Neuer Weiterbildungslehrgang ab März 2018: Der CAS Greenwashing (natürlich ein Aprilscherz)

Eine kontinuierliche Weiterentwicklung ist dem Institut für Marketing Management wichtig. Dementsprechend wird auch das Angebot laufend überarbeitet. Aufgrund einer Grosszahl an Kundenfeedbacks haben wir uns dazu entschlossen einen neuen Weiterbildungslehrgang anzubieten. Der CAS Greenwashing schliesst eine Lücke in der Weiterbildung und eröffnet vielen Unternehmen und Institutionen neue Möglichkeiten in der Nutzung des Marketings.

Imageprobleme oder schlechte Produkte? Der CAS Greenwashing zeigt Lösungswege

Das Marketing und die Kommunikation bieten diverse Facetten. Das Institut für Marketing Management nimmt sich nun auch denjenigen Unternehmen an, die unter Imageproblemen leiden oder mit schlechten Produkten zu kämpfen haben. Im CAS Greenwashing zeigen wir auf, wie man mit einer gelungenen Marketingkommunikation ein Saubermann-Image bekommt und renitente Kunden befriedigt. Mit den innovativen Lösungswegen erhält jede Institution die Instrumente, die sie im Alltag benötigt, um die weisse Weste auch zeigen zu können. „Dieser Lehrgang ist eine Pionierarbeit und entspricht einem wirklichen Kundenbedürfnis„, erklärt Rolf Rellstab, Leiter Weiterbildung beim Institut für Marketing Management.

Der CAS Greenwashing

 

Internationale Experten mit Praxiserfahrung

Selbstverständlich wird auch im CAS Greenwashing der Praxisbezug hergestellt. Internationale Experten aus Russland, China, den USA und Zentralafrika, berichten wie sie Greenwashing erfolgreich umsetzen. Aus ihren Erfahrungen werden praktische Gruppenarbeiten abgeleitet, die Sie sofort im Unternehmensalltag einsetzen können, denn auch ein schlechtes Image hat ein Potenzial: Mit dem CAS Greenwashing erkennen Sie es und transformieren es manipulativ in ein positives Unternehmensbild. Auch Steve Müller (54), Unternehmer aus der Region Zürich, kann es kaum erwarten: „Schon lange habe ich mir eine solche Weiterbildung gewünscht. Die Geschäfte im Graubereich nehmen viel Zeit in Anspruch, so dass ich mich nicht immer genug um das Marketing kümmern kann. Der Lehrgang wird mir neue Horizonte eröffnen.“ Obwohl der CAS Greenwashing bisher offiziell noch gar nicht lanciert worden ist, ist die Nachfrage enorm. Nutzen Sie die Gelegenheit und warten Sie nicht länger, melden Sie sich bei uns für weitere Informationen: info.imm@zhaw.ch

 

Start CAS Greenwashing: März 2018

Veranstalter: Institut für Marketing Management

Kein CAS Greenwashing beim IMM

Selbstverständlich ist der CAS Greenwashing ein Aprilscherz. Unser tatsächliches Weiterbildungsangebot bietet aber zahlreiche spannende CAS. Schauen Sie doch mal rein: https://www.zhaw.ch/de/sml/institute-zentren/imm/weiterbildung/

 

Eine Donald Ente zwischen Osterhasen: Die Confiserie Bachmann setzt auf „Chocolate First“ und „Make Easter Great Again“

Die Zentralschweizer kennen sie natürlich, die Confiserie Bachmann, aber mittlerweile ist sie auch in Zürich zu finden. Die Confiserie Bachmann ist spezialisiert und schweizweit führend in der Herstellung von Bäckerei-, Patisserie- und Confiseriespezialitäten. Diese Bäckerei-Confiserie ist ein Familienunternehmen in der vierten Generation, das dennoch fortschrittlich und innovativ agiert. Verarbeitet werden nur erstklassige Rohstoffe. Chemische Zusätze, Konservierungsstoffe und Fremdaromen sind hier nicht zu finden. Gerade zur Osterzeit gibt es einiges zu tun. Die Confiserie Bachmann setzt dabei auch auf personalisierbare Osterhasen – und das bequem per online Bestellung. Eugenie Nicoud, verantwortlich für Social Media und Marketing, gibt Einblick in die virtuelle Backstube.

Ostern steht vor der Tür und damit auch die Lust nach schokoladigen Produkten und somit auf den klassischen Osterhasen. Bei der Confiserie Bachmann gibt es im online Shop die Möglichkeit sein eigenes Häsli zu kreieren. Wie wichtig ist diese Personalisierbarkeit und wie sind die Rückmeldungen der Kunden?

Die Nachfrage nach personalisierbaren Osterhasen ist da, vor allem von unseren Geschäftskunden (B2B). Die Logohäsli, laufen besonders gut. Die Nachfrage nach den Trendhasen, beispielsweise Bunny-Minions, Selfie-Häsli, Hoppeli-Elsa die Eiskönigin, Einhorn-Bunny, Hoppeli-Fifty Shades of Easter oder das Bachelor-Häsli, „die letzte Rose geht an dich“ ist sehr hoch. Jedes Jahr bringen wir neue Trendhäsli auf den Markt. Dieses Jahr wurde sogar unter Mithilfe der Community, in einem grossen Wettbewerb, Ideen für einen neuen Trendhasen gesucht. Über 500 Ideen sind bei uns eingegangen. Gewonnen hat dieses Jahr das Poké-Bunny, inspiriert von der Pokémon Kultfigur Pikachu. Neu im Sortiment ist auch die Ente Donald, welche stark an den amerikanischen Präsidenten erinnert. Mit dem Spruch „CHOCOLATE FIRST“ und dem Slogan „Make Easter Great Again“ wird Trump und seine politischen Aktivitäten auf den Arm genommen. Diese Schokoladen-Ente trifft mit Sicherheit den einen oder anderen Nerv. Der Ansturm auf die Ente ist gross, daher ist bereits eine Nachproduktion geplant.

Die Ente Donald mit den Slogans „Chocolate First“ und „Make Easter Great Again“ © Confiserie Bachmann

Die Läden sind für die Confiserie Bachmann sicherlich die wichtigsten Absatzkanäle. Trotzdem wird in der digitalen Welt der online Verkauf immer wichtiger. Welche Erfahrungen haben Sie mit dem online Shop gemacht und wie kommen die Köstlichkeiten ohne Schäden zu den Kunden?

Im Zeitalter der Digitalisierung setzen wir natürlich sehr auf unseren Onlineshop, welcher stets am Wachsen ist. Die Nachfrage nach Onlineshopping ist sehr gross. Nahezu alle Produkte welche wir im Sortiment anbieten, können online bestellt werden. Dass nicht alle Produkte verschickt werden können, ist klar. Schnell verderbliche Produkte wie beispielsweise Cupcakes, verschicken wir beispielsweise nicht per Post. Viele Kunden bestellen online die Produkte und holen diese dann in unseren Fachgeschäften ab. Vor allem Torten, Pralinen und andere regionale Spezialitäten wie die Luzerner Chatzenstreckerli oder der Wasserturmstein, werden oft im Onlineshop bestellt und per Post verschickt. Bei uns können ganze Hochzeitstorten bestellt werden, was sicherlich in dieser Art einmalig in der Schweiz ist.

Bei den Verpackungen achten wir, neben der Nachhaltigkeit und dem Design, auch auf die bestmöglichste Verpackung, damit die Ware heil beim Kunden ankommt. Die Verpackungsgestaltung wird kontinuierlich geprüft und optimiert, so dass die ökologischen und ökonomischen Ressourcen bestmöglich eingesetzt werden.

Ostern mal anders © Confiserie Bachmann

Wie wichtig ist die Osterzeit für die Confiserie Bachmann? Probieren Sie auch neue Dinge aus, trotz der österlichen Klassiker? Wie wir gesehen haben, gibt es bei den Hasen ja bereits einige neue Gesichter, die man sonst nicht findet…

Die Osterzeit ist neben Weihnachten eine der wichtigsten Saisons für uns. Bereits im November starten wir mit der Osterplanung und ab dem 1. Januar geht es dann so richtig los. Das ganze Jahr hindurch bringen wir konstant neue Produkte auf den Markt und passen die Produktpalette stets auf Grund der Bedürfnisse und Trends der Konsumenten an. Da wir eine flache Organisationsstruktur haben, sind die Entscheidungswege sehr kurz. Produktanpassungen sowie Neu-Kreationen können wir sofort und ohne grosse administrative Planung umsetzen. Agilität ist uns besonders wichtig.

Kein traditioneller Osterhase, das Bachelor Häsli © Confiserie Bachmann

Die Gesellschaft wandelt sich, damit geht auch ein verändertes Essverhalten einher. Spüren Sie das auch in den Filialen? Gibt es auch spezielle Produkte für Allergiker (Laktoseunverträglichkeit, Glutenintoleranz etc.)?

Veganismus ist eine Ernährungsweise, die immer mehr an Bedeutung gewinnt und sich im Alltag am Etablieren ist. Deshalb liegt es uns sehr am Herzen, unserer Kundschaft auch äusserst feine vegane Produkte anzubieten. Diese Produkte sind nicht nur für Veganer geeignet, sondern auch bestens für Vegetarier und Fleischesser. Neben veganem Brot, gibt es bei uns auch diverse Quinoa Gerichte, Chia Pudding Desserts und sogar ein veganes Müesli. All jene, die sich bewusst gesund ernähren möchten oder einfach mal eine leckere Abwechslung brauchen, profitieren davon.

Hier ein Link zum Blogbeitrag „Vegane Produkte bei Bachmann“: http://www.confiserie.ch/bachmann/aktuelles/news/article/vegane-produkte-bei-der-confiserie-bachmann/

Beim Thema „glutenfreie Produkte“ stossen wir aber an unsere Grenzen. Um glutenfreie Produkte herzustellen, müssen wir in separaten Räumlichkeiten backen bzw. zubereiten. Dies wäre zu aufwändig und würde daher den Rahmen sprengen. Zudem ist die Nachfrage auch sehr gering.

Wie nutzt die Confiserie Bachmann das Marketing? Auf welche Kanäle setzen Sie?

Marketing ist natürlich essentiell und bei uns in allen Prozessen fest integriert. Unser Marketing fängt bei der Farbe rosa an und ist in sämtlichen Bereichen durchgehend spürbar. Jede einzelne Serviette, Verpackung, Einrichtung der Fachgeschäfte und alle Werbekampagnen sind miteinander abgestimmt. Wir machen praktisch alles bei uns intern und ziehen Werbeagenturen nur gezielt bei Bedarf zur Unterstützung hinzu. Neben der Präsenz in den klassischen offline Kanälen, sind wir auch ganz stark auf diversen online Plattformen vertreten. Im Bereich offline Werbung, wie beispielsweise PR Aktionen und Inserate, setzen wir sehr stark auf Regionalität. Im online Bereich sind wir breiter aufgestellt, da wir dadurch auch den Onlineshop fördern.

Das Logo der Confiserie Bachmann © Confiserie Bachmann

Sie nutzen Social Media und sind auf Facebook, Instagram und YouTube aktiv. Wie sind Ihre Erfahrungen damit und wie reagieren Sie auf Kritik seitens der Kunden, die ja auf Social Media nicht ungefährlich sein kann?

Noch nie war es so einfach und gleichzeitig so herausfordernd, mit einer Community zu interagieren. Für uns sind die Reaktionen in Form von Likes, Shares, Kommentaren und Privatnachrichten wichtige Messeinheiten, um überprüfen zu können, wie wir in der Community ankommen und was für Ansprüche diese an uns stellt. Dabei spielen nicht nur quantitative Faktoren wie beispielsweise die Anzahl der Likes eine Rolle, sondern auch qualitative Attribute wie die Tonalität von Kommentaren und Privatnachrichten. Auch in der Online-Welt möchten wir eine hohe Servicequalität anbieten. Darüber hinaus, haben wir sehr gute Erfahrungen mit Social Media gemacht und werden weiterhin auf diese setzen.

Konstruktive Kritik ist enorm wichtig, denn nur so können wir uns laufend verbessern. Klar gibt es auch Kommentare und Nachrichten die ganz und gar nicht konstruktiv sind. Mit solchen Herausforderungen haben viele Unternehmungen zu kämpfen. In solchen Situationen probieren wir individuell auf die Leute einzugehen und die Negativität abzuschwächen. Vor einem Shitstorm kann man sich nie gänzlich schützen, jedoch früh genug reagieren und die Leute besänftigen. Da wir auch viele loyale Fans haben, werden gewisse Diskussionen direkt von der Community selber gelöst. Dafür sind wir unseren Fans sehr dankbar.

Auch Hasen gehen mit der Zeit und machen Selfies © Confiserie Bachmann

Haben Sie einen süssen Tipp für angehende Marketingfachleute?

5 Tipps für ein gelungenes Marketing:

  1. Marketing muss authentisch und einmalig sein
  2. Marketing muss in allen Bereichen, Sparten, Produkten und Dienstleistungen spürbar sein
  3. Geh auf deine Zielgruppe ein und hör ihr genau zu
  4. Sei offen für Veränderungen
  5. Sei agil und handle schnell

Mehr über die Confiserie Bachmann

Website: http://www.confiserie.ch

Facebook: https://www.facebook.com/confiseriebachmann/

Instagram: https://www.instagram.com/bachmannconfiserie/

YouTube: https://www.youtube.com/c/ConfiseurBachmann

Blog Beitrag der Confiserie Bachmann: http://www.confiserie.ch/bachmann/aktuelles/osterhasen-the-stars-are-back/

Chocolate World: https://www.youtube.com/watch?v=chVbAfKbFaU

«Bewusst Gewohnheiten ändern»: 7 Regeln für einen nachhaltigen Konsum im Alltag

Von Verena Berger

  1. Weniger ist mehr: Das heisst zu überlegen, ob man Dinge wirklich braucht. Das gilt bei Neuanschaffungen, wie auch beim Entrümpeln. Was in den letzten 12 Monaten nicht gebraucht wurde, ist möglicherweise überflüssig. Ausleih- oder Tauschplattformen sind tolle Alternativen zur Entsorgung im Müll. Dem Hausrat oder Elektrogeräten so ein zweites Leben schenken, erleichtert zudem die Trennung, da die Dinge weiter Verwendung finden.
  2. Ernährung: Weniger Fleisch im Speiseplan schont nicht nur die Umwelt, sondern fördert auch die Gesundheit durch mehr Vielfalt auf dem Teller. Denn wer zudem noch einen Schritt weiter geht und vermehrt tierische Produkte durch regionale pflanzliche Alternativen ersetzt, der wird schnell zum kreativen Zutaten-Entdecker und Experte für Saison-Gemüse.
  3. Kleidung: Auf Label und zertifizierte Kleider achten. Netzwerke wie Get Changed helfen dabei, die fairen Marken und Händler zu finden. Lieber ein hochwertiges fair gehandeltes Kleidungsstück, dass man mit guten Gewissen tragen kann, als massenweise Billigware.
  4. Heiss ist alles andere als cool: Am besten die Heizung einige Grad herunter drehen, dann findet auch der heiß geliebte Kuschelpulli endlich Verwendung. Das spart Energie und gleichzeitig noch Heizkosten.
  5. Noch nie war das Teilen so einfach: Teilen, tauschen, verkaufen bzw. kaufen von gut erhaltenen, neuwertigen oder gebrauchten Gegenständen über lokale Tauschbörsen oder eine der etlichen online Plattformen ist „in“ und kinderleicht. Ausprobieren lohnt sich. Wer doch keinen Spass daran findet, dem bleibt natürlich noch das Verschenken.
  6. Bewusst Gewohnheiten ändern: Es ist so einfach nichts zu ändern. Aber ohne Veränderung, keine neuen Erfahrungen. Warum nicht mal mit dem Bus in die Stadt oder mit dem Fahrrad zur Arbeit? Garantiert staufrei und mit CO2– Ersparnis.
  7. Heute an Morgen denken: Wenn dein Leben morgen endet, bist du stolz auf das, was du hinterlassen hast? Wenn ja, dann motiviere doch auch andere Menschen dazu ein bisschen mitzuhelfen – Schritt für Schritt und ohne Zeigefinger, denn Ansporn ist so viel produktiver als Kritik.

Die Autorin Verena Berger (c) Linda Pollari (www.lindapollari.ch)

Dieser Beitrag wurde zuerst auf XING veröffentlicht: https://meet.xing.ch/xing_menschen/verena-berger-nachhaltiger-konsum/

 

Die Migros und die Teddys: Ein erfolgreiches Marketing für einen guten Zweck

Obwohl schon bald Ostern ist, gibt es einen kleinen Flashback in die Weihnachtszeit und zwar zur letzten Migros-Weihnachtskampagne. Ein Beispiel wie man eine gute saisonale Marketingaktion durchführt und noch den guten Zweck damit verbindet. Die Migros überrascht immer wieder, sei es mit den Osterhasen, oder eben zu Weihnachten mit speziellen Teddys. Wie es dazu kam, erklärt Marion Ammann, Senior Projektleiterin Gesamtkampagne Weihnachten.

Weihnachten ist für viele Menschen mit Erinnerungen und Emotionen verbunden. Ein gutes „Weihnachtsmarketing“ ist nicht einfach. Die Migros hat bereits in den Vorjahren gezeigt, wie man Marketing und den guten Zweck verbinden kann. Für die letzte Kampagne setzte man auf spezielle Teddys und ein emotionales Video. Wie kam es zu dieser Idee?

Nachdem wir zwei Jahre lang mit den beiden „Künstler-Weihnachtsvideos“ grossen Erfolg verbuchen konnten, wollten wir wieder zurück zu unseren Wurzeln und Geschichten, mit und von Menschen wie „Du und ich“ erzählen. Wir suchten nach einer Geschichte, die man gerne weiter erzählt, die berührt und einem auch ein wenig zurück in die eigene Kindheit bringt.

Wir wollten bewusst auf das in der Werbung geläufige Schema „Mensch in Not“ verzichten. Wir wollten einen Charakter, der Alt und Jung gefällt. Bald kamen wir auf den Teddybär – das beliebteste Plüschtier der Schweiz. Fast jeder verbindet damit seine eigene, emotionale Erlebniswelt. Daran wollten wir anknüpfen und haben mit unserem Plüsch-Protagonisten aufgezeigt, dass arme Menschen in der reichen Schweiz oftmals keine Beachtung finden und vergessen gehen.

Max, Mira und Miko hiessen die Teddys und konnten über Sammelsticker erworben werden. In den Läden sah man aber, dass wohl nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene die Teddys sammelten. Eignet sich ein Teddybär besser als andere Figuren für eine solche Aktion?

Die Teddybären waren nicht die ersten Plüschtiere, die es in der Migros zum Sammeln gab. Bereits Ostern 2015 und Ostern 2016 gab es unsere drei Hasen zum Sammeln. Diese kamen ebenfalls bei Jung und Alt gleichermassen gut an. Der Teddybär ist aber vor allem zur Weihnachtszeit sicher ein emotionales Symbol, mit dem viele Personen etwas aus ihrer Kindheit verbinden.

Die Teddys der letzten Weihnachtskampagne © Migros-Genossenschafts-Bund

Marketing soll die Bekanntheit und natürlich auch die Umsätze steigern. Dennoch, wie wichtig ist auch ein sozialer Bezug? Durch die Weihnachtskampagne konnte die Migros über 3.5 Mio. CHF an Spenden sammeln, ein Erfolg für beide Seiten?

Wir führen schon seit einigen Jahren Spenden-Sammelaktionen durch, daneben leisten wir regelmässig Soforthilfe und mit dem Kulturprozent geben wir einen grossen Betrag an die Bevölkerung weiter. Diese Spendenaktion ist also kein Werbegag sondern liegt tief in der DNA der Migros verankert. Selbstverständlich haben wir aber auch Geschäftsziele, die wir erreichen müssen. Es ist uns gelungen: Wir konnten viele Mitmenschen für das Thema „Bedürftige in der Schweiz“ sensibilisieren und den Wettbewerb auf emotionaler Ebene zu schlagen – ohne dabei den wirtschaftlichen Erfolg in Form von Marktanteilen zu vernachlässigen – im Gegenteil.

Links Désirée Strassmann, Leiterin Dachkampagnen & Rechts Marion Ammann Senior Projektleiterin Gesamtkampagne Weihnachten © Migros-Genossenschafts-Bund

Unsere Gesellschaft ist überflutet von Werbeanzeigen. Aufzufallen ist deshalb wichtig. Die Migros ist sehr innovativ und betreibt erfolgreiches Marketing auf diversen Kanälen. Was machen Sie anders als die Konkurrenz?

Wir haben dieselben Kommunikationsmittel zur Verfügung wie alle anderen Werbetreibenden auch. Aus diesem Grund muss der Mediamix perfekt auf die Zielgruppe zugeschnitten und ausgesteuert werden, damit wir überhaupt gesehen werden. Damit man aber schlussendlich nicht übersehen wird, muss man mit relevanten Botschaften aber auch Originalität und Charme die Aufmerksamkeit gewinnen.

Wir überraschen, indem wir Regeln brechen. Während der umsatzstärksten Zeit, an Weihnachten, fokussieren wir uns kommunikativ unter anderem auf die Not in der Schweiz und sammeln Spenden. Bei Generation M erzählen wir nicht, wie viel Gutes wir schon getan haben, sondern welche neuen Ziele wir uns mittel- und langfristig setzen. Wenn wir trotz allen Anstrengungen ein Ziel nicht erreichen, wird das offen kommuniziert. In der „schöngefärbten“ Kommunikationswelt braucht es dann schon etwas Mut, hinzustehen und diese „Niederlage“ einzugestehen.

Es gilt Menschen emotional zu berühren © Migros-Genossenschafts-Bund

Gibt es Tipps, die Sie angehenden Marketingfachleuten geben würden?

Wenn es Tipps oder Regeln für gute Kommunikation gäbe, dann würden wir nur erfolgreiche Werbung sehen. Auch wenn es klischiert kling: Wenn Sie für Ihren Job brennen und mit dem Herzen dabei sind, wenn Sie die Zielgruppe respektieren und positive und ehrliche Gefühle ansprechen, dann besitzen Sie die besten Grundlagen, um mit guten Kampagnen zu begeistern.

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Der CAS Werkzeuge der Kundenorientierung bei Swarovski

Im Rahmen des CAS Werkzeuge der Kundenorientierung durften die Teilnehmenden einen Blick in die Kristallwelten von Swarovski in Wattens, Österreich, werfen. Im zweiten grössten Besuchermagnet Österreichs zeigen Künstler aus der ganzen Welt ihre ganz eigene Interpretation von Kristall – „hypnotisch, magisch, einzigartig“. Der Riese und sein Garten lädt zum Verweilen ein und erhält durch die sog. Kristallwolke mit 800.000 Kristallenen ein ganz besonderes Flair.

Der Riese in den Kristallwelten von Swarovski

Aber auch inhaltlich hatte der Besuch viel zu bieten. Imposant war es, dass die Kristallwelten im Schnitt drei Besucher pro Minute zu „managen“ haben. Auch durften sich die Teilnehmenden einen Eindruck davon verschaffen, wie die VIP-Kunden in den Kristallwelten betreut werden. So wird zum Beispiel gewährleistet, dass zu jeder Zeit Mitarbeiter anwesend sind. Diese können 28 verschiedene Sprachen sprechen, um somit auf jeden Kunden optimal eingehen zu können – Schwiizerdütsch ist jedoch nicht eingeschlossen.

 

 

Appenzeller Käse und die Virtual Reality Brillen für Kühe

Die Schweiz ist bekannt für Uhren, Schokolade und natürlich Käse. Dazu gehört auch ganz besonders der Appenzeller Käse. Ein Traditionsprodukt, das über die Landesgrenzen hinaus bekannt ist. Mittlerweile geht aber auch die Käseproduktion mit der Zeit und benutzt Virtual Reality Brillen für Kühe, zumindest im neuesten Video des Herstellers. Warum es dazu gekommen ist, erklärt Christian Gatsas, Projektleiter Online Marketing von Appenzeller Käse.

Appenzeller Käse ist vielen Konsumenten über die bekannten Werbespots vertraut, wie kam man auf die Idee ein spezielles online Video zu produzieren, und noch dazu mit Kühen, die Virtual Reality Brillen nutzen?

Wir haben in den vergangenen Jahren bereits schon einige Online-Videos veröffentlicht und haben uns für ein neues Video vorgenommen, die Wichtigkeit der Qualität der Milch in Bezug auf die Käseherstellung zu versinnbildlichen. Ein Mitarbeiter der Agentur (Contexta, Bern) hatte dann diese Idee und nachdem wir sie witzig gefunden haben, haben wir die Idee umgesetzt.

Wie war bisher das Feedback auf das Video? Haben Sie mit diesen Reaktionen gerechnet?

Das Video in etwas mehr als 24 h über 6‘000 Mal auf YouTube angesehen – wir erhoffen uns jetzt jedoch noch eine grössere Verbreiterung und Reichweite. Alle Rückmeldungen aus den Interaktionen wie Kommentare sind bisher durchwegs sehr positiv.

Wie wichtig ist für Appenzeller Käse die Integration der digitalen Medien im Marketing?

Das Online-Marketing ist bei Appenzeller® Käse fester Bestandteil des Marketing-Mix und die digitalen Medien wurden schon früh erschlossen. Bei einer Traditionsmarke wie Appenzeller® Käse ist die Umsetzung auf neuen Medien eine Herausforderung und Appenzeller® Käse kommuniziert auch über die digitalen Medien nur die echten Werte von Appenzeller® Käse, dem Appenzellerland und seinen Menschen.

Appenzeller Käse nutzt die digitalen Kanäle (c) Appenzeller Käse

Muss auch ein Traditionsprodukt die Werbung mehr und mehr auf die digitalen Kanäle verlagern?

Da der digitale Wandel unweigerlich einen gesellschaftlichen Wandel mitherbeiführt, ist es auch für eine Traditionsmarke wie Appenzeller® Käse unverzichtbar, im digitalen Bereich neue Wege zu gehen und Innovationen anzustossen. Dies bedeutet jedoch auch nicht, dass wir uns nur noch online ausrichten, da unsere Zielgruppe über verschiedene Kanäle erreicht wird und Marketing immer die Summe aller Aktivitäten bedeutet.

Bereits die Werbespots sind humorvoll, wie wichtig ist Humor und auch ein bisschen Selbstironie für Appenzeller Käse?

Dass die Appenzeller Humor haben, beweisen die allseits und weit über die Grenzen bekannten Appenzeller Witze. Natürlich schwingt deshalb auch bei der Werbung von Appenzeller® Käse immer etwas Humor und Selbstironie mit.

Zum Schluss, wie reagierten die vierbeinigen Darstellerinnen auf das Video? Gibt es jetzt Diva Allüren im Kuhstall und sind weitere Videos mit ihnen geplant?

Die vierbeinigen Protagonisten waren alle hell erfreut – Diva-Allüren gibt es jedoch dennoch keine. Weitere Videos in Form einer Serie sind vorerst nicht geplant.

Mehr über Appenzeller Käse

Website: https://www.appenzeller.ch

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Alles anders als alle anderen: Marcel Remus der Überflieger auf Mallorcas Immobilienmarkt

Schon mal daran gedacht ein Haus zu kaufen? Bei den hohen Immobilienpreisen bleibt das Eigenheim für viele ein Traum. Nicht so im Luxussegment, dort sind Villen weiterhin gefragt. Ein Hot Spot ist die Insel Mallorca. Entgegen dem gängigen Ballermann-Image, bietet die Insel nicht nur schöne Buchten, sondern auch Traumhäuser. Einer der ganz Grossen im dortigen Real Estate Business ist der Deutsche Marcel Remus, bekannt aus der Fernsehsendung Goodbye Deutschland auf VOX.

Herr Remus, Sie sind jung und äusserst erfolgreich in der harten Branche der Immobilien. Wie haben Sie es geschafft, sich ganz alleine in diese Luxusliga zu hieven, und warum wählten Sie Mallorca?

Ehrlich gesagt hatte ich einfach keine Lust mehr auf Deutschland! Viele meiner damaligen Schulkollegen waren frustriert und demotiviert, suchten vergeblich einen Ausbildungsplatz oder einen Studienplatz. Ich hingegen wollte immer schon etwas erreichen. Gas geben, Geld verdienen und den Lehrern von damals zeigen, dass ich es durchaus zu etwas bringen könnte. Leider war ich in der Schule eher mittelmässig bis schlecht, Mathe meistens fünf, trotzdem jongliere ich heute jeden Tag mit Millionenbeträgen und verkaufe die schönsten Immobilien auf der Insel Mallorca – wer hätte das damals gedacht. Als ich mich damals selbstständig gemacht habe, war mir klar, dass man nicht alles zur gleichen Zeit anbieten kann. Man kann nicht von der Garage in Palma bis hin zur 30 Millionen Euro Villa im Südwesten Mallorcas alles anbieten. Daraufhin habe ich mich spezialisiert und es war schnell klar, dass ich mich als Luxusmakler positioniere.

Eine Traumvilla auf Mallorca © Marcel Remus

Junge, talentierte Unternehmer haben oft mit einer gewissen Skepsis zu kämpfen. Wurden Sie zu Anfang überhaupt ernst genommen?

Nein, natürlich wurde ich anfangs nicht ernst genommen und ich hatte mit den typischen Vorurteilen zu kämpfen. Zu jung, zu unerfahren, zu ungeduldig… Seit dem ersten Tag habe ich von meinen lieben Kollegen auch mächtig Gegenwind zu spüren bekommen! Bis heute hält das an. Jedoch weiss man einfach im Laufe der Jahre damit richtig umzugehen und den Neid der anderen in pure Motivation und Ansporn um zu wandeln.

Sie sind in vielerlei Hinsicht kein gewöhnlicher Makler. „alles anders als alle anderen“ ist ja Ihr Motto. Wie setzen Sie diese Unternehmensphilosophie im Alltag um?

Als ich mich selbstständig gemacht habe, habe ich mir überlegt, wie ich mich auf dem Markt positionieren möchte. Die wichtigste Frage, die ich damals klären musste war: Wie zum Teufel wirst du überhaupt wahrgenommen, wenn es über 1500 Immobilienmakler allein auf Mallorca gibt? Meine 5A Strategie „alles anders als alle anderen“ hat mir bis heute geholfen mich so zu platzieren, dass ich bei den Kunden auffalle und bei den Kollegen polarisiere. Ich bin mir im Klaren darüber, dass mich nicht jeder Kunde mag, aber das muss er auch nicht. Meine direkte Art und Selbstvermarktung eckt hier und da an, aber genau das ist der kleine, feine Unterschied im Vergleich zu der Masse an Maklern auf Mallorca. Wer nicht auffällt, der fällt weg! Und das geht ganz schnell!

Auffallen bei den Kunden, um zu solchen Traumhäusern zu gelangen © Marcel Remus

Das Marketing war wohl seit Beginn ein wichtiger Begleiter, um Aufmerksamkeit zu erlangen. Welche Marketinginstrumente nutzen Sie?

Langweilig kann jeder! Ich bin seit dem ersten Tag gegen den Strom geschwommen! Habe mich getraut Werbekampagnen zu veröffentlichen, bei denen sicherlich der ein oder andere nur noch mit dem Kopf geschüttelt hat. Aber ich finde Werbung, die nicht auffällt und keiner wahrnimmt, ist absolutes Geld rausschmeissen! Lieber schlage ich mal über die Stränge und gebe im Nachhinein zu, dass es vielleicht ein Griff ins Klo war, als wenn ich mein Leben lang andere Menschen kopiere, weil ich mich selbst nicht traue neue Wege zu gehen!

Welche Effekte hat die Digitalisierung auf die Immobilienbranche? Gibt es bald „Augmented Reality Exposés“, wo man das Haus gleich virtuell betreten kann?

Seit circa einem Jahr produziere ich extrem hochwertige YouTube Videos rund um das Thema Lifestyle und Luxus auf Mallorca. Das macht in dieser Form kein Makler auf Mallorca. Bei meinen Kunden kommen diese Videos sehr gut an, da sie hier Tipps rund um die Insel bekommen oder Hotelpräsentationen oder Infos zu den besten Stränden! Auch Social Media Kanäle nutze ich wie kein anderer Makler auf der Insel! Auf Facebook habe ich teilweise pro Posting eine Reichweite von bis zu 150.000 Menschen. Mittlerweile kann ich sagen, dass selbst über die Social Media Kaufinteressenten auf mein Unternehmen stossen. Dennoch glaube ich, dass der Käufer einer Luxus Immobilie auf Mallorca einen Kauf oder Erwerb einer Immobilie nicht abhängig macht von Social Media! Am Ende entscheidet das Bauchgefühl und die Emotionen und die bekommst du nur, wenn du bei Sonnenschein auf der Terrasse einer geilen Villa stehst!

Das Kundenbeziehungsmanagement ist in Ihrem Segment äusserst wichtig. Wie eruieren Sie die Kundenbedürfnisse und wie pflegen Sie Ihre Kunden?

Auch hier gehe ich meiner 5A Philosophie nach. D.h. bevor ich mit einem Kunden eine Besichtigung durchführe, prüfe ich diesen auf Herz und Nieren! Bevor ich nicht genau weiss mit wem ich es zu tun habe und eine Bonitätsprüfung erfolgt, präsentiere ich dem Kunden auch keine Luxus Immobilie! Somit spare ich mir die sogenannten Touristenführungen, die einige Makler leider auf Mallorca zu tun pflegen. Ausserdem stehe ich in sehr engem Kontakt mit meinen Käufern und Verkäufern. Auch nachdem ein Deal abgeschlossen ist, bin ich noch mit diesen befreundet und treffe sie hin und wieder auf ein Essen oder einen Kaffee! Das Wichtigste ist es richtig und intensiv zuhören zu können! Ein guter Makler versteht innerhalb von Sekunden genau was der Käufer sucht!

Trotz Social Media, zählt das Bauchgefühl © Marcel Remus

 

Sie waren früher ein erfolgreicher Dressurreiter. Jeder Pferdesportkenner weiss, dass hinter den so leicht anmutenden Bewegungen harte Arbeit, Disziplin und eine äusserst präzise Ausführung stecken. Sie scheinen diese Disziplin auch in Ihrem Arbeitsalltag umzusetzen. Wie wichtig sind die Pferde in Ihrem Leben und gibt es Dinge, die Sie vom Reitplatz auch in den Beruf mitnehmen?

Ich bin 13 Jahre jeden Tag intensiv geritten. Habe jeden Tag Stunden trainiert. Habe in ganz Europa wichtige Turniere bestritten und war so Reiter auf Europas grösster Pferdegala Apassionata! All das waren tolle Erfahrungen, besonders mit den Tieren und die Arbeit, die dahintersteckt. Man lernt den Umgang mit Lebewesen, man lernt zielstrebig zu sein und man lernt diszipliniert zu arbeiten! Loyalität, Mut, Respekt dem anderen gegenüber und das allzu bekannte wieder aufstehen, wenn man auf die Schnauze gefallen ist, lernt man in diesem Sport sehr sehr gut! Genau das ist das, was man im täglichen Berufsleben an den Tag legen muss um erfolgreich zu werden!

Erfahrungen aus dem Pferdesport, nimmt Marcel Remus auch ins Berufsleben © Marcel Remus

Welche Tipps würden Sie angehenden Marketingfachleuten geben?

Traut euch anders zu sein, aber habt immer eine Strategie und einen roten Faden in dem was Ihr tut. Seid nicht wie die Fahne im Wind: heute so, morgen so, sondern habt eine Meinung, eure eigene Meinung und diese sollte nach aussen hin auch zu 150 % stabil repräsentiert werden und dabei ist es ganz egal, was andere von euch halten! Hätte ich damals auf alle anderen gehört, wäre ich heute niemals dort, wo ich jetzt bin! Hört auf euer eigenes Bauchgefühl und ihr werdet es weit bringen!

Mehr über Marcel Remus

Website: https://www.marcelremusrealestate.com

Mr-Lifestyle: https://www.marcelremusrealestate.com/mr-lifestyle/

Facebook: https://www.facebook.com/MarcelRemusOfficial/

Instagram: https://www.instagram.com/marcel.remus/?hl=de

YouTube: https://www.youtube.com/channel/UCWfCEQCGR9CUjYsqJF6qbZA

Ein mausiges Comeback: Diddl die kultige Springmaus erobert wieder die Märkte

Alle 90er Kids kennen sie noch, die berühmte Diddl Maus. Kaum einer war ohne Diddl Notizblöcke, Diddl Schlüsselanhänger oder Diddl Agenda unterwegs. Die Diddl Maus war ein Verkaufsschlager und extrem beliebt. Aber irgendwann wurde es ruhig um die kleine Maus, doch richtige Hardcore Fans wussten es schon immer, die Diddl Maus wird zurückkommen – und tatsächlich, ein erfolgreiches Marketingprodukt feiert sein Comeback und transportiert Diddl nicht nur wieder in die Kinderzimmer, sondern auch auf die digitalen Kanäle. Thomas Puchert, Head of Licensing von der KIDDINX Media, erklärt die Gründe für die Neuauflage.

Herr Puchert, die Diddl Maus war das Accessoire in den 90ern. Warum dieses Comeback der Diddl Maus?

Diddl ist ein absoluter Klassiker mit Kultcharakter und besitzt nach wie vor eine riesige Fangemeinde. Eine in unserem Auftrag durchgeführte Marktforschungsstudie hat dies nochmals untermauert. Es war immer klar, dass die Springmaus ein Revival feiern wird.

Als Marketingprodukt war die Marke Diddl eine Erfolgsgeschichte. Es gab unzählige Produkte und die Fans sammelten und tauschten sie sogar. Denken Sie, dass Sie an diese Erfolgsstory anknüpfen können?

(lacht) Natürlich sind wir davon überzeugt, dass die Erfolgsgeschichte weitergeht!

Die Diddl Springmaus © 2017 Thomas Goletz. Diddl ist ein eingetragenes Warenzeichen. Alle Rechte vorbehalten.

Wie wichtig ist die Marke Diddl und wie gross schätzen Sie das Marktpotential?

Der Markt an Kinderthemen ist natürlich enorm gross. Aber Diddl ist ein Klassiker und hat immer in den Köpfen seiner Fans weitergelebt. Wir gehen davon aus, dass das Marktpotential entsprechend gross wenn nicht sogar riesig ist.

Mittlerweile haben sich die Zeiten gewandelt und Diddl muss in die digitale Welt transportiert werden. Wie sieht die digitale Strategie aus und auf welche Kanäle setzen sie?

In der heutigen Medienlandschaft ist eine Lizenzvermarktung ohne digitale Komponenten nicht denkbar. Man muss die Fans dort abholen, wo sie sich aufhalten. Also wird Diddl „diddlital“. Das heisst wir räumen allen digitalen Plattformen eine grosse Priorität ein – sei es im App- oder Gamebereich auf iOS und Android, Facebook oder Instagram. Darüber hinaus ist auch eine Bewegtbildstrategie vorhanden. Hier werden u. a. Plattformen wie iTunes, Amazon oder YouTube berücksichtigt.

Das offizielle Diddl Logo © 2017 Thomas Goletz. Diddl ist ein eingetragenes Warenzeichen. Alle Rechte vorbehalten.

Allein auf Facebook erreicht die Fanpage bereits über 70.000 Fans. Diddl ist offenbar weit mehr als einfach nur ein Produkt, die Maus ist Kult. Am Design der Maus wurde nichts verändert. Gibt es dennoch Neuerungen, auf die sich alte, wie neue Fans freuen dürfen?

Das Design hat sich durchaus geändert. Es ist zeitgemässer geworden und dreidimensional. Gemeinsam mit Thomas Goletz, dem Schöpfer von Diddl, haben wir einen Styleguide mit den „alten“ zweidimensionalen Designs wie auch einen neuen dreidimensionalen Styleguide entwickelt, die ständig erweitert werden. Zusätzlich ist Diddl auch vermehrt im digitalen Umfeld zu finden. Weitere Neuheiten werden sich im Bereich des Bewegtbildes ergeben.

Diddl wird dreidimensional © 2017 Thomas Goletz. Diddl ist ein eingetragenes Warenzeichen. Alle Rechte vorbehalten.

Wo sehen Sie die Schwierigkeiten bei diesem Comeback und wo die Chancen?

Schwierigkeiten sehen wir keine. Wenn, dann sprechen wir nur von Herausforderungen. Diese liegen unter anderem im starken Konkurrenzfeld und in der Internationalisierung. Die Chancen und somit Stärken liegen in den zeitlosen Kernwerten der Marke und der nach wie vor sehr starken Fangemeinde und dem grossen medialen Interesse. Vielen bringt Diddl ihre Kindheit zurück und damit einhergehend eine unbeschwerte Zeit.

Offenbar lizenzieren Sie die Diddl Maus. Wie werden die Partner ausgewählt, damit eine gute Qualität garantiert werden kann?

Wir setzen auf die Zusammenarbeit mit langfristig bewährten Partnern, bei denen wir wissen, dass das Thema langfristig auf hohem Qualitätsniveau aufgebaut wird. Wichtig ist uns auch, dass die Produkte in erster Linie über den Fachhandel vertrieben werden. Wobei für die Endkunden auch der offizielle Diddl-Online-Shop eingerichtet wurde: www.diddl-shopping.de

Diddl und seine Freunde © 2017 Thomas Goletz. Diddl ist ein eingetragenes Warenzeichen. Alle Rechte vorbehalten.

Die Diddl Maus war vor allem im deutschsprachigen Raum bekannt. Denken Sie an eine Expansion in weitere Länder, oder sogar in den asiatischen Raum?

Die Diddl-Bubble-App, die im März vergangenen Jahres gelauncht wurde, erfreute sich besonders in China einer riesigen Nachfrage. So dass unser Partner b-interaktive gleich eine chinesische Übersetzung des App Store Textes in Auftrag gegeben hat. Unsere grossen Lizenzpartner wie die United Labels AG und auch Bullyland AG erhalten mittlerweile ebenfalls verstärkte Handelsanfragen aus dem Ausland – derzeit in erster Linie aus dem europäischen Raum.

Was können Marketingmenschen von der Diddl Maus lernen?

Hierzu könnte man sicherlich Seiten füllen. Grundsätzlich hat Diddl unter Beweis gestellt, dass rein illustratorische Marken über ihr besonderes Design und ihre Kernwerte sehr erfolgreich sein können. Dabei ist eine stete Anpassung und Weiterentwicklung an den Zeitgeschmack und an moderne Medien natürlich von immenser Bedeutung.

Homepage: http://www.diddl.de/

Online Shop: https://www.diddl-shopping.de/

Facebook: https://www.facebook.com/DieDiddlmaus

Instagram: https://www.instagram.com/diddl_shopping/?hl=de