Conjoint Measurement – der «Königsweg», um Präferenzen und Preisbereitschaften zu messen

Unternehmen, die neue Produkte oder Dienstleistungen entwickeln, sollten die Präferenzen ihrer Kunden systematisch erfassen. Insbesondere bei neuen Dienstleistungen stellt sich die Frage, wie diese ausgestaltet werden sollten und zu welchem Preis sie dann im Markt eingeführt werden. Dabei sollten die Preisbereitschaften der Kunden und nicht die Kosten im Vordergrund stehen.

Der «Königsweg», um Präferenzen und Preisbereitschaften zu messen, ist das Conjoint Measurement. Hierbei werden Produkte oder Dienstleistungen in unterschiedliche Merkmale und Ausprägungen «zerlegt», woraus verschiedene Produkt- oder Dienstleistungspakete gebildet werden können, die Kunden in einer Befragung bewerten. Aus ihren Antworten lassen sich Nutzenwerte schätzen und somit simulieren, wie sich Präferenzen oder auch Marktanteile verändern, wenn sich Merkmale von Produkten oder Dienstleistungen verändern – beispielsweise der Preis.

Conjoint Measurement Abfrage

Conjoint Measurement Abfrage / Bildquelle: Sawtooth Software

Conjoint Measurement erfordert jedoch viel Erfahrung. Wir bieten mit Projektleitern, die bereits vielfach Conjoint Measurement in unterschiedlichen Branchen durchgeführt haben, Unterstützung in allen Projektschritten: In der Konzeption, in der Datenerhebung (Web oder Phone-to-Web) sowie in der Analyse und Massnahmenableitung. Kontaktieren Sie uns, um Ihre Bedürfnisse zu diskutieren.

Dr. Steffen Müller, steffen.mueller@zhaw.ch.

Sportvereine – Sportlicher Erfolg als einziges Mittel zur Steigerung der Fanzufriedenheit?

«Also wenn diä eso spielet, isches ja keis Wunder, dass niemer meh gaht gu luege!», ist eine viel gehörte Aussage. Doch kommt es nur auf den sportlichen Erfolg an? Wenn ja, wie kann dann ein Verein wie der FC St. Pauli einen Zuschauerschnitt von 96% verzeichnen, obwohl der Klub in der 2. Liga gegen den Abstieg spielt?

Generell gilt zu sagen: Je grösser die Dienstleistungsqualität ist, desto zufriedener ist der Kunde bzw. der Fan. Dies besagt unter anderem die «Service-Profit Chain», welche den positiven Zusammenhang dieser Faktoren zeigt und als Kreislauf verstanden werden kann. Durch die Verbesserung der Dienstleistungsqualität wird die Kundenzufriedenheit und –loyalität erhöht, was wiederum den Gewinn und Wachstum des Unternehmens vergrössert. Dies beeinflusst die Mitarbeiterzufriedenheit und –loyalität, wodurch die Dienstleistungsqualität steigt. Der FC St. Pauli hat eindrücklich bewiesen, wie wirtschaftlich effektiv eine stringente Marketingstrategie bei sportlicher Unstetigkeit sein kann. Der Verein stieg im Zeitraum von 1995 bis 2004 von der
1. Bundesliga bis in die Regionalliga ab, wobei sich in der gleichen Periode die Merchandising-Umsätze des Vereins nahezu vervierfacht haben.

St. Pauli

Bildquelle: www.zeit.de

Ohne Frage ist der sportliche Erfolg auch ein Teil der Dienstleistung eines Sportvereins an den Fan, denn auch die sportliche Leistung der Mannschaft ist ein Qualitätssiegel. Aber das sportliche Ergebnis ist nicht die einzig relevante Komponente. Viele andere Bereiche zählen zu den Dienstleistungen eines Klubs dazu, nämlich all diejenigen Bereiche, bei welchen die Clubs in direktem Kontakt mit den Fans stehen. Also in den Bereichen Ticketing, Merchandising, Stadion, Vereinsmanagement und Gastronomie. Das Institut für Marketing Management hat in der Raiffeisen Super League die Zufriedenheit der Fans mit ihrem Lieblingsklub anhand der genannten Bereiche untersucht – 20 Minuten hat darüber berichtet .

Das IMM untersuchte bspw. wie zufrieden die Fans mit der Anfahrt zum Stadion, der Qualität der Speisen und Getränken im Stadion oder mit Ihrem Ticketkauf sind, um nur einige wenige Beispiele zu nennen. Auffallend ist, dass nicht alleine der sportliche Erfolg das Ausschlaggebende für die Zufriedenheit der Fans ist. Lediglich der FC Basel und FC Sion schnitten bei der Umfrage exakt gleich ab, wie die Klubs in der Tabelle der Raiffeisen Super League stehen. Einige in der Liga sportlich erfolgreiche Vereine fanden sich im Ranking weiter hinten. Vor allem die Zürcher Vereine schnitten weit hinter ihrer sportlichen Platzierung ab. Der Grasshoppers Club Zürich ist nun allerdings bestrebt, Investitionen zu tätigen, um den Fans eine höhere Qualität in der Dienstleistung zu bieten und so die Kundenzufriedenheit zu steigern. Zusammen mit dem IMM suchen die Verantwortlichen Wege, um das Problem zu lösen und die Fans zufrieden zu stellen. Andere Vereine konnten hingegen mit einem positiven Ergebnis überzeugen, welches den sportlichen Erfolg übertrifft. Der FC St. Gallen und FC Thun legten zwei Plätze zu und liessen den finanziell starken BSC Young Boys, welcher insgesamt einen Platz verlor, hinter sich. Auch der FC Vaduz und FC Aarau, die Vereine mit den kleinsten Budgets der Liga, und der FC Luzern stehen im Ranking zwei Plätze besser da als in der Raiffeisen Super League Tabelle.
Auffallend ist das Verhältnis zwischen Kundenzufriedenheit und Budget. Die Vereine mit den fünf kleinsten Budgets standen im Ranking der Fanzufriedenheit besser da als in der Liga. Zugleich konnten nur zwei der fünf finanziell stärksten Vereine die gleiche Position einnehmen, wobei kein Klub mit grossem Budget Plätze gutmachen konnte.

Im Sportmarketing gibt es viele Möglichkeiten um die Kundenzufriedenheit zu steigern. Im Ausland findet man einige emotionale Massnahmen, welche die Fans begeistern. Ein bekanntes Beispiel hierfür ist in der National Football League (NFL) zu finden. Die Inszenierung des grossen Saisonfinals ist einzigartig und den Fans wird nebst dem sportlichen Ereignis ein grosses Spektakel geboten. Dies zeigt sich unter anderem bei der Halbzeitshow des Super Bowls inklusive einzigartiger Performance eines internationalen Musikstars. Auch in der NBA spielen Emotionen eine grosse Rolle: Beispielsweise werden Fansmit der aus Hollywood-Filmen berühmten «Kiss Cam» in Szene gesetzt, was immer wieder für tolle Stimmung im Stadion sorgt. Ein anderes, etwas weniger spektakuläres Beispiel findet sich in der Bundesliga beim FC Bayern: Dieser bietet den Fans eine sogenannte «Erlebniswelt» an, in welcher Sie den Klub näher kennen lernen können.

Bei Fragen zum Themengebiet Sport Marketing können Sie sich gerne an Marcel Hüttermann, Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Programm Manager des CAS Sport Marketing, unter marcel.huettermann@zhaw.ch wenden.

 

Keine zufriedenen Kunden ohne zufriedene Mitarbeiter

Die Kundenzufriedenheit steht und fällt mit der Mitarbeitendenzufriedenheit. Da die Kundenzufriedenheit ein wichtiger Gradmesser für den Unternehmenserfolg ist, tun sich Firmen gut daran die Zufriedenheit der Mitarbeitenden nicht ausser Acht zu lassen.

An der Harvard Business School wurde dieser Wirkungszusammenhang belegt und als Service-Profit-Chain bezeichnet. Diese zeigt die Beziehung zwischen Profitabilität, Kundenloyalität, Mitarbeiterzufriedenheit, Mitarbeiterloyalität und -Produktivität.

Abbildung 1 Service-Profit-Chain (Heskett et al., 2008)

Abbildung 1 Service-Profit-Chain (Heskett et al., 2008)

 

Ein grosser Vorteil für Unternehmen mit zufriedenen Mitarbeitenden ist bspw. die meist niedrigere Fluktuationsrate. Die Verbindung zwischen der Mitarbeitendenzufriedenheit und der Fluktuation zeigt sich meistens in Abteilungen, welche in direktem Kundenkontakt stehen (Contactcenter). Oft ist dort die Zufriedenheit eher niedrig und führt dadurch zu einer hohen internen aber auch externen Fluktuation. Dies hat zur Folge, dass bereits bei vielen Contactcenter-Betreibern Anstrengungen für die Erhöhung der Mitarbeitendenzufriedenheit unternommen werden.

Die Sunrise bietet mit ihrem Programm Smile ein gutes Beispiel für die Steigerung der Kundenzufriedenheit mittels Begeisterung durch motivierte Kundenberatende. Erreicht hat dies die Sunrise durch Empowerment, Mitarbeitendentrainigs und Lobmanagement.

Führungskräften stehen jedoch noch viele weitere Werkzeuge für eine Motivationssteigerung zur Verfügung. Kuno Ledergerber, Leiter des Zentrums für Human Capital Management an der ZHAW School of Management & Law, erwähnt hierbei das Employee Relationshiop Management (ERM). Analog zu einem Customer Relationship Management (CRM) soll dieses bei den Mitarbeitenden eingesetzt werden, denn gut geführte Schweizer Unternehmen messen heute die Mitarbeitendenzufriedenheit und kennen dessen Auswirkungen auf die Kundenzufriedenheit.

Interessiert Sie das Thema, möchten Sie sich mit anderen Unternehmen zu diesem Thema austauschen oder wollen sie in Ihrem Unternehmen die verschiedenen Wirkungsfaktoren professionell testen? Dann können Sie am kooperativen Forschungsprojekt der ZHAW „Erhöhte Kundenzufriedenheit durch Mitarbeiterbegeisterung“ teilnehmen. Frank Hannich, Leiter der Fachstelle Strategisches CRM (frank.hannich@zhaw.ch) und Marcel Hüttermann, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Marketing Management (marcel.huettermann@zhaw.ch), geben Ihnen gerne weitere Auskunft.

Literatur: Putting the Service-Profit-Chain to Work, Heskett et. al., 2008. Organisationsstolz im Customer Care Center, Marketing Review St. Gallen, Ausgabe 3, 2013. Service Excellence Report 2014, Crystal Benchmark

 

Aufbruchsstimmung im Weiterbildungsangebot

Die Weiterbildungslandschaft am Institut für Marketing Management wandelt sich rasant. In den letzten 12 Monaten wurden die beiden MAS-Programme in Customer Relationship Management und in Product Management modularisiert. Im Interview mit Studienleiter Dr. Frank Hannich haben wir im Frühling 2014 über den Hintergrund dieser Entwicklung berichtet. Nun ist es also geschafft. Am 17. Februar 2015 hat der Rektor der ZHAW die beiden grundlegend überarbeiteten Studiengänge genehmigt und damit gleichzeitig den Weg für sechs neue CAS-Lehrgänge geebnet. Beide MAS-Programme starten Ende August im neuen Kleid.

Die modulare Struktur bietet den Studierenden die Möglichkeit, den Masterstudiengang individuell zu gestalten. Sie können einzelne CAS-Lehrgänge absolvieren und erst zu einem späteren Zeitpunkt entscheiden, ob sie die komplette Ausbildung beenden möchten. Um das MAS-Diplom zu erhalten, müssen die Studierenden alle vier CAS-Lehrgänge erfolgreich abschliessen und eine Masterarbeit schreiben. Dafür haben sie maximal vier Jahre Zeit.

Gemeinsam ist den beiden neu gestalteten MAS-Programmen das Start-Modul CAS Strategisches Marketing. Dieser Zertifikatslehrgang – ehemals CAS Strategischer Fokus Kunde – befasst sich mit den Kernaufgaben des Marketing, wobei im Rahmen des MAS Customer Relationship Management die Wertschöpfung durch Beziehungen im Fokus steht. Die Studierenden entwickeln ein Verständnis für den zentralen Stellenwert von Kundenbeziehungen für den Unternehmenserfolg. Für Studierende des MAS Product Management hingegen steht die Wertschöpfung durch Produkte im Vordergrund. Ihnen vermittelt der Start-CAS die zentralen Theorien, Modelle und Instrumente des Product Marketing. Am Ende des Zertifikatslehrgangs sind alle Teilnehmenden in der Lage, eine kunden- bzw. produktgetriebene Unternehmensstrategie selbständig zu erarbeiten.

Sind die strategischen Grundlagen einmal gelegt, warten spannende Vertiefungsmodule auf die Teilnehmenden. Die untenstehende Grafik liefert eine Übersicht.

MAS_Blog

Mehr über die neuen Zertifikatslehrgänge berichten wir Ihnen gerne an unseren Informationsapéros. Wir freuen uns auf Sie.

Brandneu – Die Marketing Leadership Studie 2015

Zum ersten Mal wird dieses Jahr die Marketing Leadership Studie durchgeführt. Sie entsteht durch eine Fusion und Weiterentwicklung der beiden bewährten Studien Swiss CRM und Swiss Product Management.

Bildquelle: michaele-harrington.com

Die neue Studie wird dem aktuellen Anspruch auf eine ganzheitliche Betrachtung des Marketings gerecht. Unternehmen können es sich nicht mehr leisten nur einen der beiden Werttreiber Kundenbeziehungen oder Leistungen zu berücksichtigen. Marketing ändert sich fundamental und sollte in modernen Unternehmen eine steuernde Funktion in Richtung Kunden- und Marktorientierung des Unternehmens einnehmen. Grund genug für das Institut für Marketing Management die beiden Studienformate zu fusionieren und die Marketing Leadership Studie zu lancieren.

Inhaltlich behandelt die Marketing Leadership-Studie den Status Quo und die Trends in den Bereichen CRM und Product Management. Hinzu kommt die Komponente Marketing Leadership, wobei unter anderem untersucht wird, ob die Marketingabteilungen in den Unternehmen das nötige Gewicht erhalten, um erfolgreich und nachhaltig die Marketingstrategie zu implementieren. Ein Schwerpunkt wird die Frage sein, was erfolgreiche und weniger erfolgreiche Unternehmen im Marketing unterscheidet.

Die Studie ist bereits erfolgreich angelaufen. Nach der Konzipierung des Fragebogens, wurden die Unternehmen befragt. Die Studie weckt auch mit neuem Namen und neuen Inhalten grosses Interesse. Dies zeigt der rekordverdächtige Rücklauf von 526 ausgefüllten Fragebogen. Es können also bereits jetzt repräsentative Ergebnisse garantiert werden.

Marketing Leadership Konferenz.jpgPräsentiert wird die Studie am 15. September 2015 im Rahmen des CRM Forums zur Marketing Leadership Konferenz.

 

Bei Fragen zur Studie kontaktieren Sie Marcel Hüttermann, Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Programm Manager der Marketing Leadership Studie unter marcel.huettermann@zhaw.ch.

Von der Kampagne zum Kundendialog – die neue Weiterbildung CAS Kundendialogmanagement

Andreas Lucco_10.03.2015Dr. Andreas Lucco ist Studiengangleiter des Certificate of Advanced Studies (CAS) Kundendialogmanagement und Leiter der Fachstelle Integrated Communications am Institut für Marketing Management. Zudem ist er als Dozent im Bereich Marketing mit den Schwerpunkten Emotion Selling, Touchpoint Communication, Digital Marketing, Customer Intelligence und CRM tätig. Der Lehrgang CAS Kundendialogmanagement stellt den Kunden in den Mittelpunkt und vermittelt für den Dialog mit dem Kunden ein für das Schweizer Dialogmarketing einmalig kompakte Ausbildung. Der CAS Kundendialogmanagement  wird in Kooperation mit den Branchenverbänden SDV und CallNet durchgeführt. Lesen Sie im Interview, welche innovativen Inhalte der CAS behandelt.

Welches sind die wichtigsten Marketing-Trends, die uns die nächsten fünf Jahre beschäftigen werden?
Big Data:
Die Multi-Sensor- Datenfusion wird in den nächsten fünf Jahren disruptiv, also auch für kleine und mittelständische Unternehmen möglich sein. Instrumente um Daten zu sammeln, werden einfacher bedienbar und für jeden verfügbar sein.
Digitalisierung:
Die Digitalisierung wird weiterhin von statten gehen, sodass noch mehr Services, Prozesse und die Kommunikation digitalisiert werden müssen.
Servitization:
Der Trend der Kombination aus Sachgütern und Dienstleistungen wird weiter fortschreiten. Die Kombination beinhaltet zum Beispiel Self-Services, selbstfahrende Autos, Smart Home, Smart Metering wie auch Smart Electronic Health Management. Alles was bisher mechanisch, also von Menschenhand angestossen wurde, wird digitalisiert und wird auch im Marketing Einzug nehmen.
Artificial Intelligence:
Die Entwicklung von künstlicher Intelligenz und künstlichen Emotionen wird weiterhin das kulturelle und sozioökonomische Leben prägen. Wenn wir Services digitalisieren wollen, kommen wir nicht drum herum, den Faktor Mensch und dessen Intelligenz und Emotionen technisch nachzubilden.
Soft Skills:
Soft Skills wie Sprechen, Zuhören oder Paraphrasieren sind die sozialen Grundeigenschaften, welche weiter geschärft werden müssen. Insbesondere ein Marketingverantwortlicher sollte wissen, wie Kommunikationskanäle effektiv genutzt werden.

Welche Herausforderungen und Konsequenzen ergeben sich aus der neuen Kommunikationsrealität für Verantwortliche Marketing & Kommunikation?
Was ist die neue Realität? Die neue Realität ist sehr digital. Ein Marketingkommunikations- Verantwortlicher muss verstehen, wie er eine neue Plattform betreiben kann. Er sollte die vertikale Wertschöpfungskette kennen. Welche Infrastruktur in der IT-Architektur muss ich bereitstellen? Wie sieht meine Softwarelandschaft aus? Welches sind damit verknüpfte Prozesse und Abläufe im Unternehen? Welche Menschentypen mit entsprechenden Fähigkeiten muss ich für einen exzellenten Service akquirieren? Diese Themen, sind in einer leitenden Funktion zukünftig wichtig.

Welches werden in Zukunft die wichtigsten Fähigkeiten eines Marketingkommunikations-Verantwortlichen sein?
Ein MarKom- Verantwortlicher ist für mich eine Führungsperson, welche die Kommunikation auf Inbound und Outbound Ebene leitet und prägt. Ich spreche nicht von einem Brandmanager, sondern von einem Marketingkommunikations-Verantwortlichen mit Fokus «Kundendialog». Logisch muss man auf der einen Seite die Soft- Skills beherrschen, das heisst wie man mit Menschen umgeht und spricht. Aber was es noch braucht: Man muss sich mit IT Landschaften auskennen und mit IT Verantwortlichen mitsprechen können. Sowie das Schnittstellenmanagement mit internen und externen Stakeholdern, das muss beherrscht werden können.

Welchen Beitrag leistet der CAS Kundendialogmanagement dazu?
Grundsätzlich zwei Dinge:

  • Was wir wissen müssen und was wir können sollten im Zusammenhang mit den Kunden und
  • wie wir letztlich die Kampagne zu einem Dialog entwickeln können.

Was wir wissen müssen: Im Lehrgang werden wir geschult, Trends frühzeitig zu erkennen, zu verfolgen und relevante Trends im Unternehmen umzusetzen.

Was wir können sollten: Auf den gängigen digitalen Kanälen auch entsprechend kommunizieren können. Wir müssen wissen, wie wir auf Twitter, Facebook, Instagram und Co. mit passenden Botschaften kommunizieren und mit welchen Techniken wir das Gespräch etablieren können. Letztendlich geht es darum, wie wir einen Dialog herstellen und auch systemisch abwickeln können..

Weshalb tun sich immer noch viele Unternehmen schwer damit, aus ihren Kampagnen heraus einen kontinuierlichen Kundendialog zu fördern?
Eine einzige Antwort auf diese Frage gibt es natürlich nicht. Es gibt sehr viele Gründe dafür. Die wichtigsten drei sind aus meiner Sicht:

Erstens: Viele Unternehmen haben keine ausgeprägte Infrastruktur, welche fähig ist, alle Informationen vom Kunden, die an den Touchpoints anfallen, in einem Topf zu sammeln und entsprechend aufzugleisen. Die mangelnde Infrastruktur macht es natürlich schwieriger und behindert den Eintritt in einen kontinuierlichen Kundendialog. Das Rad muss dann immer wieder neu erfunden werden.
Zweitens: Der Mensch ist im beruflichen Kontext oft nicht fähig, den Dialog zu führen. Es gibt Skills, die antrainiert werden können. Das wäre im Sinne von Personal Development.
Drittens: Durch die unterschiedlichen Hierarchien und fachlichen Schwerpunkte verändert sich auch das Verständnis über den Kunden und wie man den Dialog grundsätzlich fördern kann.

Aus welchen Branchen, in welchen Positionen und mit welcher Vorbildung treten die Teilnehmenden den CAS Kundendialogmanagement an?
Eigentlich aus jeder Branche, bei der man bei Marketingaktivitäten von Kampagnen spricht. Im übertragenen Sinn bilden wir Kampagnenmanager aus. Dieser CAS ist für jeden Marketingverantwortlichen geeignet, der Kundenkontakt bei der Durchführung von Kampagnen hat.

Wo würde ein Absolvent oder eine Absolventin des CAS Kundendialogmanagement arbeiten und welche Aufgaben hätte er?
Ein Kampagnenmanager muss mit einem Kunden in den Dialog treten und sein Produkt verkaufen. Dies tut er im Rahmen einer Kampagne. Der Beziehungsmanager hingegen muss schauen, dass die Kampagne nicht einmalig bleibt sondern zu einer Beziehungsepisode wird. Dies sind zwei Grundfunktionen und Fähigkeiten, die man eigentlich auch in einer Finanz- oder operativen Funktion beherrschen sollte.

Wir vermitteln in unserem Lehrgang nicht einfach nur das Wissen, sondern auch die Denkweise, wie man mit Kunden in Zukunft umzugehen hat und wie wir eine Beziehung zwischen Menschen systemisch abbilden können. Das ist eigentlich die Antwort auf die Digitalisierungswelle. Um die Beziehungsepisode systemisch abbilden zu können, müssen wir die Konzepte, die hinter dem Dialog stehen, verstehen. Grundsätzlich bezeichnen wir uns ja alle als beziehungsfähig. Die Frage ist mehr, wie man jetzt das Intuitive explizit abbilden kann. Schwierig wird es nämlich dann, wenn wir die Beziehungen nicht mehr persönlich führen – also Face-to-Face – sondern wenn wir indirekt über andere Kanäle miteinander sprechen. Es besteht das Bedürfnis die Kommunikation systemisch abzubilden. Wie wir das nachempfinden und im realen Leben machen können, wird im neuem CAS Kundendialogmanagement gelehrt.

Vielen Dank für das Gespräch.

Top Dienstleistungen – wir empfehlen…

Es ist kurz vor 12:00 Uhr in Winterthur, die wohlverdiente Mittagspause rückt näher. Wie fast jeden Vormittag steht die Frage im Raum, wo wir uns verpflegen – in der Mensa, im Coop, im Brühlgut oder im Tibits? Das Angebot an Gastro-Dienstleistungen rund um den Bahnhof Winterthur ist vielfältig. Überhaupt werden wir auf dem Weg vom Bahnhof in unser Büro mit hunderten von Dienstleistungsangeboten konfrontiert – und dabei ist das ganze Angebot an Online Dienstleistungen noch nicht berücksichtigt.

Es gibt zahlreiche Faktoren, die unsere Dienstleistungswahl beeinflussen: Qualität, Preis, Beratung und Betreuung, Authentizität. Die Gewichtung dieser Faktoren erfolgt jeweils individuell. Eins ist uns aber gemein: Wir alle haben unsere Lieblings-Dienstleister. Wir empfehlen:

Steffen Müller : Coop@Home. Man kann Lebensmittel einkaufen, wenn die Kinder schlafen und verbringt am Samstag nicht 2 Stunden im Supermarkt.

PShyandfloatricia Gwerder : Die beiden Fotos sind im Coiffeursalon Shy and Flo enstanden. Nachdem ich wochenlang auf der Suche nach einer für mich akzeptablen (unaufgeregten, einfachen aber schönen) Hochzeitsfrisur war, bekam ich selbst den Tipp, mich einmal bei Tamara von Shy and Flo beraten zu lassen. Was soll ich sagen, seitdem lasse ich niemand anderen mehr an meine Haare!

Helen Vogt : Mein Favorit ist der kleine Cupcake Laden little shabby – einfach yummmi.

littleshabby

 

InterioCorinne Scherrer: Im Bereich Möbelhäuser kann ich auf jeden Fall den Service von Interio sehr empfehlen. Nach einer Bestellung im Online-Shop war ich einige Tage darauf vor Ort im Laden und habe das bestellte Produkt in einer anderen, kürzlich erschienenen Farbe gesehen, welche mir noch besser gefiel. Am Service-Point konnte ich die Bestellung nicht direkt ändern, weil die zwei Unternehmenssparten getrennte Systeme haben. Jedoch wurden mir alle nötigen Informationen u.a. Auftragsnummer, alte Artikelnummer und neue Artikelnummer herausgesucht, um meine Bestellung telefonisch abzuändern. Beim Call-Center wurde mein Anliegen dann freundlich und unkompliziert erledigt, obwohl die Auslieferung der bereits getätigten Bestellung kurz bevorstand.

MensaDavid Kübler : Die Entscheidung, in welchem Lokal das Mittagessen eingenommen wird, fällt mir jeweils sehr leicht: Die ZHAW Mensa im SW Gebäude! Nebst den abwechslungsreichen Speisen, sind es vor allem die Mitarbeiter, die zu einem einmaligen Mittagserlebnis beitragen. An Freundlich- und Fröhlichkeit kaum zu übertreffen bereiten sie das Essen zu, so dass ich mich jeden Mittag 10 Jahre zurück in Mamas Küche versetzt fühle.

TitoloLiora Lilienfeld: Titolo – definitiv ein Sneaker-Palast. Die Beratung ist überaus kompetent und freundlich, das Ladenlokal wunderschön. Ein Muss für jeden Turnschuh Liebhaber.

 

 

 

Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Ausprobieren.

 

 

Youtube, Youporn, Younow – Gedanken zum heutigen Zeitgeist

Alles ist «you». Alles ist «i»: die digitale Transformation peitscht das Unternehmertum regelrecht an: in fünf Minuten eine Domain reservieren, in 20 Minuten als Web-Kämpfer eine Landingpage aufschalten und mit Produkten verknüpfen – wohl bemerkt, das mit der Online Bezahlung geht (noch) nicht ganz so geschwind. Aber das Business funktioniert im Internet schnell. Und der Begriff Big Data (besser: Multi Sensor Daten Fusion) hat den Weg aus den Unterhaltungsmedien, wie Youtube oder 20 Minuten in die wissenschaftlichen Journals gefunden.

Younow vereinfacht die Selbstdarstellung aber damit nicht zwingend den persönlichen Erfolg. Bildquelle: blog.younow.com/post/

Younow vereinfacht die Selbstdarstellung aber damit nicht zwingend den persönlichen Erfolg. Bildquelle: blog.younow.com/post/

Der Motor des «alles, jederzeit und überall» Zeitgeistes ist eine zunehmend innovative und effektive Entwicklung von Technologie. Ja, richtig gelesen: Zunehmend weil – so will es der US Chemiker und Physiker Gordon Moore wissen – Prozessoren und damit auch Rechenleistung und folglich auch künstliche Intelligenz (AI) oder Empathie in Zukunft weniger kosten und besser sein werden. Das klingt verrückt. Ist aber mit grosser Wahrscheinlichkeit tatsächlich so.

Wie gehen der Mensch und die Gesellschaft damit um? Nun, gläserne Kunden sind nicht selten und völlig natürlich mit der erhöhten Transparenz überfordert. Der Einblick in die jüngste Plattform Younow legt offen, dass Umgang und Dosierung mit sozialen Medien schwierig sind. «Sag mir bitte, was ist ok und was ist nicht ok?!» schreit es bildlich aus den jungen Menschen heraus. Oder interessant ist der aktuell medial aufgeschaukelte Aspekt, dass sich die Jungen Sozialisten in der Schweiz die Auseinandersetzung mit Pornographie im Klassenzimmer wünschen. Alles in Allem ein erneutes Indiz, dass der Wegweiser überdeutlich in Richtung Wertediskussion zeigt.

«IF … THEN…, ELSE…» – wie soll ich mich entscheiden, und was ist gut und was ist schlecht? So wie Algorithmen die Grundlage für Entscheidungen intelligenter Börsenhandelssysteme sind, die täglich Milliarden von Transaktionen auslösen, so sind Wertesysteme und -normen die Heuristiken unserer Gesellschaft. Vor dem Hintergrund des Vormarschs von Technologie, wird das Evolutionspendel auch wieder in die nicht-technologische Richtung ausschlagen. Wie funktionieren wir? Wie muss, soll und darf Kommunikation gestaltet sein? Wie werden Dialoge geführt?…

Da waren wir doch schon einmal, oder? Also ran an den Diskussionstisch und ab in die Schulzimmer!

3 Monate als Praktikant am Institut für Marketing Management

dave_mayerWas Dave Mayer während seinem dreimonatigen Praktikum am Institut für Marketing alles erlebt, erzählt er euch in der Folge wie immer gleich selbst:

«Anfang Januar begann ich mein befristetes Praktikum als Junior Project Manager innerhalb des Institut für Marketing Management (IMM). Nach mehrjährigen Couchsurfing Reisen war dies der perfekte Wiedereinstieg in die Schweizer Arbeitswelt. Ich bin verantwortlich für die Desk Research und Projektplanung zur Gründung eines Verbandes.

 

Bis heute beinhaltet mein Aufgabenbereich:

  • Erstellung eines detaillierten Projektplans via Microsoft Projects
  • Durchführen und transkribieren von Experten-Interviews
  • Programmieren einer Online Umfrage via Questback UniPark
  • Realisierung eines StartUp / Business Plans
  • Erstellung und Pflege der IMM EndNote Library

Die Atmosphäre innerhalb des IMM ist äusserst angenehm, auf die Zusammenarbeit der verschiedenen Fachstellen wird grossen Wert gelegt und dies schätze ich sehr. Die Arbeitskollegen hiessen mich von Anfang an herzlichst willkommen und erleichterten den Einstieg ins Team ungemein.

Ich freue mich auf die kommenden Herausforderungen, welche ich im Institut für Marketing Management meistern darf. To infinity and beyond!»

Winter WM 2022 in Katar – Auswirkungen für die Sportartikelhersteller

Der avisierte Termin für die Fußballweltmeisterschaft 2022 in Katar ist in aller Munde. Eine Winter WM hat nicht nur Auswirkungen für die Fussballfans, welchen Public Viewings an Weihnachtsmärkten draussen in der Kälte blühen könnten. Ob und welche Auswirkungen eine Winter-WM für Sportartikelhersteller wie Nike oder Adidas hat, ergründet Sportmarketing Experte Marcel Hüttermann im Interview mit SRF 3:

Falls Sie weitere Fragen zum Themengebiet Sport Marketing haben, können Sie sich gerne an Marcel Hüttermann, Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Programm Manager des CAS Sport Marketing unter marcel.huettermann@zhaw.ch, wenden.