Innovation im Game Universum: Gamification trifft auf User-Generated Content

Beitrag von Anna Rozumowski

Gamification ist momentan in aller Munde. Es sind nicht nur Nerds, die sich an den Spielen erfreuen. Mittlerweile hat das Game-Fieber auch die Firmen erreicht. Mercedes-Benz war mit Urban Hunt schon früh dabei. Pokémon Go war ebenfalls ein grosser Erfolg. Gute Aussichten also für das Start-up Struckd, das Spieler und Spieleentwickler zusammenbringt. Diese Plattform verbindet Gamification mit User-Generated Content. Die Entwickler Flurin Jenal und Silvan Bauser waren mit dieser App sogar unter den Finalisten für den Venture Award für die beste Business Idee nominiert.

Herr Jenal, eine «einfache Spieleentwickler-App» klingt nach einem komplizierten Unterfangen, wie sind Sie auf diese Idee gekommen?

Ich habe selbst sehr früh mit Spieleentwicklung begonnen, danach 5 Jahre lang Game Design studiert und ging dann mit diesem Know-How und mit erhobener Brust raus in die Wirtschaft. Doch dann kam der Reality-Clash. Als Game-Entwickler ist es enorm schwer, sich über Wasser zu halten. Als ich ein echtes Business aus meiner Leidenschaft kreieren wollte, musste ich zuerst umdenken. Ich kam auf die Idee, dass es der Welt einen grösseren Mehrwert bringt, wenn ich ein neues, grossartiges Tool für Gamekreation erschaffe, anstatt das millionste Indiegame rauszubringen.

Neue Wege in der Spielentwicklung und Mehrwert für die Community © Struckd

Wie verlief der Prozess der Gründung Ihres Start-ups? Gibt es Tipps, welche Sie an künftige Gründer oder kreative Köpfe weitergeben können?

Bei mir persönlich ging es sehr schnell bergauf, nachdem ich das Verkaufen und das Business hinter den Gaming-Ideen lieben gelernt habe. Mit einem kreativen Hintergrund fiel mir das lange Planen schwer, aber im Moment, als ich realisierte, wie viel Kreativität der Aufbau eines innovativen Businessmodells benötigt, hat es Klick gemacht. Ich konnte fortan meine Stärke dort zum Einsatz bringen. Frühes, schnelles Testen und das Produkt schnell an den Markt anpassen zu können, ist essenziell.

Struckd ist ein ZHdK Alumni-Startup, wie wichtig sind euch solche Verbindungen? Inwieweit können Sie davon profitieren?

Der ZHdK verdanke ich viele Skills! Ohne diese Skills hätte ich nicht den wertvollen Gesamtüberblick über die Game-Entwicklung. Heute sind wir immer noch gut mit der ZHdK verbunden und tauschen uns mit den Studierenden aus oder holen sie bei Struckd ins Boot.

Die Köpfe hinter Struckd, links Flurin Jenal und rechts Silvan Bauser © Struckd

Das Geschäftsmodell von Struckd basiert auf Sponsored Content, wie konnten Sie bereits Interessenten gewinnen?

Unser erster Investor hat ein erstklassiges Netzwerk und Partner. Unsere heutigen Deals lassen sich auf eine Art und Weise immer noch auf dieses Netzwerk zurückführen. Mit den ersten Kundenreferenzen im Gepäck, konnten wir anschliessend auch leichter immer wieder selbst neue Kunden akquirieren.

«build – play and share» ist Ihr Leitsatz. Wie kommen Sie an Ihre Community? Wie hat sich die Community entwickelt?

Die Community besteht hauptsächlich aus kreativen Gamerkids und -teens. Viele spielen Minecraft oder Roblox und verbringen Zeit in YouTube. Wir kennen die Zielgruppe und dementsprechend auch die Marketingkanäle. Wir platzieren Struckd clever im Internet und somit wächst die Community organisch schon so sehr, dass wir keinerlei zusätzliche Marketingausgaben brauchen. Parallel entwickeln wir die Plattform zur coolsten Gamingplattform weiter, so dass die Kids ihren Freunden davon erzählen und von sich aus neue Spieler bringen. Momentan verbringen monatlich 20’000 Benutzer ihre Zeit auf der Plattform.

Organisches Wachstum bei der Gamingplattform © Struckd

Welche Marketinginstrumente verwenden Sie, um Ihre Plattform bei Firmen und Privatpersonen zu vermarkten?

Bei den Privatpersonen fokussieren wir auf den Aufbau der Community, damit Spieler Struckd weiterempfehlen, YouTube Videos darüber aufzeichnen und ihre Gamekreationen auf Facebook posten. Bei den Firmenkunden ist momentan noch sehr viel old-school Handakquise angesagt, wenn Struckd dann aber bald das Internet überschwemmt, werden die Firmen auch auf uns zukommen 😉

Der Weg zum Erfolg ist nicht einfach, aber das Start-up hat klare Ziele © Struckd

Wie sehen die Zukunftspläne von Struckd aus? Können Sie einen Trend erkennen?

In Zukunft wollen wir, dass Kids auf einfachste Weise den Traum ihres eigenen Games verwirklichen können und gleichzeitig Firmen den Dialog zu dieser jungen Zielgruppe über das Medium Games finden. Zwei sehr wichtige Features in unserer Pipeline wird noch der Multiplayermodus sein, sowie das Hochladen von eigenen 3D Modellen ins Struckd Universum. Des Weiteren sind wir natürlich immer offen für interessierte neue Teammitglieder!

Mehr über Struckd

https://struckd.com/

https://www.facebook.com/struckdgame/

https://www.youtube.com/channel/UCc8UC-vZPPY9ypViAsBLzqQ

https://twitter.com/struckdgame

Download App:

https://itunes.apple.com/ch/app/struckd-build-your-game/id1128710296?mt=8

https://play.google.com/store/apps/details?id=com.struckd.game

 

Massgeschneidertes Essen bei massgekocht.

Wo gehen wir essen? Die Standardfrage, die pünktlich zur Mittagszeit in den Büros umherschwirrt. Beim reichhaltigen Angebot, das es gerade in den Städten gibt, wird nicht immer auf die eigene Linie geachtet. Gesundes Essen selber vorkochen liegt auch nicht für jeden drin. Das Startup massgekocht. bietet hier Abhilfe, denn passend zur eigenen Person erhält man sein Essen geliefert – massgekocht also! Arbela Statovci, einer der Gründerinnen und HWZ Studentin, erklärt das Konzept.

Frau Statovci, personalisiertes Marketing wird immer wichtiger. Sie kombinieren mit massgekocht den aktuellen Food Trend mit Personalisierbarkeit. Wie ist die Idee zu diesem Startup entstanden und wie funktioniert Ihr Geschäft?

Unsere Idee entstand sehr spontan während einer Gruppenarbeit vor zwei Jahren im Fach Marketing an der HWZ. Wir mussten ein neues Produkt auf den Markt bringen und wussten nicht was. Wir hatten alle Hunger und haben uns einen healthy-food Lieferservice gewünscht. Da Ramona [Anm. d. Red. Ramona Romer, einer der Gründerinnen] ein „Sportfreak“ ist, und nur das isst, was für ihre Bedürfnisse gut ist, haben wir dann darüber gesprochen, wie super es wäre, wenn es jemanden gäbe, der gesundes Essen gemäss unseren körperlichen Bedürfnissen und sportlichen Zielen kochen und liefern würde. Das gab es so nämlich noch nicht. Unsere Idee stiess auf grosses Interesse. Ich hatte schlaflose Nächte, da die Idee mich nicht mehr los lies, und sie Potential hatte. Daher schrieb ich unserem heutigen Mentor Max Meister von der Swiss Startup Factory, um nach seiner Profi-Meinung zu fragen. Nun sind wir hier, haben eine AG und liefern Menüs aus. 🙂

Die Köpfe hinter massgekocht: Oben Arbela Statovci, links Ramona Romer, rechts Chris Velkovski © massgekocht.

Wie ist massgekocht. angelaufen? Können Sie schon über erste Erfahrungen berichten?

Im Oktober 2016 starteten wir mit der massgekocht. Facebook-Seite sowie mit Instagram. Wir agierten als Info Plattform mit Blogbeiträgen rund um den healthy-lifestyle. Somit konnten wir schon Interessenten anlocken und eine Community aufbauen. Da ich im alumni Vorstand sitze, habe ich für unser Team dort ebenfalls gebloggt, sozusagen ein Startup-Tagebuch geführt, welches ebenfalls auf eine grosse Reichweite sowie Interesse stiess. Als wir dann im Januar mit der Produktion und der Auslieferung starteten, hatten wir bereits erste Kunden ohne gross Werbung zu machen, denn man verfolgte uns und wollte „endlich“ die Menüs ausprobieren. Diese Kundschaft die wir jetzt haben, haben wir durch Empfehlungen erhalten, was uns sehr freut, denn dies ist eine Königsdisziplin – gute und ehrliche Bewertungen und Feedback zu erhalten. Wir liefern persönlich aus, was uns die Chance gibt, unsere Kunden kennenzulernen und eine Bindung aufzubauen. Somit schaffen wir Vertrauen und Transparenz. Unsere Kunden wissen zu jedem Zeitpunkt, wie es bei uns läuft, was es Neues gibt, und wo wir Unterstützung benötigen. So kommen Hilfeleistungen und Empfehlungen auch oft aus der Kundschaft. Sie sind ein Teil von massgekocht., was für uns essentiell ist und wir viel Wert darauf legen. Wir schätzen diese Bereitschaft unserer Kunden sehr.

Wer sind die massgekocht. Kunden? Wie erreichen Sie diese?

Zu Beginn dachten wir, dass unsere Kundschaft „nur“ Fitnessfanatiker sind. Dem ist aber nicht so. Unsere Kunden sind überall und finden sich in einem Range zwischen 20-50 Jahren wieder. Es sind vielbeschäftigte Personen, die oft unterwegs sind. Zeit ist für uns alle ein rares Gut. Unsere Kunden sind ernährungs- sowie sportbewusst. Sie möchten sich so oft wie möglich nachhaltig und gesund ernähren. Dieses Engagement fordert jedoch viel Disziplin, Willen, Zeit und Aufwand. Wir nehmen unseren Kunden den Aufwand ab und liefern das Essen direkt an den Arbeitsplatz.

Wie oben erwähnt hatten wir die ersten Kunden aus dem direkten Umfeld und danach aus Empfehlungen. Ausserdem haben die Artikel auf 20min.ch, Watson und der Beitrag auf Radio24 auch einen Boost gegeben. Heute erreichen wir sicherlich Kunden über unsere Social-Media-Kanäle und über aktives Netzwerken. Unser Netzwerk ist inzwischen sehr breit.

Gesundes Essen ohne Aufwand © massgekocht.

Ist dieser Service nur für Fitnessfanatiker geeignet, oder gibt es auch Vorteile für durchschnittlich ambitionierte Personen?

Ich sage es mal so. Fitnessfanatiker schauen sowieso schon auf das, was sie essen. Sie kochen schon so, dass die Kombination der Makronährstoffen Kohlenhydrate, Fette und Proteine genau oder ungefähr stimmen. Der durchschnittlich ambitionierte Schweizer macht das in der Regel nicht so genau. Man isst zwar gesund, indem Sinn, dass man mal frisch kocht, Gemüse und Früchte zu sich nimmt, aber nicht so, dass es den eigenen Bedürfnissen entspricht. Je nachdem, was man für ein Ziel hat, Abnehmen, in Form bleiben oder Muskelmasse aufbauen, müssen diese Komponenten ideal aufgeteilt werden.

Unser Service ist für alle, die die Zeit nicht haben, sich immer so zu ernähren. Zu unseren Kunden dürfen wir einige Sportler zählen, aber die Mehrheit sind Leute, die zwar ab und zu sportlich unterwegs sind, aber nicht zu den absoluten „Sportfreaks“ zählen.

Bei einem Startup läuft nicht immer gleich alles rund. Wo sehen Sie die grössten Probleme, resp. wo wollen Sie sich noch verbessern?

Das ist richtig 🙂 Da wir „nur“ zu Dritt sind, gilt es alle Bereiche auf uns aufzuteilen. Wir haben alle unsere Stärken und Schwächen, sind aber komplementär aufgestellt, was Vieles erleichtert. Wir haben uns noch nie selbstständig gemacht, d.h. einige Aufgabenbereiche üben wir zum ersten Mal aus und müssen uns zuerst einlesen und einarbeiten. Wo wir uns definitiv verbessern müssen ist beim Finanziellen. Keiner von uns ist ein BWL-ler. Wichtig ist jedoch, dass wir wissen, wo wir uns Hilfe holen 🙂 Immerhin 🙂

Engagement und Leidenschaft finden sich bei diesem Trio © massgekocht.

Ohne Brand Awareness geht auch bei Startups nicht viel. Wie nutzen Sie das Marketing, um Ihr Geschäft bekannter zu machen?

Bis dato haben wir kein Geld ausgegeben für Marketing. Wir haben vor allem auf den direkten Kontakt gesetzt und diesen mit Flyern untermauert. Ausserdem bespielen wir unsere Social Media Kanäle regelmässig mit tollen Foodbildern aus unseren Menükreationen sowie Eindrücke aus unserem Alltag. Inzwischen erkennen auch Leute, die wir nicht kennen unser Logo. An dem Event an der ZHAW [Anm. d. Red. ZHAW Entrepreneur Club Flagship Event] habe ich drei Jungs kennengelernt, die schon von massgekocht. gehört oder gelesen haben. Das freut uns natürlich sehr 🙂

Wie wichtig sind die online Kanäle für massgekocht.?

Diese sind essentiell. Im Netz verbreitet sich ein Bild im Nu. Unsere Food-Bilder sind trendig, farbig und sehr appetitlich. Wenn diese auf Instagram und Facebook gelikt oder geshart werden, dann verteilt sich das enorm schnell und wirkt sich auf unsere Bestellungen aus.

Wie sehen Sie die Marktentwicklung für die nächsten Jahre?

Ich denke, wir haben mit unserem Service den Nerv der Zeit getroffen. Auf dem Markt gibt es unzählige healthy food Anbieter. Es ist eine Frage der Zeit, bis sich diese dazu entschliessen, auf die persönliche Schiene zu setzen. Wobei hier doch auch zu beachten ist, dass das doch einen mega Aufwand nach sich zieht. Etabliertere Restaurants oder Take Aways werden mit Produkterweiterungen konfrontiert werden, was nicht von heute auf morgen geschehen kann. Wir hingegen, als junges, dynamisches Startup haben eine grüne Wiese und können ohne fixe Strukturen schnell auf ein Bedürfnis reagieren. Die Käufermärkte ändern sich heute, meiner Meinung nach, von materialistisch zu wertorientiert. Es wird Wert daraufgelegt, dass das was man einkauft, persönlich ist. Das sind ebenfalls Werte die unser Team vertritt. Wir suchen den Kontakt zu unseren Kunden und stossen auf Gegenseitigkeit.

Es gilt Kundenbedürfnisse schnell umzusetzen © massgekocht.

Der ZHAW Entrepreneur Club will den Austausch unter den Startups fördern. Wie wichtig ist aus Ihrer Sicht eine gemeinsame Plattform und ein regelmässiger Kontakt mit anderen Startups?

Der Austausch ist von grosser Bedeutung. Ich persönlich setze mich seit Jahren für einen Austausch zwischen Peers ein. Es sind gleichtickende und ähnlich arbeitende Leute. Diese muss man zusammenbringen und das Potential eines jeden Einzelnen nutzen und so auch Synergien nutzen. Das kommt jedem Startup, jedem Team und letztendlich der Wirtschaft zu Gute. Vor allem aber, tut es uns als Menschen gut, sich untereinander kennenzulernen und auszutauschen. In der Zeit der Digitalisierung, wo so vieles über online Kanäle läuft, ist es ein Muss, die sozialen Aspekte wieder auf die konventionellen Kanäle zu verlagern, also Face-to-Face.

Sie sind ja selbst Studentin, was würden Sie den Studierenden raten, die mit dem Gedanken herumspielen, ein Startup zu gründen?

Wenn ein reales Interesse da ist, dann würde ich sagen: Just do it. Ramona und ich sind während dem Studium mit massgekocht. gestartet. Glauben Sie mir, das war keine einfache Zeit nebst den Prüfungen, Vorlesungen und vor allem neben dem Schreiben für unsere Bachelorarbeit. Aber: Es war die beste Entscheidung die wir hätten treffen können, denn wir machen das was wir lieben. Es fühlt sich nicht wie arbeiten an, sondern wie das Ausüben unserer Passion und Hobbies. Wir brennen für unser Baby.

Ich denke es gibt zu viele „Vieldenker“, die sich in ihrer Komfortzone verbarrikadieren und Angst haben, dass sie ihr Sicherheitsnetz verlieren. Das ist keine gute Voraussetzung. Es ist dennoch sehr wichtig auch mal etwas zu riskieren. Ich erzähle euch lieber nicht, wie es bei mir persönlich finanziell aussieht 🙂 Es ist aber auch nicht wichtig, denn Geld kommt und geht. Das sollte kein Motivator sein. Was zählt ist, dass man lebt, dass man einsteht für den eigenen Traum, dass man den Nervenkitzel und das Risiko spürt. Es geht um das Gefühl, etwas aus dem Nichts geschaffen zu haben und es wachsen zu sehen.

Meine Tipp’s:

  • Nicht zu lange überlegen
  • Einfach machen & ausprobieren
  • Wer nicht wagt der gewinnt nicht’s
  • Kämpfe für deinen Traum
  • Ein gutes Team ist ALLES

Studentin und Unternehmerin Arbela Statovci © massgekocht.

Mehr über massgekocht.

http://massgekocht.ch/

https://www.facebook.com/massgekocht

https://www.instagram.com/massgekocht/

https://twitter.com/massgekocht

Dialogmarketing-Praktiker unter sich: Treffpunkt am MeetingPoint der DMM 2016

Die Dialog Marketing Messe 2016 bietet unter der Schirmherrschaft der ZHAW das Format MeetingPoint an: Praktiker unter sich tauschen im kleinen Kreis Erfahrungen und gemeisterte Herausforderungen aus. Ein vorausschauender Erfahrungsbericht.

„Dialog ist wichtig“ sagt der Herr mit Kravatte und dem adretten Anzug mit klassischem Schnitt. Ist es ein Berater? Oder vertritt er eine Agentur? Will er mir etwas verkaufen? Dieser Frage werde ich nie beantworten, denn unmittelbar darauf spricht mich eine nette Dame mit hochgestecktem Haar an – ganz offensichtlich eine ambitionierte Messen-Hostesse – und meine Aufmerksamkeit richtet sich auf den Plastikbehälter, den Sie mir entgegen streckt, und darin sehe ich viele bunte Lose. „Ein Wettbewerb?“ frage ich etwas perplex. „Was gibt es denn da zu gewinnen?“ – „ Eine Gratis-Google-AdWords Schulung – und das bei Ihnen im Unternehmen! Also wir kommen zu Ihnen …“

Yeah. Great, denke ich mir und kratze mich etwas verlegen am Nacken. Was wollte ich hier eigentlich an dieser Messe?

Szenenwechsel.

Etwas abgeschirmt vom Trubel sitze ich am MeetingPoint. Da sind Praktiker unter sich. Der Mensch vor mir erzählt über seine Erfahrungen mit Dialogmarketing Agenturen und wie er seine letzte Kampagne erfolgreich gemeistert hat. Cooler Typ. Er verkauft E-Bikes und Zubehör. Wir sitzen nahe zusammen. Das Ganze wirkt wie eine erweitere Runde am Lagerfeuer – aber ohne Gitarre. Und anstelle einer Büchse Bier halte ich Stift und mein Moleskine in der Hand. „Wie hiess nochmals der Mensch, der Dich da beraten hat?“ frage ich den Referenten während er seine Geschichte erzählt. Dankend zwinkere ich ihm zu und notiere mir den Namen. Nach 20 Minuten ist die Präsentation zu Ende und wir unterhalten uns in der Runde. Zum Schluss stellt der Moderator des MeetingPoints noch ein paar kritische Fragen, die mich zum Nachdenken animieren.

„Das hätte ich Dir gleich sagen können, dass das mit diesem Tool nicht geht …“ weiss mein Nachbar zu erzählen. Er hat offenbar ähnliches erlebt. Ein Sympathischer. Wir tauschen später unsere Kontakte aus. Ich notiere mir noch ein paar Gedanken und gehe weiter. Das war gut hier, dieser MeetingPoint.

DMM MeetingPoint Logo Schweiz

MeetingPoint Dialogmarketing Messe – Treffpunkt für Praktiker

Welche Herausforderung hast Du in deinem Praxisalltag gemeistert? Welchen Case möchtest Du Kollegen aus anderen Unternehmen aufzeigen und dazu deren Meinung einholen? Das neue Format MeetingPoint startet erstmals an der der DMM 2016 mit Cases aus der Praxis des Dialogmarketing. Hier kannst Du Dich ausschliesslich unter Kollegen aus anderen Unternehmen ohne Anbieter und Dienstleister austauschen.  Anmeldungen hier.

«Jedes Unternehmen kann das Potenzial der ‹Crowd› für sich nutzen»

Jan Biller

Jan Biller,
Dozent im CAS Digital Marketing

Immer mehr Unternehmen versuchen, Kunden in Support- und Produktentwicklungs-Communities einzubinden, um von ihrem Wissen zu profitieren. Jan Biller, Business Owner Social Media bei Swisscom, ist Dozent im neuen Zertifikatsstudiengang (CAS) Digital Marketing und erläutert kurz, welche Rolle Crowdsourcing und Gamification im Digital Marketing spielen, und was die Teilnehmenden im Unterricht von ihm lernen werden.

Weiterlesen

Sind uns Fussballvereine einen Schritt voraus?

Nicht-professionelle Sportvereine sind stabile kleine Unternehmen, die vom Commitment der Mitglieder und der Identifikation derer mit der Marke leben. Nicht nur für Vereine, sondern auch für Unternehmen aus der Privatwirtschaft ist die Integration der Mitglieder (Kunden) in eine Community mit dem Erstreben, die Loyalität zu fördern ein wichtiges Ziel. Erkenntnisse aus meiner Bachelorarbeit über die Markenführung von nicht-professionellen Sportvereinen.

Dass starke Marken den Unternehmenserfolg nachhaltig positiv beeinflussen oder diesen sogar begründen ist weder neu noch wissenschaftlich unerforscht. Ebenfalls besteht kein Zweifel darüber, dass Sportklubs wie der FC Bayern München oder St. Pauli einen grossen Teil ihres (finanziellen) Erfolgs der Stärke ihrer Marke verdanken. So erstaunt es, dass die Bedeutung der Marke insbesondere im nicht-professionellen Sport bisher kaum bis gar nicht untersucht wurde – obwohl der Konkurrenzdruck zwischen den Vereinen auch im nicht-professionellen Sport im Zuge der erhöhten Mobilität steigt. Im Rahmen meiner Bachelorarbeit habe ich mich deshalb dem Thema Branding in nicht-professionellen Fussballklubs angenommen und anhand eines grösseren (nicht-professionellen) Zürcher Fussballvereins unter anderem untersucht, ob sich der identitätsorientierte Markenführungsansatz auf Sportvereine übertragen lässt. Weiterlesen