Durchstarten mit dem SWISS Branding

Der Praxisbezug wird an der ZHAW traditionell hoch geschrieben. Die Studierenden erhalten nicht nur die theoretischen Fähigkeiten, sondern können auch exklusive Einblicke in den Arbeitsalltag grosser Unternehmen werfen. So geschehen im Fach Brand Management, das von Frau Dr. Adrienne Suvada unterrichtet wird. Hier kamen die Studierenden in den Genuss einer Lektion, die direkt vom Head of Marketing der SWISS gehalten wurde. Bernhard Christen sprach erfrischend offen über die Ideen und die Schwierigkeiten des SWISS Brandings.

Die Schweizer Identität als Teil des Brandings © SWISS

Die Lektion begann mit einem historischen Rückblick. Die SWISS entstand auf Basis der Crossair welche eine Tochtergesellschaft der Swissair war, die ja im Oktober 2001 groundete. Das Unternehmen hat sich in den Jahren gewandelt und sucht eigene Wege, auch wenn es in der Organisation der Lufthansagruppe, zusammen mit der Lufthansa und der Austrian Airlines, integriert ist. Das Brand Management Team der SWISS ist zuständig für das Brand Positioning und definiert die SWISS als „the airline of Switzerland“. Das Branding der SWISS hat mehrere Entwicklungsschritte hinter sich. 2009 waren die meisten Airlines in der unbeliebten „stuck in the middle“ Position. Sie hatten mittelmässige Marktanteile und sassen zwischen den Stühlen. Für die SWISS war klar, dass sie nie mit den grossen Airlines wird konkurrieren können. Es galt sich zu differenzieren und das wurde in der Kundenbeziehung umgesetzt. Man wollte flexibler werden, wenn es um Kundenbedürfnisse ging. Die Kundennähe wurde zum Schlagwort für diese Airline: Man wollte näher bei den Gästen sein, als die grossen Airlines mit ihren vielen Prozessen.

Bernhard Christen Head of Marketing bei der SWISS und Dr. Adrienne Suvada von der ZHAW

Swissness und die kleinen Dinge mit grosser Wirkung

Das SWISS Branding profitiert natürlich von der Marke Schweiz im Allgemeinen. „Durch diese Verbindung hat man nie ein billiges Image, man wird immer höher gewertet, als andere„, erläutert Bernhard Christen. Die Swissness wurde auch mit dem 2011 lancierten Branding umgesetzt. Diese Kampagne benutzte mehrheitlich die Farbe Grau. Man sah nur etwas Rot und das Schweizerkreuz in der Bildsprache. Dieses Branding war sehr erfolgreich, weil es sich stark von den anderen Airlines unterschieden hat. Das Problem war aber, dass graue Bilder mit Flugzeugen schwer Emotionen vermitteln können. So langsam setzte sich die Idee durch, dass es besser wäre, auch Menschen zu zeigen. Die SWISS brauchte eine Kommunikation, die auf das WARUM und nicht nur auf das WAS den Fokus setzt. „Es war notwendig nicht nur zu kommunizieren, dass man etwas tut, sondern warum man etwas tut„, erklärt Bernhard Christen. In der Analyse war schnell klar, dass in der Schweiz die kleinen Dinge einen grossen Unterschied ausmachen. Dies wurde auf die SWISS übertragen: Die Airline sorgte sich um die kleinen Dinge, die aber einen grossen Effekt haben. Gerade am Beispiel der SWISS Schokolade kann man dies gut aufzeigen. Das einzelne kleine Schokoladentäfelchen kostet im Einkauf nicht die Welt, erzeugt aber bei den Passagieren unglaublich positive Reaktionen und lässt sie mit einem Lächeln das Flugzeug verlassen.

Praktische Erfahrungen, die Bernhard Christen spannend vermitteln konnte

Konsequente Branding-Umsetzung auch für die Mitarbeiter

Der zweite Schritt des neuen Brandings war das Hinzufügen von Farben. Dies galt nicht nur für die Werbeanzeigen, sondern zum Beispiel auch für die Servietten im Flugzeug oder den Zucker- und Salzpäckchen. Auch die Merchandising Artikel wurden farbiger und lebendiger. Das Branding wurde aber auch intern konsequent umgesetzt. Der Hauptsitz und die Arbeitsplätze wurden umgestaltet. Es gab nun Farben und Holzelemente, so wie auch bei den SWISS Lounges weltweit. „Unsere Mitarbeiter sollten sich wie unsere Gäste fühlen, das war die Absicht dahinter„, meint Bernhard Christen. Natürlich setzt die SWISS auch noch auf klassische Out of Home Werbung, mittlerweile geht aber über die Hälfte des Werbebudgets in die digitalen Kanäle. Hier werden verschiedene Videosequenzen eingesetzt, die auch auf die internationalen Märkte entsprechend abgestimmt werden. Zum neuen Branding gehörte auch ein neues Sponsoringkonzept. Vorher hat die Airline Top Events in der Schweiz gesponsert, dies aber nicht für die Kommunikation genutzt. Dies ist nun anders, die SWISS integrierte zum Beispiel das Schweizer Fussballteam für eine Kampagne. So kam es, dass für einmal Fussballspieler als Flight Attendants unterwegs waren. „Die Lektion war ein spannender Einblick ins Schweizer Airline Business. Besonders interessant war es zu sehen, wie hier die Swissness umgesetzt wird„, meint die Dozentin Dr. Adrienne Suvada. Insgesamt ein gelungener Austausch und ein spannender Unterricht für die Studierenden der ZHAW, die sicherlich viele Tipps für ihr späteres Berufsleben mitnehmen konnten.

Mehr über die SWISS

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Weiterhin einen guten und erfolgreichen Flug! © SWISS

Internet of Things: Die wichtigsten Erfolgsfaktoren für die Implementierung eines CRM IoT Projektes

Von den ZHAW Studierenden Dominik Perrucci, Ronelle Grosjean, Patricia Gebhardt und Florence Angstmann

Die Digitalisierung verändert nicht nur unser Alltagsleben, sondern auch die Märkte, die Geschäftsbeziehungen und die Wertschöpfungsketten. Mit der Integration und Implementierung digitaler Technologien in die bestehende Geschäftswelt, ergeben sich aber auch neue Chancen. Bestehende Geschäftsmodelle wandeln sich und neue   Geschäftspotenziale werden generiert.

Im Zusammenhang mit der Digitalisierung wurde ein Thema besonders kontrovers diskutiert: das Internet of Things (IoT). Das IoT beschreibt eine vernetzte Welt, welche aus Dingen besteht, die jeweils ihre eigene virtuelle Identität besitzen und sich untereinander intelligent vernetzen und miteinander kommunizieren können. Die Benutzer können von überall auf der Welt Aktivitäten und Bedingungen überwachen und bei Bedarf Aktionen aus der Ferne steuern oder auslösen. IoT-Projekte gelten in der Praxis als hochkomplex und erfordern sehr spezifisches Fachwissen. Was kann ein Unternehmen nun tun, um den Erfolg eines IoT-Projektes sicherzustellen?

Worauf man bei IoT-Projekten achten muss

Wie so oft steht auch hier an erster Stelle, um ein erfolgreiches Projekt umzusetzen, die richtige Vorgehensweise. Die nachfolgende Abbildung verdeutlicht, wie eine IoT-Vorgehensweise aussehen sollte.

Die IoT-Projektarchitektur basiert, wie bei jedem Projekt, auf der Unternehmensstrategie. Ein Unternehmen muss demnach seine IoT-Strategie aus der Unternehmensstrategie heraus ableiten. Nach der Erarbeitung der strategischen Vorgaben ist es von grosser Bedeutung, dass das Unternehmen eine IST-Aufnahme der bestehenden Prozesse erarbeitet und die SOLL-Prozesse definiert. Auf Basis der ersten drei Phasen, kann das Unternehmen mithilfe von verschiedenen Kreativitätsmethoden, mit der Ideengenerierung beginnen.

Hat das Unternehmen einige Ideen entwickelt, wird die Umsetzung konzeptioniert. Der nächste Schritt ist dann die Software- bzw. die Systemauswahl. Verschiedene Evaluationskriterien werden für die IoT-Plattformen erstellt, mit welchen man dann die einzelnen Systeme analysiert und auswertet. Hat man sich für eine Software oder ein System entschieden, wird vor der eigentlichen Umsetzung ein Prototyp realisiert. Erfüllt der Prototyp die erforderlichen Kriterien, kann das Unternehmen mit der technischen und organisatorischen Umsetzung beginnen.

Bei einer erfolgreichen Implementierung eines IoT-Projektes gibt es neben dem richtigen Vorgehensmodell folgende weitere Kriterien zu beachten:

  1. Kommunizieren Sie das Projekt top-down

Die Vorgaben wie die IoT-Strategie, die Ziele und die Verantwortungsbereiche eines solchen Projektes sollten von der Führungsebene herab richtig kommuniziert werden.

  1. Stellen Sie genügend Ressourcen zur Verfügung

Das Management muss sicherstellen, dass genügend Ressourcen für das Projekt zur Verfügung stehen. Mit den Ressourcen sind nicht nur die personellen, sondern auch die finanziellen sowie zeitlichen Ressourcen gemeint.

  1. Steigern Sie die Datenqualität

IoT und die Smart Connected Products generieren fortlaufend riesige Datenmengen. Um die Daten in Echtzeit auszuwerten und aus der Analyse die richtigen Handlungsempfehlungen abzuleiten, benötigt es die richtigen technischen Voraussetzungen: Neue Massstäbe, ein experimentelles Vorgehen und die Förderung des entsprechenden Know-hows sind hier essentiell.

  1. Passen Sie Ihre Unternehmenskultur an

Ein Unternehmen muss weg von den reinen Investitionsgütern und sich dafür zu einem Dienstleister orientieren. Der Service wird wichtiger als das Produkt. Dies muss in der Unternehmenskultur entsprechend manifestiert sein.

  1. Nutzen Sie (Ihre) Partnerschaften

Durch die Komplexität und die Vielzahl an IoT-Lösungen am Markt, sind Unternehmen oft überfordert. Aufgrund der geforderten neuen Architektur von IoT-Projekten sollte auf Serviceprovider und Spezialisten im IoT-Umfeld zurückgegriffen werden. Diese können helfen sehr spezifische Probleme effektiv zu lösen.

  1. Erstellen Sie konkrete Zielen und Meilensteine

Mangelhaftes IoT-Projektmanagement geschieht oft dann, wenn der Projektumfang, die Projektziele, Termine und das Budget zu ungenau definiert wurden. Beginnt ein Unternehmen ein Projekt mit der Festlegung von Details und einem ausgedehnten Pflichtenheft, anstatt sich einen ganzheitlichen Überblick zu verschaffen, werden die wesentlichen Punkte übersehen, woraus Zeitverzögerungen und Zusatzkosten entstehen.

  1. Gestalten Sie ein agiles Projektvorgehen

Um IoT-Projekte zum Erfolg zu führen müssen die Projekt-verantwortlichen die Projektplanungen, an die sich in rasantem Tempo ändernden Wertschöpfungsketten und Marktbedingungen anpassen. Der Markt und der Wettbewerb werden sich in den nächsten Jahren noch stark ändern.

  1. Und zu guter Letzt: Motivieren Sie Ihre Mitarbeiter

Motivieren Sie Ihre Mitarbeiter indem Sie Quick-Wins definieren und diese bei der Erreichung der Ziele auch feiern. Nur durch motivierte Mitarbeiter kann ein Unternehmen erfolgreich sein.

Integration und Nutzung von IoT-Daten im CRM

Sektoren, in welchen bereits erfolgreich IoT-Projekte für den Einsatz im CRM durchgeführt wurden, sind die Konsumgüter- und Lebensmittelindustrie, Maschinen- und Metallbauindustrie, Transport- und Logistikindustrie, Chemieindustrie, Smart City und die Landwirtschaftsindustrie. Anhand vorliegender Cases in diesen Bereichen lassen sich für die Nutzung der durch IoT erzeugten Daten fürs CRM folgende Schlussfolgerungen treffen:

Die Daten, welche IoT generiert, stammen zum Grossteil aus der Nutzung und Produktion. Diese Daten werden bisher vor allem für die Neukundengenerierung und die Kundenbindung genutzt. Erklären lässt sich dies durch die Projektziele Predictive Maintenance und Prozessoptimierung. Die durch Sensoren gewonnenen Daten können in Realtime für das Kundenaktivitätsmanagement genutzt werden, was zu einer individuellen Kundenansprache oder für die Produktoptimierung genutzt werden kann.

In wenigen Fällen werden Daten für das Interessenten- und Beschwerdemanagement genutzt, das Rückgewinnungsmanagement erfährt bisher nur eine stiefmütterliche Behandlung.

Nutzen bringt die Integration von IoT-Daten im CRM vor allem durch die Erhöhung der Kundenzufriedenheit und -bindung, der Prozessoptimierung, für die Bestandsführung und Lieferoptimierung, Umsatzsteigerungen und Kosteneinsparungen.

Abschliessend kann betont werden, dass IoT in der Zukunft ein sehr grosses Potenzial für innovative Geschäftsmodelle darstellt.

Erfolgsmeldung in eigener Sache: IMM gewinnt Preis als Best Performing Team

Neben den sonstigen Best Cases, die wir in unserem Blog präsentieren, kommt für einmal unser Institut für Marketing Management zum Zug. Das Team hat im letzten Jahr eine enorme Arbeit geleistet und hat das Institut in vielen Bereichen vorwärts getrieben. Diese überdurchschnittliche Leistung hat nun auch Früchte in Form eines Preises getragen. Am letzten Sommerfest der School of Management and Law, durfte das IMM den Preis als Best Performing Team entgegennehmen. Eine schöne Auszeichnung für die letztjährigen Anstrengungen aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Instituts.

IMM bekommt Preis als Best Performing Team 2017

Ausserordentliche Peformance mit tollen Partnern

Der Preis ist das Ergebnis einer langen und konstanten Arbeit, die ohne das grosse Engagement des Teams nicht möglich gewesen wäre. Das Institut für Marketing Management deckt das ganze Spektrum des Marketings ab und dies nicht nur in der Lehre und Weiterbildung, sondern auch in der Forschung und Entwicklung. Des Weiteren profitieren zahlreiche Kunden vom Know-how des Instituts in der Beratung.

Das IMM Team an der Preisverleihung (c) SML ZHAW

Letztes Jahr konnte die Leistung insgesamt deutlich gesteigert werden. „Zuallererst gebührt der grösste Dank den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Sie haben wirklich eine ausserordentliche Performance hingelegt und mussten manchmal an ihre Grenzen gehen„, meint Prof. Dr. Brian Rüeger, Leiter des Instituts für Marketing Management. Nicht zu vergessen, sind aber auch die Partner. „Wir arbeiten mit anderen Hochschulen, Grossunternehmen, KMU und Privatpersonen zusammen und möchten uns auch an dieser Stelle für das Vertrauen in unsere Arbeit bedanken. Wir hoffen auf zahlreiche weitere spannende Projekte in den nächsten Jahren. Schliesslich wollen wir den Preis nicht kampflos wieder hergeben„, sagt Prof. Dr. Rüeger mit einem Lächeln.

Prof. Dr. Brian Rüeger nimmt den Preis entgegen (c) SML ZHAW

Das Institut für Marketing Management ist auch in diesem Jahr in allen Bereichen tätig. Wer ebenfalls an einer Zusammenarbeit interessiert ist, der kann sich entweder ans Institut selbst (info.imm@zhaw.ch / +41 (0) 58 934 66 90) oder an eine der Fachstellen wenden (Strategic Customer Relationship Management, Product Management, Behavioral Marketing, Integrated Communication und Service Lab).

Haltungskorrigierende Kleidung: Wie Anodyne die Verspannungen von Bürogummis löst

Wir wissen es zwar alle, doch nicht jeder von uns bewegt sich genug. Gerade Büromenschen sitzen tendenziell zu lange in einer schlechten Körperhaltung vor dem Bildschirm und klagen dann über Rücken- und Nackenschmerzen. Abhilfe schafft hier der online Shop von Anodyne, denn dieser bietet spezielle Kleidungsstücke an, die die Haltung verbessern sollen und damit auch den Verspannungen entgegenwirken sollen. Wie Anodyne die Produkte vermarktet erklärt uns der Geschäftsführer, Fabian Hofmann.

Herr Hofmann, viele von uns verbringen den Grossteil des Tages im Büro und das sitzend. Schmerzen sind da vorprogrammiert. In Ihrem Shop gibt es, wie es scheint, die optimale Lösung. Man zieht sich einfach haltungskorrigierende Kleidung an. Wie funktionieren diese Kleider?

Das ist richtig, täglich verbringen Herr und Frau Schweizer bis über 10 Stunden sitzend. Dies kann für den Körper fatale Auswirkungen haben. Umso wichtiger ist es, schon früh auf eine gesunde Haltung zu achten. Dabei sollten unsere Produkte unterstützend sein. Durch eingenähte «Neurobänder» werden darunterliegende, unterstimulierte Muskeln aktiviert und gestärkt. Es handelt sich also um eine aktive Haltungskorrektur, bei welcher die Muskeln mitarbeiten müssen. Dies kann man nach ein paar Stunden auch deutlich spüren – meist in einer Form von leichtem Muskelkater im Rückenbereich.

Wirkungsbereich des haltungskorrigierenden T-Shirts © Anodyne

Gibt es Einschränkungen bei der Nutzung dieser Kleider, oder dürfen sie von allen getragen werden?

Da die Kleidung wirklich einen Einfluss auf den Körper hat, gibt es Situationen, bei welchen man vorsichtig sein soll. Dies kann zum Beispiel nach einer Rückenoperation sein. Wir empfehlen dann mit einem Experten Rücksprache zu halten.

Weiter empfehlen wir den Einsatz der Produkte an Minderjährigen nicht, da wir die genauen Einflüsse der Kleidung während der Wachstumsphase schlicht noch nicht genau kennen.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen, diese Kleidung in der Schweiz zu vertreiben? Haben Sie sich die Exklusivrechte gesichert?

Während eines Auslandaufenthaltes in Kalifornien bin ich per Zufall auf die Produkte gestossen und habe dort eine grosse Nachfrage dafür erlebt.

Mir war klar, dass auch viele Schweizer unter Haltungsproblemen leiden, und von dieser innovativen Kleidung profitieren könnten. Auch ich selbst bin so ein Kandidat, da ich meine Schultern vom Leistungssport her oft einfach hängen liess.

Schlussendlich hat mich das Produkt sehr überzeugt, ich sah einen Markt dafür und habe mir dann mit Anodyne die Exklusivrechte erworben.

Das Herren T-Shirt © Anodyne

Sie arbeiten vor allem über den online Shop. Welche Erfahrungen haben Sie mit diesem Absatzkanal gemacht und planen Sie ev. auch offline Ableger sprich Filialen?

Das ist richtig. Der online Shop ist unser primärer Absatzkanal. Dieser bringt uns den Grossteil aller Verkäufe. Jedoch sind wir offen, mit traditionellen Retailern wie Physiotherapien, Orthopäden oder Spitälern zusammen zu arbeiten.

Agieren die Kunden selbständig auf dem Shop oder benötigen sie eine Beratung, z.B. beim Auffinden der richtigen Grösse oder bei medizinischen Fragen?

Eine sehr wichtige Frage. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass Kunden nicht ganz selbständig auf dem Shop agieren. Deswegen haben wir ein kompetentes Beratungsteam, das für Fragen zu Grössen oder auch bei medizinischen Fragen zur Verfügung steht. Anfragen dafür kommen meist per Telefon, E-Mail oder auch über Facebook.

Die richtige Grösse ist entscheidend © Anodyne

Welche Schwierigkeiten/Herausforderungen gibt es in Ihrem online Shop?

Das gibt es natürlich. Als wir im Mai vor einem Jahr mit dem Vertrieb gestartet sind, hat niemand die Produkte gekannt. So mussten wir den Markt also zuerst darauf aufmerksam machen und das Vertrauen der Kunden gewinnen. Auch heute gibt es noch einige, die misstrauisch sind. Das verstehen wir natürlich voll und ganz. Da wir von den Produkten jedoch sehr überzeugt sind, bieten wir allen unseren Kunden 14 Tage Testzeit mit einer gratis Retournierung. So kann jeder die Effekte der Kleider am eigenen Körper wahrnehmen und weiss danach ganz genau, wie die Kleidung wirkt.

Weiter denken manche, dass unsere Produkte abgeschwächte Muskeln im Rücken nur noch schwächer machen. Dies ist bei Korsett- oder Kompressionslösungen auch oft der Fall, da diese passiv wirken. Unsere Produkte hingegen wirken aktiv und stärken die Muskulatur. Teilweise braucht es ziemlichen Marketing-Effort um diese Message korrekt an Kunden und Experten zu vermitteln, damit diese die Idee hinter den Produkten auch voll und ganz verstehen.

Es gilt die Kunden mit einer korrekten Message zu überzeugen © Anodyne

Wissen Sie wer Ihre Kunden sind und analysieren Sie das Kundenverhalten?

Richtig, dabei hilft uns Google Analytics und auch Facebook. Mit diesen Tools können wir unsere Kunden segmentieren und das Kaufverhalten analysieren.

Welche Marketinginstrumente nutzen Sie sonst noch zur Vermarktung der Produkte?

Neben der online Werbung auf Facebook und Google sind die klassischen PR Geschichten ein wichtiges Thema. Damit stellen wir sicher, dass potentielle Kunden immer wieder über unsere Produkte lesen können, und auch Infos finden, falls Sie sich für einen Kauf entscheiden sollen. Weiter arbeiten wir zum Beispiel auch mit Unternehmen zusammen. Diese promoten die Produkte intern – dafür erhalten Angestellte einen Rabatt auf eine Bestellung durch den online Shop. Also eine Win – Win Situation für Arbeitgeber, Arbeitnehmer, und auch für uns als Vertrieb.

Auch Arbeitgeber sind an gesunden Mitarbeitern interessiert © Anodyne

Welche Rolle nimmt Social Media bei Ihnen ein und setzen Sie auch auf Testimonials?

Die sozialen Medien sind in unserem online Geschäft das A & O. Nicht nur helfen sie bei unseren Zielgruppen präsent zu sein und den Brand aufzubauen, sondern sind auch für die Konversionsraten enorm wichtig.

Testimonials sehe ich bei unseren Produkten ebenfalls als sehr wichtig an. Da wir jetzt das erste Geschäftsjahr hinter uns haben, und erfolgreich eine Kundenbasis aufbauen konnten, möchten wir Erfahrungen im Zusammenhang mit haltungskorrigierender Kleidung auch vermehrt nutzen. Auf TrustPilot hat jeder Kunde die Möglichkeit seine Erfahrungen mit dem Produkt & Service zu teilen. Weiter haben wir zum Beispiel zehn Schweizer Profisportler, welche die Produkte nutzen, und mir freundlicherweise ihre Statements darüber zugesendet haben. Diese werden wir in der Zukunft sicherlich in den Sozial Medien nutzen.

Auch würde ich gerne eine «Haltungs-Community» aufbauen. Dies ganz nach dem Motto: Zusammen gegen Rückenschmerzen. So können also Kunden ihre Geschichten , ob und wie die Produkte ihnen geholfen haben, mit anderen teilen. Bei dieser Kampagne, kann ich mir auch sehr gut vorstellen Testimonials von Experten einzuschliessen.

Wie wird sich dieser Markt in den nächsten Jahren entwickeln und welche Ziele möchten Sie erreichen?

Das Thema Haltung wird hoffentlich immer wichtiger. Man hört jetzt schon Redewendungen wie «Sitzen ist das neue Rauchen». Herr und Frau Schweizer muss sich jedoch noch bewusster werden, wie wichtige eine gesunde Haltung überhaupt ist und welche Einflüsse diese hat.

Momentan gibt es in der Schweiz vielleicht eine Handvoll Anbieter für Haltungsprodukte. Es werden also sicherlich noch einige dazukommen. Dies ist grundsätzlich gut, da es hilft, die Wichtigkeit einer optimalen Haltung in den Vordergrund zu stellen und das Haltungsbewusstsein der Menschen zu steigern. Ich bin gespannt!

Die Produkte gibt es für Damen und Herren © Anodyne

Mehr über Anodyne

https://www.anodyne-shop.ch/

https://www.facebook.com/anodyneshop.ch

Natur mal anders: Warum Rüebli plötzlich bei der Biotta AG arbeiten

Gesundheit in Zusammenhang mit der Ernährung ist momentan Trend. Auch im Bio-Bereich gibt es eine grosse Auswahl. Was Säfte anbelangt, so ist die Biotta AG ein Pionier. Seit 1957 bietet diese Firma biologische Säfte an und sieht eine nachhaltige Produktion, sowie eine hohe Qualität als bedeutend an. Gemäss der Biotta AG gilt: Mehr Natur geht in keine Flasche. Nun wurde der Slogan sogar auf die eigenen Mitarbeiter ausgeweitet. In einem Facebook Video zeigt die Biotta AG, passend zur Fasnacht, dass ihre Mitarbeiter das Motto gleich selbst vorleben und als verkleidete Rüebli ihren Arbeitsalltag absolvieren. Wie es dazu gekommen ist, erklärt Eva König von der Biotta AG.

Ein ganz gewöhnlicher Arbeitstag

Schmutziger Donnerstag – ein ganz gewöhnlicher Arbeitstag in Tägerwilen! #ahoi #helau #honarro #fasnacht

Posted by Biotta on Donnerstag, 23. Februar 2017

 

Frau König, die Biotta AG war schon immer sehr naturbewusst. Wie kamen Sie auf die Idee Ihre Mitarbeiter als Rüebli zu verkleiden und ein Video zu drehen?

Wir sind ein interdisziplinäres Social Media Team. Da entstehen immer viele verschiedene Ideen. Für den Fasnachts-Post wollten wir etwas Witziges machen, das aber auch gleichzeitig einen starken Bezug zu Biotta hat. Und da es den Biotta Rüebli-Saft schon seit 1957 gibt, musste das Rüebli eine Hauptrolle spielen.

War es schwierig intern die Verantwortlichen und vor allem die Mitarbeiter zu überzeugen, oder macht das Team jeden Spass mit?

Wie bereits erwähnt ist das Social Media Team recht kreativ und setzt sich aus verschiedenen Bereichen zusammen. Wenn die Idee alle überzeugt, macht auch jeder mit. Wir identifizieren uns sehr stark mit unserer Marke und dem Unternehmen Biotta. Da macht man gerne auch mal einen Spass mit.

Teamfoto (c) Biotta AG

Biotta ist ein Pionier im Bio-Bereich. Wie wichtig ist die Integration der digitalen Medien und auf welche Kanäle setzen Sie?

Die Integration der digitalen Medien ist uns enorm wichtig. Wir haben verstanden, dass es ohne diese kaum eine Zukunft für ein Produkt geben kann. Dennoch stehen wir hier erst ganz am Anfang. Momentan konzentrieren wir uns auf Facebook, Instagram, Newsletter und natürlich eine zeitgerechte Website.

Wie verbindet Biotta Tradition und Moderne?

Das kann ich gerne an einem konkreten Beispiel erläutern. Bereits seit 60 Jahren arbeiten wir vertrauensvoll mit Bio-Bauern aus unserer Nachbarschaft zusammen. Sie liefern bestes Bio-Gemüse für unsere Säfte. Und so wie wir, gehen auch die Bauern mit der Zeit. So haben wir erst kürzlich ein Video mit einem Bio-Bauern gedreht, in diesem erklärt er was er im Winter macht. Das Video haben wir für Facebook & Instagram genutzt und es war ein grosser Erfolg. So können wir unsere Tradition auch einer jüngeren Zielgruppe zeigen. Darüber hinaus sind natürlich neue, innovative Produkte das A und O. Dabei werden wir unsere Kernwerte (100% Bio, ohne Konzentrate, ohne Zusätze) immer bewahren. So wie wir dies bei den Biotta Veggies oder den Biotta SMOO`TEAs getan haben.

Welchen Stellenwert hat das Marketing bei der Biotta AG und wie nutzen Sie die Marketinginstrumente?

Das Marketing nimmt einen grossen Stellenwert bei uns ein. Dabei werden verschiedenste Marketing-Instrumente intensiv genutzt.

Biotta Produkte (c) Biotta AG

Wie wichtig sind die Mitarbeiter für den Unternehmenserfolg und welche Unternehmensphilosophie liegt der Biotta AG zugrunde?

Bei Biotta hat jeder einzelne Mitarbeiter eine Schlüsselrolle – vom Saftmischer über das Marketing bis zum Kundendienst. Jeder trägt einen wichtigen Teil zum Erfolg der Marke bei. Es liegt in unserer Natur, dass das Engagement jedes Mitarbeiters gleichwertig geschätzt wird. Denn nur so schaffen wir es weiterhin der Schweizer Bio-Pionier zu sein. Wir sind ein kleines, familiäres Unternehmen, das aber auch innovativ ist und überrascht. Darauf sind wir ganz besonders stolz.

Wenn Sie angehenden Marketingfachleuten einen biologischen Tipp geben könnten, was würden Sie raten?

Gutes Marketing basiert nicht nur auf Theorien, Systemen oder Lehrbüchern. Oft sollte man auch auf seine Intuition hören und sich immer wieder aufs Neue in Kundensicht versetzen. Das bedeutet manchmal auch einen unkonventionellen Weg zu gehen und Mut zu zeigen. Und dabei sollte man natürlich immer fleissig Biotta Säfte trinken. 🙂

Mehr über die Biotta AG:

www.biotta.ch

https://www.facebook.com/biottaCH

 

Vom Unterricht zum Gedicht

Aus dem Leben eines IMM-Mitarbeiters: Studieren und Arbeiten unter einem Dach oder wenn Vorgesetzte gleichzeitig deine Dozenten sind: Lyrik in freier Gedichtform.

Wenn montags um Acht die Schulglocke erklingt,
Der Dozent sich hinters Rednerpult schwingt,
der Student mit Kaffee den Wochenend-Blues verdrängt
und sich zwischen die engen Bänke zwängt

Dann weiss ich, ich bin im Studium.

Wenn der Dozent morgens von grösster Motivation begleitet,
Trotzdem an der Multimedia-Anlage scheitert.
Lache ich nicht.
Denn er ist mein Chef.

Im Berufsleben bin ich wissenschaftlicher Assistent,
Und der, der rennt, wenn‘s auch mal brennt.
Mit ex- sowohl als intrinsischer Motivation,
gebe ich mein Bestes in jeder Funktion

So folge ich, aufmerksam, wach und für Fragen bereit
So gut es geht dem Unterricht und vermeide Streit.

Mein theoretisches Wissen aus dem Studium,
Setze ich möglichst praxisnah als Assistent um.
Und stelle manchmal fest,
Wissenschaft ist nicht nur ein Fest.

Wissenschaft ist wenn man Wissen schafft,
sich mit Theorien, Modellen und Hypothesen befasst.
Mit einer Forschungslücke beginnt
und mit durchdachter Methodik Erkenntnis gewinnt.

Vom Modell zum Rebell.

Die Kombination aus Studium und Institut für Marketing Management
rüstet mich aus mit dem richtigen Equipment im richtigen Moment.
So profitiere ich neben wertvollen Kontakten
auch von neuem Wissen in mehreren Akten.

Und zum Schluss:
Dank dem per-Du mit meinen Dozenten erhalte ich kurzfristig Fame,
beschreite bei ungenügenden Noten im Büro dafür den Walk of Shame.