Auf den Esel gekommen – Kunden als Fans gewinnen

Von Eliane Flüeli

Was hat ein Esel mit Marketing zu tun? Wie gewinnen Unternehmen ihre Kunden als Fans? Das Project Sanctuary Happy Donkeys im Süden Portugals hat viele Fans. Es profitiert von den positiven Online-Bewertungen und Weiterempfehlungen der Kunden. Das Erfolgsrezept: ein einzigartiges Angebot, persönliche Betreuung und die spürbare Liebe zu den Eseln.

In der Serra de Monchique, abseits der hektischen Touristenorte der Algarve, lebt die kleine Eselfamilie des Project Sanctuary Happy Donkeys. Es bietet einzigartige Esel-Wanderungen an. Das Spezielle: Die fünf Esel bewegen sich während der ganzen Wanderung frei. Kein Halfter, keine Zügel – nur die Leckerlis in der Tasche, die zur Belohnung winken, locken sie. Andere Anbieter von Eselwanderungen oder -trekkings führen die Esel an der Leine. Das Project Sanctuary Happy Donkeys will den Menschen die liebenswürdigen Langohren näherbringen.

Ein Teil der zutraulichen Eselfamilie © Thomas Maurer

Den Alltagsstress hinter sich lassen

Vom einstündigen Spaziergang bis zur ganztägigen Tour ist alles dabei. Die entspannenden Ausflüge lassen den Alltagsstress weit in die Ferne rücken. Das Tempo ist gemütlich. Geübte Wanderer müssen sich zu Beginn etwas zurücknehmen. Doch schnell lassen sie sich vom Eselrhythmus treiben und geniessen die atemberaubende Landschaft und die aromatischen Düfte, die hier besonders intensiv sind. Unterwegs erfahren die Wanderer viel über die Esel und Pflanzenwelt der Serra de Monchique.

Unterwegs in der Serra de Monchique © Thomas Maurer

Promotion durch Fans

Die Nachfrage nach den Eselwanderungen ist gross. In Werbung investiert das Project Sanctuary Happy Donkeys hingegen wenig. Es hat eine Website, eine Facebook-Seite und verteilt Visitenkarten. Der Rest geschieht über Weiterempfehlungen, denn: Die Eselfamilie hat viele Fans. Die begeisterten Kunden erzählen gerne on- und offline von ihren positiven Erfahrungen. Die Berichte animieren wiederum neue Kunden, eine Eselwanderung zu buchen. Das Beispiel zeigt: Ein einmaliges Angebot, individuelle Betreuung und eine grosse Leidenschaft für die angebotene Dienstleistung zahlen sich aus.

Gemütlichkeit ist Trumpf © Thomas Maurer

Online-Bewertungen werden immer wichtiger

Aus unserem Alltag sind Online-Bewertungen nicht mehr wegzudenken. Hotels, Restaurants, Freizeitangebote, Arbeitgeber, Möbel, Lebensmittel und sogar Ärzte oder Handwerker – sie alle erhalten von Kunden Online-Rezensionen. Und viele Studien zeigen: Kunden suchen immer häufiger im Internet nach Informationen, bevor sie sich für den Kauf eines Produkts entscheiden. Wenn es aus dem persönlichen Umfeld keine Empfehlungen gibt, sind Erfahrungen von anderen Kunden besonders wertvoll.

Für Unternehmen sind die Weiterempfehlungen ein wichtiger Erfolgsfaktor. Es lohnt sich, diese in das Kommunikations- und Marketingkonzept zu integrieren. Die Grundlage für positive Bewertungen und Weiterempfehlungen ist und bleibt aber ein gutes Produkt. Oder – wie im Beispiel des Project Sanctuary Happy Donkeys – ein einzigartiges Kundenerlebnis, das Emotionen weckt und in Erinnerung bleibt. Diese positive Erfahrung will der Kunde anderen nicht vorenthalten.

Mehr erfahren

https://project-sanctuary-happy-donkeys.jimdo.com/

https://www.facebook.com/UniqueDonkeyWalksAlgarve/

Über die Autorin

Eliane Flüeli reist gerne durch die Welt, liebt die Natur und begeistert sich für neue Dinge. Dem Charme ihrer Heimatstadt Solothurn ist sie schon lange erlegen. Sie pendelt täglich nach Zürich, wo sie sich seit acht Jahren um die interne Kommunikation im Privatkundengeschäft einer Bank kümmert. 2010 hat sie ihr Masterstudium in Wirtschaftswissenschaften an der Universität Zürich abgeschlossen. Aktuell absolviert sie den CAS Marketing- & Corporate Communications an der ZHAW in Winterthur.

Aus dem Leben eines ZMM-Mitarbeiters: Auf Du mit Steffi Buchli

Steffi Buchli moderierte den Homecoming Day der School of Management and Law. Learnings aus einem Gespräch mit der bekannten Moderatorin des Schweizer Fernsehen.

Am Homecoming Day der ZHAW School of Management and Law hatte ich das Vergnügen, Steffi Buchli  nach ihrem Auftritt als Moderatorin des Anlasses persönlich kennenzulernen. Gelernt habe ich dabei jedoch auch noch einige andere Dinge:

  • Sportmoderatoren/Innen sind untereinander per-Du
  • Steffi Buchli ist live noch sympathischer als im Fernsehen
  • Ihre Augen sind tatsächlich so blau wie sie im „Sport Aktuell“ im Schweizer Fernsehen jeweils wirken
  • Sie ist nicht eitel: Im Gegensatz zu mir hat sie sich nicht darum gekümmert, wie sie auf dem Foto aussieht (genützt hat es in meinem Fall trotzdem nichts, siehe Foto)
  • Folgt aus Punkt oben: Einigen treibt das Treffen auf eine bekannte Persönlichkeit die Schamesröte ins Gesicht, andere bleiben cool.

V.l.n.r.: Rolf Rellstab (Wissenschaftlicher Mitarbeiter), Steffi Buchli, David Wallmer (Wissenschaftlicher Assistent)

Ich bedanke mich bei @SteffiBuchli für Ihren professionellen Auftritt als Moderatorin des Homecoming Days und für den ebenso professionellen Umgang mit mir als Groupie. Das macht mir die Berichterstattung über die Misserfolge meines Lieblingseishockeyteams erträglicher.