«Bewusst Gewohnheiten ändern»: 7 Regeln für einen nachhaltigen Konsum im Alltag

Von Verena Berger

  1. Weniger ist mehr: Das heisst zu überlegen, ob man Dinge wirklich braucht. Das gilt bei Neuanschaffungen, wie auch beim Entrümpeln. Was in den letzten 12 Monaten nicht gebraucht wurde, ist möglicherweise überflüssig. Ausleih- oder Tauschplattformen sind tolle Alternativen zur Entsorgung im Müll. Dem Hausrat oder Elektrogeräten so ein zweites Leben schenken, erleichtert zudem die Trennung, da die Dinge weiter Verwendung finden.
  2. Ernährung: Weniger Fleisch im Speiseplan schont nicht nur die Umwelt, sondern fördert auch die Gesundheit durch mehr Vielfalt auf dem Teller. Denn wer zudem noch einen Schritt weiter geht und vermehrt tierische Produkte durch regionale pflanzliche Alternativen ersetzt, der wird schnell zum kreativen Zutaten-Entdecker und Experte für Saison-Gemüse.
  3. Kleidung: Auf Label und zertifizierte Kleider achten. Netzwerke wie Get Changed helfen dabei, die fairen Marken und Händler zu finden. Lieber ein hochwertiges fair gehandeltes Kleidungsstück, dass man mit guten Gewissen tragen kann, als massenweise Billigware.
  4. Heiss ist alles andere als cool: Am besten die Heizung einige Grad herunter drehen, dann findet auch der heiß geliebte Kuschelpulli endlich Verwendung. Das spart Energie und gleichzeitig noch Heizkosten.
  5. Noch nie war das Teilen so einfach: Teilen, tauschen, verkaufen bzw. kaufen von gut erhaltenen, neuwertigen oder gebrauchten Gegenständen über lokale Tauschbörsen oder eine der etlichen online Plattformen ist „in“ und kinderleicht. Ausprobieren lohnt sich. Wer doch keinen Spass daran findet, dem bleibt natürlich noch das Verschenken.
  6. Bewusst Gewohnheiten ändern: Es ist so einfach nichts zu ändern. Aber ohne Veränderung, keine neuen Erfahrungen. Warum nicht mal mit dem Bus in die Stadt oder mit dem Fahrrad zur Arbeit? Garantiert staufrei und mit CO2– Ersparnis.
  7. Heute an Morgen denken: Wenn dein Leben morgen endet, bist du stolz auf das, was du hinterlassen hast? Wenn ja, dann motiviere doch auch andere Menschen dazu ein bisschen mitzuhelfen – Schritt für Schritt und ohne Zeigefinger, denn Ansporn ist so viel produktiver als Kritik.

Die Autorin Verena Berger (c) Linda Pollari (www.lindapollari.ch)

Dieser Beitrag wurde zuerst auf XING veröffentlicht: https://meet.xing.ch/xing_menschen/verena-berger-nachhaltiger-konsum/

 

Social Media fördern den Klassengeist

Mobile Technologien und das Social Web haben längst im Bildungsalltag Einzug gehalten. Auch das Institut für Marketing Management setzt in der grundständigen Lehre wie auch in den Weiterbildungs-Studiengängen auf die neuen Formate und Möglichkeiten. Ein Augenschein an der School of Management and Law illustriert, wie die Interaktivität im Unterricht, der Austausch zwischen den Präsenzveranstaltungen sowie das individuelle Lernen gezielt gefördert wird.

Mit dem Aufkommen des Internets Mitte der 90er Jahre wurden auch im Bildungsbereich Plattformen geschaffen, über die Lehrmaterialien verteilt und die Kommunikation zwischen Dozierenden und Studierenden sowie innerhalb der Klasse unabhängig von Ort und Zeit ermöglichen. Heute sind E-Learning-Umgebungen etabliert und weit verbreitet; sie sind auch fester Bestandteil in allen Bildungsangeboten des Instituts für Marketing Management.

Web 2.0-Dienste und Gruppenarbeiten

Zwar bieten E-Learning-Umgebungen wie Moodle, ILIAS oder OLAT zahlreiche Kollaborations-Features, jedoch ist die Akzeptanz bei Studierenden wie auch Dozierenden oftmals eher gering. Soziale Netzwerke wie Facebook und Xing/LinkedIn oder spezialisierte Sharing- und Kollaborations-Dienste wie Dropbox oder Google Drive sind wesentlich beliebter. Ein wichtiger Grund für die hohe Akzeptanz sind insbesondere die geringen Zugangsbarrieren: Einerseits sind die Dienste oftmals für mobile Endgeräte wie Tablets oder Smartphones optimiert, andererseits sind die entsprechenden Apps auf den Smart Devices rasch installiert. Zudem verfügen die meisten Studierenden wie auch Dozierende bereits über entsprechende Accounts bei den jeweiligen Diensten.

Unterhaltung auf der Facebook-Seite des CAS Digital Marketing

 

E-Learning fürs zielgerichtete Lernen

E-Learning-Plattformen spielen besonders dann ihre Stärken aus, wenn es darum geht, Studierenden über Lernaktivitäten wie Multiple-Choice-Tests und Übungen eine individuelle Lernkontrolle zu ermöglichen oder Dokumente verbindlich einzureichen. So stehen beispielweise im Grundlagenfach „Marketing“ umfangreiche Tests zu Verfügung, die zur Prüfungsvorbereitung genutzt werden können. Foren stellen sicher, dass individuelle Fragen zu Leistungsnachweisen an einem „öffentlichen“ Ort diskutiert und geklärt werden. Durch diese Transparenz ist sichergestellt, dass die Studierenden alle über denselben Wissensstand verfügen, und die betreuenden Personen dieselbe Fragen nicht x-mal zu beantworten haben.

WhatsApp vereinfacht die Koordination

Gemäss Media Use Index 2013 ist WhatsApp die am meisten genutzte Applikation auf den Smartphones von Herrn und Frau Schweizer. Es erstaunt deshalb nicht, dass auch in den Klassen für den informellen Austausch sowie spezifisch für die Koordination von Gruppenarbeiten diese Messaging-App rege im Einsatz ist. Die ständige Erreichbarkeit heutiger Studierenden ermöglicht eine rasche Konsensfindung und einfache Koordination von Tasks. WhatsApp bietet zudem die Möglichkeit, Gruppenchats zu bilden und den Inhalt der Chats (inklusive Medien) per Mail zu versenden – so können Diskussionen und Ideenfindungen einfach gespeichert und aufbewahrt wer-den.

Tweets und Live-Polls steigern die Interaktivität

Smart Devices sind allgegenwärtig in den Klassenräumen, beinahe alle Studierenden verfügen über entsprechende Geräte. Sie stellen nicht nur ein konstantes Ablenkungspotenzial dar, sondern können auch gewinnbringend eingesetzt werden. Im Modul „Konsumentenverhalten“ nutzt Dozent Sandro Graf beispielsweise Abstimmungs-Tools, um auf spezifische Fragen direkt Antworten zu erhalten und diese live visualisieren zu können. Sitzt ein Twitter-affines „Publikum“ in den Bankreihen, finden auch rege Diskussionen über den Unterrichtsstoff und den Lehrgang statt, wie dies beispielsweise beim CAS in Digital Marketing der Fall ist.


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Privat-, Berufs- und Studentenleben verschwimmen

Der Austausch zwischen den Studierenden sowie auch zwischen den Klassen und Dozierenden findet heute nicht mehr nur während einer Präsenzveranstaltung statt. Die Erwartungshaltung be-züglich Erreichbarkeit und Antwortgeschwindigkeit steigt auch im Bildungsbereich, sowohl auf Seiten der Studierenden wie auch Dozierenden. Die Interaktion auch über „nicht-schulische“ Platt-formen wie Twitter, Facebook, Xing oder WhatsApp lassen zudem die Grenzen zwischen Privat-, Berufs- und Studentenleben verschwinden. Diese Virtualisierung durch soziale Medien führt letztendlich auch dazu, dass in Klassen rascher Freundschafts-Bande geschlossen werden und sich der Klassengeist auch in den virtuellen Raum überträgt.

Welche Erfahrungen haben Sie mit interaktiven Tools und Plattformen im Schulumfeld gemacht?