In vier Monaten fit für Health Care Marketing – ein Erfahrungsbericht

Im Folgenden erzählt uns Linh Lüthi über ihre Motivation und Erfahrungen in Bezug auf Ihre Teilnahme im CAS Health Care Marketing im Frühjahr 2018. Die Weiterbildung war für sie sehr bereichernd, sie hat ihre Kompetenzen im Health Care Bereich erweitert und auch neue Fähigkeiten erlernt*.

Erzähl uns kurz etwas zu Deiner aktuellen beruflichen Tätigkeit?

Ich bin seit bald zehn Jahren als Produktespezialistin bei einem global tätigen Medizintechnik-Unternehmen tätig. Meine Kunden sind Chirurgen, OP-Personal und Spital-Einkäufer in der Schweiz, die wir zu sogenannten ‘Stapling Devices’ betreuen. Diese erlauben es, Gewebe minimalinvasiv zu durchtrennen und durch Klammern statt Nähten schnell und sicher zu schliessen. Mit den neu gewonnenen Fähigkeiten aus meinen CAS-Weiterbildungen werde ich aber demnächst eine neue, spannende Aufgabe als Business Development Managerin bei einem führenden Gesundheitskonzern annehmen.

Gruppenbild vom letzten Tag des CAS-Kurses © Jens Haarmann

Was hat Dich motiviert den CAS Health Care Marketing zu belegen?

Ich arbeite bereits seit 15 Jahren im Health Care Bereich und konnte dort viel praktische Erfahrung sammeln. Mir fiel auf, dass man im Vertrieb oft meint auf Basis der eigenen Kunden den Markt vollends zu verstehen und Trends gut erkennen zu können… aber ist das wirklich so?

Persönlich wollte ich mir ein fundierteres Wissen zu Themen wie den Swiss DRG und rechtlichen Rahmenbedingungen aneignen. Ich suchte ausserdem anwendbare Analysetools, z.B. um die Abläufe in der Patientenakquisition und -betreuung genauer zu verstehen. Das betriebliche Umfeld eines Chirurgen von heute hat sich im Vergleich zu vor 15 Jahren gewandelt. So ist z.B. die mir zur Verfügung stehende Zeit bei Kunden knapper geworden. Dafür müssen die Termine bei medizinischen und kaufmännischen Entscheidungsträgern systematischer vorbereitet sein und die Inhalte genügend Relevanz für den Kunden haben. Gute Beratung bedeutet für mich nicht nur über unsere Produkte zu informieren, sondern auch Klinik- und Praxisbetrieb mit Rat und Tat zu unterstützen.

Im Hinblick auf die zunehmende Digitalisierung habe ich mir überlegt, wie man sich langfristig im Vertrieb differenzieren kann. Nicht zuletzt helfen innovative und digitale Marketingtools, um Patienten gezielter anzusprechen. Das erlernte Wissen über das Gesundheitssystem, die Kenntnisse über regulatorische Besonderheiten in der Medizintechnik und die Entwicklung eines Marketingplans hilft mir bei der Umsetzung einer Stossrichtung. Damit kann ich Kunden ganzheitlicher beraten und ich fühle mich auf neue Entwicklungen im Markt besser vorbereitet.

Was waren die Kurs-Highlights für Dich?

Der Kurs war inhaltlich sehr abwechslungsreich und hat viele zentrale Aspekte des Health Care Marketings abgedeckt, die ich für meinen Job benötige. Zum Beispiel wurde behandelt, welche Art Werbung für eine Praxis oder Spital überhaupt erlaubt ist. Wir bearbeiteten Fallstudien zu Schweizer Kliniken und diskutierten deren Marketingstrategien. Wir erfuhren, welche Websiteinhalte bei unterschiedlichen Zielgruppen besonders wirkungsvoll sind.

Als besonders hilfreich für das praktische Verständnis habe ich die Besuche mehrerer Unternehmen und Kliniken empfunden und die dadurch gewonnen vertieften Einblicke in ihre konkreten Marketingaktivtäten. Wir waren an den Hauptsitzen von BrainLab, Arthrex und der ISAR Klinik in München, haben in Winterthur die Privatklink Lindberg und in Stäfa Phonak besucht. Beeindruckt haben mich zum Beispiel BrainLab und deren Firmenkultur, sowie der Pioniergeist der Mitarbeitenden.

Linh Lüthi erzählt über ihre Erfahrung im CAS Health Care Marketing © Linh Lüthi

Im Kurs waren Teilnehmer aus der Health Care Industrie, aus Kliniken und Ärztezentren gemischt. Wie fandest Du es beide Perspektiven im Kurs zu haben?

Die Stimmung in der Klasse war toll, wohl auch weil uns die Tätigkeit im Gesundheitswesen verbunden hat. Der Erfahrungsaustausch mit den praxiserfahrenen Dozenten und Gastreferenten sowie den Kollegen aus Kliniken, Marketing, Vertrieb und MedTech-Forschung war für mich sehr bereichernd. In den Gruppenarbeiten haben wir so stets mehrere Blickwinkel und neue Hintergründe kennengelernt.

Was denkst Du, hat Dir der Kurs für den Berufsalltag gebracht?

Mir hat der CAS Health Care Marketing viel gebracht. Ich weiss nun, wie ich die Grösse und Attraktivität eines Marktes genauer evaluiere und welche Analysen ich in der Marketing- bzw. Service-Strategie im Schweizer Gesundheitssystem einsetzen kann. Es gibt mir mehr Sicherheit in Diskussionen mit unseren Kunden, aber auch innerbetrieblich eigene Ideen überzeugender präsentieren zu können. Daher kann ich allen, die im lokalen Gesundheitswesen arbeiten und ihre Marketingfähigkeiten effektiv weiterentwickeln möchten, den Kurs wirklich empfehlen.

Health Care Marketing an der ZHAW

Ob Zuweiser-Marketing, MedTech-Innovationen oder HealthTech-Start-ups, auch in Forschungs- und Studentenprojekten beschäftigt sich das Institut für Marketing Management mit Marketing- und Innovationsherausforderungen auf der Spital- und Industrieseite.

Die neue Vortragsreihe ‘Walk-the-Talk in Health Care Marketing’ soll dabei den Best Practice & Apéro-Austausch unterstützen: Am 15.11.2018 machte abends in Zürich dazu Prof. Krummel der renommierten Stanford University den Vortragsauftakt mit: „The Silicon Valley Approach to Innovating Medical Technology.“

* Das Interview erschien bereits auf MedInside.

Schweizer Sportbekleidung für Herzogin Kate

Sport ist für viele ein wichtiger Lebensmittelpunkt. Dazu gehört auch die entsprechende Kleidung. Diese soll nicht nur funktional sein, sondern auch modisch ansprechend wirken. Die sportliche Bekleidung ist Teil der eigenen Identität. Im Sportbereich gibt es diverse Marken, eine besondere aus der Schweiz ist KJUS. Wir haben bei Robert den Otter von KJUS nachgefragt, was die Produkte so besonders macht.

Sportbekleidung gibt es in allen Farben und Formen von diversen Anbietern. Können Sie uns erklären, warum KJUS anders ist und was die KJUS DNA ausmacht?

KJUS wird davon angetrieben, die bestmöglichen Ski- und Golfkleider der Welt zu produzieren. Unsere Passion für diese Sportarten lässt uns bestehende Technologien und Konzepte immer wieder hinterfragen – und lässt uns mit Innovationen unsere Kundinnen und Kunden begeistern.

Schweizer Sportbekleidung in hoher Qualität © KJUS

Welche Produkte gibt es bei KJUS zu kaufen und welche Zielgruppen sollen angesprochen werden?

KJUS produziert hochwertige Ski- und Golfbekleidung und bietet zudem eine Lifestyle-Kollektion für eine sportive, naturbegeisterte urbane Zielgruppe an.

Sportbekleidung soll nicht nur schön, sondern auch funktional sein. Wie funktioniert bei KJUS die Entwicklung von neuen Produkten und wird der Nachhaltigkeit bzw. einer fairen Produktion Rechnung getragen?

Tatsächlich ist Innovation ein Bereich, welcher uns wesentlich auszeichnet. Unser Entwicklungsteam in Hünenberg treibt mit seinen Innovationen immer wieder auch eine ganze Industrie an, so beispielsweise mit Freelite, der ersten komplett gestrickten Skijacke der Welt. Wir sind zudem stolz, Teil der Fair Wear Foundation (https://www.fairwear.org/) zu sein und hier bereits mehrfach mit dem Leader-Status ausgezeichnet worden zu sein.

Die Produkte sind nicht nur schön, sondern auch innovativ © KJUS

Welche Absatzkanäle nutzen Sie? Gibt es neben der Webseite auch stationäre Läden?

Ja, neben E-Commerce setzen wir nach wie vor auch auf eigene Geschäfte. Dabei setzen wir auch auf Pop-Up-Konzepte, wie zum Beispiel diesen Winter an der Zürcher Bahnhofstrasse.

Wie wird bei KJUS das Marketing genutzt? Auf welche Marketinginstrumente setzen Sie?

Unsere besten Marketinginstrumente sind unsere Produkte. Jede KJUS-Kundin und jeder Kunde bleibt unseren Produkten und unserer Marke über lange Jahre treu. Eine authentischere Kommunikation können wir uns fast nicht vorstellen. Daneben sind wir selbstverständlich immer stärker auf digitalen Kanälen vertreten.

Promis sind gute Werbeträger. Diesen Winter wurde Herzogin Kate mit einer Jacke von KJUS gesichtet. Wie wichtig ist dies für KJUS und haben Sie weitere prominente Markenbotschafter?

Es macht uns sehr stolz, dass die Herzogin unsere Duana Jacket ausgewählt hat. Sie ist bald im siebten Monat schwanger, für den offiziellen Termin in Oslo war ihr darum sicher sowohl eine sehr elegante, als auch äusserst bequeme und warme Jacke wichtig.

Das Modell, das auch Herzogin Kate getragen hat © KJUS

KJUS ist international unterwegs, hat aber doch auch eine Schweizer Identität. Welche Rolle spielt die Schweiz für KJUS?

KJUS ist eine Schweizer Marke, wir sind hier also nicht nur verwurzelt, wir sind hier zu Hause. Das widerspiegelt sich mitunter auch in der Produktentwicklung, bei welcher wir Jacken Namen mit einem Engadiner Hintergrund geben. www.kjus.com/engadin

Welche Herausforderungen sehen Sie für Ihr Geschäft in den nächsten Jahren?

Was uns nicht nur persönlich betrifft, hat auch einen Einfluss auf eine ganze Industrie: Der Klimawandel wird unsere Geschäfte sicher beeinflussen.

Wenn Sie wählen könnten, welche Sportarten würden Sie noch gerne mit entsprechender KJUS DNA ausrüsten?

Wir müssen für eine Sportart dieselbe persönliche Passion verspüren, wie bei Ski und Golf. Solche neuen Geschäftsfelder entstehen also organisch.

https://www.kjus.com/ch/de/

Passion, die sich auch in den Produkten niederschlägt © KJUS