Die Pendlerzeitung 20 Minuten und das Marketing

Der tägliche Griff zur 20 Minuten Box gehört mittlerweile für viele Pendler zum Alltag. In Zeiten der Digitalisierung, ist die gedruckte Ausgabe aber immer noch ein wichtiger Bestandteil. Trotzdem muss auch 20 Minuten im hart umkämpften Markt bestehen. Wie 20 Minuten das Marketing einsetzt, das erklärt Annina Flückiger (20 Minuten Marketingleitung),

Frau Flückiger in Zeiten von Smartphone und Tablets, sind die Inhalte 24 Stunden online abrufbar. Warum braucht es trotzdem noch die gedruckte 20 Minuten Ausgabe?

Die Printausgabe von 20 Minuten erreicht täglich 1‘917‘000 LeserInnen und Leser in der ganzen Schweiz (MACH Basic 2017-1). Dies zeigt, dass auch im digitalen Zeitalter die Zeitung sehr beliebt ist. Die News sind im praktischen Tabloidformat kompakt aufbereitet. Im Gegensatz zur Onlineausgabe ist die Lektüre endlich, was von vielen LeserInnen und Lesern zum Start in den Tag geschätzt wird.

Der Zeitungsmarkt ist seit einiger Zeit einem Wandel unterworfen. Welche Schritte unternehmen Sie, um sich von der Konkurrenz zu unterscheiden?

Das Versprechen von 20 Minuten „jeden Tag zu informieren und unterhalten und damit für Gesprächsstoff zu sorgen“ versuchen wir laufend auf innovative Weise weiter zu entwickeln. Gerade kürzlich erst wurde das 20 Minuten Radio lanciert. Mit diesem möchten wir unsere Zielgruppe über einen neuen Kanal ansprechen und die Medienmarke 20 Minuten weiterführend als jung, trendy und innovativ positionieren.

Die Ausgabe ist stets auch als E-Paper verfügbar (c) 20 Minuten

Auch 20 Minuten muss Marketing betreiben, da es Leser und Werbekunden gewinnen will. Welche Marketinginstrumente setzen Sie ein und welchen Stellenwert hat das Marketing bei 20 Minuten?

Im B2C Bereich setzt das Marketing bei 20 Minuten dort an wo die Redaktion an ihre Grenze kommt und fungiert sozusagen als verlängerndes Glied der Inhalte. Insbesondere mit Verlosungen, Eigenevents und Sponsorings bieten wir unserer Leserschaft in Sachen Musik, Film oder Lifestyle, ergänzend zu den redaktionellen Inhalten, das Live-Erlebnis an und sorgen für Gesprächsstoff. Auch die Eigenkommunikation und Imagewerbung hat eine bedeutende Rolle. Für die Werbekunden ist 20 Minuten Teil von Tamedia Advertising welches für sich und seine Produkte im B2B Bereich wirbt.

Viele Unternehmen setzen beim Thema Werbung auf digitale Kanäle. Welche Möglichkeiten bieten Sie und wie sehen Sie die zukünftigen Entwicklungen im Werbemarkt?

20 Minuten bietet eine Menge an digitalen Werbemöglichkeiten:

  • Klassisches Display & Video advertising
  • Performance advertising
  • data driven advertising (intent-targeting, interest-targeting, socio-demographic targeting, contextual targeting) 
  • Content-Marketing mit Native Advertising und Branded Content 

Alle Details zu den diversen Werbemöglichkeiten auf 20 Minuten findet man unter: https://www.tamedia.ch/de/marken/details/20-minuten/tab/werbung?sectionId=mediadatatabs&tabId=1

Die zukünftige Entwicklung sieht man bei 20 Minuten positiv, da die technische Entwicklung es immer besser ermöglicht, die richtige Botschaft, im richtigen Umfeld, zur richtigen Zeit dem richtigen User auszuliefern.

20 Minuten spricht eine breite Leserschaft an. Welchen Stellenwert nimmt die junge Generation in der Marketingstrategie ein und wie erkennen Sie die Bedürfnisse der jungen Zielgruppe?

Die junge Generation ist unsere Kernzielgruppe und entsprechend sehr wichtig. 20 Minuten erreicht in der Deutsch- und in der Westschweiz täglich rund 50 Prozent der 14- bis 29-Jährigen und unterhält sich auf Augenhöhe mit ihnen. Im Rahmen der neuen Imagekampagne wird dieser Generation über unterschiedliche Massnahmen ein Gesicht gegeben. Unter dem Claim «Dein Leben. Deine Storys.» zeigt die Kampagne auf authentische Art und Weise, wie Jugendliche in der Schweiz 20 Minuten in ihrem Alltag nutzen. Über die Kampagne hinaus wird das Thema «Generation Z» auch von der 20-Minuten-Redaktion vertieft aufgenommen. So werden thematische Felder wie Lifestyle, Fast Food, Fashion und Ausbildung, die in der genannten Zielgruppe von besonderem Interesse sind, intensiver bearbeitet und speziell aufbereitet.

Die Produktpalette (c) 20 Minuten

Wie wichtig ist die Reputation von 20 Minuten in Bezug auf die Marketingstrategie? Nur trendy zu sein reicht nicht, schliesslich will man als ein solches Medium auch einen seriösen Journalismus pflegen.

Wie schon gesagt ist das Marketing das verlängernde Glied der Redaktion und nicht umgekehrt. Die redaktionellen Inhalte sind bei 20 Minuten das A&O. Die Redaktion und das Marketing arbeiten eng zusammen und unsere Marketingaktivitäten sind auf das journalistische Produkt abgestimmt.

Gibt es etwas, das Sie gerne im Marketing umsetzen würden, aber noch keine Möglichkeit dazu gehabt haben?

Da gibt es nicht nur etwas, sondern viele Umsetzungen von denen ich träume: Think big! Meistens scheitern diese Ideen am nötigen Budget.

Welchen Rat würden Sie angehenden Marketingfachleuten geben, einerseits in Bezug auf das Marketing, andererseits in Bezug auf die Zusammenarbeit mit Medien?

Die Möglichkeiten im Marketing entwickeln sich laufend weiter. Man kann sich nach abgeschlossener Weiterbildung nicht einfach ausruhen. Wichtig ist, dass man stets offene Ohren und Augen für neue Trends hat und diese auch ausprobiert.

Technik und Mode sinnvoll kombiniert

Business und Casual wird immer öfter kombiniert. Leider sind Anzugshosen etwas anfällig. Sie knittern, können schnell schmutzig werden und sind nicht immer sehr bequem. Ein junger Zürcher hat nun etwas ganz Neues kreiert. Bei ihm gibt es wasser- und schmutzabweisende Anzugshosen, die bequem und modisch zugleich sind. Aktuell gibt es vier Varianten für Herren. Wie das geht, erklärt Philip Widmer von Mamquam.

Herr Widmer, wasser- und schmutzabweisende Hosen tönen nach einem idealen Produkt. Wie sind Sie auf diese Idee gekommen und wie funktioniert diese Technologie?

Die „Business-casualisation“ die heutzutage in fast allen Industrien zu sehen ist, hat uns dazu geführt eine neue Kategorie von Kleidung zu entwickeln, welche nicht durch die alten Dress-Codes beschränkt ist.

Wir entwickeln Mode-Artikel, die einerseits angenehm, robust und praktisch sind und andererseits nachhaltig und transparent produziert werden. Um dies zu erreichen benutzen wir Technologien, die der Modewelt noch fremd sind. Technologien sind eher in Outdoor-Kleidung bekannt, aber nicht in Zusammenhang mit modernen Mode-Produkten.

Die Textilien werden so hergestellt, dass sie wasser-, schmutzabweisend und UV-blockierend auf der Aussenseite sind. Auf der Innenseite hingegen sind die Textilien schweissaufnehmend. Durch dies entsteht ein kühlender Effekt.

Wasserabweisende Textilien, die auch modisch sind © Mamquam

Mode ist auch für Herrn wichtig geworden. Welche Modelle gibt es bei Mamquam und ist eine Produkterweiterung geplant? Dürfen sich auch Damen Hoffnungen für entsprechende Produkte machen?

Zur Zeit haben wir für Herren Hosen und Hoodies, im Verlauf des Jahres, werden weitere Produkte lanciert. Durch die hohe Nachfrage von Damen, kann man sich hier Hoffnungen machen.

Mamquam ist ein Start-up. Wie zufrieden sind Sie mit den Verkäufen, wo gibt es Verbesserungspotenzial?

Die Verkäufe steigern sich, doch es gibt natürlich immer Potential sich zu verbessern. Wichtig ist es, dass unsere Kunden verstehen, was Mamquam repräsentiert und die Denkweise, die dahinter steht. Nachhaltigkeit, Transparenz, technologische Weiterentwicklung.

Stetige Verbesserung ist wichtig, um die Kundenbedürfnisse zu befriedigen © Mamquam

Welche Absatzkanäle nutzen Sie?

Momentan online und im Handel via Boutique Shops.

Welche Marketinginstrumente nutzen Sie?

Direktmarketing/Content Marketing – Hootsuite für Social Media (Facebook, Instagram, Twitter), Mailchimp für – Email Newsletter, dazu planen wir im Bereich Eventmarketing einige Guerilla & Pop-up Events.

Analysieren Sie auch das Kundenfeedback und integrieren Sie dieses in Ihre tägliche Arbeit?

Kundenfeedback zusammen mit dem Fortschritt der Technik gestalten die Identität unserer Firma, das Kundenfeedback ist essentiell damit wir wissen was wir verbessern können.

Das Kundenfeedback ist wichtig und so wird es auch bald neue Produkte geben © Mamquam

Wie sehen Sie die weitere Entwicklung von Mamquam in den nächsten Jahren?

Durch Produkte, Veranstaltungen und Kunst am Fortschritt unserer Welt beizutragen.

Wenn Sie angehenden Marketingfachleuten einen Tipp geben könnten, was würden Sie raten?

Es ist ein komplexes Thema, wir sind noch keine Experten…Erstens ist es wichtig, dass man schnell reagiert, zweitens, geht es darum das JETZT zu verstehen, die Gesellschaft von heute zu verstehen.  Mein Tipp, sich auf YouTube ein paar Videos von Kevin Roberts anzuschauen

 

Mehr über Mamquam

http://mamquam.com/

https://www.facebook.com/mamquam/

https://www.instagram.com/mamquamstudio/

Daimler und die Kantinenkommunikation

Kommunikation und Marketing gehen Hand in Hand. Oft wird der Fokus auf die externe Kommunikation gelegt, wie man aber auch mit einer effizienten internen Kommunikation erfolgreich sein kann, erzählt uns Tobias Just, Director Executive & Digital Media von der Daimler AG. Sein Team schafft es immer wieder, mit speziellen Videos, den Vorstandsvorsitzenden Dr. Dieter Zetsche in ein neues Licht zu rücken.

Herr Just, zum Jahresende 2016, gab es ein Video der Daimler AG, wo der Vorstandsvorsitzende Dr. Dieter Zetsche in der Kantine das Jahr Revue passieren lässt. Eigentlich etwas für die interne Kommunikation, doch es hat dank YouTube auch weitere Menschen überrascht und begeistert. Wie kamen Sie auf die Idee, Dr. Zetsche in die Kantine zu setzen?

Die Analogie mit der Ketchupflasche wird bei Daimler im Zusammenhang mit E-Mobilität schon seit längerem gebraucht. Das hat uns auf die Idee gebracht, unsere Strategie einmal komplett mit „Food“-Beispielen zu erklären. Zudem wurde 2016 eine neue Daimler-Kantine eröffnet und unser Vorstandsvorsitzender geht dort tatsächlich öfter essen. Deshalb lag die Kombination nahe.

Wie entstehen die Ideen zu den Videos und zu weiteren Aktivitäten? Arbeiten Sie mit speziellen Agenturen zusammen?

Idee und Skript entsteht grundsätzlich bei uns im Team. Für die Umsetzung ist natürlich externe Unterstützung erforderlich.

Dr. Dieter Zetsche, Vorsitzender des Vorstands der Daimler AG und Leiter Mercedes-Benz Cars (c) Daimler AG

Welchen Stellenwert hat die Executive Communication innerhalb der Daimler AG? Warum ist es so wichtig, den Chef auch kommunikativ zu begleiten?

Auch wenn klassische Hierarchien bei Daimler nicht mehr den Stellenwert früherer Jahre haben – der CEO ist in puncto Motivation und Orientierung für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter immens wichtig. Insbesondere in einem Unternehmen mit über 280.000 Kollegen auf 5 Kontinenten sind kommunikative Klammern entscheidend für den Zusammenhalt.

Falls Sie etwas aus dem Nähkästchen plaudern dürfen, braucht es viel Überzeugungsarbeit oder macht der Vorstandsvorsitzende alles mit?

Wir haben das grosse Glück, dass unser CEO für kommunikative Belange sehr offen ist, sofern dabei eine Grundvoraussetzung gilt: Im Vordergrund muss immer eine inhaltliche Botschaft stehen. Personenkult ist tabu.

Mercedes-Benz E-Klasse Coupé; C 238 (c) Daimler AG

In Ihren Verantwortungsbereich fallen auch die digitalen Medien. Welche Trends sehen Sie und wie kann man die diversen Kanäle erfolgreich nutzen?

Klassischer Journalismus wird bekanntlich immer öfter von Content Marketing durchsetzt. Das ist – sofern es kenntlich gemacht wird – auch nicht verwerflich. In der globalen Kommunikation bei Daimler gehen wir aber zukünftig einen anderen Weg: Wir setzen verstärkt auf unsere eigenen digitalen Medien. Der Vorteil: Auf diesen Kanälen können wir Denkanstösse bieten, ohne Verkaufsimpulse setzen zu müssen. „Owned Media“ bieten für uns zudem nicht nur Flexibilität und Kontrolle, sondern auch grosse Reichweiten. Allein mit einem Social Intranet erreichen wir täglich mehr als 280.000 Menschen. Hinzu kommt ein Millionenpublikum über Websites und Social Media. Wir sind überzeugt: Im Zusammenspiel bieten diese Kanäle weit mehr als die Summe ihrer Teile.

Gibt es einen Ratschlag, den Sie angehenden Marketingfachleuten geben würden?

Egal ob Text, Bild, Video oder Audio: Produziert nichts, was ihr nicht auch selbst gern konsumieren würdet.

Mercedes-AMG GLA 45 4MATIC (c) Daimler AG

Wie virale Werbevideos wirken

Über die Werbewirkung von Content Marketing-Massnahmen und deren Zusammenhänge wird häufig diskutiert. Eine Studie aus Rotterdam hat diese Thematik im Zusammenhang mit viralen Werbevideos untersucht.

Content Marketing zählt seit Jahren zu den Top Prioritäten im Digitalen Marketing.[1] Dahinter steht die Idee, mit informierenden, beratenden und unterhaltenden Inhalten seine Zielgruppen anzusprechen und den Kontakt mit dem Unternehmen oder seiner Produkte so zu gestalten, dass für den Kunden ein möglichst unmittelbar spürbarer Mehrwert entsteht. Letztlich ist interessanter Content einer der Hauptgründe, warum Menschen Marken in den Sozialen Medien folgen[2]. Während in B-to-B Märkten der Fokus des Content Marketing auf informativen und fachspezifischen Inhalten liegt, z.B. in Form eines Blog-Artikels, Whitepapers, E-Books oder Webinars, dominiert in Konsumgütermärkten der Unterhaltungswert von Inhalten, vorzugsweise in Form von Bildern und Videos. Sobald Content in den Augen einer Zielgruppe attraktiv ist, entsteht daraus aus Unternehmenssicht ein weiterer, zentraler Nutzen: Die Inhalte werden geteilt. Beim sogenannten viralen Marketing / Word-of-mouth Marketing besteht darin sogar das eigentliche Kernziel. Damit eine solche Marketingstrategie für ein Unternehmen auch im Hinblick auf die quantitativen Unternehmensziele Wirkung erzielt, hängt allerdings von einem zusätzlichen Faktor ab: Kaufen aufgrund der viralen Verbreitung des Contents tatsächlich mehr Menschen die Produkte des Unternehmens? Im Konsumgütermarketing ging man bisher davon aus, dass die beiden genannten Zielsetzungen – Anzahl «Shares» und «Views» auf der einen Seite, Markenbekanntheit und Kaufabsicht auf der anderen Seite – schwierig zu vereinbaren sind. Videos, die darauf ausgelegt sind, dass sie möglichst oft geteilt werden, entfalten wenig Wirkung hinsichtlich Kaufabsicht und Markenbekanntheit. Hingegen werden Videos, in denen die Marke und die Werbebotschaft dominieren, erfahrungsgemäss weniger geteilt. Zugunsten einer hohen Teilungsrate («Share Rate») hat man in Werbeagenturen und Marketingabteilungen daher häufig darauf verzichtet, in Storytelling-Videos der beworbenen Marke eine prominente Rolle zuzuweisen. Eine Studie der Rotterdam School of Management[3] zeigt nun, dass diese Vorurteile unberechtigt sind. Die Untersuchung zeigt, dass kein Zusammenhang zwischen einem dominanten Markenauftritt und der Teilungsrate eines Videos besteht. Werbevideos, die eine Geschichte erzählen, in deren Kern eine Marke oder ein spezifisches Produktmerkmal steht, werden nicht weniger oft geteilt. Die zwei diskutierten Wirkungsziele stellen somit keinen Trade-off dar. Nichtsdestotrotz tut man gut daran, seine Werbeziele und deren Messgrössen immer wieder kritisch zu hinterfragen.

[1] Econsulting & Adobe (2013). http://www.emarketer.com/Article/Content-Vaults-No-1-Marketing-Priority-2013/1009648

[2] Demand Metric (2014). http://www.demandmetric.com/content/content-marketing-plan-methodology

[3] http://www.rsm.nl/about-rsm/news/detail/3073-what-gets-some-product-content-talked-about-more-than-others/

Link zum eingebetteten Youtube-Video Puppyhood.

«Unser Ziel sind nicht möglichst viele Likes»

Interview von Abraham Gillis mit René ab Egg, Leiter Marketing und Product Management bei Kuhn Rikon.

Herr ab Egg, die ZHAW-Studie zeigt viele Handlungsfelder im Social-Media-Bereich auf. Haben Sie Arbeitskräfte aufstocken müssen?

René ab Egg, Leiter Marketing und Product Management bei Kuhn Rikon

René ab Egg, Leiter Marketing und Product Management bei Kuhn Rikon

René ab Egg: Nicht direkt. Aber wir wollten der wachsenden Bedeutung von Social Media Rechnung tragen und haben daher die bereits existierende Zusammenarbeit  mit  einer PR-Agentur ausgeweitet. Gemeinsam arbeiten wir in Monatszyklen einen Redaktionsplan aus, und die Agentur stellt danach die Publikation sowie den First-Level-Support sicher.

Hat sich diese Zusammenarbeit bereits positiv bemerkbar gemacht?

Es ist noch zu früh, um konkrete Resultate vorzuweisen. Was mich aber zuversichtlich stimmt, ist der Befund in der Studie der ZHAW, dass es in unserem Bereich, also bei den Kochgeschirrherstellern, gar nicht so schwierig ist, Klassenbester zu werden. Unser Ziel sind nicht etwa möglichst viel Likes, sondern ein wirklich interessiertes Publikum zu erreichen.

Dann geht es vor allem um eine längerfristige Bindung an die Firma?

Genau. Nach dem Modell: Zuerst hinhören, was die Leute wollen, und dann das Engagement der Community stärken. Leider macht es einem Facebook durch die Einschränkung der organischen Reichweite nicht mehr so einfach wie früher.

Was bedeutet das konkret?

Bis vor Kurzem war es so, dass, wenn eine Firma zum Beispiel 500 Likes hatte und etwas publizierte, diese Info auch alle 500 Fans erreichte. Facebook beginnt nun einzuschränken und schickt die News nur noch an eine reduzierte Anzahl von Fans. Will man die Reichweite wieder erhöhen, kann man neu dafür bezahlen.

Bisher haben Sie nur Facebook erwähnt. Sind Sie auch auf anderen Social-Media-Kanälen präsent?

Die Studie hat klar ergeben, dass Facebook für uns das wichtigste Medium ist. In Amerika ist Twitter relativ gross. Für Kuhn Rikon ist der Kurznachrichtendienst aber noch nicht wichtig genug.

Apropos Amerikaner – laut Studie orientieren sich diese im Netz mehr an der Meinung anderer als Schweizer Kundinnen und Kunden. Erstaunt Sie das?

Nein. Wir stellen das anhand vieler Beispiele fest. Im Fall von Amazon zum Beispiel. Das Ratingsystem, das der Onlinehändler anwendet, wird für uns immer wichtiger.

Wie steht es mit dem eigenen Web-Shop? Die Untersuchung rät auch dort zu Ratings.

In unserem neuen E-Shop wird es Ratings geben.

Das Interview ist im IMPACT (Ausgabe 14/26), dem Hochschulmagazin der ZHAW, erschienen.

«2013 was all about social»

Gemäss socialbakers war das Jahr 2013 „all about social“. Auch 2014 wird die Interaktion zwischen Unternehmen bzw. Mitarbeitenden und Kunden weiter an Bedeutung gewinnen. Unserer Meinung nach werden im nächsten Jahr Themen wie Content Marketing, die Verknüpfung digitaler Initiativen mit Unternehmenszielen und deren Messbarkeit sowie die Skalierung von Social Media in Unternehmen zur Erreichung von digitaler Service-Exzellenz weiter an Bedeutung gewinnen.

Sind Sie und Ihr Unternehmen für 2014 gerüstet? Gerne geben wir Ihnen das digitale Rüstzeug im CAS Digital Marketing mit.