NPOs und die Corona-Krise

NPOs helfen seit jeher den Schwachen der Gesellschaft und nehmen daher eine wichtige Stützfunktion ein. In der aktuellen Corona-Krise rücken plötzlich andere Werte in den Vordergrund und die Solidarität nimmt einen wichtigen Platz ein. Wie verhält man sich aber als NPO in so einer Krise? Wie schaffen NPOs den Spagat zwischen Fürsorge und Selbstsorge in der Krise? Darüber haben wir mit Dr. Adrienne Suvada gesprochen.

Zu Beginn eine ganz allgemeine Frage: Wie geht es NPOs in der aktuellen Krise?

Das kann man pauschal nicht beantworten. Es braucht immer eine Differenzierung. Die aktuelle Pandemie nimmt in der Medienberichterstattung und im alltäglichen Leben sehr viel Raum ein, was natürlich absolut verständlich ist. NPOs, die sehr viel von Events und Veranstaltungen leben und dort ihre Spenden generieren, haben sicher sehr grosse Probleme. Genau wie bei Unternehmen, wurde auch der Terminkalender von NPOs stark durchgewirbelt und viele Projekte können nicht wie geplant durchgeführt werden. Durch das starke Augenmerk auf die Krise, ist es auch deutlich schwerer sich in den Medien zu positionieren.

Auf der anderen Seite gibt es zahlreiche NPOs, die gerade jetzt profitieren können. NPOs, die im Gesundheitsbereich operieren, NPOs, die Kinder im Fokus haben oder NPOs, die sich um Tiere kümmern. Gerade jetzt sind viele Menschen sensibilisiert und wollen etwas tun. Helfen kann man glücklicherweise auch vom Sofa oder Home Office aus. Die meisten NPOs bieten digitale Spendenmöglichkeiten an und so kann man auch in einer Krise weiterhin Gutes tun.

Auch in der Krise sollen die NPOs aktiv sein, meint Dr. Adrienne Suvada

Unter den NPOs gibt es unterschiedliche Branchen und NPO-Grössen. Welche NPOs sind von der Krise besonders stark betroffen?

Wenn ich einen Bereich hervorheben darf, so sind es sicherlich die kirchlichen Institutionen, die in der Osterzeit besonders betroffen sind. Gerade in einer Krise ist für viele Menschen die Religion ein wichtiger Halt. Natürlich gibt es viele online Angebote, aber hier sieht man auch etwas die Grenzen der Digitalisierung. Religion bedeutet eigentlich ja genau kein „Social Distancing“, sondern eben Nähe zu den Menschen. Hier ist es aktuell sicher schwer Spenden oder schlichtweg Nähe, zu generieren.

NPOs, die thematisch nah an der Krise sind (z.B. SRK, Ärzte ohne Grenzen, Pro Senectute, aha), können sicher Sichtbarkeit erlangen und werden auch ihre Community mobilisieren. Da gibt es die verschiedensten Initiativen, über Nachbarschaftshilfe bis zu Futterspenden findet sich alles. Auch die ZEWO hat eine Übersichtsseite mit Initiativen erstellt. Kleinere NPOs, die Spezialthemen bearbeiten, haben sicherlich Mühe. Wenn die Krise länger andauert und die Menschen beginnen deutlich zu sparen, so werden die Spenden ziemlich sicher schwieriger zu generieren sein.

Können Sie eine Einschätzung geben, mit welchen kurz- und langfristigen Folgen die NPOs nach der Krise zu kämpfen haben?

Generell glaube ich, dass die Sensibilität für NPO Themen zunehmen wird. Zumindest in unseren Breitengraden sind wir doch von Konsum beherrscht. Die Krise wird uns sicherlich noch einige Zeit beschäftigen, auch wenn wir relativ schnell in den Alltagstrott finden werden. Ich glaube aber, dass bei einigen ein nachhaltiger Effekt eintreten wird und sie sich aktiver für die Gesellschaft einbringen wollen. Es ist durchaus auch möglich, dass für das Gesundheitssystem oder andere jetzige Helden ein „Fukushima-Effekt“ eintritt und das Volk hier auch politisch Änderungen umsetzen will. NPOs sind sich generell einen harten Wind gewohnt und ich denke, dass sie auch nach der Krise stark sein werden.

Die jetzige Krise hat ausserdem einen sehr hohen Digitalisierungsschub verursacht. Es ist absolut wichtig, dass die NPOs hier den Anschluss nicht verpassen. Sie müssen nun umso mehr ein professionelles strategisches Marketing mit den passenden digitalen Instrumenten etablieren. Es ist ratsam, dass sich NPOs mit dem strategischen und digitalen Marketing ernsthaft auseinandersetzen, um sich nachhaltig zu stärken. Gerade die NPOs sollten die digitalen Möglichkeiten nutzen, um ihre sehr wichtigen Botschaften einem breiteren Publikum zugänglich zu machen.

Besteht die Möglichkeit, auch in Krisenzeiten Spendenaufrufe zu machen? Denken die Menschen jetzt an Spenden?

Auch das kann man nicht pauschal beurteilen. Generell muss man beachten, dass viele aus unserer Gesellschaft aktuell in deutlichen existenziellen Nöten sind. Nicht alle haben einen monatlichen Lohn und können es sich, etwas überspitzt gesagt, im Home Office gemütlich machen und die Krise aussitzen. Man muss also bei Spendenaufrufen sehr sensibel vorgehen. Spendenaufrufe, die gerade aktuell sind und die Gesellschaft unterstützen, sind sicherlich sehr willkommen. Ich habe gerade vor einigen Tagen ein Beispiel gesehen, wo eine Tierauffangstation kein Geld mehr für Futtermittel hatte und dann glücklicherweise von einem Futtermittellieferanten Spenden in Futterform erhielt. Ein anderes Beispiel waren freiwillige Helfer, die Kindern aus sozialschwachen Familien bei den Hausaufgaben per Videochat geholfen haben. Solche Aktionen, durchaus nicht immer nur monetär, sind extrem wirkungsvoll und bleiben den Leuten im Gedächtnis.

Primär sollte bei allen die Hilfe für andere zuoberst stehen und keine Image- oder Fundraisingabsichten. Derjenige, der einem in der Krise hilft, an den erinnert man sich auch später wieder. Das gilt für NPOs, wie für uns alle gleichermassen. Gerade NPOs verfügen über gute Netzwerke und könnten hier ev. auch über Zusammenarbeiten und Kooperationen sehr gut Menschen/Institutionen und eben auch Tieren helfen. Man muss vielleicht auch mal die Fundraiserbrille abnehmen und das Herz sprechen lassen. Welche Angebote sind wirklich sinnvoll, wo können wir unsere Kräfte einsetzen, wo müssen wir mit anderen zusammenarbeiten? Ich glaube, wenn man so agiert, dann bekommt man irgendwann einen höheren Lohn zurück.

Spenden sind natürlich wichtig, aber man sollte offen für neue Wege des Helfens sein © Pixabay

Ganz zu Beginn haben wir die Frage gestellt, wie NPOs in und nach der Krise den Spagat zwischen Fürsorge und Selbstsorge schaffen können. Was sind hier Ihre abschliessenden Empfehlungen? Können Sie diese kurz zusammenfassen?

Ich habe vorhin die aktuellen Helden erwähnt. Für mich sind auch die unermüdlichen „NPO-Menschen“ Helden. Aus meiner Erfahrung sind sie extrem motiviert, arbeiten teilweise zu einem sehr geringen Lohn und versprühen viel Lebensmut. Jede NPO steht für etwas, sie vertritt gewisse Werte. Ich glaube jetzt ist es an der Zeit diese Werte wieder hervorzuholen und zu schauen, wie man sich als nützliches Glied in der Gesellschaft positionieren kann. An den vielen privaten Initiativen, die entstanden sind, kann man sehen, dass offenbar das Gute im Menschen noch vorhanden ist. NPOs sollten sich deshalb auch auf ihre inneren Werte besinnen, Gutes tun und das kommunizieren. Die Kommunikation ist für NPOs in dieser Phase entscheidend. Sie müssen ihre Community informieren und durch die Krise begleiten. Sie müssen auch darauf aufmerksam machen, wenn die Schwachen unserer Gesellschaft nicht gehört werden. Das ist eine wichtige Aufgabe, die sie, trotz Social Distancing, im digitalen Raum wahrnehmen können und müssen.

Zusammenfassend kann man sagen, dass die NPOs diese Krise als Chance sehen sollten. Sie müssen sich dort positionieren, wo es sinnvoll ist und sollten für pragmatische Lösungen und Kooperationen offen sein. Ausserdem ist es ratsam die Zeit zu nutzen, um sich mit dem digitalen und strategischen Marketing auseinanderzusetzen. In Zukunft müssen sie im digitalen Raum fit sein.

Neuer CAS Digital Marketing in NPO: Warum für NPOs die digitale Transformation besonders herausfordernd ist

Im Oktober 2020 startet der neue CAS Digital Marketing in NPO an der ZHAW. Von theoretischen Schlüsselkonzepten wie der digitalen Transformation und Community Management, bis hin zu praktischen Anwendungen wie Digital Fundraising und Mobile Marketing, deckt der CAS die Themen ab, die NPOs benötigen. Dr. Adrienne Suvada, Studiengangleiterin dieses CAS, erklärt im Interview, warum es den CAS braucht und was ihn einzigartig macht.

Der CAS in drei Sätzen zusammengefasst?

  • Der CAS ist ein extra für NPOs konzipierter CAS, bei dem alle Beteiligten grosse NPO Erfahrung mitbringen.
  • Es wird nicht nur das digitale Marketing thematisiert, sondern auch der Prozess der digitalen Transformation für NPOs
  • Er hat einen sehr hohen Praxisbezug, bei dem die konkrete Realität der NPOs berücksichtigt wird.

Digitale Transformation ist ein zentrales Stichwort. Was genau meinen Sie damit?

Etwas überspitzt formuliert, herrscht bei vielen digitalen Transformationsprozessen die folgende Denkweise vor: was auf normalem Weg nicht funktioniert, das macht man einfach digital und dann läuft es schon. Dabei wird vergessen, dass es, wie bei allen Veränderungen, eine Strategie benötigt. NPOs und andere soziale Einrichtungen, wie zum Beispiel Kirchen, Gemeinden und Stiftungen, verfügen oft über geringere Budgets. Deshalb ist diese Transformation für sie ein viel schwierigerer Prozess. Das Fundraising zum Beispiel, läuft seit Jahrzehnten nach bewährten Mustern ab. Das Mailing einfach durch eine online Spendenmöglichkeit zu ersetzen, ist nicht immer die beste Lösung. Es braucht einen klaren Prozess und eine klare Strategie für die digitale Transformation. Dieser CAS trägt dazu bei, dass NPOs und auch andere soziale Einrichtungen ihr Marketing sinnvoll mit digitalen Lösungen ergänzen können.

Der neue CAS Digital Marketing in NPO – das digitale Marketing speziell für NPOs

NPOs und andere soziale Einrichtungen sind bei dieser Transformation also speziell gefordert. Welche sind denn für NPOs die drei aktuell grössten Herausforderungen?

Die grössten Herausforderungen sehe ich erstens im digitalen Fundraising und das Wegbrechen der „alten“ Spendergeneration. Zweitens das grosse Aufkommen zahlreicher Charity Kampagnen. Und drittens ein stark vergrösserter Konkurrenzkampf.

Deshalb braucht es für NPOs einen speziellen CAS? Reicht ein «normaler» CAS im Digital Marketing nicht aus?

Nein, ein „normaler“ CAS reicht nicht. NPOs haben ganz andere Strukturen. Natürlich decken sich gewisse Bereiche mit der Corporate-Welt. Man darf aber nicht vergessen, dass gerade bei NPOs die Werte und das adäquate Handeln im Vordergrund stehen. Ausserdem arbeitet man mit Spendengeldern. Man muss deshalb umso vorsichtiger sein und sich für jede Ausgabe rechtfertigen. Aus meiner Sicht nützt es NPOs nichts, wenn sie sich an Kampagnen mit einem Millionenbudget orientieren. Sie brauchen Inhalte, die ihre realen Probleme abdecken. Und genau hier setzt der CAS an.

Für Dr. Adrienne Suvada benötigen die NPOs spezifische Inhalte, die sie im Alltag umsetzen können.

Der Inhalt dieses CAS deckt alle wichtigen Themenbereiche des Digital Marketings für NPOs und andere soziale Einrichtungen ab. Packt man vielleicht zu viel in den CAS rein?

Man will natürlich immer so viel wie möglich abdecken. Wir haben versucht, einen guten Querschnitt über die aktuellsten Themenbereiche zu geben und sozusagen den Rucksack mit den nötigsten Hilfsmitteln zu füllen. Man erhält eine gute Grundlage und ist auch für zukünftige Herausforderungen der sich immer verändernden Marktbedingungen, besser gewappnet. Plus: Durch die Themenvielfalt sind Spezialisten aus verschiedenen Bereichen gleich vor Ort, was garantiert für einen spannenden Austausch sorgt.

Die Verbindung von Theorie und Praxisbezug ist sehr wichtig. Wie wird diese Verbindung im CAS sichergestellt?

Die Praxiserfahrungen sind entscheidend, um bei uns dozieren können. Über die Erfahrungen aus dem realen Leben kann die Brücke zur Theorie einfacher geschlagen werden. Es ist das Ziel, Inhalte zu vermitteln, die man auch zügig bei sich in der Organisation umsetzen kann. Ein wichtiges Element ist die Konzeptarbeit, die am Ende des CAS erstellt wird. So kann das Gelernte gefestigt werden.

Zum Schluss noch: Wie kann ich nun als Mitarbeiter einer NPO oder anderen sozialen Einrichtung einschätzen, ob sich für mich der CAS lohnt?

Der CAS lohnt sich vor allem für Personen, die in den NPOs und in sozialen Einrichtungen im Marketing sowie in der Kommunikation die Digitalisierung umsetzen müssen und neue, innovative Lösungen präsentieren sollen. Eine gewisse Berufserfahrung ist daher gut, denn es ist keine Aus-, sondern eine Weiterbildung. Es sind alle angesprochen, die den klassischen Marketingmix für NPOs kennen, aber sich für die Zukunft rüsten wollen. Gerade Personen mit Fach- oder Führungsverantwortung dienen als Vorbilder und Vorreiter im Digitalisierungsprozess. Sie müssen sich unbedingt auf den neuesten Stand bringen – auch, um den Anschluss an die jüngeren Zielgruppen nicht zu verlieren.

Weitere Informationen zum CAS Digital Marketing in NPO

https://www.zhaw.ch/de/sml/weiterbildung/detail/kurs/cas-digital-marketing-in-npo/

Info-Anlässe:

www.zhaw.ch/imm/info-apero

Neues Buch zum Thema Emotionalisierung im digitalen Marketing

Die coolen Turnschuhe, das trendige It-piece, das neueste Smartphone: Über 70 % aller Verkaufsentscheidungen sind emotional begründet. Begeisterte Kunden sind die wertvollste Ressource für Unternehmen. Doch wie lassen sich Kundenbeziehungen emotional gestalten in einer Welt, in der sich Kunden und Verkäufer nicht mehr von Angesicht zu Angesicht begegnen?

Zu diesem Thema ist ein spannendes Buch entstanden. Hier werden die Emotionen nicht nur generell als wichtiger Faktor präsentiert, sondern es wird aufgezeigt welche Rolle sie im digitalen Marketing einnehmen können. Die Publikation, entstanden aus der Zusammenarbeit von wissenschaftlichen Experten aus dem Institut für Marketing Management der ZHAW und Fachleuten aus der Praxis, zeigt erfolgreiche Methoden für das Marketing auf.

Im Buch werden unter anderem die Themenfelder Kundenbeziehungsmanagement, Produktmanagement, Customer Experience Management, Konsumentenverhalten und das digitale Marketing präsentiert. Den Leser erwarten anschauliche Fallbeispiele und praxiserprobte Methoden. In einem ersten Teil werden zunächst die Grundlagen zu Emotionen und Marketing aus verschiedenen Perspektiven theoretisch beleuchtet. Im zweiten Teil folgen dann die Praxiscases und zeigen, welche Lösungen sich bewährt haben. Schliesslich hält das Buch Handlungsleitlinien und wertvolle Tipps zur Anwendung der Erkenntnisse bereit.

Ist das Interesse geweckt?

Hier kann man das Buch bestellen: https://shop.schaeffer-poeschel.de/prod/emotionalisierung-im-digitalen-marketing

Titel:                  Emotionalisierung im digitalen Marketing

Herausgeber:   Brian P. Rüeger/Frank M. Hannich/Rainer Fuchs/Steffen            Müller/Michael  Klaas/Adrienne Suvada

Verlag:              Schäffer-Poeschel

Bestell-Nr.:       E10444

ISBN:                 978-3-7910-4313-5

Auflage:            1. Auflage 2018

Umfang:            256 Seiten

Einband:           Hardcover

Produktart:       Fachbuch

Die Souks in der Medina – oder von der Bedeutung des Preises

Orientalische Basarökonomie zu Zeiten von Digital- und Channel-Marketing

Von Constantin Kuhn

Die meisten Unternehmen – seien es Händler oder Hersteller von Waren – versuchen heute ihren Absatz mittels ausgefeilter Werbe-, Marketing- und Kommunikationsstrategien zu steigern. So werden Contents geschaffen, mit welchen möglichst konvergent die unterschiedlichsten digitalen und konventionellen Kanäle bespielt werden können. Es werden Klickraten und andere Werte mathematisch ausgewertet und die daraus gewonnenen Informationen werden zu einer weiteren Optimierung von Massnahmen, Preis, Absatz und Gewinn eingesetzt. Mit diesen Themen im Hinterkopf nach Marrakesch zu reisen bedeutet einen kontrollierten Kulturschock zu erleben – oder zumindest aber das Hinterfragen der gewohnten merkantilen Prozesse.

Ladengeschäft in einem Souk, Marrakesch © Constantin Kuhn

Mit dem ersten Schritt in einen der zahlreichen Souks, wie die arabischen Märkte genannt werden, beginnt ein völlig exotisches Einkaufserlebnis. Tatsächlich besteht beinahe die gesamte Medina, die Altstadt Marrakeschs, aus einem einzigen, gigantischen Souk. Rational betrachtet handelt es sich um enge, zum Teil überdachte Gassen, welche von einem Sammelsurium unterschiedlichster Läden gesäumt sind. Es gibt jede denkbare Form von Geschäft – vom klassischen Ladengeschäft über Verkaufsnischen bis hin zu temporären Ständen, welche teilweise lediglich aus einem Tuch und der präsentierten Ware bestehen. Diese Souks sind beinahe zu jeder Tageszeit hoch frequentiert, sei es von Touristen oder Einheimischen, zu Fuss, auf motorisierten oder unmotorisierten Zweirädern und Eselskarren. Jeder Händler, egal wie gross oder klein das Geschäft oder wie hoch- oder niedrigpreisig die angebotene Ware ist, arrangiert seine Ware möglichst ansprechend und aufmerksamkeitsheischend und preist diese gegenüber dem Passanten lautstark an. Gewohnte Kanäle wie eine Homepage, ein Instagram-Account oder ein Newsletter spielen hier keine Rolle. Relevant ist nur der Kunde, der gerade tatsächlich da ist. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um Touristen, welche angeregt von Reiseführern und Fernsehdokumentationen den Reiz der Exotik suchen.

Stand auf dem Djemaa el Fna, Marrakesch © Constantin Kuhn

Zuerst das Produkt, dann der Preis

Weckt ein Produkt das Interesse und bleibt man einen Augenblick stehen, um dieses genauer zu betrachten, ist dies die Eröffnung der Verhandlungen. Der Händler nutzt die Gelegenheit, um über qualitative, ästhetische und preisliche Vorzüge seiner Waren zu informieren – was der Händler aber nicht tun wird, ist einen konkreten Preis zu nennen. Auf die Frage nach dem Preis eines Artikels wird er einem zu verstehen geben, dass man sich sicher einigen wird. Zuerst solle man aussuchen, welche Produkte man erwerben wolle und im Anschluss werde man einen guten Preis finden.

Hat man tatsächlich mehrere Artikel ausgewählt, wird der Händler kalkulieren, einen Preis nennen und erwarten, dass man nun ebenfalls einen Preis vorschlägt. Ersterer wird üblicherweise viel zu hoch sein, letzterer für gewöhnlich viel zu niedrig. Diese Preisvorschläge gehen nun einige Male hin und her, bis der Händler schliesslich bei einem genannten Preis „Inschallah“ oder „Yallah“ ausrufend einschlägt und so den Handel besiegelt. Dieses Feilschen und Preisfinden ist ein Ritual, welches häufig mit einem durch den Händler offerierten Pfefferminztee einhergeht. Dabei werden das Interesse an einem Produkt, dessen qualitative Eigenschaften und dessen Wert für den Käufer und den Verkäufer miteinander ins Verhältnis gesetzt. Wenn das Verhältnis stimmt, kommt der Handel zustande. Üblicherweise wird man nach einem abgeschlossenen Kauf das Gefühl haben, ein unglaublich gutes oder ein unglaublich schlechtes Geschäft gemacht zu haben – und vermutlich ist auch beides begründet.

Souk in Marrakesch © Constantin Kuhn

Preisvergleich ist unmöglich

Tatsächlich ist das Fehlen eines ausgeschriebenen Preises für den durchschnittlichen Marrakesch-Besucher insofern problematisch, als ohne Preis auch jeglicher Anhaltspunkt für den monetären Wert eines Gegenstandes fehlt. Man ist es gewohnt, dass zum Kauf angebotene Artikel mit einem Preis versehen sind, was es uns ermöglicht, abzuschätzen, ob ein Gegenstand teuer oder günstig ist. Aufgrund von Erfahrung oder Recherche, welche im Wesentlichen aus dem Vergleichen von Preisen und Eigenschaften wie Qualität oder Markenimage besteht, entsteht die Idee eines Marktwertes.

Das Fehlen eines Preises in Kombination mit mangelnden Kenntnissen über Herstellungskosten und übliche Margen macht es extrem schwierig bis unmöglich, einen Gegenstand zum „besten Preis“ zu erwerben. Analysiert man den Besuch eines Souks unter dem Aspekt von geläufigen Marketing- und Kommunikationskonzepten, so ist festzustellen, dass diese – vor allem die Online-Komponente betreffend – nahezu vollständig fehlen. Darüber hinaus wird bewusst, welche zentrale Wichtigkeit, neben Emotionen, die Kenntnis des Preises für das Entstehen eines Bedürfnisses und die allenfalls folgende Kaufentscheidung häufig hat.  

Das alltägliche Einkaufen ohne Preisangabe ist, egal ob im Supermarkt oder Onlineshop, in unserer globalisierten und digitalisierten Welt unvorstellbar. Abgesehen vom zeitlichen Aufwand, der mit den ständigen Preisaushandlungen verbunden wäre, ist davon auszugehen, dass einige Bedürfnisse mangels Idee darüber, ob sie neben der emotionalen Komponente des „Habenwollens“ preislich überhaupt realistisch und erfüllbar sind, möglicherweise gar nicht weiterverfolgt werden.

Unter diesem Aspekt kann ein Besuch der Souks von Marrakesch eine Möglichkeit bieten, die Routine in Bezug auf Marketingdenken aufzubrechen und merkantile Prozesse aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Denn allen Widersprüchen gegenüber unserem gewohnten Kaufverhalten zum Trotz, wird in den Souks gekauft. Wenngleich oder weil das Schaffen eines Bedürfnisses hier vor dem Preis und damit auch vor der subjektiven Frage der tatsächlichen Erfüllbarkeit stehen.

Über den Autor

Constantin Kuhn geboren und aufgewachsen in Deutschland kam nach Abschluss seines Studiums aus Liebe in die Schweiz und blieb. Er arbeitet in der Administration eines Thurgauer KMU und zu seinen Tätigkeiten gehören unter anderem Marketing- und Kommunikationsaufgaben. Aktuell nimmt er am CAS Marketing- und Corporate Communications der ZHAW teil, um mehr über das zu erfahren was er bei der Arbeit eigentlich tut.

 

Gelungener Start des CAS Marketing- & Corporate Communications

Von Dr. Adrienne Suvada

An der ZHAW gibt es diverse Themen, zu denen man sich weiterbilden kann. Wer gerne Kommunikation und Marketing kombiniert, der ist beim CAS Marketing- & Corporate Communications gut aufgehoben. Auch dieses Semester ist die beliebte Weiterbildung mit spannenden Teilnehmenden gestartet.

Verbindung von Theorie und Praxis

Nach der obligatorischen administrativen Einführung ging es auch schon los mit den Themen Marketing und Kommunikation. Da die Teilnehmenden aus den unterschiedlichsten Bereichen kommen, ist es wichtig eine gemeinsame Wissensgrundlage zu schaffen, auf der die späteren Unterrichtseinheiten aufbauen können. Der erste Tag ist immer sehr informativ, aber gleichzeitig auch anstrengend, gerade, wenn man die Schulbank lange Zeit nicht mehr drücken musste. Dieses Jahr kam deshalb ein spezieller Überraschungsgast aus der Praxis. Theorie ist wichtig, die Verbindung zur Praxis ist in der Weiterbildung aber essentiell. Nur so ist es möglich das Wissen auf seinen eigenen Unternehmensalltag zu transferieren.

Beliebte Weiterbildung mit Praxisbezug

Süsses Marketing im CAS

Mit Eugenie Nicoud von der Confiserie Bachmann war ein spannender Einblick in die Welt des süssen Marketings einer Confiserie möglich. Obwohl die Confiserie Bachmann ein Familienbetrieb mit langer Tradition ist, ist der Geschäftsleitung die Bedeutung der digitalen Marketingkommunikation wichtig.

Eugenie Nicoud ermöglichte einen Blick hinter die Kulissen und präsentierte erfolgreiche Kampagnen der Confiserie Bachmann

Die Confiserie verfolgt die Trends und lanciert entsprechende Produkte. Aktuell steht die Ostersaison an und auch dieses Jahr gibt es die berühmten Trendhäsli der Confiserie Bachmann. Mittlerweile geniessen diese Hasen einen Kultstatus und sind über die Zentralschweizer Grenzen hinaus bekannt. Auch der vegane Trend hält Einzug, denn es gibt dieses Jahr einen veganen Osterhasen zu erwerben. Eugenie Nicoud hat den Teilnehmenden eindrücklich berichtet, wie die Confiserie auf den sozialen Medien unterwegs ist und welche Strategie sie verfolgen – und das alles bei limitiertem Budget. Dieser Einblick war eine Bereicherung für den Starttag der Weiterbildung. Spannend geht es natürlich auch weiter, denn der Kurs hat ja auch erst begonnen…

Einer der Trend Hasen der Confiserie Bachmann © Confiserie Bachmann

Informationen zum CAS: https://weiterbildung.zhaw.ch/de/school-of-management-and-law/programm/cas-marketing-corporate-communications.html

Marketing und Kommunikation für kleinere Institutionen

Marketing und Kommunikation sind zwei Bereiche, die nicht nur für Unternehmen von Relevanz sind, sondern zunehmend auch kleinere Institutionen betreffen. Non-Profit-Organisationen, städtische Institutionen, Kirchliche Einrichtungen und viele weitere müssen ihre Aktivitäten in diesen Bereichen verstärken. Oft sind die Mitarbeitenden an einer Schnittstellenfunktion und benötigen verschiedene Kompetenzen. Diese Anforderungen deckt der CAS Marketing & Kommunikation in NPO ab. Wir haben bei den beiden Studiengangleiterinnen nachgefragt, warum es diesen CAS braucht und wo die Unterschiede zu anderen Angeboten in diesem Bereich sind.

Sie haben diesen neuen Lehrgang konzipiert. Warum sollte jemand diesen CAS absolvieren?

Dr. Adrienne Suvada: Die Idee zu diesem CAS ist aus einem klaren Bedürfnis hervorgegangen. Wir haben festgestellt, dass es immer mehr kleinere Institutionen gibt, die ihre Marketing- und Kommunikationsaktivitäten professionalisieren müssen. Diese Institutionen sind aber in Lehrgängen für KMUs oder für Grossunternehmen einfach nicht am richtigen Platz. Sie brauchen ein massgeschneidertes Angebot mit Beispielen, die sie auch wirklich im täglichen Leben umsetzen können. In vielen Organisationen ist das Budget beschränkt, um Marketing- und Kommunikationsprofis einzustellen. Sie müssen deshalb ihre guten Mitarbeitenden mit zusätzlichen Kompetenzen ausrüsten. Mit diesem Lehrgang ist das sehr gut möglich, weil wir auf die Besonderheiten Rücksicht nehmen und ihnen möglichst breite Einblicke geben.

Dr. Larissa M. Sundermann: Wichtig ist zu erwähnen, dass sich der Lehrgang nicht explizit nur an Non-Profit-Organisationen richtet. Es können durchaus auch Mitarbeitende aus anderen Institutionen teilnehmen. Zum Beispiel gibt es in den Städten und Gemeinden diverse Einrichtungen, die ebenfalls kommunizieren müssen und ihr Marketing verstärken sollten, allerdings nicht mit den gängigen Mitteln wie Grossunternehmen. Auch Kirchenmitarbeitende sind angesprochen, denn sie brauchen eine professionelle Kommunikation und ein spezifisches Marketing.

Die beiden Studiengangleiterinnen Dr. Adrienne Suvada (links) und Dr. Larissa M. Sundermann (rechts)

Die Weiterbildung floriert in der Schweiz. Gerade im Bereich Fundraising gibt es schon diverse Angebote…

Dr. Larissa M. Sundermann: Das stimmt, aber es geht eben nicht um das Fundraising, sondern um die Verbindung von Marketing und Kommunikation für diese kleineren Institutionen, die sich in einem speziellen Umfeld bewegen. Normalerweise fokussieren sich die Lehrgänge auf einen Bereich. Wir kombinieren beides, erwähnen natürlich aber auch das Fundraising. Dazu kommen weitere spannende Lektionen zu Themen wie Campaigning und Influencing, wie auch zur Krisenkommunikation und zu rechtlichen Aspekten. Alles in allem eine sehr bunte Mischung, mit allem, was es in einer Schnittstellenfunktion benötigt.

Kann ich als Non-Profit Organisation nicht auch einen CAS zu «kommerziellem Marketing» besuchen?

Dr. Larissa M. Sundermann: Generell gibt es natürlich Gemeinsamkeiten zwischen «kommerziellem» und «Non-Profit» Marketing. Jedoch sollten die Unterschiede nicht ausser Acht gelassen werden. So ist kommerzielles Marketing nur auf eine Zielgruppe, den Kunden» ausgereichtet und soll in ihm den Wunsch wecken ein Bedürfnis zu befriedigen. Das Ziel ist Gewinnmaximierung. Das Non-Profit Marketing hingegen richtet sich an verschiedene Anspruchsgruppen. Dies sind natürlich die Leistungsempfänger, aber auch Angehörige, Spender, Freiwillige, Mitarbeitende etc. Es werden nicht-gewinnorientierte Ziele verfolgt, wie z.B. das Sensibilisieren der Öffentlichkeit oder das Auslösen einer Verhaltensänderung, aber auch ein Imageaufbau oder Spendenaufruf. Wir empfehlen daher den Besuch eines spezifischen CAS für Non-Profit Organisationen.

Wer unterrichtet im CAS Marketing & Kommunikation in NPO?

Dr. Adrienne Suvada: Unsere Dozierenden stammen zum einen aus internen Reihen, zum anderen sind es ausgewiesene Fachleute aus der Praxis, die alle einen Bezug zu diesem Bereich aufweisen. Sie sind in der Lage den Unterricht auf die wirklichen Bedürfnisse auszurichten. Durch den hohen Praxisbezug ist auch ein spannender Unterricht garantiert. Es ist auch möglich einzelne Fälle und Problemstellungen aus der eigenen Institution einzubauen. Wir konnten hervorragende Dozierende verpflichten, die auch Erfahrung im Unterrichten aufweisen.

Ein hoher Praxisbezug ist in diesem Lehrgang garantiert

Was sind die Vorteile für mich als Absolvent?

Dr. Larissa M. Sundermann: Ein grosser Vorteil ist die Kombination von Marketing- und Kommunikationsmitteln in einem Lehrgang. So braucht man nur einen Lehrgang zu absolvieren und kann dennoch aus beiden Bereichen die wichtigsten Dinge mitnehmen. Der Praxisbezug ermöglicht die direkte Umsetzung im Berufsalltag. Es erhöht die Selbständigkeit und kann mitunter zu einer Kostenreduktion beitragen, da man nicht für jede Kleinigkeit externe Dienstleister anrufen muss. Selbstverständlich ist der Abschluss anerkannt und es ist auch möglich einen Master of Advanced Studies zu absolvieren. Mit diesem CAS ist man gut gerüstet für die Zukunft und kann der eigenen Institutionen einen grossen Mehrwert bieten. Man profitiert aber auch selber und kann seinen „Wissensrucksack“ auffüllen.

Wann und wo kann man sich anmelden?

Dr. Adrienne Suvada: Anmelden kann man sich direkt online. Es wird empfohlen sich frühzeitig anzumelden, da die Plätze in der Weiterbildung schnell ausgebucht sind. Selbstverständlich bieten wir auch eine persönliche Beratung an. Ausserdem gibt es spezielle Info-Anlässe in Winterthur und in Zürich. Auch dort beraten wir Interessenten sehr gerne und können bei Fragen weiterhelfen.

Der Lehrgang wird übrigens in Zürich im Toni-Areal durchgeführt, jeweils Freitag am Nachmittag und Samstag den ganzen Tag. So ist es möglich die Weiterbildung auch berufsbegleitend zu absolvieren.

Zum Schluss, was ist Ihre persönliche Motivation hinter diesem Lehrgang?

Dr. Adrienne Suvada: Ich habe unter anderem selber im Non-Profit-Bereich gearbeitet und weiss, welche Herausforderungen dort zu meistern sind. Der Sektor liegt mir nach wie vor sehr am Herzen. Die Mitarbeitenden sind jeweils mit viel Herzblut dabei. Es ist sehr schön, dass wir mit diesem Lehrgang einen guten Beitrag für die persönliche Entwicklung dieser Mitarbeitenden leisten können. Ich freue mich auf jeden Fall schon sehr darauf die Teilnehmenden diesen Herbst, zusammen mit meiner Kollegin, zu begrüssen.

Dr. Larissa M. Sundermann: Marketing und Kommunikation sind wichtige Mittel, um eine Organisation im Markt gut zu positionieren. Bereits während meiner Promotion, aber auch ganz konkret bei der kleinen Non-Profit-Organisation, die ich immer wieder unterstütze, fiel mir auf, dass das fehlende Know-how nur durch Engagement wieder wettgemacht wird. Dies möchte ich ändern. Der CAS bietet die Verbindung von Marketing- und Kommunikationswissen an. Zusammen mit dem vorhandenen Engagement eine vielversprechende Mischung, um Organisationen gut aufzustellen. Ich freue mich auf jeden einzelnen Teilnehmer und auch auf ihre Erfahrungen. So können wir den CAS noch gezielter an den Bedürfnissen der Organisationen ausrichten.

www.zhaw.ch/imm/casmknpo

 

Neuer CAS Marketing & Kommunikation speziell für NPO

Marketing und Kommunikation wird auch für kleinere Non-Profit-Organisationen immer wichtiger. Der neue CAS Marketing und Kommunikation in NPO der ZHAW verbindet diese zwei Welten und bietet den Teilnehmenden genau das, was sie benötigen. Der CAS richtet sich an Allrounder, die (noch) keine Kommunikations- oder Marketingexperten sind.

Das Marketing und die Kommunikation von Non-Profit-Organisationen lässt sich nicht einfach von privatwirtschaftlichen Organisationen übernehmen. Es unterscheidet sich in vielerlei Hinsicht und weist seine eigenen Besonderheiten auf. Der Erfolg einer Non-Profit-Organisation drückt sich vor allem an der Beziehung zu den verschiedenen Anspruchsgruppen aus. Um langfristig im Wettbewerb um Spendengelder, aber auch um Freiwillige zu bestehen und ihren Auftrag erfüllen zu können, rückt das Marketing von Non-Profit-Organisationen immer weiter in den Vordergrund. Hierzu braucht es eine Weiterbildung, die sich an Allrounder richtet, die kein Marketing- oder Kommunikationsstudium haben. Die ZHAW schliesst mit diesem neuen Angebot eine Lücke und bietet eine optimale Mischung an Theorie und Praxis.

Neuer CAS Marketing & Kommunikation in NPO

Die Zukunft in der Tasche

Der CAS gliedert sich in zwei Module. Modul 1 befasst sich mit den theoretischen Grundlagen wie dem strategischen und operativen Marketing, aber auch dem Campaigning, Influencing und dem Digitalen Marketing. Modul 2 wendet das Gelernte in praktischen Lektionen gezielt an. Vom Umgang mit Bildern, über Medientraining und Krisenkommunikation bis hin zu den rechtlichen Rahmenbedingungen ist hier alles dabei. „Eine bunte Mischung, die aber essenziell für die Teilnehmenden ist. So haben sie die wichtigsten Kompetenzen in kompakter Form„, meinen die Studiengangleiterinnen Dr. Adrienne Suvada und Dr. Larissa M. Sundermann. Wie von der ZHAW gewohnt, sind auch bei diesem CAS erfahrene Dozenten an Bord, die ihre praktischen Erfahrungen aus dem Non-Profit-Bereich einbringen.

Verbindung von zwei Departementen

Konzipiert und realisiert wurde dieser CAS von zwei ZHAW Instituten aus zwei Departementen, einerseits vom Institut für Sozialmanagement (ZHAW Soziale Arbeit) und andererseits vom Institut für Marketing Management (ZHAW School of Management and Law). Somit wird die Fachkompetenz beider Institute zu einem einzigartigen Produkt gebündelt. Der Start des CAS ist am 26. Oktober 2018 und der Durchführungsort ist das Toni-Areal in Zürich.

Kontakt

ZHAW School of Management and Law, Institut für Marketing Management, Dr. Adrienne Suvada, Telefon +41 58 934 45 59, E-Mail: adrienne.suvada@zhaw.ch

ZHAW Soziale Arbeit, Institut für Sozialmanagement, Dr. Larissa M. Sundermann, Telefon +41 58 934 85 12, E-Mail: larissa.sundermann@zhaw.ch

https://weiterbildung.zhaw.ch/de/school-of-management-and-law/programm/cas-marketing-kommunikation-in-npo.html

Ein mausiges Comeback: Diddl die kultige Springmaus erobert wieder die Märkte

Alle 90er Kids kennen sie noch, die berühmte Diddl Maus. Kaum einer war ohne Diddl Notizblöcke, Diddl Schlüsselanhänger oder Diddl Agenda unterwegs. Die Diddl Maus war ein Verkaufsschlager und extrem beliebt. Aber irgendwann wurde es ruhig um die kleine Maus, doch richtige Hardcore Fans wussten es schon immer, die Diddl Maus wird zurückkommen – und tatsächlich, ein erfolgreiches Marketingprodukt feiert sein Comeback und transportiert Diddl nicht nur wieder in die Kinderzimmer, sondern auch auf die digitalen Kanäle. Thomas Puchert, Head of Licensing von der KIDDINX Media, erklärt die Gründe für die Neuauflage.

Herr Puchert, die Diddl Maus war das Accessoire in den 90ern. Warum dieses Comeback der Diddl Maus?

Diddl ist ein absoluter Klassiker mit Kultcharakter und besitzt nach wie vor eine riesige Fangemeinde. Eine in unserem Auftrag durchgeführte Marktforschungsstudie hat dies nochmals untermauert. Es war immer klar, dass die Springmaus ein Revival feiern wird.

Als Marketingprodukt war die Marke Diddl eine Erfolgsgeschichte. Es gab unzählige Produkte und die Fans sammelten und tauschten sie sogar. Denken Sie, dass Sie an diese Erfolgsstory anknüpfen können?

(lacht) Natürlich sind wir davon überzeugt, dass die Erfolgsgeschichte weitergeht!

Die Diddl Springmaus © 2017 Thomas Goletz. Diddl ist ein eingetragenes Warenzeichen. Alle Rechte vorbehalten.

Wie wichtig ist die Marke Diddl und wie gross schätzen Sie das Marktpotential?

Der Markt an Kinderthemen ist natürlich enorm gross. Aber Diddl ist ein Klassiker und hat immer in den Köpfen seiner Fans weitergelebt. Wir gehen davon aus, dass das Marktpotential entsprechend gross wenn nicht sogar riesig ist.

Mittlerweile haben sich die Zeiten gewandelt und Diddl muss in die digitale Welt transportiert werden. Wie sieht die digitale Strategie aus und auf welche Kanäle setzen sie?

In der heutigen Medienlandschaft ist eine Lizenzvermarktung ohne digitale Komponenten nicht denkbar. Man muss die Fans dort abholen, wo sie sich aufhalten. Also wird Diddl „diddlital“. Das heisst wir räumen allen digitalen Plattformen eine grosse Priorität ein – sei es im App- oder Gamebereich auf iOS und Android, Facebook oder Instagram. Darüber hinaus ist auch eine Bewegtbildstrategie vorhanden. Hier werden u. a. Plattformen wie iTunes, Amazon oder YouTube berücksichtigt.

Das offizielle Diddl Logo © 2017 Thomas Goletz. Diddl ist ein eingetragenes Warenzeichen. Alle Rechte vorbehalten.

Allein auf Facebook erreicht die Fanpage bereits über 70.000 Fans. Diddl ist offenbar weit mehr als einfach nur ein Produkt, die Maus ist Kult. Am Design der Maus wurde nichts verändert. Gibt es dennoch Neuerungen, auf die sich alte, wie neue Fans freuen dürfen?

Das Design hat sich durchaus geändert. Es ist zeitgemässer geworden und dreidimensional. Gemeinsam mit Thomas Goletz, dem Schöpfer von Diddl, haben wir einen Styleguide mit den „alten“ zweidimensionalen Designs wie auch einen neuen dreidimensionalen Styleguide entwickelt, die ständig erweitert werden. Zusätzlich ist Diddl auch vermehrt im digitalen Umfeld zu finden. Weitere Neuheiten werden sich im Bereich des Bewegtbildes ergeben.

Diddl wird dreidimensional © 2017 Thomas Goletz. Diddl ist ein eingetragenes Warenzeichen. Alle Rechte vorbehalten.

Wo sehen Sie die Schwierigkeiten bei diesem Comeback und wo die Chancen?

Schwierigkeiten sehen wir keine. Wenn, dann sprechen wir nur von Herausforderungen. Diese liegen unter anderem im starken Konkurrenzfeld und in der Internationalisierung. Die Chancen und somit Stärken liegen in den zeitlosen Kernwerten der Marke und der nach wie vor sehr starken Fangemeinde und dem grossen medialen Interesse. Vielen bringt Diddl ihre Kindheit zurück und damit einhergehend eine unbeschwerte Zeit.

Offenbar lizenzieren Sie die Diddl Maus. Wie werden die Partner ausgewählt, damit eine gute Qualität garantiert werden kann?

Wir setzen auf die Zusammenarbeit mit langfristig bewährten Partnern, bei denen wir wissen, dass das Thema langfristig auf hohem Qualitätsniveau aufgebaut wird. Wichtig ist uns auch, dass die Produkte in erster Linie über den Fachhandel vertrieben werden. Wobei für die Endkunden auch der offizielle Diddl-Online-Shop eingerichtet wurde: www.diddl-shopping.de

Diddl und seine Freunde © 2017 Thomas Goletz. Diddl ist ein eingetragenes Warenzeichen. Alle Rechte vorbehalten.

Die Diddl Maus war vor allem im deutschsprachigen Raum bekannt. Denken Sie an eine Expansion in weitere Länder, oder sogar in den asiatischen Raum?

Die Diddl-Bubble-App, die im März vergangenen Jahres gelauncht wurde, erfreute sich besonders in China einer riesigen Nachfrage. So dass unser Partner b-interaktive gleich eine chinesische Übersetzung des App Store Textes in Auftrag gegeben hat. Unsere grossen Lizenzpartner wie die United Labels AG und auch Bullyland AG erhalten mittlerweile ebenfalls verstärkte Handelsanfragen aus dem Ausland – derzeit in erster Linie aus dem europäischen Raum.

Was können Marketingmenschen von der Diddl Maus lernen?

Hierzu könnte man sicherlich Seiten füllen. Grundsätzlich hat Diddl unter Beweis gestellt, dass rein illustratorische Marken über ihr besonderes Design und ihre Kernwerte sehr erfolgreich sein können. Dabei ist eine stete Anpassung und Weiterentwicklung an den Zeitgeschmack und an moderne Medien natürlich von immenser Bedeutung.

Homepage: http://www.diddl.de/

Online Shop: https://www.diddl-shopping.de/

Facebook: https://www.facebook.com/DieDiddlmaus

Instagram: https://www.instagram.com/diddl_shopping/?hl=de

Magie 2.0 dank iPad Zauberer Simon Pierro

Mit Zauberei verbinden viele nostalgische Gefühle. Mittlerweile macht die Digitalisierung aber auch vor dieser Kunst nicht halt. Der Zauberstab wird, zumindest von einem Magier, durch das iPad ersetzt. Simon Pierro ist der iPad Zauberer und verblüfft mit unglaublichen Tricks.

Herr Pierro, Sie sind Zauberer und verbinden in magischer Weise diese alte Kunst mit der digitalen Welt. Mit Ihrer iPad Zauberei haben Sie ein komplett neues Genre erschaffen. Wie kamen Sie auf diese Idee?

Bereits als Kind war ich technikbegeistert, ich habe mir mit zwölf Jahren meinen ersten digitalen Organizer gewünscht, obwohl ich gar keine Termine hatte. Später studierte ich Wirtschaftsingenieur mit Fachrichtung Informatik. Irgendwann verband ich dann meine Liebe zur Zauberei mit meinem technischen Know-How. Bereits viele Jahre bevor das iPad herauskam, zauberte ich mit Projektionen auf Leinwänden und Fernsehgeräten. Als Apple dann das iPad vorstellte, nutzte ich als erster Magier dessen Apps als eine Art Zauberkasten.

Die Digitalisierung ist Bestandteil unserer Gesellschaft und dennoch faszinieren Ihre Tricks Gross und Klein. Ist es ein schönes Gefühl Menschen noch verblüffen zu können?

Ich denke, gerade weil die Digitalisierung Bestandteil unseres Lebens ist erhält meine Kunstform so viel Aufmerksamkeit. Jede Branche und auch viele Menschen versuchen ihre eigene Antwort auf die Herausforderungen der veränderten Welt zu finden. Umso spannender sind Erfolgsgeschichten, die von Chancen der Veränderung erzählen. Zudem zaubere ich mit einem iPad und nicht mit einer schwarzen mysteriösen Box, in der Spiegel und doppelte Böden Platz hätten. Jeder weiss, was das iPad kann und was es nicht kann – letzteres mache dann ich möglich. Es ist fast so, als hätte jeder Zuschauer die Zauberbox schon vorher ausgiebig untersuchen dürfen.

Zum Beispiel weiss jeder, dass man auch mit der besten App kein Bier aus dem iPad zapfen kann – wenn ich es in der Hand halte, dann klappt das aber!

Generell ist es natürlich so: Ob analog oder digital, das Ziel eines Magiers ist zu verblüffen… Dass mir dies so gut gelingt, das ist tatsächlich ein sehr schönes Gefühl.

Können Sie uns einen kleinen Hinweis geben, wie Ihre Zauberei funktioniert? Ein paar fleissige Helferlein in Form von Programmierern müssen doch mitwirken…

Natürlich! Ich arbeite meist mit sehr kleinen Teams intensiv zusammen. Für meine iPad Magie habe ich seit dem ersten Tag einen hochgradig talentierten Programmierer, der meine Wünsche und Ideen in digitale Zauberformeln transferiert hat. Für spezielle Anwendungen wie zum Beispiel Augmented Reality Illusionen holen wir uns dann gezielt Expertise dazu. Da sind neben Programmierern Grafik-Designer, Requisiteure, Kameraleute und auch andere Zauberer eine Bereicherung.

(c) Simon Pierro

Wie wichtig ist das Marketing im harten Geschäft der Magier und Zauberer?

Während viele Zauberer eher Sorge trugen, dass YouTube der Platz sein wird, an dem Tricks verraten werden, machte ich die Plattform zu meiner digitalen Bühne, meinem virtuellen Las Vegas sozusagen und erreichte auf diesem Wege über 100 Millionen Menschen. Soziale Medien und Videoplattformen sind eine grossartige Möglichkeit, um auf sich aufmerksam zu machen und ein unglaublich schneller, bilateraler Kommunikationskanal. Die unmittelbaren Reaktionen meines Publikums, ob Lob oder Kritik, sind für mich wertvolle Impulse, und nicht selten Initialzündung für meine nächste Illusion.

Welche Marketinginstrumente nutzen Sie?

Wo es Erfolg gibt, da bleiben Nachahmer nicht aus… Also beschäftigen wir uns neben der stetigen Entwicklung von kreativen Guerilla-Marketing-Kampagnen in Form von YouTube Clips (wie z.B. dem Vorführen von Zaubertricks für Schimpansen oder dem Herausklettern von Spinnen aus dem iPad im Aufzug) natürlich auch mit „klassischen“ Marketing-Massnahmen wie Suchmaschinenoptimierung und Adwords-Anzeigen.

Das Marketing-Rad steht im Grunde nie still: meine Fernsehauftritte erzeugen Traffic auf meinen Social-Media-Kanälen, und wenn Sie nun, mit diesem Interview, die Worte „iPad Zauberer“ mit meiner Website verlinken, dann ist schon wieder ein kleiner Schritt getan.

Darüber hinaus werde ich selbst bzw. meine iPad Magie mitunter als „Marketing-Instrument“ genutzt. Speziell in der Live-Kommunikation, bei Kundenevents, soll häufig das Produkt oder die Dienstleistung des Auftraggebers hervorgehoben werden. Dazu produziere ich gerne kurze Videos, die den Kunden die Möglichkeiten individueller Anpassungen veranschaulichen. Hier ein Beispiel von Customizing Optionen

Ihr Bekanntheitsgrad wird stetig grösser, wie schafft man es immer wieder neue Tricks oder Ideen zu kreieren?

Seit Jahren produziere ich kontinuierlich neue Inhalte und erfinde nie dagewesene Kunststücke. Wer mich neu entdeckt, der hat erstmal einige Stunden Videos auf YouTube nachzuholen! Ich habe übrigens keinen festen Veröffentlichungsplan, sondern produziere immer nur dann neue Inhalte, wenn ich etwas zu erzählen bzw. vorzuführen habe. Ich empfinde die Zeit meiner Zuschauer als wertvoll und möchte sie auch nur dann in Anspruch nehmen, wenn ich dahinterstehen kann.

Durch die kontrovers diskutierte Reizüberflutung & Overnewsing-Tendenzen in unserer durchdigitalisierten Welt entstehen für mich ständig neue Impulse von aussen, die ich dann in neue Vorführungen umwandeln kann. So waren zum Beispiel auch kleine Updates beim iPad eine regelmässige Quelle von Ideen: Als das iPad 3 gerüchteweise schwerer sein sollte als der Vorgänger, da entwarf ich eine „Helium App“. Einmal den digitalen Ballon auf dem iPad aufgepustet und das Tablet begann zu schweben.

(c) Simon Pierro

Was können Marketingmenschen von der Zauberei lernen?

Das zu beantworten will ich mir gar nicht anmassen. Mitunter scheint mir Marketing der Zauberei sehr nahe. Das jedenfalls denke ich mir manchmal, wenn ich mich wieder von einer Werbung magisch angezogen werde – für ein Produkt, das ich gar nicht brauche, aber dann unbedingt haben will.

Zauberer verkaufen Träume, Marketingmenschen mitunter ebenfalls. Und wer Träume weckt, will natürlich nicht enttäuschen.

Der legendäre amerikanische Rechtsanwalt und Magier Karl Germain (1878-1959) sagte mal, der Zauberer sei stets ehrlich: „Der Magier verspricht zu täuschen und dies tut er dann auch!“

Wenn Sie im Marketing etwas verzaubern könnten, was wäre das?

Ich würde den Vermarktungszyklus verzaubern und einfach umkehren. Erst kommt die tolle Marketing-Kampagne, der phantastische Slogan und darauf basierend wird das passende Produkt produziert – oder gezaubert.

Mehr Informationen zu Simon Pierro:

http://www.simonpierro.de/

Social Media:

Facebook.com/iOSmagic

YouTube.com/iOSmagic

Twitter.com/SimonPierro

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Augmented Reality – Die Wunderwaffe des Marketings in der Zukunft?

Betrachtet man den Hype in der Gaming Industrie um die neuen Virtual Reality Brillen, scheint dies eine neue Ära im erleben Virtueller Welten einzuläuten. Jedoch ist das Potential für das Marketing im Moment sehr klein. Virtuelle Welten müssen aufwendig sowie teuer produziert werden und bieten, zumindest wenn Technologien wie Google Card Board genutzt werden, nur wenige Interaktionsmöglichkeiten.

Augmented Reality, welches die reale Welt als Leinwand nutz und mit virtuellen Informationen anreichert, scheint hier ein grösseres Potential zu haben. Inhalte können günstig produziert werden und die entsprechenden Applikationen für Endgeräte in Form mobiler Telefone oder Tablets sind breitflächig vorhanden. Zudem haben die Applikationen einen gewissen „Coolness-Faktor“, stechen also durch ihr User-Interface heraus.

Doch was ist das Potential für das Marketing für diese Technologie?

Augmented Reality ist nicht wirklich etwas Neues. Schon in den 50er Jahren gab es wissenschaftliche Publikationen mit spannenden Ideen zu Augmented Reality. Speziell in den 90er Jahren in den USA wurde dieser Technologie ein grosses Potential zugeschrieben und viele Einsatzszenarien, speziell in der Serviceindustrie, im Maschinenbau oder in der Lehre, wurden schon damals entwickelt. Was fehlte waren einsprechende mobile Endgeräte. Ein Problem, das heute gelöst ist.

Jedes moderne Smartphone ist in der Lage virtuelle Objekte in der mit der eigenen Kamera aufgenommenen Umgebung darzustellen. Produkte wie Google Glass als Transfertechnologie erlaubt die Darstellung dieser Objekte direkt vor dem Auge über Technologien wie Head-up-displays oder Eye glasses. Endgeräte sind somit verfügbar und die Entwicklung geht noch weiter. Erste Kontaktlinsen mit Displayfunktion sind verfügbar, wenn auch bisher nur im medizinischen Bereich.

Viele Industrien experimentieren mit der Technologie, um z.B. Techniker bei der Reparatur oder Überprüfung zu unterstützen sowie um Navigationssysteme anzureichern. Aber auch im Marketing gab und gibt es einige Aktivitäten.

Über die letzten Jahre gab es einige Marketing Kampagnen, welche Augement Reality nutzen. Es scheint, dass Augmented Reality nur einen geringen Nutzen für Marketingaktivitäten hat, da bisher keine breitflächige Adaption erfolgte.

Woran liegt das? Ist die Technologie für das Marketing ungeeignet oder verstehen die Marketingbereiche nicht, wie sie die Technologie einsetzen können?

Um speziell die letzte Frage beantworten zu können haben Dr. Roger Seiler und ich die bekanntesten Augmented Reality Marketingkampagnen hinsichtlich ihres Einsatz-Szenarios untersucht. Um dies über den gesamten marketingunterstützen Sales-Prozess zu tun, haben wir das AIDA um den Bereich After Sales erweitert.

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Analysiert man nun, welche Phasen durch die entsprechenden Kampagnen unterstützt werden, gibt es einen klaren Fokus auf „Awareness“ und „Interest“. Dabei steht nicht die Motivation zum Kauf eines Produktes im Vordergrund, vielmehr geht es um die Positionierung der Marke oder des Unternehmens.

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In den letzten beiden Jahren, wurde dann der Fokus um die Unterstützung bei der Entscheidungsfindung erweitert. Aber auch hier fehlt oft die direkte Anbindung an Vertriebssysteme, welche eine integrale, technologiegestützte Kundenbeziehung verunmöglichen.

Dies ist eine Entwicklung, wie sie auch im Social Media Bereich zu beobachten war. Was bei vielen Kampagnen zu fehlen scheint, ist der direkte Bezug zum Vertrieb. Damit fehlt ein entscheidender Treiber für eine Nutzung von Augmented Reality im Marketing.

Aber wie kann Augmented Reality genutzt werden um alle Phasen des AIDAA Modells zu unterstützen? Welche Erfolgsfaktoren gibt es, speziell für KMUs? Wie können solche Kampagnen kostengünstig aufgesetzt und abgewickelt werden? Und nicht zuletzt, welche Technologien sind verfügbar?

Diese und weitere Fragen möchten wir in Zukunft verstärkt betrachten. Haben Sie schon einmal eine Augmented App wie Blippar oder Layar genutzt? Was waren Ihre Erfahrungen und welches Potential sehen Sie für das Marketing? Lassen Sie uns wissen, wie Sie dem Thema gegenüberstehen!