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Nora auf dem Weg zur Journalistin

Nora Züst studiert im vierten Semester des Bachelorstudiengang Kommunikation an der ZHAW. Denn seit sie nach ihrer Matura ein einjähriges Praktikum als Videojournalistin absolviert hat, ist sie sich sicher: Sie möchte Journalistin werden.

Von Laura Lüthi, Praktikantin Marketing & Kommunikation, Departement Angewandte Linguistik, und Studentin im Bachelorstudiengang Kommunikation, 4. Semester, am IAM Institut für Angewandte Medienwissenschaft der ZHAW.

Aktuelle, überraschende und zum Teil auch verborgene Geschichten aufdecken und diese zielgruppenspezifisch in einen Beitrag verpacken, das ist die grosse Leidenschaft von Nora Züst. Die Arbeit nah am Puls des Zeitgeschehens, das Erzählen von Geschichten und die Vielseitigkeit des Aufgabengebiets, die 21-jährige ist fasziniert vom Journalismus.: «Ich bin ein Adrenalin-Junkie und brauche die Abwechslung, die mir der Journalismus bietet. Ausserdem lerne ich immer wieder gerne dazu, probiere Neues aus und bin von Natur aus neugierig.»

Nora studiert im vierten Semester des Bachelorstudiengang Kommunikation und hat sich voller Überzeugung für die Vertiefung Journalismus entschieden: «Bereits vor Studienbeginn wusste ich, dass ich Journalismus wählen werde.» Diese Entscheidung fiel ihr so leicht, weil sie vor dem Bachelorstudium bereits selbst erleben konnte, wie sich die Arbeit einer Journalistin anfühlt.

Erste Erfahrungen als Videojournalistin

Nach der Matura absolvierte Nora ein einjähriges Praktikum als Moderatorin und Videojournalistin beim Schaffhauser Fernsehen. Dabei lernte sie, was gutes Storytelling ausmacht, und welche Arbeitsschritte notwendig sind, bis ein fertiger Beitrag schliesslich ausgestrahlt werden kann. Begeistert von diesen Erfahrungen, hat sich die Winterthurerin nach dem Besuch eines Infoabends an der ZHAW mit voller Überzeugung für den Bachelorstudiengang Kommunikation angemeldet.

Nora Züst während ihrem Praktikum beim Schaffhauser Fernsehen.

Seither sind über zwei Jahre vergangen. Das Grundstudium liegt hinter Nora und jetzt, im vierten Semester, kann sie sich auf ihre gewählte Vertiefungsrichtung konzentrieren. Auch wenn Noras Herz ganz klar für den Journalismus schlägt, schätzt sie es, dass sie in den ersten drei Semestern auch die Grundlagen der Organisationskommunikation kennengelernt hat. So versteht sie jetzt nicht nur das Wechselspiel zwischen den beiden Berufsrichtungen, sondern hat in Zukunft auch die Flexibilität, sowohl als Journalistin, als auch als Kommunikationsspezialistin arbeiten zu können.

Theoretische Module schaffen Kontext

Journalistik zählt schon seit Studienbeginn zu Noras Lieblingsmodulen. In dieser theoriebasierten Vorlesung wird von den Professoren Vinzenz Wyss und Guido Keel der Journalismus aus wissenschaftlicher Sicht diskutiert. Für die angehende Journalistin Nora ist das Modul sehr wichtig: «Da ich schon ein Jahr im Journalismus gearbeitet habe, geben mir Theorie-Fächer wie Journalistik eine Art Rahmen und setzen meine praktische Erfahrung in einen Kontext.»

Neben der Theorie begeistern Nora auch die Praxis-Module. Im ersten Monat des laufenden Semesters standen in diesen die journalistischen Textsorten im Fokus. So schrieb Nora in den Praxiswerkstätten ein Porträt und realisierte eine Reportage sowie ein Video-Interview. Während die Textsorten in den ersten drei Semestern allgemein behandelt wurden, beschäftigen sich die Studierenden im vierten Semester über längere Zeit detaillierter mit einer Textsorte. Dabei stehen sie in engem Austausch mit Gastdozierenden, die ihre Erfahrungen aus der Berufspraxis den Studierenden weitergeben. Für Nora ist die Praxis-Werkstatt sehr lehrreich: «Ich geniesse es, jetzt mehr Zeit für einen Text zu haben. Zudem schätze ich den Austausch mit meinem Praxis-Coach.»

Nora liebt es zu Schreiben. Deshalb ist es keine grosse Überraschung, dass sie auch in ihrer Freizeit gerne ganz unterschiedliche Texte zu Papier bringt. Unter anderem sind ihre Geschichten seit Kurzem im Studi-Magazin «Brainstorm» zu lesen.

Parallel zum Studium und dem Schreiben für das Magazin sammelt Nora weitere praktische Erfahrungen, um ihren Traumberuf später professionell ausüben zu können. Dies tut sie seit rund einem Jahr als Respeakerin in der Live-Untertitelung bei Blick TV. Als Respeakerin ist ihr Auftrag, den Text der ModeratorIn in ein live Sprachprogramm zu sprechen, welches anschliessend den Text transkribiert. Nachdem Nora die Untertitelung geprüft hat, gibt sie den Text frei, woraufhin er auf den Bildschirmen der ZuschauerInnen erscheint.

Neue Pausenaktivitäten während der Fernlehre

Nora mag alles, nur keine Langeweile und langes Stillsitzen. Als Ausgleich zum Studium und zur Arbeit geht sie gerne wandern, macht mehrmals in der Woche Cross Fit und ist am Wochenende in Winterthur Seen als Abteilungsleiterin der örtlichen Cevi anzutreffen. «Diese Hobbys schaffen für mich einen guten Ausgleich zum Studium.»

Nora beim Wandern auf dem Creux du Van in Neuenburg.

Aktuell befinden sich alle Studierenden in der Fernlehre. Zuhause, wo so viel Ablenkung möglich ist, kann es manchmal schwierig sein, konzentriert zu bleiben. Nora hat für sich in dieser Zeit deshalb neue Rituale angewöhnt, um ihre Pausen zwischen den Vorlesungen optimal nutzen zu können: «Um zwischen den Vorlesungen Kraft zu tanken, mache ich häufig einen kleinen Spaziergang in der Natur. Manchmal mache ich auch gerne mal zehn Liegestützen, um wieder so richtig wach zu werden.» Sollte das alles nicht helfen, greift Nora gerne auf Kaffee zurück, den altbewährten Wachmacher: «Das ist allerdings meine nervigste Angewohnheit. Denn seit der Fernlehre habe ich zu Hause unlimitierten Zugriff auf Kaffee. Das hat Auswirkungen auf meinen Konsum.»

Die Fernlehre hat für Nora aber bald ein Ende. Im fünften Semester, das im September startet, wird sie ein halbjähriges Praktikum absolvieren. Danach wird sie sich schon bald vertieft mit ihrer Bachelorarbeit beschäftigen.

Vor zwei Jahren fand Nora mit ihrem Praktikum beim Schaffhauser Fernsehen ihren Berufstraum. Nun ist sie dem Einstieg in die Berufswelt der JournalistInnen so nah, wie noch nie zuvor. Nach dem Abschluss des Bachelorstudiengang Kommunikation sind die Berufsmöglichkeiten so vielfältig, dass sich Nora noch nicht sicher ist, wo sie in zehn Jahren stehen möchte: «Ich sehe mich entweder als Autorin und Bloggerin, Videojournalistin und Dokumentarfilmerin, oder Journalistin bei einem grösseren Medienhaus. Hauptsache im Journalismus!»


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