Digital Marketing bei der Migros Ostschweiz

Von den ZHAW Studierenden Mart Brueren, Boris Kopanja, Farschid Rashidi, Lars Widmer

Wirkungsvolle Displaywerbung beschäftigt die Marketingexperten weltweit. Reinhard Wittwer, Leiter Online Marketing der Migros Ostschweiz, gibt Auskunft wie die Displaywerbung auch wirkungsvoll daherkommen kann.

Wie betreibt die Migros Ostschweiz Marketing und über welche Kanäle?

Momentan werben wir bei der Migros Ostschweiz mehr über klassische Kanäle, wie zum Beispiel Zeitungsinserate oder Plakatwerbung. Wir merken jedoch, dass je nach Format, ein Wechsel in Richtung Online Marketing stattfindet. Vor allem in den Freizeit-Bereichen Säntispark und in den Trainingszentren MFIT ist ein Online-Shift spürbar. Grundsätzlich können wir immer von einem integrierten Marketing ausgehen, somit versuchen wir die besten crossmedialen Channels zu finden, damit wir den Kunden richtig abholen können. Wir bauen das Ganze zielgruppenspezifisch auf. Momentan ist es aber so, dass mehr in die klassischen Kanäle, wie zum Beispiel Plakatwerbung, investiert wird.

Uns interessiert besonders Display- und Bannerwerbung (statische Gifs/JPG oder animierte Werbung Flash/Rich Media Formate) was benutzt die Migros Ostschweiz mehrheitlich?

Diese Frage kann man grundsätzlich nicht so einfach beantworten. Es kommt immer auf die Zielgruppe und die Kampagne an. Wir unterscheiden zwischen Branding- und Performance Kampagnen. Bei Branding-Kampagnen steht das Unternehmen Migros im Vordergrund und bei Performance-Kampagnen möchten wir grundsätzlich mehr Umsatz generieren, indem wir einzelne Angebote oder Produkte bewerben. Mehrheitlich setzt man auf animierte Displaywerbung jedoch auf HTML5 Basis, da Flash-Formate veraltet sind.  Grund dafür ist, dass man durch animierte Banner mehr Botschaften vermitteln kann und somit mehr Aufmerksamkeit generiert. Teilweise lohnt sich eine animierte Displaywerbung nicht, weil die Kampagne entweder zu klein und zielgruppenspezifisch ist oder die Produktion der Kampagne mit animierten Bannern das Budget sprengen würde.

Gemäss Studien haben animierte Werbungen einen längerfristigen Effekt als statische. Welche Erfahrungen haben Sie diesbezüglich gemacht? Wie gehen Sie des Weiteren mit dem Wear-Out-Effekt um (Verlust der Werbewirkung aufgrund zu häufiger Kontakte)?

Wir haben ebenfalls diese Erfahrungen gemacht, kennen die Statistiken und setzen diese auch um. Gemessen wird das Ganze mit Google Analytics. Wir unterscheiden zwischen Display Advertising, wie beispielsweise Video Ads, und Werbung auf Social Media, sprich Social Ads. Bei unseren Branding-Kampagnen wird keine Rücksicht auf den Wear-Out-Effekt genommen, da die Marke Migros im Hinterkopf der Kunden bleiben soll. Bei Performance Kampagnen setzen wir auf das Prinzip des «Frequency Capping», wobei die Anzahl an Wiederholungen der gewünschten Werbung gesteuert werden kann.

Der Wandel von der klassischen Werbung hin zu Online Marketing ist für die Migros spürbar © Pixabay

Es gibt verschiedene Arten von Targeting, welche setzen Sie bei der Migros Ostschweiz am häufigsten ein?

Was wir generell immer einsetzen, ist Geo-Targeting, weil wir uns auf das Wirtschaftsgebiet Ostschweiz begrenzen. Auch demografisches Targeting wird eingesetzt, bei dem wir Alter und Geschlecht miteinbeziehen. Es kommt auch hier darauf an, was für eine Kampagne wir durchführen wollen.

Wie vermitteln Sie bei der Migros Ostschweiz Botschaften, preis- oder produktorientiert?

Es kommt auch hier ganz auf die Zielgruppe an. Grundlegend gehen preis- und produktorientierte Botschaften, zumindest bei uns, Hand in Hand und verschmelzen miteinander. Hinter jedem Preis steht ein Produkt.  

Welche Unterschiede von preisorientiert-animierten und produktorientiert-animierten Werbungen gibt es bei Ihnen?

Es kommt auch hier wieder auf die Kampagne an. Das Ziel muss klar sein. Beispielsweise stellen wir uns die Frage, ob wir mehr Abonnements verkaufen wollen oder die Frage, ob wir Branding betreiben sollen oder nicht. Bei Display-Advertising handelt es sich sehr oft um Branding-Werbungen. Wohingegen es beim Performance-Marketing andere Möglichkeiten, wie Retargeting, gibt.

Wie interagieren Werbebotschaften mit dem Targeting und den verschiedenen Formaten?

Allgemein haben wir das noch nicht getestet. Wir führen im Moment keine Testings durch. Wir sind momentan davon überzeugt, dass animierte Werbung besser funktioniert und setzen es deswegen auch so ein. Wir machen aber mehrere Anzeigegruppen, wo wir feststellen welche Werbetexte am besten ankommen und schalten diese dann frei. Oftmals schalten wir auch zwei auf und beobachten, welche der beiden mehr Erfolg hat. Danach optimieren wir die Kampagne dementsprechend.

Klickraten sind von mehreren Faktoren abhängig, was sind für Sie die drei Hauptfaktoren?

Wir denken Call-to-Action ist wichtig, die Botschaft selbst und ob wir die ermittelte Zielgruppe ansprechen. Bei Bannern auf mobilen Endgeräten darf die Werbung natürlich nicht stören. Sie muss gut schliessbar sein, ansonsten besteht die Möglichkeit, dass der Banner nervt oder sogar die Klickraten verfälscht. Die Statistik bei den Klickraten ist immer schwer lesbar. Bei animierter Werbung ist es so, dass die Botschaft schnell vermittelt werden muss, das heisst in wenigen Sekunden, sodass der User unmittelbar abgeholt werden kann und das Interesse nicht verloren geht. Online sind wir deshalb sehr schnelllebig unterwegs.

Wie messen Sie Wirkung und Erfolge der Marketing-Kampagnen?

Wir setzen überall Tracking OLS ein. Zusätzlich hilft uns Google Analytics bei der Nachverfolgung und Messung einer Kampagne. Hiermit messen wir Reichweite, Impressionen und Klickraten zusammen, was uns eine einfache Auswertung und Dokumentation einer gesamten Kampagne ermöglicht.

Dropshipping – wie Billigware aus Asien durch ausgeklügeltes Marketing zu „exklusiven Produkten“ wird

Von Andrea Lippuner

E-Commerce wird immer beliebter. Nicht nur die uneingeschränkte Verfügbarkeit, Zeitersparnis und Bequemlichkeit beim Onlineshopping sorgen dafür, dass E-Commerce erfolgreich ist, sondern auch eine neue Art des Supply Chain Managements – Dropshipping.

Wie die Y&R Group Switzerland, in einer im Mai 2018 veröffentlichen Studie, in welcher 2000 Personen im Alter zwischen 14 und 69 Jahren aus der Deutsch- und Westschweiz online befragt wurden, gezeigt hat, kaufen 100% der internet-aktiven Bevölkerung regelmässig online ein. Da beim Onlineshopping keine Möglichkeit besteht, die Wunschprodukte vor dem Kauf anzufassen und zu testen, ist den Kunden besonders wichtig, ausreichend Informationen zum Produkt vorzufinden. Diese Aussage bestätigt ebenfalls der 20-jährige E-Commerce Experte Leon Chaudhari in seinen Online Kursen. «Umfassende und hilfreiche Produktbeschreibungen sind beim Dropshipping das A und O.» Daher ist für den Erfolg eines Produktes die Präsentation und ein gezieltes Marketing von entscheidender Bedeutung.

Dropshipping als Geschäftsmodell

Dropshipping bedeutet Streckengeschäft bzw. Direkthandel. Konkret heisst dies, dass man als Onlinehändler die Ware, welche man auf seiner Plattform anbietet, nicht selbst besitzt, sondern durch den Lieferanten direkt an den Endkunden versendet wird. Somit hat der Onlinehändler zu keinem Zeitpunkt physischen Kontakt mit dem bestellten Produkt.

Dropshipping Ablauf © Andrea Lippuner

Wie günstige Produkte, teuer verkauft werden

Bei der von der Alibaba Group angebotenen Onlineplattform AliExpress, welche Ware von tausenden Unternehmen und Privatpersonen aus China und Umgebung anbietet, findet man von Kleidern über Elektronikartikel bis hin zu Babyartikeln fast alles, was das Herz des Homo oeconomicus begehrt. So findet man auf AliExpress unter dem Suchbegriff „Tibetan Bracelet“ ein Armband mit einer unattraktiven Beschreibung «AMIU 19 colors Tibetan Buddhist Love Lucky Charm» für USD 1.59 pro Stück mit einer relativ langen Lieferzeit von 30-50 Tagen. Zusätzlich zu dieser eher dürftigen Beschreibung des Produktes, erhält man keine nützlichen Artikeldetails. Das identische Armband kann ebenfalls über den Online Shop und Dropshipping Händler kundalinispirit.com bestellt werden. Das Armband wird dem Kunden dort zu einem „sensationellen Preis“ von USD 25.00 angepriesen. Zusätzlich kauft man sich mit dem Armband auf Kundalinispirit das Versprechen, dass dieses Armband von tibetischen Buddhisten produziert worden ist und alles Positive ins Leben ziehen wird. Kundalinispirit möchte damit bestimmte positive Emotionen im Kunden wecken, um dem angepriesenen Produkt, welches ursprünglich von AliExpress stammt, zusätzlichen Wert zu verleihen.

Screenshot vom günstigen Armband auf AliExpress © AliExpress

Screenshot von Kundalinispirit mit dem identischen Armband © Kundalinispirit

Leonardo Dicaprio in seiner unfreiwilligen “Rolle” als Testimonial

Mittels gezielter Facebook Werbung bekommt der potentielle Kunde den Eindruck, dass Leonardo DiCaprio ebenfalls Träger von einem Kundalinispirit Armband ist und somit als Testimonial für diese Unternehmung wirbt. Dies erhöht die Glaubwürdigkeit der Werbebotschaft, obwohl Leonardo DiCaprio natürlich nicht Kunde von Kundalinispirit ist und lediglich ein ähnliches Armband an einer öffentlichen Veranstaltung getragen hat.

Obwohl Kundalinispirit Werbung mit einer prominenten Person, ohne dessen Einwilligung gemacht hat, gibt der Erfolg dem Online Unternehmen recht. Mit über 85‘000 Likes auf Facebook und einer kauftüchtigen Kundschaft hat Kundalinispirit bewiesen, dass mit gezieltem Marketing, ein günstiges Produkt mit hoher Marge verkauft werden kann.

Über die Autorin

Bereits als kleiner «Knirps» hat sich Andrea Lippuner der Kunst des Marketings und Kommunikationswissenschaften bedient und damit ihre Schwester als Kundin für ihre selbstgemachten CHF 1.00 Sirups gewinnen können. Innovationen und wirtschaftliche Themen haben sie immer begeistert, daher war sie auch interessiert am Konzept des Dropshippings und hat sich aus Neugierde selbst einen Test Dropshipping Store erstellt.

Beruflich arbeitet sie als Management Support auf einer Bank in Zürich und weiss wie wichtig eine professionelle Unternehmenskommunikation ist und hat sich daher für den CAS Marketing- & Corporate Communications an der ZHAW in Winterthur entschieden.

Die Welt der Regenschirme steht Kopf

In der Schweiz bleibt man von Regen nicht verschont. Ab und an tröpfelt es auf unsere Köpfe und wir brauchen einen Regenschirm. So praktisch er auch ist, er ist auch ein bisschen unhandlich. Ausserdem dauert es einige Zeit, bis man ihn wieder trocken bekommt. Auch das Öffnen und Schliessen kann gerade im ÖV zum Problem werden. Ein junges Start-Up aus Berlin hat nun den Regenschirm komplett auf den Kopf gestellt und ein neues Modell lanciert. Der Suprella Regenschirm öffnet sich von innen nach aussen, damit wird man nie nass. Ausserdem ist er mit einer speziellen Nano-Beschichtung versiegelt. Die Regentropfen perlen am Material ab und der Schirm bleibt trocken. Fabienne von Suprella war bereit, uns einige Fragen zu beantworten.

Ein Regenschirm ist nicht gerade das spannendste Alltagsprodukt. Wie entstand die Idee, einen neuen Regenschirm zu kreieren?

In der Tat! Der Regenschirm wurde sozusagen durch den Suprella Pro wieder zu einem spannenden Alltagsprodukt! Die Idee entstand, als wir eines Tages bei einem Event alle klatschnass geworden sind – und das trotz Regenschirmen! Da dachten wir uns, dass es doch eine bessere Alternative geben muss, bei der zum Beispiel auch das Aus- und Einsteigen in ein Auto keine nassen Hemden und Haare mehr bereiten sollte. Die Lösung ist unser Suprella Pro – einfach umgedreht bringt der Regenschirm endlich den Schutz, den wir immer wollten!

Schirm mal anders, Innovation bei einem bewährten Produkt © Suprella

Kannst Du uns erklären, welche Besonderheiten diesen Schirm ausmachen und worin der Mehrwert für die Kunden besteht?

Gerne! Der Suprella zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass er sich andersherum öffnet als die meisten Regenschirme. Das sorgt für einfaches Ein- und Aussteigen aus dem Auto, sorgt aber auch dafür, dass die nasse Seite des Schirmes beim geschlossenen Schirm auf der Innenseite liegt und somit keine Kleidung oder wichtige Dokumente durchnässen kann. Ein weiteres besonderes Feature des Suprellas ist, dass er stehen kann! Klappst du den Suprella Pro zu ohne das Befestigungsband drum herum zu wickeln, kann der Suprella super stehen. So ist der Regenschirm endlich nicht mehr das lästige Ding, was man die ganze Zeit in der Hand halten muss, selbst wenn es nicht regnen sollte – einfach abstellen – und gegebenenfalls so trocknen lassen. Weitere Features des Suprellas sind der ergonomisch geformte C-Griff, der das Tragen nochmals erleichtert und dafür sorgt, dass man die Hände für die wichtigen Dinge frei hat! Die Nanobeschichtung des Schirmes ist natürlich auch ein wichtiges Feature, welche für den perfekten Perleffekt sorgt, sodass der Suprella Pro fast nie wirklich trocknen muss – auch nach ausgiebigem Einsatz im Regen.

Wie habt Ihr die Kundenbedürfnisse eruiert? Welche Aspekte sind den Kunden besonders wichtig?

Das Design ist für unsere Kunden sehr wichtig, daher haben wir vor allem Wert auf das Design gelegt und viele verschiedene schöne Möglichkeiten angeboten aus denen die Kunden anfangs wählen konnten. Aus den Farben und Mustern die unsere Kunden am schönsten fanden hat sich also schlussendlich unsere Produktpalette entwickelt. Auch der ergonomische Griff ist vor allem dazu da, im Alltag besseren Schutz zu bieten, ohne unsere Kunden in ihren gewöhnlichen Tätigkeiten einzuschränken. Der Griff liegt gut in der Hand und kann sogar über die Hand gestülpt werden, sodass die Hände frei für andere Tätigkeiten bleiben.

Wichtige Kundensicht, die sich im Design wiederspiegelt © Suprella

Wie wird der Schirm hergestellt und gibt es Variationsmöglichkeiten?

Wie der Schirm genau hergestellt wird ist natürlich absolutes Betriebsgeheimnis 😉 Wir arbeiten stetig an Veränderungen und Variationsmöglichkeiten für den Suprella, sind aber vorerst mit der Hauptversion des Suprella Pro’s sehr zufrieden. Natürlich gibt es immer Raum für Verbesserungen, die wir nicht übersehen möchten und sind daher immer dran, mit den neuesten Erkenntnissen zu gehen, um den Vorteil des Suprellas gegenüber anderer Regenschirme herausstechen zu lassen.

Welche Rolle spielt das Marketing bei Euch? Welche Marketinginstrumente nutzt Ihr?

Marketing spielt bei uns eine wichtige Rolle. Wir arbeiten mit verschiedenen Experten zusammen, um unsere Produkte auf attraktive Art und Weise in Szene zu setzen. Hierfür benutzen wir vor allem Facebookmarketing, da wir auf diese Weise viele Menschen auf einen Schlag erreichen können.

Online Marketing als wichtiger Faktor © Suprella

Welche Verkaufskanäle nutzt Ihr? Setzt Ihr auf online und offline Kanäle?

Wir verkaufen in erster Linie über unseren eigenen Shop, verkaufen aber auch zu gewissen Anlässen über Amazon oder Plattformen wie Groupon. Das sind dann meistens zeitlich limitierte Angebote.

Es gibt bei Suprella sogar einen PetBrella, also einen Schirm für den Hund. Welche weiteren Produktideen habt Ihr noch in Eurem Schirm?

Wir entwickeln gerade weitere Ideen, die wir an dieser Stelle als Betriebsgeheimnis natürlich nicht so einfach ausplaudern möchten. Wir können nur so viel sagen: Neue Ideen stecken schon in der Pipeline, also bleibt gespannt und lasst euch überraschen! 🙂

Auch Hunde werden mit einem speziellen Schirm geschützt © Suprella

Wenn Ihr angehenden Marketingfachleuten einen Tipp geben könntet, was würdet Ihr raten?

Bleibt kreativ!

 

https://suprellapro.com

https://www.facebook.com/suprella/

«Digital Marketing ist für uns unverzichtbar»

Roman Probst, Absolvent des CAS Digital Marketing

Roman Probst, Absolvent des CAS Digital Marketing

Ein gut orchestrierter Einsatz von digitalen Marketing-Instrumenten ist heute für viele KMU längst keine Kür mehr, sondern vielmehr Pflicht, um sich im Wettbewerb um die Gunst der Kunden zu behaupten. Roman Probst, Geschäftsführer der TRANSLATION-PROBST AG und Absolvent des CAS Digital Marketing, erzählt, wie sein Unternehmen die interaktiven Instrumente für die Kundengewinnung und -bindung einsetzt. Weiterlesen

«Sie lernen digitale Marketing-Instrumente so einzusetzen, dass sie auf übergeordnete Marketing-Ziele einzahlen»

Sandro Graf und Armin Ledergerber, beide verantwortlich für den CAS Digital Marketing an der ZHAW, erläutern im folgenden Video die Besonderheiten des Studiengangs. Dabei streichen sie insbesondere die hohe strategische Orientierung der vermittelten Inhalte und die holistische Betrachtung von Digital Marketing („klassisch“ digitales Marketing und Social Media) hervor. Zudem zeichnet sich der Studiengang dadurch aus, dass auch innerbetrieblichen Aspekten wie Digital Governance, Change Management und Empowerment der Mitarbeitenden eine hohe Bedeutung zugemessen wird. Denn nur wenn das Unternehmen und die Mitarbeitenden selbst verstehen, was der digitale Wandel für das Unternehmen bedeutet, lässt sich das Potenzial der Interaktivität in der Kundenbeziehung erschliessen.

Zudem beantworten Sandro Graf und Armin Ledergerber im Video Fragen zur internationalen Anerkennung des Abschlusses, zu den Teilnehmenden im CAS Digital Marketing und zu den Perspektiven nach Abschluss des Studiengangs.

Gerne stehen Ihnen Sandro Graf und Armin Ledergerber auch für ein persönliches Beratungsgespräch zur Verfügung. Nehmen Sie mit uns Kontakt auf, wir beraten Sie gerne!

Online Experimente mit dem Silent Surfer

Eine Neuentwicklung in der Online-Marketing-Forschung ist der „Silent Surfer“. Der Silent Surfer kann Webseiteninhalte verändern, um z.B. die Werbewirksamkeit zu messen. Das Tool bietet eine Lösung für die Durchführung von Online-Experimenten, vom Versand der Einladungs-E-Mail bis hin zur Online-Umfrage. Online-Experimente können nun durchgeführt werden, ohne Änderungen an zum Beispiel der Website vorzunehmen.

Immer mehr Personen surfen nicht nur stationär, also am heimischen PC, sondern tun dies vermehrt auch unterwegs. Zahlreiche Forschungsfragen stellen sich auf den Gebieten Online-Marketing und Mobile Commerce. Dennoch sind geeignete Forschungs-Tools rar. Es gibt Lösungen, welche das Testen von zwei Versionen einer Webseite ermöglichen. Diese Programme bieten jedoch keine umfassende Lösung an. Zudem setzen sie den Zugang bzw. die Kontrolle über die operative Website voraus. Der Silent Surfer, welcher vom Institut für Marketing Management der ZHAW entwickelt wurde, benötigt beides nicht. Mit dem Silent Surfer kann ohne Änderung des operativen Systems die Zusammenarbeit zwischen Kunden aus der Praxis und der Fachhochschule ermöglicht bzw. vereinfacht werden.

Die integrierte Lösung des Silent Surfer vereint eine Einladungs-E-Mail, eine Probandeninformationsseite (wo z.B. ein Situation bzw. Szenario beschrieben werden kann), einen Switch, der zufällige Probanden in mehrere Gruppen teilt (methodisch für ein Experiment notwendig) und zum Abschluss des Experiments eine Online-Umfrage miteinander.

Dieser integrierte Ansatz erlaubt die Auswertung von tatsächlichem Verhalten im Netz. Gleichzeitig können durch eine Umfrage Informationen über Hintergründe und Absichten ausgewertet werden.

Der Silent Surfer zeichnet sich durch folgende Vorteile aus:

  • hoher Realitätsgrad (hohe Validität)
  • Nutzung von echten Webinhalten (geringerer Ressourcenaufwand)
  • integrierter Lösungsansatz (einfache Handhabung)
  • kann ohne Änderung der operativen Systemen (live Umgebung) verwendet werden

Die Einsatzgebiete des Silent Surfers sind vielfältig. Er kann experimentell Webseiten bzw. Online-Shops und deren Gestaltung überprüfen. Ebenso ist die nähere Betrachtung des Pricing in einem Online-Shop möglich. Conversion Rates und Drop-Out-Rates können ebenfalls systematisch untersucht werden. Weiter kann Online-Werbung erforscht und die Werbewirksamkeitsmessungen (z.B. Wahrnehmungsmessung) durchgeführt werden. Als abschliessendes Beispiel wird Social Media angeführt, dessen Wirksamkeit auf Webseiten ebenfalls mit dem Silent Surfer untersucht werden kann. Dies sind einige Beispiele, die exemplarisch aufzeigen, wo der Silent Surfer in der Online-Marktforschung eingesetzt werden kann.

Für mehr Informationen kontaktieren Sie bitte Dr. Roger Seiler, Stadthausstrasse 14, roger.seiler@zhaw.ch, 058 934 73 03.

«2013 was all about social»

Gemäss socialbakers war das Jahr 2013 „all about social“. Auch 2014 wird die Interaktion zwischen Unternehmen bzw. Mitarbeitenden und Kunden weiter an Bedeutung gewinnen. Unserer Meinung nach werden im nächsten Jahr Themen wie Content Marketing, die Verknüpfung digitaler Initiativen mit Unternehmenszielen und deren Messbarkeit sowie die Skalierung von Social Media in Unternehmen zur Erreichung von digitaler Service-Exzellenz weiter an Bedeutung gewinnen.

Sind Sie und Ihr Unternehmen für 2014 gerüstet? Gerne geben wir Ihnen das digitale Rüstzeug im CAS Digital Marketing mit.

«Online-Marketing ist keine Disziplin, sondern eine Art zu denken»

Simon Künzler,
Dozent im CAS Digital Marketing

Langsam aber sicher verschieben sich die Marketing-Budget in Schweizer Unternehmen in Richtung digitaler Instrumente. Simon Künzler ist Dozent im neuen Zertifikatsstudiengang (CAS) Digital Marketing und zeigt in seiner Unterrichtssequenz Einsatzmöglichkeiten sowie Vor- und Nachteile der wichtigsten digitalen Online-Marketing-Instrumente auf.

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