IMM auf der EASM (European Association for Sport Management) Conference 2016

Zwischen dem 7. und 10. September 2016 fand in Warschau die 24. EASM (European Association for Sport Management) Conference statt. Die Konferenz, die von der Vistula-Universität organisiert wurde und dieses Jahr „Memories and identities in sport management in Europe“ zum Thema hatte, war ein grosser Erfolg – auch für die ZHAW und das Insitut für Marketing Management.

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Patrick Bissig und Marcel Hüttermann präsentierten das Paper „Brand Analysis in Sports using Repertory Grid Technique: Grasshoppers Club Zürich as a Case Study„, welches aus einer Masterarbeit und einem Forschungsprojekt mit dem Schweizer Rekordmeister zustande gekommen ist. Die Erkenntnisse wurden rege diskutiert und fanden grossen Anklang.

Daneben konnten viele spannende Vorträge gehört und diskutiert, Kontakte gepflegt sowie neue geknüpft und die ZHAW auf dem Feld des Sport Marketing erneut gut positioniert werden. Schwerpunktthemen waren dieses Jahr die Service-Dominant-Logic im Sport, dem immer heiss diskutierten Feld Governence im Sport und dem Beziehungsmanagement mit den Fans zu.

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Die ca. 400 Teilnehmer wurden durch eine gut organisierte Konferenz geleitet und genossen polnische Gastfreundschaft während der gesamten Konferenztage. Die Stadt Warschau faszinierte die Teilnehmenden, das Gala-Dinner im PGE Stadion (dem Polnischen Nationalstadion), die Social-Networking-Veranstaltungen u.a. im Polnischen Olympiazentrum, zusammen mit der gesamten Atmosphäre auf der EASM, war etwas, woran sich alle Teilnehmer gerne zurück erinnern werden.

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Neuer Weiterbildungskurs: CAS Markenemotionalisierung

Der CAS Markenemotionalisierung ist eine Weiterentwicklung des CAS Sport Marketing. Der neue orientierte Kurs richtet sich an Führungskräfte sowie Marketingverantwortliche aus der Sport-, Musik- und Eventbranche und an all diejenigen, die über diese Kanäle ihre Produkte sowie Dienstleistung emotionalisieren möchten.

In zahlreichen Gesprächen mit Interessierten, Absolventen, externen Experten und Unternehmen ist der Studiengangleitung klar geworden, dass ein Fokus auf die Schaffung von (Marken-) Emotionen und eine Erweiterung der Kursinhalte hin zu Events sowie Musik einen Mehrwert für alle Beteiligten bietet. Mit der Namensänderung und der Änderung einiger weniger Inhalte orientiert sich der Lehrgang klar an den Strategien Schweizer Unternehmen und an den Anforderungen dessen Mitarbeiter. Ausserdem soll eine bessere Einbindung in den MAS Marketing Management und die Verknüpfung zu anderen CAS des IMMs gewährleistet werden.

Bis und mit 2016 waren die Inhalte des Kurses komplett auf den Sport ausgerichtet. Ab der nächsten Durchführung (Startdatum: 10. März 2017) werden die Inhalte fokussiert auf Markenemotionalisierung im Generellen ausgerichtet. Weitere Änderungen erfolgen innerhalb der bestehenden Lektionen, was vor allem die Praxisbeispiele betrifft.

Bereits heute freuen wir uns auf den 33. Spieltag der Deutschen Fussball Bundesliga 2016 / 2017, den wir als Teil des CAS bei Bayer 04 Leverkusen verbringen. Nebst dem Derby gegen den 1. FC Köln, werden interessante Vorträge zu hören sein. Ebenfalls dürfen wir einen Blick hinter die Kulissen des SRF werfen und uns veranschaulichen, wie dort Sport und Events „gelebt“ werden.

Folgende Themen werden innerhalb des CAS Markenemotionalisierung behandelt:

Modul 1:

  • Erfolgsfaktor Markenemotionalisierung
  • Internationalisierung
  • Relationship Marketing
  • Stakeholder Management
  • Marketing von und mit Sport & Events

Modul 2:

  • Eventmarketing
  • Sponsoring
  • Kommunikation
  • Content Marketing
  • Musikfestivals als Kommunikationsplattform
  • Trendseminar Digitales Marketing

Anmeldung: hier
Programm-Website: hier
Zeitplan: auf Anfrage
Broschüre: folgt

Bei Fragen zum Kurs können Sie sich an Programm Manager Marcel Hüttermann (Fon: 058 / 934 76 98, Mail: marcel.huettermann@zhaw.ch) wenden.

Swiss CRM Forum 2016 – Veröffentlichung der Swiss Marketing Leadership Studie 2016

Das Swiss CRM Forum, die Marketing Leadership Konferenz, brachte am 8. September mehr als 500 Führungskräfte und Trendsetter in den Bereichen Marketing, Product Management und CRM im Zürcher Kongresshaus zusammen. Nebst spannenden Key-Notes, Best Practice Cases und Workshops konnten sich die Teilnehmenden auch an den Infoständen einiger Anbieter von Lösungen und Beratern, wie am Stand des IMMs, über die neuesten Trends in den jeweiligen Bereichen informieren.

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Ein Höhepunkt des Forums war die Vergabe der Customer Excellence und Marketing Leadership Awards. Institutsleiter Prof. Dr. Brian Rüeger durfte als Präsident der Jury den «Cust­o­mer Excel­lence Award 2016» an die SBB ver­lei­hen. Das Gewin­ner­pro­jekt trägt den Titel: «Kun­den­be­geis­te­rung durch Handlungsspiel­raum am Touch­point Rail­Clean» und über­zeugt durch eine vor­bild­li­chen Kun­den­ori­en­tie­rung an der Peri­phe­rie des Gross­un­ter­neh­mens.

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Den «Mar­ke­ting Lea­dership Award 2016» erhielt ebeam Tech­no­lo­gies, eine Brand der COMET Group. Das Unter­neh­men ver­fügt über eine bahn­bre­chen­den neuen Tech­no­lo­gie, wel­che Unter­neh­men im Fer­ti­gungs­pro­zess hilft, keine oder weni­ger Che­mie ein­zu­set­zen, Ener­gie zu spa­ren und effi­zi­en­ter zu wer­den. Unter­neh­men wie z.B. Tetra Pak set­zen auf ebeam im Pro­duk­ti­ons­pro­zess. Die Anwen­dungs­fel­der sind glo­bal und betref­fen zahl­rei­che unter­schied­lichste Bran­chen.

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Ein weiteres Highlight war die exklusive Präsentation und Launch der Swiss Marketing Leadership Studie 2016 auf dem Swiss CRM Forum. Dieses Jahr konnte sie bereits zum zweiten Mal erfolgreich durchgeführt werden. Das Institut für Marketing Management hat dazu 2660 mittlere und grosse Unternehmen zufällig ausgewählt, von denen 646 an der Umfrage teilgenommen haben. Die Studie hat sich mit dem hochaktuellen Trendthema der digitalen Transformation im Marketing befasst. Die Befragung bei Inhabern, Geschäftsführern, Marketing-, CRM- oder Produktmanagement-Verantwortlichen hat ergeben, dass Schweizer Unternehmen verstanden haben, dass die digitale Transformation das Marketing grundlegend verändern wird. Lesen Sie mehr zu diesem Thema in der Studie:

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Studie downloaden

Haben Sie Fragen zur Studie? Dann können Sie sich an Marcel Hüttermann unter 058 934 76 98 oder per E-Mail an: marcel.huettermann@zhaw.ch wenden.

Swiss CRM Forum 2015

Das Swiss CRM Forum, die Marketing Leadership Konferenz, vereinigte am vergangen Dienstag mehr als 500 Führungskräfte in den Bereichen Marketing, Product Management und CRM im Zürcher Kongresshaus. Nebst spannenden Key-Notes, Best Practice Cases und Workshops konnten sich die Teilnehmenden auch an den Infoständen einiger Anbieter von Lösungen und Beratern, wie am Stand des IMMs, über die neuesten Trends in den jeweiligen Bereichen informieren.

Swiss CRM Forum 2015 - Marketing Leadership Konferenz

Panorama-Saal des Zürcher Kongresshauses

Ein Höhepunkt des Forums war die Vergabe der Swiss CRM und Swiss Marketing Leadership Awards. Institutsleiter Brian Rüeger durfte als Präsident der Jury den Marketing Leadership Award übergeben. Die Auszeichnung ging dieses Jahr an das Unternehmen CAMAG aus Muttenz. Die 1958 gegründete Schweizer Firma ist Spezialistin für Dünnschicht Chromatographie. Es gelang ihr trotz Frankenschock eindrucksvoll Kundenbeziehungen erfolgreich zu pflegen und seine Weltmarktführerschaft zu behaupten.

(v.l.n.r.: Stephan Isenschmid (Geschäftsführer Swiss CRM Forum), Bernhard Egger (Gewinner Swiss CRM Award, Geschäftsführer Schweiz und Österreich Walbusch), Dr. Markus Wyss (CEO, Head Sales & Marketing CAMAG) und Dr. Brian Rüeger (Leiter des Instituts für Marketing Management))

v.l.n.r.: Stephan Isenschmid (Geschäftsführer Swiss CRM Forum), Bernhard Egger (Gewinner Swiss CRM Award, Geschäftsführer Schweiz und Österreich Walbusch), Dr. Markus Wyss (CEO, Head Sales & Marketing CAMAG) und Dr. Brian Rüeger (Leiter des Instituts für Marketing Management)

Ein weiteres Highlight war die exklusive Präsentation der Swiss Marketing Leadership Studie 2015 auf dem Swiss CRM Forum. Die Studie ist eine Fusion der beiden bewährten Studienformate «Swiss CRM» und «Swiss Product Management». Das Institut für Marketing Management der SML hat dazu 2910 mittlere und grosse Unternehmen zufällig ausgewählt, von denen 525 den Fragebogen ausgefüllt haben. Die Befragung bei Inhabern, Geschäftsführern, Marketing-, CRM- oder Produktmarketing-Verantwortlichen hat ergeben, dass der Stellenwert des Marketings einen massgeblichen Einfluss auf die Performance von Unternehmen hat. So geben bspw. 41 Prozent der Top-Performer dem Marketing eine strategische Gewichtung innerhalb des Unternehmens. Insofern war der Untertitel des Forums „Die Marketing Leadership Konferenz“ mehr als passend gewählt.

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Studie downloaden

Haben Sie Fragen zur Studie? Dann können Sie sich an Marcel Hüttermann unter 058 934 76 98 oder per E-Mail an: marcel.huettermann@zhaw.ch wenden

 

Erfolgreiche erste Durchführung des CAS Sport Marketing

Das Institut für Marketing Management durfte am Wochenende sämtlichen Teilnehmern des Pionierjahrgangs des CAS Sport Marketing die Diplome verleihen. Damit endet ein spannender und abwechslungsreicher CAS Lehrgang. Nächster Start: Anfang März 2016.

Mit dem Start der Tour de Suisse am Samstag in Risch-Rotkreuz endete gleichzeitig der Weiterbildungskurs CAS Sport Marketing. Im Rahmen des grössten Sportevents der Schweiz übergaben die Studienleiter Dr. Frank Hannich und Marcel Hüttermann den Teilnehmenden ihre Diplome.

Der Besuch der Tour de Suisse war eines von mehreren Highlights im CAS Sport Marketing 2015. Oliver Senn (Kommerzieller Direktor der Tour de Suisse) eröffnete den Tag mit einem Input-Referat bevor Dani Oeschger (Leiter Marketing und Events, SRF Business Unit Sport) einen Einblick in Productionarea des SRF gewährte. Die Zielankünfte durften die Teilnehmenden anschliessend im VIP-Bereich verfolgen.

Dani Oeschger (SRF) mit den Teilnehmenden in der Productionarea

Dani Oeschger (SRF) mit den Teilnehmenden in der Productionarea

Zieleinfahrt Fabian Cancellara

Zieleinfahrt Fabian Cancellara

In den vergangenen vier Monaten konnte das Institut für Marketing Management den Teilnehmenden eine gute Mischung zwischen Sport Marketing Theorie und Praxis bieten. So wurden Themenbereiche wie Stakeholder Management, Kommunikation, Sponsoring oder Eventmarketing (um nur einige wenige zu nennen) den Teilnehmenden von anerkannten Experten anhand praktischer Beispiele aus dem Sport vermittelt.

Dadurch kamen die Teilnehmenden bspw. in den Genuss, einen Blick hinter die Kulissen des SRFs zu werfen, um u.a. zu verstehen welche Sportarten für Medien aus welchen Gründen interessant sind oder wie Übertragungsrechte verhandelt werden. Des Weiteren durften Sie hautnah miterleben, wie es ist, den Sportblock in den SRF1-Nachrichten live zu sprechen.

Teilnehmer des CAS Sport Marketing zu Besuch beim SRF

Teilnehmer des CAS Sport Marketing zu Besuch beim SRF

Ebenfalls sehr aufschlussreich war der zweitägige Trip nach München. Neben dem  Besuch der FC Bayern München Erlebniswelt, einer Stadionführung und des Bundesligaspiels FC Bayern München vs. Eintracht Frankfurt konnte den Teilnehmenden bei einem spannenden Input-Referat von Oliver Kraus (Group Market Management, Allianz SE) die Idee des Allianz-Konzernes an einem Stadion-Namingright vermittelt werden. Am Freitagabend stand Willi O. Hoffmann (Ehem. Bayern-Präsident) den Kursteilteilnehmern im Franziskaner Brauhaus Rede und Antwort. Die Geschichte hinter der Bayern-Einstellung «Mia-san-Mia» und weiteren interessanten Einblicken einer fast 70-Jährigen FC Bayern Geschichte des ehemaligen Präsidenten waren für alle beteiligten äusserst wertvoll.

Was sagen die Absolventen des CAS Sport Marketing?

«Der CAS Sport Marketing war für mich eine fachliche wie persönliche Bereicherung. Sehr interessante und kompetente Dozenten mit grosser Vielfalt, die viel neues Wissen vermitteln und viel Inspirationen mitgeben für die Zukunft. Es war eine super Klasse und last but not least hat sich dank dem Kurs auch eine neue berufliche Möglichkeit ergeben!»

Benjamin Kuster, Sales Manager Sportbooking.ch, Spherix AG

«Durch die vermittelten praxisbezogenen Fallbeispiele bin ich in der Lage die Erfahrungen, die ich als aktiver Sportler gemacht habe, neu mit dem bezogenen Fachwissen optimal zu kombinieren. Ich bin stolz darauf in der Pionierklasse des CAS Sport Marketing dabei gewesen zu sein. Sportler die über Ihre Karriere hinaus im Sportbusiness aktiv sein möchten kann ich den CAS Sport Marketing nur empfehlen.»

Ronnie Rüeger, Projektleiter Sponsoring ZKB und ehemaliger NLA-Goalie

Das Institut für Marketing Management bedankt sich bei allen Teilnehmenden, Experten und jedem der diesen Kurs mitgestaltet hat. Der nächste CAS in Sport Marketing wird Anfang März 2016 beginnen – wir freuen uns bereits heute!

Falls Sie Interesse an einer Teilnahme am CAS Sport Marketing haben, wenden Sie sich an Marcel Hütterman unter marcel.huettermann@zhaw.ch oder telefonisch unter 058 934 76 98.

 

Fanzufriedenheit in der Raiffeisen Super League

Wie zufrieden sind Fussball-Fans mit ihren Lieblingsclubs? Wir haben 3000 Schweizer Fussballfans in Unterstützung mit der Gratiszeitung 20 Minuten befragt, wie zufrieden Sie unter anderem mit dem Management ihres Klubs, mit ihrem Stadion und ihrer Mannschaft sind.

Ob der FC Basel auch im Fan-Ranking an der Spitze ist und wieso GC Fans so gar nicht in Festlaune sind, erfahren Sie im 20 Minuten Artikel von heute. Lesen Sie den Online Artikel. 

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Möchten Sie mehr über CRM im Sport erfahren und  wissen, wie sie die Beziehungen zu Ihren Fans oder Kunden verbessern können? Der Lehrgang CAS Sport Marketing vermittelt Ihnen die nötigen Fachkenntnisse. Für weitere Infos kontaktieren Sie: Marcel Hüttermann, Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Programm Manager des CAS Sport Marketing unter marcel.huettermann@zhaw.ch.

 

 

 

Bewerten Sie jetzt Ihren Fussballclub

Wie zufrieden sind die Fussballfans mit der Arbeit Ihres jeweiligen Vereins? Mit dieser Frage beschäftigt sich das Institut für Marketing Management (IMM) an der ZHAW. Machen Sie jetzt mit bei der grössten Fanzufriedenheitsstudie im Schweizer Sport.

Sind Sie mit der Organisation des Kartenverkaufs zufrieden? Schmeckt Ihnen die Stadionwurst? Finden Sie schnell einen Parkplatz? Oder ist die Qualität der Fanartikel nicht zufriedenstellend? Ab jetzt erhalten die Fans die Chance Ihren Verein in verschiedenen Kategorien zu bewerten. Sagen Sie uns Ihre Meinung! Die Umfrage dauert ca. 5 Minuten und die Ergebnisse werden wir Ihnen Anfang Februar präsentieren.

Welches sind für Sie die wichtigsten Faktoren, denen sich die Vereine annehmen müssen? Nehmen Sie an der grössten Zufriedenheitsstudie im Schweizer Sport teil und stimmen Sie über Ihren Verein ab: http://ww3.unipark.de/uc/fanzufriedenheit/

CRM im Sport – Vom Einzelticket zum Saisonabo

Der Sport nimmt in unserer Gesellschaft einen immer grösseren Stellenwert ein. Egal ob wir ihn aktiv ausüben oder ihn aus der Zuschauerperspektive erleben. Vor allem der zweite Aspekt lässt sich von Verantwortlichen so ausgestalten, dass der Gelegenheitsfan zum treuen Fan wird – und zwar durch Customer Relationship Management (CRM).

Sportvereine und Eventveranstalter in der Schweiz müssen sich die Frage stellen, welchen Mehrwert sie ihren Kunden ausserhalb des reinen Sportereignisses bieten können. Warum? Beispiel Fussball: Die Zuschauerzahlen im Schweizer Sport sind rückläufig. So füllen die Vereine der Raiffeisen Super League (RSL) ihre Stadien zu lediglich 38 Prozent. Fussballfans richten Ihren Blick eher auf die englische Premier League oder die deutsche Bundesliga als auf die RSL. Wie gelingt es also den Sportorganisationen (Vereine und Verbände) die Zuschauer wieder in die Stadien zu bringen?

Die Antwort lautet: CRM (Kundenbeziehungsmanagement).

Kundenbeziehungsmanagement bedeutet die konsequente Ausrichtung eines Unternehmens auf seine Kunden mittels entsprechender Instrumente und Methoden. Dabei steht bei sämtlichen Prozessen der Kunde, also der Fan, im Vordergrund. Das Ziel ist es, Fans langfristig an den Verein zu binden und – wenn sie nicht mehr ins Stadion gehen oder keine Merchandisingprodukte mehr nachfragen – sie wieder zurückzugewinnen. Dadurch wird sich langfristig ein wirtschaftlicher Erfolg ergeben.

Dank CRM-Systemen sind Kundendaten idealerweise jederzeit verfügbar. So können Entscheidungen mit Kundenrelevanz auf der Basis von aktuellen Daten getroffen werden. Entscheidungsträger müssen sich nicht mehr allein auf ihr Bauchgefühl verlassen. CRM ist aber mehr als ein IT-System. Kundenbeziehungsmanagement hilft die Kundenbedürfnisse besser zu verstehen, indem zum Beispiel ein Zufriedenheitsmanagement oder eine effektives Feedbackmanagement im Unternehmen eingeführt wird. So können Fehler auf Seite des Unternehmens im Kundenkontakt leicht aufgedeckt und durch vergleichsweise wenig Aufwand behoben werden. Es gibt zahlreiche Stellhebel, wie Sie CRM effektiv und effizient einsetzen können.

Ein Beispiel für eine erfolgreiche CRM Strategie und Fokus auf Kundenbedürfnisse liefert der Fussballverein Borussia Dortmund (BVB). Der BVB lanciert 2015 freies WiFi im Stadion. So fliessen Emotionen vom Stadion direkt in die sozialen Netzwerke und die Stadionbesucher können einfach Informationen zum Verkehrsfluss, Zwischenstände aus anderen Stadien oder Fakten zum Spiel abrufen. Ein anderes Beispiel ist Benfica Lissabon, welcher eine der zahlreichen Stadion-Logen zu einem Hostel umfunktioniert hat. Fans können nicht nur während den Spieltagen im Stadion verweilen, sondern sogar darin schlafen. Der VfL Wolfsburg gestaltete sogar eine seiner Tribünen so um, dass ein Spielplatz auf dieser installiert werden konnte. Familien müssen nun nicht mehr auf Live-Fussball verzichten oder zwingend einen Babysitter suchen.

„Ein ausverkauftes Stadion wie hier der Celtic-Park in Glasgow ist für viele Schweizer Sportvereine ein Traum. Doch das muss nicht so bleiben…“

„Ein ausverkauftes Stadion wie hier der Celtic-Park in Glasgow ist für viele Schweizer Sportvereine ein Traum. Doch das muss nicht so bleiben…“ (Bildquelle: Photo by Mark Runnacles EuroFootball/Getty Images)

Wie das Beispiel Stadion-WiFi veranschaulicht, ist die zunehmende Technologisierung ein wichtiger Aspekt zur Befriedigung von Kundenbedürfnissen. Die Entwicklungen gehen mittlerweile soweit, dass es möglich ist, seine Bratwurst oder sein Bier direkt an den Sitzplatz zu bestellen. Das Papierticket wird mehr und mehr durch eine digitale Variante auf dem Smartphone ersetzt und das bargeldlose Bezahlen wird auch im Sport möglich.

Durch solche Massnahmen lassen sich Sympathisanten zu Fans und Käufer eines Einzeltickets zu Saisonabonnementen machen. Es gibt jedoch noch viele weitere Optionen und dies nicht nur im Bereich Fussball, sondern auch für andere Sportarten und für Unternehmen, die als Sponsoren auftreten oder in Zukunft auftreten möchten.

Sie fragen sich welche? Oder Sie wollen die Beziehungen zu Ihren Fans oder Kunden verbessern? Abhilfe schafft dabei der CAS Sport Marketing und das IMM durch die Fachstelle Strategic CRM. Kontaktieren Sie für mehr Infos: Marcel Hüttermann, Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Programm Manager des CAS Sport Marketing unter:  marcel.huettermann@zhaw.ch oder per Telefon 058 934 76 98.

 

Kurzumfrage «Unternehmensinterne Weiterbildungen»

Liebe Leserinne, Liebe Leser

Das IMM möchte die Unternehmensbedürfnisse für interne Weiterbildungen besser verstehen. Wir würden uns freuen, wenn Sie uns dabei unterstützen würden und an der folgenden Kurzumfrage (fünf Fragen) teilnehmen:

 Umfrage Unternehmensinterne Weiterbildungen

Wir danken Ihnen für Ihr Engagement. Die Ergebnisse werden wir gerne im nächsten Newsletter veröffentlichen.

Servitization: Kein Hype, sondern ein Paradigmenwechsel

Auf dem Konsumgütermarkt zeichnet sich in den letzten Jahren eine Entwicklung weg vom Kaufen hin zum vermehrten Mieten von physischen Produkten ab. Der Kunde leiht sich heute lieber ein Produkt, anstatt es zu erwerben: Autos oder Skier zu mieten ist heut zu Tage Standard. Das Eigentum von physischen Produkten wird somit immer mehr verdrängt. Dafür gibt es vielseitige Gründe wie Produktpreis, Wohnort, Lebenssituation oder Alter der Kunden.

Mittlerweile werden Parkplätze, nicht genutzte Wohnungszimmer, Kunstobjekte die sonst unerschwinglich sind, Software für Server und Webplattformen oder Kinder-Spielzeug auf zahlreichen Plattformen ge- und vermietet. Verständlich, sind die Kosten beispielweise für Kinder-Spielzeug hoch, die Nutzungsdauer aber vergleichsweise gering.

Genau hier setzt Servitization an. Der Begriff Servitization beschreibt den strategischen Wandel vom reinen Sachgüterhersteller hin zum Lösungsanbieter mit individuellen Kundendienstleistungen und -services.

Diese Entwicklung schwappt mehr und mehr auf den Industriegüterbereich über und Unternehmen feiern damit wegweisende wirtschaftliche Erfolge. Rolls-Royce, diesbezüglich eine der Vorreiterinnen im B2B-Bereich, verkauft schon seit 1960 nicht mehr nur Flugzeugturbinen, sondern „Power by the hour“: Sie hat Ihre Kunden davon überzeugt, für jede Betriebsstunde der Turbine eine Service-Gebühr zu bezahlen. Falls das Triebwerk ausfällt, müssen die sogenannten Leerzeiten nicht bezahlt werden. So profitieren Unternehmen und Kunden von Servitization. Ebenso bietet die Firma Hilti ein Fleet Management an und stellt Bauunternehmen projektspezifisch die massgenschneiderte Werkzeugflotte zur Verfügung – solange die Werkzeuge vor Ort gebraucht werden.

Fakten, die für eine Einführung von Servitization sprechen, gibt es genügend:

  • Die Aston Business School legt in einer Studie dar, dass durch Servitization ein anhaltendes jährliches Wachstum zwischen 5 und 10 Prozent zu verzeichnen und eine Kostenreduktion um 25-30 Prozent möglich ist.
  • Alstom Transport steigerte durch Servitization die Passagierzahlen von 13 Millionen auf 32 Millionen pro Jahr.
  • MAN Truck & Bus UK berichten, dass sie durch Servitization den Treibstoffverbrauch um mindestens 10 Prozent und die CO2-Emissionen um 10-15 Prozent senken konnten. Des Weiteren prognostiziert die gesamte MAN-Gruppe ein 50 Prozent Wachstum im Dienstleistungsbereich in den nächsten 3 bis 5 Jahren.

Das Interesse an „Servitization“ explodiert derzeit. Neben namhaften Forschungsinstituten wie der University of Cambridge und dem Fraunhoferinstitut möchten auch immer mehr Unternehmen in der Praxis den Zug nicht verpassen. Doch wie schaffen auch KMUs diesen Paradigmenwechsel? Mit welchen Produkten lassen sich erfolgversprechende Strategien entwickeln? Was sind die Do’s and Don’ts auf dem Weg? Wie müssen Prozesse, Strukturen und Denkweisen im Unternehmen angepasst werden?

Dabei kann das Institut für Marketing Management (IMM) der ZHAW School of Management and Law Hand bieten: Ein „Science-to-Business“ Projekt mit Partnern aus der Schweizer Wirtschaft untersucht, was die Potentiale und Erfolgsfaktoren für die Unternehmen sind. Die beteiligten Wirtschaftspartner erhalten dabei auf Basis neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse sowie den Erfahrungen aller anderen Projektpartner auf die eigene Situation massgenschneiderte Informationen zurück:

  • Eine Analyse ihres Ist-Zustands, welche die spezifischen Herausforderungen identifiziert
  • Eine individuelle Potentialanalyse, welche Produkte erfolgsversprechende Ansätze bietet
  • Einen Workshop zur Bestimmung und Bewertung alternativer Serviceideen
  • Eine Umsetzungsleitfaden (Masterplan), der den Veränderungsprozess begleitet

Möchten auch Sie von den Erkenntnissen des IMM in Sachen „Servitization“ profitieren? Als Ansprechpartner steht Ihnen Dr. Rainer Fuchs, Leiter des Product Management Centers des IMMs an der zur Verfügung: rainer.fuchs@zhaw.ch, +41 58 934 70 56.