An den Wyländer Genusstagen wirken (noch) traditionelle Kommunikationskanäle

Von Lukas Landolt

Am 31. August und 1. September 2019 zeigten an den Wyländer Genusstagen in Rudolfingen ZH lokale Produzenten ihre selber hergestellten Produkte und boten diese zur Degustation, Verköstigung und zum Verkauf an. Von der breit angelegten Werbekampagne im Vorfeld der Veranstaltung wurden vor allem traditionelle Kommunikationskanäle wahrgenommen.

Ein gutes Dutzend regionaler Produzenten feiner Köstlichkeiten lud die Bevölkerung zu einem Anlass der besonderen Art ein. Die Besucher sollen dabei Spezialitäten des Zürcher Weinlandes kennenlernen und solche degustieren sowie einkaufen können. Das Konzept der Wyländer Genusstage sieht vor, dass die Aussteller Probier-Portionen zu einem Preis von maximal Fr. 5.- anbieten. Entsprechend sind die Portionen relativ klein. Ziel ist es, dass die Besucher an vielen verschiedenen Ständen diverse Häppchen probieren können und infolgedessen verschiedene Produkte kennenlernen. Dadurch soll die Bekanntheit der Aussteller und deren Angebot gesteigert werden. Ein attraktives Kinderprogramm mit einem Holzwerkplatz, einer Hüpfburg sowie mit Kinderschminken rundete das Angebot ab.

Eingesetzter Kommunikationsmix

Die Organisatoren machten sich im Vorfeld insbesondere darüber Gedanken, in welche Kommunikationsmedien wie viele finanzielle Mittel gesteckt werden sollen. Um auf den Anlass im Zürcher Weinland aufmerksam zu machen wurden traditionelle Kommunikationsmedien wie auch neue Kanäle genutzt: Flyer wurden gedruckt und in Volg- und LANDI-Läden der Region aufgelegt, in die Haushalte des Weinlandes gestreut sowie mittels persönlichen Mailings den Kunden der Aussteller versandt. Des Weiteren wurden Werbeplanen an gut frequentierten Strassen positioniert und in der Lokalzeitung zwei Inserate geschaltet. Hinzu kamen Anzeigen in den Publikationen der politischen Gemeinden Trüllikon, Benken und Marthalen. Für den Anlass wurde eine eigene Homepage www.wylaender-genusstage.ch aufgesetzt und auf Facebook sowie Instagram wurden die Genusstage weiteren Kreisen bekannt gemacht. Auf Facebook wurde ein kleiner Betrag zur spezifischen Werbung eingesetzt. Zudem wurde der Anlass auf verschiedenen Tourismusseiten aufgeschaltet. Die Aussteller wurden motiviert, möglichst viel Mund-zu-Mund-Propaganda zu machen. «Wir haben uns bewusst für eine ausgedehnte cross-mediale Kommunikation entschieden, um damit möglichst effektiv das breite Zielpublikum zu erreichen.» sagt Beat Eigenmann, Kommunikationsverantwortlicher des organisierenden Komitees.

Zahlreiche Besucherinnen und Besucher folgten der Einladung und machten den Anlass zum Erfolg. Von vielen Teilnehmenden wurden dem OK positive Rückmeldungen gemacht. Dabei wurden insbesondere die mit viel Herzblut hergestellten Produkte, die liebevoll hergerichteten Verkaufsstände sowie das attraktive Kinderprogramm genannt. Auch der Lokaljournalist der Andelfinger Zeitung fand in seinem Bericht lobende Worte zu den Wyländer Genusstagen.

Erstaunliches Resultat über die Wahrnehmung der Bekanntmachung

Lukas Landolt war OK-Verantwortlicher und hat während dem Anlass bei den Besucherinnen und Besuchern eine Umfrage durchgeführt mit dem Ziel herauszufinden, über welchen Weg die Anwesenden auf die Wyländer Genusstage aufmerksam geworden sind.

Auswertung der Befragung der Besucher der Wyländer Genusstage 2019 © Lukas Landolt

Aus der Umfrage geht hervor, dass die zwei weitaus kostenintensivsten Werbemittel ganz unterschiedliche Resultate hervorbringen: Wo die Resonanz bei den Flyern relativ hoch war, zeigte sich, dass die Inserate in der Lokalzeitung praktisch unerwähnt blieben. Die Auftritte auf der eigenen Homepage, Facebook und Instagram wurden zwar erwähnt, jedoch eher als Randerscheinung, und dies trotz dem starken Trend in Richtung soziale Medien. In diesem Zusammenhang kann die Frage aufgeworfen werden, ob in der ländlichen Region im Norden des Kantons Zürich die neuen Medien erst im Anzug sind oder zu wenig unternommen wurde, um an die gewünschte Zielgruppe zu gelangen.

Eine Wiederholung des Anlasses in ähnlichem Umfang ist wahrscheinlich. Über welche Medien im kommenden Jahr auf den Anlass hingewiesen werden soll wird das Organisationskomitee noch beschäftigen, zumal in der Kommunikation weiterhin ein starker Wandel wahrzunehmen ist.

Über den Autor

Lukas Landolt absolviert an der ZHAW den CAS Marketing- & Corporate Communications. Er ist in der LANDI Weinland in der Geschäftsleitung und zuständig für alle LANDI-Läden sowie die TopShop Tankstellenshops des Betriebes. Zudem ist er Geschäftsführer der LANDI Neftenbach AG.

Mehrwert von digitalen Geschäftsmodellen – Lohnt sich der Aufwand?

Von Dr. Helen Vogt

Digitale Technologien sind der Auslöser für neue Geschäftsmodelle der produzierenden Unternehmen und ermöglichen neues Wachstum. Das Potenzial ist riesig, die globale Wertschöpfung durch digitale Technologien wird im Jahr 2025 auf bis zu 6’000 Mrd. US$ geschätzt (1). Dank digitaler Services können Industrieunternehmen nach dem Verkauf der Neuanlagen, welcher oft mit einem substantiellen Rabatt erkauft wurde, wiederkehrende Einnahmen, oftmals mit höheren Margen, erwirtschaften. Im Fokus steht dabei insbesondere der Maschinenbau und die sich dort ergebenden Möglichkeiten zur Entwicklung und Umsetzung neuer Geschäftsmodelle.

In diesem Zusammenhang avancieren Daten zu einer bedeutenden Ressource und die nutzenstiftende Verwertung dieser Daten zum Befähiger für digitale Services und Geschäftsmodelle ermöglichen Unternehmen zudem, die Kundenbeziehung nach dem Verkauf der Produkte aufrecht zu erhalten und werden daher zu den wichtigsten marktseitigen Unterscheidungsmerkmalen der Industrie 4.0 gezählt. Ein Industrievertreter (Senior Product Manager, Maschinenbauer) bringt es auf den Punkt: «Durch digitale Geschäftsmodelle können wir uns am Markt differenzieren und den Nutzen für unsere Kunden erhöhen».

Digitale Geschäftsmodelle bergen aber auch grosse Hürden bei der Umsetzung, insbesondere für Unternehmen der produzierenden Industrie. Digitale Services und Software-Lösungen haben bei Mitarbeitenden oftmals nicht den gleichen Stellenwert wie der Verkauf von grossen Anlagen. «Mit Software als Add-on kann man schwierig Umsatz machen, im Vergleich zu einigen Millionen für die Überholung einer Turbine» (Senior Product Manager, Energiesysteme).

Die Einführung von neuen Service-Geschäftsmodellen hat oftmals nicht immer den erwünschten finanziellen Erfolg gebracht. Bisher unbeantwortet ist die Frage, welche von den vorab im B2C erfolgreichen Geschäftsmodellen, welche sich auf digitale Geschäftsmodelle erweitern lassen, die grösste Relevanz für Firmen aus dem B2B Umfeld haben. Diese Fragestellung wird in einem aktuellen Innosuisse-Projekt untersucht. Zu diesem Zweck wurde bei Industrie- und Fachexperten eine Umfrage durchgeführt und an der diesjährigen Smart Service Summit präsentiert. Die Umfrage bestand aus einem offenem Experten-Interview sowie aus einer Online-Umfrage zur Bewertung von zwölf digitalen Geschäftsmodellen gemäss Gassman et al (2). und Fleisch et al. (3) hinsichtlich des erwarteten Mehrwertes sowie dem Implementierungsaufwand. Der abgefragte Mehrwert bezieht sich auf höheren Umsatz und Marge, innovatives Image, vertieftes Know-How und Transparenz bezüglich den Kundenprozessen sowie eine bessere Kundenbindung. Der Implementierungsaufwand beinhaltet die Komplexität der Datensammlung, -übermittlung und -verarbeitung, die erwartete Kundenakzeptanz sowie der Einfluss von Normen und Richtlinien.

Erste Erkenntnisse aus der Umfrage

In Abbildung 1 sind die Geschäftsmodelle hinsichtlich des erwarteten Mehrwertes sowie des Implementierungsaufwandes auf einer Skala von 1 (sehr niedrig) bis 5 (sehr hoch) bewertet.

Abbildung 1: Mehrwert und Implementierungsaufwand für digitale Geschäftsmodelle
Abbildung 1: Mehrwert und Implementierungsaufwand für digitale Geschäftsmodelle

Die Experten haben ebenfalls eine Abschätzung zur Umsetzungswahrscheinlichkeit des jeweiligen Geschäftsmodelles abgegeben, siehe Abbildung 2:

Abbildung 2: Ranking der Geschäftsmodelle nach der Umsetzungswahrscheinlichkeit

Aus den Beurteilungen der Experten wird ersichtlich, dass Konzepte wie Object Self Service, Solution Provider und Pay per Use den höchsten Mehrwert hinsichtlich dem finanziellen Return und der Kundenbindung bieten (siehe Abbildung 1). Insbesondere sehen die Industrie- und Fachexperten viel Potential beim Geschäftsmodell Solution Provider, bei dem der Anbieter nicht nur die Hardware, sondern auch das notwendige Anwendungs-Know-How und Softwarelösungen zum Betreiben der Anlage mitliefert. «Die Kunden haben vielfach das Engineering ausgelagert resp. verkleinert und sind daher auf das Prozess-Know-How der Lieferanten angewiesen.» (Innovationsmanager, Maschinenbauer)

Diese drei Geschäftsmodelle sind aber hinsichtlich der Implementierung sehr aufwendig. Andere Modelle wie Subscription oder insbesondere das Flat Rate-Modell sind einfacher einzuführen, bieten aber gemäss den Erwartungen der Experten weniger Mehrwert für die Anbieter. Wiederum in B2C etablierte Geschäftsmodelle wie Razor and Blade, oftmals kombiniert mit (digital) Lock-in, scheinen wenig Akzeptanz bei Endkunden der Maschinenbauer zu finden und sind daher aus Mehrwertsicht weniger interessant.

Betreffend der Umsetzungswahrscheinlichkeit hat gemäss Einschätzung der Experten das Freemium Geschäftsmodell bei Maschinen- und Anlagebauer die höchsten Chancen. Hierbei wird die Anlage mit einem kostenfreien digitalen Service angeboten, weitere (Premium) Services sind kostenpflichtig. Dank dieser zweistufigen Struktur können die Kunden mit relativ wenig Risiko und finanziellem Aufwand die Vorteile der digitalen Services testen und dann bei Bedarf weitere Services dazukaufen. Am schwierigsten ist die Implementierung des Geschäftsmodells des Two-sided Market. Dies liegt vor allem an der erwarteten Komplexität bei der Einbindung von externen Partnern.

Die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle auf Basis einer Lebenszyklus- und Serviceorientierung steht noch am Anfang

Zukünftige Differenzierungsmöglichkeiten werden im Maschinen- und Anlagenbau stark im Bereich der Software und/ oder den Dienstleistungen gesehen (4), die eigentliche Maschine oder Anlage ist nur ein Teil der übergreifenden Kundenlösung. Innovative Maschinenbauer, die ihren Geschäftsmodell-Fokus weg vom Verkauf der Maschine hin zu nutzenstiftenden Lifecycle-Diensten mit Pay per Use-Ansätzen verschieben, haben grosse Chancen, sich signifikant und nachhaltig am Markt zu differenzieren. Damit verbunden sind aber auch hohe Investitionen sowie das schwierige Umdenken in einer völlig neuen Welt.

Welches Geschäftsmodell schlussendlich den grössten Nutzen bringt, muss methodisch noch weiter untersucht werden (5). Eine besondere Herausforderung ist, dass Geschäftsmodell-Innovation insbesondere bei Maschinen- und Anlagenbauer noch kein etabliertes strategisches Instrument ist. Unsere aktuelle Forschung hat zum Ziel, eine übertragbare Systematik zur Identifikation und Bewertung von attraktiven digitalen Geschäftsmodellen zu entwickeln. In einem zweiten Schritt wird die hierfür notwendige Datenteilbereitschaft der Endkunden untersucht.

Für weitere Informationen zum Thema «Digitale Geschäftsmodelle für die MEM-Industrie» können Sie sich an Dr. Helen Vogt (helen.vogt@zhaw.ch) wenden.

Quellen:

  1. Ematinger, R. (2017). Von der Industrie 4.0 zum Geschäftsmodell 4.0: Chancen der digitalen Transformation. Springer-Verlag.
  2. Gassmann, O., Frankenberger, K., & Csik, M. (2017). Geschäftsmodelle entwickeln: 55 innovative Konzepte mit dem St. Galler business model navigator. Carl Hanser Verlag GmbH Co KG.
  3. Fleisch, E., Weinberger, M., & Wortmann, F. (2014). Business models and the internet of things, Bosch IoT Lab Whitepaper. Bosch Internet of Things and Services Lab.
  4. Bauernhansl, T., Emmrich, V., Döbele, M., Paulus-Rohmer, D., Schatz, A., & Weskamp, M. (2015). Geschäftsmodell-Innovation durch Industrie 4.0–Chancen und Risiken für den Maschinen-und Anlagenbau. Dr. Wieselhuber & Partner GmbH und Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA.
  5. Demont, A., & Paulus-Rohmer, D. (2017). Industrie 4.0-Geschäftsmodelle systematisch entwickeln. In Digitale Transformation von Geschäftsmodellen (pp. 97-125). Springer Gabler, Wiesbaden.

„Try and Error“ im Marketing der Zukunft

Am 28. Oktober 2019 findet der  Future of Marketing Event in Winterthur statt. Spannende Vorträge und Diskussionen rund um zukünftige Trends und Entwicklungen im Marketing erwarten die Teilnehmenden. Um einen kleinen Vorgeschmack davon zu kriegen, welche Themen behandelt werden, haben wir mit Nicolas Bürer, Geschäftsführer bei digitalswitzerland, gesprochen. Er wird am Event ein Referat über Collaboration im digitalen Zeitalter halten.

Erfolg ist heutzutage im Alleingang unmöglich. Aufgrund der Komplexität im digitalen Zeitalter ist Zusammenarbeit gefordert. Was werden Sie uns bezüglich Collaboration am Future of Marketing Event erzählen?

Die Welt wird zunehmend globaler, noch vernetzter und somit komplexer. Insbesondere die Industrien durchleben einen grossen Wandel. Sie verschmelzen und werden «more connected». Heutzutage werden Firmen durch die Digitalisierung vermehrt zu Techfirmen. Ich werde diesbezüglich am Event erzählen, was genau vor sich geht da draussen und vor allen Dingen die neuen Trends aufzeigen. Auch werde ich beleuchten, was man in der Schweiz vom digitalen Wandel spürt. Ich werde dies an Beispielen vorführen, sowohl im B-2-C Bereich, als auch im B-2-B.

Was für einen Einfluss hat Collaboration im digitalen Zeitalter auf das Marketing?

Das Marketing wird auf jeden Fall herausgefordert. Zukünftig wird man kollaborativ denken und aus den starren Silos herausbrechen müssen, wenn man mit der Dynamik mithalten will. Das Marketing wird auch vermehrt den Fokus auf Tech-Anbieter verlegen müssen. Aufgrund der verschiedenen Industrien, die miteinander verschmelzen und den transversalen Technologien wird für Funktionen wie das Marketing Interdisziplinarität gefragt sein. In dieser 3D-Matrix ist innovatives Denken notwendig.

Nicolas Bürer, Geschäftsführer bei digitalswitzerland, setzt auf innovatives Denken © Nicolas Bürer

Was zeichnet eine erfolgreiche Zusammenarbeit aus?

Wichtig ist es, Offenheit und Interesse an out-of-the-box Anbietern zu zeigen. Typischerweise an Tech-Anbietern, welche Technologien anbieten, die industrieweit angewandt werden. Kollaborative Innovation bedeutet viel auszuprobieren. Eine Strategie festzulegen ergibt nicht mehr viel Sinn, da sich alles so schnell ändert und das innerhalb kürzester Zeit. Vielmehr sollte man nach dem Prinzip «Try and Error» vorgehe:. Ausprobieren, analysieren, wiederholen.

Was erwarten Sie selbst vom Future of Marketing Event?

Ich erwarte vor allem Inspiration. Weiter erhoffe ich mir einen Einblick zu bekommen, was in der Marketing Branche aktuell passiert. Ich erwarte von den anderen Speakern viel Offenheit und Neugier Neues auszuprobieren. Es sollte für alle, nicht nur für das Publikum, ein Kick sein mutiger zu werden und mehr auszuprobieren.

Für neugierige Besucher: Sichern Sie sich jetzt Ihre Plätze und seien Sie dabei, wenn Wissenschaft auf Praxis trifft! https://www.zhaw.ch/de/sml/institute-zentren/imm/ueber-uns/future-of-marketing/

Erfolgreiche erste Durchführung des CAS Marketing Analytics

Der Erfassung und Analyse von Daten ist ein zentrales Element im Marketing. Dabei führt die steigende Verfügbarkeit von Daten auf der einen Seite zu neuen Erkenntnissen über Kunden oder Wettbewerber, auf der anderen Seite erhöht sich durch neue Technologien die Komplexität. Diese Entwicklung stellt Marketingverantwortliche oft vor neue Herausforderungen. Der CAS Marketing Analytics unterstützt die Teilnehmenden, diese Herausforderungen erfolgreich zu meistern.

Marketing Analytics im Unternehmen analysieren und umsetzen

Im März 2019 starteten 14 Studierende in die erste Durchführung des CAS Marketing Analytics. Das übergreifende Ziel während vier Monaten war es, die Teilnehmenden dazu zu befähigen, die Einsatzpotenziale von Marketing Analytics in ihren Unternehmen zu analysieren und konkrete Massnahmen zur Umsetzung in ihren Unternehmen zu planen. Dabei teilte sich der CAS in zwei Teile: Im Modul 1 lag der Fokus auf die Verankerung von Marketing Analytics im Unternehmen. Das Modul 2 stellte konkrete Anwendungsfälle in den Vordergrund, wobei den Teilnehmenden verschiedene Analysemethoden – z.B. Conjoint Measurement (Verfahren, um Präferenzen verschiedener Kunden bezüglich einzelner Merkmale und Ausprägungen eines Produktes, zum Beispiel Farbe, Geschmack oder Preis zu ermitteln) , Segmentierung oder Text Analytics – sowie die Interpretation von Ergebnissen nähergebracht wurden.

Marketing Analytics gewinnt in Unternehmen an Bedeutung

Nürnberg als Highlight mit spannenden Einblicken

Ein Highlight des CAS Marketing Analytics war eine Exkursion nach Nürnberg. Am ersten Tag hatten die Teilnehmenden die Möglichkeit, Einblicke in Marketing Analytics bei Siemens zu erhalten, an der Universität Erlangen-Nürnberg das Design von Experimenten zu erlernen sowie mehr zu den Panels der GfK zu erfahren. Der zweite Tag ging nicht weniger spannend weiter: StraightONE startete mit einem Einblick in die Verknüpfung von Marketing Analytics und Behavioral Economics, gefolgt von einer Diskussion innovativer Methoden mit Facit Research Group. Die Teilnehmenden reisten nicht nur mit einem gut gefüllten Rucksack an Wissen zurück, sondern hatten auch die Möglichkeit, sich innerhalb der Gruppe besser kennenzulernen und wertvolle Kontakte zu knüpfen.

Während ihrer Abschlusspräsentationen stellten die Studierenden schliesslich ihre Fähigkeit, die Methoden und Tools auch anwenden zu können, unter Beweis. Dabei wurden unter anderem Ergebnisse aus Projekten, in denen Conjoint Measurement oder Tableau eingesetzt wurde, präsentiert. Es freut uns sehr, dass alle Teilnehmenden den CAS Marketing Analytics erfolgreich gemeistert haben, und wir gratulieren zu den hervorragenden Leistungen.

Die nächste Durchführung des CAS Marketing Analytics startet im März 2020: https://www.zhaw.ch/de/sml/weiterbildung/detail/kurs/cas-marketing-analytics/