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«Am IAM habe ich mich sofort wohl gefühlt»

Das Schreiben war früher ihre grosse Leidenschaft. Deshalb wollte Raffaela Stelzer Journalistin werden. Warum sie im Studium dann stattdessen die Vertiefung Kommunikation gewählt hat und warum sie die Stelle als Mediensprecherin am Flughafen Zürich als Traumjob bezeichnet, erzählt uns die IAM-Absolventin im Interview.

von Deborah Harzenmoser, Leiterin Corporate Communications Departement Angewandte Linguistik

Es lief alles wie am Schnürchen für Raffaela Stelzer. Es lief sogar so gut, dass sie fürchtete, die Glückssträhne könnte bald enden. Tat sie aber nicht. Mit dem frisch gedruckten Diplom in der Tasche konnte sie direkt nach erfolgreichem Abschluss des Bachelor Kommunikation am IAM beim Flughafen Zürich als Mediensprecherin starten. Während ihres Praktikums, das sie im Rahmen des Studiums dort absolvierte, blieb sie so positiv in Erinnerung, dass sie für die anstehende Mutterschaftsvertretung die erste Wahl war. Das ist drei Jahre her. Heute ist Stelzer fester Bestandteil des vierköpfigen Medienteams am Flughafen und wird noch in diesem Sommer zur Senior Mediensprecherin befördert.

«Sonja Zöchling, die mehrfach gekürte beste Mediensprecherin der Schweiz, leitet die Kommunikationsabteilung und sie als Mentorin zu haben ist natürlich ein Highlight.» (v.l. CEO Stephan Widrig, Sonja Zöchling, Jasmin Bodmer, Raffaela Stelzer, Philipp Bircher)

Als Mediensprecherin ist es ihre Aufgabe, die öffentliche Wahrnehmung des Flughafens Zürich positiv zu beeinflussen. Dabei deckt sie die Bereiche Medienarbeit, Social Media und Interne Kommunikation ab. «Wir organisieren für die Mitarbeitenden eine Eventreihe namens Geschäftsleitung im Gespräch. Jemand aus der Belegschaft kann der Geschäftsleitung direkte Fragen stellen – natürlich auch kritische. Damit die Begegnung authentisch bleibt, kennen weder wir von der Medienstelle noch die Geschäftsleitung vorher die Fragen.» Stelzer mag den Anlass besonders gerne, weil sich die Fragen je nach Abteilung sehr unterscheiden würden. Das zeige die Vielseitigkeit eines Unternehmens mit 1‘700 Angestellten auf.

Ein Studium für die Praxis

Die Vielseitigkeit sei etwas, was sie an ihrem Job sehr schätze: «Kein Tag ist gleich wie der andere.» Das öffentliche Interesse am grössten Flughafen der Schweiz ist sehr gross. Jeden Tag beantwortet sie Medienanfragen zu den unterschiedlichsten Themen, von neuen Bauplänen über Flugrouten und Drohnen zu Digitalisierungsprojekten ist alles dabei. Auch bei Vorfällen im Ausland werde immer sofort nachgefragt, ob sowas auch bei uns passieren könne. Auf die Frage, was sie an ihrem Job am meisten möge, antwortet Stelzer: «Ich mag es, das Gesicht einer Organisation zu sein und deren Werte für die Öffentlichkeit zu übersetzen.»

Das ist der Bachelorstudiengang Kommunikation mit Vertiefung Journalismus und Organisationskommunikation

Dabei habe ihr das Studium am IAM sehr geholfen. Vor allem das Modul Auftrittskompetenz im zweiten Studienjahr streicht sie heraus: «Ich habe sehr viel über mich selber gelernt und einiges für meinen Beruf mitgenommen, die gelernten Überzeugungstechniken wende ich regelmässig an.» Sie lächelt verschmitzt. «Zum Beispiel die Siegerpose. Es ist spannend zu beobachten, was das vor einem wichtigen Meeting oder Interview vor Kamera mit einem macht.» Weitere prägende Learnings aus dem Modul sind für sie, wie ausschlaggebend eine gute Vorbereitung sei und wie wichtig neben dem Inhalt auch nonverbale und paraverbale Aspekte seien.

«Am IAM fand ich die Leute am coolsten»

Bei der Wahl des Studiums hat sie sich auf ihr Bauchgefühl verlassen. Darauf aufmerksam wurde sie aber über die Recherche im Internet: «Ich habe mehrere Studiengänge in die engere Auswahl genommen und dann Infoanlässe besucht.» Dabei habe sie besonders auf die anderen Studienganginteressenten geachtet und sich gefragt, ob sie sich vorstellen könne, drei Jahre mit den Leuten zu studieren. «Am IAM fand ich die Leute am coolsten und ich habe mich auch sonst sofort wohl gefühlt.» Neben den Kommilitonen habe auch der Studiengang an sich überzeugt. «Die Kombination von Journalismus und Organisationskommunikation hat mir geholfen, das Gesamtsystem zu verstehen, also das Zusammenspiel zwischen Medienarbeit und Journalismus und nicht zuletzt, welche Aufgaben Journalismus in unserer Gesellschaft hat.» Von ihrem ursprünglichen Berufsziel Journalistin hat sie sich im Verlauf des Bachelorstudiums entfernt. Einerseits weil die angespannte Lage im Journalismus sie abgeschreckt habe und andererseits, weil sie während des Studiums merkte, dass sie sich in der Organisationskommunikation richtig zu Hause fühlte. «Das konzeptionelle Arbeiten, das Agenda Setting und das strategische Planen liegen mir mehr, als das einfache Raushauen von News.» Obwohl sie sofort lachend anfügt, dass sie nicht ausschliesse, später mal die Seiten zu wechseln und doch noch Journalistin zu werden.

Ihr Bauchgefühl hat sich bestätigt, einzig das verpasste Auslandsemester bereut Stelzer: «Ich habe so viel Gutes gehört von meinen Kommilitonen, dass ich denke, ich habe da echt eine Chance verpasst. Eine andere Kultur einzutauchen und von ihr zu lernen, ist etwas, das hätte ich eigentlich gerne erlebt.»

Mit der richtigen Weiterbildung hoch hinaus

Im Januar hat Stelzer eine Weiterbildung begonnen. Das grosse Angebot im Internet sei überwältigend gewesen, doch dann habe sie Markus Niederhäuser, Leiter Weiterbildung am IAM, zufällig an einem Berufsanlass getroffen, worauf sie sich erneut fürs IAM entschied: «Erstens habe ich mit dem Bachelor sehr gute Erfahrungen gemacht und zweitens überzeugt mich das Weiterbildungsprogramm am IAM. Der starke Praxisbezug und vor allem die Netzwerkerweiterung gaben den Ausschlag für den Entscheid.»

CAS Leadership

Derzeit absolviert sie den CAS Leadership und kann es kaum erwarten, die neuen Inputs in der Praxis umzusetzen. «Wo ich in 10 Jahren bin, kann ich nicht sagen, aber ich sehe mich in einem Job mit Führungsverantwortung.» Den Master of Advanced Studies wird sie voraussichtlich innerhalb von vier Jahren abschliessen. «Es ist toll, dass man nebenher normal weiterarbeiten kann.»

Raffaela Stelzer hat den Bachelor Kommunikation mit Vertiefung Journalismus und Organisationskommunikation 2015 abgeschlossen und absolviert derzeit den Master of Advanced Studies in Communication Management and Leadership am Institut für Angewandte Medienwissenschaft der ZHAW.


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