Gamification am Institut für Marketing Management


Gamification, also die Anwendung von Spielelementen und –prinzipien in Kontexten ausserhalb von Spielen, ist vermehrt auch am Institut für Marketing Management (IMM) ein Thema in der Lehre, Weiterbildung, Forschung und Dienstleistung. In diesem Blogbeitrag möchten wir zwei spielerische Tools des Instituts für Marketing Management vorstellen.

img_4786Das Behavioral Insights Kit ist eine Sammlung bekannter Heuristiken und Effekte aus der Psychologie und Verhaltensökonomie in Spielkartenformat und verschafft auf spielerische Art und Weise einen einfachen Einstieg in das Themengebiet Behavioral Insights. Es soll dabei helfen zu verstehen, welche Treiber und Barrieren, das Verhalten oder Entscheidungen von Konsumenten beeinflussen und wie diese gezielt fürs Marketing genutzt werden können.


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In folgenden Bereichen wurde das Behavioral Insights Kit bereits eingesetzt.

  • Die Teilnehmenden des CAS Behavioral Insights for Marketing (CAS BIT) und des Kurses erhalten ihr eigenes Kit und lernen, wie sie es in Ihrem Arbeitsalltag einsetzen und nutzen können.
  • In Beratungsprojekten kommt das Kit im Rahmen von Workshops zum Einsatz, z.B. zur Inspirationssuche für die Entwicklung innovativer Marketingmassnahmen.
  • Im interdisziplinären Forschungsprojekt „Essen für die Zukunft“ wurde das Kit verwendet, um Ideen zu generieren für die Kommunikation des Menü-Nachhaltigkeits-Index (MNI).

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Lego Serious Play ist ein innovatives Tool, mit welchem businessbezogene Sachverhalte auf spielerische Weise mit Lego-Steinen nachgestellt und strukturiert werden können. Durch die Verbindung von Spielelementen mit der Unternehmenswelt wird ein kreativer Rahmen geschaffen, um funktionsbedingte Barrieren in den Köpfen abzubauen und die Teilnehmer in die Lage zu versetzen, sich „out of the box“ mit einem Thema oder einer Fragestellung auseinanderzusetzen. Der Hauptvorteil liegt darin, dass komplexe Zusammenhänge greifbar und zugänglich gemacht werden, wodurch der kollaborative Austausch im Team gefördert und kreative Prozesse angeregt werden.

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Lego Serious Play wird am IMM eingesetzt:

Einblick in das Service Lab

Team Service Lab

Team Service Lab

Wie nehmen Konsumentinnen und Konsumenten Firmen, Brands, Produkte und Dienstleistung wahr? Eine Frage die im Service Lab von der gleichnamigen Fachstelle untersucht wird. Die Forscherkittel und Reagenzgläser sucht man im „Labor“ aber vergebens. Stattdessen wird mittels klassischer Marktforschung, Experimenten und neuen Methoden des Service Designs die Kundenperspektive sichtbar gemacht.

Ein Beispiel dafür ist der Einsatz des „LEGO SERIOUS PLAY“. LEGO? Ja, Sie haben richtig gelesen. Durch den Einsatz von LEGO-Komponenten werden diverse Services durch LEGO-Konstrukte nachgebildet. Der Erschaffer des Werks präsentiert danach seine entsprechende Hintergrundgeschichte, aus welcher Optimierungen des Services ersichtlich werden.

Lego Serious Play

Lego Serious Play

Dies ist aber nur ein Beispiel der verwendeten innovativen Methoden. Das Service Lab nutzt Erkenntnisse aus den Verhaltenswissenschaften und der Neuropsychologie, um die Kundenperspektive aufzuzeigen. Darauf aufbauend entwickelt das Service Lab Konzepte zur Kundenorientierung und ermöglicht eine vollständige Neuentwicklung von Services und Marketingmassnahmen.

Sandro Graf, Leiter Service Lab

Sandro Graf, Leiter Service Lab

«Unsere eigene Wahrnehmung von einem Objekt oder einer Person entspricht nicht der Wahrnehmung, die andere Personen über das gleiche Objekt oder die gleiche Person haben. So ergeht es auch Unternehmen: Ihre Wahrnehmung vom Kunden weicht meistens markant von derjenigen des Kunden selbst ab. Das Service Lab hilft Unternehmen und Organisationen die Kundenperspektive einzunehmen und entsprechend die Services aus dieser Kundenperspektive aus zu entwickeln oder zu verbessern und damit letztendlich ein nachhaltig positives Kundenerlebnis zu kreieren.»