Papa Moll Schokolade: Aus dem Film ins reale Leben

Wohl jeder mag sich an den Kinderbuchklassiker „Papa Moll“ erinnern. Nun wurde er filmisch zum Leben erweckt und erfreut Gross und Klein in den Schweizer Kinos. Im Film geht es auch um die Schokolade, denn dort finden sich spezielle Schoggi-Murmelis. Das Marketing mischt hier natürlich mit, denn entwickelt wurden die Papa Moll-Murmelis von der Confiserie Bachmann. Die Schokoladenfiguren wurden von Hand in der Luzerner Traditionsbackstube gegossen.

Marketingtechnisch ein genialer Schachzug, denn natürlich kommen nicht nur die Filmfiguren in den Genuss der Schoggi-Murmelis, sondern auch die Kundschaft. In den Fachgeschäften sowie über den Webshop sind die Papa Moll-Murmelis zu erwerben. Das Marketingspektrum wurde aber noch erweitert, denn es gibt exklusiv auch ein spezielles Papa Moll-Spiel, wo man täglich verschiedene Preise gewinnen kann. Marketingleiterin Eugenie Nicoud erklärt uns, wie es zu dieser Zusammenarbeit kam.

Die Papa Moll-Murmelis wurden extra entwickelt © Confiserie Bachmann

Frau Nicoud, wie kam es, dass die Confiserie Bachmann mit den Papa Moll-Murmelis im Film auftaucht?

Bevor der Film gedreht wurde, bekamen wir die Anfrage von den Produzenten (Zodiac Pictures), ob wir Interesse hätten die Schoggi-Murmelis zu entwickeln. Im vorherein wussten wir natürlich nicht wie der Film werden wird und vor allem welchen Stellenwert die Murmelis im Film haben werden. Jedoch war dies für uns ein sehr interessantes Konzept. Denn für uns ist es natürlich sehr schön, wenn wir Produkte entwickeln können die auch eine Geschichte erzählen und dies auch nach Aussen tragen können.

Wir freuen uns sehr, dass der Papa Moll-Film so positiv ankommt und vor allen über die grosse Präsenz der Schoggi-Murmelis im Film.

Wie schwierig war die Entwicklung und Fertigung der Schoggi-Murmelis?

Es ist natürlich für uns immer eine Herausforderung ein Produkt so zu entwickeln, dass es den individuellen Geschmack des Einzelnen auch trifft. Für den Film brauchten wir ca. 250 Schoggi-Murmelis die alle identisch aussehen. Deshalb mussten wir eigene Giessformen entwickeln lassen. Wir waren auch immer im engen Austausch mit den zuständigen Szenenbildnern. Für den Film haben wir genau drei verschiedene Murmelis hergestellt: Monster-Murmelis, Standard-Murmelis und extra schön dekorierte Prototypen mit einer Erdbeernase.

Der gesamte Prozess beanspruchte viel Zeit, da zahlreiche Details und Farben korrekt definiert werden mussten.

Die grösste Herausforderung war es jedoch, Murmelis zu entwickelt die nicht unter den hohen Scheinwerferlichtern schmelzen. Deshalb haben wir extra noch Murmelis aus Silikon angefertigt, die jedoch wie Schokolade aussehen.

Spezielle Anforderungen für den Papa Moll Film, das Resultat kann sich aber sehen lassen © Confiserie Bachmann

Aus Marketingsicht, was erhoffen Sie sich durch diese Kooperation?

Das schöne aus dieser Kooperation ist es natürlich, dass wir auf der Papa Moll-Welle mitreiten können und dadurch natürlich über unsere Standorte hinaus eine Bekanntheit aufbauen können.

Die Schoggi-Murmelis gibt es natürlich auch im Verkauf © Confiserie Bachmann

Sie setzen bei dieser Kampagne auch auf die online Medien und bieten sogar ein Spiel an. Wie wird die Kampagne bis jetzt aufgenommen und wie reagiert die Kundschaft?

Wir haben uns überlegt wie wir am Besten Gross und Klein in dieser Geschichte abholen und integrieren können. So haben wir ein Onlinespiel entwickeln lassen, welches die Schoggi-Murmeli und den Film promoten und zugleich eine Portion Spass vermittelt. Die Kampagne kommt sehr gut an. Pro Tag spielen über 500 Personen dieses Spiel und gewisse Spieler haben einen sehr bemerkenswerten Highscore 🙂

Natürlich kommen auch die Preise sehr gut an. Ich schätze, den Leuten macht es Spass und die Kampagne wird nicht direkt als Werbung wahrgenommen.

Erfolgreiches Onlinespiel für die diversen Zielgruppen © Confiserie Bachmann

www.confiserie.ch

http://www.confiserie.ch/bachmann/aktuelles/papa-moll/

Hollywood in Appenzell Ausserrhoden: Die Kantonspolizei dreht spannenden Film

Thriller und Krimis gehören seit Jahrzehnten zum Fernsehalltag und erfreuen sich einer beliebten Fangemeinde. Die Polizei als Freund und Helfer ist aber auch im richtigen Leben gefragt. Geeigneten Nachwuchs für den sehr anspruchsvollen Beruf zu finden, ist nicht immer einfach. Ebenso ist das Image der Gesetzeshüter nicht immer nur positiv besetzt. In Appenzell Ausserrhoden zeigt sich die Kantonspolizei kreativ. Sie hat einen kompletten Film produziert – nein, keine langweilige Dokumentation, sondern einen richtigen Film mit Storyboard. Stabsadjutant und Leiter Mediendienst, Marcel Wehrlin, steht Rede und Antwort.

Herr Wehrlin, Dokumentationen über die Polizeiarbeit gibt es immer wieder. Wie kamen Sie auf die Idee einen solchen kreativen Film zu drehen?

Bei der Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden arbeitet ein kreativer Mitarbeiter, welcher sich in seiner Freizeit mit dem Filmemachen beschäftigt. Der Kommandant kam in einem Gespräch mit Oliver Reichlin auf das Thema Film zu sprechen und die Idee für einen neuen Film war entstanden. Für alle Beteiligten war klar, dass es kein ‚08.15‘-Film sein sollte, die verschiedenen Abteilungen der Kantonspolizei und auch der Kanton Appenzell Ausserrhoden sollten dabei zur Geltung kommen. Der herkömmliche, mittlerweile 15-jährige Film der Kantonspolizei orientierte sich am Organigramm unserer Organisation.

Der Grundfrage für die Story welche wir uns gestellt haben war schlussendlich, „was verbinden alle Leute mit dem Appenzellerland?“; den Käse! Dann kam die Kräutersulz, die bekannten Werbespots von Appenzeller, das Eine führte zum Anderen und fertig war die Geschichte um die gestohlene Kräutersulz

Selbst in Unternehmen ist Kreativität oft schwierig umzusetzen. Wie gross war der interne Widerstand und mussten gewisse Vorgaben eingehalten werden?

Es sollte etwas Spezielles werden, die Vielseitigkeit der Aufgaben der Kantonspolizei aufzeigen und mit einem Lowcost-Budget vereinbar sein. Für das Projekt gab es in dem Sinn keinen Widerstand. Im Gegenteil, es meldeten sich viele Kolleginnen und Kollegen für das Mitwirken am Dreh.

Es war eine grosse Herausforderung alle Beteiligten an den sechs Drehtagen zusammenzubringen, zumal die Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden ihren Dienst und Auftrag für die Bevölkerung jederzeit sicherstellen musste.

Die Polizeiarbeit in kreativer Form © Kapo AR Screenshot Film „Die Essenz“

Wie gestaltete sich die Umsetzung des Films? Die Laienschauspieler haben ja gewisse Schauspielerfahrung, wie schlugen sich die Polizeibeamten?

Eine Grobidee wurde mit einem externen Drehbuchautor besprochen, welcher daraufhin ein Drehbuch geschrieben hat. Die Laienschauspieler meisterten die Aufgabe toll, ebenso die Polizeibeamten. Die Darsteller erhielten ihre Rollen und natürlich auch ihre Textpassagen. Die Polizistinnen und Polizisten, welche im Film auch als Polizisten im Einsatz standen, haben ihre Aufgaben so vorgenommen, wie sie dies auch im täglichen Polizeidienst machen würden. So ist die Zusammenarbeit unter allen Beteiligten wirklich problemlos verlaufen.

Die Umsetzung war schwierig, da wir auf Grund unseres straffen Dienstplans nur sechs vorbestimmte Drehtage zur Verfügung hatten. An den Drehtagen hatten wir vielmals Wetterpech und es regnete zum Teil in Strömen. Einmal war die Strasse nass, dann wieder trocken. Ohne Möglichkeit für einen Nachdreh, hat uns das schon zwei, drei Mal an unsere Grenzen geführt. Einmal zum Beispiel war Drehbeginn morgens um 04.30 Uhr. Angefangen zu drehen haben wir dann gegen Mittag. Da wird dann die ganze Planung leicht über den Haufen geworfen. Schauspieler müssen warten, alles verzögert sich. Nichtsdestotrotz war die Stimmung am Set stets konzentriert und locker zugleich.

Schwierig war es auch deshalb, weil niemand der Crew jemals vorher an so einem derartigen Filmprojekt beteiligt war.

Mit an Bord ist auch Appenzeller Käse, die Sennen und sogar der Schauspieler Uwe Ochsenknecht. War es für die Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden schwierig, die Partner von diesem Projekt zu überzeugen?

Der Kontakt mit Appenzeller Käse war unkompliziert. Die Verantwortlichen waren sehr rasch von diesem Projekt begeistert und haben in verdankenswerter Weise ihre Unterstützung zugesichert. Bei Uwe Ochsenknecht hat das Ganze etwas gedauert. Obwohl er eigentlich sogleich zugesagt hat, haben wir seinen kleinen Handyfilm erst einen Tag vor Drehbeginn erhalten und wir wussten bis dahin nicht, wie wir die Laborszene genau umsetzen.

Appenzeller Käse und die Sennen als Teil des Films © Kapo AR Screenshot Film „Die Essenz“

Marketing und Kommunikation werden auch für öffentliche Ämter und Behörden immer wichtiger. Welche Bedeutung haben diese beiden Disziplinen für die Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden?

Die Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden möchte sich der Bevölkerung in authentischer Art und Weise zeigen und dabei die vielfältigen Aufgaben einer Kantonspolizei beleuchten. Die Kantonspolizei wendet sich mit diesem Film mit Informationen über die Aufgaben der Polizei an die Bevölkerung und natürlich auch an mögliche Interessenten für den Polizeiberuf.

Die Mittel für die kommunikative Arbeit sind sicherlich limitiert. Welche Instrumente nutzen Sie zur Nachwuchsgewinnung und zur Imagepflege?

Aktuell werden für die Polizeigewinnung verschiedene Medienkanäle wie Radio, Werbekampagnen in öffentlichen Verkehrsmitteln, Internet und auch Printmedien genutzt.

Nachwuchsförderung für den spannenden Polizeiberuf © Kapo AR Screenshot Film „Die Essenz“

Haben Sie schon Rückmeldungen zum Film und dürfen wir uns auf weitere Filme aus dem Hollywood Appenzell Ausserrhoden freuen?

Wir haben schon eine beachtliche Anzahl an Rückmeldungen erhalten. Diese sind durchwegs positiv.

Ein ähnliches Projekt ist im Moment nicht in Planung, aber auch nicht ausgeschlossen.

www.polizei.ar.ch