Paper-La-Pappe – oder ich mach mir die Welt widde widde wie sie mir gefällt

Von Renee McGrath

Heute eine Höhle, um sich darin zu verkriechen und das kleine Glück zu suchen, morgen ein Boot, um die sieben Weltmeere zu umsegeln und übermorgen eine Rakete, um dem Mond ganz nah zu sein. Das Spielset Paper-La-Pappe ermöglicht Kindern sich kreativ auszutoben und ihre Fantasiewelt so zu bauen, wie sie ihnen gefällt.

Paper-La-Pappe besteht aus stabilen jedoch leichten Kartonplatten, welche zusammengesteckt und beliebig oft umgebaut werden können. Einzig die Kinder und ihre Vorstellungskraft entscheiden, welche Welt heute geschaffen wird. Pippi Langstrumpf hätte ihre helle Freude daran.

Paper-La-Pappe kann beliebig oft umgebaut werden © Optipac

Es verwundert daher nicht, dass sich ein Halbschwede der Aufgabe widmete, von welcher Pippi sang. Michel Bernhard von Optipac GmbH in St. Gallen produziert Paper-La-Pappe und führt es seit März 2018 im Sortiment.

Hallo Michel – wie entstand Paper-La-Pappe?

Die Idee wurde aus dem Wunsch eines 3-jährigen Mädchens, sich ihr eigenes kleines Zuhause zu schaffen, geboren. Sie spielte mit Kartonschachteln aller Art und baute sich daraus ihre Verstecke.

Ich wollte ihr zum Geburtstag ein Kartonspielzeug von hoher Qualität schenken, das nachhaltig ist und immer wieder verändert werden kann. So haben wir einen ersten Prototyp kreiert. Heute ist das Mädchen fünf Jahre alt und der Paper-La-Pappe-Prototyp ist immer noch im Einsatz und wird täglich dem Härtetest unterzogen. Daraus baute sie mit ihren Freunden nach Lust und Laune schon ein Geheimagentenhaus, eine Höhle, ein Verkaufsladen, ein Raumschiff, ein Zug oder Wohnwagen.

Paper-La-Pappe Starter-Kit und Starter-Kit+Maisonette © Optipac

Wieso hast Du Paper-La-Pappe ins Sortiment aufgenommen?
Bei Optipac lieben wir Karton und seine scheinbar gegenseitigen Eigenschaften. Einerseits ist er stabil anderseits leicht und einfach zu verarbeiten. Neben dem Standardsortiment produzieren wir in St. Gallen für unsere Kunden kreative Sonderanfertigungen aus Karton. Kinderspielsachen waren nicht unsere Kernkompetenz. Der Prototyp von Paper-La-Pappe stand jedoch in unserer Eingangshalle und ich wurde von Geschäftspartnern oft darauf angesprochen und auch gefragt, wo man dieses Spielset kaufen kann. Nachdem wir ein paar Exemplare für Freunde produzierten, häuften sich die Anfragen und so entschieden wir uns Paper-La-Pappe weiterzuentwickeln und auch zum Verkauf anzubieten. Zurzeit ist Paper-La-Pappe über unseren Online Shop erhältlich.

Das Design lässt viele Freiräume offen © Optipac

Was fasziniert Dich an Paper-La-Pappe?
Die Freiheit ganz leicht zu bauen macht erfinderisch und das gelungene Design fördert die Kreativität. Wer den Ideenreichtum seines Kindes antreibt, legt eine wichtige Basis für dessen ganzes Leben. Denn kreative Menschen kommen in vielen Situationen besser zurecht. Sie sind spontan, flexibel und aktiv, können improvisieren und setzen beim Denken ihre Fantasie ein, sodass sie oft auf überraschend gute Lösungen kommen. Dieses Denken wird mit Paper-La-Pappe klar angeregt.

Die erschaffenen Bauten regen zu Rollenspielen an. In der Gruppe sind Teamarbeit und soziales Miteinander gefragt. Wenn alleine gespielt wird, ergibt sich auch die Möglichkeit eines Rückzugsortes. Manchmal habe ich das grosse Glück ins kleine Reich eingeladen zu werden und bringe ein paar Guetzli als Proviant mit.        

Teamarbeit und soziales Miteinander werden gefördert © Optipac

Was wir an Paper-La-Pappe toll finden ist, dass es ganz einfach wieder abgebaut und in der Umverpackung unter dem Bett, hinter dem Schrank oder irgendeinem ungenutzten Ecken platzsparend verschwindet. Nur um wieder herausgeholt und ein Schoss, eine Bushaltestelle oder ein Zirkuszelt zu werden. Paper-La-Pappe kann nach unzähligen Stunden des Spielens, wenn die Kleinen nicht mehr so klein sind, weiterverschenkt oder aber ressourcenschonend recycelt werden. Pippi hätte auch da sicher nichts dagegen.

Ein ressourcenschonendes Recycling ist möglich © Optipac

Ein Paper-La-Pappe Starter-Kit beinhaltet 18 Wände, eine Tür, ein Fenster und 66 Verbindungsteile. Das Zusatzkit Maisonette besteht aus zwei Dachgiebeln, einer Tür, fünf Fenstern, vier Zusatzteilen für die Sitzbank im Kartonhaus, fünf Rechtecken für Dach und Tisch sowie 32 Verbindungsteilen.

www.paper-la-pappe.ch

www.optipac.ch

Über Autorin

Ob als Gestalterin im Regenwald Madagaskars, bei einem typografischen Atelier oder im Alltag einer schnelllebigen Werbeagentur Renee McGrath Abazovic liebt es kniffligen Gestaltungsaufgaben eine Form zu geben, welche der Funktion folgt. Ursprünglich Marketingfachfrau, schloss sie das BA in Visueller Kommunikation an der Hochschule der Künste in Bern ab und studiert zurzeit berufsbegleitend an der ZHAW CAS Marketing- und Corporate Communications. Renee träumt davon irgendwann einmal in Eileen Grays Villa E-1027 in Roquebrune-Cap-Martin zu leben. Falls es damit nicht klappen sollte, hat sie vor, sich mit Paper-La-Pappe ihr eigenes kleines Haus am Meer zu bauen.

 

 

Süsse Schweiz im Europa-Park

Freizeitparks sind nach wie vor sehr beliebt. Einer, der schon lange in diesem Geschäft erfolgreich ist, ist der Europa-Park in Rust. Diverse Attraktionen lassen keine Langeweile aufkommen. Auf dem Gelände gibt es sogar Hotels. Emotionen pur für Gross und Klein. Für die Gäste gibt es nun auch ein bisschen Schweiz und zwar in der süssesten Form – der Schokolade. Die Chocoladefabriken Lindt & Sprüngli sind seit Beginn dieses Jahres im Europa-Park Rust vertreten. Ein Marketingcoup für beide Seiten.

Der Europa-Park ist eine Institution. Seit 1975 ist dieser Freizeitpark in Rust bei Freiburg (Deutschland) aktiv. Auf einer Fläche von 95 Hektaren bietet er 15 europäische Themenbereiche, über 100 Attraktionen und insgesamt 23 Stunden tägliches Showprogramm. Über 3’800 Mitarbeiter sorgen dafür, dass sich die Gäste wohlfühlen. 2017 kamen rund 22% der Besucher aus der Schweiz. Neu kommen alle Gäste in den Genuss von Schweizer Schokolade. Die neue Partnerschaft mit Lindt ist eine ideale Ergänzung des bestehenden Angebots.

Die Schweiz in ihrer süssen Form – der Lindt Shop im Europa-Park © Europa-Park

Ideales Branding für beide Marken

Auf einer Verkaufsfläche von insgesamt 250m2 bieten drei Lindt Shops im Schweizer, Russischen und Irischen Themenbereich Produkte für die Schokoladenfans an. Auch in den fünf Erlebnishotels, können sich die Übernachtungsgäste über die Lindt Schokolade freuen. Aus Marketingsicht eine ideale Partnerschaft. Beide Marken sind sehr gut positioniert und verkörpern Tradition und Qualität. Der Schweizer Themenbereich wird durch die Lindt Schokolade ideal ergänzt. Ausserdem passt das Engagement auch in die internationale Lindt Ausrichtung. In vielen Ländern gibt es bereits Lindt Shops, die immer auch die lokalen Geschmäcker berücksichtigen. Europa-Park Inhaber Roland Mack sagte bei der Vertragsunterzeichnung: „Sowohl Lindt als auch der Europa-Park sind traditionsreiche Marken, die ihre Kunden und Gäste täglich mit den qualitativ hochwertigsten Produkten verwöhnen und unterhalten“. Von Seiten Lindt & Sprüngli tönt es ähnlich. Ernst Tanner, exekutiver Verwaltungsratspräsident von Lindt & Sprüngli, betonte die Bedeutung dieser Kooperation: „Mit dem Europa-Park unter der Leitung der Familie Mack verbindet Lindt & Sprüngli, dass wir mit Qualitätsprodukten viel Freude bereiten und den Menschen in den Mittelpunkt stellen, aber auch die langfristige Tradition unserer Unternehmen und die Fokussierung auf das Kerngeschäft.

Eine grosse Auswahl für alle Schokoladenliebhaber © Europa-Park

Wichtige Verkörperung der Markenwerte

Für das Marketing kann dies als ein Beispiel gesehen werden, wie Kooperationen positiv für beide Seiten sein können und welche Rolle das Branding hier spielt. Die Markenwerte müssen weiterhin verkörpert werden. Das ist in diesem Umfeld für Lindt natürlich gegeben, denn gerade im Ausland steht die Schweizer Schokolade als ein typisches Symbol unseres Landes. Schokolade ist ausserdem ein sehr emotionales Produkt. Die Gestaltung der Lindt Shops unterstützen diese positiven Emotionen und regen zum Kauf an. Wer nun auf den Geschmack gekommen ist und sich das Ganze mit eigenen Augen anschauen möchte, der kann in der Sommersaison von 9-mind. 18 Uhr den Europa-Park besuchen.

http://www.lindt.ch/de/

https://www.europapark.de/de

Der Shop wiederspiegelt die Schweizer Markenwerte © Europa-Park

Schweizer Sportbekleidung für Herzogin Kate

Sport ist für viele ein wichtiger Lebensmittelpunkt. Dazu gehört auch die entsprechende Kleidung. Diese soll nicht nur funktional sein, sondern auch modisch ansprechend wirken. Die sportliche Bekleidung ist Teil der eigenen Identität. Im Sportbereich gibt es diverse Marken, eine besondere aus der Schweiz ist KJUS. Wir haben bei Robert den Otter von KJUS nachgefragt, was die Produkte so besonders macht.

Sportbekleidung gibt es in allen Farben und Formen von diversen Anbietern. Können Sie uns erklären, warum KJUS anders ist und was die KJUS DNA ausmacht?

KJUS wird davon angetrieben, die bestmöglichen Ski- und Golfkleider der Welt zu produzieren. Unsere Passion für diese Sportarten lässt uns bestehende Technologien und Konzepte immer wieder hinterfragen – und lässt uns mit Innovationen unsere Kundinnen und Kunden begeistern.

Schweizer Sportbekleidung in hoher Qualität © KJUS

Welche Produkte gibt es bei KJUS zu kaufen und welche Zielgruppen sollen angesprochen werden?

KJUS produziert hochwertige Ski- und Golfbekleidung und bietet zudem eine Lifestyle-Kollektion für eine sportive, naturbegeisterte urbane Zielgruppe an.

Sportbekleidung soll nicht nur schön, sondern auch funktional sein. Wie funktioniert bei KJUS die Entwicklung von neuen Produkten und wird der Nachhaltigkeit bzw. einer fairen Produktion Rechnung getragen?

Tatsächlich ist Innovation ein Bereich, welcher uns wesentlich auszeichnet. Unser Entwicklungsteam in Hünenberg treibt mit seinen Innovationen immer wieder auch eine ganze Industrie an, so beispielsweise mit Freelite, der ersten komplett gestrickten Skijacke der Welt. Wir sind zudem stolz, Teil der Fair Wear Foundation (https://www.fairwear.org/) zu sein und hier bereits mehrfach mit dem Leader-Status ausgezeichnet worden zu sein.

Die Produkte sind nicht nur schön, sondern auch innovativ © KJUS

Welche Absatzkanäle nutzen Sie? Gibt es neben der Webseite auch stationäre Läden?

Ja, neben E-Commerce setzen wir nach wie vor auch auf eigene Geschäfte. Dabei setzen wir auch auf Pop-Up-Konzepte, wie zum Beispiel diesen Winter an der Zürcher Bahnhofstrasse.

Wie wird bei KJUS das Marketing genutzt? Auf welche Marketinginstrumente setzen Sie?

Unsere besten Marketinginstrumente sind unsere Produkte. Jede KJUS-Kundin und jeder Kunde bleibt unseren Produkten und unserer Marke über lange Jahre treu. Eine authentischere Kommunikation können wir uns fast nicht vorstellen. Daneben sind wir selbstverständlich immer stärker auf digitalen Kanälen vertreten.

Promis sind gute Werbeträger. Diesen Winter wurde Herzogin Kate mit einer Jacke von KJUS gesichtet. Wie wichtig ist dies für KJUS und haben Sie weitere prominente Markenbotschafter?

Es macht uns sehr stolz, dass die Herzogin unsere Duana Jacket ausgewählt hat. Sie ist bald im siebten Monat schwanger, für den offiziellen Termin in Oslo war ihr darum sicher sowohl eine sehr elegante, als auch äusserst bequeme und warme Jacke wichtig.

Das Modell, das auch Herzogin Kate getragen hat © KJUS

KJUS ist international unterwegs, hat aber doch auch eine Schweizer Identität. Welche Rolle spielt die Schweiz für KJUS?

KJUS ist eine Schweizer Marke, wir sind hier also nicht nur verwurzelt, wir sind hier zu Hause. Das widerspiegelt sich mitunter auch in der Produktentwicklung, bei welcher wir Jacken Namen mit einem Engadiner Hintergrund geben. www.kjus.com/engadin

Welche Herausforderungen sehen Sie für Ihr Geschäft in den nächsten Jahren?

Was uns nicht nur persönlich betrifft, hat auch einen Einfluss auf eine ganze Industrie: Der Klimawandel wird unsere Geschäfte sicher beeinflussen.

Wenn Sie wählen könnten, welche Sportarten würden Sie noch gerne mit entsprechender KJUS DNA ausrüsten?

Wir müssen für eine Sportart dieselbe persönliche Passion verspüren, wie bei Ski und Golf. Solche neuen Geschäftsfelder entstehen also organisch.

https://www.kjus.com/ch/de/

Passion, die sich auch in den Produkten niederschlägt © KJUS

Tennis Held Roger Federer – ein Gentleman im Marketing

An den letzten Australian Open hat Roger Federer seinen Titel verteidigt und damit seinen 20. Grand-Slam-Titel geholt. Langsam aber sicher gehen die Superlative für diesen Ausnahmesportler aus. Was bedeutet das für seinen Marktwert? Unser Sportmarketingexperte Marcel Hüttermann gibt Auskunft.

Herr Hüttermann, Roger Federer hat mit dem 20. Grand-Slam-Titel eine eindrückliche Leistung gezeigt. Er wurde international in den Medien gefeiert. Welche Auswirkungen hat dieser Sieg auf seinen Marktwert?

Es ist zwar schwierig Roger Federers Marktwert weiter nach oben zu schrauben, aber der 20. Titel wird ihn tatsächlich nochmals auf eine andere Ebene hieven. 19 Grand-Slam-Titel waren schon einmalig, der 20. ist die die absolute Krönung einer Traumkarriere.

IMM Sportmarketingexperte Marcel Hüttermann

Roger Federer ist seit vielen Jahren im Tennis Zirkus unterwegs, mit Höhen und Tiefen. Andere sind in seinem Alter bereits zurückgetreten. Er scheint aber fitter denn je zu sein. Hat sein Alter einen Einfluss auf die Vermarktung?

Ja, aber keine negative. Er ist nun für Sponsoren interessant die Markenwerte und Attribute wie «Reife», «Eleganz», «Familie» und auch «Einzigartigkeit» verkörpern und diese durch Roger Federer noch verstärken möchten.

Viele Sponsoren unterstützen Roger Federer. Er wirbt unter anderem für Rolex, Mercedes Benz, Lindt, aber auch Jura, Sunrise und Barilla. Ist diese bunte Mischung an Sponsoren nicht auch eine Gefahr für ihn, da er sich so nicht klar positionieren kann?

Meiner Meinung nach positioniert er sich klar. Wenn man sich die Sponsoren genau anschaut, so sind dies allesamt Premiummarken oder verkörpern Premiumprodukte: Rolex und Mercedes Benz bspw. sind in ihrer Branche Marktführer oder spielen in der Top-Liga mit, Lindt steht für ausgezeichnete Schokolade, Jura für brillante Kaffeemaschinen, Moet steht für den exklusivsten Champagner, Sunrise hat «das beste Netz der Schweiz». Roger Federer ist ein Premiumtennisspieler mit Premiumsponsoren. Das passt.

Screenshot der Sponsoren auf der Roger Federer Webseite © www.rogerfederer.com

Roger Federer gilt als der perfekte Botschafter. Kritisiert wird aber auch, dass er keine Ecken und Kanten hat. Wie schätzen Sie dies als Experte ein?

Für die Sponsoren ist genau dies wertvoll. Sie können sich auf die Person Roger Federer verlassen und wissen das keine Eskapaden kommen werden. Viele Sponsoren sehen von Sponsorings für Einzelsportler ab, weil die Abhängigkeit von diesem zu gross ist. Das Verhalten in der Öffentlichkeit, das Privatleben, die Interviews, dass alles kann negative Auswirkungen auf das Image der Sponsoren haben. V-Zug hat sich bspw. damals innert 24h von Martina Hingis als Werbebotschafterin getrennt, als die Kokainaffäre aufkam, aus Sorge das könnte das Image des Haushaltsgeräte-Herstellers beeinflussen. Die Sponsoren von Roger Federer wissen genau, was sie an dem Gentleman Federer haben.

Selbstverständlich nutzt Roger Federer das Marketing auch für sich selbst. Er ist nicht nur auf den sozialen Medien aktiv, sondern bietet auf seiner Website auch einen Shop an. Dies machen auch andere Sportler so. Wie wichtig ist generell die Vermarktung über Merchandising Produkte?

Wenn Fans die Marke eines Vereins oder eines Sportlers in der Öffentlichkeit tragen, dann stellt dies quasi kostenlose Werbung dar. Bleiben wir bei Roger Federer: wenn Fans das Shirt von ihm mit seinen Initialen tragen, dann fühlt sich nicht nur der Fan zu Roger Federer zugehörig, er präsentiert zugleich auch das RF-Logo und das von Nike als Ausrüster.

Screenshot des Fanshops © www.tenniswarehouse-europe.com

Im Basketball ist Michael Jordan auch nach Karriereende äusserst erfolgreich in der Vermarktung. Kann dies auch Roger Federer gelingen?

Definitiv. Michael Jordan hat Nike als Sportartikelmarke mit den «Air Jordan»-Schuhen richtig nach vorne gebracht. Zudem hat er ein Interesse an Basketball auf der ganzen Welt erschaffen. Roger Federer ist DER Tennisspieler der Schweiz und weltweit anerkannt. Ich behaupte zu sagen, dass er nicht nur sich selbst und den Tennissport nach dem Karriereende vermarkten wird, sondern auch ein wichtiger Botschafter für die Schweiz als Nation werden wird.

http://www.rogerfederer.com

http://www.tenniswarehouse-europe.com/catpage-RTNSHOP.html?from=roger

Durchstarten mit dem SWISS Branding

Der Praxisbezug wird an der ZHAW traditionell hoch geschrieben. Die Studierenden erhalten nicht nur die theoretischen Fähigkeiten, sondern können auch exklusive Einblicke in den Arbeitsalltag grosser Unternehmen werfen. So geschehen im Fach Brand Management, das von Frau Dr. Adrienne Suvada unterrichtet wird. Hier kamen die Studierenden in den Genuss einer Lektion, die direkt vom Head of Marketing der SWISS gehalten wurde. Bernhard Christen sprach erfrischend offen über die Ideen und die Schwierigkeiten des SWISS Brandings.

Die Schweizer Identität als Teil des Brandings © SWISS

Die Lektion begann mit einem historischen Rückblick. Die SWISS entstand auf Basis der Crossair welche eine Tochtergesellschaft der Swissair war, die ja im Oktober 2001 groundete. Das Unternehmen hat sich in den Jahren gewandelt und sucht eigene Wege, auch wenn es in der Organisation der Lufthansagruppe, zusammen mit der Lufthansa und der Austrian Airlines, integriert ist. Das Brand Management Team der SWISS ist zuständig für das Brand Positioning und definiert die SWISS als „the airline of Switzerland“. Das Branding der SWISS hat mehrere Entwicklungsschritte hinter sich. 2009 waren die meisten Airlines in der unbeliebten „stuck in the middle“ Position. Sie hatten mittelmässige Marktanteile und sassen zwischen den Stühlen. Für die SWISS war klar, dass sie nie mit den grossen Airlines wird konkurrieren können. Es galt sich zu differenzieren und das wurde in der Kundenbeziehung umgesetzt. Man wollte flexibler werden, wenn es um Kundenbedürfnisse ging. Die Kundennähe wurde zum Schlagwort für diese Airline: Man wollte näher bei den Gästen sein, als die grossen Airlines mit ihren vielen Prozessen.

Bernhard Christen Head of Marketing bei der SWISS und Dr. Adrienne Suvada von der ZHAW

Swissness und die kleinen Dinge mit grosser Wirkung

Das SWISS Branding profitiert natürlich von der Marke Schweiz im Allgemeinen. „Durch diese Verbindung hat man nie ein billiges Image, man wird immer höher gewertet, als andere„, erläutert Bernhard Christen. Die Swissness wurde auch mit dem 2011 lancierten Branding umgesetzt. Diese Kampagne benutzte mehrheitlich die Farbe Grau. Man sah nur etwas Rot und das Schweizerkreuz in der Bildsprache. Dieses Branding war sehr erfolgreich, weil es sich stark von den anderen Airlines unterschieden hat. Das Problem war aber, dass graue Bilder mit Flugzeugen schwer Emotionen vermitteln können. So langsam setzte sich die Idee durch, dass es besser wäre, auch Menschen zu zeigen. Die SWISS brauchte eine Kommunikation, die auf das WARUM und nicht nur auf das WAS den Fokus setzt. „Es war notwendig nicht nur zu kommunizieren, dass man etwas tut, sondern warum man etwas tut„, erklärt Bernhard Christen. In der Analyse war schnell klar, dass in der Schweiz die kleinen Dinge einen grossen Unterschied ausmachen. Dies wurde auf die SWISS übertragen: Die Airline sorgte sich um die kleinen Dinge, die aber einen grossen Effekt haben. Gerade am Beispiel der SWISS Schokolade kann man dies gut aufzeigen. Das einzelne kleine Schokoladentäfelchen kostet im Einkauf nicht die Welt, erzeugt aber bei den Passagieren unglaublich positive Reaktionen und lässt sie mit einem Lächeln das Flugzeug verlassen.

Praktische Erfahrungen, die Bernhard Christen spannend vermitteln konnte

Konsequente Branding-Umsetzung auch für die Mitarbeiter

Der zweite Schritt des neuen Brandings war das Hinzufügen von Farben. Dies galt nicht nur für die Werbeanzeigen, sondern zum Beispiel auch für die Servietten im Flugzeug oder den Zucker- und Salzpäckchen. Auch die Merchandising Artikel wurden farbiger und lebendiger. Das Branding wurde aber auch intern konsequent umgesetzt. Der Hauptsitz und die Arbeitsplätze wurden umgestaltet. Es gab nun Farben und Holzelemente, so wie auch bei den SWISS Lounges weltweit. „Unsere Mitarbeiter sollten sich wie unsere Gäste fühlen, das war die Absicht dahinter„, meint Bernhard Christen. Natürlich setzt die SWISS auch noch auf klassische Out of Home Werbung, mittlerweile geht aber über die Hälfte des Werbebudgets in die digitalen Kanäle. Hier werden verschiedene Videosequenzen eingesetzt, die auch auf die internationalen Märkte entsprechend abgestimmt werden. Zum neuen Branding gehörte auch ein neues Sponsoringkonzept. Vorher hat die Airline Top Events in der Schweiz gesponsert, dies aber nicht für die Kommunikation genutzt. Dies ist nun anders, die SWISS integrierte zum Beispiel das Schweizer Fussballteam für eine Kampagne. So kam es, dass für einmal Fussballspieler als Flight Attendants unterwegs waren. „Die Lektion war ein spannender Einblick ins Schweizer Airline Business. Besonders interessant war es zu sehen, wie hier die Swissness umgesetzt wird„, meint die Dozentin Dr. Adrienne Suvada. Insgesamt ein gelungener Austausch und ein spannender Unterricht für die Studierenden der ZHAW, die sicherlich viele Tipps für ihr späteres Berufsleben mitnehmen konnten.

Mehr über die SWISS

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https://blog.swiss.com/de/

Weiterhin einen guten und erfolgreichen Flug! © SWISS

Pizza mal anders: Dr. Oetker und die süsse Version eines Nationalsymbols

Italien und Pizza, das gehört einfach zusammen. Mittlerweile hat das Gericht die ganze Welt erobert und ist in den aussergewöhnlichsten Varianten zu finden. Da gibt es nicht nur die in Kanada erfundene Pizza Hawaii, sondern auch noch Pizza mit Pommes Frites oder ganzen Hamburgern darauf. Für Naschkatzen wurde nun eine weitere Form lanciert. Dr. Oetker hat die Pizza dolce al cioccolato in den Verkauf gebracht. Wie es dazu gekommen ist, erklärt Valery Henle, Product & Category Manager bei Dr. Oetker Schweiz

Frau Henle, als die Pizza Dolce al Cioccolato lanciert wurde, haben viele an einen Aprilscherz gedacht. Aber Dr. Oetker hat das durchaus ernst gemeint. Wie kam man auf die Idee eine süsse Pizza zu kreieren?

Grundsätzlich merken wir im Moment, dass sich die Verbraucher innovative Produkte wünschen. So haben wir beispielsweise den Pizzaburger eingeführt, der nach wie vor gut ankommt. Wir denken bei der Produktentwicklung immer in alle Richtungen und suchen ständig nach neuen, aufregenden Kreationen. Im aktuellen Fall unserer Ristorante Dolce al Cioccolato sind wir in England fündig geworden, dort bieten wir ein vergleichbares Produkt nämlich bereits erfolgreich an..

Hat Dr. Oetker im Vorfeld getestet, ob diese Pizza auch bei den Konsumenten ankommen würde und aus welchen Zutaten sie bestehen sollte?

Das Marketing und die eigene Marktforschungs-Abteilung von Dr. Oetker behalten Entwicklungen im Lebensmittel-Bereich sowie aktuelle Trends stets im Blick. Nur wenn ein Produkt erfolgsversprechend ist und vom Verbraucher für gut befunden wird, kommt es zur Marktreife und wird eingeführt. Letzteres überprüfen wir in unserer Sensorik-Abteilung, in der über 4.000 Verbraucher als Testesser registriert sind. Ihr Urteil gibt Hinweis darauf, ob die Rezeptur stimmt oder weiter optimiert werden muss.

Die süsse Pizza von Dr. Oetker – Marketing und Marktforschung spielen auch hier eine grosse Rolle © Dr. Oetker

Wie sind die bisherigen Rückmeldungen? Darf sich auch die Schweiz bald auf eine Schokoladenpizza freuen?

Die hohe Nachfrage nach der Schokopizza zeigt, dass die Einführung des Produkts in Deutschland sehr erfolgreich verlaufen ist. Das heisst aber noch lange nicht, dass das Produkt auch in der Schweiz funktionieren würde. Wir prüfen das derzeit. Im Moment ist aber noch nichts spruchreif.

Kochen ist zwar im Trend, dennoch ist der Zeitmangel für viele ein Problem. Tiefkühlkost ist daher eine zeitsparende Alternative. Wie erkennt Dr. Oetker neue Trends und wie wichtig ist der Gesundheitsaspekt?

Die Dr. Oetker Mitarbeiter aus Marketing und Produktentwicklung sind stets auf der Suche nach neuen Trends und Geschmacksrichtungen. Die Ideen für neue Produkte entstehen dabei im Berufsalltag, manchmal bringen Mitarbeiter aber auch Anregungen von ihren Reisen mit. Auch Verbraucher liefern Vorschläge – ihren Wünschen muss ein Produkt letzten Endes entsprechen. Um diese Bedürfnisse herauszufinden, beobachten die Marketing- und Marktforschungsabteilungen von Dr. Oetker zudem systematisch weltweite Verbrauchertrends und führen Umfragen durch.

Die Marke Dr. Oetker steht für Genuss. Genussvolles Essen und bewusste Ernährung müssen nicht im Widerspruch stehen, wenn durch angemessene körperliche Aktivität und durch ausgewogene Ernährung auf einen ausgeglichenen Energiehaushalt geachtet wird. In einer aus-gewogenen Ernährung sollte auch Platz für das Geniessen sein, denn Essen ist Ausdruck von Lebensfreude. Zeitsparend zuzubereitende Convenience-Produkte schaffen überdies Freiräume für eine aktive Lebensgestaltung.

Als wie wichtig erachten Sie regionale Produkte? Vielleicht eine Schweizer Pizza mit echtem Schweizer Käse und weiteren regionalen Zutaten?

Eine überregionale Verteilung der Lieferanten gehört grundsätzlich und zwangsläufig zu unserer Strategie, um Risiken durch Währungs-, Ernte- oder Qualitätsschwankungen möglichst ausschliessen zu können. Die Zutaten unserer in der Schweiz produzierten Bistro Chäschüechli und Bistro Mini Chüechli kommen aber fast ausschliesslich aus der Schweiz.

Wenn nun junge Marketingfachleute in der Backstube stehen, welche Ratschläge würden Sie geben, damit das Endergebnis schlussendlich die Zielgruppen erfreut?

Es ist wichtig, die Wünsche der Verbraucher kontinuierlich im Blick zu haben und einen engen Austausch zu pflegen. Nur so finden verbraucherrelevante Innovationen ihren Weg zum richtigen Zeitpunkt und über den richtigen Vertriebskanal auf den Markt.

 

Mehr über Dr. Oetker

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https://www.oetker.de/unsere-produkte/ristorante/dolce-al-cioccolato.html

Social Media

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https://twitter.com/dr_oetkerch

https://www.youtube.com/user/rezeptvideo?feature=mhee

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Swiss Music Awards & ZHAW – Eine Erfolgsgeschichte

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Bildquelle: bmint.ch

Am 27. Februar ist es wieder soweit: An den Swiss Music Awards werden die in der Schweiz erfolgreichsten Musiker ausgezeichnet. Begleitet wird der Abend durch Superstars wie Lo & Leduc, die Fantastischen Vier, Kodaline und viele mehr!

Was so simpel gestartet ist wie ein Bandprojekt, erscheint heute in Glanz und Glamour. Die Swiss Music Awards finden zum achten Mal statt und wie jedes Jahr sollen alle Erwartungen übertroffen werden. Den Funken für das grosse Feuerwerk haben unter anderem Studierende der ZHAW gezündet. Vier Wirtschaftsinformatik Studenten und ein Dozent des Instituts für Wirtschaftsinformatik haben ein ausgefeiltes Votingsystem programmiert. Dieses System wird heute noch verwendet – es wurde weiterentwickelt und bildet die Grundlage des Mega-Events. Dazu kamen Projekte im Bereich Webseitenentwicklung und seit 2014 Marketing Analysen, die das Institut für Marketing Management in Zusammenarbeit mit Studierenden der School of Management and Law lanciert hat. Weitere gemeinsame Projekte sind bereits initiiert.

Diese enge Zusammenarbeit ermöglicht es Ihnen an den Swiss Music Awards live dabei zu sein: Wir verlosen 5 x 2 Tickets. Dies geht ganz einfach: Schreiben Sie bis am Montag, 23. Februar eine E-Mail an kommunikation.sml@zhaw.ch und vervollständigen Sie den Satz: «Ich sollte an die Swiss Music Awards, weil…».