar nicht konstruktiv sind. Mit solchen Herausforderungen haben viele Unternehmungen zu kämpfen. In solchen Situationen probieren wir individuell auf die Leute einzugehen und die Negativität abzuschwächen. Vor einem Shitstorm kann man sich nie gänzlich schützen, jedoch früh genug reagieren und die Leute besänftigen. Da wir auch viele loyale Fans haben, werden gewisse Diskussionen direkt von der Community selber gelöst. Dafür sind wir unseren Fans sehr dankbar.

Auch Hasen gehen mit der Zeit und machen Selfies © Confiserie Bachmann

Haben Sie einen süssen Tipp für angehende Marketingfachleute?

5 Tipps für ein gelungenes Marketing:

  1. Marketing muss authentisch und einmalig sein
  2. Marketing muss in allen Bereichen, Sparten, Produkten und Dienstleistungen spürbar sein
  3. Geh auf deine Zielgruppe ein und hör ihr genau zu
  4. Sei offen für Veränderungen
  5. Sei agil und handle schnell

Mehr über die Confiserie Bachmann

Website: http://www.confiserie.ch

Facebook: https://www.facebook.com/confiseriebachmann/

Instagram: https://www.instagram.com/bachmannconfiserie/

YouTube: https://www.youtube.com/c/ConfiseurBachmann

Blog Beitrag der Confiserie Bachmann: http://www.confiserie.ch/bachmann/aktuelles/osterhasen-the-stars-are-back/

Chocolate World: https://www.youtube.com/watch?v=chVbAfKbFaU

Die Migros und die Teddys: Ein erfolgreiches Marketing für einen guten Zweck

Obwohl schon bald Ostern ist, gibt es einen kleinen Flashback in die Weihnachtszeit und zwar zur letzten Migros-Weihnachtskampagne. Ein Beispiel wie man eine gute saisonale Marketingaktion durchführt und noch den guten Zweck damit verbindet. Die Migros überrascht immer wieder, sei es mit den Osterhasen, oder eben zu Weihnachten mit speziellen Teddys. Wie es dazu kam, erklärt Marion Ammann, Senior Projektleiterin Gesamtkampagne Weihnachten.

Weihnachten ist für viele Menschen mit Erinnerungen und Emotionen verbunden. Ein gutes „Weihnachtsmarketing“ ist nicht einfach. Die Migros hat bereits in den Vorjahren gezeigt, wie man Marketing und den guten Zweck verbinden kann. Für die letzte Kampagne setzte man auf spezielle Teddys und ein emotionales Video. Wie kam es zu dieser Idee?

Nachdem wir zwei Jahre lang mit den beiden „Künstler-Weihnachtsvideos“ grossen Erfolg verbuchen konnten, wollten wir wieder zurück zu unseren Wurzeln und Geschichten, mit und von Menschen wie „Du und ich“ erzählen. Wir suchten nach einer Geschichte, die man gerne weiter erzählt, die berührt und einem auch ein wenig zurück in die eigene Kindheit bringt.

Wir wollten bewusst auf das in der Werbung geläufige Schema „Mensch in Not“ verzichten. Wir wollten einen Charakter, der Alt und Jung gefällt. Bald kamen wir auf den Teddybär – das beliebteste Plüschtier der Schweiz. Fast jeder verbindet damit seine eigene, emotionale Erlebniswelt. Daran wollten wir anknüpfen und haben mit unserem Plüsch-Protagonisten aufgezeigt, dass arme Menschen in der reichen Schweiz oftmals keine Beachtung finden und vergessen gehen.

Max, Mira und Miko hiessen die Teddys und konnten über Sammelsticker erworben werden. In den Läden sah man aber, dass wohl nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene die Teddys sammelten. Eignet sich ein Teddybär besser als andere Figuren für eine solche Aktion?

Die Teddybären waren nicht die ersten Plüschtiere, die es in der Migros zum Sammeln gab. Bereits Ostern 2015 und Ostern 2016 gab es unsere drei Hasen zum Sammeln. Diese kamen ebenfalls bei Jung und Alt gleichermassen gut an. Der Teddybär ist aber vor allem zur Weihnachtszeit sicher ein emotionales Symbol, mit dem viele Personen etwas aus ihrer Kindheit verbinden.

Die Teddys der letzten Weihnachtskampagne © Migros-Genossenschafts-Bund

Marketing soll die Bekanntheit und natürlich auch die Umsätze steigern. Dennoch, wie wichtig ist auch ein sozialer Bezug? Durch die Weihnachtskampagne konnte die Migros über 3.5 Mio. CHF an Spenden sammeln, ein Erfolg für beide Seiten?

Wir führen schon seit einigen Jahren Spenden-Sammelaktionen durch, daneben leisten wir regelmässig Soforthilfe und mit dem Kulturprozent geben wir einen grossen Betrag an die Bevölkerung weiter. Diese Spendenaktion ist also kein Werbegag sondern liegt tief in der DNA der Migros verankert. Selbstverständlich haben wir aber auch Geschäftsziele, die wir erreichen müssen. Es ist uns gelungen: Wir konnten viele Mitmenschen für das Thema „Bedürftige in der Schweiz“ sensibilisieren und den Wettbewerb auf emotionaler Ebene zu schlagen – ohne dabei den wirtschaftlichen Erfolg in Form von Marktanteilen zu vernachlässigen – im Gegenteil.

Links Désirée Strassmann, Leiterin Dachkampagnen & Rechts Marion Ammann Senior Projektleiterin Gesamtkampagne Weihnachten © Migros-Genossenschafts-Bund

Unsere Gesellschaft ist überflutet von Werbeanzeigen. Aufzufallen ist deshalb wichtig. Die Migros ist sehr innovativ und betreibt erfolgreiches Marketing auf diversen Kanälen. Was machen Sie anders als die Konkurrenz?

Wir haben dieselben Kommunikationsmittel zur Verfügung wie alle anderen Werbetreibenden auch. Aus diesem Grund muss der Mediamix perfekt auf die Zielgruppe zugeschnitten und ausgesteuert werden, damit wir überhaupt gesehen werden. Damit man aber schlussendlich nicht übersehen wird, muss man mit relevanten Botschaften aber auch Originalität und Charme die Aufmerksamkeit gewinnen.

Wir überraschen, indem wir Regeln brechen. Während der umsatzstärksten Zeit, an Weihnachten, fokussieren wir uns kommunikativ unter anderem auf die Not in der Schweiz und sammeln Spenden. Bei Generation M erzählen wir nicht, wie viel Gutes wir schon getan haben, sondern welche neuen Ziele wir uns mittel- und langfristig setzen. Wenn wir trotz allen Anstrengungen ein Ziel nicht erreichen, wird das offen kommuniziert. In der „schöngefärbten“ Kommunikationswelt braucht es dann schon etwas Mut, hinzustehen und diese „Niederlage“ einzugestehen.

Es gilt Menschen emotional zu berühren © Migros-Genossenschafts-Bund

Gibt es Tipps, die Sie angehenden Marketingfachleuten geben würden?

Wenn es Tipps oder Regeln für gute Kommunikation gäbe, dann würden wir nur erfolgreiche Werbung sehen. Auch wenn es klischiert kling: Wenn Sie für Ihren Job brennen und mit dem Herzen dabei sind, wenn Sie die Zielgruppe respektieren und positive und ehrliche Gefühle ansprechen, dann besitzen Sie die besten Grundlagen, um mit guten Kampagnen zu begeistern.

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Appenzeller Käse und die Virtual Reality Brillen für Kühe

Die Schweiz ist bekannt für Uhren, Schokolade und natürlich Käse. Dazu gehört auch ganz besonders der Appenzeller Käse. Ein Traditionsprodukt, das über die Landesgrenzen hinaus bekannt ist. Mittlerweile geht aber auch die Käseproduktion mit der Zeit und benutzt Virtual Reality Brillen für Kühe, zumindest im neuesten Video des Herstellers. Warum es dazu gekommen ist, erklärt Christian Gatsas, Projektleiter Online Marketing von Appenzeller Käse.

Appenzeller Käse ist vielen Konsumenten über die bekannten Werbespots vertraut, wie kam man auf die Idee ein spezielles online Video zu produzieren, und noch dazu mit Kühen, die Virtual Reality Brillen nutzen?

Wir haben in den vergangenen Jahren bereits schon einige Online-Videos veröffentlicht und haben uns für ein neues Video vorgenommen, die Wichtigkeit der Qualität der Milch in Bezug auf die Käseherstellung zu versinnbildlichen. Ein Mitarbeiter der Agentur (Contexta, Bern) hatte dann diese Idee und nachdem wir sie witzig gefunden haben, haben wir die Idee umgesetzt.

Wie war bisher das Feedback auf das Video? Haben Sie mit diesen Reaktionen gerechnet?

Das Video in etwas mehr als 24 h über 6‘000 Mal auf YouTube angesehen – wir erhoffen uns jetzt jedoch noch eine grössere Verbreiterung und Reichweite. Alle Rückmeldungen aus den Interaktionen wie Kommentare sind bisher durchwegs sehr positiv.

Wie wichtig ist für Appenzeller Käse die Integration der digitalen Medien im Marketing?

Das Online-Marketing ist bei Appenzeller® Käse fester Bestandteil des Marketing-Mix und die digitalen Medien wurden schon früh erschlossen. Bei einer Traditionsmarke wie Appenzeller® Käse ist die Umsetzung auf neuen Medien eine Herausforderung und Appenzeller® Käse kommuniziert auch über die digitalen Medien nur die echten Werte von Appenzeller® Käse, dem Appenzellerland und seinen Menschen.

Appenzeller Käse nutzt die digitalen Kanäle (c) Appenzeller Käse

Muss auch ein Traditionsprodukt die Werbung mehr und mehr auf die digitalen Kanäle verlagern?

Da der digitale Wandel unweigerlich einen gesellschaftlichen Wandel mitherbeiführt, ist es auch für eine Traditionsmarke wie Appenzeller® Käse unverzichtbar, im digitalen Bereich neue Wege zu gehen und Innovationen anzustossen. Dies bedeutet jedoch auch nicht, dass wir uns nur noch online ausrichten, da unsere Zielgruppe über verschiedene Kanäle erreicht wird und Marketing immer die Summe aller Aktivitäten bedeutet.

Bereits die Werbespots sind humorvoll, wie wichtig ist Humor und auch ein bisschen Selbstironie für Appenzeller Käse?

Dass die Appenzeller Humor haben, beweisen die allseits und weit über die Grenzen bekannten Appenzeller Witze. Natürlich schwingt deshalb auch bei der Werbung von Appenzeller® Käse immer etwas Humor und Selbstironie mit.

Zum Schluss, wie reagierten die vierbeinigen Darstellerinnen auf das Video? Gibt es jetzt Diva Allüren im Kuhstall und sind weitere Videos mit ihnen geplant?

Die vierbeinigen Protagonisten waren alle hell erfreut – Diva-Allüren gibt es jedoch dennoch keine. Weitere Videos in Form einer Serie sind vorerst nicht geplant.

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Alles anders als alle anderen: Marcel Remus der Überflieger auf Mallorcas Immobilienmarkt

Schon mal daran gedacht ein Haus zu kaufen? Bei den hohen Immobilienpreisen bleibt das Eigenheim für viele ein Traum. Nicht so im Luxussegment, dort sind Villen weiterhin gefragt. Ein Hot Spot ist die Insel Mallorca. Entgegen dem gängigen Ballermann-Image, bietet die Insel nicht nur schöne Buchten, sondern auch Traumhäuser. Einer der ganz Grossen im dortigen Real Estate Business ist der Deutsche Marcel Remus, bekannt aus der Fernsehsendung Goodbye Deutschland auf VOX.

Herr Remus, Sie sind jung und äusserst erfolgreich in der harten Branche der Immobilien. Wie haben Sie es geschafft, sich ganz alleine in diese Luxusliga zu hieven, und warum wählten Sie Mallorca?

Ehrlich gesagt hatte ich einfach keine Lust mehr auf Deutschland! Viele meiner damaligen Schulkollegen waren frustriert und demotiviert, suchten vergeblich einen Ausbildungsplatz oder einen Studienplatz. Ich hingegen wollte immer schon etwas erreichen. Gas geben, Geld verdienen und den Lehrern von damals zeigen, dass ich es durchaus zu etwas bringen könnte. Leider war ich in der Schule eher mittelmässig bis schlecht, Mathe meistens fünf, trotzdem jongliere ich heute jeden Tag mit Millionenbeträgen und verkaufe die schönsten Immobilien auf der Insel Mallorca – wer hätte das damals gedacht. Als ich mich damals selbstständig gemacht habe, war mir klar, dass man nicht alles zur gleichen Zeit anbieten kann. Man kann nicht von der Garage in Palma bis hin zur 30 Millionen Euro Villa im Südwesten Mallorcas alles anbieten. Daraufhin habe ich mich spezialisiert und es war schnell klar, dass ich mich als Luxusmakler positioniere.

Eine Traumvilla auf Mallorca © Marcel Remus

Junge, talentierte Unternehmer haben oft mit einer gewissen Skepsis zu kämpfen. Wurden Sie zu Anfang überhaupt ernst genommen?

Nein, natürlich wurde ich anfangs nicht ernst genommen und ich hatte mit den typischen Vorurteilen zu kämpfen. Zu jung, zu unerfahren, zu ungeduldig… Seit dem ersten Tag habe ich von meinen lieben Kollegen auch mächtig Gegenwind zu spüren bekommen! Bis heute hält das an. Jedoch weiss man einfach im Laufe der Jahre damit richtig umzugehen und den Neid der anderen in pure Motivation und Ansporn um zu wandeln.

Sie sind in vielerlei Hinsicht kein gewöhnlicher Makler. „alles anders als alle anderen“ ist ja Ihr Motto. Wie setzen Sie diese Unternehmensphilosophie im Alltag um?

Als ich mich selbstständig gemacht habe, habe ich mir überlegt, wie ich mich auf dem Markt positionieren möchte. Die wichtigste Frage, die ich damals klären musste war: Wie zum Teufel wirst du überhaupt wahrgenommen, wenn es über 1500 Immobilienmakler allein auf Mallorca gibt? Meine 5A Strategie „alles anders als alle anderen“ hat mir bis heute geholfen mich so zu platzieren, dass ich bei den Kunden auffalle und bei den Kollegen polarisiere. Ich bin mir im Klaren darüber, dass mich nicht jeder Kunde mag, aber das muss er auch nicht. Meine direkte Art und Selbstvermarktung eckt hier und da an, aber genau das ist der kleine, feine Unterschied im Vergleich zu der Masse an Maklern auf Mallorca. Wer nicht auffällt, der fällt weg! Und das geht ganz schnell!

Auffallen bei den Kunden, um zu solchen Traumhäusern zu gelangen © Marcel Remus

Das Marketing war wohl seit Beginn ein wichtiger Begleiter, um Aufmerksamkeit zu erlangen. Welche Marketinginstrumente nutzen Sie?

Langweilig kann jeder! Ich bin seit dem ersten Tag gegen den Strom geschwommen! Habe mich getraut Werbekampagnen zu veröffentlichen, bei denen sicherlich der ein oder andere nur noch mit dem Kopf geschüttelt hat. Aber ich finde Werbung, die nicht auffällt und keiner wahrnimmt, ist absolutes Geld rausschmeissen! Lieber schlage ich mal über die Stränge und gebe im Nachhinein zu, dass es vielleicht ein Griff ins Klo war, als wenn ich mein Leben lang andere Menschen kopiere, weil ich mich selbst nicht traue neue Wege zu gehen!

Welche Effekte hat die Digitalisierung auf die Immobilienbranche? Gibt es bald „Augmented Reality Exposés“, wo man das Haus gleich virtuell betreten kann?

Seit circa einem Jahr produziere ich extrem hochwertige YouTube Videos rund um das Thema Lifestyle und Luxus auf Mallorca. Das macht in dieser Form kein Makler auf Mallorca. Bei meinen Kunden kommen diese Videos sehr gut an, da sie hier Tipps rund um die Insel bekommen oder Hotelpräsentationen oder Infos zu den besten Stränden! Auch Social Media Kanäle nutze ich wie kein anderer Makler auf der Insel! Auf Facebook habe ich teilweise pro Posting eine Reichweite von bis zu 150.000 Menschen. Mittlerweile kann ich sagen, dass selbst über die Social Media Kaufinteressenten auf mein Unternehmen stossen. Dennoch glaube ich, dass der Käufer einer Luxus Immobilie auf Mallorca einen Kauf oder Erwerb einer Immobilie nicht abhängig macht von Social Media! Am Ende entscheidet das Bauchgefühl und die Emotionen und die bekommst du nur, wenn du bei Sonnenschein auf der Terrasse einer geilen Villa stehst!

Das Kundenbeziehungsmanagement ist in Ihrem Segment äusserst wichtig. Wie eruieren Sie die Kundenbedürfnisse und wie pflegen Sie Ihre Kunden?

Auch hier gehe ich meiner 5A Philosophie nach. D.h. bevor ich mit einem Kunden eine Besichtigung durchführe, prüfe ich diesen auf Herz und Nieren! Bevor ich nicht genau weiss mit wem ich es zu tun habe und eine Bonitätsprüfung erfolgt, präsentiere ich dem Kunden auch keine Luxus Immobilie! Somit spare ich mir die sogenannten Touristenführungen, die einige Makler leider auf Mallorca zu tun pflegen. Ausserdem stehe ich in sehr engem Kontakt mit meinen Käufern und Verkäufern. Auch nachdem ein Deal abgeschlossen ist, bin ich noch mit diesen befreundet und treffe sie hin und wieder auf ein Essen oder einen Kaffee! Das Wichtigste ist es richtig und intensiv zuhören zu können! Ein guter Makler versteht innerhalb von Sekunden genau was der Käufer sucht!

Trotz Social Media, zählt das Bauchgefühl © Marcel Remus

 

Sie waren früher ein erfolgreicher Dressurreiter. Jeder Pferdesportkenner weiss, dass hinter den so leicht anmutenden Bewegungen harte Arbeit, Disziplin und eine äusserst präzise Ausführung stecken. Sie scheinen diese Disziplin auch in Ihrem Arbeitsalltag umzusetzen. Wie wichtig sind die Pferde in Ihrem Leben und gibt es Dinge, die Sie vom Reitplatz auch in den Beruf mitnehmen?

Ich bin 13 Jahre jeden Tag intensiv geritten. Habe jeden Tag Stunden trainiert. Habe in ganz Europa wichtige Turniere bestritten und war so Reiter auf Europas grösster Pferdegala Apassionata! All das waren tolle Erfahrungen, besonders mit den Tieren und die Arbeit, die dahintersteckt. Man lernt den Umgang mit Lebewesen, man lernt zielstrebig zu sein und man lernt diszipliniert zu arbeiten! Loyalität, Mut, Respekt dem anderen gegenüber und das allzu bekannte wieder aufstehen, wenn man auf die Schnauze gefallen ist, lernt man in diesem Sport sehr sehr gut! Genau das ist das, was man im täglichen Berufsleben an den Tag legen muss um erfolgreich zu werden!

Erfahrungen aus dem Pferdesport, nimmt Marcel Remus auch ins Berufsleben © Marcel Remus

Welche Tipps würden Sie angehenden Marketingfachleuten geben?

Traut euch anders zu sein, aber habt immer eine Strategie und einen roten Faden in dem was Ihr tut. Seid nicht wie die Fahne im Wind: heute so, morgen so, sondern habt eine Meinung, eure eigene Meinung und diese sollte nach aussen hin auch zu 150 % stabil repräsentiert werden und dabei ist es ganz egal, was andere von euch halten! Hätte ich damals auf alle anderen gehört, wäre ich heute niemals dort, wo ich jetzt bin! Hört auf euer eigenes Bauchgefühl und ihr werdet es weit bringen!

Mehr über Marcel Remus

Website: https://www.marcelremusrealestate.com

Mr-Lifestyle: https://www.marcelremusrealestate.com/mr-lifestyle/

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Ein mausiges Comeback: Diddl die kultige Springmaus erobert wieder die Märkte

Alle 90er Kids kennen sie noch, die berühmte Diddl Maus. Kaum einer war ohne Diddl Notizblöcke, Diddl Schlüsselanhänger oder Diddl Agenda unterwegs. Die Diddl Maus war ein Verkaufsschlager und extrem beliebt. Aber irgendwann wurde es ruhig um die kleine Maus, doch richtige Hardcore Fans wussten es schon immer, die Diddl Maus wird zurückkommen – und tatsächlich, ein erfolgreiches Marketingprodukt feiert sein Comeback und transportiert Diddl nicht nur wieder in die Kinderzimmer, sondern auch auf die digitalen Kanäle. Thomas Puchert, Head of Licensing von der KIDDINX Media, erklärt die Gründe für die Neuauflage.

Herr Puchert, die Diddl Maus war das Accessoire in den 90ern. Warum dieses Comeback der Diddl Maus?

Diddl ist ein absoluter Klassiker mit Kultcharakter und besitzt nach wie vor eine riesige Fangemeinde. Eine in unserem Auftrag durchgeführte Marktforschungsstudie hat dies nochmals untermauert. Es war immer klar, dass die Springmaus ein Revival feiern wird.

Als Marketingprodukt war die Marke Diddl eine Erfolgsgeschichte. Es gab unzählige Produkte und die Fans sammelten und tauschten sie sogar. Denken Sie, dass Sie an diese Erfolgsstory anknüpfen können?

(lacht) Natürlich sind wir davon überzeugt, dass die Erfolgsgeschichte weitergeht!

Die Diddl Springmaus © 2017 Thomas Goletz. Diddl ist ein eingetragenes Warenzeichen. Alle Rechte vorbehalten.

Wie wichtig ist die Marke Diddl und wie gross schätzen Sie das Marktpotential?

Der Markt an Kinderthemen ist natürlich enorm gross. Aber Diddl ist ein Klassiker und hat immer in den Köpfen seiner Fans weitergelebt. Wir gehen davon aus, dass das Marktpotential entsprechend gross wenn nicht sogar riesig ist.

Mittlerweile haben sich die Zeiten gewandelt und Diddl muss in die digitale Welt transportiert werden. Wie sieht die digitale Strategie aus und auf welche Kanäle setzen sie?

In der heutigen Medienlandschaft ist eine Lizenzvermarktung ohne digitale Komponenten nicht denkbar. Man muss die Fans dort abholen, wo sie sich aufhalten. Also wird Diddl „diddlital“. Das heisst wir räumen allen digitalen Plattformen eine grosse Priorität ein – sei es im App- oder Gamebereich auf iOS und Android, Facebook oder Instagram. Darüber hinaus ist auch eine Bewegtbildstrategie vorhanden. Hier werden u. a. Plattformen wie iTunes, Amazon oder YouTube berücksichtigt.

Das offizielle Diddl Logo © 2017 Thomas Goletz. Diddl ist ein eingetragenes Warenzeichen. Alle Rechte vorbehalten.

Allein auf Facebook erreicht die Fanpage bereits über 70.000 Fans. Diddl ist offenbar weit mehr als einfach nur ein Produkt, die Maus ist Kult. Am Design der Maus wurde nichts verändert. Gibt es dennoch Neuerungen, auf die sich alte, wie neue Fans freuen dürfen?

Das Design hat sich durchaus geändert. Es ist zeitgemässer geworden und dreidimensional. Gemeinsam mit Thomas Goletz, dem Schöpfer von Diddl, haben wir einen Styleguide mit den „alten“ zweidimensionalen Designs wie auch einen neuen dreidimensionalen Styleguide entwickelt, die ständig erweitert werden. Zusätzlich ist Diddl auch vermehrt im digitalen Umfeld zu finden. Weitere Neuheiten werden sich im Bereich des Bewegtbildes ergeben.

Diddl wird dreidimensional © 2017 Thomas Goletz. Diddl ist ein eingetragenes Warenzeichen. Alle Rechte vorbehalten.

Wo sehen Sie die Schwierigkeiten bei diesem Comeback und wo die Chancen?

Schwierigkeiten sehen wir keine. Wenn, dann sprechen wir nur von Herausforderungen. Diese liegen unter anderem im starken Konkurrenzfeld und in der Internationalisierung. Die Chancen und somit Stärken liegen in den zeitlosen Kernwerten der Marke und der nach wie vor sehr starken Fangemeinde und dem grossen medialen Interesse. Vielen bringt Diddl ihre Kindheit zurück und damit einhergehend eine unbeschwerte Zeit.

Offenbar lizenzieren Sie die Diddl Maus. Wie werden die Partner ausgewählt, damit eine gute Qualität garantiert werden kann?

Wir setzen auf die Zusammenarbeit mit langfristig bewährten Partnern, bei denen wir wissen, dass das Thema langfristig auf hohem Qualitätsniveau aufgebaut wird. Wichtig ist uns auch, dass die Produkte in erster Linie über den Fachhandel vertrieben werden. Wobei für die Endkunden auch der offizielle Diddl-Online-Shop eingerichtet wurde: www.diddl-shopping.de

Diddl und seine Freunde © 2017 Thomas Goletz. Diddl ist ein eingetragenes Warenzeichen. Alle Rechte vorbehalten.

Die Diddl Maus war vor allem im deutschsprachigen Raum bekannt. Denken Sie an eine Expansion in weitere Länder, oder sogar in den asiatischen Raum?

Die Diddl-Bubble-App, die im März vergangenen Jahres gelauncht wurde, erfreute sich besonders in China einer riesigen Nachfrage. So dass unser Partner b-interaktive gleich eine chinesische Übersetzung des App Store Textes in Auftrag gegeben hat. Unsere grossen Lizenzpartner wie die United Labels AG und auch Bullyland AG erhalten mittlerweile ebenfalls verstärkte Handelsanfragen aus dem Ausland – derzeit in erster Linie aus dem europäischen Raum.

Was können Marketingmenschen von der Diddl Maus lernen?

Hierzu könnte man sicherlich Seiten füllen. Grundsätzlich hat Diddl unter Beweis gestellt, dass rein illustratorische Marken über ihr besonderes Design und ihre Kernwerte sehr erfolgreich sein können. Dabei ist eine stete Anpassung und Weiterentwicklung an den Zeitgeschmack und an moderne Medien natürlich von immenser Bedeutung.

Homepage: http://www.diddl.de/

Online Shop: https://www.diddl-shopping.de/

Facebook: https://www.facebook.com/DieDiddlmaus

Instagram: https://www.instagram.com/diddl_shopping/?hl=de

Natur mal anders: Warum Rüebli plötzlich bei der Biotta AG arbeiten

Gesundheit in Zusammenhang mit der Ernährung ist momentan Trend. Auch im Bio-Bereich gibt es eine grosse Auswahl. Was Säfte anbelangt, so ist die Biotta AG ein Pionier. Seit 1957 bietet diese Firma biologische Säfte an und sieht eine nachhaltige Produktion, sowie eine hohe Qualität als bedeutend an. Gemäss der Biotta AG gilt: Mehr Natur geht in keine Flasche. Nun wurde der Slogan sogar auf die eigenen Mitarbeiter ausgeweitet. In einem Facebook Video zeigt die Biotta AG, passend zur Fasnacht, dass ihre Mitarbeiter das Motto gleich selbst vorleben und als verkleidete Rüebli ihren Arbeitsalltag absolvieren. Wie es dazu gekommen ist, erklärt Eva König von der Biotta AG.

Ein ganz gewöhnlicher Arbeitstag

Schmutziger Donnerstag – ein ganz gewöhnlicher Arbeitstag in Tägerwilen! #ahoi #helau #honarro #fasnacht

Posted by Biotta on Donnerstag, 23. Februar 2017

 

Frau König, die Biotta AG war schon immer sehr naturbewusst. Wie kamen Sie auf die Idee Ihre Mitarbeiter als Rüebli zu verkleiden und ein Video zu drehen?

Wir sind ein interdisziplinäres Social Media Team. Da entstehen immer viele verschiedene Ideen. Für den Fasnachts-Post wollten wir etwas Witziges machen, das aber auch gleichzeitig einen starken Bezug zu Biotta hat. Und da es den Biotta Rüebli-Saft schon seit 1957 gibt, musste das Rüebli eine Hauptrolle spielen.

War es schwierig intern die Verantwortlichen und vor allem die Mitarbeiter zu überzeugen, oder macht das Team jeden Spass mit?

Wie bereits erwähnt ist das Social Media Team recht kreativ und setzt sich aus verschiedenen Bereichen zusammen. Wenn die Idee alle überzeugt, macht auch jeder mit. Wir identifizieren uns sehr stark mit unserer Marke und dem Unternehmen Biotta. Da macht man gerne auch mal einen Spass mit.

Teamfoto (c) Biotta AG

Biotta ist ein Pionier im Bio-Bereich. Wie wichtig ist die Integration der digitalen Medien und auf welche Kanäle setzen Sie?

Die Integration der digitalen Medien ist uns enorm wichtig. Wir haben verstanden, dass es ohne diese kaum eine Zukunft für ein Produkt geben kann. Dennoch stehen wir hier erst ganz am Anfang. Momentan konzentrieren wir uns auf Facebook, Instagram, Newsletter und natürlich eine zeitgerechte Website.

Wie verbindet Biotta Tradition und Moderne?

Das kann ich gerne an einem konkreten Beispiel erläutern. Bereits seit 60 Jahren arbeiten wir vertrauensvoll mit Bio-Bauern aus unserer Nachbarschaft zusammen. Sie liefern bestes Bio-Gemüse für unsere Säfte. Und so wie wir, gehen auch die Bauern mit der Zeit. So haben wir erst kürzlich ein Video mit einem Bio-Bauern gedreht, in diesem erklärt er was er im Winter macht. Das Video haben wir für Facebook & Instagram genutzt und es war ein grosser Erfolg. So können wir unsere Tradition auch einer jüngeren Zielgruppe zeigen. Darüber hinaus sind natürlich neue, innovative Produkte das A und O. Dabei werden wir unsere Kernwerte (100% Bio, ohne Konzentrate, ohne Zusätze) immer bewahren. So wie wir dies bei den Biotta Veggies oder den Biotta SMOO`TEAs getan haben.

Welchen Stellenwert hat das Marketing bei der Biotta AG und wie nutzen Sie die Marketinginstrumente?

Das Marketing nimmt einen grossen Stellenwert bei uns ein. Dabei werden verschiedenste Marketing-Instrumente intensiv genutzt.

Biotta Produkte (c) Biotta AG

Wie wichtig sind die Mitarbeiter für den Unternehmenserfolg und welche Unternehmensphilosophie liegt der Biotta AG zugrunde?

Bei Biotta hat jeder einzelne Mitarbeiter eine Schlüsselrolle – vom Saftmischer über das Marketing bis zum Kundendienst. Jeder trägt einen wichtigen Teil zum Erfolg der Marke bei. Es liegt in unserer Natur, dass das Engagement jedes Mitarbeiters gleichwertig geschätzt wird. Denn nur so schaffen wir es weiterhin der Schweizer Bio-Pionier zu sein. Wir sind ein kleines, familiäres Unternehmen, das aber auch innovativ ist und überrascht. Darauf sind wir ganz besonders stolz.

Wenn Sie angehenden Marketingfachleuten einen biologischen Tipp geben könnten, was würden Sie raten?

Gutes Marketing basiert nicht nur auf Theorien, Systemen oder Lehrbüchern. Oft sollte man auch auf seine Intuition hören und sich immer wieder aufs Neue in Kundensicht versetzen. Das bedeutet manchmal auch einen unkonventionellen Weg zu gehen und Mut zu zeigen. Und dabei sollte man natürlich immer fleissig Biotta Säfte trinken. 🙂

Mehr über die Biotta AG:

www.biotta.ch

https://www.facebook.com/biottaCH