Dialog-Marketing-Messe 2015: Die Fachstelle Behavioral Marketing am Keynote-Forum des SDV zum Thema Marketing Automation

«Marketing Automation» – dahinter verbergen sich neue Tools, die es ermöglichen sollen im Rahmen von Kampagnen dem Kunden «das richtige Angebot zur richtigen Zeit am richtigen Ort» zu offerieren. Als Leiterin der Fachstelle Behavioral Marketing des Instituts für Marketing Management lotete ich in der Gesprächsrunde mit drei anderen Expertinnen die Chancen, aber auch die Grenzen dieser neuen Entwicklung aus. Die Grunderkenntnis der Expertinnen war: Die Automatisierung von Kampagnen bietet Unternehmen die Möglichkeit, potentielle und bestehende Kunden effizienter und gezielter anzusprechen. Den Kunden werden bestmöglich nur die Inhalte und Angebote unterbreitet, die ihren Interessen und Bedürfnissen am besten entsprechen. Dreh- und Angelpunkt für die personalisierte bzw. individualisierte Ansprache der Kunden ist jedoch, dass hierzu persönliche Daten der Kunden gesammelt und verwendet werden – und das, ohne das Vertrauen der Kunden aufs Spiel zu setzen. Und genau hier liegen aus Kundensicht die möglichen Grenzen der Marketing Automation: Wie bewertet es der Kunde, dass Unternehmen persönliche Daten wie Emailadresse, Surfverhalten auf der Unternehmens-Webseite etc. sammeln und für Marketingzwecke verwenden? Wann erleben Kunden die personalisierte Ansprache tatsächlich als persönlichen Nutzen, wann kippt die Wahrnehmung der Kunden, so dass sie sich in ihrer Privatsphäre beschnitten fühlen? Wie transparent kommunizieren Unternehmen ihren Kunden, in welcher Art und für welche Zwecke die gesammelten Daten verwendet werden? Um den grösstmöglichen Nutzen aus der Marketing Automation zu ziehen, sollten sich Unternehmen daher auch in die Perspektive ihrer Kunden hineinversetzen und nicht nur potentielle Vorteile für Kunden, sondern auch vom Kunden wahrgenommene Risiken reflektieren.

Möchten Sie mehr darüber erfahren, wodurch die Datenteilbereitschaft Ihrer Kunden beeinflusst wird? Dann wenden Sie sich an Linda Miesler .

 

Team Run 2015: Rekordverdächtig unterwegs – diesmal als Charity Runners

Auch dieses Jahr lief das Institut für Marketing Management wieder mit zwei Teams beim TeamRun am Zürich Marathon mit. Bei strahlendem Sonnenschein und kühler Bise, mit etwas Herzflattern, Kampfgeist und Ausdauer kamen alle erfolgreich bis zum Ziel.

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Diesmal waren die Teams nicht nur dabei, um Rekorde zu brechen, sondern auch als Charity Runner für die Life Changer Sammelaktion „Sauberes Trinkwasser für Kindern in Benin“. Das Sammelziel ist zwar längst erreicht, die Aktion läuft aber noch bis zum 26. April 2015. Wer also noch einen tollen Preis gewinnen möchte, sollte nicht zögern.

MAS Product Management Reloaded

Der MAS Product Management (MAS PDM), der einzige Product Marketing Masterlehrgang im deutschsprachigem Raum, startet 2015 im neuen Format: Das Studium besteht neu aus vier CAS Zertifikatslehrgängen welche die Kernkompetenzen des Product Managements behandeln.

Der orientiert sich am Lebenszyklus eines Produktes und einer Dienstleistung und deckt alle Phasen von der Potentialanalyse über die Entwicklung des Produktes bis hin zum Launch und Lifecycle Management ab.

Welche Kompetenz brauchen Sie?
Jeder CAS  im MAS Product Management behandelt einen notwendigen Schritt im Produktlebenszyklus. Teilnehmende können gezielt ihre Kompetenzen mit dem geeigneten CAS ergänzen oder alle vier CAS zu einem Masterstudium kombinieren um eine umfassende Ausbildung in Product Management zu absolvieren.

Der MAS Product Management besteht neu aus 4 CAS Lehrgängen

Der MAS PDM bietet hohe Flexibilität. Jeder CAS kann einzeln besucht und abgeschlossen werden. Durch den modularen Aufbau wird Teilnehmenden, die bereits einzelne Zertifikatslehrgänge besucht haben, ein späterer Einstieg in den Masterlehrgang ermöglicht. Jedes der vier CAS-Diplome kann für den MAS in Product Management angerechnet werden.

Die vier Zertifikatslehrgänge werden berufsbegleitend angeboten. Sie dauern in der Regel vier Monate und werden mit einem Certificate of Advanced Studies (CAS) abgeschlossen. Um den MAS PDM zu absolvieren, müssen alle vier CAS Lehrgänge erfolgreich abgeschlossen und eine Masterarbeit geschrieben werden. Insgesamt haben die Teilnehmenden dafür zwei bis vier Jahre Zeit.

Der MAS PDM vermittelt praxisorientierte Inhalte aus den Bereichen B2B und B2C. Das übergeordnete Ziel des Masterlehrganges besteht darin, den Teilnehmenden den sicheren Umgang mit wissenschaftlich fundierten und gleichzeitig praxiserprobten Instrumenten, Methoden, Modellen und Denkweisen des Product Managements nahe zu bringen. Die Studierende erwerben sowohl die fachlichen Grundlagen als auch die nötigen Schnittstellen- und Managementkompetenzen, um ein attraktives Leistungsportfolio nachhaltig auf dem Markt zu etablieren, in allen Phasen des Lebenszyklus effektiv zu steuern und dessen Performance zu messen.

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Der MAS PDM vernetzt.  Im Austausch mit bis zu hundert anderen Marketingfachleuten und über vierzig Dozierenden erweitern die Teilnehmenden ihren Horizont und schaffen sich neue Netzwerke. Sie erhalten Zugang zu Forschungskooperationen, Projekten mit Studierenden, Veranstaltungen und aktuellen Marketingstudien.

Bei Fragen zum MAS Product Management oder zu den einzelnen CAS Zertifikatslehrgängen können Sie sich gerne an Helen Vogt, helen.vogt@zhaw.ch, Programm Managerin, oder an Rainer Fuchs, rainer.fuchs@zhaw.ch, Studienleiter, wenden. Mehr über die neuen Zertifikatslehrgänge berichten wir Ihnen auch gerne an unseren  Info-Apéros.

 

 

Die Fachstelle Behavioral Marketing mit erfolgreichem Workshop am eco.naturcongress in Basel

Photo 27.03.15 11 43 18Am vergangenen Freitag fand der 10. eco.naturkongress in Basel statt. Das Team der Fachstelle Behavioral Marketing war live vor Ort und veranstaltete mit Referenten aus Wissenschaft und Praxis einen von insgesamt 18 Workshops mit dem Thema «Wie wird Verzicht attraktiv? Mit innovativen Methoden zur Verhaltensänderung». Ziel des Workshops war es verschiedene Möglichkeiten aufzuzeigen, wie suffiziente Verhaltensweisen mittels Marketing- und Kommunikationsmethoden attraktiv vermittelt werden können. Das Thema stiess auf grosses Interesse bei den Besuchern des eco.naturkongress: mit über 40 Teilnehmern war es der am besten besuchteste Workshop des diesjährigen eco.naturkongress.

Den Einstieg bildete das Referat von Urs Müller (Stv. Leiter des Forschungsbereichs Nachhaltigkeitskommunikation der ZHAW in Wädenswil). Er stellte verschiedene Zielgruppen von Nachhaltigkeitskommunikation anhand von «Sinus Mileus» vor und demonstrierte konkrete Umsetzungsbeispiele, bei denen das Thema Suffizienz erfolgreich an bestehende Werte der Zielgruppe angeknüpft wurden. Daraufhin führte Linda Miesler, Leiterin der Fachstelle «Behavioral Marketing» am Institut für Marketing Management, aus, dass Konsumentenentscheidungen häufig durch Intuition und Heuristiken geleitet werden. Diese kann man gezielt nutzen, um Entscheidungen in die gewünschte Richtung zu lenken und nachhaltiges Konsumentenverhalten «anzustupsen» (Stichwort: Nudging).

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Der Workshop wurde abgerundet durch zwei Vorträge aus der Praxis. Zunächst stellte Marco Zaugg (Gründer und Geschäftsführer der getunik AG ) von seinem Unternehmen entwickelte praktische Beispiele vor, wie zum Beispiel die Ratgeber-App des WWF Schweiz, bei denen Mechanismen aus den Verhaltenswissenschaften in digitale Medien integriert wurden, um Verhaltensänderungen bei Konsumenten zu initiieren. Lisa Ochsenbein stellte schliesslich die Sharing-Community «Pumpipumpe»  vor, welche sich für den bewussten Umgang mit Konsumgütern und die Förderung sozialer Interaktionen in der Nachbarschaft einsetzt. Verena Berger, Wissenschaftliche Mitarbeitern  der Fachstelle «Behavioral Marketing» am IMM, führte charmant und kompetent durch den Workshop und leitete die abschliessende Diskussion.

Bei Fragen rund um die Themen des Workshops können Sie sich gerne an Linda Miesler (linda.miesler@zhaw.ch) wenden.