„Wenn die Bienen sterben, sterben vier Jahre später auch die Menschen aus“ (Einstein)

Die Dokumentation von Markus Imhof regt zum Nachdenken an und deckt Tatsachen auf, die wohl vielen Menschen nicht bewusst waren. Vielleicht genau der richtige Film für die Festtage. Der Film läuft unter anderem im Kino Riffraff in Zürich, das Programm für die nächsten Tage finden Sie hier.

Einen Eindruck über die Dokumentation vermittelt dieser Trailer, der mich mit seinen wunderschönen Bildern und erschreckenden Fakten sofort in den Bann gezogen hat.

Haben Sie den Film schon gesehen? Was war ihr Eindruck?

Wenn Bienen sterben…

… löst das bei den wenigsten Personen Betroffenheit aus. Aber Forscher warnen vor schlimmen Folgen durch das Bienensterben.

Bereits im Jahr 2011 hat ein Uno-Bericht darauf aufmerksam gemacht, dass immer größere Teile der Welt vom Sterben der Bienen betroffen sind. Damit ist auch die Nahrungsgrundlage der Menschheit bedroht (Spiegel-Online, 2011). Das Problem ist global, denn nicht nur Europa, sondern auch Nordamerika und China sind betroffen.

Aber warum sterben die Bienen? Das Fazit des Unep-Berichts „Global Bee Colony Disorders and other Threats to Insect Pollinators„: Die Gründe sind vielfältig und in der Summe dramatisch. Die schnelle Ausbreitung von Pilzen, Viren und Milben aufgrund des internationalen Handels, Insektizide, die in der Landwirtschaft eingesetzt werden, die Abnahme der Biodiversität und damit das Verschwinden von wichtigen Blühpflanzen, Luftverschmutzung, die die Fähigkeit der Bienen beeinträchtigen bestimmte Pflanzen wahrzunehmen oder der Klimawandel, und die sich damit veränderten Blühzeiten und die Niederschlagsverteilungen, machen es unseren Bienen nicht leicht.

Eine nachhaltige Bewirtschaftung der Erde sei der einzige Ausweg.

Auch der Film „More than Honey“ macht auf diese Problematik aufmerksam und zeigt ganz deutlich auf, dass das Sterben der Bienen mit unseren Umweltsünden und unserer Gier zusammenhängt. Der Film zeigt zum Beispiel, wie industrielle Imker in den USA mit den Bienenstöcken in Trucks durch mehrere Staaten fahren um so die weltweite Mandelernte zu gewährleisten, denn ohne diese Wander-Imker blieben 80 Prozent dieser Bäume unbefruchtet und es gäbe keine Mandeln und auch kein Marzipan. Als Dank für den Zwangseinsatz der Bienen gibt es eine Ladung Spritzmittel, die die Monokulturen vor unerwünschten Insekten schützen soll.

Einen kleinen Einblick zum Film gibt es hier.

In der Schweiz und auch in Deutschland gibt es viele Projekte, die sich für das Wohl der Biene und damit der Gesellschaft einsetzen, zum Beispiel

Spiegel-Online. (2011). Bienensterben wird zum globalen Problem. Abgerufen am 07.12.2012