Neues Buch zum Thema Emotionalisierung im digitalen Marketing

Die coolen Turnschuhe, das trendige It-piece, das neueste Smartphone: Über 70 % aller Verkaufsentscheidungen sind emotional begründet. Begeisterte Kunden sind die wertvollste Ressource für Unternehmen. Doch wie lassen sich Kundenbeziehungen emotional gestalten in einer Welt, in der sich Kunden und Verkäufer nicht mehr von Angesicht zu Angesicht begegnen?

Zu diesem Thema ist ein spannendes Buch entstanden. Hier werden die Emotionen nicht nur generell als wichtiger Faktor präsentiert, sondern es wird aufgezeigt welche Rolle sie im digitalen Marketing einnehmen können. Die Publikation, entstanden aus der Zusammenarbeit von wissenschaftlichen Experten aus dem Institut für Marketing Management der ZHAW und Fachleuten aus der Praxis, zeigt erfolgreiche Methoden für das Marketing auf.

Im Buch werden unter anderem die Themenfelder Kundenbeziehungsmanagement, Produktmanagement, Customer Experience Management, Konsumentenverhalten und das digitale Marketing präsentiert. Den Leser erwarten anschauliche Fallbeispiele und praxiserprobte Methoden. In einem ersten Teil werden zunächst die Grundlagen zu Emotionen und Marketing aus verschiedenen Perspektiven theoretisch beleuchtet. Im zweiten Teil folgen dann die Praxiscases und zeigen, welche Lösungen sich bewährt haben. Schliesslich hält das Buch Handlungsleitlinien und wertvolle Tipps zur Anwendung der Erkenntnisse bereit.

Ist das Interesse geweckt?

Hier kann man das Buch bestellen: https://shop.schaeffer-poeschel.de/prod/emotionalisierung-im-digitalen-marketing

Titel:                  Emotionalisierung im digitalen Marketing

Herausgeber:   Brian P. Rüeger/Frank M. Hannich/Rainer Fuchs/Steffen            Müller/Michael  Klaas/Adrienne Suvada

Verlag:              Schäffer-Poeschel

Bestell-Nr.:       E10444

ISBN:                 978-3-7910-4313-5

Auflage:            1. Auflage 2018

Umfang:            256 Seiten

Einband:           Hardcover

Produktart:       Fachbuch

Zwei neue Fachstellen am Institut für Marketing Management: Wichtiger Fokus auf Digital Marketing und Communication & Branding

Das Institut für Marketing Management baut seine Fachkompetenz in den Bereichen Digital Marketing und Communication & Branding aus. Die beiden Fachstellen betreuen wissenschaftliche Projekte, beraten aber auch Unternehmen bei Fragestellungen in diesen Bereichen.

Das Digitale Marketing wird immer komplexer und anspruchsvoller. Als Unternehmen einfach nur gut zu sein reicht heute nicht mehr aus, um sich im Markt zu behaupten. Hierzu benötigt es Experten, die mit ihrem Fachwissen sich nicht nur den operativen Herausforderungen im Marketing stellen, sondern sich auch mit den neuen technischen Potentialen für das Marketing auseinandersetzen können. Die Fachstelle Digital Marketing unter der Leitung von Dr. Michael Klaas deckt die aktuellen und zukünftigen Kernthemen des digitalen Marketings ab. Beginnend bei den strategischen Implikationen auf das Marketing, der Erarbeitung von Marketingautomatisierungslösungen und –Konzepten, bis zur Umsetzung von Akzeptanztests oder Prototypen in unterschiedlichen praxisorientierten Schwerpunktthemen erarbeitet die Fachstelle gemeinsam mit Unternehmenspartnern an neuen Lösungen. Das Team der Fachstelle vermittelt ihr Wissen auch in In-House Schulungen oder in massgeschneiderten Beratungsprojekten. „Das digitale Marketing unterliegt einem starken, immer schnelleren Wandel. Wir helfen Unternehmen mit den neuen, immer komplexeren Themen umzugehen, praktische Potentiale aber auch Grenzen aufzuzeigen„, meint Dr. Michael Klaas

Dr. Adrienne Suvada und Dr. Michael Klaas vom IMM

Kommunikation und Branding als wichtige Pfeiler

Nicht nur das Marketing, auch die Kommunikation verändert sich. Der Dialog mit der Kundschaft wird immer herausfordernder. Es gilt die Kommunikation innovativ auszugestalten und neue Wege zu gehen. Ausserdem braucht es ein geschärftes Markenprofil, um aus der Masse herauszustechen. Die Fachstelle Communication & Branding unter der Leitung von Dr. Adrienne Suvada versucht neue Ansätze in der Kommunikation und im Branding zu finden. Auch hier werden In-House Schulungen, spezifische Weiterbildungen sowie konkrete Projekte mit Partnern umgesetzt. „Leere Worthülsen sind nicht mehr gefragt. Kunden wie Medien benötigen eine klare und transparente Kommunikation auf Augenhöhe„, erklärt Dr. Adrienne Suvada.

Die beiden Fachstellen ergänzen das bestehende Spektrum des Instituts (CRM, Product Management, Behavioral Marketing, Customer Experience Management).

https://www.zhaw.ch/de/sml/institute-zentren/imm/ueber-uns/fachstellen/communication-branding/

https://www.zhaw.ch/de/sml/institute-zentren/imm/ueber-uns/fachstellen/digital-marketing/

Meerjungfrauen als neuer Trend

Nach Einhörnern geht es nun zum nächsten Trend. Wenn man den Stimmen glauben mag, so erobern ab jetzt Meerjungfrauen die Herzen der Kundschaft. Wir haben bei einer Expertin nachgefragt, auf was es bei Meerjungfrauen ankommt. Katrin Gray ist nicht nur Meerjungfrau-Model, sondern stellt auch Meerjungfrauenflossen her. Sie ist mit ihrem Geschäft sehr erfolgreich und bietet ihre Produkte international an.

Frau Gray, wie kamen Sie bloss auf die Idee eine Meerjungfrau zu werden und dann noch entsprechende Meerjungfrauenflossen zu verkaufen?

Alles fing mit dem Kindheitstraum an, eine Meerjungfrau zu werden. Etwa 20 Jahre nachdem ich das erste Mal Arielle sah, habe ich mich dazu entschlossen meinen Traum wahr werden zu lassen. Ich befand mich gerade in der Ausbildung zur Tauchlehrerin und absolvierte dann Apnoekurse, um meine Luft länger anhalten zu können. Ich baute meine erste eigene Flosse, trainierte meine Unterwasser-Model-Fertigkeiten und somit war Mermaid Kat dann offiziell im Mai 2012 geboren.

Im August 2012 eröffnete ich in Thailand die erste Meerjungfrauenschule der Welt und begann andere im Meerjungfrauenschwimmen zu unterrichten. Leider stellte ich schnell fest, dass jegliches Meerjungfrauenequipment, welches zu erwerben war, qualitativ eher mangelhaft war. Somit entschied ich mich dazu meine eigenen Meerjungfrauenflossen zu entwickeln, die nicht nur realistisch aussehen, sondern vor allem auch effizient und sicher im Wasser zu nutzen sind. Im April 2013 eröffnete ich dann meinen Online-Shop, den Mermaid Kat Shop, in dem nun Flossen aus Stoff und Silikon verkauft werden.

Katrin Gray ist schon seit Jahren erfolgreich als Mermaid Kat unterwegs © Ian Gray / Mermaid Kat

Für Nichtmeerjungfrauen, auf was kommt es bei den Flossen an und wie werden sie hergestellt?

Das wichtigste an einer Meerjungfrauenflosse ist die eingebaute Monoflosse, diese sorgt dafür mit der Flosse vernünftig schwimmen zu können. Eine Monofin sollte immer zwei separate Fusstaschen haben, die nicht auf dem Flossenblatt sitzen, sondern quasi als Verlängerung des Flossenblattes dienen. Die Fusstaschen sollten etwas Luft zwischen sich haben, so dass sich die Knöchel beim Schwimmen nicht aneinander reiben und Schmerzen verursachen können. Jede Fußtasche sollte ein eigenes Fersenband besitzen, um einen guten Halt zu garantieren. Ich persönlich bevorzuge Fersenbänder, die grössenverstellbar sind. Das Flossenblatt sollte aus einem Material bestehen, das widerstandsfähig ist, im Wasser jedoch nachgibt und nicht brechen kann. Die Flossen für Kinder und Anfänger werden dann normalerweise mit einem Stoffbezug bezogen. Die Silikonflossen werden alle in Handarbeit angefertigt und genau auf die Wünsche und Masse unserer Kunden individuell angefertigt.

Wie schwierig ist es mit diesen Flossen zu schwimmen? Ist das gefährlich, oder kann das theoretisch jeder lernen?

Die Schwimmbewegung beim Mermaiding ist für viele Menschen ganz natürlich und wesentlich leichter zu erlernen als andere Schwimmstile. Mit ein wenig Übung sollte also eigentlich jeder in der Lage sein, sich mit einer Meerjungfrauenflosse im Wasser fortzubewegen.

Mermaiding ist lernbar © Marten von Rauschenberg / Mermaid Kat

Auf Ihrem online Shop gibt es diverse Produkte, unter anderem Bikinis, Meerjungfrauenkronen und sogar Brautflossen. Sind noch mehr Produkte in Planung, die das Sortiment ergänzen werden?

Wir entwickeln uns stetig weiter und sind ständig in der Planung für neue Produkte. Im April 2018, zu unserem fünften Geburtstag, werden wir unsere Prinzessinnen-Meerjungfrauenflossen-Kollektion herausbringen.

Bei Meerjungfrau denkt man automatisch an Frauen und Mädchen, Sie haben aber auch Flossen für den Meermann. Müssen Männer nun umschwenken und mit Flossen durch das Wasser gleiten, um die Frauen noch zu beeindrucken?

Beim Unterrichten unserer Meerjungfrauenkurse haben wir etwa 90% weibliche Teilnehmer und nur etwa 10% Jungen und Männer. Beim Flossenverkauf sehen wir jedoch, dass immer mehr Flossen für die männlichen Wasserwesen bestellt werden. Erstaunlicherweise stellen wir sogar recht viele Silikonflossen für Männer her, welche bei knapp 2000 Euro keine günstige Investition sind.

Wie vermarkten Sie sich selbst, aber auch den online Shop? Welche Marketinginstrumente nutzen Sie?

Wir sind in erster Linie auf Instagram unterwegs. Facebook war vor ein paar Jahren ein tolles Marketing-Tool, bringt mittlerweile jedoch kaum noch Business. Ansonsten haben wir Glück, da Zeitungen und TV-Formate regelmässig über uns berichten und unsere Websites bei Google relativ hoch stehen.

Wie sieht die Konkurrenzsituation aus? Haben Sie keine Angst, dass ein grosser Produzent den Markt mit billigeren Produkten überrollt?

Es gibt bereits Billiganbieter, die Flossen verkaufen. Sicherlich gibt es einige Leute, die darauf anspringen. Unsere Flossen sind jedoch ganz klar in ihrer Qualität unbesiegbar. Billigflossen können schnell kaputtgehen und brechen und somit muss der Kunde letztlich dann doppelt oder dreifach investieren, als hätte er von vornherein gleich in ein Equipment mit einer guten Qualität investiert. Des Weiteren steht beim Meerjungfrauenschwimmen natürlich auch die Sicherheit im Vordergrund. Immerhin befinden wir uns beim Mermaiding mit zusammengebundenen Beinen im Wasser. Eine Flosse die im Wasser einfach zerbricht, kann ein grosses Risiko darstellen, besonders für Kinder. Als Eltern sollte man sich da schon im Klaren darüber sein, warum ein solcher Preisunterschied zustande kommt und dann entscheiden, wie viel ihnen die Sicherheit ihrer Kinder wert ist.

Sicherheit gilt als oberstes Gebot, gerade bei Kindern © Ian Gray / Mermaid Kat

Gemäss Trendexperten wird 2018 das Jahr der Meerjungfrau. Wie schätzen Sie das ein und wie gehen Sie vor, damit Ihr Geschäft langfristig Bestand hat?

Wir sind seit 2013 stetig am Expandieren und unsere Prognosen sehen weiterhin sehr positiv aus. Im Mai 2018 wird mein erstes Buch zum Thema Mermaiding erscheinen, in dem ich viele Tipps für Anfänger und Fortgeschrittene Meerjungfrauen und Meermänner gebe. Auch meine Meerjungfrauenschule expandiert stetig, hat bereits Standpunkte in Niedersachen, Schleswig-Holstein und Brandenburg. In Kürze werden Zweigstellen in Bayern und NRW eröffnen. Wir sind also bereit, um mit dem Trend mitzuwachsen.

Zum Schluss, welchen Tipp würden Sie Neu-Meerjungfrauen geben?

Als Grundvoraussetzung sollte das Bronze-Schwimmabzeichen abgelegt worden sein. Beim Kauf einer Meerjungfrauenflosse lieber gleich von Anfang an in gutes und sicheres Equipment investieren und zu Beginn einen Meerjungfrauenkurs in einer professionellen Meerjungfrauenschule besuchen. Des Weiteren sollten Meerjungfrauenflossen niemals ohne einen erfahrenen Buddy bzw. unter direkter Aufsicht im Wasser benutzt werden.

https://www.mermaid-kat-shop.de

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Faszinierende Meerjungfrau © Michael Aw / Mermaid Kat

Welche Hochzeitstrends dieses Jahr auf uns warten

Von Tania Kiarostami

Es geht nicht mehr lange, dann startet wieder die Hochzeitssaison. Bereits im April 2017 zeigte sich an der Bridal Week in New York, was die Trends für die Hochzeitssaison Frühling/Sommer 2018 sein werden. Es wird auf viel Spitze, Volants und markante Details wie schwarze Schleifen gesetzt. Immer öfters entscheiden sich werdende Bräute zudem für ein Hochzeitskleid welches nicht in typischem Weiss, sondern in zartem Rosa gehalten ist. Das Brautkleid kann so gut wie alles sein – ausser unauffällig.

Bei den Torten lautet die Devise Metallic, Metallic, Metallic. Egal ob golden, silbern oder roségolden, es muss glänzen. Für die Mutigen gibt es noch Varianten von Brushstroken Cakes und Dripped Cakes, hierbei schaut die Torte aus, als wäre sie mit dicken Pinselstrichen angemalt worden oder so als ob die Kuvertüre perfekt auf den Seiten runterlaufen würde. Auch der Marble Cake ist immer populärer. Das Marmordesign ist uns im 2017 schon auf Handyhüllen usw. begegnet, jetzt findet es seinen Platz auf der Hochzeitstorte.

Für die, die keine Torte oder zur Torte hinzu kleine Süssigkeiten wollen, gibt es auch in diesem Jahr wieder eine grosse Auswahl an Alternativen. Diese belaufen sich über die klassischen Cupcakes, Macarons, bis hin zu Donuts und Mirror Glaze Mousse-Törtchen.

Das wichtigste Element bei einer Hochzeit bleibt natürlich das Brautkleid. Wir haben bei Frau Serra, die in Winterthur ein Brautmodengeschäft betreibt, nachgefragt.

Frau Serra, Sie betreiben das Serra Brautmode Atelier in Winterthur. Die Hochzeitsaison 2018 steht an, welche Trends dürfen wir dieses Jahr erwarten?

Es gibt drei Trends, welche im 2018 hervorstechen:

  1. Glitzer

Bei den meisten Tüllkleidern im Prinzessinnenstil nähen wir eine Lage Glitzerstoff unter die oberste Tüllschicht. Dies dient dazu, dass wenn sich die Braut bewegt der Glitzer funkelt und das Kleid so zu einem magischen Märchenkleid wird.

  1. Schulterfreie Ärmel

Diese speziellen Ärmel können auf drei verschiedene Arten getragen werden. Entweder diagonal auf den Schultern, hängend, dass sie die Oberarme abgedeckt werden oder wie gewöhnlich so, dass die Träger Halt geben.

Diese schulterfreien Ärmel sind vor allem eine gute Option für Bräute, die sonst nicht ärmelfrei tragen, damit sie sich an ihrem grossen Tag wohl fühlen.

  1. Farbe

Vintage Rosa, Cappuccino und ein leichtes Gold sind die Farben, welche immer populärer bei den Bräuten werden. Die Bräute gehen immer mehr weg vom traditionellen weissen Kleid hin zu zarten Farben. Diese werden dann unter der obersten Spitzenschicht drapiert, damit sie zart durchscheinen.

Das Brautkleid ist nach wie vor entscheidend für viele Bräute © Serra

Können Sie uns erklären, wie generell ein solcher Kauf eines Brautkleides funktioniert? Die Kleider müssen ja in der entsprechenden Grösse der Braut lange Zeit im Voraus bestellt werden.

Normalerweise macht eine Kundin mit uns vier bis sechs Monate vor der Hochzeit einen Termin aus. Die Designer haben verschiedene Liefertermine, dies variiert von einem bis zu fünf Monaten. Nach der Lieferung des Kleides muss noch etwas Zeit einberechnet werden, im Falle, dass das Kleid noch Änderungen durch eine Schneiderin braucht.

Manche der Ausstellungsstücke können sofort zum Verkaufspreis gekauft werden, falls eine Braut nicht genügend Zeit hat ein neues Kleid zu bestellen.

Welche Marken haben Sie im Angebot und wie finden Sie die Kleider?

Die Designer sind persönlich aufgrund ihrer Einzigartigkeit ausgewählt worden. Alle bieten einen sehr spezifischen Stil in ihrer Kollektion. Zurzeit sind folgende Designer bei uns verfügbar:

  • Mia Solano (America) – Vor allem A-Linien-Kleider mit einer grossen Vielfalt an Spitzenlagen.
  • Crystalline (Netherlands) – Prinzessinenkleider mit viel Glitzer! Jedes ihrer Kleider kann in mehr als 40 verschiedenen Farben bestellt werden.
  • Elena Morar (Ukraine) – Ist unsere neueste Designerin. Ihre Designs sind sehr modern und futuristisch mit Blumen-Spitzen-Designs. Dies passt vor allem den jungen Bräuten.
  • Oksana Mukha (Ukraine) – Sie ist die berühmteste Designerin in der Ukraine. Sie ist immer an vorderster Front mit den neuesten Trends.

Diverse Designer mit einem spezifischen Stil © Serra

Wie setzt sich Ihre Kundschaft zusammen und was sind die Erwartungen?

Im Durchschnitt sind die Bräute zwischen 23 und 29 Jahren alt. Da alle Kleider handgenähte Designerkleider mit langen Zügen sind, sind sie gemacht für einen grossen Kircheneintritt und nicht, um sie bei einer kleinen Ziviltrauung zu verstecken.

Die meisten Kunden kommen direkt mit einem Bild ihres gewünschten Kleides an, in welches sie sich verliebt haben. Es kommt nur sehr selten vor, dass sie dann etwas komplett anderes kaufen.

Wie heben Sie sich von andere Brautmodegeschäften ab. Was sind Ihre Besonderheiten?

Am Tag des Treffens liegt unser Fokus zu hundert Prozent auf der Braut und der Brautentourage. Das ganze Geschäft ist geschlossen, so dass die Braut in einer komfortablen Atmosphäre die Kleider anprobieren kann. Im Budget gibt es keine Beschränkungen von den Kleidern, welche die Braut anziehen darf – wenn die Braut möchte, kann sie jedes Kleid im Geschäft anprobieren.

Sogar das Telefon ist in der Zeit bei uns auf stumm geschaltet!

Manche Bräute bestellen ihr Kleid direkt beim ersten Besuch im Laden und andere entscheiden sich zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal ins Geschäft zu kommen. Das ist ganz der Braut überlassen. Von der Braut wird in keinem Fall eine Gebühr verlangt.

Es werden der Braut Empfehlungen abgegeben, schlussendlich liegt die Entscheidung aber einzig bei ihr.

Die Digitalisierung ist in vollem Gange. Ein Brautkleid wird aber dennoch in den meisten Fällen im Laden gekauft. Sehen Sie das Internet als Gefahr oder integrieren Sie es in Ihr bestehendes Geschäftsmodell?

Der Kauf von Kleidern wird nie ganz online geschehen. Ein Teil der ganzen Brauterfahrung besteht darin das Kleid zu spüren und anzuprobieren, bevor man es kauft. Freunde und Familie sind ebenfalls aufgeregt, um der Braut beim Kauf beizustehen, Champagner wird verteilt und alle sind glücklich. Wer will das bei seiner eigenen Hochzeitserfahrung schon nicht?

Das Brautkleid will man anprobieren © Serra

Sie bieten auch Kleider zur Miete an. Wie reagieren die Kunden auf diese Möglichkeit?

99.9 % der Bräute entscheiden sich das Kleid zu kaufen. Die Mietmöglichkeit ist einfach eine extra Option für die Bräute, die aus irgendeinem Grund gerne mieten möchten.

Wie nutzen Sie das Marketing und wie kommunizieren Sie mit Ihren Kunden?

Marketing wird vor allem auf Facebook gemacht. Andere Wege haben wir auch versucht, aber Facebook ist bei Weitem am besten. Uns kostet eine Brautvereinbarung auf Facebook einen Franken. Anzeigen können so zugeschnitten werden, dass ein bestimmtes Publikum angesprochen wird. Dies spart Geld indem nicht die «falsche» Zielgruppe angesprochen wird.

Wo sehen Sie die Schwierigkeiten im Geschäft der Brautmode?

Weniger Personen aus der Schweiz heiraten als jemals zuvor. Wenn keine Hochzeiten stattfinden, dann werden auch keine Hochzeitskleider gebraucht.

http://www.serrabrautmode.ch/

SDV Dialogmarketing Report 2017: Kein «Einkaufstourismus» im Dialogmarketing

Erstmals wurde in der Schweiz mehr Geld für Dialogmarketing im Internet ausgegeben als für physische Aktivitäten, zeigt die Studie des Schweizer Dialogmarketing Verbands und des ZHAW Instituts für Marketing Management. Das Dialogmarketing ist zudem auf allen Kanälen aktiv, bevorzugt aber einheimische Dienstleistungen.

Kein „Einkaufstourismus“, es wird auf einheimische Qualität gesetzt

Die Dialogmarketing-Branche steht mitten im Prozess der Digitalisierung, muss mit der anhaltenden Frankenstärke auskommen und kämpft mit dem geplanten verschärften Datenschutz. ZHAW-Forschende befragten deshalb über 200 Auftraggeber und Dienstleister zu ihren Dialogmarketing-Aktivitäten. Dialogmarketing wird als Kommunikationsform verstanden, die interaktiv, persönlich und messbar sowie auf allen Kanälen aktiv ist. Durch den Dialog mit den Kunden können gezielt auf deren Interessen zugeschnittene Produkte und Dienstleistungen angeboten werden.

Das Dialogmarketing ist auf verschiedenen Kanälen präsent.

Dialogmarketing wird immer digitaler

Die diesjährige Dialogmarketing-Studie zeigt, dass die Digitale Transformation im Dialogmarketing angekommen ist. Denn erstmals haben die Ausgaben im Internet diejenigen für physische Sendungen überholt. Dieser Prozess wird sich gemäss den Studienautoren weiter fortsetzten.

Der «Einkaufstourismus» ist hingegen bei den Schweizer Unternehmen relativ wenig verbreitet und es sind auch keine Tendenzen dahin erkennbar. Es wird also auf Schweizer Dienstleistungen gesetzt. Die Auftraggeber haben auch Trends im Visier. Sie messen dem Influencer Marketing, Trigger-based Marketing oder automatisierten Bots eine hohe Bedeutung bei.

Verschiedene Trends sind relevant für die Dialogmarketing Branche

Digitalisierte Welt als Herausforderung

Der rasante Wandel bietet Herausforderungen, aber auch Chancen für diejenigen Dienstleister, die sich dem Wandel anpassen. «Die Digitalisierung hat einen Einfluss, dennoch sind zum Beispiel gedruckte Mailings immer noch sehr wichtig für die Branche und kaum wegzudenken», erläutert Studienleiter Frank Hannich von der ZHAW. Immer noch wird der weit grössere Teil des Dialogmarketings von den Unternehmen selbst umgesetzt. «Das Zusammenspiel im Dialogmarketing bleibt aber wichtig. Es braucht Spezialisten, die effiziente Kampagnen konzipieren und durchführen können. Sehr positiv ist, dass hier auf einheimische Dienstleistungen gesetzt wird», meint SDV-Präsident Milo Stössel. Dies hat auch die ZHAW-Studie bestätigt, denn die Herausforderung in einer digitalisierten Welt im Dialog mit den Kunden zu bleiben, lässt die Bedeutung von Dialogmarketingexpertise stetig steigen.

Die Digitalisierung zeigt sich auch im Dialogmarketing

Die Studie zum Download

www.zhaw.ch/imm

https://sdv-dialogmarketing.ch/

Traumboote und zielgruppenorientiertes Marketing

Boote sind neben Autos und Immobilien ein Statussymbol. Es muss aber nicht immer das Meer sein, auch auf Schweizer Gewässern kann man schöne Ausfahrten per Schiff machen. Es gibt diverse Bootstypen, die zur Verfügung stehen. In der Zentralschweiz gibt es die Caminada Werft in Horw, die sich schon seit 1966 mit Booten befasst. Der Geschäftsführer und Werftchef Crisha Müsken war bereit, die Luke zu öffnen und einen Einblick ins Innere der Caminada Werft zu gewähren.

Herr Müsken, auf den Schweizer Gewässern gibt es gerade in der Sommerzeit diverse Boote. Die Werften dahinter sind aber fast nur den Bootsfahrern bekannt. Können Sie uns erklären, was die Arbeit der Caminada Werft beinhaltet und welche Produkte resp. Dienstleistungen Sie anbieten?

Wir bieten Dienstleistungen rund um das Boot an: Dies sind zum Beispiel der An- und Verkauf von Gebrauchtbooten, die Beratung beim Bootskauf und Expertisen, der Bootshandel und Verkauf von Neubooten, Reparaturen aller Bootsmarken & Service. Daneben stellen wir noch Sonderanfertigungen her und bieten auch Transportlösungen, Einwasserungen der Boote sowie Winterlager an. Wir arbeiten schweizweit und in den Grenzgebieten.

Werftchef Müsken an der Arbeit © Caminada Werft

Welche Boote sind bei Ihren Kunden am meisten gefragt und wie erkennen Sie die Kundenbedürfnisse?

Im Moment liegt der Trend klar auf kleineren Booten, angefragt und verkauft werden am meisten Kabinenboote, Bowrider und Cruiser. Da wir mit dem Kunden täglich in Kontakt sind, sei es in Reparaturarbeiten, Service oder Erstkontakt im Verkauf, hören wir genau hin was gefragt ist und reagieren darauf.

Wir haben auch schon Boote selber gebaut und abgeändert, um den Bedürfnissen gerecht zu werden. Manchmal muss man Boote auch zeichnen und dann in Auftrag geben.

Gibt es auch extravagante Wünsche von Kunden, die Sie nicht erfüllen können, oder ist mit geeignetem Geldbeutel fast alles machbar, was rechtlich erlaubt ist?

Extravagante Wünsche gibt es immer und möglich ist fast alles. Wenn man aber dem geneigten Kunden das Ganze vorrechnet, wird dann schnell einmal überlegt ob man nicht darauf verzichten kann. 🙂

Wir haben aber schon viel gemacht, z.B. eine spezielle Bar, wo per Knopfdruck Bacardi oder Wodka herausläuft.

Wie präsentiert sich der Bootsmarkt in der Schweiz? Gibt es viele Konkurrenten?

Der Markt ist hart umkämpft, es gibt 190 Werften in der Schweiz bei einer kleinen Wasserfläche. Die Margen sinken bei Bootverkäufen klar, ähnlich wie im Automarkt.

Um den Markt zu verstehen, ein kleiner Vergleich: Eine kleine regionale Autogarage hat mehr Kundenpotenzial in der Region, als wir schweizweit. Wir müssen die Schiffe an den jeweiligen Standorten holen und wieder bringen.

Eine Werft zu betreiben ist sehr anlageintensiv, man braucht viel Platz und einen veritablen Fuhrpark.

Wie hoch ist der Konkurrenzdruck aus dem Ausland?

Deutschland und Österreich mischen mit. Der Druck ist da, diese Märkte funktionieren aber anders, bei uns zieht „Geiz ist Geil“ nicht, der Schweizer Kunde will Qualität und reagiert empfindlich auf schlechte Arbeit.

Leute. die sich Boote leisten können haben auch Geld für einen Anwalt, das sollte einem immer bewusst sein.

Die Caminada Werft ist auf dem Internet, aber auch auf diversen sozialen Netzwerken aktiv. Wie wichtig sind Ihnen diese Kanäle?

Wir nutzen die neuen Medien, aber die klassischen Werbekanäle sind klar stärker. Unsere Zielgruppen kaufen immer noch an Messen und über Inserate. Der Bootskunde ist so zwischen 35 und 75 Jahre alt.

Wie nutzen Sie das Marketing?

Zielgruppenorientiert und mit Werbekontrolle.

Gibt es eine bestimmte Zielgruppe, die Sie ansprechen wollen und planen Sie auch jüngere Zielgruppen für Boote zu begeistern?

Unsere Zielgruppe sind Leute, die dem Wassersport irgendwie nahestehen. Leute die schon Boote haben. Wir machen Sponsoring bei Wassersport Vereinen, Segelschulen, um den jungen Leuten den Zugang zum Wassersport zu ermöglichen.

Die Caminada Werft will die Begeisterung für die Boote wecken © Caminada Werft

Wo sehen Sie die Schwierigkeiten in Ihrer Arbeit?

Qualifiziertes Personal, das ist die Hauptherausforderung in unserem Gewerbe. Die Boote werden immer technischer, elektrischer, spezieller und der Kunde wird immer anspruchsvoller, da braucht es wirklich sehr gute Leute am Platz.

Zum Schluss, wenn Sie sich ein Boot ganz nach Ihren Wünschen fertigen dürften, wie würde dieses aussehen?

Ein Produkt muss bei mir folgende Merkmale haben: Fabelhaftes Design, spitzen Performance und kleiner Preis.

Diesen Wunsch habe ich mir privat erfüllt mit der: MS Rolling Home und im Kunststoffbereich mit dem Tullio Abbate 28 Sunshine. Den Tullio Abbate haben wir mitentwickelt!

Mehr über die Caminada Werft

http://www.caminadawerft.ch

https://www.facebook.com/caminadawerft

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https://www.instagram.com/caminadawerft.ch/

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Soziale Nachhaltigkeit in Schweizer Unternehmen – ein aktueller Einblick

Von Christine Bircher

Erkenntnisse der Bachelorarbeit von Christine Bircher im Rahmen des Bachelorstudiengangs Betriebsökonomie der ZHAW School of Management and Law.

Durch die Globalisierung von Unternehmen und Wertschöpfungsketten sind in den letzten Jahren soziale Themen, wie Arbeitsbedingungen, Menschenrechte und Korruption in die politische und gesellschaftliche Debatte gerückt. Kunden verlangen vermehrt Produkte, deren Herstellung minimale Standards sozialer Nachhaltigkeit erfüllen. Studien zeigen aber auch, dass Unternehmen ihre soziale Verantwortung vermehrt wahrnehmen, weil eine tadellose Reputation und sozial verträgliche Arbeitsbedingungen in Zeiten des Fachkräftemangels ein entscheidender Erfolgsfaktor auf dem Arbeitsmarkt sind.

Die Bachelorarbeit untersuchte den aktuellen Stand sozialer Nachhaltigkeitsaktivitäten in Schweizer Unternehmen und wie sich diese in den letzten fünf Jahren verändert haben. Basierend auf aktuellen Trends und Studien wurden 58 Schweizer Unternehmen aus verschiedenen Branchen befragt und die Ergebnisse mit dem Swiss Corporate Sustainability Survey 2012 der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften verglichen.

Die wichtigsten Erkenntnisse der Studie

  • Interesse: Schweizer Unternehmen beschäftigen sich vermehrt mit sozialer Nachhaltigkeit. Begründet werden Nachhaltigkeitsaktivitäten primär durch die Verbesserung der Unternehmensreputation, der Stärkung der Kundenbindung und der Attraktivitätssteigerung auf dem Arbeitsmarkt.
  • Stakeholder: In Zusammenhang mit sozialer Nachhaltigkeit befassen sich die meisten Schweizer Unternehmen eingehend mit den Erwartungen ihrer Stakeholder, insbesondere mit denjenigen von Kunden, Mitarbeitern und Lieferanten. Die verstärkte Interaktion mit Stakeholdern führt zu mehr Transparenz im Umgang mit Nachhaltigkeitsthemen, was sich oftmals in der Einhaltung von Standards und Zertifikaten sowie in Mitgliedschaften bei Verbänden äussert. Tendenziell investieren grosse Unternehmen dafür mehr Mittel.
  • Themengebiete: Für Schweizer Unternehmen sind Arbeitssicherheit, Gesundheitsschutz, Arbeitsmarktfähigkeit und Förderung der Mitarbeitenden sowie faire Wettbewerbspraktiken in Bezug auf soziale Nachhaltigkeit am wichtigsten. Generell werden Themen zu Arbeitspraktiken und menschenwürdiger Beschäftigung am intensivsten bearbeitet. Menschenrechtsthemen werden je nach Grösse und internationaler Verflechtung des Unternehmens unterschiedlich gewichtet.

Soziale Nachhaltigkeit als bedeutendes Thema für die Unternehmen © eigene Darstellung von Christine Bircher

Die Zukunft sozialer Nachhaltigkeit in der Schweiz

Aus Sicht von Schweizer Unternehmen steigt die Bedeutung sozialer Nachhaltigkeit. Sie gehen davon aus, dass dazu mehr finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt werden müssen. Externe Herausforderungen werden vor allem bei der Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft und der zunehmenden Bedeutung von Work-Life-Balance gesehen.

Die Resultate verdeutlichen, dass sich Schweizer Unternehmen in einer fortgeschrittenen Entwicklungsstufe des Nachhaltigkeitsmanagements befinden. Daher sollten Unternehmen soziale Nachhaltigkeit nicht als Risikofaktor sehen, sondern als Chance zur strategischen Differenzierung.

Über Christine Bircher

Christine Bircher arbeitet am Center for Law & Economics der ETH Zürich und hat diesen Sommer erfolgreich ihr Bachelorstudium in Betriebsökonomie mit Vertiefung in General Management an der ZHAW abgeschlossen. Im Herbst wird sie ihr Masterstudium an der ZHAW in Business Administration – Major Marketing beginnen..

http://www.lawecon.ethz.ch/people/bircher.html

Schweizer Türen für Elfen und Feen

Märchenhaftes Marketing ist momentan im Trend. Der Einhorn-Hype hat gezeigt, dass die Menschen sich gerne in imaginäre Welten flüchten. Im Märchenland tummeln sich aber nicht nur Einhörner, sondern auch Elfen – und die brauchen Türen, denn wie sonst sollten sie in unsere Welt eintreten können? Stephen McEwen und Karin Brown lebten in Neuseeland, als Stephen die ersten Elfentüren herzustellen begann und offenbar gab es viel Bedarf im Elfenland nach diesen Türen. Mittlerweile sind die beiden in die Schweiz gezogen und stellen mit dem Label Imagination Doors die kleinen Elfentüren in Handarbeit her.

Frau Brown, auf unserem Blog haben wir schon viele Geschäftsideen vorgestellt, aber Ihre Produkte übertreffen alles. Wie kamen Sie auf die Idee Türen für Elfen herzustellen?

Mein Mann, Stephen McEwen, ist gelernter Zimmermann und ist ein sehr kreativer Mensch. Er war schon immer von Magie, Feen und der Märchenwelt insgesamt fasziniert. Er wohnte eine zeitlang auf der Insel Mann. Dort sind Feen und Elfen ein Teil der Kultur.

Eines Tages war er in seiner Werkstatt in Neuseeland und bastelte ein paar winzige Tische und Stühle die er dann in unserem Garten versteckte. Dann hat er sie unseren Kindern gezeigt. Die waren damals noch jung, ca. drei und zwei Jahre alt. Sie waren natürlich total begeistert von der Idee, dass vielleicht Feen und Elfen in unserem Garten wohnten.

Um diese Geschichte zu erweiterten hat Stephen eine kleine Türe hergestellt. Unsere Töchter waren entzückt. Ebenso unsere Freunde die auch ihre eigenen Türen wollten.

Das Ganze fing zu wachsen an, nachdem er heimlich Türen in unsere Nachbarschaft montiert hatte. Zum Beispiel am Strand, auf Spielplätzen und auch bei einer Kita. Das Phänomen sprach sich in unserer Community herum. Als wir eine Facebook Seite erstellten, entdeckte unsere Nachbarin, dass wir die Elfentüren herstellen. Sie hat durch ihren breiten Bekanntenkreis viele Leute auf uns aufmerksam gemacht. Wir fingen an die Türen zu verkaufen und das war der wirkliche Anfang von «Imagination Doors».

Steven McEwen, ein Iron Maiden Fan, der Türen für Feen und Elfen herstellt © Imagination Doors

Was als Idee begann, stiess auf viel Liebe seitens der Kundschaft. Was meinen Sie, weshalb kaufen die Menschen Elfentüren?

Kinder werden automatisch von den Türen angezogen. Ich glaube, dass das so ist weil die Türen eher auf Augenhöhe der Kinder sind. Die Türen sind normale Gegenstande, kommen aber in ganz aussergewöhnlichen Umgebungen vor. Eine winzige Tür in einem Baum sieht man sonst eben nur in Büchern. Vielleicht erinnern die Türen die Kinder an Märchen.

Die Türen sind auch starke Symbole: Sie repräsentieren einen Übergang. Wir haben Türen für Familien zum Andenken für Verstorbene gemacht. Diese wurden individuell verziert, damit der Verstorbene noch präsent bleibt.

Gleichzeitig sind sie geheimnisvoll. Sie sind wie Fragezeichen und alle die sie anschauen stellen sich ihre eigenen Fragen dazu und müssen auch ihre eigenen Antworten erschaffen. Und obwohl das jetzt keine bescheidene Antwort ist:  sie sind extrem gut gemacht und gebaut. Deshalb sind sie auch schön anzusehen.

Kinder sind automatisch fasziniert von diesen Türen © Imagination Doors

Wer ist Ihre Zielgruppe, nebst Kindern, werden sich doch auch Erwachsene unter den Liebhabern finden lassen, oder nicht?

Natürlich gibt es auch viele Erwachsene die sich in den Türen verlieben. Viele Erwachsene haben einen Durst nach Fantasie und dem Geheimnisvollen.

Wie werden die Türen hergestellt? Ist wirklich alles Swiss Made und Handarbeit?

Die Türen werden hier, in Steinhausen hergestellt. Stephen ist zwar (noch) kein Schweizer aber unsere Töchter und ich sind Schweizerinnen. Er kauft die Materialien hier von Schweizer Firmen (verschiedenes Holz, Leim, Farbe und Sachen wie Pinsel). Den Glitzer kaufen wir im Ausland da es einfach nicht möglich war, die Mengen und Farbenvielfalt in der Schweiz zu finden. (Wir haben es zwar versucht, aber leider erfolglos.) Die Türgriffe haben wir selbst entworfen, aber sie werden auch im Ausland gefertigt, da es sehr aufwendig ist, sie selbst herzustellen. Eine weitere Herausforderung war es, sämtliche Werkzeuge zu beschaffen. Stephen wollte unbedingt mit vertrauten Marken arbeiten und wir brauchten lange bis wir wirklich ausfindig gemacht haben, wo wir was kaufen könnten. Um für die Swissmade Marke zu qualifizieren muss man 75% Schweizer-Ressourcen benützen. Ich glaube das haben wir locker.

Kleine Türen, aber viel Handarbeit © Imagination Doors

Ist es möglich die Türen personalisieren zu lassen? Quasi eine Massarbeit nach eigenen Wünschen?

Ja, es ist möglich die Türen anzupassen. Das haben wir früher auch sehr viel gemacht. Wenn man auf unserem Instagram etwas sucht, findet man sehr viele Türvarianten. Die Option individuelle Türen zu bestellen, werden wir aber erst dann wieder anbieten, wenn wir uns gut eingerichtet und organisiert haben. Es wird auch entsprechend mehr kosten. Der Zeitaufwand ist viel höher, da wir dann sehr eng mit den Kunden zusammenarbeiten, um ihre Wünsche möglichst gut umzusetzen.

Bleiben Sie bei den Türen oder dürfen wir noch auf weitere Produkte gespannt sein? Eventuell auch ein Elfenbett oder eine Elfenkutsche?

Ehrlich gesagt weiss ich selber nie genau was Stephen für neue Ideen haben wird. Ganz zierliche Sachen sind viel schwieriger und benötigen auch andere Werkzeuge. Dafür sind wir noch nicht ausgerüstet. Auch fehlt uns der nötige Platz in der Werkstatt. Hoffentlich können wir in der Zukunft zusätzliche Sachen anbieten.

Was sicher kommen wird, sind Türen in verschiedene Grössen und mit unterschiedlichen Details. Davon gibt es jetzt schon welche, die in der Werkstatt rumschwirren. Was wir jetzt schon bald anbieten werden, sind kleine Glasflaschen mit „Süssigkeiten“ für die Elfen (auch handgemacht von uns). Damit können Kinder Elfen zu ihrem neuen Haus locken und auch verpflegen. Auch kleine Briefkästen sind angedacht.

Das waren die ersten Stühle und Tische, auf weitere Produkte darf man gespannt sein © Immagination Doors

Welche Marketinginstrumente nutzen Sie? Sie arbeiten ja vor allem online und sind auch auf Social Media aktiv…

Soziale Medien werden immer ein wichtiger Bestandteil unserer Marketingstrategie sein. Darum auch der Kickstarter. Es wird uns ermöglichen bessere Verpackung zu gestalten, was uns viel Zeit ersparen wird. Aber wir hoffen, dass er auch Aufmerksamkeit für unsere Produkte erzeugt.

In Neuseeland lief 80% des Verkaufs über Facebook Wir haben Türen an Kita’s verschenkt. Wir sind auch auf Weihnachts- und Handwerkermärkte gegangen und waren in Neuseeland ab und zu in den Zeitungen. Was wir auch gemacht haben, ist Cafés anzusprechen und fragen, ob sie eine Tür wollen, die ihrer Marke entspricht. Zum Beispiel in Wellington, gab es schlussendlich ca. 8 Cafés die eine Türe hatten. Wir hatten auch unsere „Wilde Türen“ die wir auf Spielplätzen und am Strand installiert haben.

Hier in der Schweiz werden wir alles ähnlich machen, aber sicher auch direkt Geschäfte ansprechen, die entsprechende Holzsachen, Kunst oder Spielsachen verkaufen, da wir glauben, dass Facebook hier viel weniger bewirken wird. Aber „wilde Türen“, Café-Türen und Kita-Türen werden wir sicher wieder einführen. Wir wollen aber auch weltweit Türen verschicken, deshalb recherchieren wir weitere Möglichkeiten zur Werbung. Wir werden sicher noch auf Facebook und besonders auch auf Instagram aktiv bleiben. Wir verlinken unsere Posts mit Twitter und Pinterest aber investieren dort weniger Zeit.

Personalisierte Türen für Cafés – schliesslich wollen auch Elfen und Feen Kaffee trinken © Imagination Doors

Aus Ihrer Sicht, warum faszinieren diese Märchenwelten die Menschen so sehr?

Wir haben auch von einer Logopädin gehört, die mit ihrer Türe das Schreiben fördert. Die Kinder schreiben an ihre Elfen und diese schreiben zurück. Eltern können gemeinsam mit ihren Kindern Geschichten erfinden und aufbauen. Manchmal erzählen sie uns diese. Auf unserer Facebook Seite sind unzählige Aussagen von Kunden, die voller Begeisterung die Türen und die Möglichkeiten sie zum Leben zu erwecken, erzählen. Vielleicht auch, weil sie uns an die eigene Kindheit erinnert. Ich glaube die Möglichkeit, dass es doch vielleicht Zauber in der Welt gibt, ist sehr verlockend.

Wie sehen Sie die Marktentwicklung, werden die Elfentüren ein Erfolg?

Wir würden gerne wachsen. Als erstes würden wir gerne eine grössere oder sogar zusätzliche Werkstatt mit mehr Werkzeugen haben (Man kann nie genug haben!). Irgendwann wäre es toll, wenn jemand anders die ganze Administration übernehmen könnte. Wenn wir eine zweite Person hätten, die bei der Herstellung mithilft, würde Stephen sich eher den Anfragen für die massgeschneiderten Türen und den neuen Ideen widmen.

Wir haben extreme viele Ideen. Zum Beispiel möchte ich gerne mal kleine Türen als Weihnachtsbaumschmuck herstellen. Wir haben auch mal mit winzigen Halskettenanhängern experimentiert und T-Shirts entworfen. Aber das alles braucht Zeit für die Planung.

The sky is the limit!

Mit dieser Tür hat alles angefangen und ein Ende ist noch lange nicht in Sicht, denn der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt © Imagination Doors

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ZHAW und PIDAS mit neuer Studie: Guter Kundenservice ist wichtiger als der Preis

Kunden schätzen guten Service mehr als tolle Produkte oder günstige Preise. Mit Unternehmen treten sie vor allem per E-Mail, Telefon oder am Verkaufsort in Kontakt. Dies zeigt eine ZHAW-Studie in Kooperation mit PIDAS. Aus Sicht der Unternehmen gewinnen digitale Kontaktkanäle wie Live-Chats künftig klar an Bedeutung. Viele Kunden sind jedoch gegenüber nicht-menschlichen Kommunikationspartnern wie Chatbots skeptisch eingestellt.

Wie kommunizieren Kunden am liebsten mit Unternehmen? Welche Rolle spielen Chatbots beim Kundenservice? Welche Marken sorgen für Begeisterung? In Kooperation mit dem international tätigen Dienstleistungsunternehmen PIDAS haben ZHAW-Forschende die bisher umfassendste Studie zum Thema Kundenservice im deutschsprachigen Europa durchgeführt. Mehr als 3’500 Konsumentinnen und Konsumenten sowie 100 Vertreterinnen und Vertreter unterschiedlicher Unternehmen und Branchen haben an der Umfrage teilgenommen.

Telefon am häufigsten – E-Mail am beliebtesten

Die häufigsten Kanäle, um mit einem Unternehmen oder einer öffentlichen Stelle in Kontakt zu treten, sind nach wie vor Telefon (50%), E-Mail (21%) oder die persönliche Begegnung am Verkaufsort (17%). Dies, obwohl die befragten Kundinnen und Kunden angeben, E-Mail von allen möglichen Kontaktkanälen zu bevorzugen. «Wenn dieser Kontaktkanal prominenter platziert würde, könnte das für Kunden durchaus einen Mehrwert bieten und zu einer Verbesserung des Serviceerlebnisses beitragen», sagt Studienleiter Kurt Ackermann vom Institut für Marketing Management der ZHAW School of Management and Law. «Aus Sicht der Unternehmen gewinnen digitale Medien wie etwa Live-Chats, Videotelefonie oder Messaging Services als Kontaktkanäle in Zukunft klar an Bedeutung.» Für Unternehmen gelte es, die Mehrwerte dieser neuen Kanäle verständlich zu kommunizieren und dieses Versprechen mit einem angenehmen Serviceerlebnis einzulösen.

Präferierte Kontaktkanäle

Akzeptanz digitaler Kommunikationspartner

Viele Kundinnen und Kunden sind jedoch nicht-menschlichen Kommunikationspartnern gegenüber noch sehr skeptisch eingestellt. Nur 40 Prozent der Befragten können sich vorstellen, mit digitalen Partnern wie Chatbots oder Voice-Robots zu interagieren (davon 7,6 % ja und 31,8 % vielleicht). Die Akzeptanz dafür ist vor allem dann hoch, wenn auch die Kontaktaufnahme über einen digitalen Kanal erfolgt und es um ein Anliegen geht, das einfach gelöst werden kann. «In Bezug auf Robotics im Kundenservice sollten zuerst Kanäle wie E-Mail, Chat und Messenger automatisiert werden, bevor komplexe und kostenintensive Sprachportale und Voice-Roboter angeboten werden», sagt Frédéric Monard, CEO von PIDAS. «Roboter werden grösstenteils darum nicht akzeptiert, weil sie komplexere emotionale Bedürfnisse bisher nicht berücksichtigen können».

Akzeptanz der Interaktion mit digitalen Partnern

Gerade die emotionale Komponente spielt aber eine zentrale Rolle bei der Kundenbindung. Lediglich 21 Prozent der Befragten sind von einem Unternehmen begeistert oder können sich besonders mit ihm identifizieren. Kunden, die sich als Fans eines Unternehmens bezeichnen, tun dies in erster Linie aufgrund des Kundenservice (61%), noch vor den Produkten und Dienstleistungen (56%). Der Preis hingegen spielt eine untergeordnete Rolle (23%). Unternehmen überschätzen ihre Fanquote zum Teil massiv. «Sowohl die befragten Unternehmen wie auch Personen, welche sich noch nicht als Fan eines Unternehmens bezeichnen, glauben, dass es vor allem tolle Produkte und Dienstleistungen sind, welche Kunden zu Fans machen», sagt Studienleiter Kurt Ackermann. «Tatsächlich scheint aber ein guter Kundenservice der ausschlaggebende Grund dafür zu sein, warum aus Kunden Fans werden.»

Warum aus Kunden Fans werden

In der Schweiz haben Swisscom, Migros und Sunrise die meisten Fans unter den Befragten. Im Gegensatz zu Deutschland und Österreich belegen damit hierzulande ausschliesslich nationale Unternehmen die drei besten Plätze. Ein weiterer Anhaltspunkt für die Fanquote ist der Net Promoter Score (NPS), ein Index für die Weiterempfehlung von Unternehmen. In der Schweiz erzielt die Bankenbranche den höchsten NPS (+43), gefolgt von den Versicherungen (+34). Das Schlusslicht bildet die Energiedienstleistungsbranche (+2), wohl aufgrund der langsamen Marktöffnung.

Fan-Quoten der Benchmark-Unternehmen

Digitalisierung ist Chefsache

PIDAS-CEO Frédéric Monard ist überzeugt, dass die konsequente Digitalisierung im Kundenservice grosse Chancen eröffnet: «Unternehmen, welche ihr Servicemodell mit dem richtigen Kundenfokus adaptieren und dabei neuste Technologien intelligent einsetzen, werden ausgezeichnete Kundenerlebnisse erbringen und sich gleichzeitig signifikante Effizienzvorteile verschaffen.» Diese Transformation gibt es für Frédéric Monard aber nicht umsonst: «Eine nachhaltige Digitalisierung im Kundenservice ist anspruchsvoll, verlangt Leadership und erfordert klare Prioritäten, die sich am Kundennutzen orientieren und auch grosse Kostenblöcke adressieren».

Für knapp 40 Prozent der befragten Unternehmensvertreter ist das obere Management für das Vorantreiben der digitalen Transformation verantwortlich. Trotzdem ist die Zuständigkeit in jedem fünften befragten Unternehmen nicht klar geregelt. Die grössten Herausforderungen sehen Unternehmen in der Vereinbarkeit von Automatisierung und persönlicher Kundenbetreuung, in der Kompatibilität verschiedener technischer Systeme, im Aufbau von entsprechendem Know-how seitens der Mitarbeitenden sowie in der zunehmenden Geschwindigkeit und Komplexität der Entwicklungen in diesem Bereich.

 

Interessierte können die Studie auf der Website von PIDAS bestellen.