Den lokalen Handel mit Loyalitätsprogrammen stärken

Von den ZHAW Studentinnen Cécile Brun, Patricia Gebhardt, Romina Plesca, Jessica Riesen, Lora Valcheva (Masterstudiengang Business Administration mit Vertiefung Marketing)

An der ZHAW gibt es ein Modul, dass sich mit so genannten Consulting Projects befasst. Bei diesen Projekten bearbeiten die Studierenden eine Problemstellung direkt mit einem Praxispartner. Das Modul hat zum Ziel Fachkenntnisse im Rahmen praktischer Forschungsprojekte im Team umzusetzen. Dabei werden anerkannte wissenschaftliche Standards berücksichtigt.

Ein Projekt betraf die Bedürfnisse und Anforderungen hinsichtlich der Loyalitätsprogramme im lokalen und stationären Handel der Schweiz und wurde in Zusammenarbeit mit CCV Schweiz durchgeführt. CCV Schweiz ist ein führender Dienstleister für die elektronische Transaktionsverarbeitung in Europa.

Einkäufe in der eigenen Gemeinde erhöhen

Der lokale stationäre Handel in der Schweiz kämpft seit Jahren mit rückläufigen oder stagnierenden Umsatzzahlen aufgrund des steigenden Online-Handels und des Einkaufstourismus. Vor allem in kleineren Innenstädten fehlen für die Konsumenten Anreize, wie beispielsweise Loyalitätsprogramme, um vermehrt in der eigenen Gemeinde Einkäufe zu tätigen.

Um ein solches Loyalitätsprogramm erfolgreich umsetzen zu können, müssen die Bedürfnisse unterschiedlicher Anspruchsgruppen berücksichtigt werden. Im Rahmen des Projekts wurden Gewerbeverbände und/oder Stadtverwaltungen, Händler und Kunden als Anspruchsgruppen definiert. Es wurde geklärt, welche Bedürfnisse und Anforderungen die einzelnen Stakeholder an ein kartenbasiertes Loyalitätsprogramm haben. Ausserdem wurde definiert, welche Elemente benötigt werden, um gezielt auf diese eingehen zu können und sie am Schluss in einem erfolgreichen Kundenbindungsprogramm vereinigen zu können. Insgesamt wurden in sechs Gemeinden der Schweiz 42 Interviews durchgeführt.

Loyalitätsprogramme könnten die Einkäufe erhöhen © CCV Schweiz

Einfaches System erwünscht

In Bezug auf die Stadtverwaltungen und Gewerbeverbände lässt sich zusammenfassend sagen, dass die Hälfte der Befragten einem händlerübergreifenden Loyalitätsprogramm positiv gegenübersteht, zwei Gemeinden denken, dass dies nicht funktionieren wird. Für die Einführung eines solchen Programmes nennen die Gemeinden Einfachheit, Kundenfreundlichkeit und wenig Aufwand für die Händler als Voraussetzungen. Händler sind gegenüber der Idee eines händlerübergreifenden Loyalitätsprogrammes eher negativ eingestellt. Sie nennen als wichtigste Voraussetzungen für ihre Teilnahme an einem solchen Loyalitätsprogramm, dass alle Händler in ihrer Gemeinde integriert werden, dass es einen guten Branchenmix geben sollte und dass sich die Gemeinden und Gewerbeverbände aktiver zeigen müssen. Die Händler teilen die Einstellung der Gemeinden, dass ein solches Programm einfach aufgebaut sein sollte und kein Mehraufwand bei der Betreuung des Programmes für sie entsteht. Kunden erachten auch die Einfachheit eines Kundenbindungsprogrammes als wichtig. Sie präferieren Belohnungen in Form von Rabatten oder Wertbons.

Zukünftig wird es also eine Herausforderung sein, ein Loyalitätsprogramm zu schaffen, welches vor allem die Händler durch Einfachheit und ohne grossen Kostenaufwand überzeugen kann. Das Teilnahmekriterium für Händler, welches am meisten überzeugt, ist allerdings die Bereitschaft der Kunden an solch einem Programm teilzunehmen. Um das Loyalitätsprogramm für Kunden attraktiver zu gestalten, bedarf es kreativer und innovativer Konzepte, um so eine Bindung an das Loyalitätsprogramm zu erreichen.

https://ccv.ch/de

https://www.facebook.com/CCVSchweiz/

Das Marketing rennt am Zürich Marathon mit

Der Laufsport ist seit Jahren im Trend und weltweit finden Marathons statt. Hier treffen sich Spitzensportler wie Amateure und machen aus den Wettbewerben riesige Laufevents. Einer davon ist auch der Zürich Marathon. Dieses Jahr war es bereits die 16. Austragung und verzeichnete mit über 11’000 Startern einen Teilnahmerekord. Darunter war auch eine Gruppe des ZHAW Instituts für Marketing Management.

IMM am Teamrun vertreten

Der Zürich Marathon ist ein Erfolgsformat. Es gibt verschiedene Kategorien, einerseits den klassischen Marathon (42,195 km), der als Einzelwettkampf absolviert wird. Dazu gibt es den sogenannten Cityrun (10km in diversen Kategorien) und den beliebten Teamrun. Im Teamrun laufen vier Teammitglieder jeweils 9km, 11.7km, 4km und 17.5km. Bereits einen Monat vor dem Event war die Anzahl Anmeldungen für den Teamrun erreicht. Neben einem Promi-Team und diversen Firmenteams, war auch das IMM vertreten. Das Training fing für Dana, Linard, Rafael und Amélie schon früh an. Jede Woche trafen sie sich zum gemeinsamen Training und bereiteten sich so intensiv auf den Teamrun vor. Als gute Marketeers waren sie selbstverständlich auch sichtbar mit ZHAW School of Management and Law T-Shirts unterwegs. Das Resultat kann sich sehen lassen, die Zeit betrug 3:32:50 und Rang 127 von insgesamt 559 Firmenteams. „Der Teamrun war eine tolle Erfahrung. Ich würde es auf jeden Fall auch anderen empfehlen hier teilzunehmen„, meint Amélie.

Das IMM Team kann stolz auf das gute Abschneiden am Zürich Marathon sein

Das Marketing läuft mit

Der Zürich Marathon ist aber nicht nur aus Läufersicht interessant, sondern auch für Marketingprofis. Der Anlass wird natürlich entsprechend vermarktet. Bereits am Tag vor dem Event findet eine Messe in der Saalsporthalle statt. Dort präsentieren diverse Firmen die neuesten Produkte aus der Welt des Laufsports. Vermarktet wird der Zürich Marathon durch die Human Sports Management AG, die die Rechte von Bruno Lafranchi übernommen hat. Armin Meier, CEO und Inhaber der HSM will den Anlass weiterentwickeln und diesen möglichst attraktiv für die Läufer gestalten. Auch für den IMM Sportmarketingexperten Marcel Hüttermann ist es klar: „der Zürich Marathon ist aus Marketingsicht eine gute Plattform und eignet sich ideal für ein Sponsoring, denn die Visibilität ist hoch und die Zielgruppe ist vor Ort.“ Das IMM-Team gönnt sich nun eine Pause. Aber die nächste Austragung kommt bald, daher bleiben die Laufschuhe im Einsatz…

https://www.zuerichmarathon.ch/

www.humansports.ch

Umfrage über den Markenauftritt einer Schweizer Bank

Von Christian Matti (ZHAW Betriebsökonomie Student)

In der heutigen Zeit unterscheiden sich die Dienstleistungsangebote von Banken fast nicht mehr. Kundennähe und Vertrauen sind gefragt. Deshalb kann eine Bank vor allem auch durch ihren Markenauftritt bei den bestehenden sowie potenziellen Kunden überzeugen. In den letzten Jahren haben diverse Schweizer Banken ihren Markenauftritt geändert und mussten sich stets neue kreative Ideen für eine neue Positionierung einfallen lassen. Aufgrund der schlechten Reputation seit der Finanzkrise im 2008, ist es für die Banken schwieriger geworden das Vertrauen gegenüber den Kunden nicht zu verlieren und den Kundenerwartungen gerecht zu werden.

Markenidentität und Markenimage

In meiner Bachelorarbeit untersuche ich basierend auf der identitätsbasierten Markenführung die Vision, die Werte sowie den Zweck einer Schweizer Bank, welche kürzlich ein Re-Branding vollzogen hat. Es gilt zu erforschen, ob die Markenidentität genügend ausgearbeitet wurde. Auf der anderen Seite gibt es das Markenimage, welches aufzeigt, welches Bild die Kunden von einer Marke haben. Aufgrund meiner Umfrage versuche ich herauszufinden, ob der gewählte Markenauftritt bei der Kundschaft Anklang findet. Durch die erhobenen Daten kann somit verglichen werden, ob die Markenidentität mit dem Markenimage übereinstimmt.

Um eine möglichst gute Grundlage für diese Arbeit zu erhalten, zähle ich auf Ihre Mithilfe! Die Umfrage dauert nur wenige Minuten und ist mit vielen Bildern bestückt. Ich würde mich sehr freuen, wenn auch Sie an dieser Umfrage teilnehmen würden.

https://www.umfrageonline.ch/s/Branding_von_Banken

Vielen herzlichen Dank für die Teilnahme! Durch Sie kann ich wertvolle Informationen für meine Bachelorarbeit gewinnen.

Christian Matti untersucht das Rebranding einer Schweizer Bank

Alkohol wird als Partygast ausgeladen

Partys sind nicht nur bei Studenten beliebt. Gerade im Raum Zürich gibt es diverse Clubs, die ganzjährig für Stimmung sorgen. Bei Party kommen wohl zwei Stichworte als erste in den Sinn: Abfeiern und Alkohol. Letzteres muss aber nicht unbedingt zur Bedingung werden. Die Partyreihe Sober Sensation zeigt, dass auch nüchtern gefeiert werden kann. Wir haben mit dem Gründer Gideon Bellin gesprochen und nachgefragt, was es mit dieser Idee auf sich hat.

Herr Bellin, eine Partyreihe ohne Alkohol, das tönt für viele nach einem schlechten Scherz. Wie kamen Sie auf die Idee eine solche Partyreihe zu gründen. Selber zu viele Abstürze erlebt, oder war der gesunde Lebensstil ausschlaggebend?

Ich hatte die Idee bereits vor 9 Jahren, als diese Bewegung noch nicht der Trend war. Dieser kam erst vor circa 3 Jahren auf, in welcher Zeit ich mich dann entschied das Konzept endlich umzusetzen. Auslöser war eine Geburtstagsfeier, auf der ich als DJ engagiert war und bei der kein Alkohol ausgeschenkt werden durfte.

Wie sieht eine Sober Sensation Party aus? Wo sind Unterschiede, aber auch Vorteile zu gewöhnlichen Partys?

Eine Sober Sensation zeichnet sich durch den Einsatz höchstmöglicher sinnesansprechender Elemente aus, so trägt der Name zweierlei mit sich, das Wort „Sensation“ bedeutet nämlich nicht nur, dass es etwas komplett Neues, Revolutionäres aber auch Sensationelles ist, sondern auch dass alle Sinne angesprochen werden. Die Sober Sensation setzt hingegen zu „herkömmlichen“ Partyveranstaltungen die Musik, die Menschen und das Tanzen im Mittelpunkt.

Die Vorteile sind, dass man am nächsten Tag fit ist, man Inspiration zum alkoholfreien Ausgehen bekommt und super interessante und abwechslungsreiche Menschen trifft.

Stimmung auch ohne Alkohol © Sober Sensation

Wie setzen sich Ihre Gäste zusammen? Müssen wir uns hier nur gesundheitsbewusste Fitness-Begeisterte vorstellen oder werden diverse Gruppen angesprochen?

Die Zielgruppe besteht hauptsächlich aus gesundheits- und fitnessbewussten 25-35 Jährigen, die auch gerne offen für Neues sind und unter anderem genug vom üblichen Nachtleben haben oder einfach mal etwas Neues ausprobieren wollen. Darüber hinaus gibt es viele Veganer, Abstinente, Schwangere u.v.m.

Viele Statistiken zeigen, dass der Alkoholkonsum zurückgeht. Sober Sensation trifft also den Nerv der Zeit. Wie waren die bisherigen Rückmeldungen und wo sehen Sie Verbesserungspotenzial?

Die Gäste sind sehr interessiert und der Trend wächst, ich sehe der Zukunft positiv entgegen. Mit der Anzahl der Gäste wächst unsere Erfahrung und somit die Attraktivität unserer Veranstaltungen. Wir möchten uns hierzu stets verbessern und ebenfalls offen für Neues sein.

Wichtiger als der Alkohol, sind die Gäste © Sober Sensation

Welche Rolle spielt bei Ihnen das Marketing? Welche Instrumente setzen Sie ein?

Für das Marketing verwenden wir alle Promokonzepte, die es gibt. Von klassischen Printmedien wie Plakate, Flyer und Sticker, aber auch besonders digitale Medien, wie Social Media, Newsletter und Eventplattformen und Influencer Marketing durch Instagrammer, Youtuber und Blogger.

So versuchen wir beispielsweise viele Influencer der veganen Szene auf uns aufmerksam zu machen und somit kostenfrei für das Event und das Dinner einzuladen. In Zürich wird wahrscheinlich ein 5-Gänge Menü eines veganen Sternekochs aufgetischt.

Sober Sensation wurde bisher in Deutschland erfolgreich durchgeführt. Nun expandieren Sie nach Zürich. Was denken Sie, wie wird das Zürcher Partyvolk auf Sober Sensation reagieren und wo sehen Sie Herausforderungen?

Die Idee soll international gross werden und somit sprechen wir auch verschiedene Nationen an. Die Vision geht dahin, dass auch Events in den USA, China, Australien, Bali, Russland, Afrika etc. stattfinden sollen. Es sind also keine Grenzen gesetzt!

Die Zürcher Zielgruppe gehen wir genau gleich an, was meiner Meinung nach schon ein Fehler war, da wir schnell bemerkt haben das der Begriff „vegan“ hier eher negativen Beigeschmack hat. Wir sind uns bewusst, dass die Schweizer etwas „verwöhnter“ mit Events sind und demnach sind wir hier besonders vorsichtig bzw. geben uns extra Mühe, dass alles super glatt und extravagant läuft. Dennoch haben wir unserer Meinung nach, immer noch den Berlin Bonus.

Wir werden hierzu den Preis anpassen müssen und wenn wir Erfolg haben, planen wir dies monatlich, oder alle zwei Monate (so wie in Berlin), zunächst allerdings erst in Zürich, zu veranstalten.

Zürich ist teilweise eine sehr traditionelle Stadt, die unter anderem das Feierabendbier hoch ansetzt und somit Probleme mit unserem Konzept haben könnte. Dennoch gibt es meiner Meinung nach ähnlich wie in Berlin ein hohes Aufkommen an Drogen, wozu es immer ein anderes Extrem gibt und geben muss.

Zum Schluss, welches ist Ihr alkoholfreier Lieblingsdrink?

Mein alkoholfreier Lieblingsdrink ist Kombucha Tee.

https://www.sobersensation.com/

https://www.facebook.com/sobersensation/

https://www.instagram.com/sobersensation/

https://twitter.com/sobersensation

Süsse Schweiz im Europa-Park

Freizeitparks sind nach wie vor sehr beliebt. Einer, der schon lange in diesem Geschäft erfolgreich ist, ist der Europa-Park in Rust. Diverse Attraktionen lassen keine Langeweile aufkommen. Auf dem Gelände gibt es sogar Hotels. Emotionen pur für Gross und Klein. Für die Gäste gibt es nun auch ein bisschen Schweiz und zwar in der süssesten Form – der Schokolade. Die Chocoladefabriken Lindt & Sprüngli sind seit Beginn dieses Jahres im Europa-Park Rust vertreten. Ein Marketingcoup für beide Seiten.

Der Europa-Park ist eine Institution. Seit 1975 ist dieser Freizeitpark in Rust bei Freiburg (Deutschland) aktiv. Auf einer Fläche von 95 Hektaren bietet er 15 europäische Themenbereiche, über 100 Attraktionen und insgesamt 23 Stunden tägliches Showprogramm. Über 3’800 Mitarbeiter sorgen dafür, dass sich die Gäste wohlfühlen. 2017 kamen rund 22% der Besucher aus der Schweiz. Neu kommen alle Gäste in den Genuss von Schweizer Schokolade. Die neue Partnerschaft mit Lindt ist eine ideale Ergänzung des bestehenden Angebots.

Die Schweiz in ihrer süssen Form – der Lindt Shop im Europa-Park © Europa-Park

Ideales Branding für beide Marken

Auf einer Verkaufsfläche von insgesamt 250m2 bieten drei Lindt Shops im Schweizer, Russischen und Irischen Themenbereich Produkte für die Schokoladenfans an. Auch in den fünf Erlebnishotels, können sich die Übernachtungsgäste über die Lindt Schokolade freuen. Aus Marketingsicht eine ideale Partnerschaft. Beide Marken sind sehr gut positioniert und verkörpern Tradition und Qualität. Der Schweizer Themenbereich wird durch die Lindt Schokolade ideal ergänzt. Ausserdem passt das Engagement auch in die internationale Lindt Ausrichtung. In vielen Ländern gibt es bereits Lindt Shops, die immer auch die lokalen Geschmäcker berücksichtigen. Europa-Park Inhaber Roland Mack sagte bei der Vertragsunterzeichnung: „Sowohl Lindt als auch der Europa-Park sind traditionsreiche Marken, die ihre Kunden und Gäste täglich mit den qualitativ hochwertigsten Produkten verwöhnen und unterhalten“. Von Seiten Lindt & Sprüngli tönt es ähnlich. Ernst Tanner, exekutiver Verwaltungsratspräsident von Lindt & Sprüngli, betonte die Bedeutung dieser Kooperation: „Mit dem Europa-Park unter der Leitung der Familie Mack verbindet Lindt & Sprüngli, dass wir mit Qualitätsprodukten viel Freude bereiten und den Menschen in den Mittelpunkt stellen, aber auch die langfristige Tradition unserer Unternehmen und die Fokussierung auf das Kerngeschäft.

Eine grosse Auswahl für alle Schokoladenliebhaber © Europa-Park

Wichtige Verkörperung der Markenwerte

Für das Marketing kann dies als ein Beispiel gesehen werden, wie Kooperationen positiv für beide Seiten sein können und welche Rolle das Branding hier spielt. Die Markenwerte müssen weiterhin verkörpert werden. Das ist in diesem Umfeld für Lindt natürlich gegeben, denn gerade im Ausland steht die Schweizer Schokolade als ein typisches Symbol unseres Landes. Schokolade ist ausserdem ein sehr emotionales Produkt. Die Gestaltung der Lindt Shops unterstützen diese positiven Emotionen und regen zum Kauf an. Wer nun auf den Geschmack gekommen ist und sich das Ganze mit eigenen Augen anschauen möchte, der kann in der Sommersaison von 9-mind. 18 Uhr den Europa-Park besuchen.

http://www.lindt.ch/de/

https://www.europapark.de/de

Der Shop wiederspiegelt die Schweizer Markenwerte © Europa-Park

Virtual und Augmented Reality in der Vorlesung

Die ZHAW ist berühmt für ihre Praxisnähe. Die Studierenden kommen früh mit Unternehmen in Kontakt und lernen das Wissen zu transferieren. Wichtig für die Zukunft sind aber auch die neuen Technologien und Trends. Im Masterstudiengang Business Administration mit der Vertiefung Marketing konnten die Studierenden dies mit eigenen Augen erleben – hier hielt nämlich die Virtual und Augmented Reality Einzug.

Nach wie vor sind Produkte ein entscheidender Bestandteil des Marketings. Dafür gibt es im Masterstudium auch ein spezielles Fach mit dem Titel Product Service und Innovationsmanagement (PSIM). Neben dem klassischen Produktmanagement mit seinen Methoden und Werkzeugen, wird der Digitalisierung ein wichtiges Augenmerk geschenkt. Die Folgen der Digitalisierung sind auch im Produktmanagement spürbar und rufen Veränderungen hervor.

Eine grosse Rolle spielt natürlich die Innovationsphase, aber auch in der Produktion und in der Logistik sind digitale Hilfsmittel im Einsatz. Mehr digitale Möglichkeiten gibt es ausserdem in der Vermarktung und in der After Sales Phase. Hier stehen die Virtual und Augmented Reality Technologien ganz vorn.

Im Rahmen des Unterrichts haben Prof. Dr. Rainer Fuchs und Dr. Roger Seiler den Studierenden demonstriert, welche Potenziale diese Technologien für das Produktmanagement eröffnen und wo ihre Einsatzmöglichkeiten sind. Den Studierenden wurde dabei ein VR Cardboard, eine Virtual Reality Brille aus Pappe zum selber falten, zur Verfügung gestellt. Danach konnten sie mit ihren Smartphones verschiedene Applikationen ausprobieren. Schliesslich ist es durchaus möglich, dass sie nach ihrem Abschluss mit diesen Technologien arbeiten werden.

VR und AR in der Vorlesung

Für die Dozenten war diese Veranstaltung nur ein erster Schritt. Zukünftig soll der Unterricht noch fokussierter sein, z.B. soll darauf eingegangen werden, wie produktbezogene Daten im Laufe des Produktlebenszyklus gewonnen werden und wie man sie für Marketing resp. After Sales auswerten und nutzen kann.

Zwei neue Fachstellen am Institut für Marketing Management: Wichtiger Fokus auf Digital Marketing und Communication & Branding

Das Institut für Marketing Management baut seine Fachkompetenz in den Bereichen Digital Marketing und Communication & Branding aus. Die beiden Fachstellen betreuen wissenschaftliche Projekte, beraten aber auch Unternehmen bei Fragestellungen in diesen Bereichen.

Das Digitale Marketing wird immer komplexer und anspruchsvoller. Als Unternehmen einfach nur gut zu sein reicht heute nicht mehr aus, um sich im Markt zu behaupten. Hierzu benötigt es Experten, die mit ihrem Fachwissen sich nicht nur den operativen Herausforderungen im Marketing stellen, sondern sich auch mit den neuen technischen Potentialen für das Marketing auseinandersetzen können. Die Fachstelle Digital Marketing unter der Leitung von Dr. Michael Klaas deckt die aktuellen und zukünftigen Kernthemen des digitalen Marketings ab. Beginnend bei den strategischen Implikationen auf das Marketing, der Erarbeitung von Marketingautomatisierungslösungen und –Konzepten, bis zur Umsetzung von Akzeptanztests oder Prototypen in unterschiedlichen praxisorientierten Schwerpunktthemen erarbeitet die Fachstelle gemeinsam mit Unternehmenspartnern an neuen Lösungen. Das Team der Fachstelle vermittelt ihr Wissen auch in In-House Schulungen oder in massgeschneiderten Beratungsprojekten. „Das digitale Marketing unterliegt einem starken, immer schnelleren Wandel. Wir helfen Unternehmen mit den neuen, immer komplexeren Themen umzugehen, praktische Potentiale aber auch Grenzen aufzuzeigen„, meint Dr. Michael Klaas

Dr. Adrienne Suvada und Dr. Michael Klaas vom IMM

Kommunikation und Branding als wichtige Pfeiler

Nicht nur das Marketing, auch die Kommunikation verändert sich. Der Dialog mit der Kundschaft wird immer herausfordernder. Es gilt die Kommunikation innovativ auszugestalten und neue Wege zu gehen. Ausserdem braucht es ein geschärftes Markenprofil, um aus der Masse herauszustechen. Die Fachstelle Communication & Branding unter der Leitung von Dr. Adrienne Suvada versucht neue Ansätze in der Kommunikation und im Branding zu finden. Auch hier werden In-House Schulungen, spezifische Weiterbildungen sowie konkrete Projekte mit Partnern umgesetzt. „Leere Worthülsen sind nicht mehr gefragt. Kunden wie Medien benötigen eine klare und transparente Kommunikation auf Augenhöhe„, erklärt Dr. Adrienne Suvada.

Die beiden Fachstellen ergänzen das bestehende Spektrum des Instituts (CRM, Product Management, Behavioral Marketing, Customer Experience Management).

https://www.zhaw.ch/de/sml/institute-zentren/imm/ueber-uns/fachstellen/communication-branding/

https://www.zhaw.ch/de/sml/institute-zentren/imm/ueber-uns/fachstellen/digital-marketing/

Weiterer Trend im Anmarsch: Pegasus erobert den Markt

Nach Einhörnern und Meerjungfrauen, zeichnet sich noch ein weiterer Trend ab. Das Pferd als mythologische Figur bleibt. Weg mit dem Horn, her mit den Flügeln sozusagen. Ab jetzt haben wir es mit Pegasus zu tun. Dieser erobert nicht nur Kinderherzen, sondern ist auch bei Promis heiss begehrt. Produzenten in aller Welt rüsten sich für den Trend des Jahres.

Maskuline und feminine Elemente

Trends vorauszusagen gestaltet sich immer schwierig. Ob etwas wirklich ein Trend wird, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Die Anzeichen verdichten sich aber, dass das Einhorn nun vom Pegasus abgelöst wird. Erste Prominente wurden bereits mit einem aufblasbaren Pool Pegasus gesichtet. Designer werden das Pferd mit Flügeln ebenfalls in ihre Kollektionen integrieren. Diverse Produkte sind in Planung. Ein Unterschied zum Einhorn bleibt, denn es scheint, dass Pegasus auch von Männern angenommen wird. Endlich ein Trend für beide Geschlechter, denn auch die Farbe Rosa verschwindet. „Pegasus ist viel puristischer, nicht mehr so mädchenhaft. Daher dominieren die Farben Blau, Weiss, Schwarz und Grau„, erklärt Stellina Viventi, Mode-Influencerin aus Italien. Die 23-jährige hat als eine der ersten diesen Trend in den Modemetropolen entdeckt. „Das Einhorn eignete sich nur bedingt für die Haute Couture, mit dem Pegasus Motiv können die Designer sowohl maskuline, als auch feminine Elemente verbinden und in der Mode verarbeiten„, meint die Mode Bloggerin.

Beispiel eines Pegasus Motivs © Pixabay

Wiehernde Flügel

Selbstverständlich richtet sich nicht nur die Modeindustrie auf diesen neuen Trend aus. Längst haben asiatische Firmen die Pegasus-Produktion begonnen. Liang Ning (45) ist Marketingleiter der chinesischen Firma Long, die Konsumgüter herstellt und in die ganze Welt vertreibt: „Wir haben den Trend schon letzten Herbst kommen sehen und daher unsere Designabteilung beauftragt, neue Produkte zu entwickeln. Long war eine der ersten Firmen, die Pegasus Produkte produziert hat. Noch haben wir genügend an Lager, aber die Nachfrage steigt täglich.“ Long hat gemäss eigenen Angaben über 5’000 verschiedene Produkte mit Pegasus Motiven im Angebot. „Besonders stolz sind wir auf unsere Handyhüllen. Sie sind mit Pegasus Flügeln ausgestattet. Wenn man die Flügel berührt, dann wiehert Pegasus sogar„, meint Ning lächelnd, „Ebenso haben wir spezielle Pegasus Taschen im Angebot. Je nach Gemütslage der Trägerin, ändern die Pegasus Flügel ihre Farbe.“ Ning ist überzeugt, Pegasus wird das Einhorn um Längen übertrumpfen. Auch er sieht die Männer als wichtige Zielgruppe an: „Wir haben für Motorradfahrer extra Pegasus Motive angefertigt, die sie direkt auf ihre Maschinen kleben können. Dort ist Pegasus mit Feuer umgeben und wirkt sehr stark und männlich. Ähnliche Motive finden sich auch auf unseren Sporttaschen.

Ein Trend, der auch für Männer geeignet ist © Pixabay

Im asiatischen Raum ist Pegasus längst bei den Prominenten angekommen. Langsam schwappt der Trend nach Amerika und von dort wird er voraussichtlich in ein paar Monaten auch nach Europa kommen. Wann Schweizer Firmen auf den Trend aufspringen, ist noch nicht bekannt. Allzu lange dauern wird es wohl nicht…

Anmerkung: Dieser Artikel war ein Aprilscherz unsererseits. Aber vielleicht wird Pegasus ja wirklich ein Trend…