Umfrage Bachelorarbeit: Welche möglichen Einflüsse kann ein Wahlkampf auf das Ergebnis der Gemeinderatswahlen in der Stadt Zürich haben?

Von Marc Müller

„Wer wählt, bestimmt mit!“

Ein demokratisches Land wie die Schweiz wird von Ihrem Volk regiert. Jede Staatsbürgerin und jeder Staatsbürger ab dem 18. Lebensjahr verfügt über ein Wahl- und Stimmrecht. Dadurch kann das Volk bei politischen Abstimmungen, wie beispielsweise Kantonsrats- oder Gemeinderatswahlen, einen gewissen Einfluss auf das politische Geschehen in seinem Land, seinem Kanton oder seiner Gemeinde nehmen.

Am 4. März 2018 wählt die Stadt Zürich bei den Erneuerungswahlen die Gemeinderätinnen und Gemeinderäte für die Legislaturperiode 2018 bis 2022. Der Gemeinderat besteht aus 125 Mitgliedern, welche anhand der Bevölkerungsdichte auf die 12 Stadtkreise verteilt sind. Momentan belegen insgesamt acht verschiedene Parteien die Sitze des Gemeinderates, welche auch für die folgende Legislaturperiode ihre Stellung wahren oder sogar noch ausbauen wollen. Um die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger in ihrer Meinung zu bestätigen oder zu beeinflussen, führen die politischen Parteien einen Wahlkampf. Mit gezielten Werbebotschaften und Marketingmassnahmen versuchen Sie, die Aufmerksamkeit der Wählerinnen und Wähler zu gewinnen.

Im Rahmen einer Bachelorarbeit sollen mögliche Einflüsse einer Wahlkampfkampagne auf das Ergebnis der Gemeinderatswahlen untersucht werden. Es soll festgestellt werden, ob die kommunizierten Inhalte sowie die Botschaften von der Bevölkerung verstanden worden sind und ob die gewählten Sujets passen sind.

Zur Beantwortung dieser Fragestellung wird unter anderem eine quantitative Umfrage durchgeführt. Sie richtet sich an Stadtzürcherinnen und Stadtzürcher, welche in einem der 12 Stadtkreise wohnhaft sind.

Mittels der folgenden Umfrage tragen Sie ein Teil dazu bei, dass die genannte Fragestellung beantwortet werden kann:

http://erneuerungswahlen2018.findmind.ch

Dauer: maximal 10 Minuten

Besten Dank für Ihre Unterstützung.

Bei Fragen:

Marc Müller (Betriebsökonomie Student)

muellm17@students.zhaw.ch

Soziale Nachhaltigkeit in Schweizer Unternehmen – ein aktueller Einblick

Von Christine Bircher

Erkenntnisse der Bachelorarbeit von Christine Bircher im Rahmen des Bachelorstudiengangs Betriebsökonomie der ZHAW School of Management and Law.

Durch die Globalisierung von Unternehmen und Wertschöpfungsketten sind in den letzten Jahren soziale Themen, wie Arbeitsbedingungen, Menschenrechte und Korruption in die politische und gesellschaftliche Debatte gerückt. Kunden verlangen vermehrt Produkte, deren Herstellung minimale Standards sozialer Nachhaltigkeit erfüllen. Studien zeigen aber auch, dass Unternehmen ihre soziale Verantwortung vermehrt wahrnehmen, weil eine tadellose Reputation und sozial verträgliche Arbeitsbedingungen in Zeiten des Fachkräftemangels ein entscheidender Erfolgsfaktor auf dem Arbeitsmarkt sind.

Die Bachelorarbeit untersuchte den aktuellen Stand sozialer Nachhaltigkeitsaktivitäten in Schweizer Unternehmen und wie sich diese in den letzten fünf Jahren verändert haben. Basierend auf aktuellen Trends und Studien wurden 58 Schweizer Unternehmen aus verschiedenen Branchen befragt und die Ergebnisse mit dem Swiss Corporate Sustainability Survey 2012 der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften verglichen.

Die wichtigsten Erkenntnisse der Studie

  • Interesse: Schweizer Unternehmen beschäftigen sich vermehrt mit sozialer Nachhaltigkeit. Begründet werden Nachhaltigkeitsaktivitäten primär durch die Verbesserung der Unternehmensreputation, der Stärkung der Kundenbindung und der Attraktivitätssteigerung auf dem Arbeitsmarkt.
  • Stakeholder: In Zusammenhang mit sozialer Nachhaltigkeit befassen sich die meisten Schweizer Unternehmen eingehend mit den Erwartungen ihrer Stakeholder, insbesondere mit denjenigen von Kunden, Mitarbeitern und Lieferanten. Die verstärkte Interaktion mit Stakeholdern führt zu mehr Transparenz im Umgang mit Nachhaltigkeitsthemen, was sich oftmals in der Einhaltung von Standards und Zertifikaten sowie in Mitgliedschaften bei Verbänden äussert. Tendenziell investieren grosse Unternehmen dafür mehr Mittel.
  • Themengebiete: Für Schweizer Unternehmen sind Arbeitssicherheit, Gesundheitsschutz, Arbeitsmarktfähigkeit und Förderung der Mitarbeitenden sowie faire Wettbewerbspraktiken in Bezug auf soziale Nachhaltigkeit am wichtigsten. Generell werden Themen zu Arbeitspraktiken und menschenwürdiger Beschäftigung am intensivsten bearbeitet. Menschenrechtsthemen werden je nach Grösse und internationaler Verflechtung des Unternehmens unterschiedlich gewichtet.

Soziale Nachhaltigkeit als bedeutendes Thema für die Unternehmen © eigene Darstellung von Christine Bircher

Die Zukunft sozialer Nachhaltigkeit in der Schweiz

Aus Sicht von Schweizer Unternehmen steigt die Bedeutung sozialer Nachhaltigkeit. Sie gehen davon aus, dass dazu mehr finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt werden müssen. Externe Herausforderungen werden vor allem bei der Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft und der zunehmenden Bedeutung von Work-Life-Balance gesehen.

Die Resultate verdeutlichen, dass sich Schweizer Unternehmen in einer fortgeschrittenen Entwicklungsstufe des Nachhaltigkeitsmanagements befinden. Daher sollten Unternehmen soziale Nachhaltigkeit nicht als Risikofaktor sehen, sondern als Chance zur strategischen Differenzierung.

Über Christine Bircher

Christine Bircher arbeitet am Center for Law & Economics der ETH Zürich und hat diesen Sommer erfolgreich ihr Bachelorstudium in Betriebsökonomie mit Vertiefung in General Management an der ZHAW abgeschlossen. Im Herbst wird sie ihr Masterstudium an der ZHAW in Business Administration – Major Marketing beginnen..

http://www.lawecon.ethz.ch/people/bircher.html