Die legendäre Pan Am lebt: Fliegerischer Genuss wie in den guten alten Zeiten

Es gibt Firmen und Marken, die längst nicht mehr aktiv sind und denen man trotzdem noch Jahre nachtrauert. Gerade in der Aviatik sind die Gefühle besonders gross. Man denke nur an unsere Swissair, die auch heute noch Emotionen weckt. Ähnlich gestaltet es sich in den USA. Die legendäre Fluglinie Pan Am hat noch immer viele Fans. In Los Angeles gibt es einen Ort, wo die Pan Am immer noch aktuell ist. Es begann mit einem Filmstudio (Air Hollywood), das Flugzeuginterieurs aus diversen Epochen für Drehaufnahmen nachbildete. 2013 entstand dann die Idee, eine Pan Am 747-200 Interieur-Nachbildung als Restaurant zu lancieren. Abgehoben wird natürlich nicht wirklich, aber alles andere ist exakt wie früher – Uniformen, Sitze, Getränke und das Essen. Ein riesiger Erfolg für die Macher Anthony Tooth und Talaat Captan. Die Public Relations Managerin von Air Hollywood, Kaylyn M. Woolsey, gibt zusammen mit dem Erfinder und Mitbegründer Anthony Toth, einen kleinen Einblick.

Können Sie uns erklären, warum Sie Pan Am Experience kreiert haben?

Die Pan Am Experience wurde kreiert, um dem Publikum ein einzigartiges Erlebnis zu bieten. Es erlaubt den Kunden „die goldene Ära des Reisens“ zu erleben, indem sie an Bord „mitfliegen“ (ohne den Boden zu verlassen) und das alles in einer luxuriösen Pan Am 747.

Pan Am war eine Legende, die leider nicht mehr existiert. Was macht diese Airline so besonders? Warum ist dieser Brand immer noch so faszinierend?

Seit ihrer Geburt im Jahre 1927, war die Pan American World Airways eine Pionierin in der Luftfahrt. Ihr Streckennetz verband sechs Kontinente und mehr als 80 Länder. Auch rund ein Jahrhundert später, ist der Name Pan Am immer noch ein sehr starker Brand. Sie waren führend, Boeing davon zu überzeugen den ersten Passagierjet (707) zu bauen und danach die 747. Sie eröffneten Flughäfen und Landebahnen in der ganzen Welt, und so konnte man die Welt in der Luft bereisen. Pan Am war das Flaggschiff Amerikas. Der blaue Erdball ist weltweit einer der Brands mit dem höchsten Wiedererkennungswert. Im Southern California Motion Picture Studio findet sich eine exakte Replika einer Boeing 747 dieser Airline – und damit auch alles, was es so speziell macht.

747 im Pan Am Design © Air Hollywood

Können Sie uns erklären, wie dieses spezielle Dinner funktioniert? Es ist ja ganz klar kein normaler Restaurantbesuch.

Die persönliche Pan Am Experience beginnt an unserem exklusiven First&Clipper class Check-in. Dort sorgen unsere Pan Am Kundendienstmitarbeiter dafür, dass jeder Passagier einen Boarding Pass und eine Tickethülle, sowie First Class carry-on Tags im 70er Jahre Stil erhält.

Empfang zu einem besonderen Flug © Air Hollywood

Sie werden in den Clipper Club eingeladen, wo Sie die Pan Am Erinnerungsstücke durchschauen können. Dort finden Sie authentische Uniformen, Sitze, Handtaschen, Kunstwerke und vieles mehr. Sie können sich mit anderen enthusiastischen Fans in der Clipper Lounge zusammensetzen, Geschichten teilen und neue Freunde finden.

Der Abflug naht © Air Hollywood

Kurz danach, beginnt das Boarding in den „Clipper Juan T. Tripper“, unser Tribut zur ersten Boeing 747 von Pan Am. Dort werden sie in die Zeit der 70er Jahre zurückversetzt. Sobald Sie einen Fuss in das Flugzeug setzen, werden Sie von Stewardessen in original Pan Am Uniformen mit einem Drink Ihrer Wahl willkommen geheissen. Im Hintergrund hören Sie die beruhigende Stimme von Frank Sinatra, der Sie in der Zeit zurückversetzt.

Mit dem Getränk in Ihrer Hand, ermutigen wir Sie das Flugzeug zu erkunden – von der First Class auf dem Hauptdeck, zur Clipper Class und Bordküche, sowie dem Upper Deck mit dem Dining Room. Die Inneneinrichtung jeder Kabine wurde besonders restauriert, damit sie dem Pan Am original Cabin Décor und den diversen Branding Elementen entspricht.

Willkommen auf der Zeitreise mit Pan Am © Air Hollywood

Vor dem „Start“, wird die Crew das Passagierbriefing mit den Sicherheitshinweisen durchführen. Danach folgt eine kleine Begrüssung aus dem Cockpit. Bald schon werden Sie gebeten, sich zu setzen und eine Stewardess bereitet den Tisch für ein wirklich unvergessliches Dinner vor. Die Passagiere im Hauptdeck sitzen in exklusiven Sleeperette Sitzen (Ruhesesseln) und können in einer ruhigen und intimen Dinner Atmosphäre entspannen, während die Passagiere des Upper Decks die Wendeltreppe hochgehen und eine dynamische gesellschaftliche Atmosphäre geniessen. Alles vom Porzellan bis zu den Gläsern ist authentisch, mit einem besonderen Augenmerk auf den exquisiten Service und das Menüangebot dieser Ära von Pan Am.

Die Sicherheitshinweise gehören auch hier dazu © Air Hollywood

Im klassischen Pan Am Stil wird Ihnen ein schönes Gourmet Fünf-Gänge Menü serviert. Es beginnt mit einer Brotauswahl, danach folgen Vorspeisen wie Crevettencocktail und Tomaten und Mozzarella mit einer Pesto Glasur. Für den Hauptgang servieren wir einen traditionellen Chateaubriand, der auf dem Trolley tranchiert wird. Gäste mit Intoleranzen können im Vorfeld ein gebratenes Hühnchen mit Pfefferkorn Sauce oder eine vegetarische Pasta bestellen, die sicherlich auch schmecken. Jedes Gericht hat als Beilage frisches Gartengemüse und gebratene Kartoffeln. Der vierte Gang ist eine feine Auswahl an Früchten, Käse und Biskuits, die mit einem Portwein serviert werden. Und der fünfte Gang ist ein Dessertwagen mit einer grossen Auswahl an Digestifs. Tee und Kaffee vervollständigen das Gericht.

Kulinarik wie in den guten alten Zeiten © Air Hollywood

Am Ende des Fluges, wird allen Gästen eine freiwillige Führung offeriert, wo man die diversen Produktionssets von Air Hollywood sehen kann, inklusive dem original Cockpit des Filmklassikers „Airplane!„, sowie Sitze und Requisiten, die in den grösseren Motion Pictures wie „Bridesmaids„, „The Wolf of Wall Street“ und in der TV-Erfolgsshow „Lost“ benutzt worden sind.

Die Pan Am Experience ist extrem beliebt. Können Sie uns diese Beliebtheit erklären und auch erzählen, wie das Kundenfeedback ist?

Unsere Flüge sind so beliebt, dass es immer schwieriger wird Sitze zu bekommen. Unsere Kunden erzählen uns oft, dass es eine der spannendsten Nächte war, die sie je erlebt haben. Wir glauben, der Grund dafür ist eine Kombination von Musik, Atmosphäre, Essen & Trinken. Wenn wir das Flugzeug jede Nacht zum Leben erwecken, mit Sound Effekten, 12 schönen Stewardessen, die die original Pan Am Uniformen tragen und dies alles mit einer grossen Anzahl von Pan Am Brand Details kombinieren, dann spricht das viele Sinne an. Ganz besonders, wenn man noch die Gelegenheit gehabt hat, diesen Brand zu erleben, als er noch geflogen ist.

Eintauchen in eine vergangene, aber nicht vergessene Zeit © Air Hollywood

Sie haben ja eine unglaubliche Recherche betreiben müssen, um all die original Dinge zu finden, wie auch die Rezepte. Wie wichtig sind die Details und wo finden Sie Pan Am Dinge?

Die Details sind gerade das, was dieses Erlebnis so speziell macht. Anthony Toth, einer der Mitbegründer, ist bestens bekannt, als einer der weltweit am meisten gefeierten Sammler von Airline Erinnerungsstücken.

Einen Grossteil seines Lebens als Erwachsener hat er damit verbracht, diese Stücke, die wir nutzen zusammenzusuchen. Es braucht rund vier Air Hollywood Mitarbeiter, die einen ganzen Tag lang das Pan Am Experience Flugzeug vorbereiten – und das alles aufgrund der Details, die benötigt werden. Er hat ausserdem eine riesige Bibliothek von original Aufnahmen, die benutzt worden sind, um das Interieur des Flugzeugs auszugestalten. All dies wird mit den Passagieren auf jedem Pan Am Experience Flug geteilt.

Alles original Pan Am © Air Hollywood

Versuchen Sie die Pan Am Experience zu verbessern?

Regelmässig gibt es neue Features in der Nacht, zum Beispiel haben wir gerade begonnen einen Pan Am Duty Free Wagen anzubieten, der nach dem Essen Parfüms und Eau de Cologne aus den 70ern, wie auch eine grosse Auswahl von Pan Am gebrandeten Merchandise Artikeln, anbietet.

Pan Am Artikel sind noch immer beliebt © Air Hollywood

Wie nutzen Sie das Marketing, welche Tools sind für Sie wichtig?

Pan Am Experience nutzt alle Formen des Strategischen Marketings, um die Pan Am Experience zu bewerben. Von Social Media (Facebook, Instagram & Twitter) und traditioneller Public Relations zu E-Mail Distribution und Partnerschaften mit relevanten Organisationen. Unsere „Passagiere“ kommen aus allen Generationen und aus diesem Grund nutzen wir im Marketing alles bis hin zu den Marketing Trends Aktivitäten. Zusätzlich, während der Experience, ermutigen wir die „Passagiere“ auf Instagram mit dem Hashtag #PanAmExperience zu posten. Am Schluss des Abends gibt es eine Auslosung mit dem besten Foto des Abends!

Aus Ihrer Sicht, was sind die Charakteristiken für einen erfolgreichen Brand?

Das Kundenfeedback ist im Grunde genommen das, was unseren Brand gebildet hat. Zufriedene Kunden mit jedem Flug.

In der Schweiz hatten wir die legendäre Swissair. Können wir uns Hoffnungen machen, dass wir wieder mit dieser Airline „fliegen“ dürfen? Vielleicht eine Swissair Experience, um die guten alten Zeiten wieder zu erleben?

Ironischerweise hat Anthony sogar eine sehr grosse Kollektion von Swissair Erinnerungsstücken…

Wer weiss, vielleicht gibt es irgendwann auch eine Swissair Experience © Air Hollywood

Mehr über The Pan Am Experience:

http://panamexperience.com/

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Schweizer Türen für Elfen und Feen

Märchenhaftes Marketing ist momentan im Trend. Der Einhorn-Hype hat gezeigt, dass die Menschen sich gerne in imaginäre Welten flüchten. Im Märchenland tummeln sich aber nicht nur Einhörner, sondern auch Elfen – und die brauchen Türen, denn wie sonst sollten sie in unsere Welt eintreten können? Stephen McEwen und Karin Brown lebten in Neuseeland, als Stephen die ersten Elfentüren herzustellen begann und offenbar gab es viel Bedarf im Elfenland nach diesen Türen. Mittlerweile sind die beiden in die Schweiz gezogen und stellen mit dem Label Imagination Doors die kleinen Elfentüren in Handarbeit her.

Frau Brown, auf unserem Blog haben wir schon viele Geschäftsideen vorgestellt, aber Ihre Produkte übertreffen alles. Wie kamen Sie auf die Idee Türen für Elfen herzustellen?

Mein Mann, Stephen McEwen, ist gelernter Zimmermann und ist ein sehr kreativer Mensch. Er war schon immer von Magie, Feen und der Märchenwelt insgesamt fasziniert. Er wohnte eine zeitlang auf der Insel Mann. Dort sind Feen und Elfen ein Teil der Kultur.

Eines Tages war er in seiner Werkstatt in Neuseeland und bastelte ein paar winzige Tische und Stühle die er dann in unserem Garten versteckte. Dann hat er sie unseren Kindern gezeigt. Die waren damals noch jung, ca. drei und zwei Jahre alt. Sie waren natürlich total begeistert von der Idee, dass vielleicht Feen und Elfen in unserem Garten wohnten.

Um diese Geschichte zu erweiterten hat Stephen eine kleine Türe hergestellt. Unsere Töchter waren entzückt. Ebenso unsere Freunde die auch ihre eigenen Türen wollten.

Das Ganze fing zu wachsen an, nachdem er heimlich Türen in unsere Nachbarschaft montiert hatte. Zum Beispiel am Strand, auf Spielplätzen und auch bei einer Kita. Das Phänomen sprach sich in unserer Community herum. Als wir eine Facebook Seite erstellten, entdeckte unsere Nachbarin, dass wir die Elfentüren herstellen. Sie hat durch ihren breiten Bekanntenkreis viele Leute auf uns aufmerksam gemacht. Wir fingen an die Türen zu verkaufen und das war der wirkliche Anfang von «Imagination Doors».

Steven McEwen, ein Iron Maiden Fan, der Türen für Feen und Elfen herstellt © Imagination Doors

Was als Idee begann, stiess auf viel Liebe seitens der Kundschaft. Was meinen Sie, weshalb kaufen die Menschen Elfentüren?

Kinder werden automatisch von den Türen angezogen. Ich glaube, dass das so ist weil die Türen eher auf Augenhöhe der Kinder sind. Die Türen sind normale Gegenstande, kommen aber in ganz aussergewöhnlichen Umgebungen vor. Eine winzige Tür in einem Baum sieht man sonst eben nur in Büchern. Vielleicht erinnern die Türen die Kinder an Märchen.

Die Türen sind auch starke Symbole: Sie repräsentieren einen Übergang. Wir haben Türen für Familien zum Andenken für Verstorbene gemacht. Diese wurden individuell verziert, damit der Verstorbene noch präsent bleibt.

Gleichzeitig sind sie geheimnisvoll. Sie sind wie Fragezeichen und alle die sie anschauen stellen sich ihre eigenen Fragen dazu und müssen auch ihre eigenen Antworten erschaffen. Und obwohl das jetzt keine bescheidene Antwort ist:  sie sind extrem gut gemacht und gebaut. Deshalb sind sie auch schön anzusehen.

Kinder sind automatisch fasziniert von diesen Türen © Imagination Doors

Wer ist Ihre Zielgruppe, nebst Kindern, werden sich doch auch Erwachsene unter den Liebhabern finden lassen, oder nicht?

Natürlich gibt es auch viele Erwachsene die sich in den Türen verlieben. Viele Erwachsene haben einen Durst nach Fantasie und dem Geheimnisvollen.

Wie werden die Türen hergestellt? Ist wirklich alles Swiss Made und Handarbeit?

Die Türen werden hier, in Steinhausen hergestellt. Stephen ist zwar (noch) kein Schweizer aber unsere Töchter und ich sind Schweizerinnen. Er kauft die Materialien hier von Schweizer Firmen (verschiedenes Holz, Leim, Farbe und Sachen wie Pinsel). Den Glitzer kaufen wir im Ausland da es einfach nicht möglich war, die Mengen und Farbenvielfalt in der Schweiz zu finden. (Wir haben es zwar versucht, aber leider erfolglos.) Die Türgriffe haben wir selbst entworfen, aber sie werden auch im Ausland gefertigt, da es sehr aufwendig ist, sie selbst herzustellen. Eine weitere Herausforderung war es, sämtliche Werkzeuge zu beschaffen. Stephen wollte unbedingt mit vertrauten Marken arbeiten und wir brauchten lange bis wir wirklich ausfindig gemacht haben, wo wir was kaufen könnten. Um für die Swissmade Marke zu qualifizieren muss man 75% Schweizer-Ressourcen benützen. Ich glaube das haben wir locker.

Kleine Türen, aber viel Handarbeit © Imagination Doors

Ist es möglich die Türen personalisieren zu lassen? Quasi eine Massarbeit nach eigenen Wünschen?

Ja, es ist möglich die Türen anzupassen. Das haben wir früher auch sehr viel gemacht. Wenn man auf unserem Instagram etwas sucht, findet man sehr viele Türvarianten. Die Option individuelle Türen zu bestellen, werden wir aber erst dann wieder anbieten, wenn wir uns gut eingerichtet und organisiert haben. Es wird auch entsprechend mehr kosten. Der Zeitaufwand ist viel höher, da wir dann sehr eng mit den Kunden zusammenarbeiten, um ihre Wünsche möglichst gut umzusetzen.

Bleiben Sie bei den Türen oder dürfen wir noch auf weitere Produkte gespannt sein? Eventuell auch ein Elfenbett oder eine Elfenkutsche?

Ehrlich gesagt weiss ich selber nie genau was Stephen für neue Ideen haben wird. Ganz zierliche Sachen sind viel schwieriger und benötigen auch andere Werkzeuge. Dafür sind wir noch nicht ausgerüstet. Auch fehlt uns der nötige Platz in der Werkstatt. Hoffentlich können wir in der Zukunft zusätzliche Sachen anbieten.

Was sicher kommen wird, sind Türen in verschiedene Grössen und mit unterschiedlichen Details. Davon gibt es jetzt schon welche, die in der Werkstatt rumschwirren. Was wir jetzt schon bald anbieten werden, sind kleine Glasflaschen mit „Süssigkeiten“ für die Elfen (auch handgemacht von uns). Damit können Kinder Elfen zu ihrem neuen Haus locken und auch verpflegen. Auch kleine Briefkästen sind angedacht.

Das waren die ersten Stühle und Tische, auf weitere Produkte darf man gespannt sein © Immagination Doors

Welche Marketinginstrumente nutzen Sie? Sie arbeiten ja vor allem online und sind auch auf Social Media aktiv…

Soziale Medien werden immer ein wichtiger Bestandteil unserer Marketingstrategie sein. Darum auch der Kickstarter. Es wird uns ermöglichen bessere Verpackung zu gestalten, was uns viel Zeit ersparen wird. Aber wir hoffen, dass er auch Aufmerksamkeit für unsere Produkte erzeugt.

In Neuseeland lief 80% des Verkaufs über Facebook Wir haben Türen an Kita’s verschenkt. Wir sind auch auf Weihnachts- und Handwerkermärkte gegangen und waren in Neuseeland ab und zu in den Zeitungen. Was wir auch gemacht haben, ist Cafés anzusprechen und fragen, ob sie eine Tür wollen, die ihrer Marke entspricht. Zum Beispiel in Wellington, gab es schlussendlich ca. 8 Cafés die eine Türe hatten. Wir hatten auch unsere „Wilde Türen“ die wir auf Spielplätzen und am Strand installiert haben.

Hier in der Schweiz werden wir alles ähnlich machen, aber sicher auch direkt Geschäfte ansprechen, die entsprechende Holzsachen, Kunst oder Spielsachen verkaufen, da wir glauben, dass Facebook hier viel weniger bewirken wird. Aber „wilde Türen“, Café-Türen und Kita-Türen werden wir sicher wieder einführen. Wir wollen aber auch weltweit Türen verschicken, deshalb recherchieren wir weitere Möglichkeiten zur Werbung. Wir werden sicher noch auf Facebook und besonders auch auf Instagram aktiv bleiben. Wir verlinken unsere Posts mit Twitter und Pinterest aber investieren dort weniger Zeit.

Personalisierte Türen für Cafés – schliesslich wollen auch Elfen und Feen Kaffee trinken © Imagination Doors

Aus Ihrer Sicht, warum faszinieren diese Märchenwelten die Menschen so sehr?

Wir haben auch von einer Logopädin gehört, die mit ihrer Türe das Schreiben fördert. Die Kinder schreiben an ihre Elfen und diese schreiben zurück. Eltern können gemeinsam mit ihren Kindern Geschichten erfinden und aufbauen. Manchmal erzählen sie uns diese. Auf unserer Facebook Seite sind unzählige Aussagen von Kunden, die voller Begeisterung die Türen und die Möglichkeiten sie zum Leben zu erwecken, erzählen. Vielleicht auch, weil sie uns an die eigene Kindheit erinnert. Ich glaube die Möglichkeit, dass es doch vielleicht Zauber in der Welt gibt, ist sehr verlockend.

Wie sehen Sie die Marktentwicklung, werden die Elfentüren ein Erfolg?

Wir würden gerne wachsen. Als erstes würden wir gerne eine grössere oder sogar zusätzliche Werkstatt mit mehr Werkzeugen haben (Man kann nie genug haben!). Irgendwann wäre es toll, wenn jemand anders die ganze Administration übernehmen könnte. Wenn wir eine zweite Person hätten, die bei der Herstellung mithilft, würde Stephen sich eher den Anfragen für die massgeschneiderten Türen und den neuen Ideen widmen.

Wir haben extreme viele Ideen. Zum Beispiel möchte ich gerne mal kleine Türen als Weihnachtsbaumschmuck herstellen. Wir haben auch mal mit winzigen Halskettenanhängern experimentiert und T-Shirts entworfen. Aber das alles braucht Zeit für die Planung.

The sky is the limit!

Mit dieser Tür hat alles angefangen und ein Ende ist noch lange nicht in Sicht, denn der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt © Imagination Doors

Mehr über Imagination Doors

http://www.imaginationdoors.co.nz/

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Massgeschneidertes Essen bei massgekocht.

Wo gehen wir essen? Die Standardfrage, die pünktlich zur Mittagszeit in den Büros umherschwirrt. Beim reichhaltigen Angebot, das es gerade in den Städten gibt, wird nicht immer auf die eigene Linie geachtet. Gesundes Essen selber vorkochen liegt auch nicht für jeden drin. Das Startup massgekocht. bietet hier Abhilfe, denn passend zur eigenen Person erhält man sein Essen geliefert – massgekocht also! Arbela Statovci, einer der Gründerinnen und HWZ Studentin, erklärt das Konzept.

Frau Statovci, personalisiertes Marketing wird immer wichtiger. Sie kombinieren mit massgekocht den aktuellen Food Trend mit Personalisierbarkeit. Wie ist die Idee zu diesem Startup entstanden und wie funktioniert Ihr Geschäft?

Unsere Idee entstand sehr spontan während einer Gruppenarbeit vor zwei Jahren im Fach Marketing an der HWZ. Wir mussten ein neues Produkt auf den Markt bringen und wussten nicht was. Wir hatten alle Hunger und haben uns einen healthy-food Lieferservice gewünscht. Da Ramona [Anm. d. Red. Ramona Romer, einer der Gründerinnen] ein „Sportfreak“ ist, und nur das isst, was für ihre Bedürfnisse gut ist, haben wir dann darüber gesprochen, wie super es wäre, wenn es jemanden gäbe, der gesundes Essen gemäss unseren körperlichen Bedürfnissen und sportlichen Zielen kochen und liefern würde. Das gab es so nämlich noch nicht. Unsere Idee stiess auf grosses Interesse. Ich hatte schlaflose Nächte, da die Idee mich nicht mehr los lies, und sie Potential hatte. Daher schrieb ich unserem heutigen Mentor Max Meister von der Swiss Startup Factory, um nach seiner Profi-Meinung zu fragen. Nun sind wir hier, haben eine AG und liefern Menüs aus. 🙂

Die Köpfe hinter massgekocht: Oben Arbela Statovci, links Ramona Romer, rechts Chris Velkovski © massgekocht.

Wie ist massgekocht. angelaufen? Können Sie schon über erste Erfahrungen berichten?

Im Oktober 2016 starteten wir mit der massgekocht. Facebook-Seite sowie mit Instagram. Wir agierten als Info Plattform mit Blogbeiträgen rund um den healthy-lifestyle. Somit konnten wir schon Interessenten anlocken und eine Community aufbauen. Da ich im alumni Vorstand sitze, habe ich für unser Team dort ebenfalls gebloggt, sozusagen ein Startup-Tagebuch geführt, welches ebenfalls auf eine grosse Reichweite sowie Interesse stiess. Als wir dann im Januar mit der Produktion und der Auslieferung starteten, hatten wir bereits erste Kunden ohne gross Werbung zu machen, denn man verfolgte uns und wollte „endlich“ die Menüs ausprobieren. Diese Kundschaft die wir jetzt haben, haben wir durch Empfehlungen erhalten, was uns sehr freut, denn dies ist eine Königsdisziplin – gute und ehrliche Bewertungen und Feedback zu erhalten. Wir liefern persönlich aus, was uns die Chance gibt, unsere Kunden kennenzulernen und eine Bindung aufzubauen. Somit schaffen wir Vertrauen und Transparenz. Unsere Kunden wissen zu jedem Zeitpunkt, wie es bei uns läuft, was es Neues gibt, und wo wir Unterstützung benötigen. So kommen Hilfeleistungen und Empfehlungen auch oft aus der Kundschaft. Sie sind ein Teil von massgekocht., was für uns essentiell ist und wir viel Wert darauf legen. Wir schätzen diese Bereitschaft unserer Kunden sehr.

Wer sind die massgekocht. Kunden? Wie erreichen Sie diese?

Zu Beginn dachten wir, dass unsere Kundschaft „nur“ Fitnessfanatiker sind. Dem ist aber nicht so. Unsere Kunden sind überall und finden sich in einem Range zwischen 20-50 Jahren wieder. Es sind vielbeschäftigte Personen, die oft unterwegs sind. Zeit ist für uns alle ein rares Gut. Unsere Kunden sind ernährungs- sowie sportbewusst. Sie möchten sich so oft wie möglich nachhaltig und gesund ernähren. Dieses Engagement fordert jedoch viel Disziplin, Willen, Zeit und Aufwand. Wir nehmen unseren Kunden den Aufwand ab und liefern das Essen direkt an den Arbeitsplatz.

Wie oben erwähnt hatten wir die ersten Kunden aus dem direkten Umfeld und danach aus Empfehlungen. Ausserdem haben die Artikel auf 20min.ch, Watson und der Beitrag auf Radio24 auch einen Boost gegeben. Heute erreichen wir sicherlich Kunden über unsere Social-Media-Kanäle und über aktives Netzwerken. Unser Netzwerk ist inzwischen sehr breit.

Gesundes Essen ohne Aufwand © massgekocht.

Ist dieser Service nur für Fitnessfanatiker geeignet, oder gibt es auch Vorteile für durchschnittlich ambitionierte Personen?

Ich sage es mal so. Fitnessfanatiker schauen sowieso schon auf das, was sie essen. Sie kochen schon so, dass die Kombination der Makronährstoffen Kohlenhydrate, Fette und Proteine genau oder ungefähr stimmen. Der durchschnittlich ambitionierte Schweizer macht das in der Regel nicht so genau. Man isst zwar gesund, indem Sinn, dass man mal frisch kocht, Gemüse und Früchte zu sich nimmt, aber nicht so, dass es den eigenen Bedürfnissen entspricht. Je nachdem, was man für ein Ziel hat, Abnehmen, in Form bleiben oder Muskelmasse aufbauen, müssen diese Komponenten ideal aufgeteilt werden.

Unser Service ist für alle, die die Zeit nicht haben, sich immer so zu ernähren. Zu unseren Kunden dürfen wir einige Sportler zählen, aber die Mehrheit sind Leute, die zwar ab und zu sportlich unterwegs sind, aber nicht zu den absoluten „Sportfreaks“ zählen.

Bei einem Startup läuft nicht immer gleich alles rund. Wo sehen Sie die grössten Probleme, resp. wo wollen Sie sich noch verbessern?

Das ist richtig 🙂 Da wir „nur“ zu Dritt sind, gilt es alle Bereiche auf uns aufzuteilen. Wir haben alle unsere Stärken und Schwächen, sind aber komplementär aufgestellt, was Vieles erleichtert. Wir haben uns noch nie selbstständig gemacht, d.h. einige Aufgabenbereiche üben wir zum ersten Mal aus und müssen uns zuerst einlesen und einarbeiten. Wo wir uns definitiv verbessern müssen ist beim Finanziellen. Keiner von uns ist ein BWL-ler. Wichtig ist jedoch, dass wir wissen, wo wir uns Hilfe holen 🙂 Immerhin 🙂

Engagement und Leidenschaft finden sich bei diesem Trio © massgekocht.

Ohne Brand Awareness geht auch bei Startups nicht viel. Wie nutzen Sie das Marketing, um Ihr Geschäft bekannter zu machen?

Bis dato haben wir kein Geld ausgegeben für Marketing. Wir haben vor allem auf den direkten Kontakt gesetzt und diesen mit Flyern untermauert. Ausserdem bespielen wir unsere Social Media Kanäle regelmässig mit tollen Foodbildern aus unseren Menükreationen sowie Eindrücke aus unserem Alltag. Inzwischen erkennen auch Leute, die wir nicht kennen unser Logo. An dem Event an der ZHAW [Anm. d. Red. ZHAW Entrepreneur Club Flagship Event] habe ich drei Jungs kennengelernt, die schon von massgekocht. gehört oder gelesen haben. Das freut uns natürlich sehr 🙂

Wie wichtig sind die online Kanäle für massgekocht.?

Diese sind essentiell. Im Netz verbreitet sich ein Bild im Nu. Unsere Food-Bilder sind trendig, farbig und sehr appetitlich. Wenn diese auf Instagram und Facebook gelikt oder geshart werden, dann verteilt sich das enorm schnell und wirkt sich auf unsere Bestellungen aus.

Wie sehen Sie die Marktentwicklung für die nächsten Jahre?

Ich denke, wir haben mit unserem Service den Nerv der Zeit getroffen. Auf dem Markt gibt es unzählige healthy food Anbieter. Es ist eine Frage der Zeit, bis sich diese dazu entschliessen, auf die persönliche Schiene zu setzen. Wobei hier doch auch zu beachten ist, dass das doch einen mega Aufwand nach sich zieht. Etabliertere Restaurants oder Take Aways werden mit Produkterweiterungen konfrontiert werden, was nicht von heute auf morgen geschehen kann. Wir hingegen, als junges, dynamisches Startup haben eine grüne Wiese und können ohne fixe Strukturen schnell auf ein Bedürfnis reagieren. Die Käufermärkte ändern sich heute, meiner Meinung nach, von materialistisch zu wertorientiert. Es wird Wert daraufgelegt, dass das was man einkauft, persönlich ist. Das sind ebenfalls Werte die unser Team vertritt. Wir suchen den Kontakt zu unseren Kunden und stossen auf Gegenseitigkeit.

Es gilt Kundenbedürfnisse schnell umzusetzen © massgekocht.

Der ZHAW Entrepreneur Club will den Austausch unter den Startups fördern. Wie wichtig ist aus Ihrer Sicht eine gemeinsame Plattform und ein regelmässiger Kontakt mit anderen Startups?

Der Austausch ist von grosser Bedeutung. Ich persönlich setze mich seit Jahren für einen Austausch zwischen Peers ein. Es sind gleichtickende und ähnlich arbeitende Leute. Diese muss man zusammenbringen und das Potential eines jeden Einzelnen nutzen und so auch Synergien nutzen. Das kommt jedem Startup, jedem Team und letztendlich der Wirtschaft zu Gute. Vor allem aber, tut es uns als Menschen gut, sich untereinander kennenzulernen und auszutauschen. In der Zeit der Digitalisierung, wo so vieles über online Kanäle läuft, ist es ein Muss, die sozialen Aspekte wieder auf die konventionellen Kanäle zu verlagern, also Face-to-Face.

Sie sind ja selbst Studentin, was würden Sie den Studierenden raten, die mit dem Gedanken herumspielen, ein Startup zu gründen?

Wenn ein reales Interesse da ist, dann würde ich sagen: Just do it. Ramona und ich sind während dem Studium mit massgekocht. gestartet. Glauben Sie mir, das war keine einfache Zeit nebst den Prüfungen, Vorlesungen und vor allem neben dem Schreiben für unsere Bachelorarbeit. Aber: Es war die beste Entscheidung die wir hätten treffen können, denn wir machen das was wir lieben. Es fühlt sich nicht wie arbeiten an, sondern wie das Ausüben unserer Passion und Hobbies. Wir brennen für unser Baby.

Ich denke es gibt zu viele „Vieldenker“, die sich in ihrer Komfortzone verbarrikadieren und Angst haben, dass sie ihr Sicherheitsnetz verlieren. Das ist keine gute Voraussetzung. Es ist dennoch sehr wichtig auch mal etwas zu riskieren. Ich erzähle euch lieber nicht, wie es bei mir persönlich finanziell aussieht 🙂 Es ist aber auch nicht wichtig, denn Geld kommt und geht. Das sollte kein Motivator sein. Was zählt ist, dass man lebt, dass man einsteht für den eigenen Traum, dass man den Nervenkitzel und das Risiko spürt. Es geht um das Gefühl, etwas aus dem Nichts geschaffen zu haben und es wachsen zu sehen.

Meine Tipp’s:

  • Nicht zu lange überlegen
  • Einfach machen & ausprobieren
  • Wer nicht wagt der gewinnt nicht’s
  • Kämpfe für deinen Traum
  • Ein gutes Team ist ALLES

Studentin und Unternehmerin Arbela Statovci © massgekocht.

Mehr über massgekocht.

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Ein mausiges Comeback: Diddl die kultige Springmaus erobert wieder die Märkte

Alle 90er Kids kennen sie noch, die berühmte Diddl Maus. Kaum einer war ohne Diddl Notizblöcke, Diddl Schlüsselanhänger oder Diddl Agenda unterwegs. Die Diddl Maus war ein Verkaufsschlager und extrem beliebt. Aber irgendwann wurde es ruhig um die kleine Maus, doch richtige Hardcore Fans wussten es schon immer, die Diddl Maus wird zurückkommen – und tatsächlich, ein erfolgreiches Marketingprodukt feiert sein Comeback und transportiert Diddl nicht nur wieder in die Kinderzimmer, sondern auch auf die digitalen Kanäle. Thomas Puchert, Head of Licensing von der KIDDINX Media, erklärt die Gründe für die Neuauflage.

Herr Puchert, die Diddl Maus war das Accessoire in den 90ern. Warum dieses Comeback der Diddl Maus?

Diddl ist ein absoluter Klassiker mit Kultcharakter und besitzt nach wie vor eine riesige Fangemeinde. Eine in unserem Auftrag durchgeführte Marktforschungsstudie hat dies nochmals untermauert. Es war immer klar, dass die Springmaus ein Revival feiern wird.

Als Marketingprodukt war die Marke Diddl eine Erfolgsgeschichte. Es gab unzählige Produkte und die Fans sammelten und tauschten sie sogar. Denken Sie, dass Sie an diese Erfolgsstory anknüpfen können?

(lacht) Natürlich sind wir davon überzeugt, dass die Erfolgsgeschichte weitergeht!

Die Diddl Springmaus © 2017 Thomas Goletz. Diddl ist ein eingetragenes Warenzeichen. Alle Rechte vorbehalten.

Wie wichtig ist die Marke Diddl und wie gross schätzen Sie das Marktpotential?

Der Markt an Kinderthemen ist natürlich enorm gross. Aber Diddl ist ein Klassiker und hat immer in den Köpfen seiner Fans weitergelebt. Wir gehen davon aus, dass das Marktpotential entsprechend gross wenn nicht sogar riesig ist.

Mittlerweile haben sich die Zeiten gewandelt und Diddl muss in die digitale Welt transportiert werden. Wie sieht die digitale Strategie aus und auf welche Kanäle setzen sie?

In der heutigen Medienlandschaft ist eine Lizenzvermarktung ohne digitale Komponenten nicht denkbar. Man muss die Fans dort abholen, wo sie sich aufhalten. Also wird Diddl „diddlital“. Das heisst wir räumen allen digitalen Plattformen eine grosse Priorität ein – sei es im App- oder Gamebereich auf iOS und Android, Facebook oder Instagram. Darüber hinaus ist auch eine Bewegtbildstrategie vorhanden. Hier werden u. a. Plattformen wie iTunes, Amazon oder YouTube berücksichtigt.

Das offizielle Diddl Logo © 2017 Thomas Goletz. Diddl ist ein eingetragenes Warenzeichen. Alle Rechte vorbehalten.

Allein auf Facebook erreicht die Fanpage bereits über 70.000 Fans. Diddl ist offenbar weit mehr als einfach nur ein Produkt, die Maus ist Kult. Am Design der Maus wurde nichts verändert. Gibt es dennoch Neuerungen, auf die sich alte, wie neue Fans freuen dürfen?

Das Design hat sich durchaus geändert. Es ist zeitgemässer geworden und dreidimensional. Gemeinsam mit Thomas Goletz, dem Schöpfer von Diddl, haben wir einen Styleguide mit den „alten“ zweidimensionalen Designs wie auch einen neuen dreidimensionalen Styleguide entwickelt, die ständig erweitert werden. Zusätzlich ist Diddl auch vermehrt im digitalen Umfeld zu finden. Weitere Neuheiten werden sich im Bereich des Bewegtbildes ergeben.

Diddl wird dreidimensional © 2017 Thomas Goletz. Diddl ist ein eingetragenes Warenzeichen. Alle Rechte vorbehalten.

Wo sehen Sie die Schwierigkeiten bei diesem Comeback und wo die Chancen?

Schwierigkeiten sehen wir keine. Wenn, dann sprechen wir nur von Herausforderungen. Diese liegen unter anderem im starken Konkurrenzfeld und in der Internationalisierung. Die Chancen und somit Stärken liegen in den zeitlosen Kernwerten der Marke und der nach wie vor sehr starken Fangemeinde und dem grossen medialen Interesse. Vielen bringt Diddl ihre Kindheit zurück und damit einhergehend eine unbeschwerte Zeit.

Offenbar lizenzieren Sie die Diddl Maus. Wie werden die Partner ausgewählt, damit eine gute Qualität garantiert werden kann?

Wir setzen auf die Zusammenarbeit mit langfristig bewährten Partnern, bei denen wir wissen, dass das Thema langfristig auf hohem Qualitätsniveau aufgebaut wird. Wichtig ist uns auch, dass die Produkte in erster Linie über den Fachhandel vertrieben werden. Wobei für die Endkunden auch der offizielle Diddl-Online-Shop eingerichtet wurde: www.diddl-shopping.de

Diddl und seine Freunde © 2017 Thomas Goletz. Diddl ist ein eingetragenes Warenzeichen. Alle Rechte vorbehalten.

Die Diddl Maus war vor allem im deutschsprachigen Raum bekannt. Denken Sie an eine Expansion in weitere Länder, oder sogar in den asiatischen Raum?

Die Diddl-Bubble-App, die im März vergangenen Jahres gelauncht wurde, erfreute sich besonders in China einer riesigen Nachfrage. So dass unser Partner b-interaktive gleich eine chinesische Übersetzung des App Store Textes in Auftrag gegeben hat. Unsere grossen Lizenzpartner wie die United Labels AG und auch Bullyland AG erhalten mittlerweile ebenfalls verstärkte Handelsanfragen aus dem Ausland – derzeit in erster Linie aus dem europäischen Raum.

Was können Marketingmenschen von der Diddl Maus lernen?

Hierzu könnte man sicherlich Seiten füllen. Grundsätzlich hat Diddl unter Beweis gestellt, dass rein illustratorische Marken über ihr besonderes Design und ihre Kernwerte sehr erfolgreich sein können. Dabei ist eine stete Anpassung und Weiterentwicklung an den Zeitgeschmack und an moderne Medien natürlich von immenser Bedeutung.

Homepage: http://www.diddl.de/

Online Shop: https://www.diddl-shopping.de/

Facebook: https://www.facebook.com/DieDiddlmaus

Instagram: https://www.instagram.com/diddl_shopping/?hl=de

Natur mal anders: Warum Rüebli plötzlich bei der Biotta AG arbeiten

Gesundheit in Zusammenhang mit der Ernährung ist momentan Trend. Auch im Bio-Bereich gibt es eine grosse Auswahl. Was Säfte anbelangt, so ist die Biotta AG ein Pionier. Seit 1957 bietet diese Firma biologische Säfte an und sieht eine nachhaltige Produktion, sowie eine hohe Qualität als bedeutend an. Gemäss der Biotta AG gilt: Mehr Natur geht in keine Flasche. Nun wurde der Slogan sogar auf die eigenen Mitarbeiter ausgeweitet. In einem Facebook Video zeigt die Biotta AG, passend zur Fasnacht, dass ihre Mitarbeiter das Motto gleich selbst vorleben und als verkleidete Rüebli ihren Arbeitsalltag absolvieren. Wie es dazu gekommen ist, erklärt Eva König von der Biotta AG.

Ein ganz gewöhnlicher Arbeitstag

Schmutziger Donnerstag – ein ganz gewöhnlicher Arbeitstag in Tägerwilen! #ahoi #helau #honarro #fasnacht

Posted by Biotta on Donnerstag, 23. Februar 2017

 

Frau König, die Biotta AG war schon immer sehr naturbewusst. Wie kamen Sie auf die Idee Ihre Mitarbeiter als Rüebli zu verkleiden und ein Video zu drehen?

Wir sind ein interdisziplinäres Social Media Team. Da entstehen immer viele verschiedene Ideen. Für den Fasnachts-Post wollten wir etwas Witziges machen, das aber auch gleichzeitig einen starken Bezug zu Biotta hat. Und da es den Biotta Rüebli-Saft schon seit 1957 gibt, musste das Rüebli eine Hauptrolle spielen.

War es schwierig intern die Verantwortlichen und vor allem die Mitarbeiter zu überzeugen, oder macht das Team jeden Spass mit?

Wie bereits erwähnt ist das Social Media Team recht kreativ und setzt sich aus verschiedenen Bereichen zusammen. Wenn die Idee alle überzeugt, macht auch jeder mit. Wir identifizieren uns sehr stark mit unserer Marke und dem Unternehmen Biotta. Da macht man gerne auch mal einen Spass mit.

Teamfoto (c) Biotta AG

Biotta ist ein Pionier im Bio-Bereich. Wie wichtig ist die Integration der digitalen Medien und auf welche Kanäle setzen Sie?

Die Integration der digitalen Medien ist uns enorm wichtig. Wir haben verstanden, dass es ohne diese kaum eine Zukunft für ein Produkt geben kann. Dennoch stehen wir hier erst ganz am Anfang. Momentan konzentrieren wir uns auf Facebook, Instagram, Newsletter und natürlich eine zeitgerechte Website.

Wie verbindet Biotta Tradition und Moderne?

Das kann ich gerne an einem konkreten Beispiel erläutern. Bereits seit 60 Jahren arbeiten wir vertrauensvoll mit Bio-Bauern aus unserer Nachbarschaft zusammen. Sie liefern bestes Bio-Gemüse für unsere Säfte. Und so wie wir, gehen auch die Bauern mit der Zeit. So haben wir erst kürzlich ein Video mit einem Bio-Bauern gedreht, in diesem erklärt er was er im Winter macht. Das Video haben wir für Facebook & Instagram genutzt und es war ein grosser Erfolg. So können wir unsere Tradition auch einer jüngeren Zielgruppe zeigen. Darüber hinaus sind natürlich neue, innovative Produkte das A und O. Dabei werden wir unsere Kernwerte (100% Bio, ohne Konzentrate, ohne Zusätze) immer bewahren. So wie wir dies bei den Biotta Veggies oder den Biotta SMOO`TEAs getan haben.

Welchen Stellenwert hat das Marketing bei der Biotta AG und wie nutzen Sie die Marketinginstrumente?

Das Marketing nimmt einen grossen Stellenwert bei uns ein. Dabei werden verschiedenste Marketing-Instrumente intensiv genutzt.

Biotta Produkte (c) Biotta AG

Wie wichtig sind die Mitarbeiter für den Unternehmenserfolg und welche Unternehmensphilosophie liegt der Biotta AG zugrunde?

Bei Biotta hat jeder einzelne Mitarbeiter eine Schlüsselrolle – vom Saftmischer über das Marketing bis zum Kundendienst. Jeder trägt einen wichtigen Teil zum Erfolg der Marke bei. Es liegt in unserer Natur, dass das Engagement jedes Mitarbeiters gleichwertig geschätzt wird. Denn nur so schaffen wir es weiterhin der Schweizer Bio-Pionier zu sein. Wir sind ein kleines, familiäres Unternehmen, das aber auch innovativ ist und überrascht. Darauf sind wir ganz besonders stolz.

Wenn Sie angehenden Marketingfachleuten einen biologischen Tipp geben könnten, was würden Sie raten?

Gutes Marketing basiert nicht nur auf Theorien, Systemen oder Lehrbüchern. Oft sollte man auch auf seine Intuition hören und sich immer wieder aufs Neue in Kundensicht versetzen. Das bedeutet manchmal auch einen unkonventionellen Weg zu gehen und Mut zu zeigen. Und dabei sollte man natürlich immer fleissig Biotta Säfte trinken. 🙂

Mehr über die Biotta AG:

www.biotta.ch

https://www.facebook.com/biottaCH

 

Zoro Brautmode: Marketing zwischen Tattoo und Spitze

Bald beginnt sie, die Heiratssaison und viele Paare hoffen auf den schönsten Tag ihres Lebens. Die Hochzeit ist längst nicht mehr nur ein kleines Fest, eine ganze Industrie hat sich entwickelt, doch das wichtigste Accessoire bleibt, zumindest für die Damen, das Brautkleid. Wie schwierig es ist, in diesem Bereich zu bestehen, darüber berichtet Katia Zoro, von ZORO Brautmode in Zürich.

Frau Zoro, zusammen mit Ihrer Schwester Milena, leiten Sie eines der bekanntesten Brautmodehäuser in Zürich. Ihre Mutter, Seniorchefin Agata Zoro, hat den Grundstein dazu gelegt. Welche Erfolgsfaktoren waren entscheidend, um Zoro Brautmode zu dem zu machen, was es heute ist?

Es ist das Resultat einer konsequenten Haltung. Wir haben uns von Anfang an dazu entschieden, uns von der Masse abzuheben. Qualität und Design standen für uns an erster Stelle und uns war immer wichtig, den Kunden ein unvergleichliches Einkaufserlebnis zu bieten.

Das Geschäft in Zürich (c) Zoro Brautmode

Wie schwierig ist es, im hart umkämpften Markt der Brautmode, zu bestehen?

In den 30 Jahren unseres Bestehens haben sich die Bedürfnisse der Konsumenten immer wieder verändert. Wichtig ist, dies frühzeitig zu erkennen und sich ständig zu erneuern, niemals stehen zu bleiben. Auf den Lorbeeren ausruhen, gibt‘s bei uns nicht. Und immer wieder, das Ziel nicht aus den Augen verlieren.

Sie müssen Ihre Kollektionen früh zusammenstellen. Ein Risiko, schliesslich könnten Sie den Geschmack der Kunden verfehlen. Wie spüren Sie die Kundenbedürfnisse heraus, damit dies nicht geschieht?

Da wir in engem Kontakt mit unseren Kunden, sowie unseren Verkaufsberaterinnen sind, spüren wir sehr schnell heraus, was Kunden wollen und was sie berührt, daraus ergeben sich Tendenzen. Durch unsere langjährige Zusammenarbeit mit Designhäusern und Ateliers, sind wir in der Lage, spezifisch auf unsere Bedürfnisse Kleider und Kollektionen mitzugestalten und einzukaufen. Wir arbeiten mit vielen renommierten Designhäusern, die ihr Handwerk sehr gut kennen, hören beim Einkauf aber auch immer wieder auf unser Bauchgefühl, wagen Experimente – und sind dann glücklich zu sehen, wie gut dies jeweils bei unserer aufgeschlossenen Kundschaft ankommt.

Ein Galia Lahav Brautkleid (c) Zoro Brautmode

Wie nutzen Sie das Marketing, um Ihre Kunden zu erreichen?

Heute informieren sich Brautpaare über das Web, wir sind auf den gängigsten Plattformen wie Facebook, Instagram etc. vertreten, erneuern unsere Webseite in regelmässigen Abständen und verschicken unseren Bräuten Newsletters.

Die Digitalisierung kann Fluch und Segen zugleich sein. Sie haben einen Facebook Account und nutzen somit Social Media auch beruflich. Welche Erfahrungen haben Sie mit den digitalen Kanälen gemacht und welche Gefahren sehen Sie?

Was früher mühsam mit Papierkram erledigt wurde, kann man heute quasi per Knopfdruck ausführen. So sind Kunden rasend schnell darüber informiert, dass z.B. die neue Kollektion im Hause ist, das der Sample Sale angefangen hat etc. Schön ist es, mit Kunden gleich interagieren zu können und mit ihnen die Liebe zum Schönen zu teilen.

Die Kehrseite ist, dass die meisten verlernt haben, miteinander anständig zu kommunizieren. Heute lassen auf dem Netz viele Menschen ihrem Frust freien Lauf mit zum Teil unwahren Behauptungen und regelrechten Hasstiraden – eben auch nur auf Knopfdruck.

Kunden sind über neue Kollektionen informiert (c) Zoro Brautmode

Man hört immer wieder von Kunden, die sich Kleider günstig nachschneidern lassen, oder Kopien aus dem Internet bestellen. Welchen Mehrwert bietet Zoro Brautmode für ihre Kunden?

Es gibt inzwischen im Netz genug negative Beispiele von furchtbaren Brautkleidern die da geliefert wurden; ganz zu schweigen davon, dass es sich meist um illegale Raubkopien handelt und man sich sogar strafbar macht.

Wir sind noch nie auf der Welle „Geiz ist geil“ geritten, da kommt die Qualität einfach zu kurz. Unsere Kunden legen seit jeher einen grossen Wert auf einen sogenannten „Rundum- Service“, wir begleiten sie bis zum Schluss und stehen für alle Fragen beratend zur Seite. Das Einkaufserlebnis vom eigenen Brautkleid, begleitet von Familienangehörigen und Freundinnen wird bei uns zum Happening, ist eine bleibende Erinnerung und ist nicht mit einem anonymen Internet-Kauf zu vergleichen.

Die Brautkleider stehen im Fokus, dabei gerät der Bräutigam etwas ins Hintertreffen. Wie überzeugen Sie die männliche Kundschaft?

Bei uns war der Bräutigam noch nie im Hintergrund, im Gegenteil, der Bräutigam unterstützt mit seinem Outfit die Ausstrahlung der Braut und rundet die Aussage des gewählten Stils perfekt ab. Der Mann ist heute selbstbewusst genug, weiss was er will und drückt dies auch mit einem gepflegten Anzug aus. Zoro-Brautpaare zeichnen sich dadurch aus, dass sie auch stilmässig perfekt harmonieren wollen.

Tattoo-Spitze und tiefer Rücken (c) Zoro Brautmode

Welche Trends sehen Sie aktuell im Bereich der Hochzeitsmode?

Heute gestalten Paare vermehrt ihre Hochzeit individuell und nach Thema, dementsprechend ist die Vielfalt an Stilrichtungen enorm. Alles ist möglich: vom Boho-Kleid für die Stadt-Party oder der wildromantischen Tüllrobe für die Outdoor-Hochzeit usw. Ein wichtiger Trend, der sich in den letzten vier Jahren herauskristallisiert hat, und in fast allen Stilrichtungen zu finden ist, sind tiefe Rückenausschnitte und Tattoo-Spitze. Hier ganz klarer Vorreiter, weil sie die erste Designerin war, welche diese Art Kleider auf den Markt gebracht hat, die Haute Couture Linie von Galia Lahav. Sie ist exklusiv in der Schweiz bei uns erhältlich.

Welchen Rat würden Sie angehenden Marketingfachleuten geben?

Enger Kontakt zum Endverbraucher und zum Verkaufspersonal, um zu wissen und spüren, was der Kunde will und es schnell umsetzen. Die gesetzten Ziele kompromisslos verfolgen.

 

Mehr über Zoro Brautmode:

www.zoro.ch

https://www.facebook.com/zorobrautmode/

https://www.instagram.com/zorobrautmode/

 

 

Patricia – die IMM Backkönigin

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Wenn Patricia wie so oft mit einer Keksdose in der Hand durch unsere IMM Gänge rauscht, wird sie besonders intensiv angelächelt. Mit gutem Grund: Egal ob sich Cupcakes, Cookies oder Brownies in der Box verstecken – was Patricia aus dem Ofen nimmt, verzaubert. Mit viel Liebe, selbst zusammengestellten Rezepten und wunderhübschem Dekomaterial geht Patricia ihrer Leidenschaft für das Backen und Organisieren von Events nach.

Patricia ist am IMM aber auch als professionelle Bloggerin und Social Media «Guresse» bekannt – so hat sie in den letzten vier Jahren unseren Blog mit aufgebaut und den Online Auftritt des IMM nachhaltig geprägt. Dies spiegelt sich auch in ihrem privaten Blog boumbelle und ihren Instagram-Profilen (privat / boumbelle) wieder. Mit ihrer Online Präsenz und ihrem Marktstand am Bülacher Wochenmarkt (sie sind jeden zweiten Samstag vor Ort) hat Patricia bereits mehrere Aufträge für Hochzeitstorten und Geburtstagskuchen ergattert. Für mich steht fest: Patricia wird mit ihrer Leidenschaft Grosses erreichen und dabei Jung und Alt mit ihren Backkünsten begeistern.

Ich habe Patricia noch nach ihren Lieblingsrezepten gefragt, hier sind sie: