Bewerten Sie jetzt Ihren Fussballclub

Wie zufrieden sind die Fussballfans mit der Arbeit Ihres jeweiligen Vereins? Mit dieser Frage beschäftigt sich das Institut für Marketing Management (IMM) an der ZHAW. Machen Sie jetzt mit bei der grössten Fanzufriedenheitsstudie im Schweizer Sport.

Sind Sie mit der Organisation des Kartenverkaufs zufrieden? Schmeckt Ihnen die Stadionwurst? Finden Sie schnell einen Parkplatz? Oder ist die Qualität der Fanartikel nicht zufriedenstellend? Ab jetzt erhalten die Fans die Chance Ihren Verein in verschiedenen Kategorien zu bewerten. Sagen Sie uns Ihre Meinung! Die Umfrage dauert ca. 5 Minuten und die Ergebnisse werden wir Ihnen Anfang Februar präsentieren.

Welches sind für Sie die wichtigsten Faktoren, denen sich die Vereine annehmen müssen? Nehmen Sie an der grössten Zufriedenheitsstudie im Schweizer Sport teil und stimmen Sie über Ihren Verein ab: http://ww3.unipark.de/uc/fanzufriedenheit/

Weiterbildungsmarkt Schweiz – eine Kurzanalyse

Gymnasium, Berufslehre mit oder ohne BMS, Universität, Fachhochschule, höhere Fachschule, CAS, MAS, MBA und so weiter und so fort. Die Bildungslandschaft Schweiz ist sehr vielfältig und man könnte meinen, die Möglichkeiten seien grenzenlos. Unbestritten ist jedoch der wichtige Einfluss der Bildung auf die Wohlfahrt. Deshalb ist es nicht überraschend, dass die Bildung ein zentrales politisches Anliegen einnimmt.

Lebenslanges Lernen – eine Aussage die im Zusammenhang mit der Weiterbildung immer wieder erwähnt wird. Dass sich Schweizer dies zu Herzen nehmen beweist eine Auswertung des Amtes für Statistik. Sie zeigt auf, dass die stetige Weiterbildung in der Schweiz einen hohen Stellenwert einnimmt. Dies führt zu einer sehr grossen Nachfrage und folglich auch zu einem immensen Angebot. Weiterbildung.ch, eine Datenbank mit über 80‘000 Weiterbildungsangeboten beweist, dass der Informationsüberfluss und Big Data auch in der Bildung ein aktuelles Thema ist. Diese Vielfalt birgt in sich, dass oftmals Unterstützung bei der Wahl der passenden Weiterbildung benötigt wird. Für Interessenten stellt sich dabei nicht nur die Frage welche Weiterbildung sie machen möchten, sondern auch wo sie diese absolvieren möchten.

 

Bildquelle: www.srf.ch

Bildquelle: www.srf.ch

Über die Qualität können sich die Anbieter gegenüber ihren Konkurrenten differenzieren. Daher lohnt es sich für Interessenten sich intensiv mit der Wahl der Weiterbildung auseinander zu setzen. Als Hilfe dient zum Beispiel die Website Alisearch.ch. Am besten wendet man sich mit Fragen jedoch an den jeweiligen Anbieter, um sich direkt zu informieren und offene Fragen zu klären.

Das Institut für Marketing Management an der ZHAW überprüft laufend das Weiterbildungsangebot und versucht dieses stets an die Marktbedürfnisse anzupassen. Die Leitideen des gesamten ZHAW-Weiterbildungsangebotes umfassen die Persönlichkeitsbildung und das lebenslange Lernen. Der Erwerb praxisorientierter und wissenschaftlich fundierter Kompetenzen ermöglicht Hochschulabsolventinnen und -absolventen sowie Fachpersonen aus der Praxis eine kontinuierliche Entwicklung und unterstützt sie zu jedem Zeitpunkt in ihrer beruflichen Laufbahn.

Warum Weiterbildung ?

Sich weiterzubilden liegt im Trend und lohnt sich. Für die Beteiligten bedeutet es, dass sie einerseits viel Zeit aufwenden, andererseits die Weiterbildung finanzieren und gleichzeitig oft das Arbeitspensum reduzieren müssen. Diese Nachteile werden jedoch in Kauf genommen. Der Nutzen einer Weiterbildung wird nicht bezweifelt, die Motive sind allerdings unterschiedlich. Ruedi Schweizer (Swiss Marketing Werbewoche, 2011) ging dieser Frage in seiner Master Thesis nach und kam auf folgende Reihenfolge der Beweggründe für eine Weiterbildung:

1. Steigerung der Fachkompetenz (psychologischer Determinant)
2. Sicherung des beruflichen Weiterkommens, Karriere (sozialer Determinant)
3. Horizonterweiterung, Streben, Entdecken, Neugierde (psychologischer Determinant)
4. Höheres Einkommen (sozialer Determinant)
5. Persönliche Entwicklung (persönlicher Determinant)

Für Interessierte stellt sich anschliessend die Frage, welche Weiterbildung bei welchem Anbieter besucht werden soll. Ist diese Entscheidung erst mal getroffen, kommt die nächste Hürde. Unterstützt mein Arbeitgeber die Weiterbildung? Direkt mit der Übernahme der Kosten oder durch zusätzliches «Ferienguthaben» für die Schultage? Generell wünschen sich Mitarbeitende mehr Unterstützung. Gemäss einer Umfrage des Kelly Global Workforce Index (2013) möchte mehr als die Hälfte der Schweizer Angestellten ihre Kenntnisse und Fähigkeiten weiterentwickeln. Das geht nicht ohne den Support des Arbeitgebers. Für einen erfolgreichen Karriereschritt ist es allerdings mit einer fachlichen Weiterbildung noch nicht getan. Dem sind sich die Beteiligten bewusst. Aus ihrer Sicht sind dazu auch Soft Skills wichtig; zum Beispiel Team-, Konflikt- und Kooperationsfähigkeiten, aber auch Kommunikationsfähigkeiten und Sprachkenntnisse.

www.year-network.eu

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Weiterbildungen werden von Arbeitgebern sehr gerne gesehen und oft auch vorausgesetzt. Laut einer Umfrage der Handelszeitung ist dabei zweitrangig, ob die Weiterbildung an einer Universität oder an einer Fachhochschule absolviert wurde (Wienröder, H. (2014). Unvoreingenommene Unternehmen. Handelszeitung. 16. Oktober 2014. S. 57). Es zählen hauptsächlich die Inhalte der Weiterbildung. Diese positive Einstellung gegenüber Weiterbildungen zeigt sich auch in der Bereitschaft zur Unterstützung. In einer Umfrage des Bundesamtes für Statistik im Jahre 2011 gaben 77% der Schweizer Unternehmen an, mindestens eine durch ihre Mitarbeitenden besuchte Weiterbildung unterstützt zu haben. Meistens geschieht dies im Rahmen von innerbetrieblich organisierten Weiterbildungsaktivitäten, welche nicht zu einem offiziell anerkannten Diplom führen. Vergleicht man diese Umfragewerte mit den umliegenden Ländern, dann zeigt sich, dass die Schweiz einen sehr hohen Anteil an weiterbildungsaktiven Unternehmen hat.

Das Institut für Marketing Management begrüsst die steigende Nachfrage im Weiterbildungsbereich, ist sich jedoch auch bewusst, dass noch viel Handlungsbedarf besteht. Vor allem bei der Unterstützung seitens der Unternehmen gibt es nach wie vor Entwicklungspotenzial. Diese Tipps sollen Sie beim Gespräch mit Ihrem Arbeitgeber unterstützen:

  • Nicht als Bittsteller auftreten, sondern als Person, die sich im Arbeitsleben positiv entwickeln und mehr leisten möchte.
  • Dem Arbeitgeber persönliche Vorstellungen und Pläne, die mit der Weiterbildung verbunden sind, zu erkennen geben.
  • Argumente präsentieren, warum auch das Unternehmen von der Weiterbildung profitiert.
  • Die Weiterbildungsverhandlung nicht mit einer Lohnverhandlung verbinden. Erst bei fortgeschrittener Weiterbildung neue Funktions- und Einsatzmöglichkeiten – und damit verbunden auch den Lohn – besprechen.

Quellen:

 

Fünf aussergewöhnliche Weiterbildungen

Bildquelle: http://kpcpt.org/category/who-are-we/

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Kreative Köpfe, Rebellen, Querdenker und Visionäre haben es oft schwer, in einer stromlinienförmigen Bildungslandschaft zu überleben, die Fehler stigmatisiert und dafür ausgelegt ist, Konformisten zu produzieren. So erstaunt es nicht, dass eine ganze Reihe namhafter Unternehmen von sogenannten «Dropouts», also Schulabbrechern, gegründet wurde. Ken Robinson hat in seinem vielbeachteten TED-Talk «How schools kill creativity» bereits im Jahr 2006 auf diese Problematik hingewiesen. In der Zwischenzeit sind ein paar interessante Managementausbildungen entstanden, denen eines gemein ist: Sie wollen Kreativität fördern anstatt sie zu töten. Sie sprechen Non-Konformisten an, Revolutionäre, Entdecker, Mutige, Experimentierfreudige, Aufbruch- und Innovationswillige, also all jene, die neue Wege gehen wollen und echte Innovation anstreben. Wir stellen fünf solcher aussergewöhnlichen Weiterbildungen vor:

  1. Die «Kaos Piloten», das ist eine dänische Generalistenausbildung in Leadership, Entrepreneurship und Innovation. Seit ihrer Gründung im Jahr 1991 ist sie das Synonym für Kreativität und Lässigkeit. Das Lernen erfolgt primär durch die Mitarbeit an Projekten. Die UNESCO verlieh ihr 1992 sogar das Prädikat «bemerkenswertes neues pädagogisches Konzept». Und seit 2011 gibt es auch einen Schweizer Ableger der Kultschule aus Aarhus.
  2. Erfolgreiche Kreative, Menschen mit Ideen und Visionen zu besseren Führungskräften machen, das will die Berlin School of Creative Leadership. Das MBA-Programm, das 2006 in Kooperation mit der Berliner Steinbeis-Hochschule gegründet wurde, verbindet das Beste aus zwei Welten: Eine Schule, die Kreativität fördert, aber auch klassisches Business und Management lehrt. Innovativ, international, praxisorientiert – so der Anspruch.
  3. Ganz frisch am Start ist die Aachen School of Innovation, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Menschen kreativer und Organisationen innovativer zu machen. In erster Linie wird Methodenwissen vermittelt um strukturierte Innovationsprozesse aufzubauen. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Teamentwicklung. Der Spass darf dabei natürlich nicht fehlen.
  4. Sich seine Hände schmutzig zu machen, das stellt die Stanford Graduate School of Business mit seinem 4-tätigen Design Thinking Boot Camp in Aussicht. An der renommierten «D.School» existiert ein hervorragendes Betreuungsverhältnis. Auf fünf Studierende kommt ein Coach. Kurze Inputs, viel Zeit zur Anwendung. Am Ende stellt ein «Post-Program Coaching» den Wissenstransfer in die Praxis sicher.
  5. Globale Resonanz geniessen zurzeit die «Masterclasses» des Schweizer
    Geschäftsmodell-Gurus Alexander Osterwalder. Im zweitägigen Workshop der Strategyzer Academy werden die Teilnehmenden zu Experten im Umgang mit der «Business Model Canvas», einer Methode zur Visualisierung von Geschäftsmodellen. Das entsprechende Lehrbuch ist ein absoluter Management-Bestseller und wurde in mehr als 30 Sprachen übersetzt.

5 Fragen an Dr. Linda Miesler zum neuen Kurs «Behavioral Economics for Marketers»

Dr. Linda Miesler

Dr. Linda Miesler

Warum sollte man als Marketingverantwortlicher diesen Kurs unbedingt besuchen?
Unternehmen gehen häufig bei der Umsetzung ihrer Marketingstrategie von einem rein rational entscheidenden Kunden aus. Wir nehmen beispielsweise an, dass der Kunde alle Zeit der Welt, unbegrenzte mentale Ressourcen, ein riesiges persönliches Interesse, etc. hat, um sich intensiv mit Informationen zu Produkten und Services auseinanderzusetzen. Aber wenn wir uns einmal selbst in die Situation des Kunden versetzen, wird schnell klar, dass wir bei unseren Entscheidungen häufig nicht rational sondern beispielsweise impulsiv, emotional oder auch gleichgültig handeln. Oft lassen sich Kunden auch stark durch irrelevante Informationen oder durch situative Einflüsse beeinflussen. All diese (vermeintlich) irrationalen Verhaltensmuster müssen von Marketingverantwortlichen berücksichtigt werden, um beim Kunden mit den entsprechenden Marketingmassnahmen den gewünschten Erfolg zu erzielen.

Was erwartet die Teilnehmer bei Kursteilnahme?
Die Erkenntnisse aus Behavioral Economics und Konsumentenpsychologie erlauben neue Sichtweisen auf den Kunden. Wir vermitteln in diesem Kurs die Grundlagen aus diesen Forschungsgebieten und zeigen die Bedeutung für das Marketing auf. Durch eine abwechslungsreiche Kursgestaltung, in der theoretische Inputs mit Beispielen in Form von Praxiscases, kleinen Übungen oder Gruppenaufgaben kombiniert werden, sollen die Teilnehmer ein Gefühl dafür bekommen, wie sie auf Basis dieser Erkenntnisse die Gestaltung von Marketingmassnahmen optimieren können und wie sie Kundenentscheidungen besser vorhersehen können.

Wo können die Inhalte im Unternehmen vor allem eingesetzt werden?
Neben dem besseren Kundenverständnis zeigen wir den Teilnehmenden, wo die Grenzen der bestehenden Marktforschungs-Tools zur Messung des Konsumentenverhaltens liegen und geben Inputs zu neuen Methoden, die sie im Unternehmensalltag anwenden können. Mit einem Rucksack vollgepackt mit neuen Kenntnissen ist zu erwarten, dass die Teilnehmenden aber auch selbst komplett neue Spielräume für ihre Produkte oder Strategien erkennen, die in der Praxis sehr erfolgreich sein können.

Kann ich auch teilnehmen, wenn ich nicht im Marketing-Bereich tätig bin?
Sicher. Der Kurs richtet sich zwar grundsätzlich an Personen mit Endkundenfokus aus Marketing, Kommunikation und Marktforschung. Beziehungsweise auf alle, die sich auf diese Funktionen vorbereiten möchten. Jedoch auch Personen, die lediglich daran interessiert sind, Behavioral Economics nicht nur theoretisch kennenzulernen, sondern mehr über das mögliche Zusammenspiel vieler faszinierender einzelner Effekte und dem Einsatz von Marketinginstrumenten erfahren möchten, sind herzlich willkommen.

Wo kann ich mich anmelden und wann findet der Kurs statt?
Anmelden kann man sich direkt bei der Kursleitung Verena Berger per E-Mail. Die Durchführung richtet sich nach der Anzahl der Anmeldungen. Damit kleine Gruppenarbeiten durchgeführt werden können und die Teilnehmenden während der drei Kurstage vom gegenseitigen Austausch profitieren, ist eine Teilnehmeranzahl von mindestens 10 Interessierten sinnvoll.

Gelebte Weiterbildung am Institut für Marketing Management

Das Thema Weiterbildung spielt im Leben von uns Mitarbeitenden am Institut ein wichtige Rolle. Wir haben bei einigen Mitarbeitenden nachgefragt, was sie unter Weiterbildung verstehen und wie sie sich zuletzt weitergebildet haben.

Marcel Hüttermann
Verständnis von Weiterbildung: «Reisen, Neues ausprobieren und andere Menschen kennenlernen.»
Letzte Weiterbildung: «Ich bin im Januar in die Schweiz gezügelt, das bedeutet für mich eine spannende Weiterbildung in den Bereichen: Sprache, politisches System, Essen, Trinken und Menschen.»

Adrian Wüthrich
Verständnis von Weiterbildung: «An latenter Überforderung wachsen und sich stets wieder neu zu erfinden.»
Letzte Weiterbildung: «Die Segelprüfung diesen Sommer/Herbst.»

Steffen Müller
Verständnis von Weiterbildung: «Mein Fachwissen auf dem neuesten Stand halten, aber auch über den Tellerrand hinausschauen: Was gibt es ausserhalb meines Fachgebiets? Neugierig bleiben!»
Letzte Weiterbildung: «Ein Führungsseminar bei meinem früheren Arbeitgeber Hilti und ein Fotokurs bei Nikon.»

David Kübler
Verständnis von Weiterbildung: «Weiterbildung ist für mich Horizonterweiterung.»
Letzte Weiterbildung: «Eine CRM Dynamics Fortbildung.»

Helen Vogt
Verständnis von Weiterbildung: «Neues kennenlernen, aus dem Alltags-Trott ausbrechen und neue Kompetenzen erwerben.»
Letzte Weiterbildung: «Das Boatmaster Certificate.»

Verena Berger
Verständnis von Weiterbildung: «Impulse für neue Sichtweisen, Ideen und Denkanstösse bekommen und auf dem neusten Stand sein.»
Letzte Weiterbildung: «Aus dem Kursangebot des Programms Mentoring ZFH, der Kurs Konsumentenpsychologie des vsms und Teilnahme am IPU Kongress zu Suffizienz der Initiative Psychologie im Umweltschutz

Carolina Kubli
Verständnis von Weiterbildung: «Auf bereits Erlerntem aufbauen und die eigenen Grenzen ausdehnen.»
Letzte Weiterbildung: «Bei Mountainbike Züri der Einführungskurs Biketrails.»

Corinne Scherrer
Verständnis von Weiterbildung: «Sich neues Wissen aneignen und bestehendes erweitern, sich mit Kollegen über Themenbereiche austauschen und Kontakte knüpfen, sowie ausweisen können, dass man sich am Puls der Zeit bewegt.»
Letzte Weiterbildung: «Der Kurs Konsumentenpsychologie des vsms

Bettina Gehring 
Verständnis von Weiterbildung
: «Die eigenen Fähigkeiten und Kompetenzen weiter ausbauen. Dies kann entweder ‚on the job‘, als Selbststudium oder auch in Form eines klassischen Weiterbildungskurses passieren.»
Letzte Weiterbildung: «Die Statistik-Lektüre SPSS 21 von Felix Brosius.»

Rolf Rellstab
Verständnis von Weiterbildung: «Neugierig zu bleiben und nicht aufzuhören, Fragen zu stellen.»
Letzte Weiterbildung: «Eine CRM-Software Schulung.»

Senem Kavci
Verständnis von Weiterbildung: «Reflektion der eigenen subjektiven Berufstheorie und das praktische Handwerk, eingesetzte Methoden, Vorgehensweisen durch neue Ideen professionalisieren.»
Letzte Weiterbildung: «Der CAS Hochschuldidaktik i.A.»

Liora Lilienfeld
Verständnis von Weiterbildung: «Persönliche Weiterentwicklung.»
Letzte Weiterbildung: «Die Pre- & Postnatal Yogalehrerausbildung mit Patricia Thielemann in Berlin.»

Eins steht fest: Auch 2015 werden wir uns fleissig weiterbilden.

«LEGO® Serious Play®» – vom Spiel zur Methodik

LEGO® hat die Kindheit von vielen von uns geprägt. Die kleinen und grossen Bauelemente dienten zum Aufbauen, Umbauen und Experimentieren. Man konnte in andere Welten eintauchen: Egal ob in die eines Piraten, der heldenhaft in stürmischen Meeren kämpft, oder in die Welt eines ehrenhaften Ritters, der sein Königreich vor Feinden verteidigt. Wer hätte da vermutet, die farbenfrohen LEGO® Bausteine in einem innovativen Workshop Format wieder anzutreffen?

Die vom Service Lab des Instituts für Marketing Management eingesetzte Methode trägt den Namen «LEGO® Serious Play®». Die Verbindung von «LEGO®» und «Play» ist naheliegend – doch wie ist das «Serious» zu verstehen? Es geht keineswegs darum, mit einer ernsten oder gar versteinerten Miene LEGO® zu spielen. Vielmehr wird hiermit die Seriosität der Anwendungsgebiete und des methodischen Vorgehens hervorgehoben.

«LEGO® Serious Play®» Workshops beruhen auf drei Grundprinzipien:

  1.  «Die Antworten sind bereits im Raum»: Das Vorgehen im Workshop ist darauf ausgerichtet, die verschiedenen Sichtweisen der Teilnehmenden kennenzulernen und zu einem Gesamtbild zusammenzuführen.
  2. «Mit den Händen denken»: Anstatt nur über abstrakte Themen zu sprechen, wird erst mit Hilfe der LEGO® Materialien etwas Handfestes gebaut und dann darüber gesprochen. Das Erbauen von Modellen ist dabei ein kreativer Prozess, in dem manuelle und geistige Arbeiten eng verknüpft werden. Das entstehende Modell visualisiert dabei fortlaufend zentrale Aspekte des jeweiligen Themas. Dies entlastet das Gedächtnis und eröffnet neue Perspektiven.
  3. «Einfacher Zugang»: LEGO® dürfte fast allen Workshop Teilnehmenden vertraut sein – selbst wenn nicht, kann mit den Bauelementen intuitiv umgegangen werden. Dadurch fällt es den Teilnehmenden von «LEGO® Serious Play®» Workshops leicht, Modelle zu entwickeln, mit ihnen zu experimentieren und sie zu erweitern. Diese werden im Anschluss als äusserst anschauliche und einprägsame Metaphern für die jeweiligen Aspekte des besprochenen Themas benutzt.

Entscheidend für den Erfolg solcher Workshops sind die methodischen und sozialen Fähigkeiten eines speziell dafür ausgebildeten Moderators. Er lenkt den Gruppenprozess so, dass sich folgendes Zielerlebnis erfüllen kann: «LEGO® Serious Play® offers an engaging hands-on environment, where the activity is perceived as meaningful, one’s abilities are in balance with the challenge at hand, and one has the tools to express the emerging knowledge.» (LEGO® Serious Play. Open Source Introduction to LEGO® Serious Play. Page 8).

Anhand der Nutzung der LEGO®-Elemente zeigen sich die Strukturen und Verbindungen zwischen Menschen und ihrer (Arbeits-)Welt. Die physischen Modelle erlauben eine Fokussierung auf die hervorgehobenen thematischen Aspekte und vermeiden, dass sich die Erbauer für ihre Sichtweise rechtfertigen müssen. Vielmehr helfen deren Erläuterungen, die individuelle Symbolik des jeweiligen Modells zu verstehen und dadurch die Welt durch andere Augen zu betrachten.

Das «LEGO® Serious Play®» Konzept und die offiziell dafür zusammengestellten LEGO® Materialien erlauben, Frage- und Problemstellungen auf eine hierarchiefreie und ergebnisoffene Weise zu bearbeiten. Das spielähnliche Äussere darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass diese Workshop Form von Moderatoren und Teilnehmern ausgeprägte soziale und inhaltliche Fähigkeiten verlangt. Richtig eingesetzt kann «LEGO® Serious Play®» zu sehr fruchtbaren und vor allem unvergesslichen Ergebnissen führen.

Service Lab - Workshop „LEGO® SERIOUS PLAY“

Service Lab – Workshop „LEGO® SERIOUS PLAY“

LEGO® Serious Play® ist nur ein Beispiel der innovativen Methoden, die im Service Lab des Instituts für Marketing Management eingesetzt werden. Das Service Lab nutzt auch Erkenntnisse aus den Verhaltenswissenschaften und der Neuropsychologie, um die Kundenperspektive zu erforschen. Darauf aufbauend entwickelt das Service Lab Konzepte zur Kundenorientierung und treibt so die (Weiter-)Entwicklung von Services und Marketingmassnahmen voran. Ihre Fragen zum Service Lab beantwortet Sandro Graf sehr gerne per E-Mail oder per Telefon unter 058 934 66 36.

Das IMM zu Besuch an der «CODE@MIT» in Cambridge, USA

Bildquelle http://mitsloan.mit.edu/

Bildquelle http://mitsloan.mit.edu/

Anfang Oktober konnten zwei Forscher des Instituts für Marketing Management, Linda Miesler und Roger Seiler, an einer Konferenz der Sloan School of Management am Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Cambridge ihre Forschungsarbeit präsentieren. Die Sloan School of Management ist im Bereich Marketingforschung kein unbeschriebenes Blatt. So hatte dort beispielsweise der für seine unkonventionellen und oft sehr unterhaltsamen Experimente zur Irrationalität des Konsumentenverhaltens bekannte Dan Ariely eine Professur in Behavioral Economics inne.

Das Thema Experimentieren stand auch im Fokus der Konferenz «Conference on Digital Experimentation» (CODE). Grundsätzlich behandelte die Konferenz die Frage, wie grossangelegte Online-Experimente dazu beitragen können, kausale Beziehungen in diversen gesellschaftlich und ökonomisch relevanten Problemfeldern wie  Gesundheit, Wahlverhalten oder Konsumentenbedürfnisse zu entdecken. Die von den Referenten vorgetragenen Cases und Projekte waren in vielerlei Hinsicht beeindruckend. Sie zeigten stark den Nutzen von Experimenten im Marketing auf: So beschrieb einer der führenden Ingenieure bei Microsoft, wie sie kontrollierte Online-Experimente auf der Seite ihrer Suchmaschine Bing einsetzen, um das erfolgreichste Layout für Ad-Links zu finden. Bereits kleine Änderungen im Layout solcher Links können einen grossen Effekt auf die Klickhäufigkeiten der Nutzer haben. Die Wahrscheinlichkeit ist sehr hoch, dass man selbst Teilnehmer eines Experiments wird, wenn man über Bing das Internet durchsucht – pro Tag laufen parallel über 200 Mini-Experimente auf dieser Webseite. Neben Microsoft präsentierten auch Unternehmen wie Google, Facebook und Airbnb ihre Erfahrungen in der Anwendung von Experimenten. Aber auch Erkenntnisse aus der Forschung kamen dank der Teilnehmer von renommierten Universitäten (zum Beispiel Harvard, Stanford, MIT, Carnegie Mellon) nicht zu kurz.

Da solche Online-Experimente durch Nutzer, beziehungsweise Konsumenten, auch kritisch wahrgenommen werden – man denke an den Fall bei Facebook, wo die emotionale Befindlichkeit der Facebook-Nutzer gezielt und ohne ihr Wissen «zu Forschungszwecken» beeinflusst wurde – durfte eine Paneldiskussion zu ethischen Grenzen solcher Online-Experimente nicht fehlen. Die diskutierten Standpunkte der Panelteilnehmer waren vielfältig und reichten von «Menschen werden eh permanent beeinflusst, online und offline» bis «es fehlt an genauen Richtlinien, wo und wie die ethischen Grenzen von Experimenten zu ziehen sind».

Wir am Institut für Marketing Management betrachten Experimente ebenfalls als eine nützliche und zukunftsträchtige Methode, um die direkte Wirkung bestimmter Gestaltungsmassnahmen auf das Verhalten von Konsumenten untersuchen zu können, sei es online oder offline. Wir vermuten, dass in Zukunft auch in der Schweiz immer mehr Unternehmen auf den Geschmack dieser Experimentalmethodik kommen werden – die Erkenntnis, dass reine Einstellungsmessungen sehr oft keine zuverlässige Vorhersage des Konsumentenverhaltens erlauben, verbreitet sich zunehmend auch in der Praxis.

Eindrücke von Weiterbildungsstudierenden filmisch portraitiert

Adrian Wüthrich war für uns an der Front und hat Eindrücke von Studierenden und ihrem Weiterbildungsalltag eingefangen. Kurz und knapp erklärt er, wie er das Thema Weiterbildung am Institut für Marketing Management kreativ und erfrischend anders in einem Kurzfilm umgesetzt hat:

«Weiterbildung heisst weiter kommen, an herausfordernden Aufgaben wachsen und  nicht zuletzt auch über seine eigenen Grenzen hinauswachsen. Bei jeder Weiterbildung am Institut für Marketing Management (IMM) wird man stark gefordert. Im Nachhinein erinnert man sich immer an die schönen Momente, die spannenden Unterrichtsstunden und an die Kollegialität unter den Mitstudierenden. Das auf der Mission – die Weiterbildung erfolgreich abzuschliessen – viele Emotionen im Spiel sind, wird jedoch oft vergessen. Mit der dramatischen Musik soll dieses Thema etwas aufgegriffen werden. Wir vom IMM haben bewusst versucht einen etwas anderen Zugang zur Weiterbildung aufzuzeigen. Sowohl Studierende, die ihren ersten Schultag hinter sich haben, wie auch solche, die mitten drin sind erzählen offen und ehrlich.»

Von der Vision zur Wirklichkeit – hier können Sie das Video direkt anschauen:

CRM im Sport – Vom Einzelticket zum Saisonabo

Der Sport nimmt in unserer Gesellschaft einen immer grösseren Stellenwert ein. Egal ob wir ihn aktiv ausüben oder ihn aus der Zuschauerperspektive erleben. Vor allem der zweite Aspekt lässt sich von Verantwortlichen so ausgestalten, dass der Gelegenheitsfan zum treuen Fan wird – und zwar durch Customer Relationship Management (CRM).

Sportvereine und Eventveranstalter in der Schweiz müssen sich die Frage stellen, welchen Mehrwert sie ihren Kunden ausserhalb des reinen Sportereignisses bieten können. Warum? Beispiel Fussball: Die Zuschauerzahlen im Schweizer Sport sind rückläufig. So füllen die Vereine der Raiffeisen Super League (RSL) ihre Stadien zu lediglich 38 Prozent. Fussballfans richten Ihren Blick eher auf die englische Premier League oder die deutsche Bundesliga als auf die RSL. Wie gelingt es also den Sportorganisationen (Vereine und Verbände) die Zuschauer wieder in die Stadien zu bringen?

Die Antwort lautet: CRM (Kundenbeziehungsmanagement).

Kundenbeziehungsmanagement bedeutet die konsequente Ausrichtung eines Unternehmens auf seine Kunden mittels entsprechender Instrumente und Methoden. Dabei steht bei sämtlichen Prozessen der Kunde, also der Fan, im Vordergrund. Das Ziel ist es, Fans langfristig an den Verein zu binden und – wenn sie nicht mehr ins Stadion gehen oder keine Merchandisingprodukte mehr nachfragen – sie wieder zurückzugewinnen. Dadurch wird sich langfristig ein wirtschaftlicher Erfolg ergeben.

Dank CRM-Systemen sind Kundendaten idealerweise jederzeit verfügbar. So können Entscheidungen mit Kundenrelevanz auf der Basis von aktuellen Daten getroffen werden. Entscheidungsträger müssen sich nicht mehr allein auf ihr Bauchgefühl verlassen. CRM ist aber mehr als ein IT-System. Kundenbeziehungsmanagement hilft die Kundenbedürfnisse besser zu verstehen, indem zum Beispiel ein Zufriedenheitsmanagement oder eine effektives Feedbackmanagement im Unternehmen eingeführt wird. So können Fehler auf Seite des Unternehmens im Kundenkontakt leicht aufgedeckt und durch vergleichsweise wenig Aufwand behoben werden. Es gibt zahlreiche Stellhebel, wie Sie CRM effektiv und effizient einsetzen können.

Ein Beispiel für eine erfolgreiche CRM Strategie und Fokus auf Kundenbedürfnisse liefert der Fussballverein Borussia Dortmund (BVB). Der BVB lanciert 2015 freies WiFi im Stadion. So fliessen Emotionen vom Stadion direkt in die sozialen Netzwerke und die Stadionbesucher können einfach Informationen zum Verkehrsfluss, Zwischenstände aus anderen Stadien oder Fakten zum Spiel abrufen. Ein anderes Beispiel ist Benfica Lissabon, welcher eine der zahlreichen Stadion-Logen zu einem Hostel umfunktioniert hat. Fans können nicht nur während den Spieltagen im Stadion verweilen, sondern sogar darin schlafen. Der VfL Wolfsburg gestaltete sogar eine seiner Tribünen so um, dass ein Spielplatz auf dieser installiert werden konnte. Familien müssen nun nicht mehr auf Live-Fussball verzichten oder zwingend einen Babysitter suchen.

„Ein ausverkauftes Stadion wie hier der Celtic-Park in Glasgow ist für viele Schweizer Sportvereine ein Traum. Doch das muss nicht so bleiben…“

„Ein ausverkauftes Stadion wie hier der Celtic-Park in Glasgow ist für viele Schweizer Sportvereine ein Traum. Doch das muss nicht so bleiben…“ (Bildquelle: Photo by Mark Runnacles EuroFootball/Getty Images)

Wie das Beispiel Stadion-WiFi veranschaulicht, ist die zunehmende Technologisierung ein wichtiger Aspekt zur Befriedigung von Kundenbedürfnissen. Die Entwicklungen gehen mittlerweile soweit, dass es möglich ist, seine Bratwurst oder sein Bier direkt an den Sitzplatz zu bestellen. Das Papierticket wird mehr und mehr durch eine digitale Variante auf dem Smartphone ersetzt und das bargeldlose Bezahlen wird auch im Sport möglich.

Durch solche Massnahmen lassen sich Sympathisanten zu Fans und Käufer eines Einzeltickets zu Saisonabonnementen machen. Es gibt jedoch noch viele weitere Optionen und dies nicht nur im Bereich Fussball, sondern auch für andere Sportarten und für Unternehmen, die als Sponsoren auftreten oder in Zukunft auftreten möchten.

Sie fragen sich welche? Oder Sie wollen die Beziehungen zu Ihren Fans oder Kunden verbessern? Abhilfe schafft dabei der CAS Sport Marketing und das IMM durch die Fachstelle Strategic CRM. Kontaktieren Sie für mehr Infos: Marcel Hüttermann, Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Programm Manager des CAS Sport Marketing unter:  marcel.huettermann@zhaw.ch oder per Telefon 058 934 76 98.