Prävention durch Kommunikation

Von Janine Diem

«Vorsicht ist besser als Nachsicht.» Ob Gesundheit, Sicherheit oder Wohlbefinden, das Sprichwort lässt sich auf viele Lebensbereiche anwenden. Entsprechend gibt es auch zahlreiche Situationen, in denen erfolgreich kommunizierte und umgesetzte Präventionsmassnahmen einen Unterschied machen. Welche kommunikativen Möglichkeiten gibt es dafür und was ist weiter hilfreich, um die Zielgruppe für wichtige Themen zu sensibilisieren?

Gesundheit, Sicherheit, Wohlbefinden. Je nach Thema, für das eine Sensibilisierung stattfinden soll, sind das Kommunikationsobjekt, die Zielgruppen und die Botschaft naheliegend. Neben dieser Frage, wer wem gegenüber was kommuniziert, sind auch die Kommunikationsmassnahmen und das Kommunikationstiming zentrale Elemente einer Kommunikationsstrategie. Das richtige Timing trägt wesentlich dazu bei, den Sinn hinter den Präventionsmassnahmen zu vermitteln und dadurch Akzeptanz zu verschaffen. Diese Akzeptanz der Zielgruppe wiederum ist eine Voraussetzung, damit Präventionsmassnahmen umgesetzt werden.

Sicherheit im Strassenverkehr als Anliegen

Neben dem richtigen Timing ist auch die Wahl der eingesetzten Kommunikationsmassnahmen und -mittel relevant. Dies zeigen Beispiele der AXA Versicherungen, die sich als grösster Schweizer Motorfahrzeugversicherer für mehr Sicherheit im Strassenverkehr einsetzt und Präventionsmassnahmen gegenüber der Bevölkerung kommuniziert.

Dem Sensibilisierungsthema ein Gesicht geben

Seit 1973 setzt sich die AXA mit der Stiftung für Prävention dafür ein, dass der Strassenverkehr sicherer wird. Die Figur «Max der Dachs» steht bildlich für dieses Sensibilisierungsthema. Während Max das richtige Verhalten zeigt und Hintergrundwissen vermittelt, geben ihm das rote Halstuch und der Bündnerdialekt den nötigen Wiedererkennungswert. Ein Beispiel für Timing und Kommunikationsmittel: In einer Lern-App unterstützt Max der Dachs Kinder dabei, das richtige Verhalten auf dem Schulweg zu erlernen. Die App wurde rechtzeitig zum Schulanfang in der Schweiz lanciert.

Max der Dachs gibt Tipps und Tricks für mehr Sicherheit im Strassenverkehr. © AXA Stiftung für Prävention

Das Sensibilisierungsthema erlebbar machen

Die Unfallforschung der AXA analysiert zahlreiche Unfälle im Strassenverkehr und führt jährlich eigene Crashtests durch. Eine Auffahrkollision in einer Stausituation mit einer Geschwindigkeit mit 60 km/h kann verheerende Folgen haben. Um dies aufzuzeigen, stattete die AXA beim Crashtest ein Fahrzeug mit einer 360-Grad-Kamera aus. Das Video macht die Kollision aus unterschiedlichen Perspektiven erlebbar. Mit Geräten wie Desktop-Computer, Smartphone oder Virtual Reality-Brille lässt sich die Auffahrkollision durch klicken, bewegen und drehen aus sämtlichen Blinkwinkeln betrachten. Bettina Zahnd, Leiterin Unfallforschung & Prävention der AXA, erklärt in der Medienmitteilung zum Video: «Dank Virtual Reality fühlt sich der Zuschauer in die Situation hineinversetzt – er erlebt den Unfall sozusagen mit. Ein zentraler Faktor in der Präventionsarbeit, wie unsere Erfahrungen zeigen». Betreffend Timing: Einmal im Jahr finden Crashtests der AXA vor Publikum statt. Bei dieser Gelegenheit hatte das Publikum neben dem Crashgelände die Möglichkeit, den soeben gesehenen Crash zusätzlich im 360-Grad-Video mit einer Virtual Reality Brille zu erleben.

Durch das Sensibilisierungsthema Mehrwert schaffen

Den Sinn einer Massnahme zu verstehen fällt leichter, wenn Vorteile für die eigene Situation erkennbar sind. Die AXA verknüpft die Kommunikation von Präventionsmassnahmen mit Mehrwert für die einzelne Person. So finden sich auf dem Blog der AXA unterschiedliche Checklisten und Tipps, wie beispielsweise im Beitrag zum sicheren Beladen des Autos vor einer Reise. Der Blogbeitrag informiert neben der Verwendung von richtigen Sicherungsmaterialien auch über rechtliche Gegebenheiten beim Transport von Sperrgut wie zum Beispiel ein Kajak. Bezüglich Timing: Der Blogbeitrag wurde während der Feriensaison publiziert.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass neben dem richtigen Timing und der Wahl des Kommunikationsmittels ein Botschafter / eine Botschafterin für das Thema, Anschaulichkeit und individueller Mehrwert zur erfolgreichen Kommunikation von Präventionsmassnahmen beitragen können.

Über die Autorin

Janine Diem arbeitet bei der AXA im Angebots- und Trendmanagement. In dieser Tätigkeit entwickelt sie Produkte und Services rund um Sachversicherungen. Nach dem Betriebsökonomie-Studium absolviert sie derzeit den CAS Marketing- und Corporate Communications an der ZHAW School of Management and Law.

Foodblogging – Wenn Leidenschaft zum Beruf wird

Von Pierangela Bartolone

Mit über 87‘000 Abonnenten auf YouTube und 65‘000 Followern auf Instagram zählt „Mrs Flury“ zu einer der beliebtesten Foodbloggerinnen der Schweiz. Die gelernte Ernährungswissenschaftlerin Doris Flury zeigt mit ihren sympathischen Kochvideos und kreativen Posts, wie man Gesundes und Simples verbindet und aus einem Hobby ein Beruf werden kann.

Du bist gelernte Ernährungswissenschaftlerin – Wie bist du zum Foodblogging gekommen? Was war deine Motivation?

Das Bloggen hat als reines Hobby begonnen. Ich wurde oft von Freunden und Familie nach meinen Rezepten gefragt und habe dann irgendwann begonnen, diese nachzukochen und für YouTube-Videos zu filmen. Das Ganze ist aus reiner Freude entstanden. Ich habe mir nie darüber Gedanken gemacht, dass es ein Beruf werden könnte.

Auf welche Schwierigkeiten bist du anfänglich gestossen?

Eigentlich auf keine. Es war jedoch sehr zeitaufwendig, die Rezepte sowohl auf meinem Blog als auch auf meinem YouTube-Kanal und den unterschiedlichen Social-Media-Kanälen zu publizieren.

Foodstyling – ästhetische Bilder unterstreichen die Rezepte auf dem Blog © Mrs Flury

Du betreibst den Blog, einen Online-Shop und bist auch mit deinen Foodkreationen auf Instagram und YouTube vertreten. Mit welchem Kanal hast du gestartet und wie hat sich seitdem die Bedeutung der Einzelnen entwickelt?

Begonnen habe ich mit dem YouTube-Kanal. Dieser generiert bis heute noch die meisten Aufrufe auf meinem Blog. Instagram ist auch ein zusätzliches Tool, um die Blogposts zu teilen. Momentan boomt Instagram natürlich, viele sind auch nur dort vertreten.

Während aber auf Instagram nach einer gewissen Zeit die Posts wieder verschwinden, fungiert mein YouTube-Kanal auch als Datenbank, in der man immer wieder nach meinen Rezepten suchen kann. Insgesamt sind jedoch nach wie vor alle Social-Media-Kanäle wichtig, wie etwa auch Pinterest, Facebook und TikTok.

Von der Idee bis zum fertigen Post – Wieviel Aufwand steckt dahinter? Arbeitest du im Team oder allein?

Es steckt sehr viel Arbeit dahinter, eigentlich ein 100% Job, den man aber flexibel und rund um die Uhr ausführen kann. Wie viel Zeit ich genau investiere, hängt natürlich auch von der Aufgabe ab. Ich mache fast alles allein, ausser beim Erstellen und Schneiden der YouTube-Videos, da unterstützt mich mein Mann.

Doris Flury und eine ihrer Kreationen © Mrs Flury

Mittlerweile boomen auch in der Schweiz Foodblogs und Instagram-Kanäle rund um das Thema „gesunde Ernährung“. Was hebt Mrs Flury von den anderen ab?

Die hohe Glaubwürdigkeit als Ernährungswissenschaftlerin, die seit nun mehr als 6 Jahre exklusiv zum Thema gesunde Ernährung bloggt und damit auf allen wichtigen Social-Media-Kanälen aktiv ist. Ich ernähre ich mich und meine Familie ausserdem genauso, wie ich es auf Social-Media präsentiere.

Du kooperierst mit grossen Brands wie etwa Migros oder Kenwood. Kannst du kurz schildern, wie solche Kooperationen zustande kommen?

Ich werde von Firmen oder Agenturen angefragt, welche durch YouTube oder Instagram auf mich aufmerksam werden. Wenn eine Marke dann zu mir passt und ich diese auch glaubwürdig vertreten kann, wie zum Beispiel ein Küchengerät, dann gehe ich gerne diese Kooperation ein und es wird dann gemeinsam festgelegt, wie diese aussehen soll. Bei den meisten Kooperationen bin ich sehr frei in der Gestaltung, manche Firmen haben aber auch gewisse Vorgaben und möchten zum Beispiel die Posts im Voraus sehen. Natürlich gibt es auch Anfragen, die nicht zu mir passen und welche ich dann absagen muss.

Wie sieht die Zukunft für Mrs Flury aus?

Es wird noch lange innovative, gesunde und einfache Mrs Flury-Rezepte geben, die nach dem Zeitgeist entwickelt werden.

Mehr über Mrs Flury unter:

https://www.mrsflury.com/

www.youtube.com/mrsflury1

http://instagram.com/mrsflury/

https://www.facebook.com/mrsflury1

https://www.pinterest.com/mrsflury/

Über die Autorin

Pierangela Bartolone ist als Project Manager Translations tätig. Nach dem Bachelorstudium in Angewandte Sprachen an der ZHAW, absolviert sie zurzeit den CAS Marketing- & Corporate Communications, um ihre Kenntnisse in diesen Bereichen zu vertiefen. In ihrer Freizeit probiert sie gerne Neues in der Küche aus. Dabei lässt sie sich von Foodblogs inspirieren.

Wie ein Blog die Forschung erklärt und dabei die Welt rettet

Von Annina Gantenbein

Zurzeit scheint es in der Politik, in den Medien und in den Köpfen der Menschen kaum mehr eine andere Zeitmessung als vor, während und (hoffentlich) nach Corona zu geben. Vielleicht haben wir aber gerade auch jetzt einmal Zeit und Musse, uns anderen Herausforderungen zu widmen, die sonst schlicht und einfach im Trubel des Alltäglichen untergehen.

Vor Corona waren der Klimawandel und die Energiewende Thema Nummer 1. Seit langem geht damit aber die Frage einher, wie Forschungserkenntnisse für die Bevölkerung oder, vielleicht gar wichtiger, für Journalisten und den ganzen Politzirkus verständlich kommuniziert werden können. Denn klar ist: von wegen vorbildliche Schweiz. Der Klimawandel und seine Ursachen sind den meisten bekannt. Aber obwohl wir über einen der höchsten Technologiestandards verfügen, schaffen wir es nicht, politisch und gesellschaftlich griffige Massnahmen zu ergreifen. Woran liegt das?

Verstehen wir die Lösungen einfach nicht?

Genau da kommt die Kommunikation ins Spiel. Institutionen wie der ETH Zürich ist es ein Anliegen, Forschung auch in die gesellschaftlichen Herausforderungen einzubetten, denn ein kommunikativ erfolgreicher Technologietransfer wirkt vertrauensfördernd. Und jetzt? Die Klima-Alarmglocken läuten laut und deutlich. Innerhalb der ETH Zürich wird hier viel geforscht und die Rufe der Klimajugend haben auch ihren Beitrag geleistet. Trotzdem führen Forschungserfolge nicht immer zu einem Umdenken, geschweige denn Handeln in der Gesellschaft.

Das ETH-Kompetenzzentrum für Energie setzt auf unterschiedlichste Kanäle, um den Technologietransfer zu unterstützen. Die verschiedenen Touchpoints stehen symbolisch für die Anspruchsgruppen: die interessierte Bevölkerung, andere Forschungsinstitute, Industrie und Politik. Mit Konferenzen, Ausstellungen, Roundtable-Diskussionen, Veranstaltungsvideos oder Social-Media-Beiträgen wird ein Dialog über aktuelle Energiethemen angeregt. Neu im Sortiment ist auch ein Energie-Blog.

Globi fährt mit dem E-Bagger an der Scientifica – Forschung zum Anfassen (Copyright: Annina Gantenbein)

Schliesst der Blog die Lücke zwischen Wissenschaft und Gesellschaft?

Das Format des Blogs ist interessant, denn in Zeiten der Informationsflut sehnen sich Lesende zunehmend nach vertrauenswürdigen Meinungen. Dieses Bedürfnis kann der Energy Blog der ETH befriedigen. Technologien und Prozesse werden in einem argumentativen, interdisziplinären Rahmen beleuchtet. Die Lesenden können erkennen, wie sich der Autor in einer Sache positioniert. Spezialisierte Forschung, die für Herrn und Frau Schweizer meist unverständlich ist, wird aus dem Elfenbeinturm in den Alltag geholt. Der Energie-Blog leistet durch folgende Merkmale einen Mehrwert:

  • Gesamtkontext statt Scheuklappendenken: Die Beiträge betten aktuelle Geschehnisse und Forschung in den Alltag der Menschen ein und berücksichtigen dabei den gesellschaftlichen und politischen Kontext.
  • Verständliche Sprache: Der Forscher-Fachjargon wird in ansprechende und verständliche Texte heruntergebrochen, die auch von der breiten Bevölkerung verstanden werden. Die Autoren erbringen damit eine entscheidende Übersetzungsleistung.
  • Breite Wissensbasis: Energie steckt überall, mit dem technischen Fortschritt entzieht sich das Wissen darum jedoch den meisten. Um im demokratischen Prozess aber die Energiewende zu meistern, bedarf es fundierter Entscheidungen. Blog-Beiträge vermitteln einer grossen Leserschaft das notwendige Wissen dafür.
  • Meinungen, Meinungen und nochmals Meinungen: Argumentative Positionierungen regen zur Diskussion an, involvieren Entscheidungsträger, indem Forderungen gestellt werden, und zeigen Best Practices auf. In einem Bottom-up-Ansatz geben die Autorinnen und Autoren etwas an die Gesellschaft zurück.
Im Blog kann Forschung zeitunabhängig und ausführlich analysiert werden. (Copyright: ETH Zürich / Tom Kawara)

Zusammenfassend zeigt sich klar, dass ein Blog dazu beitragen kann, dass die Bevölkerung die Prozesse des Klimaschutzes und der Energiewende versteht und akzeptiert. Natürlich ist der Touchpoint Blog nicht das Allerheilmittel. Aber mit jedem kommunikativen Versuch gewinnt die Energiewende an Dynamik und bald gelingt dann auch der so dringlich benötigte Klima-Sprint. Und so leistet auch ein Energie-Blog seinen (kleinen) Beitrag zur Rettung der Welt. Ganz nach dem Motto: Steter Tropfen höhlt den Stein.

Über die Autorin

Annina Gantenbein wagte sich nach dem Konferenzdolmetscherstudium an der ZHAW während eines Hochschulpraktikums beim Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartement EJPD das erste Mal in die Kommunikations- und Medienwelt. Das Interesse war geweckt und nach einem Abstecher beim kantonalen Migrationsamt ist sie seit April 2019 am Energy Science Center der ETH Zürich für Kommunikation, PR und Events verantwortlich.

Massgeschneidertes Essen bei massgekocht.

Wo gehen wir essen? Die Standardfrage, die pünktlich zur Mittagszeit in den Büros umherschwirrt. Beim reichhaltigen Angebot, das es gerade in den Städten gibt, wird nicht immer auf die eigene Linie geachtet. Gesundes Essen selber vorkochen liegt auch nicht für jeden drin. Das Startup massgekocht. bietet hier Abhilfe, denn passend zur eigenen Person erhält man sein Essen geliefert – massgekocht also! Arbela Statovci, einer der Gründerinnen und HWZ Studentin, erklärt das Konzept.

Frau Statovci, personalisiertes Marketing wird immer wichtiger. Sie kombinieren mit massgekocht den aktuellen Food Trend mit Personalisierbarkeit. Wie ist die Idee zu diesem Startup entstanden und wie funktioniert Ihr Geschäft?

Unsere Idee entstand sehr spontan während einer Gruppenarbeit vor zwei Jahren im Fach Marketing an der HWZ. Wir mussten ein neues Produkt auf den Markt bringen und wussten nicht was. Wir hatten alle Hunger und haben uns einen healthy-food Lieferservice gewünscht. Da Ramona [Anm. d. Red. Ramona Romer, einer der Gründerinnen] ein „Sportfreak“ ist, und nur das isst, was für ihre Bedürfnisse gut ist, haben wir dann darüber gesprochen, wie super es wäre, wenn es jemanden gäbe, der gesundes Essen gemäss unseren körperlichen Bedürfnissen und sportlichen Zielen kochen und liefern würde. Das gab es so nämlich noch nicht. Unsere Idee stiess auf grosses Interesse. Ich hatte schlaflose Nächte, da die Idee mich nicht mehr los lies, und sie Potential hatte. Daher schrieb ich unserem heutigen Mentor Max Meister von der Swiss Startup Factory, um nach seiner Profi-Meinung zu fragen. Nun sind wir hier, haben eine AG und liefern Menüs aus. 🙂

Die Köpfe hinter massgekocht: Oben Arbela Statovci, links Ramona Romer, rechts Chris Velkovski © massgekocht.

Wie ist massgekocht. angelaufen? Können Sie schon über erste Erfahrungen berichten?

Im Oktober 2016 starteten wir mit der massgekocht. Facebook-Seite sowie mit Instagram. Wir agierten als Info Plattform mit Blogbeiträgen rund um den healthy-lifestyle. Somit konnten wir schon Interessenten anlocken und eine Community aufbauen. Da ich im alumni Vorstand sitze, habe ich für unser Team dort ebenfalls gebloggt, sozusagen ein Startup-Tagebuch geführt, welches ebenfalls auf eine grosse Reichweite sowie Interesse stiess. Als wir dann im Januar mit der Produktion und der Auslieferung starteten, hatten wir bereits erste Kunden ohne gross Werbung zu machen, denn man verfolgte uns und wollte „endlich“ die Menüs ausprobieren. Diese Kundschaft die wir jetzt haben, haben wir durch Empfehlungen erhalten, was uns sehr freut, denn dies ist eine Königsdisziplin – gute und ehrliche Bewertungen und Feedback zu erhalten. Wir liefern persönlich aus, was uns die Chance gibt, unsere Kunden kennenzulernen und eine Bindung aufzubauen. Somit schaffen wir Vertrauen und Transparenz. Unsere Kunden wissen zu jedem Zeitpunkt, wie es bei uns läuft, was es Neues gibt, und wo wir Unterstützung benötigen. So kommen Hilfeleistungen und Empfehlungen auch oft aus der Kundschaft. Sie sind ein Teil von massgekocht., was für uns essentiell ist und wir viel Wert darauf legen. Wir schätzen diese Bereitschaft unserer Kunden sehr.

Wer sind die massgekocht. Kunden? Wie erreichen Sie diese?

Zu Beginn dachten wir, dass unsere Kundschaft „nur“ Fitnessfanatiker sind. Dem ist aber nicht so. Unsere Kunden sind überall und finden sich in einem Range zwischen 20-50 Jahren wieder. Es sind vielbeschäftigte Personen, die oft unterwegs sind. Zeit ist für uns alle ein rares Gut. Unsere Kunden sind ernährungs- sowie sportbewusst. Sie möchten sich so oft wie möglich nachhaltig und gesund ernähren. Dieses Engagement fordert jedoch viel Disziplin, Willen, Zeit und Aufwand. Wir nehmen unseren Kunden den Aufwand ab und liefern das Essen direkt an den Arbeitsplatz.

Wie oben erwähnt hatten wir die ersten Kunden aus dem direkten Umfeld und danach aus Empfehlungen. Ausserdem haben die Artikel auf 20min.ch, Watson und der Beitrag auf Radio24 auch einen Boost gegeben. Heute erreichen wir sicherlich Kunden über unsere Social-Media-Kanäle und über aktives Netzwerken. Unser Netzwerk ist inzwischen sehr breit.

Gesundes Essen ohne Aufwand © massgekocht.

Ist dieser Service nur für Fitnessfanatiker geeignet, oder gibt es auch Vorteile für durchschnittlich ambitionierte Personen?

Ich sage es mal so. Fitnessfanatiker schauen sowieso schon auf das, was sie essen. Sie kochen schon so, dass die Kombination der Makronährstoffen Kohlenhydrate, Fette und Proteine genau oder ungefähr stimmen. Der durchschnittlich ambitionierte Schweizer macht das in der Regel nicht so genau. Man isst zwar gesund, indem Sinn, dass man mal frisch kocht, Gemüse und Früchte zu sich nimmt, aber nicht so, dass es den eigenen Bedürfnissen entspricht. Je nachdem, was man für ein Ziel hat, Abnehmen, in Form bleiben oder Muskelmasse aufbauen, müssen diese Komponenten ideal aufgeteilt werden.

Unser Service ist für alle, die die Zeit nicht haben, sich immer so zu ernähren. Zu unseren Kunden dürfen wir einige Sportler zählen, aber die Mehrheit sind Leute, die zwar ab und zu sportlich unterwegs sind, aber nicht zu den absoluten „Sportfreaks“ zählen.

Bei einem Startup läuft nicht immer gleich alles rund. Wo sehen Sie die grössten Probleme, resp. wo wollen Sie sich noch verbessern?

Das ist richtig 🙂 Da wir „nur“ zu Dritt sind, gilt es alle Bereiche auf uns aufzuteilen. Wir haben alle unsere Stärken und Schwächen, sind aber komplementär aufgestellt, was Vieles erleichtert. Wir haben uns noch nie selbstständig gemacht, d.h. einige Aufgabenbereiche üben wir zum ersten Mal aus und müssen uns zuerst einlesen und einarbeiten. Wo wir uns definitiv verbessern müssen ist beim Finanziellen. Keiner von uns ist ein BWL-ler. Wichtig ist jedoch, dass wir wissen, wo wir uns Hilfe holen 🙂 Immerhin 🙂

Engagement und Leidenschaft finden sich bei diesem Trio © massgekocht.

Ohne Brand Awareness geht auch bei Startups nicht viel. Wie nutzen Sie das Marketing, um Ihr Geschäft bekannter zu machen?

Bis dato haben wir kein Geld ausgegeben für Marketing. Wir haben vor allem auf den direkten Kontakt gesetzt und diesen mit Flyern untermauert. Ausserdem bespielen wir unsere Social Media Kanäle regelmässig mit tollen Foodbildern aus unseren Menükreationen sowie Eindrücke aus unserem Alltag. Inzwischen erkennen auch Leute, die wir nicht kennen unser Logo. An dem Event an der ZHAW [Anm. d. Red. ZHAW Entrepreneur Club Flagship Event] habe ich drei Jungs kennengelernt, die schon von massgekocht. gehört oder gelesen haben. Das freut uns natürlich sehr 🙂

Wie wichtig sind die online Kanäle für massgekocht.?

Diese sind essentiell. Im Netz verbreitet sich ein Bild im Nu. Unsere Food-Bilder sind trendig, farbig und sehr appetitlich. Wenn diese auf Instagram und Facebook gelikt oder geshart werden, dann verteilt sich das enorm schnell und wirkt sich auf unsere Bestellungen aus.

Wie sehen Sie die Marktentwicklung für die nächsten Jahre?

Ich denke, wir haben mit unserem Service den Nerv der Zeit getroffen. Auf dem Markt gibt es unzählige healthy food Anbieter. Es ist eine Frage der Zeit, bis sich diese dazu entschliessen, auf die persönliche Schiene zu setzen. Wobei hier doch auch zu beachten ist, dass das doch einen mega Aufwand nach sich zieht. Etabliertere Restaurants oder Take Aways werden mit Produkterweiterungen konfrontiert werden, was nicht von heute auf morgen geschehen kann. Wir hingegen, als junges, dynamisches Startup haben eine grüne Wiese und können ohne fixe Strukturen schnell auf ein Bedürfnis reagieren. Die Käufermärkte ändern sich heute, meiner Meinung nach, von materialistisch zu wertorientiert. Es wird Wert daraufgelegt, dass das was man einkauft, persönlich ist. Das sind ebenfalls Werte die unser Team vertritt. Wir suchen den Kontakt zu unseren Kunden und stossen auf Gegenseitigkeit.

Es gilt Kundenbedürfnisse schnell umzusetzen © massgekocht.

Der ZHAW Entrepreneur Club will den Austausch unter den Startups fördern. Wie wichtig ist aus Ihrer Sicht eine gemeinsame Plattform und ein regelmässiger Kontakt mit anderen Startups?

Der Austausch ist von grosser Bedeutung. Ich persönlich setze mich seit Jahren für einen Austausch zwischen Peers ein. Es sind gleichtickende und ähnlich arbeitende Leute. Diese muss man zusammenbringen und das Potential eines jeden Einzelnen nutzen und so auch Synergien nutzen. Das kommt jedem Startup, jedem Team und letztendlich der Wirtschaft zu Gute. Vor allem aber, tut es uns als Menschen gut, sich untereinander kennenzulernen und auszutauschen. In der Zeit der Digitalisierung, wo so vieles über online Kanäle läuft, ist es ein Muss, die sozialen Aspekte wieder auf die konventionellen Kanäle zu verlagern, also Face-to-Face.

Sie sind ja selbst Studentin, was würden Sie den Studierenden raten, die mit dem Gedanken herumspielen, ein Startup zu gründen?

Wenn ein reales Interesse da ist, dann würde ich sagen: Just do it. Ramona und ich sind während dem Studium mit massgekocht. gestartet. Glauben Sie mir, das war keine einfache Zeit nebst den Prüfungen, Vorlesungen und vor allem neben dem Schreiben für unsere Bachelorarbeit. Aber: Es war die beste Entscheidung die wir hätten treffen können, denn wir machen das was wir lieben. Es fühlt sich nicht wie arbeiten an, sondern wie das Ausüben unserer Passion und Hobbies. Wir brennen für unser Baby.

Ich denke es gibt zu viele „Vieldenker“, die sich in ihrer Komfortzone verbarrikadieren und Angst haben, dass sie ihr Sicherheitsnetz verlieren. Das ist keine gute Voraussetzung. Es ist dennoch sehr wichtig auch mal etwas zu riskieren. Ich erzähle euch lieber nicht, wie es bei mir persönlich finanziell aussieht 🙂 Es ist aber auch nicht wichtig, denn Geld kommt und geht. Das sollte kein Motivator sein. Was zählt ist, dass man lebt, dass man einsteht für den eigenen Traum, dass man den Nervenkitzel und das Risiko spürt. Es geht um das Gefühl, etwas aus dem Nichts geschaffen zu haben und es wachsen zu sehen.

Meine Tipp’s:

  • Nicht zu lange überlegen
  • Einfach machen & ausprobieren
  • Wer nicht wagt der gewinnt nicht’s
  • Kämpfe für deinen Traum
  • Ein gutes Team ist ALLES

Studentin und Unternehmerin Arbela Statovci © massgekocht.

Mehr über massgekocht.

http://massgekocht.ch/

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Patricia – die IMM Backkönigin

Foto 1

Wenn Patricia wie so oft mit einer Keksdose in der Hand durch unsere IMM Gänge rauscht, wird sie besonders intensiv angelächelt. Mit gutem Grund: Egal ob sich Cupcakes, Cookies oder Brownies in der Box verstecken – was Patricia aus dem Ofen nimmt, verzaubert. Mit viel Liebe, selbst zusammengestellten Rezepten und wunderhübschem Dekomaterial geht Patricia ihrer Leidenschaft für das Backen und Organisieren von Events nach.

Patricia ist am IMM aber auch als professionelle Bloggerin und Social Media «Guresse» bekannt – so hat sie in den letzten vier Jahren unseren Blog mit aufgebaut und den Online Auftritt des IMM nachhaltig geprägt. Dies spiegelt sich auch in ihrem privaten Blog boumbelle und ihren Instagram-Profilen (privat / boumbelle) wieder. Mit ihrer Online Präsenz und ihrem Marktstand am Bülacher Wochenmarkt (sie sind jeden zweiten Samstag vor Ort) hat Patricia bereits mehrere Aufträge für Hochzeitstorten und Geburtstagskuchen ergattert. Für mich steht fest: Patricia wird mit ihrer Leidenschaft Grosses erreichen und dabei Jung und Alt mit ihren Backkünsten begeistern.

Ich habe Patricia noch nach ihren Lieblingsrezepten gefragt, hier sind sie:

Blogs rund um das Thema Digital Marketing

Das Thema Digital Marketing spielt am Institut für Marketing Management eine wichtige Rolle. Da sich die digitale Welt immens schnell weiter entwickelt, sind auch für uns Blogs zum Thema eine wertvolle Informationsquelle.

Quelle: keriganmarketing.com

Quelle: keriganmarketing.com

In der Folge finden Sie eine kleine Auswahl an Blogs, die spannende Entwicklungen und Neuigkeiten rund um das Thema Digital Marketing diskutieren:

Über welchen Blog informieren Sie sich? Falls Sie sich zum Thema Digital Marketing weiterbilden möchten, finden Sie hier alle Informationen zu unserem Lehrgang CAS Digital Marketing.

Warum ein Corporate Blog?

Gastbeitrag von Daphne Zimmermann, Absolventin des CAS Marketing- und Corporate Communications. Sie hat sich in ihrer Projektarbeit mit Corporate Blogs auseinandergesetzt.

Eines muss jedem Kommunikationsverantwortlichen bewusst sein: In den sozialen Medien wird heute faktisch über jedes Unternehmen gesprochen. Sei es über Bewertungsplattformen, auf XING oder LinkedIn oder auf Facebook, Google+ und Co. Ein Unternehmensblog bietet eine Möglichkeit, den Dialog nach den eigenen Regeln zu gestalten ohne dabei in Abhängigkeit von Plattformen zu geraten. Er bildet die Schnittstelle zwischen der eher statischen Webpage und den dialogorientierten sozialen Medien. Weiterlesen

Einblicke in die Social Media Strategie von Swisscanto

Roman Kappeler

In der Finanzbranche zögern noch viele Unternehmen Social Media aktiv einzusetzen. Swisscanto hat diesen Schritt gewagt und ist nun online mit einem Blog und Twitter seit Oktober. Roman Kappeler, Leiter Media Relations und Social Media, erklärt in einem Interview wieso sie sich für diese Einbindung entschieden haben und wie sie Social Media Aktivitäten koordinieren.

Wer ist Swisscanto?

In der Schweiz ist Swisscanto einer der führenden Anlagefondsanbieter, Vermögensverwalter und Anbieter von Lösungen der beruflichen und privaten Vorsorge. Als Gemeinschaftsunternehmen der Schweizer Kantonalbanken verwalten wir Kundenvermögen von CHF 52,6 Mia. und beschäftigen 390 Mitarbeitende in Zürich, Bern, Basel, Pully, London, Frankfurt am Main, Mailand und Luxemburg.

Wie haben Sie die Geschäftsleitung von Social Media überzeugt?

Ich habe die Initiative vor einem Jahr in Angriff genommen und bekam die Gelegenheit bei einem Geschäftsleitungsworkshop ein paar Fakten über Social Media vorzustellen und Argumente für unseren Eintritt anzubringen. Dieses Jahr wurde dann das Konzept einen Blog aufzubauen und einen Twitterkanal zu eröffnen erarbeitet und von der Geschäftsleitung verabschiedet. Die Führung stand dieser Neuerung grundsätzlich sehr positiv gegenüber und beteiligt sich jetzt auch am Schreiben von Artikeln auf dem Blog.

Welche Kanäle nutzen Sie und warum haben Sie genau diese ausgesucht?

Swisscanto hat sich für einen Blog und Twitter entschieden. Facebook erachten wir als keinen relevanten Kommunikationskanal für die Marke Swisscanto. Sie ist kein Brand, den man in sein privates Leben lässt und mit Freunden bespricht. Für mich ist Facebook eher ein privates Medium und passt deshalb nicht in die Strategie von Swisscanto. Und meiner Meinung nach wird das auch nicht erwartet von den Kunden.

Wichtig für die Wahl des Blogs als zentrales Element in der  Social Media Strategie ist, dass wir keinen Einschränkungen der Plattformbetreiber unterliegen. So müssen wir uns nicht plötzlich nach neuen Regeln richten wie beispielsweise bei Facebook. Der Blog bietet eine einzigartige Möglichkeit mit den Anlegern persönlich in Kontakt zu treten. Auf der Internetseite von Swisscanto findet man schwer einen Ansprechpartner für unsere Kunden. Dies liegt daran, dass die Produkte von Swisscanto über Banken verkauft und betreut werden und bei Problemen oder Fragen auch deren Kundenberater die Ansprechpartner sind. Mit dem Blog eröffnen wir keinen Beratungskanal, er bietet uns aber die Möglichkeit auf fachlicher und thematischer Ebene mit Kunden und Interessenten in Kontakt und Dialog zu treten.

Ebenfalls ein wichtiger Grund für die Einführung eines Blogs ist die Suchmaschinenoptimierung. Durch die Beiträge auf dem Blog erreicht Swisscanto einen besseren Platz im Ranking von Google. Der Blog ist auch eine Art Zukunftsinvestition in der Hoffnung die bezahlte SEO auf Google reduzieren zu können.

Twitter haben wir als zweiten Social Media Kanal gewählt, um den Blog bekannt zu machen und die einzelnen Blogposts und auch die News von Swisscanto stärker zu verbreiten. Die Unterstützung durch Twitter ist enorm und wird sich mit der Zeit noch verstärken. Wenn ich einen Blogeintrag erfasst habe, kann ich mit der Freischaltung des Artikels zeitgleich einen Tweet absenden.

Auf dem Twitterkanal wird noch immer „Einweg“-Kommunikation gemacht, auch bei uns. Dies liegt aber weniger an uns, als daran, dass wenige Nutzer auch wirklich kommentieren oder Anliegen adressieren. Wir haben unsere Prozesse intern jedoch soweit im Griff, dass wir auch auf Kundenanfragen über diesen Kanal reagieren könnten.

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Die Online-Favoriten von Armin Ledergerber

Armin Ledergerber

Meine bevorzugte Social Media-Plattform ist Twitter. Weshalb? Deshalb: #kurz&bündig #unterhaltend #informativ #schnell

Ich selbst twittere unter dem Namen @armled.

Quelle: http://twitter.com/armled

Sehr empfehlenswerte finde ich die Video-Beiträge, welche im Rahmen der TED-Talks entstehen. Inspirierende Persönlichkeiten berichten über „Ideas worth spreading“. Das unten eingebettete Video zur Thematik der „Filter Bubbles“ von Eli Pariser sollte sich jeder anschauen, der – wie heute wohl jeder – personalisierte (Such-)Dienste nutzt.



Auch verfolge ich regelmässig den NZZ-Blog „Übermorgen„, der Trends im Konsum und der Gesellschaft thematisiert.

Quelle: http://uebermorgen.blog.nzz.ch/